O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee - Kritik

O Brother, Where Art Thou?

US · 2000 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 12 · Abenteuerfilm, Komödie · Kinostart
  • 7 .5

    Leider führt der Hinweis zu Beginn des Films, dieser lehne sich an Homers Odyssee an, ziemlich in die Irre. Zwar heisst Everett zum zweiten Namen Ullysses und zwar tauchen irgendwann – in einer a.b.s.o.l.u.t. phantastischen Szene! – Sirenen auf, aber das scheint es dann auch schon mit den Anleihen an Homer gewesen zu sein. Mit sehr viel Wohlwollen könnte man behaupten, dass auch hie und da noch ein Monster in menschlicher Hülle zu sehen sei, aber mehr ist da echt nicht. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Coen-Brüder die Odyssee gar nicht gelesen haben. Das würde natürlich einiges erklären …

    So ist «O Brother, where art Thou?» nur im weitesten Sinne eine Odyssee, nämlich eine Irr-Reise dreier Männer durch den Westen der USA zur Zeit der Weltwirtschaftskrise. Die Geschichte wäre an sich rasch erzählt, nimmt aber auch nur die Rolle einer Nebendarstellerin ein. Was den Film coen-typisch (ich erdreiste mich, so zu tun, als hätte ich schon mehr als nur zwei, drei Filme von ihnen gesehen) macht, sind die skurrilen Figuren, die sich auf ihre Irr-Reise begeben und denen diese dabei begegnen. Auch wenn der Film zwei von vier Themen abhandelt, die man zur Vermeidung einer Missstimmung tunlichst vermeiden sollte (Religion und Politik), ist er im Grunde von A bis Z ein Wohlfühlfilm. Die ernsteren Themen werden nicht wirklich vertieft, sondern nur mit einem Augenzwinkern angeschnitten, oft überwiegt die Situationskomik, die sich aus dem Aufeinandertreffen von skurrilen Figuren ergibt, und schliesslich lassen die schönen Landschaftsaufnahmen, die wohlig-warme Farbgebung und ein genialer Soundtrack den Zuschauer in eine Wohlfühl-Welt abtauchen. Streckenweise wähnt man sich in einem Musical; der Gesang und die Musik spielen eine wichtige Rolle. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal schreibe, aber jede dieser Gesangseinlagen sitzt perfekt und lässt dem Zuschauer einen wohligen Schauer über den Rücken laufen. Ich finde: So bietet man gute, nicht anspruchslose Unterhaltung.

    10
    • 7 .5

      Verworrenes, wenn auch hochamüsantes Road Movie, das eigentlich(?/!) von Anfang an eine reine Farce ist,...bemerkenswert ist allerdings unumstößlich der Südstaatenakzent, mit dem nicht nur die drei Hauptakteure aufwarten
      Das klassische Roadmovie ist natürlich KULT

      • 6

        Anstelle von "Babel" gibt es heute "O Brother, Where Art Thou?". Hoffe, man gewöhnt sich dran. ;)
        [...]
        „O Brother, Where Art Thou?“ stellt dabei immer wieder einen bezug zur Vorlage her, einzelne Charaktere oder Szenarien, ja ganze Dialoge werden übernommen, liebevoll in die verrückte Welt der Coens übertragen. Die Kamera ist in diesem Film gewohnt überragend, die Musik ganz exzellent. Gemeinsam mit Roger Deakins schaffen die Coens Bilder, die durchaus der Odyssee gerecht werden, ohne dabei jemals in ein Spektakel abzudriften. Wo die Odyssee noch voller literarischem Spektakel war, inszenieren die Coens Bilder von einer betörenden Ruhe, wo in der Odyssee noch dramatisch aufgeladene Dialoge vorherrschten, lässt sich bei den Coens feiner (Wort)witz entdecken.
        [...]
        Die Coens schöpfen aus jeder Situation ihr komisches Potential, führen einen Rundumschlag gegen Politik und Religion aus – ohne dabei jemals ihn verachtende Gefilde abzurutschen. Irgendwie ist bei „O Brother, Where Art Thou?“ eben doch alles ganz liebenswert und gar nicht so schlimm, wie es aussieht. Ein Film zum wohlfühlen eben.
        [...]
        Vollständige Kritik auf https://aboutthepictures.wordpress.com/2016/07/20/o-brother-where-art-thou/#more-179

        4
        • 7

          Skurill und einmal was anderes, typisch Gebrüder Coen halt...

          • 8

            Ein total verrücktes Ausbrecher Trio begibt sich auf eine aberwitzige Road Movie ähnlichen Odyssee durch den Staat Mississippi. Was sie da erleben und was für Skurrile abgedrehte Typen sie da über die Wege und Pfade laufen ist sagenhaft.
            George Clooney ist einfach zum Zwerchfell schmelzen witzig, allein die Mimik beim Faustkampf mit seinem Nebenbuhler um die Ex Gattin ist überragend lustig.
            Auch der Rest des Trios hat seine Momente.
            Die Soundkulisse ist großartig und die Geschichte einfach Coen Like.
            O Brother what a Movie!

            9
            • 5 .5

              Ganz gut. Gute Geschichte, gute Charaktere, aber wenig Witz und ziemlich langweillig. Ich halte die Filme der Coen-Brüder, bis auf wenige Ausnahmen, für überbewertet.

              1
              • 7

                Interessante Version der "Odyssee" mit tollen Schauspielern, toller Musik, und Coen-typisch geil inszeniert. Absolut sehenswert auch wenn er zum Ende hin etwas langatmig wird.

                1
                • 10

                  Ein Top Film. Super Story, Musik. 1a

                  1
                  • 7 .5

                    Mit O Brother, Where Are Thou, haben die Coens eine, nennen wir es Hommage, an Homers Odyssee geschaffen(Zumal sie laut eigenen Aussagen die Odyssee nicht einmal gelesen haben).
                    Dabei folgen wir der Odyssee dreier Ausbrecher, die vom einen Abenteuer ins nächste stürzen. Jedoch ist meiner Meinung nach der Plot gar nicht so wichtig wie das ganze Drumherum.
                    Da ist einerseits der enorm gute Soundtrack und die Coen-typischen schrägen Szenen, aber auch die Schauspieler, machen einen guten Job(George Clooney in Höchstform).
                    Das ganze Hommage-an-die-Odyssee Zeugs ist leider eher unnötig und lenkt vom Film irgendwie ab, auch wenn die Szene mit den Sirenen irrsinnig witzig ist. Der Film hätte auch wunderbar ohne die Erwähnung von der Odyssee im Vorspann funktioniert. Der Zuschauer hätte immer noch die Möglichkeit gehabt, diesen Vergleich anzustellen ohne, dass man ständig auf die Nase gedrückt bekommt, dass die Odyssee als Vorlage diente.
                    Etwas weniger Slapstickeinlagen und ein gekürztes Ende hätten dem Film auch gut getan. Somit ist er aber immer noch ein sehr sehenswerter Film, und Coen Fans werden bestimmt nicht enttäuscht.

                    2
                    • 4 .5
                      RoboMaus 24.10.2015, 22:15 Geändert 24.10.2015, 23:53

                      Der surreale Road Trip eines Ausbrechertrios in den 30ern, angeführt von George Clooney. Die Coen-Brüder verzichten in dieser Komödie auf eine Story, sondern lassen das Trio, das zweitweise zu einem Duo und einer Kröte wird, von einer Situation in die nächste stolpern. Immer auf der Flucht vor den Verfolgern und mit Typen konfrontiert, die zum Teil noch schräger sind als sie selbst, einschliesslich dem Ku-Klux-Clan. Entfernt vernimmt man Analogien zu Homers Odyssee, was schliesslich das selbstgewählte Thema der Coens ist und worauf man schon im Vorspann hingewiesen wird. Immerhin weiss man dadurch, was die Sirenen in diesem Streifen treiben, und sei es nur den Zweck des Hinweises im Vorspann zu erfüllen.
                      Irgendwann gab ich die Hoffnung auf, dass noch etwas Nennenswertes passiert - es wird recht schnell klar, dass sich 'O Brother, Where Art Thou' auf den Humor reduziert.......und den Singsang/das Country-Gedudel im Score. Beides trug leider kaum zu meiner Erheiterung bei, auch wenn ein paar Schmunzler dabei waren - so bleibt es bei einer weiteren Sichtung eines gelobten Coen-'Klassikers' und der wiederholten Einsicht, dass dieser Homer, Verzeihung, Humor nicht jedermanns Sache ist.

                      6
                      • 8
                        Socratez 14.10.2015, 22:19 Geändert 15.10.2015, 17:39

                        Witzig, spannend und sehr charmant - das leichte, fröhliche Werk der Coen-Brüder "Oh Brother, Where Art Thou?" kann man nur lieb haben.

                        In diesem Film folgt man den drei Ausbrechern Everett, Pete und Delmar auf eine spannende, aufregende Odyssee durch den US-Bundesstaat Mississippi. Ein Abenteuer voller Action, Spaß, Humor, Musik, Liebe und Freundschaft beginnt und nimmt einen mit.
                        Der Film zeigt wunderschöne Landschaftsaufnahmen und hat einen tollen Soundtrack, der ins Ohr geht und von dort in den ganzen Körper. Die Charaktere sind alle einzigartig und viele gewinnt man im Laufe des Filmes lieb.

                        Ich bin den Brüdern Ethan und Joel Coen sehr dankbar für "O Brother, Where Art Thou?", ein Film, der so viel Spaß macht, und es schafft Spannung, Abenteuer und Humor perfekt zu vereinen.

                        1
                        • 6

                          "O Brother, Where Art Thou?" ist ein Abenteuer-Komödienfilm der Coen-Brüder aus dem Jahr 2000. Während der amerikanischen Depression in den 30er Jahren überredet Everett McGill (Clooney) seine Knastkumpel Pete Hogwallop (John Turturro) und Delmar O'Donnell (Tim Blake Nelson) dazu, aus dem Gefängnis auszubrechen und nach einem fragwürdigen Beuteversteck zu suchen, indem sich ein sagenhafter Goldschatz befinden soll. Angelehnt ist die verrückte Handlung voller amüsanter Anspielungen an Homers Odyssee.
                          Der Film wurde, schaut man in die Rezensionsrunde, allgemein sehr gelobhudelt. Die skurrilen Situationen und die grotesken Gags machen den intelligenten Artfilm auch zu einem unterhaltsamen Vergnügen. Zu den Highlights des Streifens gehört sicher die Szene mit den Sirenen, hervorzuheben ist hier insbesondere der starke Auftritt von Musetta Vander als verführerische Muse, sollten doch eigentlich alle Frauen dergestalt aussehen, leider wagen es weiterhin hässliche Menschen sich fortzuunkrauten. Schade, dass die dufte Dame bisher in nur wenig großen Filmwerken zu bewundern war. Auch visuell und musikalisch ist der Film wohl gelungen, doch sicher nicht die grandioseste Meisterleistung der umstrittenen Coen-Brüder, die bessere Hits zu verbuchen haben. Die Flüchtigkeit und die Zusammenhangslosigkeit des Episodenfilms wurde vielfach und zu Recht bemängelt und so ist Countrykomödie am Ende ganz cool, aber nicht der Knaller, und gereicht nicht Kult. "O Brother, Where Art Thou?"ist eine nette Unterhaltung.

                          4
                          • 6 .5

                            Zugegeben, ich versuche es immer wieder mit den Coen-Brüdern, aber irgendwie kommen wir drei auf keinen gemeinsamen Nenner. "Inside Llewyn Davis" fand ich super, "No Country for Old Men" war ansehnlich, aber nicht herausragend und von "Ladykillers", "Fargo" und "True Grit" war ich gelinde gesagt echt enttäuscht. Leider ordnet sich "O Brother, Where Art Thou?" mal wieder in letztere Spalte ein. Man schafft es kaum, zu den Charakteren großartig eine Beziehung aufzubauen, sie bleiben fast durchgängig verhältnismäßig blasse und uninteressante Stereotype. Die Abenteuer, die die drei Ganoven auf ihrer Odyssee bestehen müssen, wirken recht zusammenhangslos und gezwungen aneinandergereiht. Dabei schafft es die Geschichte wirklich nur in seltenen Momenten einen selbst mitzureißen. Man betrachtet das Geschehen aus einer nüchternen Perspektive, die einen den Zugang weitesgehend verwährt.
                            Das soll am Ende nicht bedeuten, dass die Coen Brüder hiermit einen wirklich schlechten Film abgeliefert haben.
                            Im Gegenteil, so gibt es während der 102 Minuten wirklich ab und zu witzige Szenen, die zwar etwas überkandidelt sind (z.B. der Auftritt von John Goodman), aber mich dann doch hin und wieder überzeugen konnten.
                            Zudem macht die Ansiedlung in den 30er Jahren wirklich einiges her, man bekommt Querverweise auf politische Aktivitäten, Rassismus und Gastauftritte historischer Persönlichkeiten, wie bspw. Babyface Nelson. Unterlegt wird die Szenerie von einem fast schon herausragenden Soundtrack, der das Leben in dieser Zeit perfekt einfängt und mich als Freund solcher Klänge wirklich begeistert hat. Gerade die Gesangsnummer der drei Hauptakteure kann sich durchaus sehen lassen.
                            Dann bin mal auf ihren größten Streich, "The Big Lebowski", gespannt.

                            6
                            • 4
                              smartbo 10.08.2015, 12:08 Geändert 10.08.2015, 12:11

                              Ich kann mit dem Film nichts anfangen und finde ihn albern und langweilig. Hinzu kommen auch noch die überwiegend schlechten Schauspieler. Die großen Namen George Clooney, Coen-Brüder beeindrucken mich hinsichtlich einer Qualitätsbewertung nicht, auch wenn ich George Clooney ansonsten für einen sehr guten Schauspieler halte. Einen Bonus für große Namen gibt's bei mir nicht.

                              Der Film war in 2001 für Golden Globe Award nominiert. Wahrscheinlich war die Nominierung im Jahr 2001 – wie das auch sonst in den USA so üblich ist – von irgendwelchem Mainstream determiniert, der zum Zeitpunkt der Nominierung die Medien beherrschte und rauf und runter tobte.
                              Einzig den Soundtrack und die gute atmosphärische Umsetzung der Handlung, die im ländlichen Süden der USA in den 1930er spielt, finde ich in dem Film gut.

                              Ist nicht mein Geschmack, nicht meine Kragenweite.

                              3
                              • 7 .5
                                Troublemaker69 19.04.2015, 18:29 Geändert 19.04.2015, 18:31

                                O Brother, Where Art Thou? ist einer der humoristischeren Streifen der Coen-Gebrüder.
                                Dieser hier lebt in meinen eindeutig von seinen Charaktere und von der wunderbaren Chemie zwischen den Darstellern.
                                George Clooney, John Turtorro und Tim Blake Nelso harmonieren und ergänzen sich wunderbar, was auch dem Drehbuch zugeschrieben ist, denn die drei Protagonisten sind so geschrieben, dass sie perfekt zueinander passen und sich durch ihre Eigenschaften zu einer witziger Mischung entwickeln.
                                Davon abgesehen ist auch das Grundszenarium recht interessant, wie ich finde, so halte ich die Flucht dreier Sträflinge, die sich auf eine Odyssee begeben, für einen guten Grundstein, für eine irrwitzige Komödie und tatsächlich ist auch genau dies aus dem Streifen geworden: Eine Komödie, die sich komplett auf ihr sicheres Grundgerüst verlässt und damit absolut sicher fährt.
                                John Goodmans Auftritt rundet das Ganze dann noch einmal ab und sorgt für einen weiteren kleinen Höhepunkt des Filmes.
                                Beinahe über die komplette Lauflänge hinweg schafft es der Streifen sein Niveau bei zubehalten, lediglich zum Ende hin lässt er in meinen Augen ein bisschen nach, was ihn auch von einer höheren Wertung trennt. Der Humor und die Skurrilitäten werden einfach nicht komplett beizubehalten, so wirkt der Streifen zum Ende hin auf mich ein wenig monoton.
                                Davon abgesehen gibt es für mich jedoch nichts zu beanstanden, hier macht alles einen recht guten Eindruck auf mich, von den Darstellern bis hin zum Drehbuch, das Ganze wird dann noch von einem genialen Soundtrack abgerundet.
                                Insgesamt betrachtet handelt es sich hierbei meiner Meinung nach um einen Film über Freundschaft, ja sogar Bruderschaft, und auch um einen Film über Musik, der einen Parabel zwischen einem guten Song und einem guten Leben schafft.

                                Unterm Strich betrachtet ist O Brother, Where Art Thou? in meinen Augen also ein gelungener Film, der es zwar nicht schafft, seinen sehr guten Eindruck auf mich über die komplette Lauflänge beizubehalten, der aber dennoch auf jeden Fall sehenswert und sehr unterhaltsam ist.

                                18
                                • 8 .5

                                  Cooler Film der Coen Brüder. Der Film wird fast nie langweilig und glänzt mit Humor und einer Menge schrägem Slapstick. Allerdings muss ich hinzufügen, dass nicht jeder auf diese Art von Humor steht und einige Leute vermutlich daher mit dem einen oder anderen Joke nichts anfangen könnten.
                                  Der Cast kann überzeugen und man fühlt mit den Hauptcharakteren, allen voran Everett Ulysses McGill (Clooney) mit. Der Soundtrack verbreitet perfekt das typische Südstaatenflair und gibt dem Film eine ganz besondere Stimmung.

                                  • 6

                                    Wenn man sich NUR auf den Film beschränkt fande ich ihn ganz witzig, guter cast und schönes ,schon genanntes, "Südstaaten-Setting".
                                    Die vielen Interpretationen und die vermeintliche Tiefe finde ich etwas überbewertet, vorallem die Slapstickeinlagen machen den Film eher amüsant als tiefgründig.
                                    Naja Geschmäcker sind eben verschieden- schaut ihn euch trotzdem mal an. :)

                                    • 10
                                      Th. 29.01.2015, 20:14 Geändert 29.01.2015, 23:08

                                      The Coen Brothers gehören definitiv zu meinen Favoriten.
                                      An diesem Movie stimmt alles von der Idee, über die Besetzung, zur Ausführung und der Umsetzung incl. musikalischer Untermalung (Man of Constant Sorrow, einer meiner Lieblingstitel, tut sein Übriges dazu; die Interpretation der Sirenen nach Homers Odyssee - genious!)
                                      Es ist eine eigene, unbeschreibliche Art die die Coen Werke zu Besonderen macht und mir sehr sehr gut gefällt.
                                      Wer diesen Film nicht kennt: Unbedingt mal kucken!

                                      1
                                      • 7

                                        >>Wie es aussieht ist Nelson wieder ganz oben auf.<<

                                        1
                                        • 6

                                          Gefiel größtenteils, witzig. Manchmal sind mir die Landeier aber zu behämmert, um es nicht als übertriebenen Slapstick wahrzunehmen. Ist zwar typisch Coen, die Odysee zählt für meinen Geschmack aber eher zu deren hinteren Plätzen.

                                          1
                                          • 8

                                            Ziemlich abgedrehter Humor, aber wenn man sich erst mal reingefunden hat, macht der Film echt richtig viel Spaß :D

                                            • 7

                                              _Reise durch das Werk der Coens

                                              STATION VIII: O BROTHER, WHERE ART THOU?

                                              „It’s a fool who looks for logic in the chambers of the human heart.“
                                              Die Coen-Brüder beweisen mit diesem Film einmal mehr ihr Talent, schlaue, originelle und anregende Geschichten einzufangen. Die zahlreichen in diesem Film verwendeten Motive, Zeichen und Anspielungen verdichten sich mehr und mehr zu einem großen Ganzen; einer Metapher für das Leben an sich.

                                              Wie in den meisten Filmen der beiden Meister, verfrachten sie ihre Charaktere und Geschichte in eine Zeit, die als eine Art allumgebener Schatten nicht nur zum Gefühl etwas beiträgt, sondern auch der Geschichte einen anderen Charakter verleiht.
                                              Diese Geschichte trägt sich während der Weltwirtschaftskrise zu. Und was ist das wahrscheinlich vorherrschende Gefühl in Zeiten der Weltwirtschaftskrise? Unsicherheit. Wofür wird der Mensch in solchen Zeiten empfänglich? Ideologien. Anführer. Sie werden willens, anderen nicht nur zu vertrauen, sondern ihnen ihr Leben in die Hand zu geben. Die Coens nutzen das und kritisieren die Kirche, Gier und den Rassismus, indem sie all jenes als verblendet symbolisieren (jeder Betroffene hat mindestens eine Sehschwäche) und offenbaren, wie scheinheilig, absurd und paradox Ideologien werden können, sobald die Gier ins Spiel kommt.

                                              Die wieder einmal hervorragende Arbeit von Roger Deakins, ist einfach wieder hervorragend und von Roger Deakins. Er lässt den Zuschauer die Zeit der Geschichte fühlen. Man sollte einen Roger-Deakins-Tag im Kalender einführen, an dem man Filme von und mit Deakins schaut und sein Genie feiert. Und wem die Kamera hier gefällt, der sollte mal gucken, was für eine Leistung mit dem nächsten Film der Coens auf ihn wartet.

                                              Trotz all der genannten Punkte kommt O BROTHER, WHERE ART THOU? für mich nicht wirklich als ein Meisterwerk in Frage, da der Film zwar meinen Kopf, aber nicht wirklich mein Herz bedient hat. Ich wurde nicht wirklich warm mit dem Streifen, was daran liegen könnte, dass ich keinen wirklichen Zugang zu den Figuren gefunden habe, weil für mich zu viel Aufmerksamkeit der Symbolik und Hommage an all die Referenzwerke geschenkt wurde, und weniger den Charakteren.

                                              Bereuen tue ich es nicht, den Film gesehen zu haben und die Stärken kann man dem Film auch nicht aberkennen, aber insgesamt wirkt es irgendwie ein bisschen lauwarm.

                                              Aber genug der Meckerei, der nächste Film wird in der Filmographie der Coens schnell übersehen. Und das für mich zu Unrecht. Die nächste Station ist ein Paradebeispiel dafür, wie viel Kraft aus Passivität und Untertönen kommen kann. Nächste Station: THE MAN WHO WASN’T THERE

                                              ***Da ich zu dem nächsten Film schon vor meiner Reise einen Kommentar geschrieben habe, einfach dem Link zur nächsten Station folgen. Ich werde den Kommentar nur der Reise anpassen, aber nicht neu verfassen.***

                                              _Smooli

                                              Vorherige Station: http://www.moviepilot.de/movies/the-big-lebowski-2/comments/1055067
                                              Nächste Station: http://www.moviepilot.de/movies/the-man-who-wasn-t-there/comments/1033571

                                              12
                                              • 7 .5

                                                Ach ja, die Cohenbrüder… habe bislang noch nicht allzuviel von ihnen gesehen, aber dieser Film war wieder ein tolles Beispiel dafür, dass ich mich ihrer Filme mal annehmen sollte.
                                                Mit diesem Film kann man eine Menge Spaß haben, wenn man weiß worauf man sich hier einlässt: es handelt sich nämlich um eine moderne Version der Odysseus-Sage. Wenn man das weiß macht der Film sofort doppelt so viel Spaß, weil man immer wieder kleine Gemeinsamkeiten mit der Sage entdeckt. Die Musik in dem Film ist fantastisch, genauso wie die Darsteller angefangen bei George Clooney und John Turturro und aufhörend bei John Goodman in einer sehr witzigen Nebenrolle.
                                                Leider fällt auch dem Film auf die Füße, dass es sich um einen Episodenfilm handelt. So läuft zwar vieles am Ende zusammen, aber man hat häufig das Gefühl, dass der Film zusammhangsloß ist.

                                                • 8

                                                  Tolle Musik, gute Gags und grandiose Darsteller. Dazu das geniale Südstaaten-Setting. Die Odyssee der etwas anderen Art.

                                                  • 7 .5

                                                    interessante Inszenierung, und gute Schauspieler, mit einer Story die so alt ist wie die Menschheit selbst, schöne Idee, dass einzige was mich an der ganzen Sache stört, ist die Umsetzung des ganzen. Das toppt der Gesang aber um Längen, ein guter Film für das Gehör...