O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee - Kritik

O Brother, Where Art Thou?

US · 2000 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 12 · Abenteuerfilm, Komödie · Kinostart
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    Hat sich stellenweise leider etwas gezogen was dem Film immer wieder die Fahrt nimmt. Ansonsten unglaublich unterhaltsam. Ein weiteres Meisterwerk der Coen-Brüder

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      Donald Dungeon 01.12.2016, 21:54 Geändert 01.12.2016, 22:06

      Schmackofatzes Teil das wie 7up runtergeht.
      Ich habe zwar nicht alle Teppiche der Coen Brüder geflickt, aber die 6 von mir gesichteten Coen Filme (Fargo, The Big Lebowski, Ein (un)möglicher Härtefall, Burn After Reading, No Country for Old Men, und nu...O Brother, Where Art Thou?) waren alle weit überdurchschnittlich bis sehr gut.
      "No Country for Old Men" wird mir mit seiner staubtrockenen Art, und dem größten Tommy Lee Jones Blick aller Zeiten, zwar nach wie vor der Liebste Coen bleiben, "O Brother...." ist allerdings jetzt schon nach einmaliger Sichtung 'ne feste Bank für mich.
      Wenn du die Fresse nach 'nem völlig abgefuckten Tag voll hast und einfach nur abschalten willst, dann ist das genau der richtige Film für dich.
      Wir befinden uns hier nicht in deepen Gewässern, sondern in einem lockerflockigen Abenteuer mit massig kleinen Details (vieles kommt durch den Look des Films), einem großartigen Humor (Beispiele: der Ku-Klux-Klan Synchrontanz, oder...einfach nur die Fresse vom Plattenproduzenten. Look at his eyes!!!!), einen starken Cast (Clooney darf sich unter der Fuchtel der Coen jedes mal herrlich austoben, aber John Turturro ist hier der absolute Kracher. Als er fast am Ende mit seinem Fake Hillbilly/Redneck Vollbart der Marke alter Goldschürfer auf der Bühne steht und dann diesen völlig debilen Blick bringt.....ich habe fast Pisse geweint vor Lachschmerzen!) und einem ins Ohr gehenden Soundtrack.
      Jup, ein Ohrwurm von "Constant Man of Sorrow" ist grad vorhanden.
      Was mir bei den Coen am meisten auffällt, die Dudes haben ein Faible für abgefahrene Namen.

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      • 7

        Fand zwar, dass der Film stellenweise etwas zäh und nicht ganz mein Ding war, aber das meiste war echt genial. Bei der ein oder andren Szene echt relativ gelangweilt, aber bei der Szene im Auto mit Babyface und der KKK-Szene hab ich mich komplett weggeschrien. Und dann noch "Man Of Constant Sorrow"... Extremer Ohrwurm. Also anschauen sollte man sich den auf jeden Fall mal.

        • 8

          Der Humor der Coens ist schon speziell, wenn man mit dem nix anfangen kann, müssen deren Filme wohl unendlich langweilig sein.
          Ich bin ein großer Fan des langsamen und meist pointenlosen Humors, der auch von den meist großartigen Darstellern lebt.
          Dafür fallen die ernsteren Filme von den Brüdern eher bei mir durch, "No Country for Old Man" und "True Grit" haben mich eigentlich eher gelangweilt und bei ersterem konnte ich mich nicht damit anfreunden, dass es irgendwie keinen richtigen Anfang und kein richtiges Ende gab, so wie eigentlich typisch Coen.
          Bei Komödien stört mich das scheinbar nicht so, "A Serious Man" hat auch keinen Wirklichen Anfang und Ende, aber der hat mir extrem gut gefallen..tja, aber was schwafel ich hier, soll ja um "O Brrother, where art thou" gehen, also los:

          Nachdem Everett mit 2 seiner an ihm geketteten Kollegen aus dem Gefängnis-Arbeitslager flieht, beginnt ein ganz besonderer Roadtrip, auf dem die drei allerlei historisch bekannten, echten Personen, aber auch anderen, an die Odysee von Homer angelehnten Figuren begegnen. Die Mischung aus beiden macht einfach irre viel Spaß und ist sehr getragen (nicht ungewöhlich bei den Coens) von Musik.
          Sie gabeln Tommy Johnson an den Crossroads auf, wo der grad seine Seele an den Teufel verkauft hat (:-D), lassen sich von Countrysongs singenden Sirenen verführen, werden von einem Zyklopen (John Goodman) übers Ohr gehauen und beraubt und treffen auch noch auf "Babyface" Nelson.........

          George Clooney, John Turturro und Tim Blake Nelson sieht man die Spielfreude zu jeder Minute an, die müssen ´ne Mordsgaudi bei den Dreharbeiten gehabt haben, es macht einfach riesig Spaß denen zuzuschauen.
          Vor allem Clooney legt hier eine Mimik an den Tag, die mich die ganze Zeit über schmunzeln ließ.
          Tolle Geschichte, die einfach nur Spaß machen soll und genau das hat bei mir sogar nach 3. Sichtung prima geklappt!

          "I´m a man of constant sorrow"!

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          • 6
            Ecto1 10.10.2016, 12:00 Geändert 10.10.2016, 12:28

            Da hat mein nervöser Finger auf dem Smartphone dem Film doch tatsächlich unabsichtlich eine 5 reingedrückt. Ein bisschen hart für einen Streifen welcher durchaus amüsant ist, mir aber schlicht zu sinnlos erscheint um hier höre als eine 6 gehen zu können.

            Die Coen Brüder haben schon wundervolle Filme auf den Markt geworfen, "No Country for Old Men" ist z.b einer meiner Favoriten und bietet spannende Unterhaltung mit tollen Charakteren. "O Brother, Where Art Thou" empfand ich ebenfalls als unterhaltsam, aber auch sinnlos. Mit was für einer Odyssee dieser Film auch immer verstrickt sein mag, ich check die zusammenhangslosen Zusammenhänge wohl einfach nicht. Sirenen können sexy sein, waren für mich aber genau so ereignislos wie John Goodman, welcher auf unverständliche Weise die zwei Idioten zum Picknick überreden kann.

            Und Clooney und co. repräsentieren hier auf durchaus überzeugende Weise Hillbillys die keinen Plan von gar nichts haben. Da ist man auch so doof 6 Kinder mit einer durchgeknallten Schlampe zu zeugen, welcher ich den Ring in den Arsch geschoben hätte. Evtl. wollte auch der Humor bei mir nicht richtig zünden, ich musste jedenfalls herzlich wenig lachen und dachte die meiste Zeit nur "wtf".

            Selbst als Parodie auf die Südstaaten von damals funktioniert der Film bei mir nicht richtig, da er einfach zu sinnentleert daherkommt und die Geschichte auch in 30min erzählt wäre. Der beste Gag war in meinen Augen dass der Song der Jungs unfreiwillig zum Hit geworden ist, und ich hätte mir gewünscht dass diese Thematik mehr Spielraum bekommen hätte. Leider war dies am Ende auch nur ein Aufhänger um eine lustige Bühnen-Szene auf die Beine stellen zu können.

            Dennoch, irgendwie hat mich dieser Coen Streich auch fasziniert und ich würde ihn wohl zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal sichten. Aber ich fand den Film wiederum auch doof und unlustig, so dass ich ihn nicht so recht einordnen kann. Hier spalten sich die Geschmäcker wohl sehr, und es wird wohl nie ein Coen Werk werden welches ich so richtig empfehlen, noch dringendst davon abraten kann.

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            • 7 .5

              Leider führt der Hinweis zu Beginn des Films, dieser lehne sich an Homers Odyssee an, ziemlich in die Irre. Zwar heisst Everett zum zweiten Namen Ullysses und zwar tauchen irgendwann – in einer a.b.s.o.l.u.t. phantastischen Szene! – Sirenen auf, aber das scheint es dann auch schon mit den Anleihen an Homer gewesen zu sein. Mit sehr viel Wohlwollen könnte man behaupten, dass auch hie und da noch ein Monster in menschlicher Hülle zu sehen sei, aber mehr ist da echt nicht. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Coen-Brüder die Odyssee gar nicht gelesen haben. Das würde natürlich einiges erklären …

              So ist «O Brother, where art Thou?» nur im weitesten Sinne eine Odyssee, nämlich eine Irr-Reise dreier Männer durch den Westen der USA zur Zeit der Weltwirtschaftskrise. Die Geschichte wäre an sich rasch erzählt, nimmt aber auch nur die Rolle einer Nebendarstellerin ein. Was den Film coen-typisch (ich erdreiste mich, so zu tun, als hätte ich schon mehr als nur zwei, drei Filme von ihnen gesehen) macht, sind die skurrilen Figuren, die sich auf ihre Irr-Reise begeben und denen diese dabei begegnen. Auch wenn der Film zwei von vier Themen abhandelt, die man zur Vermeidung einer Missstimmung tunlichst vermeiden sollte (Religion und Politik), ist er im Grunde von A bis Z ein Wohlfühlfilm. Die ernsteren Themen werden nicht wirklich vertieft, sondern nur mit einem Augenzwinkern angeschnitten, oft überwiegt die Situationskomik, die sich aus dem Aufeinandertreffen von skurrilen Figuren ergibt, und schliesslich lassen die schönen Landschaftsaufnahmen, die wohlig-warme Farbgebung und ein genialer Soundtrack den Zuschauer in eine Wohlfühl-Welt abtauchen. Streckenweise wähnt man sich in einem Musical; der Gesang und die Musik spielen eine wichtige Rolle. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal schreibe, aber jede dieser Gesangseinlagen sitzt perfekt und lässt dem Zuschauer einen wohligen Schauer über den Rücken laufen. Ich finde: So bietet man gute, nicht anspruchslose Unterhaltung.

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              • 7 .5

                Verworrenes, wenn auch hochamüsantes Road Movie, das eigentlich(?/!) von Anfang an eine reine Farce ist,...bemerkenswert ist allerdings unumstößlich der Südstaatenakzent, mit dem nicht nur die drei Hauptakteure aufwarten
                Das klassische Roadmovie ist natürlich KULT

                • 6

                  Anstelle von "Babel" gibt es heute "O Brother, Where Art Thou?". Hoffe, man gewöhnt sich dran. ;)
                  [...]
                  „O Brother, Where Art Thou?“ stellt dabei immer wieder einen bezug zur Vorlage her, einzelne Charaktere oder Szenarien, ja ganze Dialoge werden übernommen, liebevoll in die verrückte Welt der Coens übertragen. Die Kamera ist in diesem Film gewohnt überragend, die Musik ganz exzellent. Gemeinsam mit Roger Deakins schaffen die Coens Bilder, die durchaus der Odyssee gerecht werden, ohne dabei jemals in ein Spektakel abzudriften. Wo die Odyssee noch voller literarischem Spektakel war, inszenieren die Coens Bilder von einer betörenden Ruhe, wo in der Odyssee noch dramatisch aufgeladene Dialoge vorherrschten, lässt sich bei den Coens feiner (Wort)witz entdecken.
                  [...]
                  Die Coens schöpfen aus jeder Situation ihr komisches Potential, führen einen Rundumschlag gegen Politik und Religion aus – ohne dabei jemals ihn verachtende Gefilde abzurutschen. Irgendwie ist bei „O Brother, Where Art Thou?“ eben doch alles ganz liebenswert und gar nicht so schlimm, wie es aussieht. Ein Film zum wohlfühlen eben.
                  [...]
                  Vollständige Kritik auf https://aboutthepictures.wordpress.com/2016/07/20/o-brother-where-art-thou/#more-179

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                  • 7

                    Skurill und einmal was anderes, typisch Gebrüder Coen halt...

                    • 8

                      Ein total verrücktes Ausbrecher Trio begibt sich auf eine aberwitzige Road Movie ähnlichen Odyssee durch den Staat Mississippi. Was sie da erleben und was für Skurrile abgedrehte Typen sie da über die Wege und Pfade laufen ist sagenhaft.
                      George Clooney ist einfach zum Zwerchfell schmelzen witzig, allein die Mimik beim Faustkampf mit seinem Nebenbuhler um die Ex Gattin ist überragend lustig.
                      Auch der Rest des Trios hat seine Momente.
                      Die Soundkulisse ist großartig und die Geschichte einfach Coen Like.
                      O Brother what a Movie!

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                      • 5 .5

                        Ganz gut. Gute Geschichte, gute Charaktere, aber wenig Witz und ziemlich langweillig. Ich halte die Filme der Coen-Brüder, bis auf wenige Ausnahmen, für überbewertet.

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                        • 7

                          Interessante Version der "Odyssee" mit tollen Schauspielern, toller Musik, und Coen-typisch geil inszeniert. Absolut sehenswert auch wenn er zum Ende hin etwas langatmig wird.

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                          • 10

                            Ein Top Film. Super Story, Musik. 1a

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                            • 7 .5

                              Mit O Brother, Where Are Thou, haben die Coens eine, nennen wir es Hommage, an Homers Odyssee geschaffen(Zumal sie laut eigenen Aussagen die Odyssee nicht einmal gelesen haben).
                              Dabei folgen wir der Odyssee dreier Ausbrecher, die vom einen Abenteuer ins nächste stürzen. Jedoch ist meiner Meinung nach der Plot gar nicht so wichtig wie das ganze Drumherum.
                              Da ist einerseits der enorm gute Soundtrack und die Coen-typischen schrägen Szenen, aber auch die Schauspieler, machen einen guten Job(George Clooney in Höchstform).
                              Das ganze Hommage-an-die-Odyssee Zeugs ist leider eher unnötig und lenkt vom Film irgendwie ab, auch wenn die Szene mit den Sirenen irrsinnig witzig ist. Der Film hätte auch wunderbar ohne die Erwähnung von der Odyssee im Vorspann funktioniert. Der Zuschauer hätte immer noch die Möglichkeit gehabt, diesen Vergleich anzustellen ohne, dass man ständig auf die Nase gedrückt bekommt, dass die Odyssee als Vorlage diente.
                              Etwas weniger Slapstickeinlagen und ein gekürztes Ende hätten dem Film auch gut getan. Somit ist er aber immer noch ein sehr sehenswerter Film, und Coen Fans werden bestimmt nicht enttäuscht.

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                              • 4 .5
                                RoboMaus 24.10.2015, 22:15 Geändert 24.10.2015, 23:53

                                Der surreale Road Trip eines Ausbrechertrios in den 30ern, angeführt von George Clooney. Die Coen-Brüder verzichten in dieser Komödie auf eine Story, sondern lassen das Trio, das zweitweise zu einem Duo und einer Kröte wird, von einer Situation in die nächste stolpern. Immer auf der Flucht vor den Verfolgern und mit Typen konfrontiert, die zum Teil noch schräger sind als sie selbst, einschliesslich dem Ku-Klux-Clan. Entfernt vernimmt man Analogien zu Homers Odyssee, was schliesslich das selbstgewählte Thema der Coens ist und worauf man schon im Vorspann hingewiesen wird. Immerhin weiss man dadurch, was die Sirenen in diesem Streifen treiben, und sei es nur den Zweck des Hinweises im Vorspann zu erfüllen.
                                Irgendwann gab ich die Hoffnung auf, dass noch etwas Nennenswertes passiert - es wird recht schnell klar, dass sich 'O Brother, Where Art Thou' auf den Humor reduziert.......und den Singsang/das Country-Gedudel im Score. Beides trug leider kaum zu meiner Erheiterung bei, auch wenn ein paar Schmunzler dabei waren - so bleibt es bei einer weiteren Sichtung eines gelobten Coen-'Klassikers' und der wiederholten Einsicht, dass dieser Homer, Verzeihung, Humor nicht jedermanns Sache ist.

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                                • 6

                                  "O Brother, Where Art Thou?" ist ein Abenteuer-Komödienfilm der Coen-Brüder aus dem Jahr 2000. Während der amerikanischen Depression in den 30er Jahren überredet Everett McGill (Clooney) seine Knastkumpel Pete Hogwallop (John Turturro) und Delmar O'Donnell (Tim Blake Nelson) dazu, aus dem Gefängnis auszubrechen und nach einem fragwürdigen Beuteversteck zu suchen, indem sich ein sagenhafter Goldschatz befinden soll. Angelehnt ist die verrückte Handlung voller amüsanter Anspielungen an Homers Odyssee.
                                  Der Film wurde, schaut man in die Rezensionsrunde, allgemein sehr gelobhudelt. Die skurrilen Situationen und die grotesken Gags machen den intelligenten Artfilm auch zu einem unterhaltsamen Vergnügen. Zu den Highlights des Streifens gehört sicher die Szene mit den Sirenen, hervorzuheben ist hier insbesondere der starke Auftritt von Musetta Vander als verführerische Muse, sollten doch eigentlich alle Frauen dergestalt aussehen, leider wagen es weiterhin hässliche Menschen sich fortzuunkrauten. Schade, dass die dufte Dame bisher in nur wenig großen Filmwerken zu bewundern war. Auch visuell und musikalisch ist der Film wohl gelungen, doch sicher nicht die grandioseste Meisterleistung der umstrittenen Coen-Brüder, die bessere Hits zu verbuchen haben. Die Flüchtigkeit und die Zusammenhangslosigkeit des Episodenfilms wurde vielfach und zu Recht bemängelt und so ist Countrykomödie am Ende ganz cool, aber nicht der Knaller, und gereicht nicht Kult. "O Brother, Where Art Thou?"ist eine nette Unterhaltung.

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                                  • 6 .5

                                    Zugegeben, ich versuche es immer wieder mit den Coen-Brüdern, aber irgendwie kommen wir drei auf keinen gemeinsamen Nenner. "Inside Llewyn Davis" fand ich super, "No Country for Old Men" war ansehnlich, aber nicht herausragend und von "Ladykillers", "Fargo" und "True Grit" war ich gelinde gesagt echt enttäuscht. Leider ordnet sich "O Brother, Where Art Thou?" mal wieder in letztere Spalte ein. Man schafft es kaum, zu den Charakteren großartig eine Beziehung aufzubauen, sie bleiben fast durchgängig verhältnismäßig blasse und uninteressante Stereotype. Die Abenteuer, die die drei Ganoven auf ihrer Odyssee bestehen müssen, wirken recht zusammenhangslos und gezwungen aneinandergereiht. Dabei schafft es die Geschichte wirklich nur in seltenen Momenten einen selbst mitzureißen. Man betrachtet das Geschehen aus einer nüchternen Perspektive, die einen den Zugang weitesgehend verwährt.
                                    Das soll am Ende nicht bedeuten, dass die Coen Brüder hiermit einen wirklich schlechten Film abgeliefert haben.
                                    Im Gegenteil, so gibt es während der 102 Minuten wirklich ab und zu witzige Szenen, die zwar etwas überkandidelt sind (z.B. der Auftritt von John Goodman), aber mich dann doch hin und wieder überzeugen konnten.
                                    Zudem macht die Ansiedlung in den 30er Jahren wirklich einiges her, man bekommt Querverweise auf politische Aktivitäten, Rassismus und Gastauftritte historischer Persönlichkeiten, wie bspw. Babyface Nelson. Unterlegt wird die Szenerie von einem fast schon herausragenden Soundtrack, der das Leben in dieser Zeit perfekt einfängt und mich als Freund solcher Klänge wirklich begeistert hat. Gerade die Gesangsnummer der drei Hauptakteure kann sich durchaus sehen lassen.
                                    Dann bin mal auf ihren größten Streich, "The Big Lebowski", gespannt.

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                                    • 4
                                      smartbo 10.08.2015, 12:08 Geändert 10.08.2015, 12:11

                                      Ich kann mit dem Film nichts anfangen und finde ihn albern und langweilig. Hinzu kommen auch noch die überwiegend schlechten Schauspieler. Die großen Namen George Clooney, Coen-Brüder beeindrucken mich hinsichtlich einer Qualitätsbewertung nicht, auch wenn ich George Clooney ansonsten für einen sehr guten Schauspieler halte. Einen Bonus für große Namen gibt's bei mir nicht.

                                      Der Film war in 2001 für Golden Globe Award nominiert. Wahrscheinlich war die Nominierung im Jahr 2001 – wie das auch sonst in den USA so üblich ist – von irgendwelchem Mainstream determiniert, der zum Zeitpunkt der Nominierung die Medien beherrschte und rauf und runter tobte.
                                      Einzig den Soundtrack und die gute atmosphärische Umsetzung der Handlung, die im ländlichen Süden der USA in den 1930er spielt, finde ich in dem Film gut.

                                      Ist nicht mein Geschmack, nicht meine Kragenweite.

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                                      • 7 .5
                                        Troublemaker69 19.04.2015, 18:29 Geändert 19.04.2015, 18:31

                                        O Brother, Where Art Thou? ist einer der humoristischeren Streifen der Coen-Gebrüder.
                                        Dieser hier lebt in meinen eindeutig von seinen Charaktere und von der wunderbaren Chemie zwischen den Darstellern.
                                        George Clooney, John Turtorro und Tim Blake Nelso harmonieren und ergänzen sich wunderbar, was auch dem Drehbuch zugeschrieben ist, denn die drei Protagonisten sind so geschrieben, dass sie perfekt zueinander passen und sich durch ihre Eigenschaften zu einer witziger Mischung entwickeln.
                                        Davon abgesehen ist auch das Grundszenarium recht interessant, wie ich finde, so halte ich die Flucht dreier Sträflinge, die sich auf eine Odyssee begeben, für einen guten Grundstein, für eine irrwitzige Komödie und tatsächlich ist auch genau dies aus dem Streifen geworden: Eine Komödie, die sich komplett auf ihr sicheres Grundgerüst verlässt und damit absolut sicher fährt.
                                        John Goodmans Auftritt rundet das Ganze dann noch einmal ab und sorgt für einen weiteren kleinen Höhepunkt des Filmes.
                                        Beinahe über die komplette Lauflänge hinweg schafft es der Streifen sein Niveau bei zubehalten, lediglich zum Ende hin lässt er in meinen Augen ein bisschen nach, was ihn auch von einer höheren Wertung trennt. Der Humor und die Skurrilitäten werden einfach nicht komplett beizubehalten, so wirkt der Streifen zum Ende hin auf mich ein wenig monoton.
                                        Davon abgesehen gibt es für mich jedoch nichts zu beanstanden, hier macht alles einen recht guten Eindruck auf mich, von den Darstellern bis hin zum Drehbuch, das Ganze wird dann noch von einem genialen Soundtrack abgerundet.
                                        Insgesamt betrachtet handelt es sich hierbei meiner Meinung nach um einen Film über Freundschaft, ja sogar Bruderschaft, und auch um einen Film über Musik, der einen Parabel zwischen einem guten Song und einem guten Leben schafft.

                                        Unterm Strich betrachtet ist O Brother, Where Art Thou? in meinen Augen also ein gelungener Film, der es zwar nicht schafft, seinen sehr guten Eindruck auf mich über die komplette Lauflänge beizubehalten, der aber dennoch auf jeden Fall sehenswert und sehr unterhaltsam ist.

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                                        • 8 .5

                                          Cooler Film der Coen Brüder. Der Film wird fast nie langweilig und glänzt mit Humor und einer Menge schrägem Slapstick. Allerdings muss ich hinzufügen, dass nicht jeder auf diese Art von Humor steht und einige Leute vermutlich daher mit dem einen oder anderen Joke nichts anfangen könnten.
                                          Der Cast kann überzeugen und man fühlt mit den Hauptcharakteren, allen voran Everett Ulysses McGill (Clooney) mit. Der Soundtrack verbreitet perfekt das typische Südstaatenflair und gibt dem Film eine ganz besondere Stimmung.

                                          • 6

                                            Wenn man sich NUR auf den Film beschränkt fande ich ihn ganz witzig, guter cast und schönes ,schon genanntes, "Südstaaten-Setting".
                                            Die vielen Interpretationen und die vermeintliche Tiefe finde ich etwas überbewertet, vorallem die Slapstickeinlagen machen den Film eher amüsant als tiefgründig.
                                            Naja Geschmäcker sind eben verschieden- schaut ihn euch trotzdem mal an. :)

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                                              Th. 29.01.2015, 20:14 Geändert 29.01.2015, 23:08

                                              The Coen Brothers gehören definitiv zu meinen Favoriten.
                                              An diesem Movie stimmt alles von der Idee, über die Besetzung, zur Ausführung und der Umsetzung incl. musikalischer Untermalung (Man of Constant Sorrow, einer meiner Lieblingstitel, tut sein Übriges dazu; die Interpretation der Sirenen nach Homers Odyssee - genious!)
                                              Es ist eine eigene, unbeschreibliche Art die die Coen Werke zu Besonderen macht und mir sehr sehr gut gefällt.
                                              Wer diesen Film nicht kennt: Unbedingt mal kucken!

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                                              • 7

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                                                • 6

                                                  Gefiel größtenteils, witzig. Manchmal sind mir die Landeier aber zu behämmert, um es nicht als übertriebenen Slapstick wahrzunehmen. Ist zwar typisch Coen, die Odysee zählt für meinen Geschmack aber eher zu deren hinteren Plätzen.

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                                                  • 8

                                                    Ziemlich abgedrehter Humor, aber wenn man sich erst mal reingefunden hat, macht der Film echt richtig viel Spaß :D