Oberst Redl
Oberst Redl (1985), HU/AT/DE Laufzeit 150 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Drama, Actionfilm, Kinostart 29.03.1985
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von István Szabó, mit Klaus Maria Brandauer und Jan Niklas
Alfred Redl, Sohn eines armen Eisenbahners, wird dank seines Fleißes in die Militärschule der österreichisch-ungarischen Monarchie aufgenommen. Er freundet sich mit Baron Christoph von Kubinyi (Jan Niklas) und dessen Schwester Katalin an. Um ebenfalls dieser adligen Gesellschaft anzugehören, schlägt der karrieresüchtige Redl die Offizierslaufbahn ein. Jahre später, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, dient er als Hauptmann im österreichisch-ungarischen Grenzland. Er ist ein hervorragender Soldat, der von seinem Vorgesetzten, Oberst von Roden, mit väterlicher Zuneigung unterstützt wird. In Wien trifft Redl Katalin wieder, die zu seiner Geliebten wird. Sie ist die einzige, der er zu gestehen wagt, dass er für ihren Bruder Christoph mehr als nur Freundschaft empfindet. Als das Kaiserreich zu zerbrechen droht, sieht Redl die Chance seines Lebens, sich zu beweisen. Er räumt auf und schafft diszipliniert Ordnung, bekommt jedoch auch viele Widersacher hinzu. Er wird befördert und kann in Wien endlich das Leben führen, nachdem er begierig strebte. Doch seine Feinde spinnen eine zerstörerische Intrige.
Cast & Crew
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István Szabó
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Klaus Maria Brandauer
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Hans Christian Blech
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Jan Niklas
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Gudrun Landgrebe
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László Gálffi
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Armin Mueller-Stahl
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Regie
Schauspieler
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András Bálint
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László Mensáros
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Károly Eperjes
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Dorottya Udvaros
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Teri Tordai
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Róbert Rátonyi
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Péter Dobai
- Genre
- Historienfilm, Drama, Agentenfilm
- Handlung
- Heimliche Homosexualität, Spionage
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Drehbuch
Filmdetails Oberst Redl
Trailer zum Film Oberst Redl
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Kommentare (2) — Film: Oberst Redl
Kommentar schreibenmikadoapache 2012/03/31 00:26:34
Kommentar löschengenialer brandauer,die subtile darstellung von redl ist für mich nahezu perfekt - außerdem noch ein sehr guter spionagefilm
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8martin 2012/03/29 16:48:26
Kommentar löschenEs ist nicht Istvan Szabos bester Film, was vielleicht mitunter auch an der Thematik liegen könnte. Aber zunächst beeindrucken den Zuschauer die grandiosen Bilder, die mit einem gewissen düsteren, morbiden Flair die Atmosphäre in der Endphase der k.u.k. Monarchie verdeutlichen. Abgesehen von den typischen Merkmalen jener Zeit wie dem Antisemitismus, dem Duell, den Privilegien einer Adelsgesellschaft, Standesdünkel, der mit der gewohnten Arroganz daherkommt, aber auch laszivem Sex und ausgiebigen Saufgelagen, steht ein Karrierist im Mittelpunkt. Klaus Maria Brandauer ist wie immer superb. Sein Ende ist eine schauspielerische Glanzleistung der Extraklasse. Er kann enttäuschten Ehrgeiz, tiefsitzenden Frust, Ausweglosigkeit und Hilflosigkeit ausdrücken, als für ihn eine Welt zusammenbricht. Ironischerweise erleidet seine Gallionsfigur Kronprinz Franz Ferdinand (Armin Müller-Stahl) ein ähnliches Ende, der Redl nach missglückte Aktion wie eine heiße Kartoffel behandelt. Im Gegensatz zu heute war damals Homosexualität ein anrüchiges Verbrechen. Redl wird uns bisexuell geschildert. Das verschlimmert seine Lager erheblich. Er, der ‘fast nie geschlafen, kaum gegessen und immer gearbeitet hat‘ fällt sich selbst zum Opfer. Szabo schafft es, dass man glaubt den finalen Schuss zu hören, noch bevor er fällt. Aber bis dahin strapaziert er unser Durchhaltevermögen durch lange Dialoge mit Fachsimpelei für Insider.
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