One Hour Photo

One Hour Photo (2002), US
Laufzeit 95 Minuten, FSK 12, Thriller, Kinostart 09.01.2003

6.1 Kritiker
35 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.7 Community
3080 Bewertungen
49 Kommentare
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von Mark Romanek, mit Gary Cole und Robin Williams

Sy Parrish (Robin Williams), Leiter der Fotoabteilung in einem Supermarkt, macht – wie jeden Tag – seinen Job. Doch heute ist ein besonderer Tag. Denn Nina Yorkin (Connie Nielsen), eine treue Kundin, holt wieder einmal die fotografischen Beweise ihres glücklichen Familienlebens ab, die Sy wie immer mit besonderer Sorgfalt entwickelt hat. Die attraktive Mittdreißigerin ahnt nicht, dass der freundliche Mann hinter dem Ladentisch seit Jahren ihre Fotos heimlich vervielfältigt und bei sich daheim an der Wohnzimmerwand – akribisch aneinander gereiht – aufhängt. So weiß Sy so ziemlich alles über Nina, ihren sympathischen Sohn Jake (Dylan Smith) und Ehemann Will (Michael Vartan). Der Foto-Mann, der einsam und zurückgezogen lebt, identifiziert sich inzwischen so sehr mit den Yorkins, dass er sich für das Wohlergehen der Familie verantwortlich fühlt. Als Sy eines Tages dahinter kommt, dass Will Yorkin seine Frau betrügt und damit sein Idealbild der Familie mit einem Mal zerstört ist, reift in ihm ein mörderischer Plan.

Der Film beginnt in einem Verhörzimmer der Polizei. Seymour (“Sy”) Parrish erzählt einem Polizisten die Geschichte, die zu seiner Verhaftung führt.

Der Foto-Entwickler arbeitet schon seit Jahren an der Foto-Theke des Supermarktes Savmart und entwickelt Fotos von verschiedenen Kunden. Besonders angetan hat es ihm die Familie Yorkin, deren Fotos er bereits seit neun Jahren für sie entwickelt, und deren Mutter Nina bereits zu seinen Stammkunden gehört. Sy sieht sich praktisch als Onkel der Familie, ohne jemals einen engen Kontakt mit der Familie gehabt zu haben.

Die Beziehung zwischen Sy und der Familie Yorkin stärkt sich immer mehr dadurch, dass Sy beginnt, sich in ihre privaten Dinge einzumischen. Handlungen wie das Nach-Hause-Begleiten des Sohnes Jake nach seinem Fußball-Training oder die Diskussion mit Nina über ein Buch, welches sie “zufälligerweise” beide momentan lesen,…

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Kommentare (49) — Film: One Hour Photo

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daniel-netschajew

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Bewertung5.0Geht so

starker hauptdarsteller, teilweise starke bilder. leider bei buch und inszenierung viel verschenkt. aber zum einmal ausleihen gut zu gebrauchen.

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SoulReaver

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Bewertung7.0Sehenswert

„Die wenigsten Leute machen Schnappschüsse von den kleinen Dingen, einem benutzten Heftpflaster, vom Tankwart an der Ecke, der Wespe auf dem Marmeladenbrot. Aber gerade diese Dinge sind es, die das wahre Bild unseres Lebens wiedergeben.“

Es gibt immer wieder diese Schauspieler, von denen man gewisse Rollen nicht unbedingt erwartet hätte. Einer dieser Schauspieler ist Robin Williams. Den meisten wohl eher im Komödien-Genre ein Begriff. Doch immer wieder zeigte er sein Können im ernsten Bereich, zum Beispiel in 'König der Fischer' oder auch 'Good Will Hunting'. Wobei er in beiden Filmen auch den einen oder anderen Lacher gewinnen kann. Anders als in 'One Hour Photo' von 2002. Im Psycho-Thriller von Mark Romanek fährt Williams ganz groß auf, doch das allein macht leider keinen großen Film aus.

Sy ist ein Mann ohne soziale Bindungen. Er arbeitet in einem Supermarkt als Entwickler für Fotos. Als Ausgleich zu seiner Einsamkeit hat Sy schon lange die dreiköpfige Familie Yorkin "adoptiert" und fühlt sich als ein Teil von ihr, weil sie für ihn die Musterfamilie widergespiegelt. Von ihren Familienfotos hat Sy unzählige Abzüge selbst zu Hause. Zaghaft nähert er sich immer mehr und mehr den einzelnen Familienmitgliedern, bis er bemerkt, dass in der Familienidylle irgendetwas nicht stimmt. Vater Yorkin hütet ein Geheimnis und Sy sieht sich gezwungen etwas dagegen zu unternehmen.

'One Hour Photo' spielt deutlich mit den verschieden Farben, die sich genauso in die Gefühlswelt der Charaktere übertragen lässt. Der Supermarkt ist eintönig, alles ist Grau, genau wie Sy selbst. Die Welt der Yorkin's hingegen ist Farbenfroh, alles ist bunt und voller Liebe. In klaren, fast sterilen Bildern von Jeff Cronenwerth eingefangen. Untermalt wird der Film von Heil und Klimek's melancholischen wie ruhigen Soundtrack, der dem Film dann noch genau den Ton gibt den er benötigt.

Wie oben bereits erwähnt übernimmt Robin Williams die Rolle des Sy. Das Williams ein toller Schauspieler ist wohl jeden bewusst, dass Williams aber auch vor allem in letzter Zeit bei seiner Rollenwahl viel zu oft danebengegriffen hat, ist auch klar. Die Figur des zurückhaltenden und einsamen Sy's ist eine Paraderolle für Williams. Einen ähnlichen Charakter hat Williams in Nolan's 'Insomnia' kurz davor schon mit Bravour verkörpert. Williams bringt seine tragische wie psychisch kranke Figur mit unglaublicher Authentizität und inneren Leere rüber und liefert hier eine seine besten Leistungen ab. Die anderen Schauspieler, fallen nicht mit guten Leistungen auf, aber auch nicht mit schlechten. Die Yorkins, besetzt mit Connie Nielsen als Nina Yorkin, Michael Vartan als Will Yorkin und Dylan Smith als Sohnemann Jake Yorkin.

In 'One Hour Photo' dreht sich alles um die Welt der Bilder. Wie Sy richtig feststellt, machen die Menschen nie Bilder von den traurigen Sachen, Bilder von Dingen die sie vergessen wollen und Bilder die ihnen wehtun. Völlig Verständlich, denn wir wollen die schönen Momente festhalten. Wer ein altes Fotoalbum aus der letzten Ecke des Schrankes rauskramt will nicht an schlimme Dinge erinnert werden, sondern in schönen Erinnerungen schwelgen. Man wird nie hinter die Fassade der Menschen blicken können durch Fotos, egal wie viele Bilder man sich von ihnen anschaut. Das gleiche gilt auch für Sy. Sy ist ein unscheinbarer Mensch, ein Jedermann. Ein Mensch, den wir alle kennen, der immer Freundlich ist und nie auffällt. Doch wie heißt es so schön? "Die Ruhigen sind die schlimmsten". Das stimmt natürlich nicht immer, doch Sy hat auch seine Geheimnisse. In der Szene in der die Kamera durch Sy's Wohnung fährt und man die Wand sieht, an der er jedes Familienfoto feinsäuberlich aufgehängt hat, wird mehr als deutlich, mit was für einem abhängigen Menschen wir es zu tun haben. Er will Teil dieser Familie sein, er will überhaupt eine Familie haben denn er ist völlig allein. So wird Sy zu einer Person die trotz, oder gerade wegen ihrer Krankheit dem Zuschauer unglaublich Leid tut. Als Sy das Geheimnis des Vaters entdeckt, sieht er seine Chance ihn aus der Familie zu drängen und seinen Platz einzunehmen. Und ab diesem Punkt verliert die Geschichte das so gewisse etwas. Die fantastische erste Hälfte wird ausgebremst und Romanek sieht sich gezwungen das doch so tolle ruhige Erzähltempo drastisch anzutreiben. Das schadet Williams zwar kein Stück, denn er bleibt durchgehend großartig, aber dem Film ungemein. Das was den Film so interessant und spannend gemacht hat, war die ruhige und krankhafte Geschichte rundum Sy, die dann in einen typischen Thriller umschlägt. Dazu muss Romanek, Sy natürlich noch ein Motiv geben was den Film dann endgültig von einem kleinen Meisterwerk entfernt.

Fazit: 'One Hour Photo' besitzt eine tolle erste Hälfte, der es an nichts fehlt. Doch die zweite Hälfte nimmt dem Film dann die Chance auf einen besonderen Film und wird zu einem herkömmlichen Thriller umgeformt. Unterhaltsam und Sehenswert ist der Film zwar durchgehend, extrem schade ist es trotzdem, denn die grandiose Leistung von Robin Williams und seine interessante Figur hätten ein besseres Ende verdient.

„Der Auslöser klickt, es blitzt, und sie haben die Zeit angehalten. Wenn auch nur für einen klitzekleinen Augenblick. Und wenn diese Bilder nachfolgenden Generationen irgendetwas mitzuteilen haben, dann das: Ich war hier. Mich hat es gegeben. Ich war jung. Ich war glücklich. Und irgendeinem Menschen auf dieser Welt war ich wichtig genug, dass er ein Foto von mir gemacht hat.“

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OneHourPhoto

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

überragender Robin williams! :)

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Commentator

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein herrlich kranker Robin Williams, wie ich ihn sonst noch nie gesehen habe. Wohl gewiß nicht sein bester Film, aber bestimmt eine der kranksten Charaktere. Spannend und gut gespielt, aber die Story hält nicht sonderlich ein, also ein wirklich gutes Einweg-Produkt. Ausleihen - Einlegen - Anschauen - Auswerfen - Zurückbringen

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Bandrix

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

„One Hour Photo“ ist ein Psychothriller der alten Schule.
Ganz ohne Effektehokuspokus, ohne Kameraspielchen oder ausgefallene Schnitttechnik, sondern nur auf das Wesentliche beschränkt.
Der Film zieht seine Spannung aus der sich aufbauenden Atmosphäre, die aus einer tickenden Zeitbombe, perfekt dargestellt von Robin Williams, resultiert.
Zwar beginnt der Thriller etwas zu langsam und lässt sich Zeit seine Figuren einzuführen, doch dafür wird das Folgende noch beklemmender.
Man spürt regelrecht wie Williams langsam aber sicher austickt, wie seine Psychose immer heftiger wird und seine Obsession überhand nimmt.
Das alles entlädt sich folgerichtig im hochspannenden Finale, das jedoch der Linie der vorherigen Minuten treu bleibt.
Der Regisseur verzichtet auf blutiges Ausweiden, auf Voyeurismus und der Sensationslust des Zuschauers. Stattdessen setzt er ganz auf seine hervorragenden Darsteller.
Schon lange durfte man Robin Williams nicht mehr mit so einer Präsenz erleben. Er verleiht seinem Bösewicht ein trauriges, mitleiderregendes Antlitz. Sein Psychopath entwickelt sich langsam. Erst eine Fotostrecke in seiner Wohnung, später ein Einbruch in das Haus seiner Idealfamilie. Doch mehr soll nicht verraten werden.
Wer also auf ruhige und sich langsam aufbauende Thrillerperlen steht, wird „One Hour Photo“ zu schätzen wissen. Wer allerdings atemberaubende Action erwartet, ist hier eindeutig Fehl am Platze.
Lieber Robin,
bitte mache doch in Zukunft wieder ernste Filme, mit guten Drehbüchern und allem was so dazugehört. Dafür hattest du anscheinend mal ein Händchen. Bitte krebse nicht mehr in Unmengen an unlustigen Komödchen herum. Du kannst es besser. Das weiß ich!

14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Bandrix

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Fabel...du bist böse seitdem ich deine neueste Bewertung gesehen habe! :D


fabel

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Nicht jeder kann einen solch erlesenen Geschmack haben wie du.:P

PS:
Aber Natalie Portman sieht wirklich nett aus.:)


G.a.G Spencer

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Meisterhaft!!!

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agynessa

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Bewertung6.5Ganz gut

War eigentlich nicht schlecht.

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agynessa

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Du hast wohl nen Clown gefrühstückt, oder?


DrPhil

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Bewertung7.0Sehenswert

Dieser Film nahm sich viel zu wichtig. Man erkannte erst spät wo es konkret in dem Film hingehen soll. Trotzdem gute Leistung von Robin Williams, hätte etwas heftiger spielen können.

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Jack

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Bewertung5.5Geht so

ganz ok....kann man schauen

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Filmfano

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Bewertung7.0Sehenswert

Nicht ubendingt der beste Thriller, aber in seiner Art sehr eigen. Eins A Spiel von Williams
!

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holden_copperfield

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Bewertung6.5Ganz gut

hach, ja war ganz gut, aber auch nichts wirklich neues..

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Mr. Pink

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Bewertung7.0Sehenswert

"One Hour Photo" ist ein fesselnder, überaus gelungener, sehr empfehlenswerter Thriller, der durch eine wirklich tolle Optik, subtile Spannung, sowie eine spannende, bedrückende Atmosphäre besticht.

Weitere Pluspunkte sammelt der Film durch das herausragende Spiel von Robin Williams, der sowohl die nette, freundliche und zuvorkommende Seite seines Charakters, als auch die wahnsinnige Besessenheit einfach perfekt darstellt.

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cruzha

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Bewertung7.0Sehenswert

WIlliams braucht die ernsten Rollen. Mit welcher Brillanz er sich hier nach und nach immer weiter in seinen Wahn hineinsteigert und zu jeder Zeit die inneren Qualen seiner Figur transportiert, ist schon erstklassig. Leider verkommt der Film so zu einer One-Man-Show, da kann der Rest einfach nciht mithalten.
Ein melancholischer Film über Einsamkeit und wie man unter ihr leiden kann. Sehr sehenswert.

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statist

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein schönes Stück Film! Dieser Thriller macht einfach alles richtig, von Anfang bis Ende. Seine ruhige, aber niemals zähe Erzählweise ist ein optisches Vergnügen. Alle Bilder sind sehr grifflich und sinnlich. Das Spiel von Robin Williams ist aussergewöhnlich. Fast eine Ironie seine Glanzleistung, denn: In diesem Film steckt hinter dem netten, immer lächelnden Typen (als der er ja auch als Schauspieler oft wahrgenommen wird) eine dunkle, traurige (wie es das Kind vermutet!!!) und sehnsüchtige Seite. Auch die Botschaft dieses hochspannenden Thrillers ist klar: Wer nicht gelernt hat, sein Innerstes zu einem Wunsch zu formen und diesen dann zu verfolgen - wozu diese Gesellschaft nicht wirklich auffordert, sie treibt einen eher dazu an, in den Schranken dessen zu bleiben, was einem zugewiesen wurde - der tickt irgendwann aus. Widmen wir uns denen, die scheinbar so normal neben uns herleben. Diese Botschaft kommt gottseidank ohne Holzhammer daher, sondern wird "nebenbei" erzählt - wie bei Hitchcock. Vergleiche mag ich sonst gar nicht, aber in diesem Fall ist aufgrund der liebevollen Ausführung eine Linie zum Grossmeister des Suspense zu ziehen, denn auch an mildem Humor mangelt es dem Werk von Mark Romanek nicht. Robin Williams spielt ohne jegliche äusserliche Peinlichkeiten, sondern sehr klar beide Seiten dieses Menschen aus -und kann in Sekunden wechseln. Auch dies wird zum Glück nicht als Effekt benutzt, sondern erzählt. Sehr schön übrigens auch die Konsequenz des Menü-Designs bei der DVD: der Look einer Abholtüte für Photofilme. Unbedingt empfehlenswert!

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kinogaengerin

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Geschichte beginnt recht harmlos, doch spätestens als Sy (der Foto-Hai) in seiner Wohnung ankommt, muss man das erste Mal schwer schlucken. Als er dann noch die Wahrheit über seine perfekte Familie herausfindet, brennen ihm die Sicherungen durch und Robin Williams spielt das so verdammt gut, dass man sehr leicht Gänsehaut bekommen kann. Der Schluss ist leider weniger gelungen, obwohl die Rahmenhandlung abgeschlossen wird, passen Anfang und Ende nicht zusammen. "Die wenigsten Leute machen Schnappschüsse von den kleinen Dingen: Einem benutzten Heftpflaster, vom Tankwart an der Ecke, der Wespe auf dem Marmeladenbrot. Aber gerade diese Dinge sind es doch, die das wahre Bild unseres Lebens wiedergeben."

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Tjeorrmy

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Schön! Bekomm immer mehr Lust drauf.


Fernschreiber

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Bewertung7.0Sehenswert

One Hour Photo ist vor allem eine One Man Show von Robin Williams. Er spielt den freundlichen Seymour Parrish, der in einem Express-Fotolabor arbeitet. Er ist freundlich zu den Kunden und spendiert dem kleinen Jake zum Geburtstag sogar eine Einwegkamera.
Doch Sy, wie er von allen genannt wird, hat auch eine dunkle Seite. Denn von allen Filmen, die Familie Yorkin entwickeln lässt, macht er immer einen Abzug mehr. Diese Fotos behält er und verziert damit seine Wohnung. Warum es gerade diese Familie ist, das verrät der Film nicht, ist vielleicht auch gar nicht entscheidend. Auf jeden Fall ist Sy scheinbar besessen. Als der Fototechniker durch Zufall herausfindet, dass doch nicht alles so idyllisch ist, wie es scheint, handelt er.
Der Film hat eine ruhige, aber doch düstere Grundstimmung. Erzählerisch nicht außergewöhnlich, aber doch mit einigen interessanten Kniffen und insgesamt auf einem guten Niveau zeigt Mark Romanek die Obsession einer Person auf. Dabei dreht sich natürlich alles um das Thema Foto - ein Film den in 10 Jahren vielleicht schon keiner mehr versteht, weil keine Fotos mehr entwickelt werden.
Highlight des Films ist Robin Williams. Mit seiner Gestik und Mimik schafft er es, sowohl vordergründig freundlich, als auch düster und gefährlich zu wirken. Die Rolle als Psychopat scheint ihm, wie zum Beispiel auch bei Insomnia, sehr zu liegen. Er ist schon beeindruckend, wie nur durch ihn die Figur des Seymour Parrish unsympathisch wirkt und dem Zuschauer zunehmend unwohler werden lässt.
One Man Show, wie am Anfang erwähnt, weil der Rest des Films doch eher, wie würde Batzman sagen, meh ist. Die angedeuteten Eheprobleme, die Rolle des Chefs, die Polizisten - alles wirkt im Gegensatz zur Charakterzeichnung Williams halbgar und unzureichend. Weder sind die anderen Schauspieler besonders erwähnenswert noch spielen ihre Geschichte eine Rolle. Sie dienen nur als Mittel zum Zweck.
Insgesamt also ein durchaus sehenswerter Psychothriller, der vor allem von einem Robin Williams in Bestform lebt.

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Moe Szyslak

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Also was Robin Williams hier abliefert ist einfach nur herausragend. Wahnsinnig genial und intensiv, wie er den sozial gestörten Fotoentwickler mit leicht psychopathischen Zügen spielt. Er ist sympathisch und man hat Mitleid mit ihm, aber er vermittelt auch ein sehr beklemmendes und bedrohliches Gefühl. Wie eine versteckte tickende Zeitbombe, die jeder Zeit hochgehen könnte und wenn man sie entdeckt ist es so gut wie zu spät. Also überirdisch, was Williams hier abreißt, und er allein ist es, der diesen Film so fesselnd und faszinierend macht. Die Story ist okay, freilich nichts neues, aber die Atmosphäre und die Spannung, die hier sehr langsam aber sicher aufgebaut wird, ist subtil und bedrohlich, und zusammen mit dem allseits präsenten Williams und seinem herausragenden Spiel schafft es der Film mühelos, dass man bedingungslos in seinen Bann gezogen wird. Einzig das Ende fand ich etwas mild, aber irgendwie passt es auch zu der Art des Films und vor allem auch zum Protagonisten.

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Tjeorrmy

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Dank dir hab ich ihn mir mal vorgemerkt ;)


Frollein B

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein visuelles Highlight, mit einem herausragenden Robin Williams.

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Hetarene

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Bewertung7.0Sehenswert

Es löst doch ein ungemein beklemmendes Gefühl aus beobachtet zu werden. Da wirkt es doch paradox, dass irgendjemand Fremdes unsere intimen und vertraulichen Momente in einem Fotolabor "miterlebt". Natürlich gewährt der Fortschritt mittlerweile einem jeden selbst sich die Bilder in Drogeriemärkten, Elektronikdiscountern oder aber am heimischen PC auszudrucken. Aber ebensoviele Hobbyknipser schicken ihre Bilder quer durchs Web um sie von einem möglichst kostengünstigen Anbieter in jeder erdenklichen Form zurückzubekommen. Etwas, was man sich wohl zweimal überlegen sollte und lieber auf den Copy-Shop seines Vertrauens um die Ecke zurückgreift.

Wann wird aus einer perfiden Obsession eine Perversion? Bei der Beurteilung des Photoentwicklers "Sy" (Robin Williams) kann kein pauschalisierendes Urteil so einfach gefällt werden. Sollte man jetzt Mitleid haben oder für Sicherungsverwahrung plädieren? Antworten, die jeder für sich finden muss.

"One Hour Photo" lebt durch einen hervorragenden Williams, der durch seinen ambivalenten Charakter Prota- und Antagonist in einem ist. Sein Habitus und Minenspiel wird durch das kühle, weiße Setting noch intensiviert und wenn er so in seinen Eskapismen versinkt stellt sich ein Gefühl der Traurigkeit ein.

Was den Film jedoch darin hindert nicht in die Oberliga aufzusteigen ist der letzte nötige Schneid, der fehlende Biss – ein Fincher vielleicht!? So ist "One Hour Photo etwas gemäßigt und entwickelt sich zu keinem packenden Filmerlebnis.

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Jason Bourne

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Bewertung7.5Sehenswert

( Vorsicht Spoiler enthalten ) Dank des guten Hauptdarstellers Robin Williams, der erstmals in seiner Karriere einen "Bösewicht" spielte, entstand ein gelungener Thriller über einen labilen Einzelgänger, der aber trotzdem einige Macken hat. Das Drehbuch zu One Hour Photo stammt von dem bekannten Musikvideofilmer Mark Romanek, der außerdem die Regie übernahm. Romanek versucht die Gedanken und Vorstellungen Williams Filmisch zu zeigen und vermittelt einen geradlinigen Spannungsbogen der das Warten auf den letzten Tropfen, der Williams zum durchdrehen bringt darstellt. Ab dem angedeuteten Zeitpunkt X wirkt die Story auf dem ersten Blick inkonsequent und entschärft, was sich aber im Nachhinein doch als richtig herausstellt da Williams nie die Absicht hatte, mit mehr als seinen Mitteln zurückzuschlagen. Nur das Ende Entäuscht ein wenig da Williams Rehabilitation den Eindruck vermittelt, als wäre es nicht möglich Robin Willams einfach nur den sick-twisted Photo-Guy sein zu lassen. Sondern ihn doch als lieben spaßmacher presentieren zu müssen. Da hatten die Verantwortlichen zu wenig vertrauen in die Zuschauer und Robin Williams. Denn bis zu dem punkt hatte Williams eigentlich überzeugt. Naja Trotzdem One Hour Photo ist ein gelungener Thriller bei dem man sich aber mehr mut in Hauptdarsteller und Drehbuch gewünscht hätte.

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