Onibaba - Die Töterinnen

Onibaba (1964),
Laufzeit 98 Minuten, FSK 0, Historienfilm, Horrorfilm, Thriller, Kinostart 22.04.1966

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7.7 Kritiker
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von Kaneto Shindô, mit Nobuko Otowa und Taiji Tonoyama

Onibaba ist ein japanisches Kriegsdrama von Kaneto Shindô und die Verfilmung einer japanischen Legende: Es herrscht Krieg im alten Japan. Zwei Frauen hausen inmitten einer riesigen Schilflandschaft in einer Bambushütte. Um zu überleben, lauern sie verletzten Kriegern auf, bringen sie um, und tauschen das was sie bei ihnen als Beute finden gegen Nahrung ein.

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Onibaba - Die Töterinnen

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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7.5Sehenswert

[...] Shindos Film entwirft ein scheinbar verzerrtes Bild vom Leben abseits der Gesellschaft, am Rande des Krieges und jenseits zivilisierter Ordnungsmuster. Doch seine Darstellung einer Gemeinschaft ‚Zurückgebliebener’, einer Gruppe von zwei Frauen, die in einem für gewöhnlich patriarchalisch organisiertem und hierarchischem Umfeld eine neue Existenzgrundlage schaffen müssen, wirkt realistischer als manch andere cineastische Kriegsverklärung, die nicht selten auf das Klischee der daheim wartenden und unselbstständigen Ehefrau setzen. Die extreme Tristesse im Leben der beiden Frauen und die jeglicher Romantik entbehrenden Lebensumstände fügen sich zu einem trostlosen Gesamtbild, das Krieg als durch und durch antikonstruktivistischen Virus zeichnet – seine nicht nur zerstörende, sondern auch lähmende Wirkung stehen im Mittelpunkt von "Onibaba". [...]

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Kommentare (5) — Film: Onibaba - Die Töterinnen

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Marti DiBergi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr atmosphärische Mischung aus Drama und Schauerfilm. Shindo hat weder Angst vor Intimität noch vor Gewalt und lässt die Figuren ungeniert lüstern, morden und verschwören. Das ganze wird in düstere und stimmige Bilder getaucht, die man nicht so schnell vergisst. Nicht nur für Freunde des japanischen Kinos sehenswert.

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VisitorQ

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gut, besser, Onibaba.

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BlueSquirrel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nach ungefähr 13 Jahren endlich mal wiedererlebt. Shindō Kaneto beschreibt einen Zustand von Moral unterwandert von extremsten Bedingungen, ohne dabei zu urteilen. Der Film scheint vorübergehend das weibliche Geschlecht als Fundament der Gesellschaft zu betrachten und verbindet den Überlebenskampf der Frauen im Krieg mit der letzten Linie vor dem Zusammensturz von gemeinschaftlichen Funktionen. Eine kalte Welt geprägt von Konkurrenzkampf, Eifersucht und "unfreiwilligem" sexuellen Verlangen. Der wahre Charakter könne erst zum Vorschein kommen wenn alles zu Bruch geht, und so erstellt sich eine grausige Parabel über den Naturzustand. ONIBABA ist eine Geschichte von Deserteuren und Kriegswaisen, von Chaos und Not. Der marodierende Samurai, der strolchende, leibeigene Infanterist, der hilflose Bauer - jeder scheint längst fahnenflüchtig und auf sich selbst angewiesen zu sein. Mit sorgfältig ausgesuchten, paralysierenden Bildern und wenig Musik zieht einen die Atmosphäre unter das meterhohe Schilf und in ihren Bann. "Wir warten, bis der Krieg vorbei ist und finden dir einen neuen Mann, bestellen ein neues Feld". Da uns der Film nicht verrät, wann genau er spielen möchte, bleibt die Tatsache, dass sich der Nanboku-chō-Konflikt über 50 Jahre fortsetzte, was diese klaustrophobische Tristesse in der Vorstellung nicht gerade angenehmer macht.

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Tyler__Durden

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Bewertung7.0Sehenswert

Wenn am Ende eine der Frauen aus dem Film verzweifelt "Ich bin ein Menschliches Wesen" kreischt um die Anerkennung der einzigen Person zu bekommen die in ihrem Leben noch vorhanden ist dann hat das schon was. Was sehr pessimistisches, was verzerrendes. Sieht man doch die ganze Laufzeit lang neben all der Sexuellen Symbolik und den hypnotisierenden Bildern nichts weiter als Menschliches Versagen. Unsere Charaktere morden, betrügen und sind nur so voll gepumpt mit Eifersucht und Egoismus. Emotionale Aasfresser mal ganz existentiell in ihrem eigenen Mikrokosmos gefangen.

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ash-williams

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Bewertung7.5Sehenswert

Onibaba ist definitiv ein optisches Erlebnis der besonderen Art. Shindo kann mit seiner Bildsprache überzeugen und schafft ein höchst atmosphärisches Spiel aus Licht und Schatten, was sehr gut zur Geschichte des Films passt. Es liegt Erotik in der Luft, nicht auf eine billige plakative Weise, sondern dezent und wohl plaziert. Die Story ist einfach, die Charaktere scheinen ebenso einfach zu sein, nach einiger Zeit entwickelt sich aber ein Sog aus sexueller Begierde, Existenzangst und Eifersucht. Das ganze wird unterstützt von einem minimalistischen aber kraftvollen Soundtrack, der einen in den Film hineinzieht. Das ausdrucksstarke Ende wertet den Film zusätzlich auf!!! Ein tolles Werk, dass ich mir sicherlich noch häufiger ansehen werde!!!

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