Open Souls

Open Souls (2011),
Laufzeit 91 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Kinostart 15.12.2011

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7.8 Kritiker
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von Volker Meyer-Dabisch,

1952 im deutschen Bundestag, Frau Dr. R., CDU: »Eine besondere Gruppe unter den Besatzungskindern bilden die 3093 Negermischlinge, die ein menschliches und rassisches Problem besonderer Art darstellen. Die Jugendämter haben sich bereits seit Jahren Gedanken über das Schicksal dieser Mischlingskinder gemacht, denen schon allein die klimatischen Bedingungen in unserem Lande nicht gemäß sind. Man hat erwogen, ob es nicht besser für sie sei, wenn man sie in das Heimatland ihrer Väter verbrächte.« Die Frauen-Haftanstalt der kleinen bayrischen Kreisstadt Aichach, 1954/55. Mitten ins deutsche Wirtschaftswunder hinein entbinden zwei Frauen hier ihre Kinder. Doch die beiden Jungen – eigentlich Angehörige einer goldenen Generation – werden nicht in eine heile Welt hineingeboren. Unterdrückung, Elend und die Suche nach Heimat bestimmen ihren weiteren Lebensweg. Denn neben dem Makel, hinter Gittern geboren zu sein, vereint die beiden noch etwas Weitreichenderes: Sie sind »Kinder der Schande« – Abkömmlinge deutscher Mütter und amerikanischer Besatzungssoldaten. Open Souls verfolgt nun den Lebensweg von Udo und Herbert – oder Rudi und Alberto, wie die beiden heute heißen.

Hintergrund & Infos zu Open Souls
Der neue Film von Regisseur Volker Meyer-Dabisch (Love, Peace & Beatbox) beschäftigt sich hierzulande erstmalig mit einem der letzten Tabus der deutschen Nachkriegsgeschichte: dem Umgang mit so genannten Mischlingskindern und ihrem bis heute andauernden Kampf um Anerkennung und Identität. Alberto kommt manchem Zuschauer vielleicht bekannt vor. Er begegnet uns bereits in der vorherigen Dokumentation von Regisseur von Volker Meyer-Dabisch in Der Adel vom Görli.

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Kritiken (3) — Film: Open Souls

Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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8.5Ausgezeichnet

Mit seinem zurückgenommenen Stil, der ganz auf Kommentare, Musik und Sentimentalität verzichtet, liefert „Open Souls“ aufrüttelnde Einblicke in einen Teil der deutschen Nachkriegsmentalität, der heute allzu gern vergessen wird.

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Andreas Resch: fluter Andreas Resch: fluter

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8.0Ausgezeichnet

Dass Open Souls ein wirklich guter Dokumentarfilm geworden ist, hängt damit zusammen, dass es dem Filmemacher gelungen ist, eine intime Nähe zu seinen Protagonisten herzustellen.

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Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info... Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info...

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7.0Sehenswert

Volker Meyer-Dabisch konzentriert sich auf zwei Schicksale und stellt doch auch die Frage nach den Lebenswegen einer ganzen Generation. Das ist so berührend wie erhellend und macht deutlich, dass noch längst nicht alle Geschichten aus der jüngeren deutschen Historie erzählt sind.

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