Operation Avalanche - Kritik

Operation Avalanche

US/CA · 2016 · Laufzeit 94 Minuten · FSK 12 · Komödie, Thriller
Du
  • 6

    Story ist ganz gut. Am Anfang wirkt die technische Umsetzung noch ganz cool, verursacht mit der Zeit aber ziemliche Kopfschmerzen.

    • 0
      Bruno Morbitzer 04.02.2017, 11:23 Geändert 04.02.2017, 11:54

      Stigmatisiert als Verschwörungstheorie sind Zweifel an der Echtheit der Mondlandungen dennoch oder gerade deswegen angebracht. In einer Diskussion um dieses Thema hielt mir ein Opponent einmal entgegen, die Astronauten hätten doch Mondgestein mitgebracht, das sei doch Beweis genug dafür, dass sie dort waren. Auf diesem intellektuellen Niveau seitens der Jünger von Uncle Sam spielen sich solche Unterhaltungen leider oftmals ab. Das Problem ist, wie in so vielen Diskussionen, dass es hier gar nicht um sachliche Argumente geht, sondern um eine grundlegende Auffassung, um einen Glauben, einer Religion gleich. Ich glaube den größten Lügnern, Betrügern und Verbrechern der Menschheitsgeschichte seit dem Inside-Job 9/11 keine einzige Silbe mehr.
      Die Null gebe ich für die technische Umsetzung dieses "Films", dessen Kamera eine Frechheit ist. Piss off, Sam!

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      • 6

        Sei es, wie es ist, bereits 2002 entstand in Frankreich eine überaus sehenswerte und launige Mockumentary mit dem Titel „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond“. „Operation Avalanche“ geht einen anderen Weg, kommt nicht als Fake-Doku daher, sondern als Found-Footage-Thriller, der aber aufgrund des verwendeten Bildmaterials sehr authentisch wirkt. Grobes Korn, Unschärfe, echte Archivaufnahmen – man ist geneigt zu glauben, es tatsächlich mit einem in den 60er-Jahren gedrehten Doku-Drama zu tun zu haben.

        Ausführlich bei DIE NACHT DER LEBENDEN TEXTE.

        • 4 .5

          Also die Stimmung, die Kulissen und die Atmosphäre der 60er Jahr wurden bei Operation Avalanche sehr gut umgesetzt. Die eingestreute Musik macht Laune und man hofft auf einen netten Kinoabend.

          So nett der Effekt der Pseudodokumentatioin auch gemeint war, er nutzt sich ziemlich schnell ab.

          Leider wieder ein weiteres Beispiel für einen Film, auf den ich mich sehr gefreut habe, aber am Ende ziemlich enttäuscht dastand.

          Letztlich fehlt es an Ideen, Esprit und einer passenden Schippe Humor.

          Hätte so gut werden können. Zumal Mut bewiesen wurde, einen Film auf diese Art vorzustellen, aber es zündet halt nicht........

          4,5/10

          • 1

            keine Satire... Müll !!!

            • fujay 21.01.2017, 20:06 Geändert 25.01.2017, 13:10

              Stilistisch mag der Film überzeugen - man glaubt, wirklich 60s Found Footage zu sehen. Leider haben die Witze in dem Film so viel Geschmack wie salzloses Brot. Ich habe nur 15 Minuten durchgehalten und dann gelangweilt ausgeschaltet. Daher auch keine Wertung von mir.

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              • 5

                [...] Mit dem Film verhält es sich letztlich ähnlich wie mit allen anderen Verschwörungstheorien auch. Die Idee an sich ist interessant, aber auf 90 Minuten gestreckt will das nicht recht funktionieren, denn überzeugen kann eher der Gedanke selbst und weniger die denunzierte Ausführung des selbigen. Das formale Konzept ist nett, aber schafft es trotzdem nicht seinen einzigen Zweck (nämlich Echtheit zu suggerieren) gerecht zu werden. Dafür ist die Inszenierung zu bedacht nostalgisch und altmodisch, die Konflikte ein Stück zu konstruiert und die Geschichte selbst zu sehr darauf ausgelegt dramaturgischem Regelwerk zu folgen. Ein Reinfall sieht trotzdem anders aus, denn die ein oder andere Anekdote macht ebenso viel Spaß wie der zwar sehr gefällige, aber nichtsdestotrotz wirkungsvolle Soundtrack. [...]

                6
                • 5

                  Der Film ist ganz nett, dank der Aufnahme Technik könnt man glauben der Film spielt tatsächlich in den 60er Jahren, daraus ergibt sich aber ein großer Kritikpunkt.
                  Stilmittel bedingt ist der Film stellenweise unschaubar denn das Bild ist sehr schmutzig und oft extrem verwackelt, das schadet dem Film mehr als es ihm zugute kommt.

                  • Leider ist aufgrund er Kameraführung der Film kaum anzusehen. Rausgeschmissenes Geld... Obwohl die Story ja verheißungsvoll klingt.

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                    • 7 .5

                      Mit saftigen Trim auf Agenten-60er und einer gelungenen Paarung der mitunter größten Verschwörungstheorie wurde ich kräftig wie kurzweilig unterhalten.
                      Bis auf die Kameraführung, die zwar Stil ist, aber mich mächtig nervt, möchte ich diesen Streifen mit meiner Empfehlung gern zu Ihrem Samstagabend-Programm weiter reichen!

                      • 6 .5
                        Heckenritter 11.01.2017, 12:53 Geändert 11.01.2017, 13:04

                        Im Super 8 Film Style drehen leicht spastische CIA
                        Praktikanten ihren eigenen Film, um ihre Arbeit zu
                        dokumentieren und mit einem Haufen Schwachsinn hoffentlich
                        den Chef davon zu überzeugen, endlich aus ihrem Keller
                        rauszukommen und an einer bedeutenden Operation mitzuwirken.
                        Von Anfang bis Ende ist diese CIA Verarsche vollgespickt mit eher
                        unaufdringlicher Komik, sie meinen es Ernst aber man kann es halt
                        nie ernst nehmen, eine Satire eben. Permament surft Avalanche auf
                        der gleichen Welle, mal mehr mal mehr weniger lustig, Höhepunkte
                        sind schwer auszumachen, mir wurde das in der Mitte etwa schon
                        zu ermüdend, der Beobachter-Doku-Style wurde zu schnell
                        langweilig. Falls Matt Johnsons Jokes am Anfang nicht zünden,
                        ist das ganze Projekt definitiv zum scheitern verurteilt. Außer zu der geltungsbedürftigen Rampensau lassen sich kaum Bezugspunkte
                        zu seinen Kollegen herstellen, wer knackige Charaktere braucht,
                        kann das gleich abhaken. Die ganze Machart und der Humor sind
                        originell und sehr speziell mit wirklich witzigen Einfällen, sich bei
                        Stanley Kubricks Dreharbeiten zu 2001 einzuschmuggeln um
                        Filmtricks zu stibitzen hat definitiv was. Die Ausführung ist mir
                        etwas zu uninspiriert gewesen, um mich über die gesamte
                        Laufzeit bei der Stange zu halten, oftmals dödelt alles vor sich
                        hin. Ein Film der sehr lustig sein kann, aber garantiert nicht jeden
                        überzeugen wird. Den Film als fesselnd oder spannend zu
                        bewerten, halte ich für stark übertrieben, zwischendurch braucht
                        man Sitzfleisch. Nichstdestotrotz bringt die geheime Operation
                        genügend Eigenständigkeit mit, man sollte ihn nicht leichtfertig
                        abhaken, ohne wenigstens einen Blick auf die bewegten Bilder
                        geworfen zu haben.

                        Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=D7Mxy-da7Q4

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                        • 4

                          Abgesehen davon, dass ich es für total bescheuert halte einen Film im Doku Stil über ein Thema zu machen was maximal in Verschwörungskreisen behandelt wird, ist der Film auch noch gähnend langweilig. Da können auch die Darsteller nichts dran biegen zumal ihre Charaktere äußerst nervig und für mich auch ziemlich unsympathisch geschrieben sind. Die absichtliche Vergewaltigung von Film und Ton möchte ich jetzt nicht mal ankreiden weil man dies vielleicht als Stilmittel gelten lassen kann. Alles in Allem würde ich eine weitere Sichtung vermeiden.

                          • 2 .5
                            Bluemetal 09.01.2017, 19:12 Geändert 09.01.2017, 19:38

                            Die Story war viel verheißend, das Ergebnis ernüchternd: ein im Pseudo-Super 8-Doku-Stil gedrehtes (absichtlich) völlig unscharfes verwackeltes irgendetwas mit sehr vielen quälenden Längen. Found Footage halt, nur diesmal aus den 60ern. Man mag das einfach nicht mehr sehen. Neben dem bekannten Found Footage-Gewackel kommen nun noch Unschärfen und schlechte Auflösung hinzu.
                            Unwillkürlich will man nach 10 - 15 Minute erst mal ausgeschalten und wegrennen so unerträglich war das ganze. Es gibt 2,5 Punkte von mir weil das Set und Flair stimmig ist und die Idee interessant.
                            Daraus hätte man mal einen richtig guten Film machen können....was aber definitiv völlig in die Hose ging.

                            • 2

                              Unglaublich laienhaft gespielt.
                              Qualitativ erinnerte er an "pyramid", "catacombs" und weitere found-footage billigproduktionen. Man könnte fast glauben, das es sich hierbei um ein Abschlussprojekt von Filmstudenten handelt.
                              ICH habe Operation Avalanche zu keinem zeitpunkt ernst genommen.

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                                Rantala81 08.01.2017, 00:33 Geändert 08.01.2017, 00:34

                                Die Grundidee ist super. Technisch ist das auch alles sehr nett umgesetzt.
                                Die Schauspieler durchweg gut.
                                Es fällt aber wirklich sehr schwer am Ball zu bleiben. Die erste Hälfte ist sehr langatmig und mitunter einschläfernd.
                                Am Schluss nimmt der Film dann nochmal Fahrt auf.

                                • 4 .5

                                  Witzige Idee, eine der vielen Verschwörungstheorien zur Mondlandung zu verfilmen. Und eine ganze Menge guter Einfälle. Und doch: mich hat der Film nicht gepackt, kaum Spannung, wenig Empathie für die Protagonisten. Während des letzten Drittels habe ich gehofft, der Film möge bald zuende sein.

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                                    Marcy123 04.01.2017, 23:44 Geändert 04.01.2017, 23:45

                                    Eine fantastische Idee, die uns hier geboten wird....
                                    Somit gibt es von der Storyline her wirklich wenig zu meckern.....
                                    Die Darsteller machen ihre Sache auch überzeugend, somit sicherlich ein aufregendes Filmerlebnis das ich so noch nicht gesehen habe.....
                                    Der einzige kleine Kritikpunkt ist, das es bin der ersten Hälfte schon etwas an Spannung mangelt und da ist es schwierig immer am Ball zu bleiben. Aber es wird immer spannender, bis man im letzten Drittel ziemlich sicher seine Fingernägel verlieren dürfte.......
                                    Musikalisch wird hier zudem auch noch ordentlich was geboten, also durchweg gelungenes Filmchen.....

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                                    • 6 .5
                                      agynessa 04.01.2017, 21:39 Geändert 04.01.2017, 21:40

                                      Eins muss man Operation Avalanche lassen, er punktet mit einer großen Portion Charme, dazu ein symphatischer Hauptdarsteller und ein ganz netter Soundtrack. Ich würde sagen, die perfekte Low-Budget Mischung macht´s und die Found Footage Stimmung hat sehr gut gepasst. Auch wenn man hier keine Hochspannung und Nervenkitzel erwarten darf, ist er auf seine Art, für die heutige Zeit zumindest, sehr originell. Hier fühlt sich der spezielle Verschwörungstheoretiker ausgesprochen wohl und wenn das Thema interessiert, sollte man sich auch diese Variante der Mondlandung gern mal anschauen.

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                                        Wenn aus Spaß Ernst wird.
                                        Ich habe lange auf diesen Film gewartet. Zum Filmfest München letztes Jahr habe ich es leider nicht geschafft, war aber aufgrund den vielen positiven Resonanzen zu diesem Streifen sofort angefixt. Jetzt endlich ist der Film auch in Deutschland verfügbar und gestern Abend war es dann so weit.

                                        Jeder kennt die Theorien um die Mondlandung und wahrscheinlich hat jeder seine eigene Meinung dazu. Filmliebhaber sind natürlich angetan von der Theorie das Stanley Kubrick die Mondlandung inszeniert haben soll, Wissenschaftler sind davon überzeugt das es der Technische Stand zu dieser Zeit noch nicht erlaubte auf dem Mond zu landen und andere wiederum denken einfach dass das alles viel zu teuer gewesen wäre. Egal welche Verschwörungstheorie man für am wahrscheinlichsten hält, Sie alle haben gemeinsam das bisher kein Mensch auf dem Mond gewesen sein kann. Dieser Gedanke beschäftigte scheinbar auch Matt Johnson, welcher mit 'Operation Avalanche' versucht all diese Theorien in eine Art wiedergefundene Dokumentation aus dieser Zeit zu packen. Darin geht es um ein paar junge Filmemacher der CIA die den Auftrag bekommen, die Mondlandung auf der Erde zu drehen ohne dabei erwischt zu werden.
                                        Was anfangs noch recht locker und spaßig wirkt, wird mit der zeit immer ernster, spannender und gefährlicher. Dieser Wandel tut dem Film meiner Meinung nach sehr gut. Der dreh von einer Komödie zu einem relativ spannenden Thriller gelingt Johnson gut und Langeweile kommt auch nicht auf.

                                        Schauspielerisch ist das ganze vermutlich nicht optimal besetzt, aber mehr ließ das Budget wohl nicht zu. Aus diesem Grund spielt wohl auch auch Johnson selbst eine der Hauptrollen. Interessant fand ich auch das die meisten Schauspieler sich selbst im Film spielen.
                                        'Operation Avalanche' hat viele gute Ideen, eine interessante Handlung und kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Während man die erste Hälfte fast nur schmunzelnd im Sessel sitzt, wird man in der zweiten Hälfte schon fast darin gefesselt. Auf alle Fälle sehenswert.

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                                        • 7 .5

                                          Stimmige Atmosphäre und die reine Magie um den Mythos der angbelichen Mondlandung, verhelfen diesem Verschwörungsthriller zu einem intensiven Found Footage Erlebnis, welches nebenbei bemerkt sehr ästhetisch seine Handlung in den damaligen Zeitgeist einspinnt und das passende Bühnenbild erzeugt. Ein bemerkenswerter Found Footage Thriller, der nicht nur visuell eine greifbare Atmosphäre erzeugt, sondern eine spannende, schon immer gern diskutierte Theorie zur Mondlandung, zum Thema nimmt und diese rotzfrech dem Publikum vor die Linse serviert. Das alles sehr stilsicher und ambitioniert, obwohl ein fehlendes Drehbuch dem Film durchaus anzumerken ist. Nur stört es nicht, weil Matt Johnson offenbar ein heranreifendes Genie ist.

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                                            eisteeking 18.12.2016, 21:52 Geändert 18.12.2016, 21:54

                                            Die Idee zu dem Film fand ich sehr interessant und lustig. Es geht um eine Gruppe junger CIA-Agenten, die sich undercover bei der NASA einschleichen, um einen sowjetischen Maulwurf ausfindig zu machen. Dazu geben sie sich als Filmcrew aus, die einen Dokumentarfilm über die Apollo 11 Mission dreht.

                                            Dabei finden sie heraus, dass die NASA es aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht schaffen wird, 1969 auf dem Mond zu landen. Daher machen sich die jungen Agenten daran, gefälschte Videoaufnahmen von der Mondlandung zu erstellen.

                                            Letztendlich schreibt der Film die Geschichte der Mondlandung neu. Der Regisseur hat es außerdem geschafft, echte NASA-Mitarbeiter vor die Linse zu bekommen, indem er sich tatsächlich als Dokumentarfilmer ausgegeben hat. Für diese Ironie verdient der Regisseur einen großen Bonuspunkt.

                                            Leider war der Film dann ziemlich zäh und konnte mich so gar nicht fesseln. Während der gesamten Laufzeit kam bei mir leider kaum Spannung auf, obwohl sich die jungen Agenten mit ihrem Projekt selbst in die Schusslinie begeben und es für sie am Ende des Films lebensgefährlich wird (mehr will ich hier nicht verraten).

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                                            • 6 .5
                                              Ecto1 27.09.2016, 11:13 Geändert 27.09.2016, 13:10

                                              Gedreht mit einem Budget von 500'000 Dollar, ohne Drehbuch, ohne Drehgenehmigungen und mit improvisierten Szenen. Was Filmstudent Matt Johnson hier unter diesen Umständen abliefert, ist durchaus erstaunlich. Die Stanley Kubrick Hommage ist ebenfalls nett eingebunden, und gemäss Info von Matt Johnson, durften keine Szenen von Kubrick verwendet werden. Also wurde aus Fotos ein digitaler Kubrick erschaffen, welcher so echt wirkt als wäre er wieder auferstanden.

                                              Natürlich muss man dabei berücksichtigen, dass man hier einen Found-Footage Spionagethriller welcher in den 60er Jahren spielt zu sehen bekommt. Man konnte also eine der billigsten Produktionsmethoden nehmen, und die Bilder dank 60er Jahre Bildqualität (Gefilmt wurde meistens in 4K, und danach auf 16mm herunter gerechnet) erstaunlich authentische Effekte einfügen, welche bei einer Produktion mit modernen Filtern sicher mehr Aufwand verlangt hätten.

                                              Auch merkt man dem Streifen die Improvisation an, welche wohl oft auch aus der Not entstanden ist, nicht zu wissen ob und wie man nun Filmen kann. Die NASA wurde getäuscht unter dem Vorwand eine Doku zu drehen (Wie ironisch). Eine Verschwörung in einem Film über eine Verschwörung gedreht unter einem Vorwand den man Verschwörung nennen könnte. Jetzt aber.....

                                              Schade hat man auf ein Drehbuch verzichtet, gewisse Szenen sind etwas zäh oder holprig. Dennoch ist es erstaunlich was die Jungs hier auf die Beine gestellt haben, mit viel Passion und Einsatz. Und Matt Johnson sagt von sich selber, er sei kein Schauspieler. Nun, ich würde dann sagen, bravo!!

                                              Schönes Filmchen, sehr kreativ umgesetzt und gegen Ende sogar richtig spannend.
                                              Ich denke das kommt gut mit dem Jungen, bin gespannt ob er sich nach oben hin durchsetzen kann. Bleib dran Matt!

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                                                  Die Technik macht Operation Avalance zu einem Muss für alle Technik-Freaks und Film-Junkies, aber für das normale Publikum könnte das eine Menge der Narrative zerstören. [Alan Scherstuhl]

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                                                    Operation Avalanche ist ein bemerkenswerter Beweis dafür, dass immer noch Leben in dem Found-Footage-Genre steckt, nachdem das Gimmick von unzähligen unterdurchschnittlich Horrorfilmen ausgeleiert wurde. [Robert Abele]