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Our Homeland
Kazoku no kuni (2012), Laufzeit 100 Minuten, Drama
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Mehr als 90.000 in Japan lebende Koreaner emigrierten von den späten 50ern bis in die 70er Jahre nach Nordkorea, das Land, das ihnen Wohlstand, Gerechtigkeit und ein Ende der Diskriminierung verhieß. KAZOKU NO KUNI erzählt von einem, der für kurze Zeit zurückkehrt. Nach 25 Jahren sieht Sonho seine Familie in Tokio wieder, weil ihm gestattet wurde, sich dort einer Operation zu unterziehen.
Cast & Crew
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Kommentare
Stefan Ishii Sun, 12 Feb 2012 22:35:41 -0000
Kommentar löschen"Kazoku no kuni - Our Homeland" ist der erste Spielfilm der koreanisch-japanischen Filmemacherin Yang Yonghi. Allerdings produzierte sie zuvor bereits zwei Dokumentarfilme ("Dear Pyongyang" und "Sona, the Other Myself"), die beide bei der Berlinale gezeigt wurden. Glücklichweise habe ich beide sehen können. Und so wußte ich bereits was hinter "Our Homeland" steckt. Schließlich waren beide Dokumentarfilme sehr persönliche Familiengeschichten der Regisseurin.
Sie ist die Tochter eines koreanischstämmigen Mannes, der in Japan lebte und seine drei Söhne in den 70er Jahren aus ideologischen Gründen nach Nordkorea schickte, obwohl die Familie aus Pusan stammt. Yang Yonghi widersetzte sich der familiären Ideologie und drehte Jahre später die zwei zutiefst berührenden Dokus über ihre Familie. Eine der Folgen war, dass sie Einreiseverbot in Nordkorea erhielt und seit Jahren ihre Verwandten nicht sehen darf.
Der Film "Our Homeland" basiert auf einem tatsächlichen Erlebnis und berührt aufgrund der starken persönlichen Nähe der Regisseurin, die so emotional von ihrer Familiensituation redet, dass man nur mit ihr mitfühlen kann. Und das überträgt sich auf den Film.
"Our Homeland" mag filmisch recht einfach und herkömmlich sein. Das muß man leider sagen. Trotzdem ist es ein großartiges Stück Geschichte, wie man es in vielen Teilen der Welt verstehen kann. Beispiele für Trennungen von Familien aufgrund von politischen Ereignissen und Verblendungen lassen sich leider viel zu häufig finden.
"Our Homeland" überzeugte mich jedoch darstellerisch. Auch wenn fast alle Schauspieler Japaner sind, hat mir die Besetzung sehr gut gefallen. Die Darstellerin der Schwester Rie (stellvertretend für die Regisseurin selbst) war dabei am prominentesten besetzt: Andô Sakura kennt man sogar hierzulande aus "Love Exposure".
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