Out of the Blue - 22 Stunden Angst

Out of the Blue (2006), NZ
Laufzeit 99 Minuten, FSK 16, Drama

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- Kritiker
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von Robert Sarkies und Robert Sarkies, mit Karl Urban und Matthew Sunderland

Mit David Gray, sagen die Neuseeländer, hat ihr Land seine Unschuld verloren: Am 13. November 1990 trat dieser mit seinem Gewehr vor die Tür, und in dem einst beschaulichen Küstenort Aramoana starben dreizehn Menschen. Weil die Nachbarskinder einmal zu oft über sein Grundstück laufen, dreht der bislang unauffällige Einzelgänger durch und schießt fortan auf alles, was sich bewegt, ganz gleich, ob jung oder alt. Die anrückende, örtliche Polizei ist Grays unberechenbarer Gewalt und dem Horror des sich entfaltenden Szenarios weder taktisch noch menschlich gewachsen. Es dauert über einen Tag, bis die Einsatzkräfte den Amokläufer stellen können.

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Kommentare (2) — Film: Out of the Blue - 22 Stunden Angst

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Roldur

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Bewertung10.0Herausragend

Geradezu sachlich und ruhig zeigt der neuseeländische Film von 2007 die erschreckenden Bilder des Amoklaufs von 1990 in Aramoana. Vollkommen ohne Vorwarnung (würde der Klappentext nicht so viel verraten) bricht die Gewalt über den Zuschauer und die Leute in Aramoana herein. David Gray geht nach einem kurzen Streit mit seinem Nachbarn ins Haus , nimmt ein Sturmgewehr und schießt fortan auf alles was sich bewegt. David Gray's Welt vollkommen aufgebaut auf Paranoia und Hass bricht in sich zusammen. Aber nicht nur seine sondern auch die Welt der anderen. Von einem Moment ist die friedliche Atmosphäre Aramoana's, die durch wunderschöne Landschaftsaufnahmen noch bestärkt wurde, dahin. Die Einwohner sind gelähmt vor Angst und Überraschung. David Gray, ein Aussenseiter, den nahezu jeder kannte aber niemand als ernsthafte Gefahr ansah. Der Film zeigt den Amoklauf aus drei Verschiedenen Perspektiven, den einer alten Dame, eines Polizisten und David Gray selbst. Unglaublich realistisch und mit tollen, ruhigen Aufnahmen zeigt er die Zerstörung der heilen Welt vieler Menschen, durch das handeln einer Person. Ein ,meiner Meinung nach, Meisterhafter Film, der seinesgleichen sucht.

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Bewertung10.0Herausragend

Ein ruhiger Film über eine erschütternde Tragödie. Erschreckend realistisch und beängstigend leise wird hier nicht nur das Psychogramm eines Einzeltäters sondern das einer ganzen Kleinstadt gezeichnet, in der von einem Moment auf den anderen nichts mehr ist, wie es war.
Die Hilflosigkeit der Polizei, der stumme Täter, die minimalistischen Bildern, der reduzierte Soundtrack - all' das erkärt (ähnlich wie in "Elephant" von Gus van Sant) mehr über das Wesen eines Amoklaufes, als es psychologische Gutachten vermögen. Ein ganz großer, zu Unrecht unbekannter, "kleiner" Film.

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