×
Einen Moment, bitte...
Wähle eine Liste aus
Wie soll die Liste heißen?
Schreibe kurz, warum der Film auf diese Liste gehört
✖
Overnight
Overnight (2004), US Laufzeit 82 Minuten, FSK 16, Dokumentarfilm
-
Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.7
Community
25 Bewertungen
4 Kommentare
25 Bewertungen
4 Kommentare
-
Deine Vorhersage
Deine Bewertung
Keine
Keine
admin
image admin
trailer admin
edit
edit group memberships
sweep cache
Moviemaster:Movie
von Tony Montana und Mark Brian Smith, mit Billy Zane und Harvey Weinstein
Dokumentation über den Filmemacher Troy Duffy, den Regisseur und Autor des Films “Der Blutige Pfad Gottes”. Nach dem erfolgreichen Debut im Filmgeschäft lag eine vielversprechende Karriere vor Duffy, leider hat er es sich aber mit den Verantwortlichen in Hollywood verscherzt, weshalb er bis heute für keinen weiteren Film verpflichtet wurde.
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Filmdetails Overnight
- Genre
- Dokumentarfilm
Fans dieses Films gefiel auch
Top 5 vorgemerkte Filme





















Kritiken (1) — Film: Overnight
LuGr: MovieMaze / multimania u.a.
Kommentar löschenAbseits der fragwürdigen Intentionen der beiden Regisseure von "Overnight" ist diese Dokumentation aber ein grimmiges Spiegelbild der Mechanismen der Traumindustrie, die über Nacht Kometen am Filmhimmel leuchtend emporsteigen, aber genau so schnell wieder verglühen lassen kann. Ein interessantes, wenn auch reichlich einseitiges Porträt von einem Mann aus der Arbeiterschicht, der enorm eifrig und ausdauernd, aber auch zu selbstherrlich seinem Ziel nachging, in der Filmindustrie Fuß zu fassen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (3) — Film: Overnight
mikkean Sat, 01 Dec 2012 18:30:13 -0000
Kommentar löschenAm Ende von "Overnight" steht dieses schöne Zitat, demnach Erfolg einen Menschen nicht verändert. Sondern ihm nur seine wahre Persönlichkeit entlockt. Troy Duffy, dem Mann hinter "Der Blutige Pfad Gottes" scheint für diesen Gedanken geradezu prädestiniert. Wie aus dem Nichts beginnt für ihn eine Erfolgs-Geschichte, wird aus einem Barkeeper und erfolglosem Musiker, über Nacht das Aschenputtel Hollywoods. Da öffnen sich viele Pforten, es werden viele Hände geschüttelt und Schultern geklopft. Harvey Weinstein kauft Duffy eine Bar und will "The Boondock Saints" produzieren. Wie in einem Rausch gründet Duffy mit seinen Kumpels und Bandmitgliedern eine Firma, will Alben aufnehmen und die fettesten Filme drehen. Selbstverständlich ist nicht so gekommen und "Overnight" zeigt deutlich und ungeschönt, warum Troy Duffy seinen Status als heißestes Wunderkind nicht lange halten konnte. Diese beachtliche Doku ist die Langzeit-Bearbeitung eines zu groß aufgeblasenen Egos, das die meiste Zeit mit der Realität, und jedem anderen Menschen, auf Kriegsfuss zu stehen scheint. Die Nachwuchsfilmer Mark Brian Smith und Tony Montana (nice one!) wohnen dem Höllenritt übrigens von Anfang an bei. Sie zeigen bestens auf, wie einem unbescholtenen Typen plötzlich halb Hollywood Aufmerksamkeit schenkt. Wie er mit Jeff Goldblum, Mark Wahlberg oder Patrick Swayze zusammenhockt und von seinem monumentalen Script spricht. Aber das Blatt wendet sich und ganz gnadenlos wird unser Duffy von den Zahnrädern der Traumfabrik zermalmt. Wobei sich Duffy nicht wundern sollte, schließlich beansprucht er in "Overnight" nicht nur die meiste Screentime, sondern auch den gesamten Erfolg, der ihm da noch in Griffbreite serviert wird. Es ist schon irgendwie krass, verdammt interessant und doch mal abstoßend, wie Duffy hier das Bildnis vom Elefanten im Porzellan-Laden als zu mickrig erscheinen lässt. Da bezeichnet er eine Miramax-Chefin als Cunt, zieht über seinen Bruder her, der in der Band Gitarre spielt. Motzt dann, nachdem seine Band "The Brood" endlich bei einem Label unter Vertag steht, die beiden Regisseure des Films an. Und er schwitzt aus jeder Pore Paranoia und Hass auf seine persönliche Nemesis Harvey Weinstein, weil der es sich quasi zum Ziel gesetzt hat, diese kleine Schmalzfliege zu zerquetschen. Wir wollen ihn hier ja nicht als komplettes Arschloch abstempeln, aber Troy Duffy muss sich den Vorwurf schon gefallen lassen, hier nicht in seinen besten Momenten gefilmt worden zu sein. Was nicht heißt, dass "Overnight" eine vorurteilsfreie Doku sei, vom Verdacht einer regelrechten Abrechnung mit ihrem Sujet Duffy, würde ich die Macher dann aber doch freisprechen. "Overnight" ist wenn überhaupt, ein überfälliger, schonungsloser Blick auf die Verheißungen des schnellen Ruhms, ob sie nun jemanden wie Troy Duffy ereilen, der von sich glaubt, ein Universal-Genie zu sein oder nur einem armseligen Autor oder Schauspieler. Der Film zeigt ohne Filter, wie Hollywood für oder gegen jemanden arbeiten kann. Und wie alle gern auf der Welle mitreiten, auch wenn ein unbedarfter Schachzug das alles gleich wieder zunichte macht. In "Overnight" liefert Troy Duffy eine enorme Fülle solcher Beispiele und uns einen Denkansatz, wie wir unsere Freunde und Geschäftspartner vielleicht selbst freundlicher behandeln. Damit sich unser Durchbruch nicht in einen Zusammenbruch verwandelt.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
FordFairlane Fri, 28 Dec 2012 08:27:35 -0000
Antwort löschenIch habe die Doku noch nicht gesehen, warum ist dieser Duffy denn auf die Fresse geflogen. Kannste mir mal in 1-3 sätzen erklärem was es mit duffy aufsich hat.
mikkean Tue, 01 Jan 2013 22:26:15 -0000
Antwort löschenNa ja, Troy Duffy's größtes Problem ist er selbst. Er hält sich für den Größten - sein Drehbuch ist überhaupt das beste, was Hollywood passieren konnte. Er wird so durchstarten, reißt die Klappe auf, welcher
Star bei ihm mitspielen sollte und wer ein blöde Wichser ist. Und je öfter er in eine Sackgasse rennt, desto fieser behandelt er schließlich seine Familie und seine Kumpels, die ja alle von seinem Erfolg profitieren sollten. "Overnight" wimmelt geradezu von solch großkotzigen Sprüchen und Statements. Dumme Idee nur, so ausgerechnet gegenüber Produzenten und Agenten zu Reden.
sw1x Mon, 16 Aug 2010 07:26:02 -0000
Kommentar löschenEin "Sehenswert" gibt es von mir, weil es einfach sehenswert ist, wie ein so großes Ereignis wie auf einmal Regisseur von einem Film zu sein, einen Menschen verändern kann. Der liebe Troy, am Anfang noch ganz unbesonnen, verändert er sich mehr und mehr und wird umso arroganter bis er letzten Endes quasi jeden auf übelste Beleidigt und sich für den König der Welt hält, der nun den absolut besten Film aller Zeiten drehen wird. (Auch wenn ich Boondock als Lieblingsfilm hab, nach Overnight würde ich ihn am liebsten runterstufen.. ) Folge davon? Vertrag aufgelöst und sein "Filmprojekt" war pfutsch. Verdienterweise! 10 Minuten der Dokumentation habe ich nicht gesehen, sollte ich hier noch anmerken, weil dieser Part entfernt wurde, weil er sich laut Kommentaren hier über die "White Power" mit Ausdrücken wie "Jew Basterds" ausdrückt etc.
Er hat später noch nen kleineren Vertrag gekriegt, der ihn allerdings nicht an VHS- und DVD-Anteilen beteiligt, welches ihm ganz schön zu Gute gekommen wäre bei Millionen Dollar an DVD-Verkäufen in den späteren Jahren sowie eine Woche Kinolaufzeit in einer Handvoll Kinos.
Pech gehabt! Und das hat er auch verdient. Wer sich so benimmt und sich über alle stellt, nur weil er einen Film drehen wird((!) nicht schon gedreht hat), hat es nicht anders verdient.
Bis vor kurzem dachte ich eigentlich Troy Duffy wäre ganz in Ordnung, doch diese Meinung hat sich jetzt um 180° gedreht.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
stuforcedyou Wed, 04 Aug 2010 08:12:20 -0000
Kommentar löschenNach der Sichtung von „Overnight“ bleiben drei Dinge haften:
1. In Hollywood können Träume wahr werden
2. Erfolg kann einen Menschen verändern und zwar nicht nur zum Guten
3. Troy Duffy ist ein überheblicher Dummkopf
Die Doku von Duffys ehemaligen Bekannten Tony Montana (!) und Mark Brian Smith, zeigt in rund 80 unterhaltsamen und informativen Minuten wie Troy Duffy vom Barkeeper zu Hollywoods neuem Wunderkind aufsteigt und dies mit seinem ersten Drehbuch. Doch Duffy zerstört seinen Ruf und seine Chancen mit seinem schlechten Benehmen sowie mit seinem egoistischen und Selbstüberschätzenden Größenwahnsinn. „Overnight“ zeigt diesen Fall weitestgehend kommentarlos. Nur ab und an konnten die zwei Regisseure es nicht lassen und dämonisieren Duffy etwas zu absichtlich. Dennoch ist „Overnight“ keine bloße Abrechnung. Die Macher zeigen mit ihrer Doku auch ein Sittenbild der Traumfabrik und Hinterfragen die Macht des großen Harvey Weinstein, der Troy Duffy entdeckt und wieder fallen gelassen hat. „Overnight“ ist eine wirklich lohnenswerte Dokumentation. Danach sieht man Duffys Film „Der blutige Pfad Gottes“ mit etwas anderen Augen, auch wenn mir persönlich bis heute schleierhaft ist was so toll an diesem Film sein soll. Na wenigstens entstand als Nebenprodukt diese empfehlenswerte Doku.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten