Overnight

Overnight (2004), US
Laufzeit 82 Minuten, FSK 16, Dokumentarfilm

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- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.1 Community
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von Tony Montana und Mark Brian Smith, mit Billy Zane und Harvey Weinstein

Dokumentation über den Filmemacher Troy Duffy, den Regisseur und Autor des Films “Der Blutige Pfad Gottes”. Nach dem erfolgreichen Debut im Filmgeschäft lag eine vielversprechende Karriere vor Duffy, leider hat er es sich aber mit den Verantwortlichen in Hollywood verscherzt, weshalb er bis heute für keinen weiteren Film verpflichtet wurde.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Overnight

LuGr: MovieMaze / NEGATIV u.a.

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6.5Ganz gut

Abseits der fragwürdigen Intentionen der beiden Regisseure von "Overnight" ist diese Dokumentation aber ein grimmiges Spiegelbild der Mechanismen der Traumindustrie, die über Nacht Kometen am Filmhimmel leuchtend emporsteigen, aber genau so schnell wieder verglühen lassen kann. Ein interessantes, wenn auch reichlich einseitiges Porträt von einem Mann aus der Arbeiterschicht, der enorm eifrig und ausdauernd, aber auch zu selbstherrlich seinem Ziel nachging, in der Filmindustrie Fuß zu fassen.

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Kommentare (2) — Film: Overnight

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sw1x

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein "Sehenswert" gibt es von mir, weil es einfach sehenswert ist, wie ein so großes Ereignis wie auf einmal Regisseur von einem Film zu sein, einen Menschen verändern kann. Der liebe Troy, am Anfang noch ganz unbesonnen, verändert er sich mehr und mehr und wird umso arroganter bis er letzten Endes quasi jeden auf übelste Beleidigt und sich für den König der Welt hält, der nun den absolut besten Film aller Zeiten drehen wird. (Auch wenn ich Boondock als Lieblingsfilm hab, nach Overnight würde ich ihn am liebsten runterstufen.. ) Folge davon? Vertrag aufgelöst und sein "Filmprojekt" war pfutsch. Verdienterweise! 10 Minuten der Dokumentation habe ich nicht gesehen, sollte ich hier noch anmerken, weil dieser Part entfernt wurde, weil er sich laut Kommentaren hier über die "White Power" mit Ausdrücken wie "Jew Basterds" ausdrückt etc.
Er hat später noch nen kleineren Vertrag gekriegt, der ihn allerdings nicht an VHS- und DVD-Anteilen beteiligt, welches ihm ganz schön zu Gute gekommen wäre bei Millionen Dollar an DVD-Verkäufen in den späteren Jahren sowie eine Woche Kinolaufzeit in einer Handvoll Kinos.
Pech gehabt! Und das hat er auch verdient. Wer sich so benimmt und sich über alle stellt, nur weil er einen Film drehen wird((!) nicht schon gedreht hat), hat es nicht anders verdient.
Bis vor kurzem dachte ich eigentlich Troy Duffy wäre ganz in Ordnung, doch diese Meinung hat sich jetzt um 180° gedreht.

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stuforcedyou

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Bewertung7.5Sehenswert

Nach der Sichtung von „Overnight“ bleiben drei Dinge haften:
1. In Hollywood können Träume wahr werden
2. Erfolg kann einen Menschen verändern und zwar nicht nur zum Guten
3. Troy Duffy ist ein überheblicher Dummkopf
Die Doku von Duffys ehemaligen Bekannten Tony Montana (!) und Mark Brian Smith, zeigt in rund 80 unterhaltsamen und informativen Minuten wie Troy Duffy vom Barkeeper zu Hollywoods neuem Wunderkind aufsteigt und dies mit seinem ersten Drehbuch. Doch Duffy zerstört seinen Ruf und seine Chancen mit seinem schlechten Benehmen sowie mit seinem egoistischen und Selbstüberschätzenden Größenwahnsinn. „Overnight“ zeigt diesen Fall weitestgehend kommentarlos. Nur ab und an konnten die zwei Regisseure es nicht lassen und dämonisieren Duffy etwas zu absichtlich. Dennoch ist „Overnight“ keine bloße Abrechnung. Die Macher zeigen mit ihrer Doku auch ein Sittenbild der Traumfabrik und Hinterfragen die Macht des großen Harvey Weinstein, der Troy Duffy entdeckt und wieder fallen gelassen hat. „Overnight“ ist eine wirklich lohnenswerte Dokumentation. Danach sieht man Duffys Film „Der blutige Pfad Gottes“ mit etwas anderen Augen, auch wenn mir persönlich bis heute schleierhaft ist was so toll an diesem Film sein soll. Na wenigstens entstand als Nebenprodukt diese empfehlenswerte Doku.

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