Pans Labyrinth - Kritik

MX/US/ES 2006
Laufzeit 119 Minuten, FSK 16, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 22.02.2007

Kritiken (14) — Film: Pans Labyrinth

Fricki76: Asianfilmweb.de

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9.0Herausragend

Pünktlich zur Oscarverleihung, die in der kommenden Nacht um 2.00 Uhr stattfindet, kommt meine Meinung zum sechsfach nominierten mexikanischen Fantasy-Drama „Pans Labyrinth“ vom Regisseur Guillermo del Toro, der mit „Mimic“, „Blade II“ und „Hellboy“ schon mehrere Filme realisiert hat, die in punkto „düsterem Touch“ in eine ähnliche Richtung gehen.

Spanien 1944. Der Bürgerkrieg ist beendet und Diktator Franco hat die Macht übernommen. Doch in den Bergen Nordspaniens liefern sich Partisanen mit den Regierungstruppen unter Hauptmann Vidal (Sergi Lopez) einen ungleichen Kampf. Dieser hat unlängst die Witwe Carmen (Ariadna Gil) geheiratet, die ein Kind erwartet. Gemeinsam mit Carmens Tocher aus erster Ehe, Ofelia (Ivana Baquero), holt er sie zu sich in sein Lager. Ofelia hat eine besondere Affinität zu Märchen und Fantasiegeschichten. Kurz nach der Ankunft bei ihrem grausamen Stiefvater wird sie von einer Elfe in eine nahes Ruinenlabyrinth geführt, wo ihr…

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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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9.0Herausragend

"Pans Labyrinth" ist kein Kinderfilm und mit Sicherheit auch kein fröhlicher Fantasyfilm. Guillermo del Toros Film ist allerdings ein Meisterwerk. Fesselnd verbindet der Regisseur die Schrecken des Krieges und die Abenteuer eines jungen Mädchens in einer Fantasywelt. Fantastisch!

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C_C

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wo ist da etwas meisterwerkig?


Xander8112: at the movies

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8.0Ausgezeichnet

Irgendwie weiß ich den Film nicht so ganz einzuordnen - Kriegsdrama, Fantasyfilm, modernes Märchen - “Pans Labyrinth” ist alles auf einmal und legt sich zu keinem Zeitpunkt fest.

Viel habe ich von dem Film erwartet - der Trailer damals war sehr vielversprechend und die allgemeinen Kritiken durchweg sehr positiv. Dabei bin ich allerdings eher von einem Fantasymärchen ausgegangen und weniger von einem Bürgerkriegsdrama mit Fantasy-Elementen - doch genau das ist es. Dies ist allerdings weniger schlimm. Auf beiden Ebenen funktioniert der Film und auch beide Teile würden ohne weiteres eigenständige Filme abgeben. Inhaltlich gibt es zwischen den beiden Welten auch Bezüge, insbesondere was die drei Aufgaben angeht, welche Ofelia erfüllen muss.

Optisch und akustisch macht der Film einiges her und ist das beste, was man seit langem im Kino (oder auf DVD) sehen durfte. Die Fantasy-Elemente sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet und die Computereffekte sind auch nicht mit einem Blick als solche erkennbar.

Wenn es einen Kritikpunkt gibt, dann diesen: Die Verknüpfung der beiden Handlungen entsteht teilweise sehr willkürlich. Das heißt, das nach ca. 15 min. Kriegsdrama dem Regisseur scheinbar aufgefallen ist, das es ja noch Fantasy einzubauen gilt - prompt folgen wir Ofelia wieder in ihre Fantasy-Welt. Fließende Übergänge sind etwas anderes - und doch trübt dies den Gesamteindruck nur geringfügig.

Ein Meisterwerk ist “Pans Labyrinth” also nicht, aber dennoch ein gutes, unterhaltsames Märchen für Erwachsene.

http://xander81.wordpress.com/2008/11/16/kritik-pans-labyrinth/

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studmed

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Gute Kritik!


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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9.5Herausragend

"Pans Labyrinth" von Guillermo del Toro ist ein faszinierendes Stück Film. Dieser Eindruck verhaftet sich bei jeder weiterer Sichtung ein bisschen mehr. Ein Film, der in seiner Narration sowie in der Sprache seiner Bilder etwas Außergewöhnliches darstellt, deshalb viel vom Zuschauer einfordert, eben weil er in seinen Allegorien so vielschichtig, so schwer zu fassen ist, aber auch für Diejenigen, die bereit sind sich auf den Film einzulassen, mindestens genauso viel wieder zurück gibt. Mit „Pans Labyrinth“ hat del Toro, da bin ich mir ziemlich sicher, einen Klassiker der modernen Films abgeliefert. Einen Film, der unter verschiedenen Gesichtspunkten gesehen und gelesen werden kann, der somit relativ unabhängig von der Intention seines Regisseurs, die mal mehr und mal weniger offensichtlich ist, frei interpretiert und gedeutet werden kann.

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Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer

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10.0Herausragend

Pan's Labyrinth, der außergewöhnliche Film des mexikanischen Fabelerzählers Guillermo del Toro, ist als Ballade poetisch und als Mythos wegweisend
- stellen Sie sich Die Chroniken von Narnia als Goya-und-Dalí-Version vor. Del Toro ist ein Beschwörer, der Realismus verwendet, um die Fantasien zu intensivieren - und umgekehrt. Dies ist der Durchbruch eines der visionärsten Künstler des Weltkinos.

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Stryke: inderzange.de

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9.0Herausragend

Zauberhaft und schockierend zugleich. Wirklich grandioser Film und die 3 Oskars verdient abgeräumt. Ich war teilweise echt gefesselt.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.0Herausragend

“Pan’s Labyrinth” ist mit Sicherheit ein Film, auf den man sich einlassen muss, weil er dem Zuschauer einiges abverlangt. Es mag für manchen sehr befremdlich sein diesen Mix aus “Kriegs-” und “Märchen-Film” ernst zu nehmen. Wobei beides nicht wirklich zutrifft. “Pan’s Labyrinth” ist kein Kriegsfilm, dennoch geht es um den Kampf der Armee gegen Partisanen, der teilweise in sehr drastischen Bildern umgesetzt wird. Das ein oder andere Mal neigt man schon zum Wegsehen angesichts der Grausamkeit. Der Anblick von Feen und metergroßen Fantasie-Fröschen wirkt da natürlich erstmal ein wenig befremdlich. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und kommt zu einem überraschenden aber dennoch versöhnlichen Schluss.

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Chris82: cineclassix.de Chris82: cineclassix.de

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7.5Sehenswert

Pan's Labyrinth ist ein Film, der uns zeigt, dass die Unschuld des Menschen uns erst am Leben halten kann, weil sie uns aufgrund ihrer Phantasie einen Ausweg aus der echten, brutalen und pervertierten Welt gibt, die wir ohne unsere Phantasie, Träume und Wünsche überhaupt nicht ertragen könnten. Erst durch den Verlust durch die Unschuld, verlieren wir auch unsere Phantasie, Träume und Wünsche.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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10.0Lieblingsfilm

Diese Geschichte beginnt nicht mit "Es war einmal". Und doch bedient sich der mexikanische Filmemacher Guillermo Del Toro zahlreicher Elemente des Märchens und der Fabel, wenn er uns vor dem Hintergrund des spanischen Faschismus mit ebenso gewaltigen wie gewalttätigen Bildern in "Pans Labyrinth" hinabführt. Ein zweigleisiges Meisterwerk, das als einer der erstaunlichsten Filme in die Annalen eingehen wird.

Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Rochus Wolff: freier Journalist

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10.0Lieblingsfilm

„Es war einmal“: Guillermo del Toros Film haucht dem Märchen mit poetischen Bildern und einer ungeheuer kraftvollen Geschichte neues Leben ein.

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Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...

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8.0Ausgezeichnet

Mit seinem neuen Film "Pans Labyrinth" ist dem mexikanischen Regisseur Guillermo del Toro nicht weniger als ein Kinowunder gelungen. Scheinbar mühelos kombiniert er die sonst säuberlich voneinander getrennten Genres Fantasy, Horrorfilm und Historiendrama, lässt die Erzählstränge erst lose nebeneinander herlaufen, setzt sie in Beziehung, spiegelt sie bald ineinander, um sie dann zum Schluss kühn zu verknüpfen.

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Chuchaqui: Critic.de

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9.0Herausragend

Eins vorweg: Pans Labyrinth ist kein Fantasy-Film. Fantasy-Filme versetzen uns in eine erfundene Welt und verlangen vom Zuschauer die Akzeptanz dieser Welt als Schauplatz einer Geschichte. In Pans Labyrinth geht es um Fantasie, aber um eine Fantasie, der die bittere Realität zugrunde liegt. Gerade zum dritten Mal gesehen und jetzt ist es endgültig die 10 geworden und ich habe Sicherheit: Pans Labyrinth ist eines der Meisterwerke dieses Jahrzehnts und wird auch noch in 30 Jahren in den Filmgeschichtsbüchern genannt werden. Jedes einzelne Bild ist von einer überwältigenden Schönheit, die schauspielerischen Fähigkeiten der 11jährigen Ivana Baquero sind beeindruckend, die Filmmusik tut ihr übriges. Pans Labyrinth ist eine wunderbar altmodisch erzählte Geschichte mit einem innovativen Erzählansatz und einer atemberaubenden Ästhetik. Ganz großes Kino.

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alviesinger: bummelkino

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6.5Ganz gut

Bildgewaltiges Fantasyspektakel mit einigen logischen Ungereimtheiten. Krankt an den zweidimensionalen Charakteren und dem ständigen Wechsel zwischen "Der Soldat James Ryan" und "Die unendliche Geschichte".

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Visuell wegweisend und originell, findet del Torro keine rechte Ballance zwischen den Fantasy-Elementen und der Kriegs-Geschichte.

http://www.fuenf-filmfreunde.de/2007/02/28/pans-labyrinth/

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Deep Ford

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Du meinst ne hohle Nuss^^


FilmVlin

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Nein, hohle Nuss hiesse ja, der Film is hohl. denk doch mal nach, ey



Kommentare (246) — Film: Pans Labyrinth

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leverkus

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dieser Film ist schön anzusehen, hat eine gute Handlung, tolle Figuren und schöne Musik. Das macht für mich einen guten Film aus.
Ein klasse Film.

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Scotty2Hotty

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein brutales und märchenhaftes Meisterwerk! Absolut empfehlenswert!

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nikl 1987

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Bewertung9.0Herausragend

Jeder, der sich ein bisschen mit Märchen auseinandergesetzt hat, weiß, dass diese mitnichten die Kindergeschichten sind, für die viele sie halten. Im Grunde genommen würden sie eich eigentlich eher eignen, Kinder aufgrund ihrer Brutalität zu erschrecken und zu verängstigen. Da werden Frauen bei lebendigen Leibe verbrannt (Hänsel und Gretel), vom Wolf gefressen (Rotkäppchen) oder kleine Mädchen schneiden sich selbst den Finger ab (Die sieben Raben). Pans Labyrinth fällt auch unter die Kategorie Märchen...und ist ebenfalls mitnichten ein Kinderfilm. Die Gewalt im Film ist sparsam eingesetzt, aber wenn (oder: gerade deswegen), dann prasselt sie mit unglaublicher Brutalität auf den Zuschauer ein. Im Mittelpunkt des Filmes steht die kleine Ophelia, deren Vater gestorben ist und die mit ihrer hochschwangeren Mutter und ihrem Ziehvater, einem General in Spanien aufwächst. Ihr Ziehvater, ein General, welcher zur Zeit des spanischen Bürgerkrieges Jagd auf Partisanen macht, stellt sich als erbarmungsloser Tyrann heraus, weswegen Ophelia immer öfter das Weite in den Wäldern sucht, in welchen sie nach einiger Zeit den mysteriösen Pan findet. Dieser gibt ihr 3 Aufgaben auf mit dem Versprechen, Ophelia nach Erfüllung derselben zu einer Prinzessin in seiner Welt zu machen. So weit, so grob zur Geschichte. Wie bereits einige schon vorher geschrieben haben, spielt wider Erwarten der Film zum Großteil in der "realen" Welt, nur für gelegentliche, dennoch sehr kurze Ausflüge nimmt der Film einen mit in die Märchenwelt des Pan. Anfangs auch etwas missmutig über diese Entscheidung kann ich mich mittlerweile damit anfreunden, da ja im Grunde genommen das umfangreiche Drumherum einen sehr großen Platz einnimmt. Da wäre zum Beispiel die verschiedenen Charaktere und deren Beziehungen, von denen im Film kaum einer zu kurz kommt und dem Zuschauer sorgfältig vorgestellt werden.
SPOILER Dann wäre da noch die Sache mit der schlüssigen These, dass Ophelia sich das alles nur einbildet, um die Kriegsgräuel, die um sie herum geschieht, auszublenden. SPOILER ENDE
Um eben diese ganzen Ereignisse, die das kleine Mädchen belasten, darzustellen, mit Beziehungsgeflecht, Nebenhandlung und Charakteren ist eben eine gewaltige Screentime von Nöten. Auch die Musik ist extrem passend gewählt, ähnlich einer Schlafliedmelodie, was den Märchencharakter des Filmes noch unterstreicht. Die Schauspieler machen ihre Sache allesamt sehr gut, auch die Darstellerin der Ophelia macht das beste aus ihrer Rolle, auch wenn manche Szenen selbst sie haben fordern dürfen, da sie etwas aufgesetzt wirken (z.B. der Dialog am Bauch der Mutter mit ihrem kleinen Bruder, welcher ja eigentlich eher ein Monolog ist). Hervorheben möchte ich auch den Anfang und das Ende des Filmes: düster, brutal, und doch gleichzeitig irgendwie schön...märchenhaft eben.
Sehr gute Darsteller, tolle Kameraeinstellungen, wunderschöne Musik und eine wahrhaftig fabelhaft erzählte Geschichte...sollte man zumindest einmal gesehen haben.

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Cebion

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schöner Film, wenn auch etwas Brutal

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TheDrPepperPower

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Bewertung4.0Uninteressant

"Pans Labyrinth" bietet eine ähnliche Grundidee wie der berühmte (und dennoch nur mittelmäßige) "Das Leben ist schön" von Roberto Benigni. Es geht um die Flucht eines Kindes vor der grausamen Realität des Krieges. Im italienischen sogenannten Klassiker wird der Schrecken im Gefangenenlager einem Jungen von seinem Vater als abstruses Spiel präsentiert, um jenen vor der allgegenwärtigen, seelenzerfressenden Gewalt in Kriegszeiten zu schützen. Im vorliegenden Film dagegen geht dieses Entkommen aus der realen Brutalität hinein in die magische Traumwelt vom Kind selbst aus. Das Mädchen mit Namen Ofelia erschafft sich ein Fantasieuniversum, in dem es ganz allein gefährliche Aufgaben zu meistern hat, die sich metaphorisch auf die Konflikte seines wirklichen Lebens beziehen.

Die Darstellung dieser Welt ist auf jeden Fall das absolute Highlight des Films. Sie ist optisch hervorragend inszeniert und weiß zu beeindrucken, teilweise sogar zu verstören. Leider, und darüber war ich letztendlich so unglaublich enttäuscht, kommt diese Welt einfach viel zu kurz. Sie macht nur einen Bruchteil des Films aus, denn der Großteil der Handlung spielt in und um einem Hof in den Bergen Spaniens. Hier werden Ofelia und ihre Mutter von deren kompromisslosem und hemmungslos gewalttätigem neuen Eheman, einem Kommandanten in Franco's Regime, schamlos ausgenutzt und terrorisiert.

Und hier eröffnet sich ein weiteres zentrales Problem des Films: die Charaktere. Die Darstellung des Kommandanten ist so dermaßen eindimensional, dass man nur müde den Kopf schütteln kann. Von der ersten bis zur letzten Sekunde wird er dem Zuschauer in jeder nur erdenklichen Weise verachtenswert gemacht. Ungefähr so wie der unterirdisch schlecht konzipierte General in "Avatar". Immer und immer wieder lernen wir, dass er böse ist und gewaltsam und ein Mistkerl und ein Ekel usw.. So eine Form der Darstellung eines Villains ist absolut uninspiriert und dient nur dazu, die Protagonistin als noch hilfloser und bemitleidenswerter darzustellen. Man soll soweit wie nur irgend möglich mit ihr mitfühlen - und dafür ist jedes Stilmittel recht. Das scheint die moderne Methode des Dramas zu sein. Wo gibt es heutzutage noch interessante, vielschichtige Bösewichte wie einen "Kurtz" aus "Apocalypse Now" oder "Roy Batty" aus "Blade Runner". Wir bekommen nur noch stereotype Inkarnationen der Schlechtigkeit vorgesetzt, die einen Tag ohne Mord für einen verschwendeten halten und nur mit einem blutigen Messer unter ihrem Kopfkissen einschlafen können.

Die anderen Charaktere bleiben weitestgehend im Dunkeln. Die Mutter ist permanent schwach und hilflos, da sie schwanger ist und als Grund für ihre Heirat mit dem Teufel in Menschengestalt gibt sie ihrer Tochter "Einsamkeit" an. Soll ich darüber lachen oder weinen? Über die Protagonistin erfahren wir ebenfalls so gut wie gar nichts, außer dass sie gerne Märchengeschichten ließt und für ein kleines Mädchen einen relativ mutigen Eindruck macht. Es ist sowieso schon schwierig, sich mit Kindern in Filmen zu identifizieren, da ihre Dialoge meist so unrealistisch konzipiert sind, dass sie aus einem Disneyfilm entsprungen zu sein scheinen. Als sich Ofelia des Nachts über den Bauch ihrer Mutter beugt, um metaphorisch zu ihrem ungeborenen Halbbruder zu sprechen, stellen sich mir bei jedem Wort die Nackenhaare auf. Ich mache Ivana Baquero hier keinen Vorwurf, denn so vor Melodramatik triefende Lines könnte niemand vernünftig präsentieren. Bin ich denn der einzige, der das immer wiederkehrende Kitsch-Element in praktisch jedem Film mit einem Kind in der Hauptrolle aufs Tiefste verabscheut? (Ich erinnere mich mit einem Schaudern an "A.I.")

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass in "Pans Labyrinth" durchaus eine Menge Potenzial und interessante Ansätze stecken. Sein Hauptproblem, neben den Reißbrettcharakteren, ist, dass der Fokus viel zu sehr auf die reale Welt gerichtet wurde und dadurch die meisterhaft inszenierte Traumwelt zu einem scheinbar unbedeutenden Nebenelement verkommt, wo sie doch das eigentliche Zentrum der ganzen Idee des Films ist.

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NashBender

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wenn man begreifen will wie das unmittelbare Erleben von Krieg auf ein Kind wirkt dann sollte man sich diesen Film ansehen!

Denn eigentlich kann ein Kind, im Alter der kleinen Ofelia, solche Ereignisse noch gar nicht wirklich verstehen. (Das verstehen wir Erwachsene ja zum Teil noch nicht mal selbst!) Ergo MUSS sie sich eine Welt erschaffen in der sie diese Ereignisse irgendwie verarbeitet.

Eine tolle Leistung von Ivana Baquero dieses Mädchen so glaubwürdig zu verkörpern.
Und Sergi López... man kann der penetrant wirken!

Alles in allem ein sehr gelungenes Psychogramm! Denn hier von Fantasy zu sprechen rückt meiner Meinung nach den Film in ein falsches Licht.

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Hanno Jones

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen kann, warum genau uns hier jetzt ein meisterwerk vorliegt - dieses wort wird in letzterzeit ohnehin ein wenig missbraucht - ist Pans Labyrinth dennoch eine schöne parabel, die gleichzeitig hostorie und fantasy schön miteinander vermischt und nebenbei noch fragen nach schuld und sühne aufwirft und so den zuschauer zum nachdenken anregt
VORSICHT SPOILER:
2 punkte abzug, wegen dem zwar zu erwartenden aber dennoch viel zu kitschigen ende ... meine morbide und düstere seite hätte orfelia sterben lassen ;)
aber andererseits wäre somit die moral ausgeblieben ... naja ... man kann nicht alles haben ;)

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CarrionFairy

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na, hier... makabre seite, tod und so.


Hanno Jones

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naaa ... eher sarkast und zynist als goth oder emo ;)


ZedsDeadBaby

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Bewertung9.5Herausragend

Hilflose, reine Unschuld inmitten von Gewalt, Brutalität und der schrecklichen Realität. Eine zarte Kinderseele flüchtet sich aus der Welt wie die anderen sie sehen in ihre märchenhafte Phantasie.
In diesem Film stoßen kaltblütige Hässlichkeit und bezaubernde Schönheit aufeinander.

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aberaber

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Bewertung7.0Sehenswert

Kann ein Film zu phantasievoll sein? Ich bin ein großer Fan von del Toros Filmen und bin sicher, dass der Film die hohen Bewertungen verdient hat. Pans Labyrinth ist hervorragend inszeniert, wunderschön fotografiert und großartig gespielt, aber irgendwie hat er mich nicht hundertprozentig gepackt. Es lag vielleicht an der Kombination des realen faschistischen Horrors und der imaginären Phantasiewelt des Kindes.

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Jona89

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Bewertung10.0Herausragend

Pans Labyrinth. Klingt geheimnisvoll, denn was ist eigentlich ein Pan? Ein Labyrinth sollte ja jedem ein Begriff sein, aber handelt es sich hier um ein gewöhnliches Labyrinth und kann der Film das geheimnisvolle auch wirklich umsetzen? Oder mal wieder ein irreführender Titel? Viele Fragen auf die es nur eine Schlussfolgerung geben kann. Der Film verspricht das, was er mit seinem Namen bezwecken will. Er ist fesselnd, geheimnisvoll, mysteriös, gruselig, spannend, also mit einem Wort: Toll! Das so etwas ein Film auslösen kann ist nicht sonderlich oft der Fall, aber dieser Film kann es definitiv. Worum geht es eigentlich genau? Spanien im Jahre 1944. Die zwölfjährige Ofelia reist mit ihrer hochschwangeren Mutter aufs Land zum Vater des ungeborenen Kindes. Dieser ist Hauptmann der Spanier und kämpft gegen die letzten Rebellen nach dem spanischen Bürgerkrieg. Diese ganze Geschichte ist allerdings für mich lediglich die Nebenstory und spielt für mich eine untergeordnete Rolle. Der Film an sich dreht sich um Ofelia, die eine blühende Fantasie hat und große Abenteuer erlebt. So wird dort geklärt, was ein Pan ist und was in Ofelia schlummert.
Der Film hat von Beginn an eine außergewöhnliche Atmosphäre, die den Film auch nie im Stich lässt, sondern sehr gut untermalt. Die Filmmusik von Javier Navarrete spielt dort einen entscheidenden Anteil. Besonders hervorheben muss man hier den Titel „Hace Mucho, Mucho Tiempo“, der für eine unglaubliche Gänsehautatmosphäre sorgt. Auch beim Hören nach dem Film. Auch wenn der Titel hervorzuheben ist, soll das nicht die restliche Musik schmälern. Diese passt zu jeder Szene und kann durchgängig überzeugen.
Die Schauspielerische Leistung von Ivana Baquero ist schlicht einfach grandios und auch die Nebenrollen, alles andere sind für mich die restlichen Schauspieler nicht, sind gut besetzt und es gibt keine großen Schwächen.
Schlichtweg muss man hier von einem absoluten Meisterwerk sprechen, das eine Atmosphäre hat, die nach ihres gleichen sucht. Chapeau!

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Pyro 91

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Bewertung9.5Herausragend

Schon drei Mal gesehen und immer wieder überrollt mich Del Toros Meisterwerk mit seinen wunderschönen Bildern, der Liebe zum Detail, der Brutalität des Hauptmanns, den Schrecken des Krieges und den sanften Klängen von Mercedes Schlaflied.
Hat mich stark an meine Kindheit erinnert wo ich bei Disneys Märchenfilmen gelacht, geweint, gezittert habe und für ein paar Stunden in eine fantasievolle, aufregende Welt flüchten konnte.

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BasKi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film mit wunderbarer Atmosphäre. Vieles ist düster, wunderlich, ja schon fast unheimlich und doch gleichzeitig im positiven Sinne mystisch (falls es sowas denn gibt xP) und schön anzusehen.
Die Schauspieler sind verdammt glaubwürdig: der Pan bleibt bis zum ende undurchschaubar, genauso wie der Stiefvater mit jeder Minute mehr zum unsympathischen Arsch wird.
Abgerundet wird der Film mit stimmiger Musik und schönen Effekten.
Toller Film (:

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HxC_Moe

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Bewertung9.0Herausragend

Unschwer zu glauben, dass manche dachten es handelt sich bei Pans Labyrinth um einen Kinderfilm, wenn man das Cover so betrachtet. Ist er aber definitiv nicht, sondern ein Fantasyfilm für Erwachsene Zuschauer (Auch wenn er bereits ab 16 freigegeben ist, was ich angesichts ein paar echt heftiger Szenen fast nicht nachvollziehen kann /SPOILER/ Nase mit Flasche zertrümmern, Verletzte auf dem Schlachtfeld töten, Gesichter aufschneiden, Menschen Hoffnung machen und sie anschließend töten, foltern... etc.). Er ist gut gemacht, er hat gute Schauspieler, eine sehr gute Storyline und ein wirklich gutes und rührendes Ende. Einfach ein sehr guter Fantasy-bzw. Horrorfilm hier und da, den ich mir immer wieder gerne ansehe, weil er einfach immer wieder gut Unterhält. Ansonsten... Klare Empfehlung für Jedermann.

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Tryvel

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Bewertung9.0Herausragend

Mir hatte vorher schon jemand gesagt, dass ich hierbei kein Märchen für Kinder erwarten soll, aber selbst mit diesem Hintergrundwissen war es ne echte Wucht.
Man hat sich halt gar nicht die Mühe gemacht, irgendwas zu kaschieren oder abzumildern und bei einigen Szenen habe ich im Grunde nur darauf gewartet, dass entweder, wie üblich, die Kamera wegfährt oder dass man halt in die nächste Szene wechselt; nur das passierte nicht.
Ein Märchen für Erwachsene und selbst diese dürfen dabei nicht zu zartbeseitet sein.

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Blake90fication

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ziemlich gut, aber etwas brutal

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MasterZ

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Bewertung10.0Herausragend

ein Märchen anderer Art einfach Wahnsinn

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-={(TATANKA)}=-

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Obwohl ein Kind die Hauptrolle hat definitiv KEIN Kinderfilm da kurz nach Beginn bereits eine ziemlich heftige Darstellung der Gewalt gezeigt wird.
Eine Gruselmär für Erwachsene. Düstere, unheimlich Atmosphäre , fantastische Kreaturen wie aus den schlimmsten Alpträumen ,und eine behutsam und auch langsam erzählte spannende Geschichte mit viel Dramatik.
Anschauen lohnt sowohl für Fantasy- wie auch für (leichte)Gruselliebhaber!

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VisitorQ

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

aua aua. Sehr düsterer, dramatischer und toll gespielter Film. Und der Soundtrack ist auch sahne. Aber was schreibe ich hier, das wisst ihr alle auch selbst. :-)

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RoosterCogburn

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Bewertung7.5Sehenswert

Bei dem Filmtitel mag man ein Märchen vermuten, aber "Pans Labyrinth" ist kein Kinderfilm. Die fantastischen Wesen, die ihn bevölkern, entspringen vielmehr der Fantasie eines traumatisierten Kindes und nehmen entsprechend alptraumhafte Formen an. Bildgewaltig und eindrucksvoll wird eine einfache, aber symbolträchtige, Geschichte erzählt. Die surrealen Bilder von Ofelias Traumwelt wechseln sich ab mit den realen Bildern des Krieges, doch die sind nicht weniger eindringlich. Poesie trifft Gruselmär. Eine ungewöhnliche, sehenswerte Kombinantion!

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ReubenCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Jetzt hab ich mir die Filmbeschreibung durchgelesen, welche ja sehr ausführlich ist :(

Lohnt sich noch eine Sichtung oder wurde schon zu viel verraten ?

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ReubenCogburn

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Jau, guter Tipp - hast Recht, wenn man es so sieht.
Durch die Stimme aus dem Off, die am Anfang sagt, dass es einmal eine Prinzessin gab usw. nahm ich an es wäre so.


J4KOB

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kommt einen aber auch wirklich wie ein Märchen vor.
immernoch SPOILER!
Und es gibt ja auch viele Andeutungen darauf, dass einiges(/alles) doch real war. z.B. die Besserung der Krankheit der Mutter durch die Alraune und ihr Tod als sie dann verbrannt wird. ^^


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