Papillon

Papillon (1973), FR/US Laufzeit 150 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 20.12.1973

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Kritiker
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von Franklin J. Schaffner, mit Steve McQueen und Dustin Hoffman

Eingekerkert auf der berühmten Teufelsinsel ist Papillon besessen davon, freizukommen. Zusammen mit seinem Freund Dega sinnt er unablässig über die Flucht nach. Sein ungebrochener Lebenswille stemmt sich dagegen, von der grausamen Brutalität seiner Bewacher zermürbt zu werden.

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Kritiken (2) — Film: Papillon

Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] „Papillon“ strahlt permanent Leid aus, sei es das mitreißende Leid der Hauptfiguren, oder das der Filmcrew, die mit unheimlichem Aufwand eine Vielzahl gefährlicher wie spektakulärer Schauplätze einzufangen wusste. Dramaturgisch ist im Film nicht alles rund. Der einen oder anderen Etappe von Papillons beschwerlicher Reise hätte eine Kürzung durchaus gut getan, sei es wegen kleinen Kratzern im Spannungsbogen oder leichten Übertreibungen. Zudem wird man mit einem etwas abrupt wirkenden Ende zurückgelassen. Nichtsdestotrotz ist „Papillon“, eingekleidet von einer wunderhübschen Musik von Meister Jerry Goldsmith („Poltergeist“, „L.A. Confidential“) sicherlich einer der eindringlichsten, intensivsten Gefängnisausbruchsfilme.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alviesinger: bummelkino

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7.0Sehenswert

There is no escape or is there one? Steve McQueen geht bis an die Grenze des Erträglichen und darüber hinaus, Dustin Hoffman gibt fortwährend druckreife Statements ab und Franklin J. Schaffner schuf aus der Romanvorlage einen für damalige Verhältnisse bombastischen Blockbuster, der unter all dem Proporz und der Länge des Films leidet. Zudem gibt es einige Episoden, wie die auf Honduras, wenn McQueen bei den Eingeborenen wieder Kraft schöpfen darf - erinnert mit dem Score und der geschönten Exotik-Kulisse an die Tagesausflüge der erfolgreichen ZDF-endlos Serie "Traumschiff" - sowie das Overacting der "alten Herren" gegen Ende des Streifens, die dem positiven Gesamtbild von "Papillon" schaden. Manchmal ist weniger, dann doch mehr. Trotzdem ein Stück Filmgeschichte mit unvergessenen Quotes wie "I'm still here, you bastards" oder "Blame Is For God And Small Children.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

cannibal83

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Der Traumschiff-Vergleich trifft's sehr gut, trübte bei mir das Gesamtbild dennoch nicht.



Kommentare (58) — Film: Papillon


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Alienator

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der großen „Freiheits“-Filme

Lange bevor „Braveheart“ oder „Gladiator“ entstand gab es eine Zeit in den 70er des New Hollywood, die als Zeit des Aufbruchs gelten. Neue Wege wurden eingegangen, neue technische Mittel ausprobiert und etabliert, neue, mutige Erzählweisen wurden erfunden und es wurde viel ausprobiert. Auch Schaffner nahm ein im Prinzip sehr klassisches Thema, den Freiheitsdrang des Menschen unter allen Umständen und ein Hohelied auf die Individualität jedes Einzelnen und versetze diese Thematik in ein Setting was einerseits exotisch ist (da es uns als Normalbürger so fremd und fern vorkommt) und andererseits somit er auch hier per Unterhaltungsfilm eine Botschaft transportieren kann. Genau dasselbe Prinzip verwendete er schon bei seinem anderen Meisterstück „Planet der Affen“. Schaffner zelebriert hier die Freiheit als das höchste Gut was es zu besitzen und zu verteidigen gilt. Mehr noch. Er setzt hier die Individualität vor die Gemeinschaft. Jeder muss sich selbst treu sein und sich nicht unterkriegen lassen von der Gesellschaft. Nur dann erreicht man die Freiheit die man möchte. Man darf nicht in der Masse untergehen, sondern muss sich ihr stellen. Und wenn das bedeutet für eine zeitlang im Strom der anderen mitzuschwimmen, dass kann man das durchaus tun. Solang man weiß, dass das irgendwann ein Ende hat und man sich selbst hervorhebt aus der Masse und seine Freiheit geniessen kann. Dafür zu kämpfen lohnt es sich. Und das „Papillon“ hier auf eindrucksvolle Weise. Solche thematisch schwere Kost hätte es vor der Rebellion neuer Regisseure in Hollywood nur bedingt gegeben. Kubrick war so einer der das schon davor thematisch praktiziert hat. Aber erst Anfang der 70er ging es erst richtig los mit solchen Filmen. „Easy Rider“ war der Anfang, dann kam dieser Film, dann „Einer flog übers Kuckucksnest“ und ich hoffe die Liste lässt sich noch erweitern. Es darf niemals aufhören.
Der Clou war hier weiterhin, die Hauptrolle mit den Inbegriff der freiheitsliebenden „Coolness“ zu besetzen. Es gibt eben nur einen Steve McQueen und der spielt hier so fantastisch, dass man mit ihm mitfühlt. Seine Qual die er zu ertragen hat, die Umstände seiner Inhaftierung. Man spürt förmlich wie es schmerzt. Und Dustin Hoffman als Dega ist der perfekte Gegenpol zu McQueen stürmischem Wesen. Obwohl die deutsche Synchro manchmal nervte, machte das nichts aus die beiden gemeinsam auf der Leinwand zu bewundern. Was für eine Dynamik in ihren Interaktionen. Von leise bis laut ist alles vorhanden. Sämtliche Nebendarsteller sind perfekt für ihre Rollen. Hier besonders der verkannte Anthony Zerbe als leprakranker Anführer einer kleinen Gruppe. Die Ausstattung ist hervorragend und passt sich an jedes Setting an. Ein ganz großes Plus für diesen Film ist hier allerdings die geniale Musik von Schaffners Stammkomponisten Jerry Goldsmith. Mit diesem Soundtrack hat er einen Meilenstein in der Filmmusik entworfen. Noch besser als seinen OST zu „Planet der Affen“. Von exotischen Tönen bis hin zu atonalen Klängen ist alles vorhanden um den Film zu umschreiben.
Obwohl der Film die literarische Vorlage von Henri Carriere nicht komplett einfangen kann und auch teilweise den zeitlichen Ablauf verändert (obwohl ich glaube, Carriere hat auch selber ein paar Sachen dazugedichtet, aber seis drum), ist er dennoch ein großangelegtes Werk der in jede Filmsammlung gehören muss.

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cinram

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Der fantastische Jerry Goldsmith- ich kann sein Hauptthema aus diesem Film sofort abrufen: Sehnsuchtsklänge nach unerfüllter Freiheit!
Schöööön... :D


Alienator

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Herrlich, oder?


cpt. chaos

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Bewertung7.0Sehenswert

Der ungebrochene Freiheitsdrang eines Menschen, der zu Unrecht für eine Tat verurteilt wurde, ist das Kernthema dieses Gefängnisdramas aus dem Jahre 1973.
"Papillon" ist eine Anklage gegen das unbarmherzige und verachtungswürdige französische Justizsystem, welches sich in Französisch-Guyana von 1852 bis 1951 austobte. Entweder war es die Malaria, kerkerhafte Einzelhaft, die Menschenjäger, die die Flüchtenden zur Strecke brachten oder aber die Guillotine sorgte dafür, dass die Delinquenten frühzeitig von ihrer Pein erlöst wurden. Für einen Menschen, der Opfer eines Justizirrtums wurde, die wahre Hölle.

Die autobiographische Verfilmung beginnt mit der Erzählung in den 1930er Jahren.
Henri "Papillon" Charriere ist eine dieser armen Seelen, aber er verfügt über den unbeirrbaren Willen, aus der Strafgefangenenkolonie zu fliehen…

Zwei Superstars der 70er wie Steve McQueen und Dustin Hoffman vereint vor der Kamera bei ihrem Schauspiel erleben zu dürfen, ist schon eine wahre Freude!

Spoilerhaltige Anmerkung: Papillon, dem die Flucht tatsächlich gelang und der fortan bis an sein Lebensende in Freiheit verbrachte, verstarb paradoxerweise ausgerechnet im Produktionsjahr.

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Simon Moon

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Ein tolles, berührendes Epos mit zwei fantastisch aufspielenden Protagonisten.
P.S. Paradox würde ich das nicht nennen, das ist eher synchronistisch.


cpt. chaos

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Ja, das passt selbstverständlich auch...


KonTaicho

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Bewertung9.0Herausragend

Freiheit...um der Freiheit Willen.
Ganz groß!

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VisitorQ

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ich empfehle dann unbedingt gesprengte Ketten. Der Film ist der pure Wahnsinn. So unendlich cool. Und zwar nicht nur er sondern auch die anderen Schauspieler, das Drehbuch. Einfach alles.


KonTaicho

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Danke :)


Sebastian Shinoda

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Schonugslos dargestellt, mit klasse Schauspielerleistungen ... alles zusammen lässt eine unglaublich beklemmende Stimmung aufkommen. Meisterwerk!

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Filmfanatiker

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Bewertung7.0Sehenswert

Interessanter Film, der die unmenschlichen Vorkommnisse in Straflagern vor nicht mal allzu langer Zeit näher bringt. Dies ist mein erster Film, den ich mit Steve McQueen gesehen habe und muss sagen schade dass er leider zu früh verstorben ist. Werde mir weitere mit ihm ansehen, sind schon vorgemerkt. War sehr gut gespielt von ihm und Dustin Hoffmann, den ich vorher auch bisher nicht in solcher Rolle gesehen hab.

Der Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit wird großartig dargestellt, trotzdem hat der Film seine Längen.

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f-rex

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Bewertung6.5Ganz gut

Da ich das Buch sehr gut fand kann ich den Film leider nicht losgelöst von der Vorlage bewerten, daher "nur" 6,5.
Der Film wirkte sehr gehetzt und es blieb einfach zu viel auf der Strecke.

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Optimus Daim

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Den Bewertungen zufolge kann der Film nicht schlecht sein. Wenn man die Kommentare überfliegt ist es doch ein recht ansehnlicher Film der da zustande gekommen ist. Als Kind war ich fasziniert von den Film und bin es heute auch noch.

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DolphinMan

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Meisterwerk klassischer Filmkunst !!! Der Streifen schafft es den Zuschauer, mit Charakteren die man sofort ins Herz schliesst und (alb)traumhaften Kulissen direkt in seinen Bann zu ziehen. Dustin Hoffman und Steve McQueen spielen auf einem derart hohen Niveau, das man als Filmfan einfach begeistert sein muss. Besonders Steve McQueen hat mich überzeugt, die Szenen in denen er sich in Einzel bzw Isolationshaft befindet sind einfach unglaublich, ich habe selten so intensiv mit einer Figur mitgefühlt. Überhaupt ist es Papillons unbeugsamer Wille und die damit verbundene humane Botschaft, die ihn für mich so besonders macht. Ist und bleibt einer meiner Alltime Classics!

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Ener

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

SteveMcQueen zwar wie immer als echter harter Kerl, aber mal in einer ganz neuen Rolle. Zum einen wird er hart rangenommen, statt umgekehrt, zum anderen bekommt er sogar noch ein wenig die Show gestohlen: Vom wahnsinnig guten Dustin Hoffman. Der Rest auch noch schnell erklärt: Alles tip top, bis auf die heute etwas trashig wirkenden Gores. Damals zeigte das wohl Brutalität. Naja, weniger wichtig.

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loveissuicide

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr guter Klassiker. Trotz des Alters wirkt Papillon niemals verstaubt. McQueen und Hoffman spielen fantastisch! Ganz toll fand ich am Ende auch die Aufnahmen der verlassenen Gefängnisschaften.

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kobbold

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

ein meisterwerk. gerade die länge find eich richtig, man fühlt nach wie man ewig im knast verbringt und die wandlung der schauspieler ist einfach atemberaubend, vom menschen zum wrack.

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sam_ace_rothstein

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film mit sehr schönen Aufnahmen und einem hervorragenden Steve Mc Queen. Sicherlich einer der besseren Gefängnisfilme. Ich finde das die Darstellung des Knastlebens und die Strapazen der Gefangenen sehr realistisch und glaubwürdig dargestellt ist. Sehr gut fand ich, da der Film einen sehr grossen Zeitraum abdeckt, das Altern der Darsteller. Dustin Hoffman kann man beinahe zuschauen wie er seine Haare verliert. Solch eine Liebe zum Detail ist vorbildlich. Der Film ist 39 Jahre alt, muss sich aber vor anderen Gefängnisfilmen nicht verstecken. Ein zeitloser Klassiker.

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uncut123

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Bewertung9.5Herausragend

einfach ein klasikker..ich mag knastfilme ab den ich den sah.total krasser film und dustin spielt super

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Mrs. Wallace

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Unglaublich eindrucksvoller Film!Der Überlebenswillen und die Verbissenheit Papillons freizukommen ist kaum zu fassen! einer der besten Filme mit Steve McQueen.

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tobiasschoeler

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Bewertung9.5Herausragend

Großartig erzählte Geschichte über die "Hölle auf Erden". Gefangen im Dschungel von französisch Guayana bei brütender Hitze mit Aufsehern, die sich absolut erbarmungslos zeigen.
Steve McQueen's und Dustin Hoffman's Leistungen sind bis heute unvergessen. Die Musik ist unaufdringlich aber passgenau an den richtigen Stellen eingesetzt. Auch handwerklich bietet der Film absolute Perfektion.
Das ist ganz großes Kino!

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Nicki Minaj Lover

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

toller Klassiker
gute Schauspieler und ein wirklich ganz großer Film
schau ihn mir immer wieder gerne an

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cinram

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Großes Kino!
Steve McQueen und Dustin Hoffman spielen sich hier gegenseitig an die Wand!
Jeder der beiden Darsteller haucht seiner Rolle so viel Tiefe ein, daß man glaubt, beide ganau zu kennen!
Mich hat besonders das Ende fasziniert:
Hoffman hat nach all den Jahren auf den Inseln der französischen Strafkolonie Guyana resigniert, sich seinem Schicksal ergeben und ist gar z. T. dem Wahnsinn verfallen!
McQueen hingegen ist in dieser Zeit sichtlich gealtert (besonders augenfällig seine veränderten Körperbewegungen), hat aber dennoch nach größten Enttäuschungen und insgesamt sieben (!!!) Jahren Dunkelhaft den Willen zur Freiheit nicht verloren!
Als beide Freunde kurz davor sind, mittels Säcken, die sie mit Kokosnüssen gefüllt haben, von einer Klippe aus ins Meer, bzw. in die Freiheit zu springen, sagt Hoffman plötzlich seine Beteiligung an der Aktion ab und McQueen beruhigt ihn:
"Nein, Louis! Du brauchst mir gar nichts zu erklären!", worauf er springt!
Das sind Dialoge, die unter die Haut gehen und wenn ich wählen muß, welcher Gefängnisfilm mir am besten gefällt, nenne ich vor "Die Verurteilten" den Klassiker
"Papillon"!

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Filmkenner77

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Sehr schön. Mein liebster Film mit dem guten alten Steve.


GabbaGandalf

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr Zeitlos, sehr unvorhersehbar- aber auch sehr ergreifende Geschichten der beiden Protagonisten, wo man sich die dauernde Frage stellt, wie sie es schaffen so lange nicht verformt zu werden.

Großartig wie der Film vermittel immer wieder um die Freiheit zu kämpfen, obwohl links und rechts nur Verderben lauert :)

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doenef

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Überaus realistisches Gefangenenepos mit herausragenden schauspielerischen Leistungen,...Steve McQueen befindet sich bei dieser Rolle allerdings etwas weiter entfernt von den coolen Charakteren, die er sonst oft spielt, sei es in "Getaway" oder besonders dem überragenden "Bullitt"

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doctorgonzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Die Freiheit wird einem nicht gegeben, man muss sie nehmen"
Meret Oppenheim

Wie zynisch müsste ein solcher Ausspruch denen vorkommen, die hier in diesem Film verurteilt werden und unter extremen Bedingungen ihren Gefängnisalltag fristen. Nicht etwa, weil die Gefängnisinsassen gute Menschen wären, zu Unrecht verurteilt oder verraten.
Nein, die menschliche Tragödie entsteht einmal mehr aus der Unfähigkeit des Umgangs miteinander. Und das macht diese Geschichte so zeitlos. Es ist nicht unbedingt die Härte des Gefängnisalltags, es sind diese ganzen Schikanen, die zeigen, wie schwer sich eine Gesellschaft damit tut, wenn sie sich mit den Straftätern befassen muss.

In Zeiten, in denen in Internetforen und der Dummbatzbibel mit den vier Buchstaben die Todesstrafe für diesen und jenen und dies und das und hierfür und dafür gefordert wird, weil einfach die Menschen hinter diesen Forderungen weder willens noch fähig sind, den einen Schritt weiter zu denken, ist die Unfähigkeit des Umgangs mit den Verbrechern in unserer Gesellschaft kaum deutlicher zu erkennen. Nicht, dass man für Verbrecher eine Lanze brechen müsste, das wohl weniger, aber man müsste zu einem aktiven Denken aufrufen, bei einer Vielzahl von Themen.

Henri Charrières autobiographische Geschichte über den Willen zur Freiheit gerät hier ab und zu aus dem Fadenkreuz, wenn Regisseur Schaffner die Fluchtversuche stunttechnisch eindrucksvoll in Szene setzt, oder die detaillierten Kulissen und Landschaften einfängt.

Trotzdem dominieren Hoffman und natürlich vor allem McQueen die komplette Handlung. Beinahe manisch kämpft sich die Hauptfigur durch alle Widerstände und nach allen Rückschlägen wieder auf die Beine.
Keine Spur des so menschlichen Arrangierens mit gewissen Umständen. Die Dramaturgie profitiert ganz enorm vom Gegensatz ihrer Hauptfiguren und dem äußerst überzeugenden Miteinander der beiden Darsteller.

Dass man, dem Kinorahmen geschuldet, viele eindringliche Elemente des Buches unter den Tisch fallen ließ, fällt zwar negativ auf, ist aber längst nicht so ärgerlich wie bei zahlreichen neueren Literaturverfilmungen oder Remakes.

Ein in vielerlei Hinsicht beeindruckender Film, der in Sachen Botschaft und Figurenzeichnung weithin Einfluss hatte, kann man doch beispielsweise in Stephen Kings Kurzgeschichte "Rita Hayworth and the Shawshank redemption" einige Elemente wiederentdecken.

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