Parada
Parada (2011), HR/MK/SI/RS Laufzeit 115 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 13.09.2012
14 Bewertungen
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192 Bewertungen
27 Kommentare
Keine
von Srdjan Dragojevic und Srđan Dragojević, mit Nikola Kojo und Hristina Popovi
Parada ist ein serbischer Film, der sich mit dem Thema der Homophobie auseinander setzt.
Der Kriegsveteran Limun (Nikola Kojo) hat eine kriminelle Vergangenheit und ist Besitzer einer Sicherheitsfirma. Seine Verlobte Pearl plant eifrig die Hochzeit und hat den schwulen Hochzeitsplaner Mirko (Goran Jevtic) engagiert, damit bei ihrer Vermählung auch alles gelingt. Dummerweise ist Limun homophob und Mirko hat seine wüsten Beschimpfungen satt. Damit ihr Wedding Planer nicht kündigt, stellt Pearl ihrem Verlobten ein Ultimatum: Sie will, dass Limuns Firma die von Mirko und seinem Freund organisierte Gay-Pride-Parade in Belgrad beschützt, die massiven Anfeindungen ausgesetzt ist und von der Polizei keine Hilfe erwarten kann. Bei der Vorbereitung prallen schließlich Welten aufeinander. Keiner von Limuns Angestellten will die Homo-Parade beschützen. Und so begeben sich Limun und Mirkos Freund Radmilo in einem pinkfarbenen Mini Cooper auf die Suche nach Unterstützern für das mutige Projekt.
Hintergrund & Infos zu Parada
Der serbische Regisseur Srdjan Dragojevic landete mit seinem politisch völlig inkorrekten Film Parada einen wahren Überraschungserfolg. Auf der Berlinale 2012 wurde sein Film vom Publikum und von den Kritikern gefeiert. Parada gewann dort den Panorama-Publikumspreis. Obwohl es in der Tragikomödie um homosexuelle Aktivisten geht, gibt es im Film keine gleichgeschlechtlichen Sex-Szenen zu sehen – nicht einmal ein Kuss wird gezeigt. Der Regisseur nahm dazu Stellung: ‘Ich mag auch keine Hetero-Sexszenen und versuche sie in meinen Filmen zu vermeiden. Sie sind immer so gestellt und unecht. Bei Parada dachte ich, dass schon ein Kuss die Diskussion über den Film anführen würde, obwohl er wirklich unwichtig ist und es um etwas ganz anderes geht. Wenn man weiß wie, kann man Zuneigung zwischen zwei Menschen auch ohne Kuss oder Sexszene zeigen’ (Quelle: Neue Visionen Presseheft). (AP)
Mehr Bilder (12) und Videos (2) zu Parada
Cast & Crew
- Genre
- Drama, Komödie, Coming Out
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Kroatien, Serbien
- Handlung
- Coming out, Homophobie, Nachtklub für Schwule, Neo-Nazi, Parade, Rechte Szene, Rechtsradikale Vereinigungen, Rechtsradikalismus, Schwule Sex Szene, Schwulenszene, Schwuler, Skinhead
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Gutgelaunt
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Kritiken (12) — Film: Parada
Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschenMenschenrechte, Krieg und Frieden bringt "Parada" mühelos mit viel Irrwitz zusammen.
Publikumserwartungen aufzubauen und zu dekonstruieren, das ist hier das Strukturprinzip. Tempo- und ideenreich, bunt und schön und auch traurig.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenMit osteuropäischen Zoten kann man den Publikumspreis der Berlinale abstauben. Gut, eine echte Überraschung ist das beileibe nicht. Srdjan Dragojevics „Parada“ ist laut, grob, ordinär und nur bedingt lustig. Hier ist wenig neu, gelungen oder gar unterhaltsam. Diese überdrehte Tragikomödie bedient ganz üble Klischees um mit dümmlichen Gags beim Arthaus-Publikum auf Stimmenfang zu gehen. Und dank eines politisch „gewagten“ Settings wird dieses Schmierentheater vom „anspruchsvollen“ Publikum goutiert. Dabei sind die Figuren doof, das Drehbuch tranig und der Humor rangiert auf dem freitäglichen Comedy-Niveau der Privaten. Die Balkan-Blödelei kommt nie in Fahrt und wiederholt ihre Gags fast zwei Stunden lang ohne mit der Wimper zu zucken. Nur das konsequent brutale, wenn auch etwas rührselige Ende kann „Parada“ Pluspunkte bescheren. Insgesamt eine gehypte Prollnummer, die für Toleranz wirbt oder ihr plakatives Werben für eine Ethno-Kreisch-Comedy schamlos ausbeutet.
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BlueSquirrel Thu, 13 Sep 2012 21:42:31 -0000
Antwort löschenWar ja klar.
Claudia Nitsche: Radio Köln Claudia Nitsche: Radio Köln
Kommentar löschenParada ist Gesellschaftskritik mit Unterhaltungswert, einem intellektuellen Publikum aber zu wenig differenziert.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenParada [...] ist heftig derb in seinem Schwulenhass und Nationalismus. Aber irgendwie überlagern sich Homophobie, Sexismus, Nationalismus und religiöser Wahn. [...] Parada ist ein speziell jugoslawischer Käfig voller Narren [...].
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P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschen[D]er Humor von Parada [ist]ein kluger Drahtseilakt. Betrachtet man das frivole Spektakel genauer, überzeugt Dragojević nicht nur durch satirischen Witz, sondern auch durch Beobachtungsgabe.
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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio
Kommentar löschen"Parada" beherrscht so perfekt das Spiel mit den Stereotypen, dass seine Figuren stets noch ein Eigenleben entwickeln können. [...] Wie es sich für eine richtige Komödie gehört, schwebt die Tragik der Wirklichkeit über den Pirouetten der absurden Handlung.
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Tamara Danicic: Bayern 3 Tamara Danicic: Bayern 3
Kommentar löschenEine überdrehte, klischeestrotzende Komödie, in der Homos und Heteros ebenso wie einst verfeindete Völker zusammenkommen, ohne dass daraus echtes Verständnis erwächst.
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Hannah Pilarczyk: Spiegel Online Hannah Pilarczyk: Spiegel Online
Kommentar löschenLustvoll übertreibt es der Film mit den Klischees, bis sie ineinander verschwimmen. [... Parada gelingt es,] im gemeinsamen Lachen ein utopisches Moment zu schaffen, in dem alles möglich erscheint. Sogar die Freundschaft zwischen einem schwulen Dichter und einem homophoben Kriegsheld.
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Bernd Buder: film-dienst Bernd Buder: film-dienst
Kommentar löschenParada macht sich über ihre männlichen Rituale [der Veteranen] lustig, stellt sie aber nicht in Frage, womit der schmutzige Krieg fast schon zum sportlichen Ereignis wird, zur „Buddy“-Basis, von der aus sich die Saulusse erst auf ihren Weg zu Paulussen machen können. [...] Mit dem homoerotischen Miteinander von Ex-Kämpfern und Schwulen begibt sich Parada auf eine moralische Gratwanderung [...].
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Oliver Kaever: Programmkino Oliver Kaever: Programmkino
Kommentar löschenMit entsprechend deftigen Überzeichnungen und Typisierungen arbeitet Dragojeviæ in Parada. Feine Ironie ist seine Sache nicht, eher setzt er auf satte und auch platte Gags, die zum Teil nicht mehr taufrisch wirken.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenIm fetzigen Stil eines Kusturica hat Dragojevic mit Parada eine Komödie hingepfeffert, die es in sich hat. Sie ist lustig und derb zugleich, reichlich grob, dazu überspitzt, aber originell und temporeich, keine Sekunde langweilig.
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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschenGanz dem typisch überdrehten Balkan-Kino folgend, erzählt Dragojevic Parada mit viel Klamauk und Situationskomik. Wie ernst der reale Hintergrund des Films ist wird dabei allerdings nie vergessen und sorgt für die Balance zwischen Komödie und Drama, die Parada erst wirklich bemerkenswert macht.
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Kommentare (15) — Film: Parada
EasyPauly Fri, 10 May 2013 20:56:51 -0000
Kommentar löschenWer hier nicht Lachen kann, sollte sich ernsthaft Vitaminpräparate bei seinem Dealer besorgen!!^^
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serbiantransporter Tue, 12 Mar 2013 20:58:10 -0000
Kommentar löschenIch habe den Film nicht in deutscher Sprache sondern im O-Ton, also auf serbo-kroatisch gesehen. Da der Balkan meine Heimat ist und ich natürlich in dieser Kultur aufgewachsen bin war es für mich erfrischend einen Film zu sehen, der mal zeigt, wie es zwischen vielen Cetniks, Ustasas und so weiter wirklich ist - hinter der Fassade nämlich ziemlich freundschaftlich. ;)
(Gibt nur selten jemand zu, hehe!)
Weiter zum Film. Von hoher Komik bis hin zur vorprogrammierten Panik ist alles drin. Natürlich bedient sich der Film vieler Klischees, aber gerade dieser Fakt gibt dem Film seine lustigen Momente. Besonders, wenn es um das pinke Auto geht. ;)
Ich kann mir schon vorstellen, dass bestimmte Witze in der deutschen Sprache einfach nicht funktionieren. Eins der bekanntesten Balkanlieder wird plötzlich von allen im Auto befindlichen Völkergruppen angestimmt und gesungen, obwohl ein paar von ihnen es, wenn es nach ihrer Gesinnung geht, nicht singen dürften. :D
Ich wünsche euch viel Spaß beim Film!
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HamZta Fri, 28 Dec 2012 18:07:21 -0000
Kommentar löschenEine schöne Mischung aus Humor, Gesellschaftskritik und Dramatik.
Da ich ihn in einer Sneak sah, war mein erster Eindruck "Och nööö". Am Ende des Abends war ich zufrieden und glücklich ihn gesehen zu haben. War gut anzuschauen.
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Sozionaut Thu, 18 Oct 2012 14:03:41 -0000
Kommentar löschenTaskforce aus einem Tschetnik, einem Ustascha, einem bosniakischen Dschihadisten und einem UÇK soll eine Gay Parade in Belgrad schützen. Währenddessen entdecken diese harten Kerle und geliebte Feind-Freunde aus Kriegszeiten ihre sanfte und feminine Seite. Ein selten dämlicher Film.
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marcus-wagenknecht Wed, 10 Oct 2012 05:49:47 -0000
Kommentar löschenDie Überzeichnung des Konflikts zwischen gay und straight hilft, das Thema wieder ernst zu nehmen. Der Balkan ist immer noch Kriegsgebiet. Dieser Krieg ist als Komödie besser zu ertragen.
Für eine Komödie war mein Kloß im Hals erstaunlich groß!
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arnd1964 Mon, 08 Oct 2012 09:11:55 -0000
Kommentar löschenEin wirklich verstörender Film...wie gute s uns doch geht in Deutschland!
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Mac_C_Tiro Sat, 06 Oct 2012 20:36:17 -0000
Kommentar löschenZum einen kommt man, so man denn Dragojević und seine Einstellung zum Thema kennt, nicht umhin anzuerkennen das die Grundmotivation zur Entseheung von "Parada" eine noble weil aufklärerische war. Zum anderen liegt aber gerade hier die Crux des Ganzen, denn genau eines tut das fertige "Meisterwerk" so gut wie gar nicht, aufklären! 90 Minuten flachen Prollhumors, verbreitet von klischeehaften Paradiesvögelchen und 80er Jahre Machos und nur kurzzeitig unterbrochen (einmal am Anfang, ein weiteres Mal am Ende) von dummer Brutalität und melodramatischer Rührseligkeit.. das soll aufklären? Das soll ein Bewußtsein für die Probleme der schwulen und lesbischen Serben und Kroaten im eigenen Land schaffen? Man weiß nicht ob man lachen oder weinen soll.... -.- Ohne das Ende würde der Film immerhin als tiefenlose Komödie funktionieren, daher 4,5 Punkte.
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Janus Winter Sun, 23 Sep 2012 15:28:39 -0000
Kommentar löschenPARADA aus den Augen der Berliner Großstadtschwuppe zu beurteilen ist wahrscheinlich kann nicht gutgehen. Er ist wahnsinnig schlicht und wahnsinnig stereotyp, aber was zählt und sowieso viel wichtiger ist, ist wie er bei seinen Landsleuten ankommt. Für mich zählt die Take-Home-Message, also kneife ich alle Hühneraugen zu und vergebe moderate, aber gut gemeinte sechs Punkte.
Bunnyfaktor: 2 (die Premiere im Freiluftkino Fhain ist schon etwas länger her, ich erinnere mich an kein einziges Bunny)
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FranklinFlyer Sun, 16 Sep 2012 08:29:16 -0000
Kommentar löschenGut gemeinte Klischeeparade.
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MrTrombone Wed, 12 Sep 2012 12:45:43 -0000
Kommentar löschenEine leicht klamaukige Tragikomödie, die mit angenehm verspielter Art sich dem heiklen Thema der Intoleranz annimmt. Was in Deutschland krampfhaft aufgesetzt wirken würde, funktioniert hier recht gut. Leider hat Parada von allem etwas "too much": Nur tuntige Homosexuelle, kahlgeschorene Nazis, sadistisch-korrupte Polizisten und eine Völkerverständigung von ehemaligen Kriegsgegnern. Gleichwohl ein sehenswertes Projekt.
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nullpunkt Tue, 11 Sep 2012 08:07:23 -0000
Kommentar löschenHerrlich, Nikola Kojo - der serbische 'Kim Bodnia' :)
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Sheeeeep Tue, 11 Sep 2012 07:18:42 -0000
Kommentar löschenNein, es handelt sich hierbei nicht um ein schlechtes Imitat einer bekannten Firma, welches in orientalischen Gebieten zu finden ist - es handelt sich um eine serbokroatische Co-Produktion.
Der Stoff hätte einiges hergeben, so ist die Lage mit Homosexuellen ist diesen Länder doch noch wesentlich gespannter und aggressiver als in vielen Westseuropäischen Ländern. Doch die bis auf die letzten 5 Minuten setzt man auf viel Klamauk und ein paar wenige flotte Sprüche, um dann am Ende schlagartig ernste Töne und Kritik an der Homophobie in diesen Ländern anzubringen. Eine unausgegorene Mischung mit größtenteils schwachen Witzen - NEXT!
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RolyK Tue, 11 Sep 2012 00:03:09 -0000
Kommentar löschenEinige Lacher zu Beginn des Filmes bauten die Stimmung gut genug auf, dass man gegen Ende nicht völlig geschockt blieb. Harter Stoff, gut verkauft.
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Kevin2803 Mon, 27 Aug 2012 22:22:15 -0000
Kommentar löschenFand ich sehr toll und berührend und viele Szenen zwischen den Heteros und den Schwulen waren gar nicht mal so unrealistisch. Es gab viel zu lachen, die Charaktere waren sehr sympathisch und das Ende hat mir auch gut gefallen. Eine schöne Mischung aus Komödie und Drama.
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JaywalkerHB Mon, 13 Aug 2012 23:03:11 -0000
Kommentar löschenGesneaked.
(Kann Spoiler enthalten)
Wurde von meinem lokalen Kino auf Facebook als schwarze Komödie ab 16 angekündigt, die viele Preise auf Filmfestivals gewonnen hat. Hatte mir daher etwas anderes erhofft, als was ich letztendlich bekam. Schwarzer Humor findet hier nur teilweise statt. Zu oft wird versucht die Leute durch tausend mal genutzte Tricks wie blöd-drein-guckende Hunde, cholerische Ehefrauen und tuntige Schwule zum Lachen zu bringen. Gerade in der ersten Hälfte von "Parada" kam ich mir vor wie in einer x-beliebigen Romantic Comedy. Erst der Road-Trip durchs ehemalige Jugoslawien und das Rekrutieren der Gefährten bringt wieder ein bisschen Schwung in die Sache und sorgt für die meisten Lacher. Am Ende wird ein bisschen zu sehr mit der Moral-Keule geschwungen und es wird extrem kitschig. Natürlich wird Schulter an Schulter gegen eine Übermacht an Neonazis gekämpft, natürlich wechselt der verlorene Sohn im Kampf wieder zu den Guten und natürlich haben viele der anfangs homophoben Charaktäre am Ende die Erleuchtung "Ihr seid ja eigentlich genauso Menschen wie wir!". Auch wenn dem Regisseur die Wahl eines so hochbrisanten Themas und dem Versuch dieses humoristisch aufzuarbeiten, hoch angerechnet werden muss, steht für mich am Ende das Fazit "Gut gemeint, aber im Endeffekt zu nett und beliebig".
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midesp Thu, 07 Mar 2013 13:24:50 -0000
Antwort löschenIch finde, ganz im Gegensatz zu dir, dass der Film nur so von Sarkasmus und schwarzem Humor protzt. Allerdings habe ich ihn auch in Originalsprache gesehen, daher kann es sein dass die deutsche Übersetzung einfach nicht richtig hingehauen hat, was man leider bei sehr vielen Filmen merkt. Die machen sich da nicht immer die Mühe.