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Paradies: Liebe - Kritik
AT/DE/FR 2012 Laufzeit 121 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 03.01.2013
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Kritiken (20) — Film: Paradies: Liebe
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Seidls (Pseudo)Doku ist ein Werk voller Traurigkeit, in dem die Bezeichnung „Paradies“ genauso unerreichbar bleibt wie reine, bedingungslose Liebe. Das hat nicht nur die entlarvende Reaktion, dass der Betrachter sich als Voyeur immer deutlicher selbstertappt und nicht selten vor (Fremd)Scham die Augen vor der Wahrheit verschließen will, es ist auch die radikale Konsequenz, die trotz ihrer Unmittelbarkeit, die Hauptfigur mit viel Ruhe ausleuchtet und dem Zuschauer den Spiegel entgegenhält. Ein schmerzhafter Urlaubstrip ins sonnige Afrika.
Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten
Punsha Thu, 21 Feb 2013 17:58:09 -0000
Antwort löschenDer Barkeeper hatte mein tiefstes Mitgefühl.
Deathpool Thu, 21 Feb 2013 17:58:58 -0000
Antwort löschenIst vorgemerkt, find es immer gut wenn man dem Zuschauer den Spiegel vorhält.
SoulReaver Thu, 21 Feb 2013 18:03:54 -0000
Antwort löschen"Die Neger haben eine ganz besondere Haut. Riecht wie Kokosnüsse."
Jenny von T Thu, 21 Feb 2013 20:03:51 -0000
Antwort löschenZynisch? Das ist der Film gerade nicht.
SoulReaver Thu, 21 Feb 2013 20:17:25 -0000
Antwort löschenWohl eher sarkastisch.
Jenny von T Thu, 21 Feb 2013 20:25:00 -0000
Antwort löschenAuszug aus einer Doku über Seidl, die ich letztens erst gesehen habe:
"Zyniker, Voyeur, Sozialpornograph, Menschenverächter - das sind nur einige der Attribute, die Ulrich Seidl im Laufe seiner Karriere zugeschrieben wurden.
[Dazu dann Seidl selbst:]
"Ich bin natürlich das Gegenteil, weil ich würde mir sonst nicht die Zeit und Mühe nehmen, Geschichten so zu erzählen und so lange daran zu arbeiten." "
In Filmen nimmt man manchmal Dinge als Satire wahr, die einfach nur unglaublich gut beobachtet sind. Vielleicht ein klein wenig zugespitzt, aber keinesfalls zynisch in ihrer Absicht. Da muss man wirklich ganz genau hinsehen, und Seidl fordert einen dazu heraus wie kein zweiter Regisseur, den ich kenne.
SoulReaver Thu, 21 Feb 2013 20:29:33 -0000
Antwort löschenZynismus war wohl wirklich die falsche Wortwahl, bei meinem Sarkasmus werde ich aber vorerst bleiben - allein der Filmtitel geht schon in die Richtung - vielleicht sehe ich das bei der zweiten Sichtung wiederum anders. Wie oft hast du den denn schon gesehen? :)
Jenny von T Thu, 21 Feb 2013 20:34:59 -0000
Antwort löschenSeidl spielt natürlich ein wenig damit und nimmt entsprechende Brandmarkungen in Kauf, weil er eben unübersehbar auch Provokateur ist. Trotzdem sollte man ihm gegenüber fair bleiben und genau begutachten, wie wohl was letztendlich gemeint ist. Der Titel des Films deutet für mich einen eher allgemein sozialkritischen Ton an, aber es ist keineswegs so, dass Seidl sich über Einzelschicksale lustig macht.
Habe den Film einmal gesehen, bin aber Seidl-erprobt. Glaube ich.
SoulReaver Thu, 21 Feb 2013 20:38:53 -0000
Antwort löschenIch denke schon, dass ich ihm gegenüber fair bin und ich würde auch nie behaupten, dass er sich über die Figuren lustig macht oder - abwertend -mit dem Finger auf sie zeigt. "Sozialpornograph" und "Menschenverächter" ist ja eh Quatsch.
Jenny von T Thu, 21 Feb 2013 20:42:23 -0000
Antwort löschenIch verstehe es so, dass Seidl gerade nicht sagt: "Du bist minderwertig, weil du dich so oder verhältst!", sondern er fragt, was in unserer Gesellschaft schiefläuft, dass Menschen so verzweifelt werden. Der Zeigefinger ist damit also eher auf UNS gerichtet.
SoulReaver Thu, 21 Feb 2013 20:45:59 -0000
Antwort löschenWie ich sagte, er hält der Gesellschaft (dem Zuschauer) den Spiegel vor die Nase und konfrontiert sie/ihm mit bestimmten Ecken, die WIR immer von uns schieben wollen, in Wahrheit aber doch alle Teil von diesem "Elend" sind, auch wenn er wir das nicht einsehen/akzeptieren wollen.
Jenny von T Thu, 21 Feb 2013 20:53:50 -0000
Antwort löschenDann kann er aber nicht gleichzeitig auch sarkastisch/zynisch gegenüber seinen Figuren sein, und darum ging es ja.
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SoulReaver Thu, 21 Feb 2013 20:56:36 -0000
Antwort löschenVerdammt, damit würde ich mir ja tatsächlich selber widersprechen. Da hast du wohl Recht. Jetzt muss ich das wohl nochmal umschreiben. :/
mariega Fri, 22 Feb 2013 00:03:21 -0000
Antwort löschenAls ich mal in Kuba war, sprach ich mit einem älteren Kubaner, der so aussah, als ob er direkt aus dem "buena vista social club" kommen würde. Als er merkte, dass ich mehrere Sprachen beherrsche, fragte er mich, ob ich viel reisen würde. Ich antwortete, dass ich das Glück habe es zu tun. Dann bat er mich, (immer wenn ich diese Geschichte erzähle, bekomme ich die Gänsehaut) sein rechtes Auge mitzunehmen, das andere würde er noch zum weinen brauchen, und die Welt für ihn anzuschauen. Seitdem fühle ich mich verpflichtet, alles anzuschauen was ich kann, und erstmal ohne zu beurteilen, nur um zu berichten. Ich kann mir vorstellen, dass es Seidl so ähnlich geht. Er ist das Auge, mehr nicht. Er sieht und berichtet, das ist seine Pflicht.
Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel
Kommentar löschenParadies: Liebe ist gebaut als Lehrstück, das Problem dabei nur, dass es hier nichts zu lernen gibt außer Banalitäten über Rassismus, Macht und Geld. So schleppt sich der durchsichtig konstruierte Plot quälend dahin.
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Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info... Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info...
Kommentar löschenIn [manchen] Momenten manifestiert sich die typisch seidlsche Liaison zwischen bitterem, fast zynischem Sarkasmus, Komik und tiefer Traurigkeit: Die Kamera, die die Totalen bevorzugt, blendet nicht schamhaft oder verklärend ab, sondern lässt die Zuschauer bis zur letzten Konsequenz am Geschehen teilhaben.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenDie an Originalschauplätzen mit Schauspielern und Laien ohne vorgegebenen Text improvisierten Szenen mit streng kadrierten Personenbildern sind vereinzelt sehr stark in ihrer Mischung aus Schockierendem und Erbärmlichen, für das man sich doch noch erbarmen kann. Sie erschöpfen sich allerdings in Wiederholung.
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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung
Kommentar löschenAuch Paradies: Liebe ist in der von Ulrich Seidl bekannten Form inszeniert und bewegt sich einmal mehr an der Schnittstelle von dokumentarisch anmutender Beobachtung, sarkastischer Realsatire und bitterer Gesellschaftskritik.
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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR
Kommentar löschenParadies: Liebe handelt weder vom Paradies noch von der Liebe, sondern von Bedürftigen, die in schäbigen Wellblechsiedlungen und düsteren Zimmerchen einander ausbeuten. Seidls Größe besteht darin, in jeder Szene von den Verhältnissen hinter den Bildern zu erzählen. Gerade dadurch behalten seine Figuren ihre Würde.
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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR
Kommentar löschenEin fiktiver Film, der absolut dokumentarisch wirkt und der unangenehm bewusst macht, wie Sex-TouristInnen letztlich aus der Not in Dritte-Welt-Ländern Kapital schlagen.
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Sabine Vogel: Berliner Zeitung Sabine Vogel: Berliner Zeitung
Kommentar löschenDamit beginnt dieser ungeheuer starke Film von Ulrich Seidl: Ein Standbild zeigt körperlich und geistig behinderte Menschen, die je in einem Boxauto sitzen. Und rumms geht es los: Die lämpchenbunte Kirmes-Autoscooterbahn setzt sich in Bewegung, ein höllisch fröhliches Kreischen und Quietschen und Zusammenbumsen hebt an. Und bricht jäh wieder ab, als Teresa wie eine Dompteurin vom Rande aus das Signal dazu gibt.
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Claudia Lenssen: epd Film Claudia Lenssen: epd Film
Kommentar löschenAuch Paradies: Liebe [...] ist in Seidls stilistischer Handschrift zum plastisch grellen Traktat überhöht. Hochintensive Schauspielarbeit zwischen professionellen und Laiendarstellern raut die Oberfläche an. Dabei strukturieren die präzise komponierten Tableaus und entschleunigten Erzähltempi die improvisierten Spielszenen zu Modellanordnungen.
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Cristina Nord: taz Cristina Nord: taz
Kommentar löschenSo virtuos Paradies: Liebe im Einzelnen inszeniert ist, etwa in den Einstellungen, in denen Teresa auf der Bettstatt unterm Moskitonetz döst, als sei sie Goyas schöne Nackte, so bleibt doch ein Unbehagen, denn die Figuren [...] erscheinen ein klein wenig zu klar konturiert in ihrer Not.
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Jörg Schöning
Kommentar löschenSeidl hat es der Grazer Schauspielerin Margarethe Tiesel zu verdanken, dass man an seiner Teresa dann doch irgendwie Anteil nimmt. Streng bis zur Verhärmung, die sich zuweilen in albernem Giggeln und Kleinkindersprache auflöst, dabei naiv und egozentrisch, kann die monströse Figur dadurch Empathie für sich wecken, indem sie den Fremden tatsächlich als Fremde entgegentritt.
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Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln
Kommentar löschenEinen großen Gewinn für Paradies: Liebe stellt die Schauspielerin Margarethe Tiesel dar, die sich völlig uneitel vor der Kamera zeigt und auch einen Blick in die Seele einer vom Leben verletzten Frau zulässt.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenParadies: Liebe" ist der erste Teil einer Trilogie des Österreichers Ulrich Seidl und in jeder Hinsicht ein starker Auftakt. Aus wertneutraler Distanz, mit dokumentarischer Schärfe und bitterbösem Witz erzählt er von Abgründigkeiten, die man wohl lieber verdrängen würde. Er kann sich dabei ganz auf seine treffliche Hauptdarstellerin verlassen, die mit Mut zur Hässlichkeit und Intimität alle Seiten ihrer ambivalenten Figur hemmungslos ausspielt. Ungeniert zeigt sie ihren nackten, massigen Körper samt Hängebrüsten, Schwabbelbauch, fettem Po und dicken Schenkeln, - mit beschämenden, latent rassistischen Witzeleien desavouiert sie sich als einfältige Törin. Und doch berührt sie einen auch in stillen Momenten als eine sehr einsame, verletzbare Frau.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenEs ist ein grausamer, abschreckender, schamloser, aber wohl auch ein wirklichkeitsnaher, notwendiger, interessanter, lehrreich-nützlicher Film.
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Oliver Kaever: Programmkino Oliver Kaever: Programmkino
Kommentar löschenDass es in kenianischen Urlaubsressorts genauso zugeht, glaubt man auf der Stelle. Lediglich so explizit beschrieben wurde es noch nicht. Insofern bebildert Seidl hier oft das Offensichtliche und droht sich zu wiederholen.
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Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenParadies: Liebe ist ein äußerst gelungener Film - gezielte Provokation, kalkulierter Tabubruch und ein fesselnder Blick auf jene Bereiche des Lebens, über die man normalerweise hinwegblickt. Ulrich Seidl gelingt es ausgezeichnet seinen ihm eigenen Stil in eine exotische Location zu transportieren und dank dem grandiosen Zusammenspiel zwischen Schauspielprofis und Laien, sowie dem Mut zur Improvisation ist Pradies: Liebe ein sehr frischer und unbequemer Film geworden, den man sich ansehen sollte.
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Simon Eberhard: Outnow.ch Simon Eberhard: Outnow.ch
Kommentar löschenGerade durch die lakonisch distanzierte Inszenierung schafft es Seidl, des Zuschauers Distanz zum Geschehen zu brechen. Er zeichnet ein deprimierendes, aber überzeugendes Bild des Sextourismus in Afrika und lässt nicht kalt.
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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel
Kommentar löschenSeidl guckt wie immer roh auf das Rohe. „Paradies: Liebe“ ist so nackt wie seine ausgestellten Körper.
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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse
Kommentar löschenEin Film voll starker Bilder und widerstreitender Emotionen.
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Michael Sennhauser: Sennhausers Filmblog Michael Sennhauser: Sennhausers Filmblog
Kommentar löschenAlles ist so satirisch überzeichnet wie wahrscheinlich wirklichkeitsgetreu wiedergegeben. Das ist ja das Höllische bei Seidl, dass auch seine gemachten Bilder immer direkt aus der Wirklichkeit stammen.
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Kommentare (23) — Film: Paradies: Liebe
antaris Thu, 04 Apr 2013 11:20:58 -0000
Kommentar löschenUlrich Seidl gehört zu den erbarmungslosesten Regisseuren, die ich kenne. Schlimm sind seine Filme für mich aus zweierlei Hinsicht: 1. Sie zeigen die Wahrheit. 2. Sie geben keine Antworten.
In Paradies: Liebe reist die Österreicherin Teresa, die um die 50 Jahre alt sein wird, nach Kenia. Das Präludium des Films zeigt sie vor dem Abflug als sie Tochter und Katze zur Aufsicht abgibt. Ihr Leben ist irgendwie trostlos gewöhnlich, verstärkt noch durch die fahle Farbgestaltung. Nach der Einblendung des Titels verändert sich die Szenerie: Bunte Farben des Hotels, schrille Sommerkleidchen der Hauptdarstellerin, Palmen, Sand, Ozean und natürlich die exotischen Einheimischen, in die man nur so reinbeißen möchte (laut Hotelgenossin). Die Affen kommen bis zum Balkon und die schönen, agilen “Neger” (das ist ein Zitat!), die “Jambo, Jambo” 200 Mal am Tag sagen und für die alles “Hakuna matata” ist, kommen auch fast an die Liegen der Touristen. “Das Fremde ist ja das Interessante” erklärt eine Bekannte Teresa im Hotel, die ihrem Moussa sogar ein Moped gekauft hat. Die molligen blassen Österreicherinnen sind hier um ein Liebesabenteuer zu erleben, eine paradiesische Affäre mit einem knackigen, muskulösen Schwarzen, die ihnen in ihrer tristen westeuropäischen Einöde verwehrt bleibt. Der Rassismus, der in dieser Faszination steckt, ist über weite Teile kaum noch erträglich. Mehrere Male zog sich mir die Kehle zusammen, weil ich so viel Verachtung einfach nicht ertragen kann.
[...]
Ich bin aus dem Kino gegangen und habe mich schuldig gefühlt. Weshalb genau weiß ich noch nicht… Aber dieser Film zeigt nicht das Paradies, sondern den status quo nach dem Sündenfall.
(die ganze Review gibt's auf http://bit.ly/14GsqTI)
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Janus Winter Wed, 06 Mar 2013 01:07:47 -0000
Kommentar löschenKaum zu ertragen.
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arnd1964 Mon, 11 Feb 2013 09:46:45 -0000
Kommentar löschenVorsicht, ein sehr verstörender Film!
Ich mag verstörende Filme :-)
Es geht um Prostitution: diesmal sind die Geschlechterrollen verkehrt, ältere österreichische Frauen kaufen sich mehr oder weniger direkt junge kenianische Männer.
Der Film zeigt das ganze Elend: die Armut und fehlende Bildung der Prostituierten, die Verklemmtheit, Liebesunfähigkeit und Komplexe der sexkaufenden Frauen.
Der Film tut weh, schaut ganz genau hin, bleibt noch mehrere Tage im Kopf.
Prostitution ist einfach armselig, wie unsensibel und gestört muss man sein, wenn man Sex sucht, bei dem der/die eine an Sex denkt und der/die andere an Geld??? Wer braucht denn sowas?
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Roco De Long Mon, 11 Feb 2013 12:50:27 -0000
Antwort löschenSeien wir froh, dass wir es nicht brauchen...
Ich denke allerdings nicht, dass der Film die Frauen als unsensibel und gestört darstellen will. Beziehungsweise gestört vielleicht schon (so wie quasi jeder emotional irgendwie "gestört" ist). Unsensibel ganz sicher nicht.
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arnd1964 Wed, 06 Mar 2013 15:49:30 -0000
Antwort löschenNatürlich habe ich den Film gesehen, sonst würde ich hier keinen Kommentar schreiben.
Mit "unsensibel" meine ich, dass die Hauptfigur keinerlei Mitgefühl für die materielle Notlage der sich prostituierenden Kenianer zeigt sondern nur an sich denkt, "egozentrisch" wäre vielleicht das passendere Wort.
Janus Winter Thu, 07 Mar 2013 03:06:21 -0000
Antwort löschenMein Kommentar bezog sich auf Rocos Kommentar. Aber jetzt lese ich gerade, dass ich ihm ja eher zustimme. Ich war wohl ein wenig neben der Spur, als ich das geschrieben habe. Ich werde es löschen wegen Sinnlosigkeit. ;)
Egozentrisch trifft wahrscheinlich eher, was du meinst. Das fand ich auch sehr irritierend. Dass sie sich in diesem ganzen Elend fallen lassen konnte in diese bizarre egomanische Urlaubs-Touri-Welt. Auf einem Auge blind. Es gab allerdings eine Szene, die in dieses Bild nicht reingepasst hat. Nämlich bei ihrem ersten Sexdate. Sie wirkte die ganze Zeit total fasziniert und locker, dann verließ sie der Stricher um Drogen zu besorgen. Und in dem Moment, wo er aus ihrem Blickfeld verschwunden war, fiel die Entspanntheit, das Lächeln aus ihrem Gesicht und sie war plötzlich ganz ernst und fast besorgt. Das fühlt sich für mich heute noch wie ein Regiefehler an, wenn ich daran zurückdenke. Plötzlich war da etwas da, dass die ganze Touristen-Fassade plötzlich in Frage stellte. Wozu sollte sie im Urlaub Frohsinn und oberflächlichen Genuss "vortäuschen"? Mich würde wirklich interessieren, ob Seidl das absichtlich eingebaut hat.
Roco De Long Sun, 10 Feb 2013 23:14:04 -0000
Kommentar löschenDie besten "deutschen Filme" machen nach wie vor die Ösis. Man weiß eigentlich nie, ob man über die Absurdität lachen, über das Leben der Figuren traurig oder über das Gesamtbild verstört sein soll. Alles pass(ier)t zusammen und entwirft eine ganz eigene Realität. Nie gibt einem Seidl auch nur den kleinsten Hinweis und bleibt bedingungslos wertungsfrei. Er lässt das Leben die Arbeit machen, denn das ist schon lustig, traurig und absurd genug. Die Betonkamera liefert meisterliche Bildkompositionen des Grotesken, das man mit einer Mischung aus Mitleid und Fremdscham teilweise einfach durchstehen muss. Wenn einem der Sinn danach steht. Diese Konsequenz ist anstrengend und man muss sie nicht mögen, aber in ihrer Gesamtwirkung ist sie auch irgendwie genial.
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Windom Earle Mon, 11 Feb 2013 20:38:44 -0000
Antwort löschenMittwoch die komplette Paradies-Trilogie in der AdK mit anschließendem Gespräch mit Seidl. Aber natürlich ausverkauft... Hab für Samstag auch ne Berlinale-Akkreditierung, lass mal Freitag früh Filme holen!
Roco De Long Wed, 13 Feb 2013 10:28:06 -0000
Antwort löschenHeute früh wollte ich ja auch Karten holen. Jetzt schwank ich durch die Wohnung. Aber nee, die nächsten Tage nochmal reinhauen!
a_krueger Sat, 09 Feb 2013 14:55:39 -0000
Kommentar löschenLange nicht mehr so gelacht im Kino. Es ist schön als Zuschauer die Tragik von Filmfiguren von anfang an zu begreifen und die Protagonisten des Films dann gnadenlos an ihren Wünschen scheitern zu sehen. Ästhetisch klar und einfach, was ich so am deutschsprachigen Film schätze und inhaltlich so konsequent wie ein koreanischer Thriller. Großes Kino im kleinen Urlaubsresort.
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loveissuicide Fri, 25 Jan 2013 05:54:07 -0000
Kommentar löschenSextourismus mal von der anderen Seite. Wenn alte Männer sich für Geld junge Dinger gönnen, so ist das fast schon normal, die umgekehrte Variante wird von der Gesellschaft eigentlich nicht beachtet, deshalb hat der Film durchaus seine Existenzberechtigung. Teresa fährt aber nicht nach Kenia, um sich Sex zu kaufen, sondern die Liebe zu finden. Hier beginnen aber in meinen Augen die Probleme. Oke, man kann ja anfangs vielleicht noch sehr naiv sein und glauben, dass die Männer sich in Teresa verlieben, aber irgendwann beginnt die Verzweifelte völlig irrational und dumm zu handeln. Die Männer wollen ihr Geld und sagen ihr das völlig unverblümt ins Gesicht, und sie gibt es ihnen, auch ist das Zögern nur sehr kurz, als sie ständig mehr verlangen. Deswegen ist für mich die Rolle der Teresa total unsympathisch und ich will, dass es ihr schlecht geht. So blauäugig kann doch niemand sein in dem Alter. Man muß aber zugeben, dass Margarethe Tiesel diese Rolle hervorragend spielt. Sowas muß man erst mal bringen können! Die letzten beiden Szenen waren dann eher unangenehm und tragikomisch, vor allem die Geburtstagsparty hätte man in der Form nicht unbedingt zeigen müssen. Aber oke, Blick in die Seelen der Frauen und zeigen, wie es wirklich ist, schon klar. Kann man verkraften. Die Flut an Auszeichnungen kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Provokation und das Brechen von Sehgewohnheiten allein ist mir für einen Topfilm zu wenig. Seidls Hundstage gefiel mir da um Welten besser. Bin dennoch auf Glaube und Hoffnung gespannt, werd ich mir sicher ansehn.
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Mac_C_Tiro Thu, 17 Jan 2013 16:52:14 -0000
Kommentar löschenDas Hr. Seidl für dieses Machwerk nicht seitens diverser Interessengruppen für Frauen in "mittleren Jahren" verklagt wurde und wird wundert mich wirklich. Dem geneigten Zuschauer präsentiert sich hier ein 2 stündiges Portrait über eine Dame die (hoffentlich) einfach nicht Durchschnitt ist, sondern extraarm! Arm an Selbstbewußtsein, an Phantasie, an Perspektive usw. und schlussendlich auch noch arm an Vernunft. Wo Seidl sonst die Realität und unseren Eindruck von ihr hinterfragt und routiniert dekonstruiert hat präsentiert er hier lediglich einen reichlich ekelig und naiv ausfallenden Abriss gefühlsmäßiger Befindlichkeiten von gängigen und allzu stereotypen Charakteren, sowie deren beidseitige Bedingt- und Abhängigkeit. Einziger Lichtblick, nach 2 Stunden mittelmäßig widerlicher Tristesse, war und ist für mich die starke Darstellung der M. Tiesel. Ihre Leistung und der schonungslos Anwendung findende Schleichrassismus sind mir 3 Punkte wert. Leider ansonsten ein Griff ins Klo, Hr. Seidl.
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Ripley1 Wed, 16 Jan 2013 15:43:43 -0000
Kommentar löschenSeidls neuen Film halte ich für schwächer als beispielsweise "Hundstage" oder "Import / Export". Nach einer tollen Exposition - Wir sehen behinderte Menschen in einem Autoscooter (institutionalisierter Eskapimus, wie S. Bendix schreibt) - verliert der Film an erzählerischer Kraft, sobald die Protagonistin in Afrika angekommen ist.
Zwar geht Seidl wie immer dorthin, wo es wehtut, und zeigt den Menschen in seiner ganzen Hässlichkeit und Kläglichkeit. Und weil er so treffsicher ist in seinem denunziatorischen Gestus, empfindet der Zuschauer (ich) Scham. Andererseits ist die Thematik aber auch banal: Als Zuschauer versteht man sehr schnell, wie der Sextourismus funktioniert: Auf der europäischen Seite Selbsthass, Einsamkeit, Gier und Naivität, auf der afrikanischen Seite materielle Not, psychologische Tricks und Geschäftssinn. Wenn der Film das auserzählt, wird er zunehmend thesenhaft und illustrativ. Ich vermisse die Originalität und den Hang zum Absurden aus den früheren Filmen.
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Markbln Thu, 17 Jan 2013 14:42:55 -0000
Antwort löschenRipley, wir sind uns mal völlig einig.
Stefan Ishii Thu, 17 Jan 2013 16:55:18 -0000
Antwort löschenSeh ich ganz und gar genauso... Ich war etwas enttäuscht vom neuen Seidl. Schade!
Tuvok Sun, 13 Jan 2013 20:31:12 -0000
Kommentar löschenVon Ulrich Seidl kann man denken was man will, aber er macht ehrliche realistische Filme, überhaupt als man so das Gespräch zwischen den 2 molligen Weibern hört, wie die eine meint dass die Neger so gut riechen und dass sie die Haut von dem einen abschlecken könnte die ganze Zeit. Ja das denke ich mir auch immer über gewisse Körperpartien von stark pigmentierten Mitmenschen. Weiblicherseits.
TERESA ist 50 und wohnt in Wien, macht Urlaub in Kenia, die Tochter bleibt bei der Schwester glaube ich, weiß ich jetzt nicht mehr, jedenfalls wird mit Katze umgezogen und da ist gleich der 1. Interessant Punkt. Kleines Zimmer, Bett mit TV, die Tochter ist 14 und wächst, auch in die Breite, ein dickes faules Teenager Dreckstück, oh Mann also wenn ich mir vorstelle wie das ist wenn man so ein Teenager ist, ein Horror. Also die Arme Mutter.
Nun, die Gespräche gehen ja weiter man redet über Intimrasur, über die wenigen Haare, über die Vorlieben der Frauen die oft sehr auf Sex und Liebe bezogen sind, irgendwie ist der Film sehr ehrlich sehr weiblich und man kann sich fremd schämen. Na wo hört man heute schon in Hollywood so Direct to Video Gespräche über Achselhaare, über die Buschwindröschen und die Perlen im Mösenbereich, wo hört man schon so coole Gespräche über die Vorteile von Rasur bei älteren Damen um die 50, ja das kann man sich nicht so einfach vorstellen, 50 zu werden ist echt scheiße, denn dann bist du bald 60 und 70 und dann tot, aber bis dorthin haben wir ja noch Zeit, ich auch.
Der Film hat 'ne witzige Story, also TERESA macht Urlaub in Kenia und lässt Tochter bei ANNA MARIA der Schwester, ja genau. Und die Handlung ist nur ganz kurz denn es geht eigentlich darum wie 2 Frauen reagieren in verschiedenen Situationen und alles ist auf Sex bezogen. TERESA will sich verlieben, und kommt drauf, am Strand beim Hotel da wo sie in Kenia ist ja da geht es eigentlich nur um Sex und um das Ausnützen von notgeilen 50 Jährigen Frauen aus Europa die mit Ihrem Hängebauch und Hängetitten mal das Gefühl haben wollen von einem Muskulösen gefährlich wirkenden Strandneger bestiegen zu werden, denn denen ist es egal ob du mollig bist oder nicht, für die ist das oft ein Schönheitssymbol, und da man hin und wieder gerne was erotisch exotisches im Bett hat, kann ich mir schon gut den Frust von TERESA vorstellen.
Ich hätte ehrlich gesagt lieber mehr von der Schwester sehen wollen, denn das ist Maria Hofstätter, die in Import / Export gespielt hat, auch von Ulrich Seidl. Und die hat ein besonderes Schauspieltalent, die kann sehr einfach eine Drecksau sein und ein blödes Dreckstück und spielt oft in Ulrich Seidl Filmen.
Allein schon die Szene, irre echt, wie TERESA am Strand ist und von Elfenbein hört und von anderen Dingen die illegal sind nach Wien mit zu nehmen oder sonst wo auf der Welt. Es geht wirklich nur um Geld, die Neger da unten scharen sich schon alle in langen Schlangen und warten geradezu begehrlich auf reiche fette Europäerinnen, nein das ist leider Realität, wer da mal unten ist wir das erleben was aber fast überall in armen Ländern ist.
Naja wieso nicht, Nebengeschäfte machen ist ja gut, die machen wenigstens was, während bei uns viele Leute lieber Arbeitslos bei Hartz 4 mit 400 € im Monat leben und herumschimpfen, da geh ich doch lieber nebenbei arbeiten und pfusche und gehe schwarz arbeiten und lasse mir was einfallen, wieso nicht.
Egal anderes Thema. Die Story übrigens ist ein Teil von einem Dreiteiligen Filmepos, oder einer Art Trilogie die irgendwie ineinander verwoben ist und sich auf den ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth bezieht der 1932 sein Glauben Liebe Hoffnung Spektakel auf die Bühne brachte. Der leicht sarkastische Film ist natürlich anders als das Theaterstück von damals aber egal, es geht um Hoffnung, im Film um Liebe eben, um die Sucht oder Sehnsucht nach einer Berührung aus Liebe, nach den ehrlichen Worten eines Mannes der dich nicht kennt und dich mag weil du nett bist.
Zu Hause, ja wer mag dich, du bist alt, du hast 'ne Tochter, du bist hässlich, du bist mollig, du hast Stress, du bist Arm, du hast wenig Geld, du hast wenig Platz in der Tochter, du kannst nicht frei reden, du bist vielleicht Alleinerzieher und hast Schulden du kannst dir den Strom nicht leisten aber machst Urlaub in Kenia um auszuspannen und was neues zu erleben und nicht dauernd an die Probleme zu denken die du den ganzen Tag hast. Der Film ist nett, er ist ehrlich und er ist nicht übel.
Die Hauptdarstellerin Margarethe Tiesel die von 1981 bis 1983 an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst „Mozarteum“ in Salzburg Ihr Schauspielstudium gemacht hat, ist wirklich eine sehr gute Schauspielerin, ich finde sie ist die Urwienerin, die wirklich nette gemütliche aber im Herzen gebrochene Urwienerin, mit der man Lachen und Arbeiten kann und die genauso gut blasen wie kochen kann und die sich nicht darum scheißt ob du 2 Meter bist, einen 50 cm Prügel hast oder 1 Million am Konto, Tiesel ist im Film so richtig aufgegangen oder einfach so wie sie ist, eine wunderbare Darstellung in einem echt traurigem Film, ein Film wo wirklich Schmerz zurückbleibt, Schmerz vor dem Alleine Sein, vor dem Sich selber hassen und nicht leiden können und Schmerz vor den alltäglichen Problemen.
Du gehst nach 120 Minuten aus dem Kino und alles ist wieder so wie es war. Man merkt so richtig wie TERESA zerbricht, wie sie spielt, Übrigens, der Film ist im Wettbewerb der 65. Internationalen Filmfestspiele von Cannes uraufgeführt worden und hat gute Kritiken erhalten und ich muss sagen das hat er sich verdient. Naja TERESA ist ja sozusagen ein weiblicher Sextourist, vielleicht gibt’s mal einen Film über männliche in Thailand und den ganzen Horror mit minderjährigen Entführungs Sex Opfern.
Nun wie gesagt, der Film ist gut, er ist wienerisch, er ist österreichisch, er ist ehrlich, er ist deprimierend, er ist für das wenige gut gespielt hat wenig Handlung, Filmmusik, Technik, Effekte, Schnitt, das alles ist hier sehr einfach aber von der Geschichte her, 85 Punkte kriegt er von mir.
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Sulek Thu, 10 Jan 2013 10:28:21 -0000
Kommentar löschenPuuh... ein schwieriger Film! Das Schauen viel mehr schwer, mehrmals überlegte ich das Kino zu verlassen und jetzt fällt mir auch das bewerten schwer. Nein, bei der Bewertung geht es für mich nicht um filmische Umsetzung, die Schauspieler, die Kamera, die eingesetzte Musik, das passt alles; was für mich alles so schwer macht ist der Inhalt, was gezeigt wird, wird, wie es gezeigt wird. Weiße Frauen, die sich in ein afrikanisches Land, nach Kenia, früher Kolonie, begegeben, auf der Suche nach... ja nachwas, nach Liebe, nach Anerkennung, nach körperlichem Belangen? Sie benutzen das N-Wort, lachen über mangelnde Deutschkenntnisse der Kenianer*innen und begeben sich, ohne Kenntnisse der Kultur, in eben diese. Dies alles wird gezeigt. Das ist in jedem Fall unbequem, solch einen Rassismus zu sehen. Sicherlich existiert dieser real, aber in dann hier auch noch, in einer Inzenierung, in einem Schauspiel sehen zu müssen, schwierig. Vor allem, weil dann doch diese beklommene Stimmung immer wieder durch Heiterkeit, Belustigung abgelöst wird. Der Film ist hier sicher schön, um das Thema anzugehen, es zu besprechen. Mir kraust aber davor, dass dieser Film gesehen wird, ohne den nötigen Hintergrund, oder eine Aufarbeitung, dass es gesehen wird, und die rassistischen Eigenheiten, Alltag werden können. Außer diesem Thema beschäftigt mich auch noch das Frauenbild. Was wird hier gezeigt, über was wird hier, im besten Falle, zum Nachdenken angeregt, im schlechtesten Falle, sichlustig gemacht: Frauen, mittelhohem Alters, die nicht den Schönheitsidealen entsprechen, aber immernoch, hach wie Absurd, ein Verlangen nach Liebe, Geborgenheit und Anerkennung haben. Hier wird nicht das Problem gezeigt, dass dies in unserer Gesellschaft verwehrt wird, das ist der Punkt, sondern das Symptom dass diese gesuchten Dinge, dann woanders gesucht, oder erstanden werden. Das ist traurig, aber ein Symptom der Gesellschaft, das sollte zum nachdenken anregen, nicht zum darüber lachen, oder aufregen. Aufregen kann man sich natürlich über das kolonialistische Verhalten der Damen, aber nicht um ihren Wunsch.
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Sozionaut Tue, 08 Jan 2013 20:21:47 -0000
Kommentar löschenArm frisst arm... Bilder, echt, wie aus einer Doku. Eine hervorragende Protagonistin, ein Film der einen erschlägt.
Anschauen.
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Markbln Mon, 07 Jan 2013 08:59:24 -0000
Kommentar löschenDas Thema von Ulrich Seidls erstem Teil der Paradies-Trilogie war schon nicht besonders spannend. Die langwierige und langatmige redundante Geschichte um drei weiße österreichische "Grazien", die in Kenia die Liebe bzw. Sex suchen, ist jedoch so überraschungs- und spannungsfrei, dass ich doch ziemlich enttäuscht bin vom neuesten Werk des bislang so genial sezierenden Österreichers. PARADIES LIEBE kommt weder an die Brutalität von HUNDSTAGE noch an die abstoßende Groteske TIERISCHE LIEBE oder die ernüchternde Studie über MODELS heran.
Der erste Paradies-Teil ist leider nur an wenigen Stellen interessant, das liegt auch daran, das Seidl seinen Stil nicht gerade weiterentwickelt hat. Wer alle seine Filme davor gesehen hat, wird hier auf eher Bekanntes stoßen, das zudem für Seidl erstaunlich lehrhaft etwas erzählen will, was eigentlich jeder weiß.
Abgesehen davon, dass die Story an einigen Stellen sogar total unglaubwürdig ist, etwa, wenn die dicke weiße Frau Nachts alleine ins Viertel der Einheimischen latscht um sich bumsen zu lassen. Sowas würde selbst die dümmste Touristin kaum machen, es sei denn, man ist so desperate nach Sex, das einem alles Wurscht ist. Teresa und ihre rassistischen Freundinnen treiben die Spielchen mit den schwarzen Callboys an ihrem Geburtstag auf die geschmacklose Spitze. Weiblicher Sextourismus at it's ugliest. Ja, meine Damen, nicht nur Männer, die daheim nichts mehr aufreißen können, fliegen zum Vögeln nach Thailand, sondern auch die Geschlechtsgenossinen - nur eben in die andere Richtung nach Kenia oder in die Karibik. Neu ist das nicht. Und auch die Sicht darauf nicht wirklich. Die Bilder, die eventuell schockieren sollen, finde ich sogar ausgesprochen "ästhetisch". Das spielt eigentlich aber auch keine Rolle mehr bei der Banalität der Story um Teresa und ihren Freundinnen. Immerhin denunziert Seidl weder die eine noch die andere Seite, was angesichts des Themas sexuelle Ausbeutung und Frustration gar nicht so einfach ist.
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einSchluss Mon, 07 Jan 2013 13:24:08 -0000
Antwort löschen"Geh, kennst die 10 beliebtesten Supermärkte?" Ich liebe HUNDSTAGE.
Markbln Mon, 07 Jan 2013 14:40:03 -0000
Antwort löschenxD Du bist eben ein Mann mit Geschmack, Herr Schluss.
Die Hofstätter Maria spielt im Paradies auch wieder eine kurze Rolle. Das ist leider trotzdem weit weg von der Genialität von HUNDSTAGE, der mich völlig aus den Socken gehauen hat damals. Das hier kommt bei weitem nicht an die Vielschichtigkeit und den Wahnsinn des 2001er Genistreichs ran.
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Schlegel Tue, 19 Feb 2013 19:53:04 -0000
Antwort löschenSeidl ist im Mainstream angekommen. Haneke auch. Da ist viel Konsenskino unterm Kunstmäntelchen.
Markbln Wed, 20 Feb 2013 07:29:28 -0000
Antwort löschenIch fürchte, da hast du Recht. Auch Hanekes beweihräucherte LIEBE finde ich nicht so groß, wie überall getan wird.
S.Bendix Sun, 06 Jan 2013 16:15:34 -0000
Kommentar löschenEs verwundert kaum, wenn sich Ulrich Seidl in einer Filmtrilogie den drei Theologischen Tugenden (Glaube, Liebe, Hoffnung ) widmet und ihnen zudem noch den Garten Eden voranstellt; zwar sind Seidls Filme geradezu Schulbeispiele für die systematische Widerlegung jedweder Existenz ebendieser Grundfeste in einer Gesellschaft, die gezeichnet ist von Kälte, Repression und Egozentrik, doch ist Seidl nicht nur der vielleicht konsequenteste Realist des zeitgenössischen Kinos, sondern auch ein grimmiger Ironiker: Frei nach dem ersten Korintherbrief, in dem es heißt, die größte unter den christlichen Tugenden sei die Liebe, stellt er diese an den Anfang seines Tryptichons, und erzählt doch in erster Linie von Ausbeutung, allenfalls noch von einer enttäuschten Liebe, die ohnehin nur als illusorisches Konstrukt aus Selbsttäuschung und falschen Erwartungen existiert hat. Theresa heißt die Protagonistin in “Paradies: Liebe”. Mitteleuropäerin. Mittelständisch. Mittfünfzigerin. Alleinerziehende Mutter. Sicher ist sie schon seit langem nicht mehr richtig geliebt worden; Seidl braucht nur wenige Szenen, um transparent zu machen, weshalb es sie fortzieht in den Osten Afrikas, von dem sie sich Exotik erhofft, Abwechslung und, natürlich, Liebe.
Jede Sequenz bis dahin ist ein Kabinettstück an grotesk-tragischer Alltagskomik – der “Behinderten-Autoscooter” gleich zu Anfang, eine hintersinnige Illustrierung des institutionalisierten Eskapismus, der nichts weiter will, als der Tristesse ein angenehmeres Gesicht zu geben; die Interaktion zwischen Theresa und ihrer Tochter, die man “Scripted Reality” nennen könnte, wäre der Begriff nicht schon so behaftet. Es sind archteypische Szenarien für einen Seidl-Film; gnadenlos echt, niemals schön anzusehen. Findet man bei Haneke, dem anderen “großen Österreicher”, noch einen gewissen Hang zur Stilisierung und filmische Anknüpfungspunkte, die bis zu Bergman oder Bresson reichen, ist Seidls Art zu filmen einzig und allein jenen Ansprüchen und Erkenntnissen verpflichtet, die er als Dokumentarfilmer gewonnen hat – seine Filme sind vielleicht nicht radikaler, aber schmuck- und kunstloser, und deshalb weniger konsensfähig. Vor allem aber sind seine Filme geprägt von der Einsicht, dass es keiner Überzeichnung bedarf, um die Absurdität der Wirklichkeit und der gesellschaftlichen Randphänomene, derer sich Seidl bevorzugt annimmt, herauszuarbeiten.
“Sex-Tourismus” heißt das Stichwort von Seidls neuem Film. Das vermeintliche Paradies ist die ehemalige britische Kolonie Kenia. Theresa ist eine von vielen älteren Frauen, die aus Europa anreisen, um in der ihnen völlig fremden Umgebung ein wenig Bestätigung und Zuneigung zu erhalten, von den Einheimischen “Sugarmamas” genannt. Im Reisebus müssen die Touristen immer wieder mantraartig die Swahili-Worte “Jambo” und “Hakuna Matata” wiederholen, die ihnen im Laufe ihres Aufenthalts immer wieder begegnen werden, um ihnen ein Gefühl von Zugehörigkeit zu suggerieren; begrüßt werden sie von einem einheimischen Chor und dem malerischen Panorama des himmelblauen Meeres, auf den ersten Blick durchaus paradiesisch, auf den zweiten eine neokolonialistische Vorhölle: Immer wieder fährt die Kamera über eine nicht enden wollende Reihe von weißen Leibern auf Liegestühlen, durch eine provisorische Abgrenzung akkurat von den Anwohnern getrennt.
Wie schon in den Vorgängern “Hundstage” und “Import/Export” nimmt Seidl lediglich die Rolle eines Beobachters ein und verzichtet dezidiert auf eine explizite moralische Wertung; auf die unbequemen Fragen, die er stellt, gibt er einmal mehr lieber gar keine Antwort, als es sich und dem Zuschauer allzu leicht zu machen. Leicht ist nichts in “Paradies: Liebe”. Minutenlang starren wir auf die Rücken von Theresa und ihrer Freundin, während sie an einer Bar sitzend über den – Zitat – speziellen Duft von “Negerhaut” debattieren und den Kellner zu ihrer Belustigung Dinge wie “Speckschwarterl” sagen lassen; wir müssen die grenzenlose Naivität Theresas angesichts der Avancen ertragen, die ihr der ortsansässige Munga macht, um ihr später durch mehr oder minder subtiles Appellieren an ihr schlechtes Gewissen gegenüber der Armut des Landes das Geld aus der Tasche zieht – Beginn eines ambivalenten gegenseitigen Ausbeutungsverhältnisses; wir sehen Theresa dabei zu, wie sie ihn darin unterweist, eine Frau auf “europäische” Art und Weise anzufassen; und schließlich nehmen wir Teil an Theresas Geburstagsfeier, zu der ihr als eine Art lebendiges Sexspielzeug ein Stripper “geschenkt” wird, den sie und ihre Freundinnen verzweifelt dazu zu bringen versuchen, eine Erektion zu bekommen.
In “Paradies: Liebe” findet Seidl erneut unangenehme Bilder für ein unangenehmes Thema; anders als Laurent Cantet, der in seinem Film “In den Süden” dasselbe Thema ungleich zurückhaltender behandelte, verwahrt er sich jeglicher Dramaturgie und erspart dem Zuschauer nichts – vor allem durch den beispiellos mutigen darstellerischen Kraftakt von Margarethe Tiesel, die sich im wahrsten Sinne des Wortes so sehr entblößt, wie man es als Schauspielerin nur kann, gewinnt “Paradies: Liebe” eine schonungslose Körperlichkeit, die weit über den Abspann hinaus nach Fassung ringen lässt. Ein tieftrauriges, radikales, komisches und widersinniges Meisterwerk.
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Ripley1 Sun, 06 Jan 2013 17:12:20 -0000
Antwort löschenSpätestens nach diesem Kommentar muss ich dringend ins Kino...
S.Bendix Sun, 06 Jan 2013 18:00:04 -0000
Antwort löschenWenn du mit unbequemen Filmen im Allgemeinen und Seidl im Speziellen etwas anfangen kannst, unbedingt!
Für mich jetzt schon ein Anwärter auf den Film des Jahres (wobei die Dichte an potentiell großartigen Filmen in diesem Jahr auch wirklich enorm ist..)
Jenny von T Sun, 06 Jan 2013 18:20:33 -0000
Antwort löschenLäuft hier nicht. So ein Mist.
Markbln Mon, 07 Jan 2013 09:02:04 -0000
Antwort löschenLeider alles andere als radikal oder Meisterwerkig. Der bislang schwächste Seidl.
Ripley1 Mon, 07 Jan 2013 09:44:15 -0000
Antwort löschenDas hab ich befürchtet.
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S.Bendix Mon, 07 Jan 2013 15:08:13 -0000
Antwort löschenSehe ich natürlich anders. Siehe Text.
@Ripley - Und nun siehst du ihn dir doch nicht an?
Ripley1 Mon, 07 Jan 2013 15:31:17 -0000
Antwort löschenDoch, sicher...
Nachtblume80 Sat, 05 Jan 2013 16:13:13 -0000
Kommentar löschenDie Realität erdrückt in diesem Film.Es ist ekelerregend wie sich Menschen mit unterschiedlichen Erwartungen begegnen und sich gegenseitig belügen.
Einerseits ist es schockierend,wie diese Loverboys "arbeiten" und nicht wie weibliche Prostituierte einfach den Preis für ihre Dienstleistung nennen und andererseits ist es beschämend,dass es Frauen gibt,die blauäugig auf die große Liebe hoffen und Geld für "ehrliche" Gefühle blechen...
Ich finde der Regisseur hat die menschlichen Abgründe bezüglich dieses "Tabu-Themas" sehr gut dargestellt.Hier wird nix verschönert und mit Hollywood aufgepeppt ,sondern hier wird die pure Realität schonungslos gezeigt!
Nicht für jeden Geschmack,aber wer sehen will,wie es ist,soll ihn schauen!
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emaka Fri, 04 Jan 2013 20:58:37 -0000
Kommentar löschenOhje, sehr bedrückend und unangenehm, kam sehr sehr real rüber. Fand ihn heftiger als der Trailer vermuten ließ.
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VisitorQ Fri, 04 Jan 2013 19:51:52 -0000
Kommentar löschen5. Kinofilm gesehen, 195 to go ( http://qatthemovies.com/ ).
Ich bin ein riesiger Seidl Fan und Paradies: liebe war deshalb ein must see für mich. Kaum ein Filmemacher lässt mich als Zuschauer so durch die Hölle gehen und doch habe ich so viel Spaß dabei. Da ich mit Seidl nie persönlich gesprochen habe weiß ich nicht wie seine Einstellungen zur Menschheit ist... Aber aus seinen Filmen meine ich schließen zu können, dass er sie nicht sonderlich mag. Und dafür mag ich Seidl.
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Johnney.92 Thu, 03 Jan 2013 12:51:49 -0000
Kommentar löschenSchlechtester Film den ich jemals gesehen habe! Ich weiß nicht mal, was dieser Fim mitteilen wollte. Etwa so etwas wie: "Macht keinen Urlaub in Afrika!". Und wie kann ein Mensch bitte so dumm und blauäugig sein wie diese Theresa? Einfach unglaubwürdig. Also tut mir Leid, ich kann dem Film einfach wirklich nichts abgewinnen. Und wer will bitte den ganzen Film lang (fast) nackte Fast-Rentnerinnen sehen? Außerdem: Was sollten bitte am Anfang die Menschen mit Down-Syndrom in den Autoscootern? Vielleicht bin ich auch einfach mit einer falschen Erwartungshaltung an den Film rangegangen. Ich habe ihn in der Sneak gesehen und natürlich etwas ganz anderes erwartet... Das ändert aber nichts an meiner Meinung zu diesem Film.
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Sozionaut Tue, 08 Jan 2013 20:24:47 -0000
Antwort löschenVielleicht solltest Du Dich mehr an Walt Disney Filmen orientieren, vielleicht so etwas wie "Donald Duck sucht nach dem Glück" oder so...?^^
ze_pequeno Tue, 19 Feb 2013 14:04:00 -0000
Antwort löschenLeider gibt es wirklich so blauäugige Menschen. Weiblicher und männlicher Art. Oft genug schon in unzähligen Dokus und Reportagen gesehen...
WZRDOnTheMoon Mon, 17 Dec 2012 23:36:36 -0000
Kommentar löschenAchtung! Persönliche Meinung ;-)
Eine alte, für Europa wohl zu unattraktive und nebenbei ungeliebte Frau sucht im Fernen Afrika anfangs wohl echt die große Liebe und meint diese nach einem Tag bereits gefunden zu haben. Bei soviel "blauäugigkeit", im ganzen Film verteilt, kann man nur den Kopf schütteln. Schon schade das es sowas geben muss bzw. sowas als Lösung in Betracht gezogen wird.
Für so einen Film muss man sich schon sehr interessieren - ich war neugierig, musste aber feststellen, das ich mich mehr aufgeregt habe, als den Film genossen zu haben. Mir hat der Film rein gar nichts gebracht...
Geschmackssache...achja und sehr ekelhaft teilweise :D
Ich muss dennoch zugeben, dass es ist sehr sehr real und echt rüber gekommen ist, leider zu echt...
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magX Fri, 21 Dec 2012 23:20:07 -0000
Antwort löschenSo real, dass er zwischen Banalität und Lächerlichkeit schwankt. Wenn um einen Film soviel Wirbel gemacht wird und er als so (!) provokativ dargestellt wird, steigt das Interesse des Publikums. Meines ist mit dem Forstschreiten des Films gesunken, irgendwann hatte ich genug und bin ziemlich zufrieden, dass er nicht bei der Viennale gelaufen ist... Es gibt viel bessere österreichische und anspruchsvolle Filme.
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Daniel Schmuck Sun, 23 Dec 2012 17:50:54 -0000
Antwort löschenEs ist ja leider so, dass es soviel Naivität wirklich gibt. Manche Frauen fahren in ferne Länder um endlich "die wahre Liebe" zu finden, während manche Männer einfach nur wegen dem Sex in diese Länder fahren. Am Ende scheint es dann auf dasselbe hinaus zulaufen: Geld gegen Sex. Während den Frauen noch etwas Zuwendung "geschenkt wird". Beim Film habe ich manchmal wirklich gedacht eine Dokumentation zu sehen.;-)
WZRDOnTheMoon Tue, 25 Dec 2012 16:12:15 -0000
Antwort löschenNachkorrektur...
Das soviel Wirbel gemacht wurde, wusste ich nicht. Ich musste ihn mir noch einmal anschaun um eine endgültige Bewertung abgeben zu können, nachdem ich viele verschiedene Kritiken im Internet ausfindig gemacht hab. Kurz und knapp - ich konnte es nicht. Es gibt ja Filme die mit dem öfteren anschauen immer ungenießbarer und schlechter werden, genau wie der hier. Nach knapp 50 Minuten musste ich ausmachen, ich konnte mir diese Naivität nicht mehr antun. Dennoch fand ich zB die Unterhaltungen zwischen den "notgeilen" Greisen recht amüsant und real, zumindestens könnte ich mir das in echt auch so vorstellen.
Geguckt wird der aber sicherlich nie mehr, pfui.
InaSupertramp Fri, 14 Dec 2012 03:00:13 -0000
Kommentar löschenbedrückend
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Punsha Fri, 07 Dec 2012 19:15:30 -0000
Kommentar löschenMein erstes Mal Kino in Österreich, mein erster Ulrich Seidl: Ein bitteres Vergnügen.
Sextourismus in Afrika als gegenseitige Ausbeutung sexuell und finanziell Notleidender. Sehr provokant, anstrengend inszeniert, weitsichtig und nahegehend. Ekelhaft, aber menschlich; fremd, aber authentisch. Für alle Hartgesottenen sehr empfehlenswert!
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Markbln Sat, 08 Dec 2012 11:08:02 -0000
Antwort löschenIch liebe ja Seidls Filme. Aber hier kommt bei mir zum ersten Mal der Gedanke auf, ob das nicht ein bisschen gewollt ist und nicht schon genug zum Thema gesagt ist. Ich schaus ja doch, schätze ich.
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