Paradies: Hoffnung

Paradies: Hoffnung (2013), AT/DE/FR Laufzeit 92 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 16.05.2013


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von Ulrich Seidl, mit Melanie Lenz und Michael Thomas

Im dritten Teil von Ulrich Seidls Paradies-Trilogie Hoffnung muss eine 13-Jährige ins Diätcamp, wo sie sich ausgerechnet in ihren Arzt verliebt.

Melanie (Melanie Lenz) ist die 13-jährige Tochter Teresas, welche gerade in Kenia ist (Paradies: Liebe). Während ihre Mutter unterwegs ist, muss Melanie ihre Ferien in einem Diät-Camp verbringen. Obwohl ihr Alltag dort unter einem strengen Sport- und Ernährungsprogramm steht, verliebt sie sich bald in einen 40-jährigen Arzt, den Leiter des Camps. Sie versucht ihn mit der naiven Unschuld der ersten Liebe zu verführen, doch der Arzt versucht ihren Annährungsversuchen auszuweichen, um sich nicht schuldig zu machen.

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Cast & Crew

Drehbuch
Filmdetails Paradies: Hoffnung
Genre
Drama
Zeit
2000er Jahre, Gegenwart
Ort
Österreich
Handlung
Fettleibigkeit, Gewicht, Österreicher, Übergewicht, Übergewichtiges Kind
Stimmung
Eigenwillig, Entspannt, Ernst, Geistreich, Hart, Verstörend, Witzig
Zielgruppe
Familienfilm, Frauenfilm, Männerfilm, Teenie-Film
Verleiher
Neue Visionen Filmverleih GmbH
Produktionsfirma
Tatfilm GmbH, Ulrich Seidl Film Produktion GmbH

Kommentare (11) — Film: Paradies: Hoffnung


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annaberlin

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Abschluss der Paradies-Trilogie ist gleichzeitig auch der schlechteste Teil, wenn auch dennoch ein sehenswertes, schwarzes Drama rund um die übergewichtige Melli, die sich in ihren Arzt im Abnehmcamp verknallt. Der wiederum macht mit im Pummelporno, scheint irgendeinen Fetisch für Schwabbel zu haben."If you're happy and you know it, clap your fat". Mehr kann ich dazu auch nicht sagen...

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Brainybab

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Bewertung6.5Ganz gut

Fand ich persönlich nach den beiden ersten und sehr starken Teilen der Trilogie etwas lahm und wenig fesselnd.

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uncut123

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Bewertung6.0Ganz gut

hab mit komödie gerechnet doch es war dann halt teenie film über liebe und freunde...für mädels mehr geeignet

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mattxl

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Bewertung6.0Ganz gut

Für mich eindeutig der schwächste Teil der Paradies-Trilogie. Seidl arbeitet hier extrem mit Wiederholungen: Turnübung- Arztbesuch - Schlafengehen - Turnübung - Arztbesuch - Schlafengehen und so weiter. Was man zunächst noch als Kunstgriff akzeptiert, der der den "strengen Rhythmus" bzw. die Monotonie des Diätcamps wiederspiegelt, wirkt nach und nach dann doch recht ermüdend. Dies gilt umso mehr, da Seidl hier auf die für ihn typischen Eskalationsstufen verzichtet. Hier bleibt (fast) alles wohltemperiert. Seidls Beißhemmungen dürften vermutlich auch der Tatsache geschuldet sein, dass hier eine Minderjährige im Mittelpunkt steht. Trotzdem: Sehenswert - aber da wär deutlich mehr drin gewesen.

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Markbln

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Bewertung4.0Uninteressant

Für Seidl-Verhältnisse erstaunlich unzynischer Blick auf übergewichtige Mädchen beim Abnehmen. PARADIES: HOFFNUNG ist weniger herablassend und demütigend als der lächerliche Mittelteil und fast schon optimistisch gegenüber dem ersten Teil PARADIES: LIEBE. Das gefällt mir eigentlich gut, nachdem besonders PARADIES: GLAUBE so berechnend wie anmaßend Erwartungshaltungen und eigene Vorurteile bediente. Das passiert hier nicht. Leider hat Seidl im letzten Teil der Paradies-Trilogie aber sonst nicht viel zu erzählen. Die Geschichte um die 13-jährige Melanie wabert genauso dröge vor sich hin, wie die Hüftpolster der Mädchen im Diätcamp. Der Film ist ziemlich irrelevant. Die Lustlosigkeit ist total aufgesetzt, fast herrscht eine Lustfeindlichkeit, das ist ermüdend und einfallslos. Inszeniert ist das wie immer makellos, man erkennt Seidls Filme inzwischen selbst ohne Ton. Die Wahl der Darsteller ist hier aber ziemlich daneben gegangen, ein weiterer Grund, warum das Ergebnis vor allem eins ist: totlangweilig.

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a_krueger

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Bewertung7.0Sehenswert

Auch der dritte Teil der Paradies Trilogie bietet etwas Neues: Viel mehr künstliche Darstellung als bei Liebe und Glaube, noch reduziertere Handlung und tolle Tennie-Darsteller. Der Zuschauer wird dieses Mal auch bei weitem nicht an seine Grenzen geführt.

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Tekl

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Bewertung6.0Ganz gut

Seidl hier, Seidl dort. Die Kommentare hier strotzen nur so von enttäuschten Erwartungen. Schon dafür gebührt dem Film ein Preis. ;-)

Mal im Ernst, wenn überhaupt möglich. Ich hatte null Ahnung von Seidl und wusste nicht mal, dass ich dem letzten Teil einer Trilogie beiwohnte. Ich muss mich hier also nicht mit Vergleichen abmühen.

Der Film hat mich gespalten hinterlassen wie kein anderer; fand ich das jetzt gut, oder nicht? Ich werde mich da wohl nicht festlegen können, auch wenn ich es hier auf der Skala muss, bzw. ob passender Empfehlungen will. Ich habe viel gelacht in dem Film, aber es war ein komisches Lachen, es war von oben herab und manchmal habe ich mich auch übertrieben zurückgehalten. Der Film hat mir was voyeuristisches, aber dennoch nichts heimliches. Und seine Trockenheit und Musikarmut haben etwas skurriles ins Kino gezaubert, eine Stimmung, jeder Zuschauer nähme die anderen bewusster wahr als sonst üblich. Es wurde vorsichtig über die dicken Kinder gelästert, Lachimpulse kontrolliert zurückgehalten, erstaunlich viel (für „mein“ Programmkino) gemampft und geraschelt und es herrschte kaum Konsens, was nun ein Lacher sei.

Das ist das besondere an dem Film, kaum eine Szene scheint auf Komik getrimmt, oder ist es mir mangels Musik nur nicht aufgefallen? Denn die ganzen Marschierszenen waren ja schon eine Art Running Gag – im wahrsten Sinne des Wortes. ;-) Doch diesen Szenen wohnte in meinen Augen dennoch eine Tristesse inne und rief keinen gemeinen Running-Gag-Lacher hervor.

Mir fällt die Vorstellung schwer, ein Diätcamp könnte auch nur annähernd so aussehen, doch diese Überspitzung scheint mir auch eher das Gefühl transportieren zu wollen, wie sich so eine Zwangsentfettung zur scheinbaren Gesellschaftsfähigkeit anfühlt.

In meinen Augen überlässt der Film dem Zuschauer die Entscheidung, was der Film eigentlich anprangert. Ist es die Verfettung vieler Kinder? Der eigene Konsum oder der Umgang mit Individualität an sich? Oder ist es die von vielen gewünschte Korrektur angeblicher Fehler? Dem Film ist es bei mir nicht gelungen große Sympathien zu überhaupt einer Figur aufzubauen und mir schien auch Absicht dahinter.

Sicher kann man viel künstlerischen Anspruch und Gesellschaftskritik hineininterpretieren und Mängel schönreden. Mich hat der Film auf skurrile Art unterhalten, zum Denken angeregt und mir einen eigenartigen Kinoabend beschert. Er hat mich nicht in eine neue Welt reingezogen und auch kaum berührt aber dennoch nicht gelangweilt.

Beeindruckt war ich vom Mut der Kinder.

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VisitorQ

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Bewertung7.5Sehenswert

Seidl mal ganz anders, und es gefällt. Ich kenne beinahe jeden seidl Film und dieser war so erfrischend... leicht, locker flockig. Der Film steckt voller Liebe, Traue, Verzweiflung und ja... Hoffnung. Außerdem hat mir diese tolle Jugendherberge Atmosphäre sehr gefallen. Absolut empfehlenswert und als Seidl Einstiegsfilm auch sehr geeignet.

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hrubesch

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Bewertung4.0Uninteressant

Geht man heute in einen Seidl-Film, muss man sich die Frage, ob er nun Menschen vorführt oder doch die harte Realität einfängt, für sich schon beantwortet haben. Warum er sich dieses Mal mit so wenig zufrieden gibt, möchte ich aber schon gerne wissen. In allen anderen Filmen ergab die Mischung aus Laientheater und stilisiert gefilmtem Pseudo-Dokumentarfilm immer spannende, aufgeladene Szenen, die einen düsteren, aber frischen Blick auf unseren Alltag ermöglichen. In "Paradies: Hoffnung" erschöpft sich das Seidl´sche Prinzip leider in den immer gleichen Zentralperspektiven, durch die er dicke Kinder zu den Ordern eines Sportlehrers wackeln lasst, der der "Eis am Stil"-Reihe entsprungen scheint. Die Szenen zwischen den Mädchen wirken teilweise wie vom Castingband, noch sehr unfertig und wenig konzentriert. Beim letzten Teil der Paradies-Trilogie ist Seidl eindeutig die Inspiration verloren gegangen. Fast eine Demontage der eigenen, oft bewiesenen Klasse.

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loveissuicide

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Bewertung4.5Uninteressant

Leider ist Ulrich Seidel mit dem Abschluss der Trilogie ein kleiner Rohrkrepierer "gelungen". Das Problem des Films ist meiner Meinung nach die Irrelevanz. Hier wird der Seidl'sche Finger auf etwas gezeigt, das in keinster Weise schockiert oder verstört. Die große Stärke Seidls war bisher, die unangenehme Wahrheit ins Rampenlicht zu rücken, zwar immer wieder ein wenig übertrieben, aber trotzdem stets recht unverschnörkelt. Hier kauft man der ganzen Sache die Prämisse dieses Abnehmcamps nicht wirklich ab. So trostlos wird das alles nicht sein, nehm ich an. Sollte ich falsch liegen, so bessert mich bitte aus. Trostlos, das ist so ziemlich alles in Paradies: Hoffnung. Der einzige, der sowas ähnliches wie Spaß hat, dürfte der männliche Trainer sein. Ziemlich unpassend finde ich das Verhalten des Arztes. Man erkennt zwar seinen inneren Konflikt, den er offensichtlich hat, aber diese Anwandlungen, die er an den Tag legt, sind dann doch sehr "schräg". Was er schlußendlich wirklich will, erfährt man nicht.
Der Rest? Alltagssituatuionen in einem Jugendferiencamp, die so ständig passieren. Viele Situationen werden viele, die in ähnlichen Feriencamps dabei waren, kennen: die Gespräche, Flaschendrehen, Alkohol, heimliches Rausschleichen in der Nacht,..
Leider überzeugte mich Teil 3 überhaupt nicht.

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maria.maria

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Bewertung7.5Sehenswert

Echte Gespräche, Probleme & Taten.
Paradies: Hoffnung überzeugt mit Echtheit. In manchen Szenen habe ich mein dreizehnjähriges-Ich wieder erkannt. Im Film geht es nicht um Dickleibigkeit. Nein, dies ist nur der Grund, warum sich die Personen treffen. Vielmehr geht es darum jung zu sein und Probleme zu haben. Trotz der Probleme ist der Film ungewohnt lustig. Oft musste ich lachen über die unglaubliche Lächerlichkeit des Abspeckcamps. In Szenen in denen die jungen Übergewichtigen gezwungen werden "If you are happy- clap your fett" zu singen, ist man sich nicht sicher, ob Lachen überhaupt erlaubt ist, es muss aber einfach sein. Ich denke Seidl provoziert das Lachen sogar durch die teilweise absurden Dialoge und Szenen. Er zeigt die Protagonistin Meli und ihre Mitleidensgenossen mit extremer Zärtlichkeit. Und trotzdem echt.

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loveissuicide

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Ja, echt schon, aber dadurch auch recht banal. Für einen Seidl ziemlich enttäuschend...



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