ParaNorman - Kritik

ParaNorman

US · 2012 · Laufzeit 93 Minuten · FSK 12 · Abenteuerfilm, Fantasyfilm, Horrorfilm, Komödie, Animationsfilm · Kinostart
  • 5
    totox 03.01.2016, 11:31 Geändert 05.01.2016, 20:05

    Formelhaft-moralisierende, fantasielose Story ohne Wärme, mit einem weinerlichen Geek als Haupthelden und Dialogen zum Fremdschämen. Ein Film, der politisieren will und Frustration reflektiert statt zu unterhalten.

    • 8

      Zweitsichtung. Ein guter Stop-Motion Film. Was rede ich? Ein sehr guter Stop-Motion Film. Wird wohl nicht nur bei einer Zweitsichtung bleiben.

      • 4 .5
        kid charlemagne 23.11.2015, 23:46 Geändert 24.11.2015, 23:52

        PARANORMAN paddelt stilistisch im Fahrwasser von CORALINE, MONSTERHOUSE oder TERKEL IN TROUBLE. Erreicht aber bei weitem nicht deren Originalität, Anspruch, Poesie und Tiefe in der Story und den Charakterzeichnungen, noch deren visuelle Brillanz.
        Die Personage von PARANORMAN wirkt wie aus MONSTERHOUSE und CORALINE zusammengeklaubt. Und trottelige Zombies, die unter von der Leine gelassenen Normalbürgern zu leiden haben, kamen mir auch reichlich bekannt vor. Die eigentliche Story und ihre Auflösung ist recht bemüht, was der Film scheinbar mit umso mehr Äktschn, Geschrei und Getöse wett zu machen versucht, wodurch das Erzähltempo wiederrum atemlos und hektisch wird.
        Und genau in Sachen Mimik lässt es PARANORMAN eben an Liebe zum Detail fehlen, und stinkt im Vergleich zu den o. g. Filmen total ab. Die Augenbrauen von Norman sind so ausdrucksstark wie aufgeklebte Haribo-Lakritzstreifen.

        1
        • 7 .5

          Ein Film zum Lachen und mit Liebe zum Detail, ein Film der seine Schwächen durch Humor, Story und tollen Szenen ausbügelt. So gefällt mir das ganze!

          • 8

            Mit sehr viel Liebe zum Detail und einer Menge Witz zieht ParaNorman für mich an Coraline vorbei. Ich stehe ja sowieso auf diesen ganzen Stop-Motion-Style und ParaNorman ist dafür ein Beispiel, das so grandios ist, dass es im Kino leider mehr oder weniger grandios untergegangen ist. Auch bei den Oscars 2013 war diesem kleinen Kunstwerk leider kein Glück gegönnt. Ich habe Merida, der damals triumphierte, zwar nicht gesehen, aber ich behaupte einfach mal, dass ParaNorman klar der bessere Film ist.

            • 9

              Horrorctober #4:
              Ich verrate euch ein Geheimnis.

              Ich liebe “ParaNorman”.

              Und jetzt das skandalöse: Ich liebe ihn mehr als “Coraline”.

              Wirklich wahr. Und ich frage mich, wie man ihn für konventionell halten kann. Ich saß damals mit meiner Familie in einer kinderbefüllten Vorstellung, manchmal lachend, manchmal weinend, aber immer mit dem Gefühl ein Stück Film mit Herzblut zu sehen.
              https://31.media.tumblr.com/3d46dd8abca958e823aad2f578f8806f/tumblr_nukhpvDPuV1u58bayo1_250.gif
              https://31.media.tumblr.com/21bbf93fdaefb6195a56f2915b4f2f02/tumblr_nukhpvDPuV1u58bayo2_250.gif
              Doch worum geht es?

              Protagonist ist der gute Norman, der ein Faible für Zombies hat und nicht sonderlich beliebt bei seinen Mitmenschen ist. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass er offen mit seiner Fähigkeit Geister von Verstorbenen zu sehen umgeht, ihm allerdings niemand glaubt. Die Eltern sind beschämt, Gleichaltrige meiden ihn. Der klassische Außenseiter.
              https://38.media.tumblr.com/a480a1ce3acaecd73911d402a9201ba9/tumblr_mv4rxamqea1rknfqpo1_500.gif
              Und worum geht es wirklich?

              Menschen schikanieren. Menschen verletzen. Und im drastischsten Falle bringen sie einander um. Wenn du nicht dem Konsens entsprichst bist du ein leichtes Ziel für Anfeindungen jeglicher Art. Es ist nicht fair und auch nicht gerechtfertigt, doch zumeist geschieht es aus Angst.

              Angst vor dem Fremden, dem Unbekannten, was nicht meiner Weltsicht entspricht. Natürlich legitimiert das nicht das bewusste Verletzen anderer, aber es ist ein guter Ansatzpunkt, um sich seiner Verantwortung klar zu werden. Ich bin Täter. Ich bin Opfer.
              https://33.media.tumblr.com/5ed238aeec1bffa9f14d9bdf76720a3b/tumblr_nuujmqlDkS1r3xg8ko1_540.gif
              https://33.media.tumblr.com/982f1653c1c9a18478a074294a39afb1/tumblr_nuujmqlDkS1r3xg8ko2_540.gif
              Opfer von Ausgrenzung, Gewalt und Diskriminierung und ich bin wütend, traurig und voller Scham. Bedeutet das, dass ich das Recht habe andere zu verletzen? Nein. Groll verbittert und lässt einen nicht zur Ruhe kommen. Man stagniert und verliert durch den vereinnahmenden Hass auf jeglichen Ebenen.

              Dann lieber den Menschen, die in allem eine Bedrohung sehen, konstant den Spiegel vor das Gesicht halten, solange bis sich niemand mehr über diese geniale Schlusssequenz aufregt:
              https://38.media.tumblr.com/c78aa48ee9ed16a91fa59b9f7e12b654/tumblr_ngvx1ayE3Z1te36ceo1_500.gif
              Also, wie kann man den Film bitte nicht mögen?

              4
              • 7

                "ParaNorman" ist schon durchaus eine kleine Perle, an seine ganz eigene Art muss man sich zwar erst etwas gewöhnen, doch dann kann er wirklich begeistern.
                Tolle Charaktere, die auf eine selbstironische Art recht klischeehaft, aber auch liebevoll und witzig gezeichnet sind, eine herausragende Optik und eine nette Story sorgen hier für eine wunderbare, frische Abwechslung zu den üblichen Animationsfilmen.
                Dazu sei auch gesagt, dass das hier keinesfalls ein reiner Kinderfilm ist, seine FSK-12-Freigabe ist schon durchaus berechtigt.
                Überdies stellt dieser Streifen auch eine kleine Liebeserklärung an das Horror- bzw. Zombiefilm-Genre dar, mit einigen netten Anspielungen, die an das ältere Publikum gerichtet sind.
                Die Gagdichte hätte vielleicht minimal dichter sein dürfen, dafür zünden sie aber auch richtig.
                Bei einer Zweitsichtung könnte die Bewertung vielleicht sogar noch etwas höher ausfallen, weil man hier wirklich erstmal reinkommen muss.

                • 8
                  Friedsas 18.07.2015, 23:27 Geändert 18.07.2015, 23:47

                  ParaNorman ist schon ein kleines Cinema"-Horrorfilm"-Goldstück, denn er nimmt das Genre einfach wunderschön aufs Korn, hat dabei aber trotzdem noch etwas Spannung und einen recht eigenständigen Look zu bieten. Natürlich bleibt alles Kinder-Animationsfilm konform aber bis dahin schlägt er sich super und ich weiß nicht aber mit Norman dem Vegeta Verschnitt wäre ich gute Freunde geworden.

                  Ich fand es toll die sehr leichten Klischees sowie auch die schwer erkennbaren auszumachen. Meine Lieblingsszene war übrigens: https://youtu.be/f-6nPajcKes - einfach grandios und witzig und so schön Meta!

                  Zu guter Letzt noch mein Lieblingszitat aus dem Film:

                  Mom: "LOS TRITT IHM INS ASTLOCH!!!!"

                  15
                  • 3

                    Also ganz ehrlich im Gegensatz zu Coraline
                    War das hier die reinste Folter...Bis auf die grandiose Animation etc. ist der Rest bullshit
                    Nach dem grandiosen Coraline hatte ich mehr erwartet aber naja

                    • 7

                      Ich behaupte einfach mal: Wer Coraline mag, mag auch ParaNorman. Die Animation ist wieder einmal großartig. Wenn man bedenkt, dass dies alles Stop-Motion ist, ist man wirklich beeindruckt. Und as einmal mehr bei dieser Detailverliebtheit! Die Figuren sind toll geschrieben und umgesetzt. Anders als bei Coraline ist die Story leider etwas vorhersehbar geraten. Dafür finde ich ParaNorman wesentlich witziger.

                      • 7

                        Der Film ist gut aber mehr auch nicht.Es war durchaus Spannung vorhanden aber nach ein paar Tagen denkt man auch nicht mehr daran.

                        1
                        • 6 .5
                          Dr.Hasenbein 02.12.2014, 03:59 Geändert 02.12.2014, 04:20

                          Paranorman ist ein etwas anderer Animations oder eben Stop Motion Film der liebevoll die alten Zombiefilme parodiert und sogar als Hommage durchgehen könnte.
                          Die Altersfreigabe von 12 Jahren ist hier mal gerechtfertigt, denn für die ganz kleinen ist der Film wirklich nichts.
                          Dafür ist er trotz seiner witzigen Art einfach doch zu gruselig oder eben immer mal wieder zu nah dran an den Filmen die er parodiert.
                          Aber ab diesem Alter dürfte hier wohl jeder seinen Spaß haben ohne sich großartig zu fürchten.
                          Leider habe ich aufgrund der Handlung, der Optik und der Herstellung den Fehler gemacht in im Vorfeld schon mit "Coraline", "Corpse Bride" usw zu vergleichen.
                          An die reicht "Paranorman" aber leider nie richtig ran.
                          Dafür hat mir einfach das gewisse etwas oder der nötige Drive gefehlt.
                          Zwar hat der Film alles was nötig ist um in der Klasse mitzuspielen inklusive genug skurrile Figuren, schafft es aber irgendwie trotzdem nie so richtig.
                          Besser als so manch lahmer Disney, Pixar oder Dreamworks Streich der letzten Zeit ist er aber allemal.
                          Zumal er eben mal etwas von der Norm abweicht und obendrein noch sehr gut gemacht ist und wunderbar schräg aussieht.
                          Insgesamt hat mir sogar "Monster House" (der ebenfalls alte Gruselfilme parodiert) besser gefallen.
                          Aber egal, kurzweiliger Spaß ist garantiert, ein Klassiker ist "Paranorman" aber nicht!

                          1
                          • 4

                            Im zweiten Drittel packte der Film einen Eimer voller Moral aus, tauchte einen großen Pinsel ein und wischte mir damit unablässig durchs Gesicht. Durch diese wirklich aufdringliche Geste konnte ich mich dann kaum mehr auf die furchterregend vorhersehbare Handlung konzentrieren. Aber immerhin hat es mich davon abgehalten, vollends einzuschlafen.

                            1
                            • 8 .5

                              Wenn ein Animationsfilm, oder in diesem Fall ein Stop-Motion Film, ab 12 Jahren freigegeben ist, kann das schon mal mein Interesse wecken. Meistens steckt dann ein gewisser Tim Burton dahinter, doch hier hat er ausnahmsweise mal nicht seine Finger im Spiel, sondern die Macher von Coraline. Und Coraline liebe ich abgöttisch, aber dazu in einer zukünftigen Kritik mehr. Auf ParaNorman habe ich mich schon lange gefreut, weil die Thematik schon im Trailer interessant aussah. Ich muss allerdings sagen, dass er nicht ganz an das große Meisterwerk Coraline heran reichen kann. Der Film hat dennoch enorme Stärken, die mich umgehauen haben, leider aber auch ein paar Schwächen, die aber nicht so stark wiegen wie die positiven Aspekte.

                              Norman hat es nicht leicht, denn er hat eine einzigartige Gabe : Er kann tote Menschen sehen und mit ihnen kommunizieren. Natürlich glaubt ihm das keiner und so ist Norman ein totaler Außenseiter, der gemobbt wird und mit Ausnahme von Neil keine wirklichen Freunde hat. Auch seine Familie steht nicht hinter ihm und besonders sein Vater ist maßlos überfordert. Eines Tages begegnet er seinem schwerkranken und zwielichtigen Onkel, der ihm irgendwas von einer Hexe und einer Invasion von Untoten prophezeit, die nur er aufhalten kann. Doch beim Versuch geht etwas schief und so erwacht die Hexe und die Untoten steigen aus ihren Gräbern. Doch Norman gibt nicht auf und will die Invasion trotz allem stoppen.

                              Der Film hat einen unfassbaren Zynismus auf Lager. Viele Gags sind sehr makaber, aber zeitgleich sehr witzig. Zudem gibt es zahlreiche Anspielungen auf Zombie-Klassiker und sogar Halloween und Freitag der 13te Freitag erhalten eine Hommage. Das erklärt die 12er Freigabe. Leider hat der Film ein Problem innerhalb der Story, denn gerade das Thema "Geister sehen" wurde hier nicht gründlich thematisiert. Es wirkt im Grunde total nichtig und war letztlich nur Mittel zum Zweck für die Haupthandlung. Doch die eben erwähnte Haupthandlung wird im späteren Verlauf so unglaublich packend und stark, dass man gerade nach dem emotionalen Finale diese kleine Schwäche vergeben kann. Optisch ist das Ganze eine echte Wucht. Wer schon die Optik von Coraline geliebt hat, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

                              Ok ok, wir haben hier natürlich die typischen Charaktere. Der kleine Junge dem keiner glaubt, die zickige Schwester, der strenge Vater, der Mobber der zum Freund wird und den einzigen, meist ebenfalls gemobbten Freund vom Hauptcharakter. Doch sie alle funktionieren hervorragend, auch wenn der ein oder andere schon etwas mehr Tiefgang verdient hätte. Wer mich aber richtig fasziniert hat war die Hexe, die eine unglaublich gut gemachte Figur ist und jeden anderen Charakter, dank ihrer unfassbar genialen Backstory, komplett alt aussehen lässt. Mit Abstand die genialste Hexe die ich seit langem in einem Film gesehen habe, die sogar für das ein oder andere Tränchen bei mir verantwortlich war.

                              Fazit : ParaNorman ist ein super Film, mit kleinen Schwächen, dafür aber mit einer "großen" Hexe und sehr kreativen Zombies, die mir auch sehr gut gefallen haben. Der Film wird von Minute zu Minute immer besser und wird mit einem grandiosen Final-Akt beendet. ParaNorman ist kein Film für Kinder, sondern auf Grund des ziemlichen zynischen Humors ein Stop Motion Animationsfilm für Erwachsene. Bitte mehr von solchen Filmen in Zukunft! Und vergesst die Szene nach dem Abstand nicht, sonst verpasst ihr eine kleine schnelle Erklärung über die Entstehung einer Stop Motion Figur.

                              8,5/10

                              2
                              • 6 .5

                                Die Optik ist wirklich toll. Den Weg bis zur natürlich total tiefgründigen Message begleiten fade Charaktere durch eine eher lahme Story zu einem zu dick aufgetragenen Finale. Keine Ahnung, für wen der Film gemacht sein soll, für Erwachsene ist er mMn zu kindlich, für Kinder aber stellenweise zu erwachsen - oder gehört es inzwischen für jeden 12jährigen (FSK-Freigabe) zum guten Ton, mindestens "Halloween" zu kennen? Sonst kann man ja mit dem Verweis darauf schließlich nichts anfangen...

                                Und muss man sich eigentlich darüber wundern, wenn ein 11jähriger ein absonderliches Verhältnis zum Tod entwickelt, wenn er offenbar gewohnheitsmäßig und mit Segen der Eltern harten Splatter schaut und sein Zimmer bis zur Decke mit Horror zupflastert?

                                1
                                • 6 .5

                                  Der Film hat tolle Anekdoten an Horrorklassiker (alleine Normans Handy-Klingelton...), sowie eine tolle Story und grandiose Effekte, jedoch habe ich den ganzen Film über nach deiesem unerklärlichen Funken gesucht, der aus einem guten Film manchmal einen sehr geilen Film macht; vergebens. Der Film ist spanbebd, und hat ein paar richtig gute Gags, jedoch geht ein zu großer Teil des Humors in Flachwitzen unter. Sehenswert, aber leider genauso schnell vergessen, wie geguckt...

                                  2
                                  • 6 .5

                                    Trotz einiger Unstimmigkeiten bezüglich der Dramaturgie ist „ParaNorman“ eine liebenswerte, detailverliebte und durchweg unterhaltsame Horrorkomödie, die abwechslungsreich auf das moralisch konzipierte Ende vorbereitet.

                                    • 7 .5

                                      Die Story hätte etwas mehr Pep verdient, aber die Effekte sind toll und die kleinen von Zeit zu Zeit untergeschobenen Witze sind nicht an Kinder gerichtet. Spongebobesk würde Kafka sagen.

                                      1
                                      • 7 .5

                                        Ein weiterer, verschrobener Stop-Motion Animationsfilm von den Machern von Caroline.
                                        Von diesem Animationsstil bin ich eigentlich kein Fan aber hier hat es mir ganz gut gefallen. Die Tiefenwirkung ist klasse, Pop Outs gibt es nicht viele, aber da das 3D Bild so gut ist, hat es mich kaum gestört. Obwohl ein paar mehr davon nicht geschadet hätten. Die BD bietet ein sehr schönes 3D Cover Schuber. Die 12er Freigabe geht in Ordnung.

                                        • 7 .5

                                          Schon wahr, der Film ist nicht bis ins letzte Detail perfektioniert und besonders bei der Story hätte man noch einiges rausholen können. Trotzdem hatte ''ParaNorman'' einige gute Gags und eine Menge Unterhaltungswert!

                                          1
                                          • 7

                                            Norman ist anders als die anderen Kinder, denn er kann Tote sehen und, wie sich das nun einmal gehört, sich auch mit ihnen unterhalten – klarer Fall von Außenseiter!

                                            Während ich mit "Coraline" nicht übermäßig viel anzufangen wusste, hat mich dieser Streifen, der aus derselben Stop-Motion-Schmiede stammt, durchaus überzeugt. Anfangs zunächst noch etwas verhalten, dann aber temporeicher mit einer gleichzeitig zunehmenden Gag-Dichte. Optisch saustark inszeniert und mit einigen witzigen Charakteren versehen (bspw. die dumpfbackige Schwester und ihr stumpfsinniger Freund); daher sorgt "ParaNorman" insgesamt auch für ein überdurchschnittliches Filmvergnügen, das eben nicht ausschließlich für die kleinen Cineasten produziert wurde.

                                            7
                                            • 8

                                              „Paranorman“ ist mit Sicherheit nicht der Kinderfilm, für den ihn so mancher hält.
                                              Vielmehr versteckt sich hinter den knuffigen Animationen eine überraschend ernste Hommage an alte Horrorschinken. Querbeet durch ältere und jüngere Horrorfilmvergangenheit zitiert sich „Paranorman“ und bietet so vor allem für ältere Zuschauer viel Spaß.
                                              Zumindest bis kurz vor Schlussakt hat der Film nämlich so einige gute Gags zu bieten, nutzt seine eher unübliche Animationsweise für allerlei skurrile Figuren und hat damit die Zuschauer auf seiner Seite.
                                              Die Story an sich ist schnell erzählt und ist im Grunde auch nicht das, was „Paranorman“ über die Masse hebt. Ein alter Hexenfluch muss aufgehoben werden und Norman, der mit Toten sprechen kann, ist natürlich der Einzige, der das schafft. Viel eher ist es das Herz, das die Macher in diesen Film stecken. Die liebevollen Stop Motion - Animationen, die versteckten Verweise auf sogenannte Horrorklassiker – all das sorgt für gute Laune. Zumal das Figuren-Gespann tatsächlich einige Lacher zu verbuchen hat.
                                              Allerdings nimmt die Gagdichte mit fortschreitender Laufzeit immer weiter ab, sodass sich das Finale als erstaunlich spannend und ernst entpuppt. Manch einem wird das sauer aufstoßen, ich bin doch sehr angetan. Hier holen die Macher noch einmal alles aus sich heraus, sowohl inszenatorisch als auch animationstechnisch und liefern ein gelungenes und zugleich emotionales Grande Finale. So ganz ohne Hau Drauf. Gibt es auch immer seltener.

                                              18
                                              • 8

                                                Unglaublich gutes Stop-Motion Abenteuer was die Animation betrifft. Auch der rest des Films ist durchgehend gelungen.

                                                • 7 .5

                                                  Der junge Norman ist ein Außenseiter, fast wie aus einem Tim-Burton-Film, der versucht, seine besondere Gabe, er kann nämlich mit den Toten kommunizieren, zu verstehen, als ein mysteriöser Hexenfluch seine kleine, beschauliche Heimatstadt bedroht und es scheinbar an ihm liegt, alles wieder ins Lot zu bringen. "ParaNorman" kennt seine Vorbilder und referenziert sich einmal quer durch die Horrorfilmgeschichte, liebevoll und detailreich. Richtig unheimlich wird es dabei zwar nie, aber das gespenstische Schaulaufen präsentiert sich in einer charmanten, spukhaften Atmosphäre, die sich, wie auch das Design und die sorgfältigen Stop-Motion-Animationen, sehen lassen kann. Und "ParaNorman" spielt gekonnt mit Stereotypen, bricht Klischees, weiß wie der Hase läuft, nutzt erst abgegriffene Schemata, um sie dann doch kühn zu umgehen, sich nicht daran zu halten, sondern seine eigene, herzliche Geschichte ganz erfrischend zu erzählen.

                                                  11
                                                  • 7 .5

                                                    Schaurig schönes Zombie-Märchen mit vielen gelungenen Gags und einer kleinen Portion Grusel. Liebevolle Animation und skurrile, sympathische Charaktere machen den Film zu einer feinen Unterhaltung für die gesamte Familie. Muahaha!

                                                    1