Die Affäre

Partir (2009), FR
Laufzeit 86 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 28.01.2010

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7.1 Kritiker
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von Catherine Corsini, mit Sergi López und Yvan Attal

Suzanne ist eine Frau um die 40. Mit ihrem Mann und ihren beiden jugendlichen Kindern führt sie ein beschauliches Leben in Südfrankreich. Doch der Müßiggang ihrer bürgerlichen Existenz beginnt sie zu langweilen und sie beschließt ihre Arbeit als Physiotherapeutin wieder aufzunehmen, jetzt wo die Kinder groß sind. Ihr Mann lässt für Suzanne auf dem Anwesen eine Praxis bauen. Die Bauarbeiten übernimmt Ivan, ein Hilfsarbeiter, der im Gefängnis war und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Als Suzanne und Ivan aufeinandertreffen ist die gegenseitige Anziehungskraft so stark, dass Suzanne beschließt ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen, um sich dieser verzehrenden Leidenschaft völlig hinzugeben.

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Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Die Affäre

Ulrich Behrens

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8.0Ausgezeichnet

Vieles an der Thematik dieses Films erinnert mich an Claude Chabrol. Dabei inszeniert Catherine Corsini ihren Streifen unaufdringlich, manchmal schon fast nüchtern. Corsinis Helden sind immer Heldinnen. Jene Frauen, die an einem bestimmten Punkt entschlossen und entschieden an einem Weg, einem Ziel festhalten, wovon niemand sie mehr abbringen kann. Es ist auch diese Konsequenz, die Suzanne treibt. Der deutsche Titel des Films – "Die Affäre" – erweckt den Anschein von etwas Flüchtigem, Vorübergehenden. Das täuscht. Die Beziehung Suzannes zu Ivan mag anfangs diesen Eindruck vermitteln. Doch Suzanne geht es nicht um etwas Flüchtiges.

Kristin Scott Thomas spielt eine Frau, die bereit ist, ihre bisherige sozial gehobene Position als Frau eines vermögenden Arztes aufzugeben. Sie weiß darum, dass auch ihre Kinder das irgendwann verkraften werden – zumal zumindest ihr Sohn uneingeschränkt zu ihr hält. Doch nicht nur das. Suzanne ist bereit, jede Mühsal auf sich…

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M. Wannhoff: Schnitt M. Wannhoff: Schnitt

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7.0Sehenswert

Dreht sich Die Affäre schon durch seine nicht-lineare Erzählung wortwörtlich im Kreis, so gebiert sich der Film auch darüber hinaus als Drama der expliziten Verweise, der beim Wort genommenen Metaphern. Subtil ist hier wenig, weshalb die Geschichte der frustrierten Hausfrau, die ihren Gemahl mit einem bulligen Schwarzarbeiter betrügt, auch vom Betrogenen selbst auf die Formel gebracht wird: »la bourgeoise et le prolo«.

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Richardlöwenherz

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Wie Bitte ?


Thilo Wydra : br-online Thilo Wydra : br-online

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7.0Sehenswert

Sehenswert ist "Partir" vor allem aber aufgrund seiner wunderbaren Hauptdarstellerin Kristin Scott Thomas, in deren herb-apartem, kantig-feinem Gesicht sich so Vieles ablesen lässt, sich so Vieles spiegelt, und die auch hier wieder vollkommen unprätentiös erscheint.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Wie so oft hängt viel von den Hauptdarstellern ab. Kristin Scott Thomas, die man öfter sehen möchte, läuft hier als Susanne zur Hochform auf. Sergi Lopez (Ivan) ebenfalls. Die undankbarste Rolle als unsympathischer, herrschsüchtiger Ehemann, der ja seine Strafe erhält, hat Ivan Attal zu spielen. Eine leidenschaftliche Kinotragödie, ganz schön wirklichkeitsnah und fast glaubwürdig abgehandelt.

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Anna M. Tekampe: critic.de

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Die Fokussierung auf den Genreplot verdeckt in Partir das darunter durchscheinende Frauenporträt, das den eigentlichen Reiz des Films ausmacht. Die Elemente für eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Motiv des Kampfes um persönliche Freiheit in der Mitte des Lebens sind in Corsinis Film durchaus angelegt, werden aber durch eine übertrieben dramatische Inszenierung weitgehend verschüttet.

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Kommentare (5) — Film: Die Affäre

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Jack_Torrance

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Bewertung5.0Geht so

Eine Treppe. Ein Bett. Er und sie. Er schläft. Sie nicht. Sie steht auf. Sie verlässt das Zimmer. Das Haus. Ein Schuss.
Dies ist der großartige Beginn eines ansonsten nicht gerade großartigen Filmes: Die Affäre.
Während man zu Beginn darauf brennt zu wissen, was sechs Monate zuvor passiert ist, ist man am Ende enttäuscht: enttäuscht über ein überkonstruiertes Ende einer überkonstruierten Story. Allzu oberflächlich wird auf das Thema die Ehe als Fessel eingegagen, was man an der übertriebenen Verteufelung des Ehemannes erkennen kann.
Prädikat: Nicht besonders wertvoll.

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Janus Winter

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Bewertung4.0Uninteressant

Gute Darsteller, highlightfreies Drehbuch.

Bunnyfaktor: 0

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8martin

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Bewertung3.0Schwach

Einer der Filme aus der endlos langen Reihe der Ehedramen. Hier ist es wieder einmal die wohlsituierte Mutter von zwei Kindern (Kristin Scott Thomas), die sich in den Bauarbeiter Sergi Lopez verliebt. Auch wenn es kein echter Kriegsfilm ist, so kann man den Ehekrieg doch in die Kiste „Im Westen nichts Neues“ stecken. Das einzige Unterscheidungsmerkmal zu der übrigen Masse ist, der finanzielle Überlebenskampf der Frau, nachdem ihr der verlassene Ehemann (Yvan Attal) den Geldhahn zugedreht hat. Das wird breit ausgewalzt. Dabei reichen ihre Versuche an Geld zu kommen von sinnlos bis albern. Und der einzige Unterschied zwischen Ehemann und Lover scheinen doch wohl die Aktivitäten auf der Matratze zu sein. Als dann noch die Lösung von Truffauts ’Die süße Haut’ gleich zweimal daherkommt, ist die Luft vollends raus. Kann die Lösung wirklich ein Schuss sein? Höchstens der in den Ofen. K-V.

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Der Franzose

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Habe selten so eine gut gespielte Leidenschaft zwischen Darstellern gesehen, hervorragender Film !

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Ripley1

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Okay, habe mir "Die Affäre" bestellt.


Ripley1

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Habe gerade "Die Affäre" gesehen. Beeindruckend was das Schauspiel, vor allem von Kristin Scott Thomas. Die Story...na ja, eben eine amour fou, wie man sie aus dem Kino kennt, nicht aus dem Leben.


spanky

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Bewertung7.5Sehenswert

Intensiv ist Kristin Scott Thomas Adjektiv. Sie filtert die Essenz relativ dünner Geschichten mit Leichtigkeit hervor und trägt sie mit Stolz und Perfektion auf dem Silbertablett ihrer Kunst.

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