Pee-wees irre Abenteuer

Pee-wee's Big Adventure (1985), US Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Komödie, Abenteuerfilm

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.7
Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.1
Community
178 Bewertungen
24 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Tim Burton, mit Paul Reubens und Elizabeth Daily

Hier ist Pee-Wee Herman! Besondere Kennzeichen: rote Fliege, grauer Anzug, Pfannkuchen-Make up und eine Lache wie ein Schlag ins Gesicht. Pee-Wee’s ganzer Stolz ist sein Fahrrad, ein Cadillac auf zwei Rädern, ein Traum in Stahl und Chrom oder kurz: das beste Fahrrad überhaupt. So bricht denn seine kleine bunte Welt inklusive Cowboy- und Indianertapete und Häschenpantoffeln zusammen, als das Superrad gestohlen wird. Täter sind entweder die Russen (immerhin ist Pee-Wee Amerikaner und das Rad war rot) oder aber der fette, gemeine Nachbarssohn. Ob Pee-Wee sein geliebtes Fahrrad jemals wiedersieht und warum deshalb die ehrwürdigen Warner-Studios zu Hollywood das totale Chaos erleben, erzählt dieser Film.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (1) — Film: Pee-wees irre Abenteuer

Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Tim Burtons Kinodebüt, produziert für Warner, markiert gleichzeitig seinen Abschied von Disney. "Pee-wee's Big Adventure", die Spielfilmversion der Abenteuer vom kindlich-naiven Pee-Wee Herman, der Kunstfigur des Stand Up-Komikers Paul Reubens, entwickelte sich zu einem Überraschungserfolg, erwies sich als Eintrittskarte und vor allem auch als erster subversiver Schritt: Der Film erklärt einen weirdo auf der Suche nach seinem geliebten roten Fahrrad, einen kleinen Jungen im Erwachsenenanzug, einen anarchischen Chaoten in weißen Kinderschuhen, ja, einen queeren Charakter, der roten Lippenstift und Rouge auf den Wangen trägt, zum Star einer mit Road-Movie-Elementen untersetzten Mainstream-Komödie für die ganze Familie. Pee-Wee, verbarrikadiert in einer eigenen bunten Kinderwelt aus Spielzeug und Erfindungen, so unschuldig wie quirlig, so liebenswert wie hysterisch, ist der klassische Burton-Antiheld. Er ist so absonderlich wie schon Vincent, so übermütig wie Viktor in "Frankenweenie", und er verkörpert jenen Außenseitertyp, der eine normative Erwartungshaltung mit kindlichen Zoten konterkariert, und deshalb als Sonderling gelten muss: "I'm A Loner Dottie, A Rebel", gesteht er folgerichtig seiner Freundin. [...]

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Hitmanski

Antwort löschen

:)


Mimuschka

Antwort löschen

tolle kritik, kann ich so unterschreiben!



Kommentare (23) — Film: Pee-wees irre Abenteuer


Sortierung

Lorion42

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Mag an der Synchronisation liegen, aber die Hauptfigur war ziemlich nervig. So ist leider viel von dem Charme verloren gegangen, den diese Komödie wirklich zugesprochen werden kann. Der Film strotz vor kreativen Idee, doch die Geschichte ist nur ein loser Aufhänger ohne inneren Zusammenhalt. War einfach nicht meine Art von Humor. Mag für Kinder noch unterhaltsam sein, bleibt für mich nur eine Ode an das Einzelgängertum.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

totox

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Ein tuntiger Spinner, der sich wie ein extrem verzogenes Kind benimmt - das ist nur nervig. Es gibt lustige Szenen, aber die sind lustig trotz und nicht wegen der Hauptfigur.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Brentano

Antwort löschen

Pee Wee war dekadent-exisitentieller Kult zu seiner Zeit.
Sicher, für manche sind "Individualisten" immer nur "Spinner", weil sie nicht wie andere, brave Durchschnitts-Konsumenten an der Werkbank stehend "tapfer" ihr Leben fristen und das Lied des Fließbands aus Überzeugung mit singen, schon recht, ....

"Ich mag so gern am Fließband stehn, so schön ich das und dies fand, am schönsten ist's am Fließband" (Scheibner)


Audreyfan

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

"Das bist du, aber was bin ich?"

Hier ist der Name des Films Programm. Pee-Wee Herman nimmt uns mit auf seine irren Abenteuer.
Pee-Wee ist ein Einzelgänger. Ein Rebell. Der Tag fängt für ihn ganz normal an, doch dann sagt sein Horoskop ihm, er solle nicht das Haus verlassen. Er macht sich nichts draus. Hätte er bloß auf sein Horoskop gehört. Denn sein heißgeliebtes Fahrrad wird ihm gestohlen und die irren Abenteuer fangen an. Zuerst versucht er es normal zu finden, dann gerät er an eine Wahrsagerin, die ihn nach Texas schickt. Auf seiner Reise begegnet er allerhand Leuten, die alles, aber nicht normal sind. Eigentlich ist hier nichts normal. Der gesamte Film ist so wunderbar irre, abgedreht und verrückt, dass ich oftmals minutenlang nicht mehr aus dem Kichern herauskomme. Im Gegensatz zu anderen Burtonfilme wird dieser Humor nie zuviel, er gerät nicht ins Lächerliche und man kann Pee-Wee einfach nur gerne haben :)

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

RoosterCogburn

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Pee-wees erstes Kinoabenteuer ist auch Tim Burtons erster Langfilm. Auch wenn ich dies nicht als typischen Burton-Film bezeichnen würde - er muß sich zu sehr daran halten die Welt der Bühnenfigur zu verfilmen - so sind doch einige seiner späteren Stilelemente schon erkennbar: z.B. die Beziehungen zweier Welten (der uns bekannten Realität und der schrägen Fiktion Pee-wees), Kamera-Fahrten und Verfolgungen u.a.
Ich merke beim zusehen das Burton hier zu Werke ist, aber von Warner an der Leine gelassen wurde. Im Vergleich zu "Beetlejuice", der drei Jahre später raus kam, kann dieser hier natürlich nicht mithalten. Aber Burtons erster Langfilm lässt es bei aller Künstlichkeit nie an Witz fehlen. Es ist ein herrlich überdrehter Spaß für große Kinder geworden.

Komiker Paul Reubens spielt hier sein populäres Alter Ego "Pee-wee Herman". Er trat von 1980 bis Mitte der 90er in Bühnen- und TV-Shows in der Rolle auf. Ein zweiter, wesentlich schlechterer Kinofilm folgte 1988. Reubens wurde Anfang der 90er wegen der Erregung öffentlichen Ärgernisses festgenommen. Die Angelegenheit wurde in den Medien ganz schön breit getreten. Somit war sein Ruf als TV- und Kinderstar (Pee-wee's Playhouse) dahin und er hat sich davon auch nie erholt.

bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Punsha

Antwort löschen

Ist sogar besser finde ich.


RoosterCogburn

Antwort löschen

So sieht das jeder anders. Für mich steckt Burton hier eindeutig in den Kinderschuhen und kann sich nicht vollends entfalten.


ossgewalt

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Anfangs nervtötend und langweilig wird es zum Schluss zu fast noch lustig. Insgesamt kann man sich diesen Streifen sparen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Brentano

Antwort löschen

sparen, auf der Volksbanfk wieviel Rendite gibt es denn darauf?


Cayopei

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Was für eine bizarr-anarchische Komödie. Interessant, dass Pee-wee seinerzeit der größte Star im amerikanischen Kinderfernsehen war. Hier begibt er sich auf der Suche nach seinem Fahrrad auf eine Odyssee durch die USA und findet dabei u.a. heraus, dass das Alamo keinen Keller hat. The Story of a Rebel and his Bike. Stark!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Alex.de.Large

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

OUTSTANDING =-> Retardieren auf einem extrem hohen Niveau.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

mondnacht112

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Ihr könnt sagen was ihr wollt ! der hier is der übertriebenste @tim burton film den ich jemals sah :D
der ist schon so übertrieben geil das man sich scheckich lachen kann und sagt nichs bevor man urteilt muss man erkennen das der Wehrte Herr Burton immer paar hintergedanken bei behält die diesen film echt Knuffig und liebenswet machen :3

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kurono

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Ohne Internet hätte ich von der Existenz der Kunstfigur Pee-wee Herman wahrscheinlich nie erfahren und damit natürlich auch nicht von seinen Film, der in Deutschland ziemlich unbekannt war und es vlt. noch ist. Ich glaube sowieso diese „Pee-wee Sache“ ist ein zutiefst „amerikanisches Ding“. Man muss damit schon irgendwie groß geworden sein, um es wertschätzen zu können. Zumindest ist das meine kleine Erklärung warum „Pee-wee´s Big Adventure“ da drüben ein Kultfilm ist und bei mir nicht zündet.
Ich sitze vor diesen Kultfilm und verstehe nix.
Ich verstehe nicht was daran lustig ist. Ich verstehe nicht warum die Figur so beliebt ist. Ich verstehe gar nix. Sorry, I Don`t get it!

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr. Pink

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tim Burton schickt Pee-wee Herman auf einen durchgeknallten Road Trip und damit in ein wahrhaft irres Abenteuer. Der Titelheld kommt schon mit einer spürbaren Portion Nervigkeit daher, aber trotzdem macht es aufgrund der Skurrilität des Films einen Heidenspaß, wenn dieser komische Kauz sich in dieser kunterbunten, fantasiereichen Welt auf die Suche nach seinem über alles geliebten Fahrrad begibt. Ein toller Debütfilm, der mit seinen abgefahrenen Ideen kurzweilig witzig ist und mit viel Liebe in Szene gesetzt wurde.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

jacker

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ich sehe einen kleinen Jungen. Wie alt er ist lässt sich schwer sagen, vielleicht 4, maximal allerdings 6. Er sitzt voller Vorfreude und ziemlich hibbelig auf der Rückbank eines flagschiffgroßen Cadillac's aus den Sechzigern, welcher gerade im Inbegriff ist auf den Parkplatz eines großen, lauten und unheimlich bunten Freizeitparks einzubiegen.
Der Junge drückt sich an der Autoscheibe die Nase platt und kann es kaum erwarten das Ticket welches ihm sein Vater in wenigen Minuten kaufen wird in den Händen zu halten. Die Zeit bis er das Drehkreuz am Eingang passiert hat erscheint ihm endlos, doch als er dann das Klicken eben dieses vernimmt - schon fast verschluckt von jahrmarktartiger Drehorgelmusik, dem Murmeln und Schreien tausender Menschen und dem Dröhnen der Karussels - wird ihm endgültig warm ums Herz.
Er ist überwältigt von der Atmosphäre, stürmt an die ersten Buden wo er mit bunten Bällen auf Dosen wirft, danach steigt er direkt in das kunstvoll bemalte Kettenkarussel um abzuheben. Dann eilt er weiter und auf seinem Wege begegnen ihm Vorführungen mit Tigerdompteuren und ein barockes Gruselkabinett in dem dunkle Monster und weiss geschminkte Vampire sein Herz auf Achterbahnfahrt schicken. Um sich zu erholen spendiert ihm sein Vater ein Eis - ein riesiges Eis - mit Kugeln in allen Farben, mehreren (noch bunteren) Saucen und einem großen Schlag Sahne und sie setzen sich an einen runden bunten Tisch um das Treiben der Leute zu beobachten, den verkleideten Maskottchen des Jahrmarkts, den Cowboys und noch vielen anderen!
Satt und geschafft reiten sie an der anderen Ecke des Parks bei den Zirkusleuten auf einem Elefanten, erkunden das Hexendörfchen, fahren im Auto-Scooter und nehmen zum Abschluss dieses riesigen Tages eine Fahrt in der größten und schnellsten Achterbahn. Als der Wagen ganz oben angekommen ist und eine Schleife fährt, von der der Junge den ganzen Park sehen kann entsteht ein besonderer Moment: Im Kopf des Jungen kreisen tausende von bunten, verspielten und aufregenden Einflüssen umeinander und bis auf das Wissen dass das hier der beste Tag seines Lebens ist, kann er keinen klaren Gedanken fassen. Doch plötzlich ist sie da diese spontane Erkenntnis: Er will für immer Kind bleiben und genau diesen Tag immer und immer und immer und immer wieder erleben.

Mittlerweile ist der kleine Tim erwachsen geworden, hat schon einige tolle Filme gedreht und sich, wie auch uns immer wieder versucht das unbeschreibliche Gefühl dieses Tages näher zu bringen. Mal schien die Geisterbahn durch, mal die Zirkusartisten, mal auch der kleine bunte Märchenwald aus dem Freizeitpark, aber immer war er bemüht diese wundervolle Verspieltheit und ein wenig dieser kindlichen Sicht zu bewahren.

"Pee-Wee's irre Abenteuer" ist sein erster Spielfilm und in meinen Augen direkt sein bester - denn dieser Film ist der Tag im Freizeitpark. Ein Kind gebliebener Protagonist in einer bunten Welt aus Farben und Spielereien, eine maßlos übertriebene und genau dadurch perfekte Darstellung seiner Suche nach dem liebgewonnenen Fahrrad und ein bisschen von allem: etwas Grusel, viel Humor und etwas durchweg märchenhaftes.

Absolut schön und absolut genial!

bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Andy Dufresne

Antwort löschen

Ganz großartiger Kommentar!!!


jacker

Antwort löschen

Ich danke euch beiden :]


kobbi88

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

„Was ist denn das? (Alp)träume ich? Oder hab ich bereits geschlafen und bin nun am nächsten Morgen im Toggolino-Kinderprogramm gelandet? Alex, schalte das alles ganz schnell wieder weg!!“
So oder zumindest so ähnlich waren meine Gedanken, als ich gestern etwa 15 Minuten diesen Film angesehen hatte. Ein knallbunter, verrückter, durchgeknallter Kinderfilm mit einer Witzfigur als Hauptperson!
Aber ich habe dann nicht umgeschaltet. Und bin froh darüber! Denn je länger dieser Film dauerte, umso mehr hat er mich doch in seinen Bann gezogen. Ich wollte immer mehr wissen, wie es weitergeht, ob der kindliche Erwachsene (oder das sehr erwachsen aussehende Kind) Pee Wee sein echt geniales Fahrrad wieder zurückbekommt. Und vor allem wie! Aus lächerlichen Personen wurden plötzlich liebenswerte Charaktere. Aus merkwürdigen Geschehnissen wurden skurrile Abenteuer. Und aus der Witzfigur Pee Wee wurde die witzige und hochsympathische Figur Pee Wee.
Zwar wird für mich kein alles überragender Film daraus, aber er hat mich sehr positiv überrascht.
Es ist einfach ein knallbunter, verrückter, durchgeknallter (Kinder-)Film mit einer skurrilen und immer sympathischer gewordenen Figur als Hauptperson.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

8martin

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Das ist schrilles, etwas abgespactes Popcorn-Kino, was Tim Burton da abgeliefert hat. Wie so oft ist sein Erkennungszeichen die quietschebunte Ausstattung. Und da es ihm ja nie an fantasievollen Einfällen mangelt, ist das auch recht unterhaltsam. Gleich zu Anfang ist die Frühstückszubereitung mit dem Dominoeffekt das Highlight des Films. Später streifen manche Szenen die Grenzen zum Albern-Affigen. Doch Dank des titelgebenden Hauptdarstellers Pee Wee Herman (Paul Reubens) ist das immerhin noch spaßig. Die Komik lebt von der Übertreibung. Die Suche nach dem Fahrrad ist ein Comik mit unaufdringlichen Anleihen bei Tarzan, Bond und Spielberg, ein skurriles Roadmovie. Der Hauptdarsteller ist ein Mischung aus Mr Bean und Kad Merad von den Sch’tis.
Man klopft sich zwar nicht auf die Schenkel und schmeißt sich nicht weg vor Lachen, aber zum Schmunzeln und zum Staunen über die abgefahrenen Ideen reicht’s.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

satura82

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

Da zappt man durch die Kanäle und landet bei diesem völlig skurrilen und nervigen Film. Zugegeben ich habe nur die letzten 20-30 min des Films gesehen aber die haben ausgereicht um zu wissen, die ersten 60 min will ich echt nich sehen. Pee-Wee nervt derartig ab, das ist unvorstellbar. Der Film ist wie ein Verkehrsunfall, man schaut hin und fragt sich ähnlich wie bei RTL2 Sendungen andauert wie blöd kann es noch werden und bleibt dadurch einfach dran. Nur ist das kein wirkliches Qualitätsmerkmal...
Ich mag Tim Burton Filme sehr, vor allem wegen ihrer Phantastik. Aber dieses Machwerk ist derart überphantastisch das es schon völlig verrückt wirkt.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

kobbi88

Antwort löschen

Aber trotzdem bezieht sich deine Wertung auf den ganzen Film (also die Zahl an sich), und die hat dann einfach überhaupt keinen Aussagewert mehr. Man kann einfach nicht vom aus dem Zusammenhang gerissenen Schluss (oder auch Anfang oder Mittelteil) eines Films auf den gesamten Film schließen, selbst wenn einem am Ende der Film dann auch nicht besser gefällt. Und das gilt für so ziemlich jeden Film. Also, das mal prinzipiell ;)
Naja, immerhin schreibst du es auch in deinen Kommentar hinein, hast recht. Das muss man dir immerhin zu gute halten ;)


werner-holt

Antwort löschen

Hey Satura, Du hast recht. Was für ein kranker Scheiß! Unglaublich das Tim Burton danach noch Filme machen durfte.


Pyro 91

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Locker-leichtes Roadmovie, das keine Minute langweilig ist und mit fantasievoller, kindlicher Naivität förmlich überquillt. Obwohl die Hauptfigur ständig Grimassen schneidet, mit hoher und lauter Stimme spricht und überkandidelt durch die Gegend springt, habe ich viel gelacht, anstatt genervt zu facepalmen. ;)

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hellbilly

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ich glaube wir alle und insbesondere Tim Burton selbst können heilfroh sein, dass man ihn nach diesem Erstling in Spielfilmlänge weiter hat Filme drehen lassen und nicht sofort in irgendeine Anstalt eingeliefert hat. Dass Burton – gelinge gesagt – einen kleinen Hau hat, wissen wir ja alle. Aber was ihn hier geritten hat, würde mich wirklich interessieren.
Ernsthaft, so eine Geschichte mit einem solchen Hauptdarsteller zu verfilmen, erfordert unglaublich viel Mut. Das hätte auch verdammt schnell nach hinten losgehen können.
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie schafft es Burton, dass dieser Film zu einem kurzweiligen Spaß wird und den Zuschauer trotz simpelster Handlung unterhält. Und dabei nervt der Hauptdarsteller dermaßen – einfach unbeschreiblich, wie gerne man ihm ununterbrochen in die Fresse schlagen würde, damit er endlich aufhört zu kichern und zu grinsen. Und andererseits wird er einem von Minute zu Minute sympathischer. Ich versteh es nicht…

Man braucht echt Nerven für diesen Film – eisenharte Nerven, Leidensfähigkeit und ganz, ganz viel abgedrehten Humor. Man muss es durchstehen wollen, man kann es durchstehen, man wird es letztlich mit Freuden durchstehen, denn auf seine ganz spezielle Art kann dieser Film Menschen in seinen Bann ziehen und verzaubern, wie man es aus späteren Burton-Produktionen kennt. Das ist alles noch nicht so rund und bis auf den Millimeter passend ausgearbeitet, aber man sieht unzweifelhaft, wo die Reise mit diesem Mann einmal hingehen wird. Pee-wee ist ein würdiger und zugleich fast hassenswerter erster großer Charakter ins Burtons Werk, den jeder erlebt und durchlitten haben sollte, der diesen Regisseur genauso faszinierend findet, wie ich.

Nur Mut Leute, ihr könnt nur verrückter rauskommen als ihr in diesen Film gegangen seid – es gibt schlimmeres…

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

NewZooYorker

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Was soll ich sagen. Das war also Burtons erster richtiger Film. Auch sein erster Film stellt mit seinen verrückten Ideen keine Ausnahme da. Aber bei Burtons Erstling merkt man doch irgendwie, dass es einer seiner früheren Werke ist. Die nachfolgenden Filme haben vielmehr Skurrile und merkwürdige Geschichten und Charaktere, was aber nichts schlechtes heißt. Pee-wee ist ein so herrlich schräger Charakter. Er hat mich dauernd an Sheldon aus TBBT erinnert. Man muss in einfach ins Herz schließen. Auch sonst macht Burton hier nicht viel falsch. Der Film erlässt nie den Eindruck eines Low-budget Films. Obwohl er mit einem vergleichsweise geringem Budget entstand, wurde er toll produziert. Die Geschichte rund um Pee-wee und seine Abenteuer scheint vielleicht etwas kindlich, aber ich konnte auch als (fast) Erwachsener gut lachen.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Weltenkind

Antwort löschen

Der Vergleich mit Sheldon schmerzt.


Hellbilly

Antwort löschen

Ich hatte auch die ganze Zeit Sheldons Gesicht vor mir - nach "Monster House" schon der zweite Film, der aufdeckt, warum sich Mr. Cooper heute so komisch aufführt. Der Mann muss in jungen Jahren bis aufs Blut traumatisiert gewesen sein. Erst will ihn ein Haus auffressen, dann klaut ihm jemand sein Fahrrad... schlimme Kindheit!


Chillja

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Wenn dich ein Film, der so nebenbei im Fernsehen läuft, derart ankotzt, dass du dir am liebsten die Zehennägel rausreißen würdest um dir damit die Augen auszukratzen, dir mit einem Bleistift das Trommelfell durchstoßen und mit deinem Kopf unaufhörlich, mit heftigen Stößen die Wand durchschlagen würdest, dann, ja dann hat es Tim Burton wirklich geschafft und du schaust "Pee-Wees irre Abenteuer".

Dieser Film ist wie eine geisteskranke Vision eines bis zum Wahnisnn gequälten, zu Tode verurteilten Sträflings, gefangen in seinem eigenen Alptraum, der niemals endet.
Ich bin erschüttert, angewidert und unglaublich froh die Möglichkeit zu besitzen UM- oder besser noch AB-zuschalten. Ich suche mir nun die nächste Brücke zum Runterspringen, denn dazu soll dieser Film scheinbar ermutigen!

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

Weltenkind

Antwort löschen

Prinzipiell ist die Intention eines Kommentars unter einem Kommentar nur das Austauschen der Meinungen, die gegebenenfalls zu einer Diskussion führen können. Aber deine äußerst abfällige und abwehrende Haltung erstickt jeden Versuch im Keim weswegen ich dann auch nicht weiter darauf eingehen will. Ignoranz findet sich nicht nur bei Fans, ebenso bei Kritikern, aber vielleicht merkst Du das auch noch.


Chillja

Antwort löschen

Das kann sein, tut mir leid verletzend geworden zu sein. Dann möchte ich jedoch auf deinen ersten Kommentar zu meinem Kommentar hinweisen. Abfällig und abwehrend bist du nicht weniger. Um Diskussionen führen zu können muss man auch Argumente liefern. Außerdem müssen beide Parteien den Willen zur Diskussion haben. Und ja, für mich ist bei diesem Film nicht zu diskutieren ob er für MICH supernervig und einfach nur Scheiße ist. Mir ist es vollkommen egal was DU von dem Film hälst. Ich würde diesen Film nämlich nicht noch einmal schauen um Meine Meinung eventuell zu revidieren. Es ist schließlich zu einem meiner Hassfilme avanciert. Ich denke du würdest bei einem deiner Hassfilme ähnlich verfahren. Du versuchst lediglich um jeden Preis deine Meinung auf ein Podest zu stellen und auf alle anderen zu spucken. Bin ich nun Ignorant weil ich den Film nicht mag? Oder du, weil du nicht akzeptieren kannst, dass ich ihn nicht wie du vergöttere?


Weltenkind

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

"There's a lotta things about me you don't know anything about, Dottie. Things you wouldn't understand. Things you couldn't understand. Things you shouldn't understand."

Unnachahmlich kontrastiert Tim Burton in seinem Spielfilmdebut „Pee-Wees irre Abenteuer“ ganz besonderes eines: Er ist kein massentauglicher Regisseur. Dieser Umstand und das, was er letztendlich mit seinem Debut geliefert hat, widersprechen sich. Denn selbst wenn der Film ein spezielles Votum ist, so fand er damals einen ungeheuren Anklang beim Publikum. Einen solchen Anklang, dass sich Tim Burton bereits früh als ernst zunehmender Regisseur etablieren konnte.

„Pee-Wees irre Abenteuer“ ist der Abschied von Disney und die Begrüßung Tim Burtons zum Spielfilm. Zuvor allein an animierten Kurzfilmen arbeitend, stellte Burton mit diesem Film seinen ersten Langfilm und vor allem seinen ersten Schritt zur eigenen subversiven Darstellung dar. Pee-Wee ist der Archetyp aller Außenseiter aus Tim Burtons Œuvre. Selbst sein einzig erhältlicher Kurzfilm „Vincent“ hatte nicht diesen unumstürzlichen Drang nach Freiheit, Individualität und Anarchismus. Pee-Wee ist ein quirliger, verspielter Spaßvogel, lebend in einem Haus, was mehr einem Spieleland, als einer Wohnung gleicht. Sich schminkend, seine Individualität quasi hinausschreiend ist es sein einziges Bestreben sein Fahrrad nach dessen Verlust so schnell wie möglich wieder zu finden.

Die in naher Zukunft deutliche Handschrift eines Tim Burton ist in diesem Film ebenso existenziell wie auch obligatorisch. Die Kunstfigur des Stand-Up Komikers Paul Reuben ist ein viel zu tiefgründiger Charakter, als dass ein anderer Regisseur ohne die Empathie wie sie Tim Burton besitzt die Tiefe und Genauigkeit des Film in einem adäquaten Rahmen drehen könnte. Die Inszenierung, ein in sich individuelles System, welches allein Burton in der Lage ist darzustellen und in Verbindung dieses Außenseiters zu bringen ist ein farbenfroher und freudiger Gang durch das Leben. Eine Komödie mit Road-Movie Elementen, eine tragische Geschichte eines Träumers, eines Helden, eines solch starken Charakters, allein daran festhaltend, was für ihn ein selbstverständliches Element seines Lebens ist. Etwas, woran er sich klammern muss und wonach er bereit ist immer zu suchen. Diese Suche ist nicht nur eine nach dem geliebten Fahrrad, sondern eine Suche nach sich selbst. Wer bin ich? Wer bin ich bereit zu sein? Und vor allem wer soll ich sein? Der Ruf nach einem Gleichnis eines Menschen zum Anderen, die Frage nach dem wieso und warum. Und vor allem das Eingeständnis so zu sein wie ich bin.

„I’m a Loner Dottie. A Rebel.“

Auch wenn Pee-Wee deutlich als der Außenseiter zu gelten scheint ist er in seiner skurrilen Welt der vielleicht einzige Normale. Zwischen den rückständigen Millionärskindern, den gemeinen Filmproduzenten und den eigenartigen Truck-Fahrern ist vielleicht einzig Pee-Wee der Normale. Ein klarer Charakter, einer der weiß was er will, was er braucht. Der Anker dessen, was das Leben symbolisiert. Darin lässt sich eines der bestimmenden Motive eines Tim Burton Films erkennen. Die Konfrontation zweier Welten, in diesem Fall an einem irdischen Beispiel gemessen, in seinem späteren Film „Beetlejuice“ beispielsweise ist es das Zusammenspiel der Welten der Lebenden und der Toten. Diese Frage nach der eigenen Existenz, dem Normalen, dem Widersprüchlichen ist es, was jeden einzelnen Film auszeichnet und hervorhebt. Das Fahrrad in diesem Kontext als Leiter und McGuffin fungierend gibt „Pee-Wees irre Abenteuer“ einen gewissen nominellen rasenden Applaus zwischen psychologischer Auseinandersetzung und filmischer Perfektion.

Technisch ist der Film kaum von einer High-Budget Produktion zu unterscheiden. Das bedeutet nicht, sie habe eine auf Hochglanz polierte Norm, sondern eine einfache, glänzende schön anzusehende Karikatur eines queren Charakters. Burton inszeniert den Film als kaugummi-süße, aber nicht allzu bunte Welt, die sich später in „Charlie und die Schokoladenfabrik“ finden wird. Vielmehr handelt es sich hier um ein elastisches Gummiband, das beliebig aber nicht ohne System zwischen einer aufgedrehten und melancholischen Stimmung wechselt und sich auch in seiner visuellen Darstellung zeigt. Das erste Aufeinandertreffen von Burton und seinem mittlerweile etabliertem Stammkomponisten Danny Elfman findet hier ein herausragendes Debut. Zwischen leisen und melancholischen Klängen, zu rasenden und erheiternden Tönen untermalt selbiger das Geschehen ausgezeichnet.

„Pee-Wees irre Abenteuer“ ist mit Sicherheit nicht Tim Burtons beste Regiearbeit und vor allem nicht ausgereifteste, aber im Gesamtkontext ist dieser Film eine Perle und ein Einstand in die Filmwelt, dessen Relevanz und Akzeptanz eines der wichtigsten filmischen Pedante dieser Zeit ist. Eine Perle der Komödien, der Filme von Tim Burton und vor allem der Filme, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, nicht allein dem Unterhaltungswert zu dienen.

bedenklich? 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

a_krueger

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Am Zustand von Tim Burtons Filmen kann man sehr deutlich ablesen, dass die Drogen, die Warner seinen Angestellten kredenzt heute nicht mehr so gut sind wie in den frühen 80er Jahren.

Was diesen Film im Speziellen angeht: Wie die Blues Brothers, nur in Bund, mit mehr Spaß und besserer Kamera-Arbeit.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch