Pee-wees irre Abenteuer
Pee-wee's Big Adventure (1985), US Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Komödie, Abenteuerfilm
2 Bewertungen
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178 Bewertungen
24 Kommentare
Keine
von Tim Burton, mit Paul Reubens und Elizabeth Daily
Hier ist Pee-Wee Herman! Besondere Kennzeichen: rote Fliege, grauer Anzug, Pfannkuchen-Make up und eine Lache wie ein Schlag ins Gesicht. Pee-Wee’s ganzer Stolz ist sein Fahrrad, ein Cadillac auf zwei Rädern, ein Traum in Stahl und Chrom oder kurz: das beste Fahrrad überhaupt. So bricht denn seine kleine bunte Welt inklusive Cowboy- und Indianertapete und Häschenpantoffeln zusammen, als das Superrad gestohlen wird. Täter sind entweder die Russen (immerhin ist Pee-Wee Amerikaner und das Rad war rot) oder aber der fette, gemeine Nachbarssohn. Ob Pee-Wee sein geliebtes Fahrrad jemals wiedersieht und warum deshalb die ehrwürdigen Warner-Studios zu Hollywood das totale Chaos erleben, erzählt dieser Film.
Cast & Crew
- Genre
- Slapstickkomödie, Abenteuerfilm, Komödie
- Zeit
- 1980er Jahre
- Ort
- Kalifornien
- Handlung
- Alptraum, Autounfall, Clown, Cowboy, Diebstahl, Dinosaurier, Einzelgänger, Fahrrad, Gangster, Geist, Keller, Kellnerin, Reise, Rodeo, Teufel, Trampen, Traum, Verfolgungsjagd, Wahrsagerin
- Stimmung
- Eigenwillig, Witzig
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Kritiken (1) — Film: Pee-wees irre Abenteuer
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Kommentar löschenTim Burtons Kinodebüt, produziert für Warner, markiert gleichzeitig seinen Abschied von Disney. "Pee-wee's Big Adventure", die Spielfilmversion der Abenteuer vom kindlich-naiven Pee-Wee Herman, der Kunstfigur des Stand Up-Komikers Paul Reubens, entwickelte sich zu einem Überraschungserfolg, erwies sich als Eintrittskarte und vor allem auch als erster subversiver Schritt: Der Film erklärt einen weirdo auf der Suche nach seinem geliebten roten Fahrrad, einen kleinen Jungen im Erwachsenenanzug, einen anarchischen Chaoten in weißen Kinderschuhen, ja, einen queeren Charakter, der roten Lippenstift und Rouge auf den Wangen trägt, zum Star einer mit Road-Movie-Elementen untersetzten Mainstream-Komödie für die ganze Familie. Pee-Wee, verbarrikadiert in einer eigenen bunten Kinderwelt aus Spielzeug und Erfindungen, so unschuldig wie quirlig, so liebenswert wie hysterisch, ist der klassische Burton-Antiheld. Er ist so absonderlich wie schon Vincent, so übermütig wie Viktor in "Frankenweenie", und er verkörpert jenen Außenseitertyp, der eine normative Erwartungshaltung mit kindlichen Zoten konterkariert, und deshalb als Sonderling gelten muss: "I'm A Loner Dottie, A Rebel", gesteht er folgerichtig seiner Freundin. [...]
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Hitmanski Sat, 14 Apr 2012 20:07:14 -0000
Antwort löschen:)
Mimuschka Sun, 22 Apr 2012 11:28:27 -0000
Antwort löschentolle kritik, kann ich so unterschreiben!
Kommentare (23) — Film: Pee-wees irre Abenteuer
Lorion42 Sat, 26 Jan 2013 10:07:57 -0000
Kommentar löschenMag an der Synchronisation liegen, aber die Hauptfigur war ziemlich nervig. So ist leider viel von dem Charme verloren gegangen, den diese Komödie wirklich zugesprochen werden kann. Der Film strotz vor kreativen Idee, doch die Geschichte ist nur ein loser Aufhänger ohne inneren Zusammenhalt. War einfach nicht meine Art von Humor. Mag für Kinder noch unterhaltsam sein, bleibt für mich nur eine Ode an das Einzelgängertum.
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totox Wed, 23 Jan 2013 11:12:07 -0000
Kommentar löschenEin tuntiger Spinner, der sich wie ein extrem verzogenes Kind benimmt - das ist nur nervig. Es gibt lustige Szenen, aber die sind lustig trotz und nicht wegen der Hauptfigur.
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Brentano Tue, 29 Jan 2013 22:52:12 -0000
Antwort löschenPee Wee war dekadent-exisitentieller Kult zu seiner Zeit.
Sicher, für manche sind "Individualisten" immer nur "Spinner", weil sie nicht wie andere, brave Durchschnitts-Konsumenten an der Werkbank stehend "tapfer" ihr Leben fristen und das Lied des Fließbands aus Überzeugung mit singen, schon recht, ....
"Ich mag so gern am Fließband stehn, so schön ich das und dies fand, am schönsten ist's am Fließband" (Scheibner)
Audreyfan Sat, 19 Jan 2013 15:04:32 -0000
Kommentar löschen"Das bist du, aber was bin ich?"
Hier ist der Name des Films Programm. Pee-Wee Herman nimmt uns mit auf seine irren Abenteuer.
Pee-Wee ist ein Einzelgänger. Ein Rebell. Der Tag fängt für ihn ganz normal an, doch dann sagt sein Horoskop ihm, er solle nicht das Haus verlassen. Er macht sich nichts draus. Hätte er bloß auf sein Horoskop gehört. Denn sein heißgeliebtes Fahrrad wird ihm gestohlen und die irren Abenteuer fangen an. Zuerst versucht er es normal zu finden, dann gerät er an eine Wahrsagerin, die ihn nach Texas schickt. Auf seiner Reise begegnet er allerhand Leuten, die alles, aber nicht normal sind. Eigentlich ist hier nichts normal. Der gesamte Film ist so wunderbar irre, abgedreht und verrückt, dass ich oftmals minutenlang nicht mehr aus dem Kichern herauskomme. Im Gegensatz zu anderen Burtonfilme wird dieser Humor nie zuviel, er gerät nicht ins Lächerliche und man kann Pee-Wee einfach nur gerne haben :)
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RoosterCogburn Fri, 18 Jan 2013 14:14:33 -0000
Kommentar löschenPee-wees erstes Kinoabenteuer ist auch Tim Burtons erster Langfilm. Auch wenn ich dies nicht als typischen Burton-Film bezeichnen würde - er muß sich zu sehr daran halten die Welt der Bühnenfigur zu verfilmen - so sind doch einige seiner späteren Stilelemente schon erkennbar: z.B. die Beziehungen zweier Welten (der uns bekannten Realität und der schrägen Fiktion Pee-wees), Kamera-Fahrten und Verfolgungen u.a.
Ich merke beim zusehen das Burton hier zu Werke ist, aber von Warner an der Leine gelassen wurde. Im Vergleich zu "Beetlejuice", der drei Jahre später raus kam, kann dieser hier natürlich nicht mithalten. Aber Burtons erster Langfilm lässt es bei aller Künstlichkeit nie an Witz fehlen. Es ist ein herrlich überdrehter Spaß für große Kinder geworden.
Komiker Paul Reubens spielt hier sein populäres Alter Ego "Pee-wee Herman". Er trat von 1980 bis Mitte der 90er in Bühnen- und TV-Shows in der Rolle auf. Ein zweiter, wesentlich schlechterer Kinofilm folgte 1988. Reubens wurde Anfang der 90er wegen der Erregung öffentlichen Ärgernisses festgenommen. Die Angelegenheit wurde in den Medien ganz schön breit getreten. Somit war sein Ruf als TV- und Kinderstar (Pee-wee's Playhouse) dahin und er hat sich davon auch nie erholt.
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jacker Fri, 18 Jan 2013 15:42:57 -0000
Antwort löschenAlso ich finde diesen Film so abgefahren, der kann sich schon mit "beetlejuice" messen!
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Punsha Fri, 18 Jan 2013 15:52:29 -0000
Antwort löschenIst sogar besser finde ich.
RoosterCogburn Sun, 20 Jan 2013 10:18:13 -0000
Antwort löschenSo sieht das jeder anders. Für mich steckt Burton hier eindeutig in den Kinderschuhen und kann sich nicht vollends entfalten.
ossgewalt Wed, 09 Jan 2013 12:08:30 -0000
Kommentar löschenAnfangs nervtötend und langweilig wird es zum Schluss zu fast noch lustig. Insgesamt kann man sich diesen Streifen sparen.
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Brentano Tue, 29 Jan 2013 22:54:22 -0000
Antwort löschensparen, auf der Volksbanfk wieviel Rendite gibt es denn darauf?
Cayopei Mon, 07 Jan 2013 15:57:45 -0000
Kommentar löschenWas für eine bizarr-anarchische Komödie. Interessant, dass Pee-wee seinerzeit der größte Star im amerikanischen Kinderfernsehen war. Hier begibt er sich auf der Suche nach seinem Fahrrad auf eine Odyssee durch die USA und findet dabei u.a. heraus, dass das Alamo keinen Keller hat. The Story of a Rebel and his Bike. Stark!
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Alex.de.Large Sun, 06 Jan 2013 02:02:14 -0000
Kommentar löschenOUTSTANDING =-> Retardieren auf einem extrem hohen Niveau.
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mondnacht112 Sun, 06 Jan 2013 01:37:30 -0000
Kommentar löschenIhr könnt sagen was ihr wollt ! der hier is der übertriebenste @tim burton film den ich jemals sah :D
der ist schon so übertrieben geil das man sich scheckich lachen kann und sagt nichs bevor man urteilt muss man erkennen das der Wehrte Herr Burton immer paar hintergedanken bei behält die diesen film echt Knuffig und liebenswet machen :3
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Kurono Sun, 06 Jan 2013 00:34:54 -0000
Kommentar löschenOhne Internet hätte ich von der Existenz der Kunstfigur Pee-wee Herman wahrscheinlich nie erfahren und damit natürlich auch nicht von seinen Film, der in Deutschland ziemlich unbekannt war und es vlt. noch ist. Ich glaube sowieso diese „Pee-wee Sache“ ist ein zutiefst „amerikanisches Ding“. Man muss damit schon irgendwie groß geworden sein, um es wertschätzen zu können. Zumindest ist das meine kleine Erklärung warum „Pee-wee´s Big Adventure“ da drüben ein Kultfilm ist und bei mir nicht zündet.
Ich sitze vor diesen Kultfilm und verstehe nix.
Ich verstehe nicht was daran lustig ist. Ich verstehe nicht warum die Figur so beliebt ist. Ich verstehe gar nix. Sorry, I Don`t get it!
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Mr. Pink Fri, 04 Jan 2013 16:43:13 -0000
Kommentar löschenTim Burton schickt Pee-wee Herman auf einen durchgeknallten Road Trip und damit in ein wahrhaft irres Abenteuer. Der Titelheld kommt schon mit einer spürbaren Portion Nervigkeit daher, aber trotzdem macht es aufgrund der Skurrilität des Films einen Heidenspaß, wenn dieser komische Kauz sich in dieser kunterbunten, fantasiereichen Welt auf die Suche nach seinem über alles geliebten Fahrrad begibt. Ein toller Debütfilm, der mit seinen abgefahrenen Ideen kurzweilig witzig ist und mit viel Liebe in Szene gesetzt wurde.
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jacker Fri, 04 Jan 2013 12:42:18 -0000
Kommentar löschenIch sehe einen kleinen Jungen. Wie alt er ist lässt sich schwer sagen, vielleicht 4, maximal allerdings 6. Er sitzt voller Vorfreude und ziemlich hibbelig auf der Rückbank eines flagschiffgroßen Cadillac's aus den Sechzigern, welcher gerade im Inbegriff ist auf den Parkplatz eines großen, lauten und unheimlich bunten Freizeitparks einzubiegen.
Der Junge drückt sich an der Autoscheibe die Nase platt und kann es kaum erwarten das Ticket welches ihm sein Vater in wenigen Minuten kaufen wird in den Händen zu halten. Die Zeit bis er das Drehkreuz am Eingang passiert hat erscheint ihm endlos, doch als er dann das Klicken eben dieses vernimmt - schon fast verschluckt von jahrmarktartiger Drehorgelmusik, dem Murmeln und Schreien tausender Menschen und dem Dröhnen der Karussels - wird ihm endgültig warm ums Herz.
Er ist überwältigt von der Atmosphäre, stürmt an die ersten Buden wo er mit bunten Bällen auf Dosen wirft, danach steigt er direkt in das kunstvoll bemalte Kettenkarussel um abzuheben. Dann eilt er weiter und auf seinem Wege begegnen ihm Vorführungen mit Tigerdompteuren und ein barockes Gruselkabinett in dem dunkle Monster und weiss geschminkte Vampire sein Herz auf Achterbahnfahrt schicken. Um sich zu erholen spendiert ihm sein Vater ein Eis - ein riesiges Eis - mit Kugeln in allen Farben, mehreren (noch bunteren) Saucen und einem großen Schlag Sahne und sie setzen sich an einen runden bunten Tisch um das Treiben der Leute zu beobachten, den verkleideten Maskottchen des Jahrmarkts, den Cowboys und noch vielen anderen!
Satt und geschafft reiten sie an der anderen Ecke des Parks bei den Zirkusleuten auf einem Elefanten, erkunden das Hexendörfchen, fahren im Auto-Scooter und nehmen zum Abschluss dieses riesigen Tages eine Fahrt in der größten und schnellsten Achterbahn. Als der Wagen ganz oben angekommen ist und eine Schleife fährt, von der der Junge den ganzen Park sehen kann entsteht ein besonderer Moment: Im Kopf des Jungen kreisen tausende von bunten, verspielten und aufregenden Einflüssen umeinander und bis auf das Wissen dass das hier der beste Tag seines Lebens ist, kann er keinen klaren Gedanken fassen. Doch plötzlich ist sie da diese spontane Erkenntnis: Er will für immer Kind bleiben und genau diesen Tag immer und immer und immer und immer wieder erleben.
Mittlerweile ist der kleine Tim erwachsen geworden, hat schon einige tolle Filme gedreht und sich, wie auch uns immer wieder versucht das unbeschreibliche Gefühl dieses Tages näher zu bringen. Mal schien die Geisterbahn durch, mal die Zirkusartisten, mal auch der kleine bunte Märchenwald aus dem Freizeitpark, aber immer war er bemüht diese wundervolle Verspieltheit und ein wenig dieser kindlichen Sicht zu bewahren.
"Pee-Wee's irre Abenteuer" ist sein erster Spielfilm und in meinen Augen direkt sein bester - denn dieser Film ist der Tag im Freizeitpark. Ein Kind gebliebener Protagonist in einer bunten Welt aus Farben und Spielereien, eine maßlos übertriebene und genau dadurch perfekte Darstellung seiner Suche nach dem liebgewonnenen Fahrrad und ein bisschen von allem: etwas Grusel, viel Humor und etwas durchweg märchenhaftes.
Absolut schön und absolut genial!
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Uli Kunkel Fri, 04 Jan 2013 16:46:46 -0000
Antwort löschenPhänomenaler Kommentar, Jacko.
Das beste daran ist, daß ich keinen Schimmer habe, ob deine Beschreibungen nun frei erfunden sind oder tatsächlich auf biographischen Begebenheiten beruhen. =)
jacker Sat, 05 Jan 2013 21:45:45 -0000
Antwort löschen:)
Ich sage Merci und überlasse dir die Entscheidung als was du es sehen willst!
Einen Tag nach "Pee-Wee" habe ich seit Ewigkeiten mal wieder "Beetlejuice" gesehen und da hat er wohl sehr gerungen, ob nicht doch die Geisterbahn das Highlight war!
Einfach ein guter Mann der Herr Burton, bin auch total gespannt auf "Dark Shadows", der kam ja allgemein nicht soo gut weg :(
ready2fall Tue, 08 Jan 2013 15:45:06 -0000
Antwort löschenEin gar wunderbarer Kommentar! :)
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Andy Dufresne Tue, 08 Jan 2013 18:18:01 -0000
Antwort löschenGanz großartiger Kommentar!!!
jacker Tue, 08 Jan 2013 18:29:30 -0000
Antwort löschenIch danke euch beiden :]
kobbi88 Fri, 04 Jan 2013 12:38:48 -0000
Kommentar löschen„Was ist denn das? (Alp)träume ich? Oder hab ich bereits geschlafen und bin nun am nächsten Morgen im Toggolino-Kinderprogramm gelandet? Alex, schalte das alles ganz schnell wieder weg!!“
So oder zumindest so ähnlich waren meine Gedanken, als ich gestern etwa 15 Minuten diesen Film angesehen hatte. Ein knallbunter, verrückter, durchgeknallter Kinderfilm mit einer Witzfigur als Hauptperson!
Aber ich habe dann nicht umgeschaltet. Und bin froh darüber! Denn je länger dieser Film dauerte, umso mehr hat er mich doch in seinen Bann gezogen. Ich wollte immer mehr wissen, wie es weitergeht, ob der kindliche Erwachsene (oder das sehr erwachsen aussehende Kind) Pee Wee sein echt geniales Fahrrad wieder zurückbekommt. Und vor allem wie! Aus lächerlichen Personen wurden plötzlich liebenswerte Charaktere. Aus merkwürdigen Geschehnissen wurden skurrile Abenteuer. Und aus der Witzfigur Pee Wee wurde die witzige und hochsympathische Figur Pee Wee.
Zwar wird für mich kein alles überragender Film daraus, aber er hat mich sehr positiv überrascht.
Es ist einfach ein knallbunter, verrückter, durchgeknallter (Kinder-)Film mit einer skurrilen und immer sympathischer gewordenen Figur als Hauptperson.
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8martin Fri, 04 Jan 2013 10:51:00 -0000
Kommentar löschenDas ist schrilles, etwas abgespactes Popcorn-Kino, was Tim Burton da abgeliefert hat. Wie so oft ist sein Erkennungszeichen die quietschebunte Ausstattung. Und da es ihm ja nie an fantasievollen Einfällen mangelt, ist das auch recht unterhaltsam. Gleich zu Anfang ist die Frühstückszubereitung mit dem Dominoeffekt das Highlight des Films. Später streifen manche Szenen die Grenzen zum Albern-Affigen. Doch Dank des titelgebenden Hauptdarstellers Pee Wee Herman (Paul Reubens) ist das immerhin noch spaßig. Die Komik lebt von der Übertreibung. Die Suche nach dem Fahrrad ist ein Comik mit unaufdringlichen Anleihen bei Tarzan, Bond und Spielberg, ein skurriles Roadmovie. Der Hauptdarsteller ist ein Mischung aus Mr Bean und Kad Merad von den Sch’tis.
Man klopft sich zwar nicht auf die Schenkel und schmeißt sich nicht weg vor Lachen, aber zum Schmunzeln und zum Staunen über die abgefahrenen Ideen reicht’s.
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satura82 Fri, 04 Jan 2013 10:17:54 -0000
Kommentar löschenDa zappt man durch die Kanäle und landet bei diesem völlig skurrilen und nervigen Film. Zugegeben ich habe nur die letzten 20-30 min des Films gesehen aber die haben ausgereicht um zu wissen, die ersten 60 min will ich echt nich sehen. Pee-Wee nervt derartig ab, das ist unvorstellbar. Der Film ist wie ein Verkehrsunfall, man schaut hin und fragt sich ähnlich wie bei RTL2 Sendungen andauert wie blöd kann es noch werden und bleibt dadurch einfach dran. Nur ist das kein wirkliches Qualitätsmerkmal...
Ich mag Tim Burton Filme sehr, vor allem wegen ihrer Phantastik. Aber dieses Machwerk ist derart überphantastisch das es schon völlig verrückt wirkt.
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kobbi88 Fri, 04 Jan 2013 12:22:27 -0000
Antwort löschenIch finde deine Wertung zumindest fragwürdig. Nicht, weil ich nicht verstehen könnte, dass man von diesem Film absolut genervt ist. Aber auch einen nervigen Film sollte man nur dann bewerten, wenn man ihn ganz angesehen hat. Manchmal kommt Sympathie für Filme oder Figuren erst nach einer gewissen Zeit!
Joeyjoejoe17 Fri, 04 Jan 2013 13:28:44 -0000
Antwort löschenDer Anfang des Films macht es aus, dort werden unweigerlich Sympathien für die schrullige Hauptfigur geweckt.
satura82 Fri, 04 Jan 2013 15:44:44 -0000
Antwort löschenSympathien für diese Slapstickfigur? Mag sein, auch wenn ich es mir nur schwer vorstellen kann. Aber diese Chance werd ich dem Film nicht geben nach dem was ich gesehen hab.
@ Kobbi deine Anmerkung ist berechtigt, aber immerhin mache ich deutlich das meine Bewertung auf einem Bruchteil des Films beruht. Es kann sich jeder Leser also selbst entscheiden ob er dieser Bewertung irgendeine Bedeutung beimisst oder nicht.
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kobbi88 Fri, 04 Jan 2013 15:57:42 -0000
Antwort löschenAber trotzdem bezieht sich deine Wertung auf den ganzen Film (also die Zahl an sich), und die hat dann einfach überhaupt keinen Aussagewert mehr. Man kann einfach nicht vom aus dem Zusammenhang gerissenen Schluss (oder auch Anfang oder Mittelteil) eines Films auf den gesamten Film schließen, selbst wenn einem am Ende der Film dann auch nicht besser gefällt. Und das gilt für so ziemlich jeden Film. Also, das mal prinzipiell ;)
Naja, immerhin schreibst du es auch in deinen Kommentar hinein, hast recht. Das muss man dir immerhin zu gute halten ;)
werner-holt Wed, 16 Jan 2013 10:26:59 -0000
Antwort löschenHey Satura, Du hast recht. Was für ein kranker Scheiß! Unglaublich das Tim Burton danach noch Filme machen durfte.
Pyro 91 Thu, 03 Jan 2013 23:57:20 -0000
Kommentar löschenLocker-leichtes Roadmovie, das keine Minute langweilig ist und mit fantasievoller, kindlicher Naivität förmlich überquillt. Obwohl die Hauptfigur ständig Grimassen schneidet, mit hoher und lauter Stimme spricht und überkandidelt durch die Gegend springt, habe ich viel gelacht, anstatt genervt zu facepalmen. ;)
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Hellbilly Thu, 03 Jan 2013 23:14:23 -0000
Kommentar löschenIch glaube wir alle und insbesondere Tim Burton selbst können heilfroh sein, dass man ihn nach diesem Erstling in Spielfilmlänge weiter hat Filme drehen lassen und nicht sofort in irgendeine Anstalt eingeliefert hat. Dass Burton – gelinge gesagt – einen kleinen Hau hat, wissen wir ja alle. Aber was ihn hier geritten hat, würde mich wirklich interessieren.
Ernsthaft, so eine Geschichte mit einem solchen Hauptdarsteller zu verfilmen, erfordert unglaublich viel Mut. Das hätte auch verdammt schnell nach hinten losgehen können.
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie schafft es Burton, dass dieser Film zu einem kurzweiligen Spaß wird und den Zuschauer trotz simpelster Handlung unterhält. Und dabei nervt der Hauptdarsteller dermaßen – einfach unbeschreiblich, wie gerne man ihm ununterbrochen in die Fresse schlagen würde, damit er endlich aufhört zu kichern und zu grinsen. Und andererseits wird er einem von Minute zu Minute sympathischer. Ich versteh es nicht…
Man braucht echt Nerven für diesen Film – eisenharte Nerven, Leidensfähigkeit und ganz, ganz viel abgedrehten Humor. Man muss es durchstehen wollen, man kann es durchstehen, man wird es letztlich mit Freuden durchstehen, denn auf seine ganz spezielle Art kann dieser Film Menschen in seinen Bann ziehen und verzaubern, wie man es aus späteren Burton-Produktionen kennt. Das ist alles noch nicht so rund und bis auf den Millimeter passend ausgearbeitet, aber man sieht unzweifelhaft, wo die Reise mit diesem Mann einmal hingehen wird. Pee-wee ist ein würdiger und zugleich fast hassenswerter erster großer Charakter ins Burtons Werk, den jeder erlebt und durchlitten haben sollte, der diesen Regisseur genauso faszinierend findet, wie ich.
Nur Mut Leute, ihr könnt nur verrückter rauskommen als ihr in diesen Film gegangen seid – es gibt schlimmeres…
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NewZooYorker Thu, 03 Jan 2013 22:18:34 -0000
Kommentar löschenWas soll ich sagen. Das war also Burtons erster richtiger Film. Auch sein erster Film stellt mit seinen verrückten Ideen keine Ausnahme da. Aber bei Burtons Erstling merkt man doch irgendwie, dass es einer seiner früheren Werke ist. Die nachfolgenden Filme haben vielmehr Skurrile und merkwürdige Geschichten und Charaktere, was aber nichts schlechtes heißt. Pee-wee ist ein so herrlich schräger Charakter. Er hat mich dauernd an Sheldon aus TBBT erinnert. Man muss in einfach ins Herz schließen. Auch sonst macht Burton hier nicht viel falsch. Der Film erlässt nie den Eindruck eines Low-budget Films. Obwohl er mit einem vergleichsweise geringem Budget entstand, wurde er toll produziert. Die Geschichte rund um Pee-wee und seine Abenteuer scheint vielleicht etwas kindlich, aber ich konnte auch als (fast) Erwachsener gut lachen.
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Weltenkind Thu, 03 Jan 2013 22:26:28 -0000
Antwort löschenDer Vergleich mit Sheldon schmerzt.
Hellbilly Thu, 03 Jan 2013 23:17:40 -0000
Antwort löschenIch hatte auch die ganze Zeit Sheldons Gesicht vor mir - nach "Monster House" schon der zweite Film, der aufdeckt, warum sich Mr. Cooper heute so komisch aufführt. Der Mann muss in jungen Jahren bis aufs Blut traumatisiert gewesen sein. Erst will ihn ein Haus auffressen, dann klaut ihm jemand sein Fahrrad... schlimme Kindheit!
Chillja Thu, 03 Jan 2013 21:35:59 -0000
Kommentar löschenWenn dich ein Film, der so nebenbei im Fernsehen läuft, derart ankotzt, dass du dir am liebsten die Zehennägel rausreißen würdest um dir damit die Augen auszukratzen, dir mit einem Bleistift das Trommelfell durchstoßen und mit deinem Kopf unaufhörlich, mit heftigen Stößen die Wand durchschlagen würdest, dann, ja dann hat es Tim Burton wirklich geschafft und du schaust "Pee-Wees irre Abenteuer".
Dieser Film ist wie eine geisteskranke Vision eines bis zum Wahnisnn gequälten, zu Tode verurteilten Sträflings, gefangen in seinem eigenen Alptraum, der niemals endet.
Ich bin erschüttert, angewidert und unglaublich froh die Möglichkeit zu besitzen UM- oder besser noch AB-zuschalten. Ich suche mir nun die nächste Brücke zum Runterspringen, denn dazu soll dieser Film scheinbar ermutigen!
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Filmsenf Thu, 03 Jan 2013 21:49:36 -0000
Antwort löschenHatte schon nach 10 Minuten das Verlangen ihn aus dem Fernseher zu ziehen und zu verprügeln. Mal abgesehen von der grottigen dt. Syncroarbeit, die ein direkter Schlag in die Fresse ist.
Fabi88 Thu, 03 Jan 2013 21:56:59 -0000
Antwort löschenNach 2 Minuten blickte ich ungläubig auf das ARTE-Logo, dann hörte ich mich laut "Das ist Burton?" fragen und nach 3 Minuten konnte ich nicht mehr. Zwei Minuten länger und ich hätte irgendwo herunterspringen müssen. Zum Glück wurde die Hauptrolle nicht mit Roberto Benigni besetzt, dann wären bereits die drei gesehenen Minuten tödlich gewesen...
Josch von "ILF" Thu, 03 Jan 2013 22:13:02 -0000
Antwort löschenMehr Burton geht ja wohl nicht. Da durfte er sich einfach total
ausleben. Ein herrlicher Streifen !!!
Bubbles Thu, 03 Jan 2013 22:14:14 -0000
Antwort löschenIch mag Burton, und ja es gibt auch einige typische Elemente in seinem Spielfilmdebüt, aber selten hat mich das so genervt. Konnte damit auch gar nix anfangen. Das war ja mal der unsympathischste Protagonist überhaupt. Naja. Wenigstens war damals noch alles handgemacht.
Weltenkind Thu, 03 Jan 2013 22:21:56 -0000
Antwort löschenDas kommt davon, wenn man sich von der mainstreamen Simplizität der Werke Burtons blenden lässt und sich daran so krampfhaft versucht zu klammern, dass sich jeder zweite Blick auf die Werke dieses Meisters nicht erschließen. Bedauerlich, aber wohl nicht zu ändern.
Chillja Thu, 03 Jan 2013 22:28:29 -0000
Antwort löschenBedauerlich ist nur dieser Film. Und die "Simplizität" der neueren Werke Burtons sind alles andere als blendend! Woran sollte man sich da bitte krampfhaft klammern!? Ich mag "Ed Wood", "Beetlejuice" und "Big Fish" sehr, um mal bei den "Realfilmen" zu bleiben. Mir scheint eher hier versucht ein Fanboy seinen geliebten Regisseur in Schutz zu nehmen um sich selbst nicht eingestehen zu müssen, dass nicht jeder den Mist mögen muss, an den man sich so verzweifelt klammert.
Bedauerlich, aber wohl nicht zu ändern.
Weltenkind Thu, 03 Jan 2013 22:36:14 -0000
Antwort löschenDie bekannten Burton-Merkmale, für die er von allen in den Himmel gelobt wird, finden in diesem Film ihren konsequentesten Aspekt. In keinem seiner anderen Werke ging er mit vergleichbarem Herzblut an die Thematik des Außenseiters. Das einzige was Du, oder andere unqualifizierte Kritiker, versuchen, ist die Inszenierung zu bemängeln. Daraus resultiert die Simplizität, die sich die Kritiker dieses Werkes nun, wohl eher unbewusst, zu eigen machen wollen. Die Skurrilität (inwiefern auch immer dieser Begriff auf Burton zu treffen mag) findet in diesem Film ihren stillen Höhepunkt. In anderen Werken gerne darüber hinwegsehend, vermutlich weil ganz charmant noch Johnny Depp im Bild ist, findet der geneigte Burton-Fan nicht die nötige Empathie um sich in dieses Werk mit einzubringen. Natürlich bringt diese Argumentation nicht viel, wenn Du dem Kino von Tim Burton generell abgeneigt bist.
Weltenkind Thu, 03 Jan 2013 22:39:09 -0000
Antwort löschenErsetzt "Du" durch "man" im letzten Satz, damit es eine allgemeine Bedeutung hat. Das Satzende dann auch noch durch ein ist ändern.
Chillja Thu, 03 Jan 2013 23:11:02 -0000
Antwort löschenDie Inszenierung sei das EINZIGE was zu bemängeln wäre? Warum liest du nicht ein Buch? Manche Menschen können sich scheinbar nicht damit abfinden, dass es auch Leute gibt die nicht ihrer fragwürdigen Meinung sind. Um einen Film zu kritisieren bedarf es keiner "Qualifizierung" sondern etwas was dir schlicht und ergreifend fehlt: Objektivität. Natürlich widerspreche ich damit meiner eigenen Aussage, da jede Kritik, und auch die meinige, Subjektiv ist. Dennoch ist dein Enthusiasmus zu diesem Film und Tim Burton an deinem eigenen, überlangen Kommentar abzulesen. Daher erwarte ich auch keinerlei Fähigkeit deinerseits etwas anderes zu akzeptieren oder gar zu tolerieren. Ignoranz kann scheinbar keine Grenzen haben.
Ich kann verstehen, dass jemand diesen Film mag. Es gibt ja auch Menschen, die sich Eichelpiercings machen lassen. Anscheinend sind die Fans dieses Films genauso nervig wie die Hauptfigur. Danke vielmals für diese Einsicht! Ich gehe euch in Zukunft aus dem Weg.
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Weltenkind Thu, 03 Jan 2013 23:32:38 -0000
Antwort löschenPrinzipiell ist die Intention eines Kommentars unter einem Kommentar nur das Austauschen der Meinungen, die gegebenenfalls zu einer Diskussion führen können. Aber deine äußerst abfällige und abwehrende Haltung erstickt jeden Versuch im Keim weswegen ich dann auch nicht weiter darauf eingehen will. Ignoranz findet sich nicht nur bei Fans, ebenso bei Kritikern, aber vielleicht merkst Du das auch noch.
Chillja Thu, 03 Jan 2013 23:50:46 -0000
Antwort löschenDas kann sein, tut mir leid verletzend geworden zu sein. Dann möchte ich jedoch auf deinen ersten Kommentar zu meinem Kommentar hinweisen. Abfällig und abwehrend bist du nicht weniger. Um Diskussionen führen zu können muss man auch Argumente liefern. Außerdem müssen beide Parteien den Willen zur Diskussion haben. Und ja, für mich ist bei diesem Film nicht zu diskutieren ob er für MICH supernervig und einfach nur Scheiße ist. Mir ist es vollkommen egal was DU von dem Film hälst. Ich würde diesen Film nämlich nicht noch einmal schauen um Meine Meinung eventuell zu revidieren. Es ist schließlich zu einem meiner Hassfilme avanciert. Ich denke du würdest bei einem deiner Hassfilme ähnlich verfahren. Du versuchst lediglich um jeden Preis deine Meinung auf ein Podest zu stellen und auf alle anderen zu spucken. Bin ich nun Ignorant weil ich den Film nicht mag? Oder du, weil du nicht akzeptieren kannst, dass ich ihn nicht wie du vergöttere?
Weltenkind Tue, 16 Oct 2012 05:08:12 -0000
Kommentar löschen"There's a lotta things about me you don't know anything about, Dottie. Things you wouldn't understand. Things you couldn't understand. Things you shouldn't understand."
Unnachahmlich kontrastiert Tim Burton in seinem Spielfilmdebut „Pee-Wees irre Abenteuer“ ganz besonderes eines: Er ist kein massentauglicher Regisseur. Dieser Umstand und das, was er letztendlich mit seinem Debut geliefert hat, widersprechen sich. Denn selbst wenn der Film ein spezielles Votum ist, so fand er damals einen ungeheuren Anklang beim Publikum. Einen solchen Anklang, dass sich Tim Burton bereits früh als ernst zunehmender Regisseur etablieren konnte.
„Pee-Wees irre Abenteuer“ ist der Abschied von Disney und die Begrüßung Tim Burtons zum Spielfilm. Zuvor allein an animierten Kurzfilmen arbeitend, stellte Burton mit diesem Film seinen ersten Langfilm und vor allem seinen ersten Schritt zur eigenen subversiven Darstellung dar. Pee-Wee ist der Archetyp aller Außenseiter aus Tim Burtons Œuvre. Selbst sein einzig erhältlicher Kurzfilm „Vincent“ hatte nicht diesen unumstürzlichen Drang nach Freiheit, Individualität und Anarchismus. Pee-Wee ist ein quirliger, verspielter Spaßvogel, lebend in einem Haus, was mehr einem Spieleland, als einer Wohnung gleicht. Sich schminkend, seine Individualität quasi hinausschreiend ist es sein einziges Bestreben sein Fahrrad nach dessen Verlust so schnell wie möglich wieder zu finden.
Die in naher Zukunft deutliche Handschrift eines Tim Burton ist in diesem Film ebenso existenziell wie auch obligatorisch. Die Kunstfigur des Stand-Up Komikers Paul Reuben ist ein viel zu tiefgründiger Charakter, als dass ein anderer Regisseur ohne die Empathie wie sie Tim Burton besitzt die Tiefe und Genauigkeit des Film in einem adäquaten Rahmen drehen könnte. Die Inszenierung, ein in sich individuelles System, welches allein Burton in der Lage ist darzustellen und in Verbindung dieses Außenseiters zu bringen ist ein farbenfroher und freudiger Gang durch das Leben. Eine Komödie mit Road-Movie Elementen, eine tragische Geschichte eines Träumers, eines Helden, eines solch starken Charakters, allein daran festhaltend, was für ihn ein selbstverständliches Element seines Lebens ist. Etwas, woran er sich klammern muss und wonach er bereit ist immer zu suchen. Diese Suche ist nicht nur eine nach dem geliebten Fahrrad, sondern eine Suche nach sich selbst. Wer bin ich? Wer bin ich bereit zu sein? Und vor allem wer soll ich sein? Der Ruf nach einem Gleichnis eines Menschen zum Anderen, die Frage nach dem wieso und warum. Und vor allem das Eingeständnis so zu sein wie ich bin.
„I’m a Loner Dottie. A Rebel.“
Auch wenn Pee-Wee deutlich als der Außenseiter zu gelten scheint ist er in seiner skurrilen Welt der vielleicht einzige Normale. Zwischen den rückständigen Millionärskindern, den gemeinen Filmproduzenten und den eigenartigen Truck-Fahrern ist vielleicht einzig Pee-Wee der Normale. Ein klarer Charakter, einer der weiß was er will, was er braucht. Der Anker dessen, was das Leben symbolisiert. Darin lässt sich eines der bestimmenden Motive eines Tim Burton Films erkennen. Die Konfrontation zweier Welten, in diesem Fall an einem irdischen Beispiel gemessen, in seinem späteren Film „Beetlejuice“ beispielsweise ist es das Zusammenspiel der Welten der Lebenden und der Toten. Diese Frage nach der eigenen Existenz, dem Normalen, dem Widersprüchlichen ist es, was jeden einzelnen Film auszeichnet und hervorhebt. Das Fahrrad in diesem Kontext als Leiter und McGuffin fungierend gibt „Pee-Wees irre Abenteuer“ einen gewissen nominellen rasenden Applaus zwischen psychologischer Auseinandersetzung und filmischer Perfektion.
Technisch ist der Film kaum von einer High-Budget Produktion zu unterscheiden. Das bedeutet nicht, sie habe eine auf Hochglanz polierte Norm, sondern eine einfache, glänzende schön anzusehende Karikatur eines queren Charakters. Burton inszeniert den Film als kaugummi-süße, aber nicht allzu bunte Welt, die sich später in „Charlie und die Schokoladenfabrik“ finden wird. Vielmehr handelt es sich hier um ein elastisches Gummiband, das beliebig aber nicht ohne System zwischen einer aufgedrehten und melancholischen Stimmung wechselt und sich auch in seiner visuellen Darstellung zeigt. Das erste Aufeinandertreffen von Burton und seinem mittlerweile etabliertem Stammkomponisten Danny Elfman findet hier ein herausragendes Debut. Zwischen leisen und melancholischen Klängen, zu rasenden und erheiternden Tönen untermalt selbiger das Geschehen ausgezeichnet.
„Pee-Wees irre Abenteuer“ ist mit Sicherheit nicht Tim Burtons beste Regiearbeit und vor allem nicht ausgereifteste, aber im Gesamtkontext ist dieser Film eine Perle und ein Einstand in die Filmwelt, dessen Relevanz und Akzeptanz eines der wichtigsten filmischen Pedante dieser Zeit ist. Eine Perle der Komödien, der Filme von Tim Burton und vor allem der Filme, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, nicht allein dem Unterhaltungswert zu dienen.
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a_krueger Mon, 04 Jun 2012 18:57:19 -0000
Kommentar löschenAm Zustand von Tim Burtons Filmen kann man sehr deutlich ablesen, dass die Drogen, die Warner seinen Angestellten kredenzt heute nicht mehr so gut sind wie in den frühen 80er Jahren.
Was diesen Film im Speziellen angeht: Wie die Blues Brothers, nur in Bund, mit mehr Spaß und besserer Kamera-Arbeit.
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