Pelle, der Eroberer

Pelle erobreren (1987), SE/DK
Laufzeit 150 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 23.03.1989

6.9 Kritiker
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6.3 Community
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Pelle, der Eroberer - Bild 39453
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von Bille August, mit Pelle Hvenegaard und Max von Sydow

“Wenn du willst, kannst du die Welt erobern”, erzählt Lasse Karlsson seinem Sohn Pelle Ende des 19. Jahrhunderts auf der Überfahrt von Schweden nach Dänemark. Zusammen mit unzähligen anderen schwedischen Emigranten, die kaum mehr besitzen als die Kleider am Leib, sind die beiden unterwegs in eine bessere Zukunft. In ein Land, in dem die Löhne so hoch sind, dass die Kinder nicht arbeiten müssen, sondern spielen können. In dem es Rosinen zum Schweinebraten gibt. Doch die Realität auf der dänischen Insel Bornholm sieht gänzlich anders aus. Lasse muss froh sein, dass er in seinem Alter überhaupt noch eine Anstellung als Kuhknecht auf dem Hof der Kongstrups findet. Es ist ein hartes Leben auf dem Steinhof, auf dem noch niemand sein Glück gefunden hat, Vater und Sohn kommen in einem kleinen Verschlag im Kuhstall unter, der Lohn ist kläglich, und statt des erhofften Bratens gibt es für die Arbeiter auf dem Hof, die ein sklavenähnliches Dasein fristen, tagein tagaus nur Hering. Dennoch ist Pelles Leben aber nicht nur düster und traurig. Aufmerksam beobachtet er die Ereignisse um sich herum, besucht mit viel Eifer und Erfolg die Schule und verschafft sich mit Intelligenz, Witz und Mut den Respekt der anderen. Mit dem rebellischen Landarbeiter Erik träumt er davon, in die weite Welt auszuziehen, sehnsüchtig beobachtet er die großen Schiffe, die an der Insel vorbeiziehen und malt sich die Fremde in den buntesten Farben aus. Bis es soweit ist, gilt es aber noch das eine oder andere Abenteuer auf dem Steinhof zu bestehen. Während Pelle heranwächst, verfällt sein Vater Lasse zusehends. Sein Traum, sich mit der alleinstehenden Frau Olsen einen bescheidenen Lebensabend zu bereiten, zerplatzt, als deren tot geglaubter Mann nach vielen Jahren unerwartet wieder auftaucht und seinen Platz einfordert. Als die Kongstrups, die den aufgeweckten Pelle in ihr Herz geschlossen haben, dem Jungen eine Stelle als Lehrling auf dem Hof in Aussicht stellen, ist Lasse begeistert von der Chance, die sich seinem Sohn hier bietet. Aber Pelle ist in den Jahren auf dem Steinhof groß geworden, er träumt von einer Zukunft voller Freiheit. Lasse ist zu müde und zu alt für diesen Neuanfang und so nimmt Pelle Abschied, um sich auf den Weg zu machen, die Welt zu erobern.


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Pelle, der Eroberer

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Episches Coming-of-Age-Drama mit imposanter Ausstattung und überzeugenden Darstellern. Neben dem Hauptdarsteller überzeugt vor allem Max von Sydow als Pelles aufopfernder Vater. Bille August inszeniert die Romanverfilmung überraschend rau, pathosfrei und unsentimental.

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alviesinger: bummelkino

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7.5Sehenswert

Rührende Emanzipationsgeschichte mit einem überragenden Max von Sydow

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Kommentar — Film: Pelle, der Eroberer

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lens flare

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Pelle und sein Vater pflanzen, auf der Suche nach Arbeit und einer besseren Existenz in Dänemark am Steinhof angekommen und dort nach bester Hauptmannscher Manier vom Gutsverwalter schikaniert, "Wilde Erdbeeren. Echte schwedische Erdbeeren." an. Hallström inszeniert eine Sozialstudie, die durch Sorgfalt und Detail brilliert und deren ironische und dabei liebevolle Haltung an Bergman erinnert.

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