Peter Handke - Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte... - Kritik

Peter Handke - Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte / AT: Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte; Der letzte Dichter

DE · 2016 · Laufzeit 89 Minuten · FSK 0 · Dokumentarfilm · Kinostart
Du
  • 6

    [...] Peter Handke verliert sich im Naturnahen, Corinna Belz dagegen, Regisseurin, Beobachterin, Nachfragerin, im menschlich Nahen. Drehte die studierte Philosophin und Medienwissenschaftlerin mit "Gerhard Richter – Painting" bereits ein anderes stotternd säuselndes Tiefenporträt ungeahnter Nähe, das im reflexiven Augenblick der Tätigkeit zerging, so diskutiert "Peter Handke: Bin im Wald. Kann sein, dass ich mich verspäte…" die sinnästhetischen Empfindungen, die zu dieser Tätigkeit führen. Das Unerklärliche überwindend, das direkt aus dem "Müssen" einer inneren Pflicht resultiert, versucht Belz, das Fühlen beim Schreiben zu theoretisieren. Obgleich ihr das nicht gelingen mag – konsequent ist sie, wenn sie vollkommen ungezwungen eine Zeit einfriert, die, fernab jener Hektik, die uns sonst umgibt, ihre eigene kleine, vergängliche Geschichte schreibt. [...]

    6
    • 7

      Seine Fans, die Liebhaber erlesener Literatur, werden den Film wohl still verehren, feinsinnige Exegeten werden diese Hymne an die Dauer genießen. Seine robusteren Gegner werden die 89 Minuten wahrscheinlich als überspannte Hagiografie abtun, doch einen Effekt hat dieser Film sicherlich. [Norbert Mayer]

      • 6 .5

        Peter Handke und die abseitige Weise, auf die er die Welt sieht, Belz hat beiden eine Hommage geschaffen – mit einigen schönen, herrlich verschrobenen Szenen. [Michael Wurmitzer]

        • 6

          Corinna Belz' Dokumentarfilm [...] nähert sich dem so bedeutenden wie eigenwilligen Literaten mit Sprödigkeit und Lakonik. [Björn Hayer]

          • 8

            Ein Österreicher aus Kärnten gegen den Rest der Welt. [Alexandra Wach]

            • 6 .5

              Dass [der Film] nicht als Drama daherkommt, charakterisiert die Haltung von Corinna Belz bei ihrer unverkrampften und sehr gut ansehbaren Annäherung an Handke. [Günter H. Jekubzik]

              • 7

                Mit diesem Film erlaubt Corinna Belz allen Handke-Lesern und -Kritikern einen kurzen Blick auf den Menschen Peter Handke, der uns aber nach den knapp 90 Minuten Laufzeit weiterhin mysteriös und unerreichbar erscheint. [Patrick Wellinski]

                • 8

                  Porträt der Kunstgattung Schriftstellerei in der ikonischen Person des unbequemen Dichters und Denkers Peter Handke. Selbiger lässt sich von den seiner Meinung nach mitunter dummen Fragen der Filmemacherin nicht aus dem Konzept bringen. [Alexandra Seitz]

                  • 4 .5

                    Handke ist zwar immer noch angriffig, aber die Zurschaustellung seiner sanften Seiten bringt auch etwas Belangloses mit sich. [Roland Meier]