Sing um Dein Leben

Petit indi (2009), ES Laufzeit 92 Minuten, Drama

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von Marc Recha, mit Marc Soto und Eulalia Ramón

Die Handlung dreht sich um Arnau, 17 Jahre, der mit seiner Schwester am Rande Barcelonas lebt. Neben kleinen Jobas hat er ein großes Hobby: Er trainiert Singvögel, die – neben einem Fuchs, dem er das Leben gerettet hat – seine einzigen wahren Freunde zu sein scheinen. Arnaus Mutter sitzt aus zweifelhaften Gründen und vermutlich unschuldig hinter Gittern, einen guten Anwalt kann die Familie sich aber nicht leisten. Eines Tages hat er die Chance, durch einen seiner Vögel an viel Geld zu kommen, Arnaud will ihn aber nicht hergeben und das Geld lieber mit seinem Onkel Ramon, der auf Glücksspiel steht, beschaffen.


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Regie
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8martin

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Bewertung4.0Uninteressant

Der junge Arnau (Marc Soto) lebt bei seiner Schwester Sole (Eulalia Ramon) am Rande von Barcelona. Mutter sitzt, und Arnaus einzige Möglichkeit Geld zu verdienen ist sein Talent, Finken zum Singen zu bringen. Da gibt es Wettbewerbe und dem Sieger winkt ein Preisgeld. Am Flussufer findet er einen halbverhungerten Fuchs und päppelt ihn auf. Der verträgt sich allerdings nicht mit den Finken.
Die Handlung fließt so ruhig und so träge wie der Fluss, an dem Arnau wohnt. Es passiert nichts Spektakuläres und die Dialoge sind äußerst spärlich. So muss man schon genau hinschauen, um der Handlung zu folgen. Das ermüdet zusehends. Der Zuschauer wird vor vollendete Tatsachen gestellt, für Gefühle ist keine Zeit. So kann sich auch keine Dramatik entwickeln. Auch wenn es dazu genügend Möglichkeiten gäbe. Das familiäre Umfeld bleibt ebenso farblos wie das Tierdrama. Arnau reagiert dumpf und wortkarg. Er ist kein Vertreter des Nebensatzes. Im Gegensatz zur tristen Industriewelt im Bild hat Regisseur Marc Recha den leisen Film mit angenehm melodischer Gitarrenmusik unterlegt, die allerdings angesichts des brutalen Endes verstummt. Das bleibt an der emotionalen Oberfläche der Zuschauer. Psychologen reden da wohl von schwerer Kindheit. Na ja, Arnaud ist ja noch jung. Und wenn Mutter erst einmal aus dem Knast kommt… Gut gemeint, realistisch bitter, aber nicht hoffnungslos.

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