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Pi - Kritik
US 1998 Laufzeit 85 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Thriller, Kinostart 17.04.2003
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Kritiken (3) — Film: Pi
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenAronofskys Filme sind wohl immer dann am besten, wenn es sich um Porträts interessanter Charaktere handelt. Sein Debüt "Pi" fängt auch sehr gut an. Er zieht das Publikum in die Perspektive des Helden, nutzt subjektivierte Kameraeinstellungen, Off-Texte und Soundeffekte. In seinem Formalismus ist "Pi" vielleicht ein anstrengender, aber in erster Linie mitreißender Film, was sich auch in Aronofskys späteren Filmen zeigt. Die Crux des Films ist etwas ganz anderes. Dramaturgisch ist er am Reißbrett entstanden und streckenweise seltsam oberflächlich. Alles wird ausgesprochen, mit mathematischen Gleichnissen angereichert, erklärt, entzaubert. Nichts weist auf eine subtile Ebene. Selbst wenn der Film in der zweiten Hälfte in "The Fountain"-artige Gottesbeweise ausartet und das Porträt immer mehr in den Hintergrund rückt, hat man nicht das Gefühl mehr zu sehen als man gerade sieht. Aronofsky hört auf sich für seinen Helden zu interessieren und widmet sich lieber den Zahlen, dabei haben Zahlen an sich keine Bedeutung. Sie stehen ja immer für etwas anderes, aber was?
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lieber_tee Tue, 16 Oct 2012 23:07:22 -0000
Antwort löschenIch mag den gerner als du aber du hast durchaus recht.
der cineast Wed, 17 Oct 2012 10:21:27 -0000
Antwort löschenUnsubtil, ist immer doof, ne? Keine subtile Ebene? Wie schade. Aronofsky ist alles, aber NIE subtil und darum geht es in seinen Filmen auch NIE. Hihi.
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Kubrick_obscura Wed, 17 Oct 2012 13:07:36 -0000
Antwort löschenUnsubtil ist immer doof, stimmt!
lieber_tee Wed, 17 Oct 2012 16:56:07 -0000
Antwort löschendas ist jetzt aber total unsubtil doof! :)
TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenNarrativ ist Aronofskys Debüt nicht weit weg von seinen späteren Arbeiten, sodass sich Pi am ehesten durch seine Inszenierung auszeichnet. In Erinnerung bleibt der Einsatz der SnorriCam, auch der Schnitt von Oren Sarch und die Musik von Clint Mansell stechen hervor und lassen teilweise Einflüsse von Danny Boyles "Trainspotting" erkennen. In allen Bereichen würde Aronofskys zwei Jahre später erschienener "Requiem for a Dream" eine Weiterentwicklung aufweisen können. Als erste Fingerübung und experimenteller Independent-Film geht "Pi" jedenfalls durchaus in Ordnung und hat einige interessante Ideen zu bieten.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenAmbitionierter Arthouse-Thriller irgendwo zwischen Eraserhead und Die Drei Tage des Condor. Spannend aber auch ein wenig anstrengend.
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IGU Wed, 15 Aug 2012 22:48:30 -0000
Antwort löschenAnstrengend ist das Wort, nach dem ich die ganze Zeit gesucht habe um diesen Film zu beschreiben.
Kommentare (111) — Film: Pi
PaJeRo Mon, 06 May 2013 13:17:46 -0000
Kommentar löschenSo hektisch und anstrengend, aber doch so gut...
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taylortheman Tue, 23 Apr 2013 09:54:42 -0000
Kommentar löschenSchon sehr netter psycho thriller, der irgendwie an "Requiem for a Dream" errinnert. Wieder ein Schicksal der eine (Sehn) Sucht hat, nämlich die Zahl Pi zu ergründet. Dabei schiesst er sich durchweg mit irgendwelchen Betäubungsmitteln ab und seine horror trips werden visuell schön dargestellt. Aber dieser durchgehende Drogenkonsum und das " Intellektuelle" was anscheinend eine folge davon sein soll stört mich ein wenig. Die Erzählweise lässt erahnen wie sich der Protoganist fühlt und ich habe mit ihm mitgefiebert und durchgehend gehofft das er von seinen Betäubungs Süchten loskommt.
Trotzdem sehr ansehnlicher Kunstfilm mit wirklich netten Ideen und auch wirklich gelungender Umsetzung.
Musik fand ich für die art von Film wirklich sehr gut gewählt.
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jacker Tue, 23 Apr 2013 14:31:46 -0000
Antwort löschenIch empfinde das was du als das "Intelektuelle" bezeichnest eher als "Besessenheit". Er ist ein mathematisches Genie und verliert sich in den Welten der wissenschaftlichen Weltanschauung. Aber ich denke dieses Genie hat er nciht durch die Drogen, sondern von Grund auf :)
taylortheman Tue, 23 Apr 2013 15:27:09 -0000
Antwort löschenStimmt " Besessenheit " passt auch gut :) jedoch kann ich mit dir nicht in dem Punkt übereinstimmen dass dieses mathematische Genie sich in den Welten der wissenschaftlichen Weltanschauung verliert. Für mich ist er mehr in den Drogentrips verloren gegangen. Am schluss war ich mir auch nicht mehr ganz sicher ob sein Genie welches bestimmt von Grund auf vorhanden war, nicht vielleicht (gerade wegen des Drogenkonsums) zu Wahnsinn gekippt ist.
jacker Tue, 23 Apr 2013 16:44:52 -0000
Antwort löschenDas kann schon sein.. Allerdings ist es schon wenn man sich nur wenig mit Mathematik / Physik etc. beschäftigt schnell möglich eine seltsam rational-verklärte Sicht auf die Welt zu entwickeln. Den klassischen Größen der Wissenschaft (ich meine jetzt aus der Zeit der Entwicklung der Quantenmechanik, also Einstein, Heisenberg, etc. wurde überwiegend nachgesagt nen ausgeprägten Knacks (auf privater/sozialer Ebene) zu haben. Drogen wirken da aber bestimmt noch verstärkend, da hast du völlig recht!
Emilio Arnau Tue, 23 Apr 2013 17:54:30 -0000
Antwort löschenSoweit ich mich erinnere hat er keinerlei Drogen genommen. Es waren Schmerzmittel für seine Migränenanfälle (natürlich sind das auch 'drugs', aber nicht gerade 'recreational drugs'). Hätte er keine Anfälle gehabt, würde er die Schmerzmittel auch nicht nehmen.
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taylortheman Tue, 23 Apr 2013 20:05:54 -0000
Antwort löschen@Emilio Arnau: Ich erinnere mich sehr genau an einen seiner Monologo wo er eine grosse Ansammlung von Betäubungsmitteln aufzählt. Da waren auch Marihuana und Schmerzmittel dabei welche bei Missbrauch/Abhängigkeit (welchen ich einfach in den film hineininterpretiere) zu den Drogen gehören...
@jacker: Ich stimme dir zu :)
taylortheman Tue, 23 Apr 2013 20:13:26 -0000
Antwort löschennoch ein kleiner Anhang wegen den Drogen und den Anfällen: Ich denke das die Anfälle eine Folge von seinem Betäubungsmittel missbrauch war.
based_god Sat, 20 Apr 2013 16:48:32 -0000
Kommentar löschenInteressantes, kopfwehverursachendes Erstrlingswerk von Aronofsky. Nicht mehr, nicht weniger. Zum Glück hat dieses Werk für Begeisterung gesorgt und spätere Meisterwerke ermöglicht, welche teilweise in diesem Film bereits angedeutet werden.
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lucky_slevin Fri, 12 Apr 2013 21:15:01 -0000
Kommentar löschenIch weiß...
....warum meine Freunde den Film nicht nochmal sehen wollen, ihn hier so viele schlecht bewerten und er nicht jedermanns Sache ist. Der schroffe surreale Stil, die mitunter verstörenden Einstellungen und Figuren, und die wirre Erzählweise sind sicherlich einige Gründe.
Ich weiß nicht...
...warum er mir trotzdem so sehr gefällt. Warum ich ihn immer wieder einlege. Warum ich ihn für einen großartigen Film halte.
Vielleicht liegt es ja am schroffen surrealen Stil, den mitunter verstörenden Einstellungen und Figuren, und der wirren Erzählweise.
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diqits Thu, 04 Apr 2013 14:21:56 -0000
Kommentar löschenFand das Rätsel um die Zahl Pi eigentlich spannend genug
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ilarmadio Wed, 27 Feb 2013 01:31:14 -0000
Kommentar löschenkafkaesk, experimentalfilm, kunstfilm..hätte ich diese wörter doch vorher schon in den kommentaren entdeckt...
einfach schwachsinn..ein nerd der 90 minuten lang rumbrüllt, irgendwelche ziffern aufschreibt und am ende bleibt nichts..gab es ein ende ausser der bohrmaschine?
was für ein schwachsinn...sorry
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NWO@Movie Tue, 12 Mar 2013 11:33:43 -0000
Antwort löschenLustig.
Oliver0403 Tue, 26 Feb 2013 02:46:04 -0000
Kommentar löschenOh je, was hat sich der Regisseur von "The Wrestler" und "Black Swan" hierbei nur gedacht. Der Film hat mir überhaupt nicht gefallen. Zumal der düstere Look und das schwarzweiss Bild sowie die grobe Körnung des Bildes einfach nur störend wirkt.
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movie.max Tue, 26 Feb 2013 09:25:51 -0000
Antwort löschenDas ist lustig, weil 'The Wrestler' und 'Black Swan' die schwächsten und für Aronofsky untypischsten Filme sind.
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Oliver0403 Tue, 26 Feb 2013 11:49:15 -0000
Antwort löschenDie aber wiederum mir besser gefallen haben :)
movie.max Tue, 26 Feb 2013 12:07:54 -0000
Antwort löschenJa dann soll es so sein. ich mag ihn lieber bei 'Pi' und 'Requiem for a Dream'. Und 'The Fountain' ist auch ganz gut
movie.max Thu, 21 Feb 2013 18:52:30 -0000
Kommentar löschenSchrill, schnell und eigen. Das, was man von einem Early-Arnonofsky erwartet.
Look und Mucke stimmen, aber da ich eigentlich aufgrund Aronofskys Overstyling keinen richtigen Zugang zur Figur bekomme, wollte ich erst ein 'Ganz gut' vergeben. Jedoch holt das Ende alles wieder raus.
Konsequent und wirr - da passen Handlung und Visualisierung zusammen...
Bock ihn mehrmals zu gucken? Vollständig verstanden? Dürfte ruhig länger sein als 80 Minuten?
Am Arsch! 'Pi' ist einfach ein krasses Teil eines krassen Typen, der mit seinen neueren Geschichten immer wieder gegen Mauern rennt.
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Jek-Hyde Mon, 04 Feb 2013 16:37:01 -0000
Kommentar löschenPi ist glaube ich der einzige Film von Aronofsky, der mir wirklich gefallen hat und von dem ich nie erwartete hätte, dass er mir gefällt. Das schwarz/weiß soll ja manchen Filmfan abschrecken, mich allerdings nicht. Ich fand es passte sehr gut, gerade da schwarz/weiß perfekt zu der Mathematik passt, 1 oder 0, ja oder nein, es ist oder es ist nicht, aber so ist die Natur leider nicht. Überall versteckte zahlen und Formeln. Pi erinnerte mich an eine wunderbare Mischung aus „Eraserhead“ und „Tetsuo“.
Ein Film, wenn man mal Lust hat das Hirn in der U-Bahn liegen zu lassen. ;-) ach, ich mag solche experimentellen Kunstfilme...
Aber diese Kopfschmerzen kenne ich aus eigener Erfahrung, wenn man sich an irgendeiner Sache festgebissen hat und einfach nicht loslassen kann. Die kenne ich nur zu gut...
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Croton Tue, 22 Jan 2013 07:04:00 -0000
Kommentar löschenBeklemmend, düster, verstörend. Man leidet mit dem armen Mann mit und wünscht ihm so sehr, dass er aus dem Wahnsinn ausbricht. Nimm die Nachbarin und bring Farbe in den Film schreit jede Faser des Körpers.
Filmisch und musikalisch ein Genuss. Die Stimmung in harten schwarz/weiß Bildern eingefangen mit verstörenden aber nie affektierten Szenen angeheizt wird das verrückt werden über die unerbittliche Logik der Mathematik dargestellt. Wie eine Version von "A Beautiful Mind" aus der Innensicht!
Nachteil des Films ist, dass er wirklich Kopfschmerzen auslösen kann. Aber natürlich ist dies nur eine Andeutung was im Kopf des Mathematikers vorgeht und geht von daher als Stilmittel durch... Durch und durch sehenswert!
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mme.lehmann Fri, 09 Nov 2012 23:56:13 -0000
Kommentar löschenHektisch, düster, verstörend, großartig!
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Hartmut Wastian Tue, 23 Oct 2012 13:26:22 -0000
Kommentar löschenFür mich ein typischer Nerd-Film, der in alter Hacker-Tradition die Mathematik zum Schlüssel des Universums erhebt und kein Klischee ("Go", alter Meister...) ausläßt.
Mir persönlich zuwenig selbstironisch und ohne Witz, ideal aber für Paranoiker und Kafka-Fans: Die düster-bedrohliche, fast albtraumhafte Atmosphäre ist prima eingefangen und der Soundtrack ist 1a.
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Schmoney Fri, 16 Nov 2012 20:31:08 -0000
Antwort löschenNur das Kafkas Romane viel Witz enthalten!
heikschn Sat, 22 Sep 2012 13:37:39 -0000
Kommentar löschenFür meinen Geschmack viel zu anstrengende Inszenierung. Wirkt wie beim späteren The Fountain zu chaotisch. Finde andere Filme von Arronovsky deutlich besser.
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ProsperDune Tue, 28 Aug 2012 15:55:50 -0000
Kommentar löschenOhne Frage hat Darren Arronofsky Talent. Welche Selbstzerstörung war jemals schmerzhafter als die in "The Wrestler"?
Doch ähnlich wie bei "Black Swan" konnte "Pi" mich nicht mitreißen. Zu exzessiv und für meinen Geschmack erstickt das durchtriebene Tempo jede Emotionalität. Ich mochte ihn nicht, diesen bessessen Zahlensüchtigen. Dabei bin ich gut in Mathe...
Okay, ich sage (mal wieder) Zweitsichtung, besser als "Black Swan" ist er vielleicht schon.
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N. Hornblower Mon, 20 Aug 2012 10:26:25 -0000
Kommentar löschenKorrekter, paranoider, zahlenmystischer, abgedrehter Cyber-Trip.
Zur literarischen Vertiefung empfehle ich die "Illuminatus!"-Trilogie und "Das Foucaultsche Pendel".
(Und nicht vergessen: Just because you're paranoid, don't mean they're not after you!)
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Daymare Thu, 16 Aug 2012 09:48:29 -0000
Kommentar löschenDer Film besitzt eine interessante Thematik, welche aber sehr gewöhnungsbedürftig umgesetzt worden ist! Alles in allem würde ich mir den Film aber kein zweites mal ansehen...
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Markbln Thu, 16 Aug 2012 07:49:38 -0000
Kommentar löschenNettes Experiment, guter Hauptdarsteller, aber einmal reicht, um seine Sehschwäche festzustellen. Auf Dauer etwas manieriert.
PS: Nicht anschauen, wenn man schon Kopfschmerzen hat.
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ShayaNova Sat, 23 Mar 2013 20:12:58 -0000
Antwort löschenhab erst überlegen müssen, was du mit mariniert meinst, aber gut.. stichwort sehschwäche.
Markbln Sun, 24 Mar 2013 15:58:49 -0000
Antwort löschenhahaha, ein klassiker, schreibe ich jedes zweitemal auch verkehrt.
vanilla Thu, 16 Aug 2012 06:39:31 -0000
Kommentar löschen„1. Mathematik ist die Sprache der Natur.
2. Alles um uns herum lässt sich durch Zahlen wiedergeben und verstehen.
3. Stellt man die Zahlen eines beliebigen Systems graphisch dar, entstehen Muster. Folgerung: Überall in der Natur existieren Muster.“ - Max
Das ist das Motto des Protagonisten und des Films.
Paranoider, hektischer und verstörter Cyberpunk-Film, der in schwarz-weiß abläuft. Eigentlich eine coole Idee und eine gute Umsetzung, leider war es aber zu viel des Guten, vielleicht aber auch weil mir das Genre auch nicht so liegt. Man kann eben doch nicht alles mit Zahlen wiedergeben. Auch ein super Film sollte aus mehr bestehen.
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Hellbilly Wed, 15 Aug 2012 23:33:30 -0000
Kommentar löschenWerter Herr Aronofsky,
falls Sie mir mit diesem Film beweisen wollten, dass alle genialen Mathematiker einen gewaltigen Knacks in der Schüssel haben, kann ich Ihnen dabei nur aus vollstem Herzen zustimmen. Falls Sie in diesem Film jedoch tiefgründigere Gedankengänge versteckt haben, muss ich frei heraus gestehen, dass ich diese schlichtweg nicht verstanden habe. In meinen Augen ist das eine sehr gelungene Darstellung, wie ein Mann äußerst zielstrebig seinen Verstand zum Mond schießt. Mehr irgendwie nicht… Und dabei wirkte die Nachbarin wirklich sehr nett. In einer solchen Situation muss man den Protagonisten doch nicht den ganzen Tag an verschleimten Computern mit Matheaufgaben spielen lassen. Die Frage nach dem Jod war doch ein guter Anfang, darauf hätte man aufbauen können. Vielleicht hätte die Dame sogar etwas neuen Glanz ins arg eintönige Schwarz-Weiß bringen können. Auch der alte Herr mit den Fischen hatte durchaus Charme. Aber schon wieder ein Mathematiker? Warum denn nicht ein bisschen Abwechslung? Mit diesen Haaren wäre doch ein super Starfrisör aus ihm geworden. Über einen kleinen Schnippelexkurs hätte man dann auch diesen unerklärbaren Hang zum Bohren umgehen können. Wo bohrt man hin? Genau, in Wände, aber doch nicht die ganze Zeit in Gehirne. Künstlerische Freiheit schön und gut, aber etwas Realismus darf man doch erwarten. Es reicht ja schon, dass der Herr sich den ganzen Tag freiwillig mit Mathe beschäftigt. Dann aber auch noch eine derartige Besessenheit von einer 216-stelligen Zahl zu konstruieren, wirkt schon etwas lächerlich. Mal ganz ehrlich, wenn ich eine Matheschulaufgabe geschrieben habe, kamen da vielleicht insgesamt 216 Zahlen vor, aber doch nicht am Stück. Vielleicht hätte man da das Geld statt eines großen Buffets am Set, das auch noch lauter Ungeziefern angezogen hat, doch besser in ein Mathebuch zur Recherche investiert. Oder noch besser in einen süßen, leicht vertrottelten Hund, der den lieben lang Tag seinem Schwanz nachjagt. Daraus hätte man dann auch ganz leicht eine viel interessantere Geschichte als mit dieser einfallslosen Zahl basteln können. 216 Hundeschritte bis zum großen X unter dem Teppich, das auf einen alten Piratenschatz verweist, den man nur heben kann, wenn der alte Starfrisör zuvor der netten Nachbarin genau 216 Haare am Scheitel zurechtstutzt, damit sie ihr beim Aufknobeln des Zahlenschlosses nicht ins Gesicht hängen. Eine interessante Geschichte mit ausreichend mathematischen Einschlägen um den Filmtitel zu rechtfertigen wäre doch so einfach zu realisieren. Ich muss wirklich sagen Herr Aronofsky, Sie haben mich schon etwas enttäuscht. Mathematiker = hirnverbrannte Idioten – für diese Erkenntnis brauche ich mir nicht 80 grieselige Minuten lang anschauen, wie ein Mann in Mülleimern auf der Suche nach dem Schlüssel zum Sein ist (oder zum Ist zu sein glaubt?).
Bitte Herr Aronofsky, drehen Sie in Zukunft lieber wieder Filme über abgehalfterte Sportstars, die versteht dann zumindest auch ein Bierdeckelmathematiker wie ich. Trinkgeld gibt’s heute sicherlich nicht!
Hochachtungsvoll,
Ihr leicht verwirrter Hellbilly
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tobiasschoeler Wed, 15 Aug 2012 22:44:00 -0000
Kommentar löschenBeim zappen drauf gestoßen. Eigentlich ist es schon zu spät, aber die Bilder fesseln mich einfach. Genauso wie die Zahlenspiele. Was für ein Trip!
Aronofksy befasst sich mit einem Thema das in auch in seinen späteren Filmen immer wieder begleiten wird. Besessenheit. Sei es ein Wrestler der immer wieder den Kick des Publikums braucht, oder eine Ballerina, die für die perfekte Inszenierung alles tut. Hier ist es ein Mathematiker mit der Zahl Pi. Er sucht das System. Das Bild hinter allem. Die mathematische Formel für den Aktienmarkt. Mathe ist für ihn die Sprache der Natur. Bei seinen Recherchen wird eine Glaubensgemeinschaft der Kaballa auf ihn aufmerksam. Sie wollen ein mathematisches System in der Thora finden.
Der beginnenden Wahnsinn des Protagonisten wird, durch hektische Bilder und spacige Musik von Aronofsky auf den Zuschauer zu übertragen. Das schwarz-weiss ist dabei oft zu hell oder zu dunkel. Auch das spiegelt den Geisteszustand seines Protagonisten wieder. Alles zieht den Zuschauer in einen Sog. Worein weiss er jedoch ebenso wenig wie der Protagonist. Und das Telefon klingelt. Es klingelt und klingelt. Und dann ist Ruhe.
Was bleibt sind Fragen. Auch wenn vieles offen bleibt, ist "Pi" ein packender Film, der durch eine spannende Inszenierung zu überzeugen weiss.
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