Pianomania

Pianomania (2009), AT/DE
Laufzeit 96 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 09.09.2010

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7.4 Kritiker
7 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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von Robert Cibis und Lilian Franck,

Pianomania porträtiert den passionierten Steinway & Sons Klavierstimmer Stefan Knüpfer. Im Zentrum des Films steht dessen schwierige Zusammenarbeit mit dem berühmten Pianisten Pierre-Laurent Aimard. Die Liebe zur Perfektion und der Hang zu einem kleinen bisschen Wahnsinn scheinen in Pianomania oft nah beieinander zu liegen, wie sich auch in Knüpfers Arbeit mit anderen namhaften Kunden (den Pianisten Lang Lang und Alfred Brendel) zeigt. (TM)

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Cast & Crew


Kritiken (7) — Film: Pianomania

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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9.0Herausragend

„Wirk­lich zufrie­den sind die gro­ßen Pia­nis­ten eigent­lich nie“, weiß Klavierstimmer Knüp­fer. Aber die Macher dür­fen es sein. Mit einem Film, der sei­nen Ton trifft. Ein Hör– und Seh­ge­nuss – aus­drück­lich nicht nur für Klassik-​​Freunde.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.0Ausgezeichnet

Mag so manches Ansinnen einiger Pianisten dem Zuschauer zwar auch leicht verrückt erscheinen - der unermüdlich rotierende Knüpfer sucht für jeden noch so komplizierten Auftrag nach einer Lösung. Besonders anspruchsvoll ist der Franzose Pierre-Laurent Aimard: Mal soll sein Flügel so zart und intim wie ein historisches Tasteninstrument klingen, mal opulent wie eine Orgel.
"PianoMania" richtet sich jedoch nicht nur an ein musikalisch vorgebildetes Publikum, sondern erzählt letztlich eine ganz universelle Geschichte über Perfektion, Liebe und ein bisschen Wahnsinn. Dank einer guten Balance zwischen Information, Witz und Anspruch wird der musikalische Laie nicht über- und der Klassikkenner nicht unterfordert. Auch visuell kann der Film mit der technischen Raffinesse des Konzerttechnikers mithalten: Aus ungewöhnlichen Perspektiven bis in kleinste Winkel hinein erforscht die Kamera das Innenleben des Klaviers mit imposanten Großaufnahmen und bizarren Bildkompositionen.
Ob im Pop- und Technozeitalter, wo viele Ohren gegen leise Klänge bereits abgestumpft sind, ein großes Publikum die Klangnuancierungen hören wird, an denen Stefan Knüpfer und die Weltstars arbeiten, ist sehr fraglich. Aber vielleicht liegt darin auch eine große Chance des Films: Dass es gelingt, die Menschen verstärkt für eine subtile, vergessene Klangkultur zu sensibilisieren.

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Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info... Jörg Gerle: http://film-dienst.kim-info...

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8.5Ausgezeichnet

„Pianomania“ nimmt sich viel Zeit für „Nebensächlichkeiten“, die anhand der technisch aufwändigen Bach-Einspielungen von Maestro Aimard im Mozart-Saal dem staunenden Zuschauer vor Augen geführt werden. Da wird die „245“ des Öfteren von Knüpfer in ihre Einzelteile zerlegt, nur um dem absoluten Gehör des Klaviervirtuosen gerecht zu werden. Franck und Cibis zwingen den Zuschauer und -hörer zur Disziplin, denn wenn schon ein Blick ins Innere des Instruments und seiner Herren gewagt wird, dann auch in aller Ausführlichkeit. [...]
„Pianomania“ ist eine dokumentarische Offenbarung, die – eine vernünftige Tonanlage im Kino vorausgesetzt – den Blick auf den Pianisten um eine wertvolle Komponente erweitert.

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José Garcia: Textezumfilm

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7.5Sehenswert

Lilian Franck und Robert Cibis verzichten in ihrem Film ganz auf Kommentar. Sie legen naturgemäß besonderen Wert auf die Tonqualität – die Filmemacher haben bis zu 90 Tonspuren in Dolby Surround Qualität aufgenommen. Die zurückhaltend beobachtende Kamera von Jerzy Palacz bevorzugt lange, ruhige Einstellungen, die der Schnitt von Michelle Barbin insbesondere im Mittelteil mit impressionistisch anmutenden Aufnahmen aus Wien verknüpft. Mit ihrem Film bieten Lilian Franck und Robert Cibis einen Einblick in die eher technische Seite der Musikwelt. Stefan Knüpfer erweist sich darin als geschickter Handwerker, der millimetergenau klopft, sägt und feilt … bis der perfekte Ton entsteht. Die Eigenschaften des Tüftlers bringt der Meisterstimmer freilich mit einem überdurchschnittlichen Organisationstalent und mit einer außergewöhnlichen Gelassenheit in Einklang, die ihn auf jeden noch so ausgefallenen Wunsch eingehen lässt. Dass etwa Lang Lang für sein Konzert einen besonders stabilen Hocker verlangt, der seiner extrovertierten Spielweise standhält, kann den stets lächelnden Stefan Knüpfer überhaupt nicht aus der Fassung bringen.

„Pianomania“ handelt allerdings vor allem von der Leidenschaft Stefan Knüpfers. Insbesondere dank ihres charismatischen Hauptdarstellers gelingt es den Filmemachern Lilian Franck und Robert Cibis, dem Zuschauer die Passion des Meisterstimmers für den perfekten Klang sicht- und hörbar zu machen.

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Julian Bauer: Schnitt

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6.0Ganz gut

Pionamania ist eine zarte Annäherung an grandioseste Fach-»Idiotie«, interessiert sich jedoch nicht dafür, das neurotische Moment daran herauszuarbeiten. Es verbleibt professionell, aber flach. Eben eine Spezialisierung auf höchstem Niveau.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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5.5Geht so

Dass man von Stefan Knüpfer und seiner Arbeit anfangs durchaus fasziniert ist, macht einerseits den Reiz dieses Films aus, hat sich aber leider nach circa zwei Dritteln seiner Laufzeit auch erschöpft. Denn den Regisseuren gelingt es nicht, eine wirkliche Dramaturgie zu etablieren. Der Versuch, dies über eine komplizierte Plattenaufnahme von Pierre-Laurent Aimard, die in einem der Säle des Wiener Konzerthauses live, aber ohne Publikum eingespielt werden soll, umzusetzten, reicht da nicht aus. Und auch kleinere Probleme, auf die Knüpfer während seiner Arbeit stößt, werden im Film zur Spannungserzeugung zu mittleren Katastrophen aufgebauscht, sind dann aber schneller wieder gelöst, als man die ersten Takte von „Für Elise“ spielen kann. Letztlich zeigt die Dokumentation daher nur immer wieder aufs Neue, wie Stefan Knüpfer – zumeist erfolgreich – versucht, einen Flügel so zu modulieren, wie der Künstler ihn gerne hätte.

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T.Volkmann: Programmkino.de T.Volkmann: Programmkino.de

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7.5Sehenswert

Man muss kein Musik- oder gar Klassikfan sein, um Gefallen an dieser unterhaltsamen und faszinierenden Dokumentation [...] zu finden. Statt mit technischen und physikalischen Erläuterungen über das Wesen von Tönen zu langweilen, bezieht die Suche nach dem perfekten Klang ihre Spannung aus der Leichtigkeit und Freude, mit der sich die gut gelaunten Protagonisten ihrer Mission widmen.

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Kommentar — Film: Pianomania

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lucie

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film hat mich sehr berührt und mir gezeigt, worüber sich mein "Monoohr" bisher keine Gedanken gemacht hat. Reingehen, hören, sehen, staunen und genießen.

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