Pieta

Pieta (2012), KR Laufzeit 107 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 08.11.2012

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
6.8
Kritiker
14 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.7
Community
122 Bewertungen
26 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Ki-duk Kim, mit Cho Min-Soo und Jung-jin Lee

Pieta ist der 18. Film des südkoreanischen Regisseurs Kim Ki-duk, der damit den Goldenen Löwen in Venedig gewann.

Lee Kang-do (Jung-jin Lee) bestreitet seinen Lebensunterhalt als brutaler Schuldeneintreiber für einen Geldverleiher. Ihm sind alle Mittel recht, um säumige Schuldner zur Rückzahlung zu bewegen und vor Gewalt schreckt er nicht zurück. Der kaltherzige Mann schlägt seine Opfer zu Krüppeln, um danach die Unfallversicherung von ihnen zu kassieren. Eines Tages trifft Kang-do auf eine geheimnisvolle Frau (Cho Min-Soo), die behauptet, seine Mutter zu sein. Da er glaubt, als Waisenkind aufgewachsen zu sein, weist er sie zunächst ab. Sie kommen sich auf grausame Weise näher und bald nimmt sie immer mehr Raum in seinem Leben ein. Er kündigt daraufhin seinen Job, um ein normales Leben führen zu können. Doch dann wird die mysteriöse Frau entführt. Kang-do glaubt, ein früherer Schuldner wolle sich damit an ihm rächen. Doch beim Versuch, sie zu retten, stößt er auf ein dunkles Geheimnis.

Hintergrund & Infos zu Pieta
Der südkoreanische Filmemacher Ki-duk Kim (Frühling, Sommer, Herbst, Winter und … Frühling) führte bei Pieta Regie und entwickelte das Drehbuch. Mit seinem Drama über Schuld und Sühne gehörte der asiatische Regisseur zu den großen Abräumern auf den 69. Filmfestspielen in Venedig, wo Pieta am 04. September 2012 seine Weltpremiere feierte. Pieta gewann dort unter anderem den wichtigsten Preis, den Goldenen Löwen, und setzte sich damit gegen Filme wie The Master von Paul Thomas Anderson, To the Wonder von Terrence Malick und Passion von Brian de Palma durch. (AP)

  • 37795279001_1872005651001_th-506aaf25b853b0e4d5118e2d-1464912384001
  • 37795279001_1872009493001_th-506ab0f0b853b0e4db118e2d-1471890474001
  • Pieta
  • Pieta
  • Pieta

Mehr Bilder (12) und Videos (4) zu Pieta


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (10) — Film: Pieta

Fricki76: Asianfilmweb.de

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

"Pieta" ist Kims 18. Film und obwohl bereits der zweite nach seiner tiefen Lebenskrise, die er in der autobiografischen Dokumentation "Arirang" verarbeitet hat, ein selbstbezeichneter Neuanfang. Milder geworden ist Kim jedoch nicht, auch "Pieta" dreht sich um bekannte Motive wie Einsamkeit, Schuld, Sühne, Rache und Demütigung - um nur die offensichtlichsten zu nennen. Auch die mehr oder weniger explizit dargestellte Gewalt ist ein wiederkehrender Bereich - für den Kim immer wieder heftig kritisiert wird, am bekanntesten ist in diesem Zusammenhang wohl "Seom - Die Insel". Im Vergleich zu diesem Werk, das Kims Durchbruch bedeutete, ist die Gewalt in "Pieta" deutlich anders akzentuiert. Sie ist nicht explizit sondern subtil, aber deshalb nicht weniger brutal. Wenn einem von Kims Filmen nicht der Vorwurf von Gewalt als Selbstzweck gemacht werden kann, dann wohl diesem (...)

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Chuchaqui: Critic.de

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Wenn man die Mitteilungswut des Regisseurs und die zu simple Kapitalismuskritik ignorieren kann, dann macht Pieta vor allem im letzten Drittel durchaus Spaß. Der hier nur angerissene Plot hat noch deutlich mehr zu bieten und versetzt gegen Ende noch den ein oder anderen inszenatorischen Schlag in die Magengrube. Warum das alles für den Hauptpreis auf einem A-Festival gereicht hat, das bleibt aber doch fraglich und mag mehr einer Ausbalancierung des Preisregens für The Master oder dem eigenwilligen Geschmack von Jury-Präsident Michael Mann geschuldet sein als der Qualität des Films. Pieta bietet jede Menge Kim Ki-duk, darüber hinaus aber nicht viel Neues. Dessen Fans werden froh sein, dass Kim sich durchaus „in Form“ zeigt, alle anderen verpassen nichts, was sie nicht ohnehin erwartet hätten.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

[Kim Ki-duk] setzt es auf eine derart albtraumhafte, durchschlagende Weise um, dass man vom Thema nolens volens tief beeindruckt und von der filmischen Wucht geradezu gepackt wird. Die Bilder bleiben lange hängen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Immer wieder schlägt die Handlung von 'Pieta' überraschende Haken. Nicht nur einmal wird der Plot unvorhersehbar umgelenkt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

[...] Eine Sozialkritik, die die Grundfesten des zivilisatorischen Konsens infrage stellt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Kim Ki-duk gelingt es, das christliche Motiv der trauernden Maria mit den Extremen der koreanischen Wirklichkeit zu füllen und in einen gleichermaßen spannenden wie brutalen Genrefilm zu verwandeln.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

José Garcia: Textezumfilm

Kommentar löschen
3.5Schwach

Zwar gehört Kapitalismuskritik zu den Themen von „Pietà“ – der Geldverleiher, die Bauspekulation spielen dabei genauso eine Rolle wie das Sinnieren darüber, was Geld sei. So fragt der junge Mann Jang Mi-sun einmal, um von ihr zu hören: „Geld ist Anfang und Ende von allem.“ Kim Ki-duks Drama handelt aber eigentlich von zwischenmenschlichen Beziehung, und so bietet er das Psychogramm eines jungen Mannes, der seinem brutalen Handwerk ohne jegliche Reue oder Gewissenskonflikte nachgeht. „Pietà“ hätte wahrlich das „Drama um Schuld und Sühne“ werden können, als das der Filmverleih Kim Ki-duks Film bezeichnet. Trotz der drastischen Bilder, der zelebrierten Gewaltexzesse hätte „Pietà“ ein Film über von der Liebe hervorgerufene Läuterung, über Vergebung und somit der christlich inspirierte Film werden können, für den offenbar manche halten. Die letzte Wendung im von Kim Ki-duk selbst verfassten Drehbuch stellt jedoch diese Erwartung auf den Kopf. „Ich kann dir nicht verzeihen“, lautet der entscheidende Satz. Denn nicht Suche nach Erlösung, sondern Rache ist der Leitgedanke in „Pietà“.

Regisseur Kim Ki-duk stülpt zwar über seine Handlung ein pseudo-religiöses Kleid – so insbesondere mit dem einer Pietà-Darstellung nachempfundenen Filmplakat, der für „Pietà“ wirbt, obwohl er im Film gar nicht vorkommt (der Regisseur soll sie nachträglich aus dem Film entfernt haben), sowie mit dem Filmtitel selbst. Dass sich die Mutterliebe als eine besonders raffinierte oder auch perverse Rachegeschichte herausstellt, straft jedoch die Darstellung von Kim Ki-duks Drama als religiöser Film Lügen. Denn die Mutter in Kim Ki-duks ist keine mitfühlende und mitleidende Frau wie die Pietà-Darstellung des Filmplakats nahelegt. Ihr Verhalten erinnert vielmehr an einen ganz und gar weltlichen Racheengel.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Der Goldene Löwe, mit dem der südkoreanische Filmemacher 2012 in Venedig ausgezeichnet wurde, krönt ein Werk, mit dem sich Kim Ki-duk [...] als Autorenfilmer von Weltrang zurück meldet. [...] Kim findet eine kongeniale Balance zwischen realistischer, systemkritischer Milieuschilderung, spannungsvoller Genre-Gangstergeschichte und einem allgemein gültigen, existenziellen Drama.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

'Pietà' [zeigt sich] erzählerisch und im mutigen Spiel mit religiösen und kulturellen Klischees als Meisterwerk, das den Preis und den Applaus von Venedig voll und ganz verdient.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Roland Meier : Outnow.ch Roland Meier : Outnow.ch

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Pieta [...] nimmt trotz gewalttätigem Beginn am Ende eine sanfte Wendung und so zum fast schon poetischen Rachefilm mit Überraschungen wird.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (16) — Film: Pieta


Sortierung

arues

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kim Ki-duk ist also zurück und er hat uns etwas zu sagen. Das ist gut so, ob man seine Filme nun mag, oder nicht. Denn auch Pieta ist ein recht eigenwilliges Werk, mit dem sich nicht jeder anfreunden wird. Es ist kein Mainstream Kino, zur reinen Unterhaltung. Vielmehr ist es brachiales Erzählkino, mit kritischen Untertönen und epischer Wucht. Auch wenn Kim Ki-duks Werk andere Ansätze als Park Chan-wooks immer wieder genannte Rache Trilogie (Sympathy for Mr. Vengeance, Oldboy, Sympathy for Lady Vengeance) hat, braucht er sich vor ihr nicht zu verstecken. Für alle, die koreanisches Kino mögen und Kim Ki-duks Filme im Speziellen, ist Pieta eine klare Empfehlung.

Hier meine komplette Kritik: http://www.movieworlds.com/filme/dvd/Pieta.php#Kritik

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Daymare

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

Keine Ahnung was das war, aber ich bin froh das es vorbei ist! Unglaubwürdig, spannungsarm und immer wieder unfreiwillg komisch, so präsentiert sich letztendlich "Pieta" - ein Film, auf den ich mich eigentlich gefreut hatte...

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

tobias.c.bateman

Antwort löschen

Wo ist der Film denn bitte unfreiwillig komisch??????


Nevica

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Viele seiner anderen symbolträchtigeren Filme gefallen mir besser. Kim Ki-Duk schuf hier einen für ihn eher untypischen Film...ich erkenne leider wenig Tiefe, eher Aufgesetztheit (auch wenn beide Protagonisten zuweilen ein gutes Schauspiel abliefern) - insbesondere was sämtliche Emotionen angeht. Auch die Atmosphäre ist nicht immer stimmig; in anderen Filme setzt er sehr wenig auf Sprache und konzipiert viel durch Musik & Atmosphäre, was ihm häufig fabelhaft gelingt. In diesem Film arbeitet er mit minimalistischen Mitteln, sodass oftmals selbst Gestik & Mimik arg erzwungen wirken, was das Ganze 'weltfremd' wirken lässt.
Die Grundidee des Films ist nett, doch auch etwas überholt.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Nevica

Antwort löschen

Leider ist dies ja ziemlich häufig bei Filmen/Musik/Büchern der Fall, welche fern des US-amerikanischen bzw. des deutschen Raumes liegen. Wirklich schade, dass manches Material so schwer zu bekommen ist. Danke also für den Tipp bei jpc!
Viele Filme sind aber mit Untertiteln erhältlich, was ich sogar begrüße, denn Filme im Original anzuschauen ist oft besser als in der synchronisierten Form.

Jónsis eigens erfundene Sprache ist wahrlich faszinierend - besonders auf ihrem Album ( ). Er hat Talent & eine einzigartige Stimme.


Demine

Antwort löschen

Absolut. Ich mag Jónsis Soloprojekte auch sehr gerne. Ein großartiger Musiker und Mensch, was man spätestens wenn man "Heima" gesehen hat, merkt. Hab zu dem Film übrigens nen Kommentar geschrieben, falls du noch ein wenig neugieriger werden willst ;)

Und ja, stimmt leider. Aber ich schaue mittlerweile eh 90% im Original mit Untertitel, da mir das einfach besser gefällt.

Da du nicht nur einen guten Musik-, sondern auch einen guten Filmgeschmack zu haben scheinst, hab ich dir im Übrigen mal eine Anfrage hinterlassen.


MrDepad

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

"Pieta" ist ein Rachefilm, der sich eher den stillen Motiven des Themas widmet.
Hauptfigur ist Gang-Do, der einfache Handwerker aufsucht, die teure Kredite nicht zurückzahlen können. Er verkrüppelt diese meistens, damit sie mit der Summe der Versicherung die Schulden an ihn abbezahlen. Eines Tages wird er von einer jungen Frau verfolgt und bedrängt, die seine Mutter sein soll.
Regisseur Kim Ki-duk inszeniert mit diesem Film ein stilles, eindringliches Drama, welches in rohen und ungeschönten Bildern eine Mutter-Sohn-Beziehung aufarbeitet, während man nach und nach einen immer tieferen Einblick in das Innenleben der isolierten, kalten Figuren bekommt.
Leider startet der Film ziemlich zäh und irgendwie unstimmig. Man folgt Gang-Do, wie er seinem brutalen Handwerk nachgeht, während die Frau, die behauptet seine Mutter zu sein, ihm immer folgt und wieder ein Verhältnis zu ihm aufbauen will. Die Charaktere bleiben dabei allerdings viel zu unausreichend gezeichnet, während die Motive des Films lange im unklaren bleiben. Dazu kommt eine gewöhnungsbedürftige Kameraführung, die zwischen ruhigen Bildern immer wieder mit leicht nervigen Zoom-In´s- und Out´s aufwartet. In der zweiten Hälfte bessert sich der Film dann schließlich etwas. Die Figuren bekommen mehr Raum, um vielschichtigere Facetten zu zeigen, dazu nimmt die Handlung mindestens eine interessante Wendung und mündet in ein bitteres, konsequentes Ende.
"Pieta" ist ein Film, der mich ziemlich zwiegespalten zurück lässt. Vor allem die erste Hälfte kommt ziemlich unausgegoren und teilweise langweilig daher, während die durchaus gelungenen Ansätze in der zweiten Hälfte ausgebaut werden und schließlich doch noch für einen ganz guten Film reichen, der aber hinter vielen weiteren Vertretern aus diesem Genre zurückbleibt.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Laserdance

Kommentar löschen
Bewertung1.0Ärgerlich

Vollkommen Spannungs und Sinnfrei. Ich könnte das nun noch etwas ausführen aber das würde auch nicht besser.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

tobias.c.bateman

Antwort löschen

Oder anderes gesagt: Film nicht verstanden


Laserdance

Antwort löschen

Ich habe auf das Lieblings Totschlagargument „Film nicht verstanden“ gewartet. :-)

Das ist meiner Meinung nach, ein recht unüberlegter Kommentar.

Ich will das auch begründen.

Im Grunde will man damit Sagen „Der Film ist klasse, der wo es anders sieht, ist zu dumm“

Man darf Filme schlecht finden unabhängig vom Grad eines intellektuellen Verständnisses. Ich finde, daß die wenigstens Filme im rationalen Sinne verstanden werden müssen. Man muß ihre Ästhetik und Dramaturgie schätzen und offen sein für eine Idee, die ein Film vertritt. Und wenn jemand ein Film langweilig findet, ist das sein gutes Recht.

Aber lassen wir mal den Umstand beiseite, das jemand meint, die Pose der letztgültigen Erkenntnis zu haben. Das spielt ja keine Rolle.

Das Problem ist doch. Ich kann damit alle Filme verteidigen.
Ich kann natürlich auch bei einem billigen Porno Suff Horror Film sagen. Da hat jemand den (die Genialität des Films) nicht verstanden.

Oder anerkennen das andere eben einen anderen Geschmack haben :-)


Miami Twice

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Der Hauptdarsteller wirkte im Film so unsympathisch - die Mutter spielte ihre Rolle überzeugend und ausdrucksstark. Was mich auch nervte war das in einigen Szenen die Kamera komisch umher wackelte o.O so recht wollte der Funke einfach nicht überspringen obwohl ich Asiafilme gerne mag.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

uncut123

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

schon recht krasse szenen und ebenso krasse geschichte...ich fands gut

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

RLX-Devlin

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Nur weil jem. oft genug bewiesen hat, dass er es drauf hat, heißt es noch lange nicht, dass er auch jedes Mal goldene Kaggebatzen baut... und waren Kameramann und Cutter knülle!?

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sancho

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Gemessen an anderen seiner Filme etwas zu einfach: wenig artifizielle Tiefe, plump traurig, eindimensional schicksalhaft. Wenig Zauber. Mäße man den Film nicht an den starken Werken, bliebe ein schaudernd magischer Film mit punktuell auch eindrucksvollen Hauptdarstellern.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

8martin

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hier hat sich Kim Ki-duk - ganz untypisch für ihn - eine äußerst blutrünstige und grausam-brutale Story vorgenommen. Es geht um Liebe, Tod und Geld, eine fatale Mischung. Die optischen Schocker sind so geschickt eingesetzt, dass sie die Grenze des Erträglichen von menschlichen Qualen überschreiten. Das ist schlimm genug. Der Aufmacher, ein Selbstmord geht dabei fast unter. Die Spannung kommt von der Erzählweise. Da wird manches angedeutet, was man sich erst am Ende zusammenreimen kann, unkommentiert werden Szenen eingeblendet: z.B. sieht man eine Tiefkühltruhe und hört lautes Wehklagen oder einen Pullover. Der Zuschauer bleibt fast bis zum Schluss auf demselben Erkenntnisstand wie Lee Kang-do (Lee Jung-jin), der gnadenlose Schuldeneintreiber. Eine Frau, (unheimlich ausdrucksstark Jo Min-su) behauptet seine Mutter zu sein. Sie wird von Kang-do missbraucht und in übelster Weise gedemütigt und geht dabei weiter als es die Mutterliebe erlaubt. Der Film spielt oftmals mit den konventionellen Erwartungen des Zuschauers, nur um sie immer wieder zu enttäuschen. Das ist seelische Folter. Was sich dann da am Ende als teuflischer Rachefeldzug einer Mutter entpuppt, ist schlimm genug. Selbst nachdem man das Motiv von Frau Jo erkannt hat.
Die Darstellung der Pieta auf dem Poster zeigt auch nicht ganz deutlich, um wen sie hier trauert. Nachdenkenswert! Es bleibt eine Racheparabel von shakespeareschen Dimensionen. Man kann Kim vorwerfen, zu viel Brutalität hineingepackt zu haben. Aber so ist nun mal das Leben…

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Razfaras

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Ich mochte die Ideen und Gedanken des Filmes, jedoch wurde nach meinem Geschmack ein wenig zuviel behauptet. Dadurch wirkt der Film nicht vollkommen lebendig. Banales Beispiel : Alte Frau taucht am Ende plötzlich aus dem nichts auf. Auch das Verhalten der "Handwerker", die sich gar nicht zu wehren wissen, finde ich nicht ganz nachvollziehbar. Es gibt einfach nur diese eine Gewalt ausübende Partei und nicht wirklich ein Gegenpol (klar, die Mutter, aber auch sie schützt nicht vor dem Protagonisten). Durch diese Leblosigkeit konnte mich der Film nicht wirklich fesseln. 5 Punkte gebe ich auch den sehr gewöhnungsbedürftigen Kameraeinstellungen die teils recht nett jedoch oft sehr langweilig wirken. Das Ende war leider vorhersehbar, es lief einfach zu offensichtlich auf genau dieses Szenario hinaus. Positiv sind mir im allgemeinen die Leistungen der Schauspieler aufgefallen. Der Film wirkt im großen und ganzen einfach unvollkommen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

ash-williams

Antwort löschen

Stimme da eigentlich soweit zu. Das Kim Ki-Duks Inszenierung meist ruhig ist kennt man ja bereits, aber hier hatte die Kameraarbeit irgendwie was amateurhaftes...!?


Stefan Ishii

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kim Ki-duk ist zurück! Und wie...

Nachdem sich das südkoreanische Regiewunder durch eine schwere Depression (und Schaffenskrise?) kämpfen musste - was mit dem höchst interessanten Selbstporträt "Arirang" eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht wurde - kommt mit "Pieta" eine Rückbesinning auf Kims typische Lebensthemen: Schuld und Sühne, Leid und Vergebung...

Ähnlich wie in meinem Lieblingsfilm von Kim, dem unglaublich berührenden und aufwühlenden "Samaria", erfolgt am Beispiel einer repräsentativen Hauptfigur die Übertragung dieser Kernthemen auf die aktuelle koreanische Gegenwart. Dabei werden erneut christlich-religiöse Motive (selbstverständlich ohne sie als solche explizit im Film darzustellen) in die für Kim Ki-duk typischen, wunderbaren Metaphern bildlich auseinander genommen und diskutiert.

In erster Linie geht es um die zuvor beschriebenen Martyrien des Menschen, aber der Film ist mehr. Die dargestellten Grausamkeiten und der Ekel stehen in einer direkten Verknüpfung zu einer eindrucksvollen antikapitalistischen Moral. Die tatsächlichen Graumsamkeiten gehen garnicht von der Hauptfigur aus; vielmehr sind die Opfer bereits vor seinem Erscheinen emotional verstümmelt. Sie vegitieren in Selbsthass und -mitleid in einem fast surreal wirkenden aber umso realistischeren Umfeld vor sich hin und gehen sogar soweit, dass sie bewusst für Geld ihre Gesundheit und gar ihr Leben aufs Spiel setzen. Die Frage sollte also sein: Wie kann es zu so etwas kommen?

Manch einem Zuschauer mag diese Herangehensweise zu einfach sein oder allzu abstossend erscheinen, ich finde sie stark. Ähnlich wie in "Samaria" oder "Seom -Die Insel" wählt Kim ein zutiefst verstörendes metaphorisches Bild, um der Gesellschaft auf radikal einfache Weise seine Probleme und Fehler aufzuzeigen. Dass Kim Ki-duk dabei auf sadistisch wirkende Darstellungsformen setzt, muss und darf eigentlich auch niemandem gefallen. Ich finde es niemals "schön". Aber es ist das gewählte filmische Mittel des Regisseurs seine Geschichte zum Ausruck zu bringen. Und das finde ich dann wiederum großartig.

Einen kleinen Kritikpunkt hätte ich allerdings dann schon. Und der liegt in der Motivation der mariagleichen Mutterfigur. Im Detail will ich an dieser Stelle nicht darauf eingehen, weil ich ansonsten zuviel von der Handlung preisgeben würde, aber diese Motivation steht leider in einem starken Gegensatz zum Filmtitel, soviel sei gesagt. Und dies hinterläßt einen leichten Nachgeschmack, weil die eigentliche Aussage des Filmes in meinen Augen dadurch in den Hintergrund gedrängt wird.

Trotzdem mein Fazit: Auch wenn "Pieta" nicht an "Samaria" heranreicht, der Meister ist zurück.

"Mach weiter so, Ki-duk!"

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

FranklinFlyer

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Kim Ki Duk bleibt für mich der schwächste unter den großen Koreanern.
Das hier wäre von Preisen unbedacht direkt in der Videothek gelandet, wenn es, sagen wir mal, von Ix Ypsilon Park wäre.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

VisitorQ

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Meine Begleitung sagte zu Pieta: Das war ein anspruchsvoller Film - PUNKT! Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

ash-williams

Antwort löschen

Welch grandiose Zusammenfassung :D

Bei unserer Vorstellung haben drei Leute den Saal verlassen bei...du weißt schon welcher Szene :P


Sigmund

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Etwas enttäuscht bin ich schon von Kim Ki-duks neuestem Werk. Hatte seine kraftvolle Mythologie in FRÜHLING, SOMMER, HERBST... mich noch schwer begeistert und auch sein Sühne-Reißer SAMARIA durch Ideenreichtum und Einzigartigkeit beeindruckt, war mein Interesse an dem südkoreanischen Regie-Wunder zwar durch die recht konzeptuellen BIN-JIP und HWAL etwas gesunken – der Goldene Löwe für PIETA versprach nun aber eine Rückkehr in Meistergefilde, und die überlebensgroße Madonnengeschichte schien einiges an Wucht zu bieten.
Leider kam mir aber kein Moment des Filmes wirklich glaubhaft vor.
Und das lag weder an dem ungewöhnlich flauen HD-Look des Films noch an seiner Zuspitzung. Ja, Kim Ki-duk zieht wirklich sämtliche Register an Dramatik. Vielleicht tut er es aber zu ruhelos. Vielleicht zu abgeklärt. Die Folge ist, dass nie spürbares Leben in die Figuren dringt.
Nun ist der Protagonist natürlich kein Sympath, doch dieser Umstand hat mich eigentlich noch nie davon abgehalten in eine interessante Geschichte einzutauchen. Hier ließen mich das zynische Verstümmeln seiner Schuldner oder auch die anfänglichen Zurückweisungen der angeblichen Mutter erstaunlich kalt. Lag es daran, dass sich der sonst so originelle Regisseur und Autor diesmal allzu durchsichtig einer abgegriffenen Dramaturgie-Schablone bedient?
Auch die derzeit modische Kapitalismuskritik gerät in PIETA überraschend plump, so dass ich mir nicht ganz erklären mag, wie es zu dem Hauptpreis in Venedig kommen konnte.
Weil in den besten Momenten des Films aber ein Hauch von wahrer menschlicher Tragik und Schönheit durchschimmert, finde ich ihn trotz seiner vielen Mängel sehenswert.

bedenklich? 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Jenny von T

Antwort löschen

Muss nicht unbedingt sein bzw. kommt darauf an, wie man es verpackt - FRÜHLING, SOMMER, HERBST,... steckt beispielsweise ja auch voller weltlicher Wahrheiten.


Sigmund

Antwort löschen

@Noodles: Denke auch, dass die Erdung nicht das Problem des Films ist – eher sogar mangelnde Erdung, denn vieles wirkt mir zu papiern.
Was die Juryregeln angeht: habe auch irgendwo davon gelesen. Wäre aber ganz schön albern, den Hauptpreis an einen anderen als den laut Jury besten Film des Wettbewerbs zu vergeben.


mariega

Kommentar löschen
vorgemerkt

Goldener Löwe an Pieta : Es war Zeit, dass dieses Wunderkind ans Licht kommt und aus seiner Hütte gelockt wird, wo er sich geplagt von Depressionen versteckt hielt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch