Pommes Essen
Pommes Essen (2012), DE Laufzeit 85 Minuten, FSK 0, Komödie, Drama, Kinostart 12.07.2012
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
40 Bewertungen
8 Kommentare
Keine
von Tina von Traben, mit Luise Risch und Marlene Risch
Wo gibt es die beste Currywurst Deutschlands? Die Hauptstädter sind sich da ganz sicher: Berlin. Die Komödie Pommes essen liefert noch eine Alternative: das Ruhrgebiet.
Die drei Schwestern Patty (Luise Risch) (15), Selma (Marlene Risch) (12) und Lilo (Tabea Willemsen) (11) wohnen mit ihrer Mutter Frieda (Anneke Kim Sarnau) im Herzen des Ruhrgebiets. Frieda hat von ihrem Vater die legendäre Pommes-Bude und das Geheimrezept für die beliebte und unerreichte Currysauce geerbt. Ihr Bruder Walther hat dagegen ein kleines Fast-Food-Imperium aufgebaut. Alles was zu seinem Glück fehlt, ist das väterliche Rezept. Frieda hält sich und ihre Familie nur mit Mühe über Wasser. Sie ist durch ihre Doppelbelastung als allein erziehende Mutter und Imbissbuden-Besitzerin völlig überarbeitet, zudem vom Tod ihres vor anderthalb Jahren verstorbenen Vaters immer noch mitgenommen.
Als sie in der Bude mit einem leichten Herzinfarkt zusammenbricht, wird sie von ihrer Ärztin rigoros in Kur geschickt. Während die handwerklich begabte Thelma und die geschäftstüchtige Lilo all ihre Energie und Kreativität einsetzen für die Mission ‘Rettung der Familien-Pommesbude’ und sich für das Catering des neuen Fußballstadions bewerben, geht die älteste Schwester Patty eigene Wege: Sie hat die Schule satt und träumt davon, eine berühmte Starköchin zu werden. Von dem ernst gemeinten Wunsch ihrer Mutter, die Schulausbildung abzuschließen, hält sie nicht gerade viel.
Obwohl Patty versprochen hat, sich während Friedas Kur um ihre kleinen Schwestern und die Bude zu kümmern, nutzt sie die Abwesenheit Friedas, schwänzt die Schule und absolviert heimlich ein Praktikum in einem Sterne-Restaurant. Der Wettbewerb um das Stadion-Catering entwickelt sich zu mehr als nur zu einem Konkurrenzkampf gegen den fiesen Onkel Walther (Smudo), der dort ebenfalls eingestiegen ist. Er stellt die Gemeinschaft der drei Schwestern und den Zusammenhalt der Familie auf eine existentielle Probe. Besjana (Thekla Carola Wied), die Schrottplatzbesitzerin, die den beiden Jüngeren mit Rat und Tat zur Seite steht, stellt sich als Joker im Wettbewerb heraus.
Und Lilo und Thelma zeigen allen, dass immer noch der Wille der beste Weg ist. Patty hingegen muss herausfinden, was wirklich wichtig in ihrem Leben ist.
Mehr Bilder (11) und Videos (10) zu Pommes Essen
Cast & Crew
- Genre
- Familienkomödie, Drama, Komödie
- Zeit
- Gegenwart
- Handlung
- Erwachsenwerden, Gegenspieler, Herausforderung, Imbiss, Kinderarbeit, Kinderbande, Kleine Schwester, Mädchen, Pubertät, Wettlauf gegen die Zeit
























Kritiken (6) — Film: Pommes Essen
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenNett anzuschauende animierte Zwischensequenzen unterstreichen den Kinderbuchcharakter der Zuversicht ausstrahlenden Coming-Of-Age-Geschichte, an der mit Rüdiger Bertram ein Autor vom Fach mitgeschrieben hat. Die kesse Tabea Willemsen sowie eigens für den Film komponierte Songs des elektronischen Tausendsassas Roman Podeszwa bringen den erforderlichen Pep.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Fabian Soethof: Radio Köln Fabian Soethof: Radio Köln
Kommentar löschenPommes essen ist kein schlechter Film, er bemüht sich sogar sehr, so nett wie möglich zu sein - und scheitert genau bei diesem Versuch.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Magali-Ann Thomas: BR Magali-Ann Thomas: BR
Kommentar löschenPommes Essen nutzt nicht die Chancen, die eine so regional verortete Geschichte erzählen könnte.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenBemerkenswert an ihrem Spielfilmdebüt ist, dass Tina von Traben nicht auf ein bekanntes Kinderbuch zurückgriff. Im Unterschied zu den meisten Kinder- und Jugendfilmen, die Literaturvorlagen für die große Leinwand adaptieren, womit die Filmemacher deren Fangemeinde als Zuschauer zu gewinnen hoffen, verfasste die Absolventin der „internationalen filmschule köln ifs“ das Drehbuch zusammen mit dem Kölner Kinderbuchautor Rüdiger Bertram selbst. Zu den Stärken von „Pommes essen“ gehört die Figurenzeichnung. Verkörpert Smudo den schmierigen Onkel noch an der Grenze zum Chargieren, so überzeugen nicht nur die Kinderdarsteller und vor allem Luise Risch als Patty, sondern insbesondere auch die inzwischen 67-jährige Thekla Carola Wied sowie Anneke Kim Sarnau als überforderte Mutter. Dass sie hauptsächlich im Fernsehen zu Hause sind, entspricht einer gewissen Fernsehästhetik und -dramaturgie von „Pommes essen“. Obwohl sich die Musik zu sehr in den Vordergrund drängt und die kurzen Zeichentrickeinlagen kaum eine dramaturgische Rolle spielen, überzeugt das Drehbuch von „Pommes essen“. Denn statt sich auf den Wettbewerb um den Stadion-Caterer zu konzentrieren, liefert dieser die Folie, auf der sich die Familienkonflikte entwickeln. Steht der fein herausgearbeitete Konflikt Pattys im Mittelpunkt, ihre Entscheidung für die Familientradition oder aber für ihre eigenen Ziele, die sie „in die große, weite Welt“ tragen würden, so findet diese Auseinandersetzung eine Spiegelung im lange schwellenden Konflikt zwischen Frieda und Walther, den Kindern des einstigen Imbiss-Gründers. Dass Walther trotz des „Pommes-King“-Imperiums mit seinen zwanzig Filialen in ganz Duisburg letztlich nicht glücklich ist und gegen die Solidarität der Familie seiner Schwester mit Geld nicht ankommt, liefert nebenbei ein Plädoyer für Familiensinn und gegen Materialismus.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
H.P. Koll: film-dienst H.P. Koll: film-dienst
Kommentar löschenManche inszenatorische Holprigkeit ist recht deutlich dem eher begrenzten Budget geschuldet, wobei aber auch hier das Herzblut zu erkennen ist, das in den Film gesteckt wurde.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de
Kommentar löschenPommes Essen ist in der Endabrechnung somit kein unbedingtes Muss fürs Kino - kann aber getrost in einiger Zeit zu Hause auf dem Sofa genossen werden.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (2) — Film: Pommes Essen
LMSMDK Sun, 28 Apr 2013 19:36:17 -0000
Kommentar löschenIch hätt jetzt gern ne Currywurscht! - Das habe ich aus dem Film mitgenommen.
Der Film war wirklich schön, hatte authentische Charaktere (die drei Kinder), mit denen man sich gut und gerne indentifizieren kann. Die Story ist interessant und bietet mit ein wenig Witz eine Abrundung des Geschmacks.
Die Mutter fand ich allerdings etwas störend. Der Chefkoch, so geht es wohl zu in deutschen Küchen.
Alles in allem ein schöner Film mit viel Potential, den man sich gerne auch mal zum Essen ansehen kann.
7.5 Punkte für Pommes Essen!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
TinaCocaine Sun, 17 Feb 2013 17:34:48 -0000
Kommentar löschenEin sehr ansehnlicher, unterhaltsamer, sympathischer Film über und für die Familie. Nette Charaktere, sympathische Darsteller, eine schöne Story, ein bisschen Witz, eine tolle Botschaft und viel Charme bilden dieses schöne Werk. Zwei kleine Kritikpunkte muss ich aber anmerken: Zum Einen nervt die Musik ein bisschen, die stellenweise einfach zu doll in den Vordergrund gepuscht wird und zum Anderen finde ich den Chefkoch von Patty extrem nervig, da er kein bisschen authentisch rüber kommt und mit seinem Englisch-Deutsch-Geblubber echt auf den Sack geht...
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten