Porgy & Me
Porgy & Me (2010), DE Laufzeit 86 Minuten, Dokumentarfilm, Kinostart 28.01.2010
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von Susanna Boehm,
Seit Jahrzehnten touren die afroamerikanischen Sängerinnen und Sänger des “New York Harlem Theatre SM” erfolgreich mit Gershwins Welthit “Porgy and Bess” um die Welt. Abend für Abend begeistern sie mit ihrer Stimme, Leidenschaft und Hingabe. Sie alle verbindet ihr leidenschaftlicher Kampf um Anerkennung, Selbstverwirklichung und Gleichbehandlung. Susanna Boehms Film “Porgy & Me” erzählt vom Sieg des Lebenstraumes über alle Alltagsmühen, Rückschläge und Fußfesseln der eigenen Herkunft. Die sensiblen Beobachtungen des Tourneealltags, die einfühlsamen Gespräche und die mitreißend gefilmten Aufführungen in beeindruckender Ton-Qualität machen diesen Kinofilm zu einem bewegenden und schillernden Porträt eines ganz besonderen Ensembles voller charismatischer und lebensmutiger Persönlichkeiten. Die berührende Geschichte einer musikalischen Wahlfamilie mit einem ganz besonderen Zusammenhalt und Selbstbewusstsein – und einem äußerst widerständigen Humor.
HandlungSeit Jahrzehnten touren die afroamerikanischen Sängerinnen und Sänger des New York Harlem Theatre mit George Gershwins Oper Porgy & Bess um die Welt. Ihr besonderes Talent ist ihre Stimme – ihre Leidenschaft und Hingabe, mit der sie Abend für Abend in einer anderen Stadt das Publikum begeistern. Sie alle verbindet ein Traum: sie kämpfen um die Anerkennung als professionelle schwarze Opernsänger in einer in ihren Augen noch immer von Weißen geprägten Opernwelt.
Was vordergründig wie die Erfüllung ihres Lebenstraums erscheint, stellt sich bald als goldener Käfig heraus. Die Tragik der Geschichte: die Oper, die zum festen Bestandteil ihres Lebens wurde und nur von schwarzen Sängern aufgeführt werden darf, lässt ein altes Klischee nicht sterben – nämlich das des rassistisch geprägten Bildes vom Schwarzen im Amerika der Südstaaten im frühen 20. Jahrhundert.
Die Tournee entwickelt sich mehr und mehr zu einer Suche nach der eigenen Identität. Durch die teils schmerzliche Auseinandersetzung mit den persönlichen Wurzeln wird den Protagonisten klar, dass sie nicht allein die Vergangenheit für ihr Schicksal verantwortlich machen können. Auf der gemeinsamen Reise entwickelt sich mehr und mehr die Erkenntnis, dass es notwendig ist, sich von der Rolle des “Opfers” zu befreien, um das Leben frei und erfolgreich in den eigenen Händen formen zu können.
Gleichzeitig erkennen sie, welche Stärke in gemeinsamer Geschichte und Tradition stecken. Gerade die afrikanische Herkunft der Truppe – drei Generationen afroamerikanischer Lebenserfahrung – ist Ursprung eines ganz besonderen Zusammenhalts. Ihr “schwarzes” Selbstbewusstsein, die Spiritualität und starke Bindung untereinander sind ihre Energiequelle und geben allen in der Wahlfamilie moralischen Halt – auf dem Weg, unerschütterlich darauf zu vertrauen, dass der große Traum eines Tages Wirklichkeit wird.
QuelleBoomtownmedia
Weiterführende InformationenPorgy & Me Trailer auf film-zeit.de
Porgy & Me Pressespiegel auf film-zeit.de
Porgy & Me auf moviepilot.de
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Cast & Crew
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Susanna Boehm
Regie
Schauspieler
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Susanna Boehm
- Genre
- Sozialstudie
- Ort
- Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Afroamerikaner, Art House-Film, Gruppe, Identität, Lebenstraum, Leidenschaft, Oper, Opfer, Rassismus, Spiritualität, Sänger, Tournee, Tradition, Vergangenheitsbewältigung, Zusammenhalt
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Traurig
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Porgy & Me
Trailer zum Film Porgy & Me
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Kritiken (3) — Film: Porgy & Me
Stefanie Zobl: Fluter Stefanie Zobl: Fluter
Kommentar löschenBoehms persönliche Nähe zum Ensemble kommt ihr sicherlich sehr zugute. Obwohl in seiner Grundstruktur sehr brav und konventionell gestaltet, transportiert ihr Film viel Optimismus und Aufbruchstimmung, denn die interviewten Sänger/innen haben dank ihres Talents und innerer Stärke große Schritte in Richtung Gleichbehandlung und Selbstverwirklichung getan.
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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de
Kommentar löschenMan wird gut unterhalten und erfährt eine Menge. Und man erkennt aufs Neue, dass die Sklaverei und der Rassismus etwas vom Schlimmsten waren – und bleiben -, was je von der Menschheit angerichtet wurde.
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Ronja Dittrich: br-online Ronja Dittrich: br-online
Kommentar löschenTrotz einiger interessanter Aspekte ist „Porgy and me“ kein Dokumentarfilm, der durchwegs stilsicher auf der Klaviatur seines Genres spielt. Der Fokus der Erzählung liegt beim Einfangen von atmosphärischen Eindrücken, die sich teilweise inhaltlich wiederholen.
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