Possession - Kritik

DE/FR 1981 Laufzeit 127 Minuten, FSK 18, Drama, Horrorfilm

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Kritiken (7) — Film: Possession

Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] „Possession“ ist ein höchst physischer Film. Das beginnt beim Abfahren der sehr präsenten Architektur und gipfelt in einem Monster als personifizierter Nervenzusammenbruch vor lauter Lust und Leid, der sich weiterentwickelt. Darin liegt auch die Essenz des Films: eine Vergegenständlichung von Emotionen, hauptsächlich Verzweiflung. „Possession“ ist ein Scheidungsdrama auf Avantgardeniveau, mit ausgeklügelter Farbdramaturgie aus kühlem Blau, tristem Grau und warnendem Gelb und Rot, bestehend aus Symbolik, die von politisch bis spirituell verschiedenste Bereiche abdeckt. Technisch spannend, beeindruckend gespielt, blutig und verstörend. Auch sperrig, aber interessant und stimmungsvoll genug, um sich näher mit der Bedeutung zu beschäftigen.

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JackoXL: Die Drei Muscheln, Moviebreak

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8.0Ausgezeichnet

"Possession" ist ein Albtraum, für die Einen im positiven, für die Anderen im negativen Sinne. Andrzej Zulawskis gefeiertes wie umstrittenes Werk beginnt als reines Ehedrama um eine schmerzhafte Trennung, wandert dabei schon früh auf sehr eigenen Pfaden und verlässt irgendwann jegliche narrative Konventionen. Schon lange vor dem vernichtend-interpretativen Finale dürften viele Zuschauer entnervt die Segel streichen oder sich zumindest mehrfach irritiert am Kopf kratzen. Das ist schon eine Hausnummer.
Relativ früh dürfte klar sein, darauf muss sich eingelassen werden, sonst wird man schnell vor die Tür des Verständnisses gesetzt. Auch Zulawskis Stil, mal ganz abgesehen von dem immer abstrakter werdenden Plot, ist keine einfache Hausmannskost. Seine beiden Hauptdarsteller, Isabelle Adjani und Sam Neill, betreiben heftiges Schauspiel weit über die Grenzen des Overactings hinaus, was in diesem speziellen Kontext aber vollkommen richtig ist. Denn was ihre Rollen verlangen, wäre mit zurückgenommenen, dezent-nuancierten Spiel wirkungslos. Der Begriff Overacting ist ja eher negativ belegt, oft nicht zu unrecht, doch das ist so packend und kraftvoll, dem lässt sich kaum entziehen. Adjani läuft ohnehin zu einer fast befremdlichen Form auf, was seinen unbestrittenen Höhepunkt in der U-Bahn-Szene findet, die an bizarrer Faszination kaum zu überbieten ist. Das wären wir bei den beiden Albtraum-Szenarien: Für einige dürfte spätestens jetzt der Punkt erreicht sein, an der endgültig der Geduldsfaden reißt, der Rest wird leicht feucht.
Demenstprechend ist es absolut verständlich, dass sich an diesem Film die Geister scheiden. Da wird dem Zuschauer extrem viel abverlangt, was er entweder mit Beifall oder ungläubiger Verachtung belohnt. Zulawski macht es dem Publikum nicht einfach, was sich so konsequent steigert, dass es schon als sehr mutig zu bezeichnen ist. Das "Possession" ein, auf seine Art, sehr einzigartiges Erlebnis ist, lässt sich wohl kaum bestreiten. Was genau Zulawski uns erzählen will, lässt sich in Ansätzen erahnen, aber wohl kaum vollständig aufdröseln. Nur wenn das überhaupt keine Geige spielt und man als fasziniert-verstörte Geisel dieses Bilderrauschs auch noch dankbar dafür ist, hat der Mann wohl alles richtig gemacht.
Ein Horrorfilm? Ja, auf jeden Fall. Ein Ehedrama? Ja, noch viel mehr. Parallelen zu Lars von Triers "Antichrist" sind nicht von der Hand zu weisen, denn letztendlich entsteht das Eine durch das Andere, nur was denn zuerst da war, ist kaum nachvollziehbar. "Possession" ist ein zutiefst verkopfter, gleichzeitig ungemein extrovertierter Höllenritt, der so manche Szenen parat hält, die wohl nur durch starke Medikamente und ausgiebige Therapiesitzungen wieder aus dem Gehirn gelöscht werden können. Die Kulisse des zweigeteilten Berlins ist dabei nicht nur, aber vor allem, als Gleichnis auf die Beziehung des Paares zu sehen, sondern darüberhinaus auch erschreckend kalt. Wurde jemals die jetzige Hauptstadt in einem Film so menschenleer und teilweise verwaist gezeigt?

Ein Monster von einem Film, unheimlich, teils ekelhaft, unbequem und erschreckend. Es ist gut, dass es nicht nur solche Filme gibt, aber noch besser, dass es sie auch gibt.

31 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 20 Antworten

Johnzy

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So endlich gesichtet...wirklich eigensinnig, aber hat mich fasziniert :)

im glaskäfig hab ich schon gesehn, der ist in seiner bösen,harten atmosphäre wohl unübertrefflich ;)


JackoXL

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Bei "Im Glaskäfig" lief es mir mehrfach eiskalt den Rücken runter, was mir ausgesprochen selten passiert.


GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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8.0Ausgezeichnet

Dabei ist "Possession" aber nicht immer ein Vergnügen, denn gerade durch seinen Surrealismus, das enorm physische Spiel der Darsteller, das daher hin und wieder etwas redundant wirkt, ist es nicht immer einfach, dem Geschehen zu folgen. Man will sich nicht wirklich in die Beziehungsprobleme eines Ehepaares einmischen, das eigentlich alles hat, was es will. Doch erst später, wenn es sich zu einem größeren Ganzen entwickelt, ist man wieder voller Spannung dabei. Dann, wenn die ganze Welt plötzlich aus den Fugen zu geraten droht und endgültig alles gescheitert ist zwischen den beiden Liebenden, die einfach nicht zusammen sein können. Letztlich regiert der Nihilismus. Die einzige Konstante während alledem, das man buchstäblich als Krieg bezeichnen kann, bleibt der Ort, Berlin. Dass Zulawskis vermeintlicher Skandalfilm als solcher wahrgenommen wurde, liegt sicherlich auch daran, dass die Mauer nach Erscheinung noch acht Jahre bestehen sollte. Aber auch heute ist "Possession" noch ein ziemlich verstörendes Werk, das auch hinsichtlich seiner politischen Allegorien nicht an Aktualität verloren hat. Denn das Böse, das Zulawskis selbst erlebt hat, ist allgegenwärtig.

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LuGr: MovieMaze / multimania u.a.

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2.5Ärgerlich

Ebenso verschwurbelte wie wirre Kombination aus Ehedrama, metaphysischer Sinnsuche und Horrorfilm, die zwischen einer exaltiert aufspielenden Isabelle Adjani, Unsympath Sam Neill und dem überdrehten Heinz Bennent zu keiner Einheit findet. Mal abstoßend (die legendäre Tentakel-Sexszene), mal mit hübschen Weitwinkel-Aufnahmen Berlins bestückt, überwiegt jedoch die anstrengende Pseudo-Intellektualität, mit der dieser lärmende, hohle Haufen kausal fragwürdig aneinandergereihter Merkwürdigkeiten auf den Zuschauer losgelassen wird.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

LuGr

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Irgendwie hast du es jetzt geschafft, mich neugierig zu machen... Ich glaube, ich werde - wenn mir denn irgendwann mal nach wirklich sperrigen Filmen ist - weitere Zulawskis geben. Noch vor Antonioni.


Niotq

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Hey, toll. Ich hoffe bloß, dass ich von deinem Zorn verschont bleibe, falls es am Ende doch nur verschwendete Lebenszeit war. ;)


Monsieur Hulot: www.eskalierende-traeume.de

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10.0Lieblingsfilm

Einer der großartigsten Filme überhaupt!!! Ich kann ihn wieder und wieder sehen und finde jedesmal neue Aspekte in diesem vielschichtigen, existenzialistischen Werk!
Kein Film beschreibt so konsequent das Gefühl der Trennung, und das auf persönlicher, politischer und metaphysischer Ebene. In dieser Hinsicht wahrscheinlich wirklich "der einzig wahre Berlin-Film", wie Buttgereit schreibt. Habe unlängst mal einige der Schauplätze aufgesucht, wie den U-Bahn-Tunnel am "Platz der Luftbrücke" und das Haus in der Sebastianstraße, wo das Böse wohnt... oder ist es Gott?

Lieblingsdialog:

Heinrich: "There is nothing to be afraid of, except God, whatever that means to you."
Mark: "To me God is a disease!"
Heinrich: "That's why when we are ill we feel closer to God..."

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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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10.0Herausragend

Der einzig wahre Berlin-Film!

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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9.0Herausragend

Isabelle Adjani und Sam Neill schlachten sich durchs eingemauerte West-Berlin der frühen 80er. Als Zeitdokument und Kommentar gebührt dem Film allein schon eine Ehrenloge unter den besten der besten. Die Teilung, der tiefe Riss der durch die Welt geht, ist stets spürbar, sei es durch die echten Grenzsoldaten, die über die Mauer lukend, einen Kamerablick riskieren oder durch die schizophrenen Charaktere.
Zulawskis extreme Schauspielführung führt alle Vorstellungen von Bewertbarkeit von Schauspielerei ad absurdum. Die Kamera saugt alles ein, was ihr vor die Linse springt, dokumentarisch und gleichzeitig höchst-inszeniert. Am Ende regnet es Bomben, die Welt geht unter und wir können uns sicher sein. Wir leben weiter, als göttliche Wesen, geboren aus Schleim, wunderschön. Ein Meisterwerk!

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Kommentare (57) — Film: Possession


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Nick.Belane

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film wie ein Albtraum.
Verstörend. Surreal. Verwirrend.
Im 3. Anlauf konnt ich den endlich komplett anschauen -
und ich bin fasziniert, auch wenn ich das Geschehene noch nicht richtig deuten oder verstehen kann.
Aber ich glaub das ist auch ein Stück weit die Kunst des Films, das er soviel Spielraum für Interpretationen lässt...
Die beiden Hauptdarsteller spielen verdammt überzeugend, der Soundtrack ist kühl und angsteinflößend - insgesamt ein starker Film, den man so schnell nicht vergisst!
Für alle Liebhaber des Films:
http://www.youtube.com/watch?v=JxVm2_ojQtk

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soylent.green

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Bewertung9.5Herausragend

"Szenen einer Ehe" auf Crack oder - wie es der Regisseur Zulawski bei der Suche nach Geldgebern umschrieb: "it's about a woman fucking an octopus"

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Boogers666

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Bewertung9.0Herausragend

"Posession" ist einer dieser Filme nach denen man vor dem Fernseher sitzt und einem die Kinnlade bis zu den Knien hängt. Ein atemberaubender Ritt durch die Hölle der einen keine Sekunde durchschnaufen lässt. Es ist nicht greifbar was in diesem Film passiert, warum es passiert oder gar zu welchem Zweck aber was wichtig ist, ist das es passiert. Und das mit einer solchen Wucht einem die Spucke wegleibt. Neill und Adjani legen hierbei unfassbare Leistungen ab die ich in diesem Ausmaß noch nie gesehen habe, Schauspiel bis zum Kollaps, bis zu körperlichen Erschöpfung. Man sieht den Schauspielern den Wahnsinn ins Gesicht geschreiben.
Zu viele Interpretatinsmöglichkeiten um das ganze vollends zu verstehen aber dennoch genung um zu verstehen worum es geht. Es geht um Trennung um Schmerz um Leid und vor allem um Einsamkeit, in einer Welt in der alle in ständiger Paranoia leben und in der sich Menschen nicht trauen miteinander zu kommunizieren. Es bleibt der Rückzug in eben die totale Einsamkeit, der Existenzangst, in der einem niemad Trost spendet. Am Anfang scheint es idyllisch hinter der Mauer, Blumen blühen und Vögel zwitschern, doch die Ankunft von Mark in seinem Haus läuft anders als geplant, schnell entwickelt sich ein unfassbar intensives Ehedrama gezeichnet von Hass und gegenseitiger Liebe doch die Charaktere tauchen mit der Zeit immer tiefer in den Sumpf aus Lügen und Angst der am Ende zu einer grauenhaften Erkenntniss führt. Am Ende stribt förmlich alles und es regnet Bombem. Das ist das Leben im geteilten Berlin. Das ist der totale Wahnsinn, das ist unbegreiflich, unverständlich und so unfassbar gut Das ist Possession.

"For me God is a desease!"

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TheDrPepperPower

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Die Kinnlade lag bei mir auch am Boden nach dem Film und zwar in der von dir beschriebenen positiven Weise. POSSESION ist halt sehr artsy und solche Filme funktionieren nicht für jeden gliech. Ich bin sonst eher der Typ, der mit solchen Filmen nichts anfangen kann (Ich verabscheue z. B. Werke ala TREE OF LIFE oder MELANCHOLIA) aber POSSESION hat mich aufgrund seiner unfassbaren Intensität einfach nur umgehauen.


Boogers666

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@DrPepper: Tree of Life ist Weltklasse ;)


Dr.Hasenbein

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich muß zugeben dass ich gerade keine Ahnung habe was ich da eben Nachts beim rumzappen auf arte gesehen habe!
Eigendlich wollte ich gerade schlafen gehen da bin ich bei einem merkwürdig anmutenden Film namens "Possession" hängen geblieben.
Da dass kurz gesehene schon sehr merkwürdig war und der Film schon eine Weile lief habe ich mich kurz über Videotext über den Inhalt informiert und muß zugeben dass ich das ein oder andere mal kurz davor war diesen vermeintlichen Schrott auszuschalten.
Aber irgendwie hat mich dieser merkwürdige Film dann doch in seinen Bann gezogen und ich bin nicht nur bis zum Schluß dran geblieben, sondern fand ihn in auf seine bizarren Weise sogar gut.
Glaub ich!
Jetzt bin ich sogar soweit dass ich eigendlich nur darauf warte dass arte
(sonst wird es wohl kein Sender machen) den Film nochmal ausstrahlt damit ich ihn mir diesmal von vorne anschauen kann.
Trotzdem muß ich zugeben habe ich noch Probleme damit das eben gesehene einzuordnen und hadere mit mir den Film irgendwie zu bewerten (gerade weil mir ca die erste Hälfte fehlt).
Ich gebe jetzt mal die 7 Punkte für einen verstörenden Gute-Nacht-Film und ändere das vielleicht noch wenn ich ihn komplett gesehen habe!

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Hartmut Wastian

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Bewertung7.0Sehenswert

Was für ein Film, was für eine Gratwanderung zwischen Inspiration und Irrsinn, was für eine darstellerische Tour de Force! Ein Film, der sich jeder Logik und jeder Erklärung verweigert, insofern Kopfkino der besten - oder schlimmsten? - Art.

Ich finde es kaum möglich, diesen Film zu bewerten, da mir im Gegensatz zum obigen Lob der zweite Teil zu sehr abdriftet.

Ich möchte nicht sagen "in die Beliebigkeit abdriftet": Das wäre etwas zu negativ. Allerdings kümmert sich Zulawski hier überhaupt nicht mehr um Logik, siehe etwa Heinrichs Schicksal (Motorrad, Messer, Toilette... um nicht zu spoilern), die Verwandlung des Monsters, oder auch die doppelte Adjani.

Hier wird mir der Film wirklich zu unverbindlich, da er sich auch nicht mehr an die psychischen Konstellationen des Beginns hält; praktisch Jede(r) ändert sich willkürlich. Insofern für mich kein stringenter Ansatz mehr, von "Handlung" kann man eh' kaum reden, daher für mögliche und erwünschte Gedankenspiele auch kaum griffige Ansatzpunkte, schade!

Was bleibt sind die großartigen Bilder von Berlin, die überragenden knapp 60 Minuten zu Beginn mit einer irren Adjani, die wohl aufgrund dieses Films später keine "normalen" Rollen mehr übernommen hat und eine packende Atmosphäre. Also mehr als in sehr vielen Filmen, dennoch wirkt "Possession" zum Ende hin auf mich unbefriedigend.

Ein positives "sehenswert" triffts insgesamt noch am ehesten.

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Mr. Pink

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Geteilte Betten in der geteilten Stadt, Verlust, die schicksalhafte Reise von Allem ins Nichts, schmerzhafte Entfremdung bis in den unaufhaltsamen Wahnsinn und ein bisschen sinnlicher Tentakelmonster-Sex. Was schon unheimlich beginnt, steigert sich immer, immer weiter in einen abstoßend faszinierenden, kafkaesken Albtraum, aus dem es kein Entrinnen gibt. Das ist verstörend und wirkt nach. Auch wegen Isabelle Adjanis grandioser Darbietung, bei der einem Angst und Bange werden kann, die so unglaublich intensiv ist und die "Possession" unglaublich intensiv macht und unentwegt das Eintauchen in die dunkelsten, abartigsten Gefilde der menschlichen Seele erlaubt.

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mikkean

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Possession", den wollte ich schon lange mal sehen. Weil der Film im geteilten Berlin der 80er Jahre spielt. Weil die unnachahmliche Isabelle Adjani Blut vergießt und eine mittlerweile legendäre Anfall-Szene im U-Bahntunnel hinlegt. Weil Sam Neill ihren Mann spielt und überhaupt, die Mischung aus Beziehungsdrama, Horrorsex und Mutanten nach ziemlich krankem Shit klingt.

Kunst-Scheiß oder Scheiß-Kunst, das ist dann wahrscheinlich auch die finale Frage, die sich den meisten Zuschauern aufdrängen wird. Andrzej Żuławski hat keinen leicht verdaulichen Film vorgelegt. Im Grunde erscheint mir "Possession" aber von der Zerstörung einer Ehe Zeugnis abzulegen. Ein Zustand, den Żuławski während des Drehbuchschreibens am eigenen Leib erlebte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich Neill und Adjani die meiste Zeit bekriegen, abstoßen, wieder anziehen und doch nur selbst zerfleischen.

Der eigenwillig affektierte Liebhaber, der sich in die Beziehungswelt, samt gemeinsamen Sohn, drängt, macht es da nicht leichter. Ständig tänzelt das Dreier-Gespann um einander herum, schlägt sich die Fresse blutig oder äußert Gleichnisse über Glaube, Zufall und Gott. Na ja, nicht ständig. Aber nach Banalität klingt in diesem Film kaum ein Gespräch. Ermüdung ist es dann auch nicht, was nach zwei Stunden Laufzeit einsetzt.

Im Gegenteil, "Possession" wirkt schon wie ein dunkler Sog. Zieht mit seinen unsichtbaren Tentakeln immer näher an den finsteren Mittelpunkt eines durchgeknallten Universums, in dem das merkwürdige, unförmige Monster-Wesen die Horror-Stimmung lediglich garniert und erweitert.

Denn Horror-mäßig abartig geht es auch so schon zu. Aber machen wir uns nichts vor, gerade wegen Isabelle Adjani als Vampirhafte Erscheinung, mit stechend leuchtenden Augen und einer wilden Lust am Blut, hat dieser Film seinen Kult-Status verdient.

Einen gänzlich zufriedenstellenden Sinn macht das, nach einmaligem Anschauen, vielleicht nicht gleich. Jedoch, bei der Selbstzerstörung zweier Eheleute, die schließlich gar apokalyptische Ausmaße annimmt, macht nicht mehr wirklich etwas Sinn. Nur der Akt des Verzehrens, des Eindreschens und der Auslöschung.

Zuschauen kann und muss bei "Possession", einem Film, der nur egal sein kann oder als faszinierendes Spektakel gefeiert wird. Aber was man am Ende dabei empfinden oder darüber denken soll, das schreibt er einem klugerweise nicht vor.

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Markbln

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Bewertung3.0Schwach

Am Besten ist Heinz Bennent als tuckiger Esopriester Heinrich. Harald Schmidt und Herbert Feuerstein hätten's nicht besser machen können.

Als Erinnerung an das 80er Mauerberlin sehr schön, aber ich mag keine Calamaris und epileptische Anfälle. POSSESSION hat viel Komik und viel Kunst. Viel Blut und viel Hysterie. Aber kein Horror und keinen Abgrund. Zu dumm.

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Markbln

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Die quietschen mir zu sehr, BigDi ; )


jollyroger

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Die Karate-Einlage von Bennent war aber erstklassig! So sieht das aus!


uncut123

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

und wieder einmal DANKE ARTE...endlich konnte ich ihn sehen und wollte eigentlich wieder schlafen gehen doch das hat sich nun erledigt!wer sich drauf einlässt wird mehr als belohnt!eine reise die mich noch lange beschäftigen wird...

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Dasprofil

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Bewertung9.0Herausragend

Der Mensch ist von sich aus destruktiv. Er will zerstören bzw. er kann es garnicht anders, er lebt nur aus einem Zweck: Zu zerstören, alles um ihn herum niederzureißen, zu verbrennen, auszulöschen.
das beginnt schon bei unseren Beziehungen. unsere Liebesbeziehung zu unserem partner basiert nicht auf Werten, wie bedingungsloser Liebe, Verständnis, gegenseitigen Respekt, Fürsorge und Unterstützung, nein wir leben vielmehr in dauerhafter Konkurrenz zu unserem Partner. Die Beziehung zwischen zwei Menschen ist ein Wettstreit aus dem einer als Sieger und einer als Verlierer hervorgeht. Selbstverständlich setzt man alles daran zu gewinnen und liefert sich mit seinem Partner eine Schlacht mit dem Ziel den anderen zu zerstören und letztendlich als Sieger aus dem Duell, dass sich Beziehung schimpft, hervorrzugehen.

Die Frage, diee bei POSSESSION natürlich am meisten interessiert und den Zuschauer wohl auch am meisten vereinnahmt ist, was dieser schleimige Octopus symbolisieren soll. Dafür gibt es unzählige Interpretationsansätze, die alle ihre Berechtigung haben und in irgendeiner weise nachvollziehbar sind, doch für mich symbolisiert er den kalten Krieg oder den krieg generell. Der ganze Wahnsinn des kalten Kriegs (den ich nicht miterlebt habe und deshalb nur auf das zurückgreifen kann, was mir Familienangehörige und der Geschichtslehrer erzählt haben), spiegelt sich in dem von zulawski genial gewählten Drehort: Dem geteilten Berlin. Menschen, die zu ein und dem selben Volk gehören und sogar die gleiche Sprache sprechen werden durch eeine unüberwindbare mauer voneinander getrennt, Familien werden auseinandergerissen und Feindschaften, die sinnloser nicht sein könnten, werden künstlich erzeugt und das alles nur, weil sie in zwei sich gegenüberstehenden Staatssystemen leben, die eine von vorne bis hinten unsinnige Auseinandersetzung führen. Menschen konkurrieren miteinander um nichts, sie feinden sich an, ohne, dass es irgendeinen Gegenstand gibt, der diese Feindschaft nur ansatzweise berechtigt und warum das alles ? weil Menschen nicht in Frieden zusammenleben können, weil sie zerstören und dadurch gewinnen müssen.
Die welt ist eine geteilte Welt und das entfremdet die Menschen von sich selbst, sie sind nichtmehr die Person, die sie früher mal waren, sie sind erfüllt von unbegründetem Hass und gleichzeitig von panischer Angst, sie werden langsam von ihnen aufgefressen.
Und am Ende wird klar, dass die Ursache von allem Übel auf der Welt der Mensch selbst ist, kein Gott oder Teufel leitet uns in unserem Handeln, wir handeln selbst und sind dadurch sowohl die Keimzelle des Bösen, aber auch des Guten.

Adjanis und Neills Schauspiel wird ja gleichermaßen gelobt, wie verrissen, doch mich hat es begeistert, ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass der Film ohne die Exaltiertheit der beiden der Film längst nicht so gut gewesen wäre. Ich muss Isabelle Adjani und Sam Neill, aber auch Heinz Bennent mein höchstes Lob aussprechen. Auch technisch ist POSSESSION natürlich nahezu perfekt, die trostlosen, dunklen Bilder erzeugen eine unglaublich dichte Atmosphäre und ich lehne mich garnicht all zu weit aus dem Fenster wenn ich sage, das Bruno Nuyttens Kameraarbeit die beste ist, die ich bisher gesehen habe. Aber im grunde kann ich so viel schreiben, wie ich will, meine Worte würden diesem Film niemals ansatzweise gerecht werden, denn (wie der text auf der Rückseite der DVD von Bildstörung schreibt): "Man kann ihn nicht beschreiben. Man muss ihn erleben!"

Ich kenne jetzt drei Filme von Andrzej Zulawski und er ist auf dem besten Weg einer meiner ganz großen Lieblinge zu werden. Alle Filme, die ich bis jetzt vvon ihm kenne waren Meisterwerke und DER SILBERNE PLANET und DIABEL werden auf jeden Fall noch gekauft!

Abschließend möchte ich nochmal meinen Dank an Demine ausrichten, der mir ermöglicht hat dieses Meisterwerk zu erfahren.

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jeffcostello

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Horror in Andrzej Zulawskis "Possession" geht vollständig vom Menschen aus, die gesamte destruktive Kraft ist in den Menschen von Anfang an vorhanden, sie braucht nur die richtige Gelegenheit um freigesetzt zu werden, dann kann jeder Mensch für den anderen zur Hölle auf Erden werden.
Zulawski sucht und findet den Horror in einer sterbenden Beziehung, einer Trennung, inszeniert im geteilten Berlin, er legt den Hass dar, den Wunsch sich gegenseitig zu zerfleischen, aber auch die Gewissensbisse, den Zweifel, den Kampf mit sich selbst, den eine Trennung immer mit sich bringt, auch die Angst vor Einsamkeit, und das Gefühl, das das eigene Leben um einen herum zusammenbricht.
Immer abstrakter wird der Film, immer ungreifbarer, unberechenbarer, gefährlicher und wilder, mehr und mehr verlieren die Figuren die Kontrolle über sich selbst, die Situation eskaliert und mündet in eine wahrhaft apokalyptisches Finale.
Die völlig freie, entfesselte Kamera von Bruno Nuytten erzeugt hektische, düstere soghafte Bilder, die Schauspieler gehen bis an ihre psychischen und physischen Grenzen, das dauerhaft "übertriebene" Acting schafft eine unglaubliche Intensität, vor allem Isabelle Adjanis Darbietung ist denkwürdig.
Possession ist ein wütendes, grausames Meisterwerk ein absolut einmaliger Film.

"Gott ist wie ein Bankkassierer, gibt es sauber heraus und bekommt es schmutzig zurück".

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VisitorQ

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<3


jeffcostello

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Bei Possession geht ja auch nur <3! :)


blue1

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Irgendwo zwischen Kunst und Trash siedelt sich dieses an sich selbst erstickendes und überfressendes Drama (?) an. Der Zuschauer wird ungewollt (!), und das verallgemeinere ich nun ganz bewusst, da ich mir nicht vorstellen kann, dass das jemand will, mit einer Fülle an Kuriositäten und Ekelerregendem überschwemmt. Ein Meilenstein.

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zmpfl

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Bewertung7.0Sehenswert

"Der Film schildert vor der Kulisse der Berliner Mauer, wie religiöse Zwänge die Menschen in tiefe Entfremdung von ihrem eigentlichen Sein treiben."
Aha, das ist es also (lt Wikipedia), dann brauch ich mich ja Gottseidank nicht weiter zu fragen, was zur Hölle dieser Film will/zeigt/ist. ;)

Gröbster Mindfuck, den man sich besser nicht unter dem Einfluß härterer psychedelischer Drogen reinziehen sollte. :D

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mikemacbean

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oft, wenn ich einen guten Film sehe wünsche ich mir die Macher zu treffen und sie auszufragen oder einfach nur herauszubekommen, wo die Thematiken herkamen. Bei diesem Film jedoch, möchte ich niemanden der Beteiligten kennenlernen, aus Angst in die tiefe Schwärze aus der dieser Film kommt eingesogen zu werden. Kein angenehmes Filmerlebnis, aber ein eindrucksvolles.

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Sven - Friedrich Wiese

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Das ist ja mal ein vorzüglicher, weil ungewöhnlicher Kommentar!


Glücksritter

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Sehr treffend!


jollyroger

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Bewertung3.5Schwach

POSSESSION hat genau 3 Probleme:

1.) Das permanente, zwei-stündige Overarcting von Neill und Adjani ist unerträglich.

2.) Die sack-dummen Dialoge. Kleines Beispiel? Gerne doch:

"Our situation is like a mountain
lake we are trying to swim in,
starting from different shores."

Ähm, ja.

3.) Die unfreiwillige Komik, die sich aus [1] und [2] ergibt.

Zu lachen gab's viel, für ein Drama schon mal 'ne schlechte Vorraussetzung.
Not my cup of tea.

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jollyroger

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@Bigdi
"[1] In Beziehungskrisen gibt es keine Zwischentöne. "
Genau das ist mir zu pauschal. Meine Krisen hatten immer das volle, ähm, Klangspektrum.:)


Markbln

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Toll, wollte den gerade nochmal einwerfen, aber lakonischer kann man Adjanis Fratzenschneiderei nicht beschreiben.


Suki93

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Bewertung6.5Ganz gut

Für meinen 999. Film dachte ich suche ich mal einen netten Horrorfilm raus. Im Sinne von "dreht man die 999 um, haben wir eine 666" so entzückend teuflisch, nich? Also habe ich nach hübschen Werken geschaut, da kam mir auch schon Andrzej Zulawskis „Possession“ von 1981 entgegen. Meine Vorhersage zeigte 8,5 Punkte und sonst hatte der Film auch so einige gute Kritiken. Da dachte ich mir ‚schlechter als der Possession Film von 2012 kann‘s ja nicht werden‘… Ha-ha-ha-ho… denkst’e… Verdammter Film Nr.:
--
☆#999 – „Possession“ ☆
--
„There is nothing in common among women expect menstruation.” - Helen

Okay, wenn ich versuchen müsste jemanden diesen Film zu beschreiben, dann würde das wohl haargenau so aussehen: http://alturl.com/z93zv
Aber ich versuche es mal in Worten auszudrücken: What. the. fuck?!
Um noch genauer zu werden: ich habe keine Ahnung was für ein verstörendes Werk ich mir da ausgesucht und angeguckt habe. Ich weiß noch nicht mal wie ich den Film bewerten soll… gut oder schlecht? Ich fand ihn ehrlich gesagt so krank, dass er schon wieder gut ist. Deswegen muss „Possession“ sich erst einmal mit einer runden 5,0 zufrieden geben…

Wie gesagt, den Inhalt will und kann ich gar nicht wirklich beschreiben. Zudem der Film zum Schluss mehr Fragen aufwirft als zu beantworten. Ich meine, was hat es mit diesem pinken Sockenmann auf sich? Wo hat das verstörte Mädel dieses… 'Ding' da kennen gelernt?! Was zur Hölle war das für eine Szene in der U-Bahn?! (Ich hoffe diese Szene mussten sie nur einmal drehen, denn sonst mach ich mir noch unnötig mehr Sorgen). Und warum sind wirklich alle Charaktere so gruselig irre? Die ganze Zeit habe ich nur gedacht ‚schickt doch endlich mal jemand diese Anna in die Klapse!‘
Der Film ist ekelhaft. Verstörend. Manchmal so verrückt, dass man nur lacht. Mindfuck, gemischt mit zu viel „wtf“ und einer Brise Tentakel-Hentai… Der ganze Film macht wahrscheinlich nur dem Kerl Sinn, der den Film produziert hat.

Ich habe mich gefragt, ob dass alles overacting ist, oder ist das gewollt, oder was ist das? Man will den Film ausschalten, weil es einem zu blöd wird, aber man kann nicht, weil man es doch weitergucken muss. Es macht einem Angst, Angst vor Anna und diesen blutigen Tintenfisch… Anna (zu Zimmermann, über das schleimige Monster): “He's very tired. He made love to me all night.” http://alturl.com/m4q8u

Da ich es besser nicht beschreiben kann, bin ich mal so frei und zitiere einen gewissen Professor Adelbert von multi-film.blogspot.de: „Das wenige eindeutig festzumachende an diesem Film dürften die schauspielerischen Leistungen und die Kamerafahrten sowie -Einstellungen sein. Isabelle Adjani als Anna gibt eine "Wahnsinns"-Performance ab, die so abgefahren ist, dass ich aus diesem Film eine Angst vor Frauen mitgenommen hab.
Die ebenfalls körperliche/seelische Nicht-Alltäglichkeit von Sam Neil als Ehemann Mark nahm mir dann das verbliebene Vertrauen in die Menschheit. Verstört und neugierig sah ich mir dann den restlichen Film an, um von den nervös machenden, sowie anstrengenden Kamerarundfahrten und beängstigenden Nahaufnahmen endgültig den Boden unter den Füßen weggezogen zu bekommen. In Embrionalstellung lugte ich auf den Fernseher um wenigstens etwas Aufklärung zu erhalten - diese Sehnsucht wurde aber blutig niedergeschlagen.“

So ist es. Und was haben wir daraus gelernt liebe Kinder? Lasst euch nicht von außerirdischen Tentakelmonstern verführen und verlasst euch nicht immer auf gute Vorhersagen und Kritiken auf Moviepilot. Amen.

PS: Den Film gibt es wohl nur auf englisch. Es existieren irgendwo im Internet deutsche Untertitel, wer's braucht... viel Spaß. Oder auch nicht ;)

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Suki93

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Challenge accepted.


Le Samourai

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Bin dabei.


dasmitglied

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gibt es den film eigentlich auch auf deutsch oder nur subbed ? bin im netz nicht fündig geworden

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dasmitglied

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sehr schade. thx for info


wurzel.mann

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vorgemerkt

Gibt es den Film auch irgendwo mit deutscher Syncro zu finden?

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xfuereinu

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Der Film wurde nie synchronisiert. Meines Wissens existieren nur die englische Originalversion und eine französische Synchronisation - bei deutsch muss man sich mit Untertiteln begnügen.


wurzel.mann

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Schade :( aber dann habe ich wenigstens mal einen Grund mein englisch ein bisschen zu üben :D


AlArenal

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Der Film hat mich eben sprachlos hinterlassen. Sprachlos auch, weil ich bis zum Ende duchgehalten habe. Doch auch dort gönnte man mir keinen Aha-Effekt.
Sprachlos eben - und auch wertungslos.

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Momemik

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es ist natürlich schwer unvoreingenommen an einen Film zu gehen wie Possession. Trotzdem war der Film komplett anders als erwartet und im ersten Moment nach dem Film dachte ich nur, dass ich gerade einen der surrealsten Filme überhaupt gesehen habe. Das ist so auch nicht ganz falsch (zumindest was meine bisherige Filmerfahrung aneght), aber trotz des ersten unverständlichen Eindrucks hat der Film mich gefesselt. Ist die erste Hälfte des Films in viellerlei hinsicht noch gewöhnungsbedürftig hat mich dennoch püber den ganzen Film gesehen vor allem die Schauspielerische Leistung von Isabelle Adjani und Sam Neill überzeugt! Ultragut. Und ja so Szenen wie die U-Bahn schocken jetzt heute nicht mehr bla bla... Einfach geil gespielt und verstörend!

So, ich also nach dem Film irgendwie Ratlos zu dem was ich gearde gesehen habe mit einigen Ideen und ich denke über den Film nach, weil er mich wie gesagt gefesselt hat. Das ist schonmal mehr als ein Qualitätsmerkmal. Dann wollte ich den Film fast schon direkt ein zweites mal anmachen hab mich dann aber entschieden ein wenig im Bonusmaterial auf die Suche nach Antworten zu gehen und siehe da, Interviews mit Regisseur und Kameraleuten etc. geben Denkanstöße die zwar auch im Film gegeben werden, dort aber so surreal verarbeitet sind, dass sie nicht direkt ins Gesicht springen! Dabei steht vor allem die Thematik eines Kommunistischen Regimes als Bedrohung im Vordergrund, was natürlich schon mit der Wahl des Settings direkt an der Mauer im geteilten Berlin der 80er deutlich wird, für mich jedoch immer presenter wurde je mehr ich nach dem Film darüber nachdachte.

Insgesamt war ich auch whärnd des Films skeptisch und er ist und bleibt Kunst und keine pure Unterhaltung. Meiner Meinung nach ist die allgemeine klassifizierung als Horrorfilm eine Frechheit und wird dem Film bei weitem nicht gerecht, denn gruselig ist er nicht! Man sollte bereit sein über den Film nachdenken zu wollen wenn man ihn schaut und darf keine seichte Unterhaltung erwarten! Ich empfehle sehr das Bonusmaterial und vor allem die Interviews mit dem Regisseur! Diese erklären den Film nicht, geben aber die richtigen Denkanstöße und machen den Film dadurch nahbarer. Ich fand ihn insgesamt sehr geil, sowohl von der Thematik, den Schauspielern und der Kameraführung. Ich freu mich auf die nächste Sichtung wenn ich dann noch mehr Licht in die dunklen Abgründe des Films bringen kann :)

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