Prestige - Die Meister der Magie - Kritik

GB/US 2006 Laufzeit 130 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 04.01.2007

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Kritiken (14) — Film: Prestige - Die Meister der Magie

SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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8.0Ausgezeichnet

[...] Mit "Prestige" erzählt uns Christopher Nolan über zwei Männer, deren berufliche Leidenschaft die Welt der Magie und Illusionen ist. Jedoch wird die gemeinsame Passion schnell zur krankhaften Obsession und die einstige Freundschaft zur ausweglosen Rivalität. Die pathologische Konkurrenz zieht immer größere Wellen und die Angst, sich im gegenseitigen Kampf die Hände zu beschmutzen, ist längst aus dem Gewissen entflohen. Dabei ist "Prestige" jedoch auch ein Film, der den einmaligen Zauber des Kinos immer wieder aufleben lässt und verdeutlicht, welche Möglichkeiten ein Regisseur hat, wenn er sich einem Thema mit der nötigen Liebe zum Detail annimmt, nicht umsonst wird der treffende Satz „Sehen Sie auch genau hin?“ immer wieder in den Film eingefügt. "Prestige" ist voller Geheimnisse, Andeutungen und versteckten Randnotizen, die in den letzten Minuten komplettiert werden und die Themen wie Ruhm, Macht, Besessenheit, Täuschung, Vergeltung und den wissenschaftlichen Kontrollverlust eindrucksvoll zusammenfügen. [...]

Kritik im Original 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr.Film: City of Cinema

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7.0Sehenswert

Jeder Zaubertrick besteht aus drei Akten.
Im ersten Teil wird das Thema vorgestellt:...

...bei einem mißglückten Trick in einer Zaubershow zu Beginn des 20. Jahrhunderts ertrinkt die Geliebte (Piper Perabo) des Magier's Robert Angier (Hugh Jackman). Die alleinige Schuld an deren Tod gibt er seinem Zauber-Kollegen Alfred Borden (Christian Bale). Von da an sind die zwei Rivalen bis auf's Blut und kämpfen um den größten Trick aller Zeiten.

In der zweiten Phase geschieht der Effekt:...

...der Zauber kommt mit der Erzählweise, Christopher Nolan springt mit seiner Geschichte mal in die Vergangenheit, mal in die Zukunft und wechselt mal hier mal da die Sichtweise.
Folgen kann man der Geschichte schwer, immer wieder kommt es zu Wendungen und Überraschungen. Christian Bale und Hugh Jackman, die ewigen Konkurrenten hier, laufen zur Bestform auf und zeigen ideale Schauspielerkunst.

Der Dritte Akt, der schwierigste Teil, das Finale:...

...das Ende des Films ist sehr überraschend und man sitzt mit offenem Mund da.
Was für ein Prestigio!

Doch warum dann 'nur' eine 7? So gut "Prestige" auch gemacht worden ist, so gut auch die Effekte sind, so gut auch die Darsteller sind, irgendwie hat der Film es nicht geschafft mich vollkommen in seinen Bann zu ziehen, ich wurde einfach nicht vollkommen verzaubert. Vielleicht wird sich das nach der 2ten Sichtung, wann sie auch kommen mag, ändern.

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

facepalm

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Gefällt mir, freut mich dass er dir gefallen hat :)


Mr.Film

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Finds ja auch schade Iso :/ Dankeschön :)


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.0Herausragend

«The Prestige» gewinnt bisher bei jeder Betrachtung an Wertschätzung.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

kltrg

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9.0Herausragend

Bis zur letzten Minute schafft dieser Film es einem den Atem zu rauben. Und selbst wenn man den Film ein zweites Mal sieht, ist von Langeweile keine Spur – man sieht ihn nochmal mit ganz anderen Augen und entdeckt viel neues.

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.0Ausgezeichnet

Jeder Zaubertrick, der wirklich beim Publikum ankommen soll, verfügt über drei Elemente: Die Vorstellung, in der man dem Zuschauer etwas ganz gewöhnliches zeigt, aber natürlich ist es das nicht. Der zweite Teil ist die Wende, in der mit dem Gewöhnlichen etwas außergewöhnliches geschieht. Aber wer nach dem Geheimnis sucht, wird es nicht finden. Deshalb braucht es einen dritten Teil, das so genannte Prestigio, in dem alle gespannt warten, um dann etwas zu sehen, was sie noch nie zuvor gesehen haben.

Mit diesen Worten beginnt „Prestige“, aus dem Off gesprochen von Cutter (Michael Caine), der sich als Erfinder der anderen Art große Zaubertricks und die benötigten Apparaturen dazu ausdenkt. Ende des 19. Jahrhunderts arbeitet er in London mit den beiden jungen und ambitionierten Zauberkünstlern Alfred Borden (Christian Bale) und Rupert Angier (Hugh Jackman). Als bei einem Unfall auf der Bühne Angiers Ehefrau in einem Wassertank ertrinkt, gibt Angier Borden die Schuld und es kommt zum Bruch der beiden Freunde. Bald schon darauf gelingt es Borden mit Hilfe eines neuen Ausstatters, einen spektakulären, neuen Trick zu entwickeln, der ihn an die Spitze des Erfolges katapultiert. Angier ist wie besessen davon, das Geheimnis, das hinter dem Trick steckt, zu ergründen und entwickelt eine Kopie des Tricks mit einem Doppelgänger, der jedoch schon bald durch Bordens Bestechung des Doubles auffliegt. Angier setzt seine Assistentin und Geliebte Olivia (Scarelett Johansson) auf Borden an, um hinter das Geheimnis zu kommen. Die Spur führt zu Nikola Tesla (David Bowie), der für Angier eine Apparatur baut, die den Trick von Borden noch übertrifft. Nun versucht Borden seinerseits das Geheimnis hinter Angiers Apparatur herauszufinden und muss miterleben, wie Angier in einem Wassertank unter der Bühne ertrinkt. Er wird des Mordes angeklagt. Im Gefängnis erhält er das Tagebuch Angiers, das der Unschuldige Angeklagte verschlingt, um dahinter zu kommen, was wirklich passiert ist...

Schon früh erfährt der Zuschauer vom Tode Angiers, denn der Film erzählt die Geschichte nicht chronologisch sondern in einzelne Episoden verpackt, ähnlich wie in Nolans Debüt „Memento“. Das bewährte Konzept geht auf, denn der Film ist dadurch spannend bis zur letzten Minute. Immer wieder bietet der Film erstaunliche Twists und Rätsel, die jedoch am Ende des Films im Gegensatz zu „Memento“ alle aufgelöst sind. Die beiden Hauptcharaktere sind zwei Besessene, für die nichts zählt außer dem Geheimnis des Anderen. Dabei merken sie beide nicht, dass sie im Laufe ihrer Karriere Grenzen überschreiten, die man nicht überschreiten sollte. Die Charakterzeichnung ist dennoch auch Kritik: Wenn man den Charakteren ihre Obsessionen nehmen würde, ständen sie erstaunlich eindimensional da, denn die Konflikte, die die beiden Zauberkünstler mit sich und ihrer Umwelt haben, sind zwar immer wieder angeschnitten, jedoch nie detailliert genug gezeichnet, um die 2 Hauptfiguren umfassend darzustellen. Daran können auch die überzeugenden Leistungen von Jackman, Bale, Caine, Johansson, Serkins und Bowie nichts ändern. Wäre hier noch etwas mehr Detailarbeit geleistet worden, käme der Film wohl an das Niveau von „Memento“ heran. So ist er „nur“ ein sehr spannender Fantasy-Thriller geworden.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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8.5Ausgezeichnet

Das, was Nolan hier geschaffen hat, ist das, wonach seine Figuren so verzweifelt suchen: Magie. Nur den letzten, den ganz großen Trick, mit dem er uns verblüffen will, kündigt er allzu früh allzu deutlich an. Aber wie schon eine seiner Figuren gegen Ende des Films über die wahre Magie sagt: "Gib dem Zuschauer genug, was er anzweifeln kann."

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Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt

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5.0Geht so

Ein Exkurs nach Amerika, in die Berge von Colorado, wo sich der dem Wahnsinn nahe Wissenschaftler Nikola Tessla (David Bowie) vor seinem Konkurrenten Edison versteckt, bringt dann allem Anschein nach noch eine weitere Ebene ins Spiel. Plötzlich erscheinen Borden und Angier als archetypische Figuren der Moderne, in deren destruktivem, von einer irrationalen Rivalität geprägtem Verhalten sich fast alle Tragödien in der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts spiegeln. Aber Nolan belässt es bei Andeutungen. Er stopft den Film zwar mit Verweisen voll, interessiert sich aber am Ende wie ein Taschenspieler nur für seine Tricks. So bleibt alles andere Illusion.

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Xander8112: Xanders Blog

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9.0Herausragend

Was soll man von “The Prestige” schon erzählen, ohne jemanden, der den Film noch nie gesehen hat, das Erlebnis zu versauen? Das wäre ja, wie jemandem vorab den Schluss von “The Sixth Sense” zu verraten, frei nach dem Motto “Aber wer hätte gedacht, das Bruce Willis…”? “Prestige” lebt von den Wendungen, den Illusionen, denen das Publikum ausgesetzt ist. Man kann sich niemals einer Sache 100% sicher sein, und auch das Ende wird denke ich mal niemand komplett so erahnt haben. Und wenn doch: Der Weg ist das Ziel, und dieser Weg ist spannend, wendungsreich und verblüffend.

Die Geschichte ist versetzt erzählt, so dass man im Grunde am Anfang das Ende sieht, dann wie alles begann, während im Laufe des Films die Perspektiven wechseln. So bleiben Fragen wie “Woher wusste er…”, “Wie hat er denn…” oder “Was macht der denn damit dem und dem” ständig im Raum. Zuzusehen, wie Borden in Angiers Tagebuch liest, in welchem dieser geschrieben hat, was Borden in sein Tagebuch geschrieben hat ist grandios.

Das Ende, so überraschend es auch sein mag, gefällt mir persönlich jetzt nicht so, da es meiner Meinung nach ein paar Fragen aufwirft - doch mehr dazu sagen kann ich ja aus oben genannten Gründen nicht. Der Film lädt zum mehrmaligen Sehen ein, was wohl auch ratsam ist, alleine schon um die Anspielungen auf das große Finale deuten zu können. Denn wie schon Borden mehrmals betont:

“Schauen Sie genau hin!”

http://xander81.wordpress.com/2008/08/08/kritik-prestige-meister-der-magie/

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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6.0Ganz gut

Hugh Jackman und Christian Bale sind eine gute Paarung als Duellanten. Jackman, der durch die "X-Men"-Trilogie berühmt wurde, gibt den eleganten Showman, Bale, der schon in "Batman Forever" vor Nolans Kamera stand, den begabteren Trickser. Jeder entwickelt dabei sein ganz eigenes Charisma, und nicht nur bei den Bühnenvorführungen ist vieles kein bisschen so, wie es scheint. Michael Caine spielt eine großartige Rolle als Konstrukteur der - mitunter gemeingefährlichen - Maschinen, die die Tricks möglich machen, und Scarlett Johansson zeigt sich einmal mehr als laszive Verführerin mit knallrot geschminktem Mund. Die historische Kulisse - Kostüme, Werkstätten, Theater- und Bühnenbauten - hat Nolan durchweg als überzeugende Zeitreise inszeniert.

So interessant das anzuschauen sein mag, so wenig berührt es, denn keine der beiden Hauptfiguren hat eine lebensechte emotionale Ebene - die blanke Rivalität wirkt bald ermüdend. Dazu kommt ein Science-Fiction-Aspekt, der geradezu an den Haaren herbeigezogen ist.

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der cineast

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Batman forever vor Nolans Kamera stand? Alles klar....................!!


GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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7.0Sehenswert

Ein Ausstattungs-Film - interessanterweise mit viel Handkamera, die vollkommen berechtigt oscarnominiert war - inklusive eines exzellenten Casts! Michael Caine sieht man doch immer wieder gerne, David Bowies Kurzauftritt ist klasse gewählt und hat mir sehr gut gefallen. Bale und Jackman haben genug Raum, um zu zeigen was sie können, einzig das Finale zickt ein bißchen. Das ist nicht wirklich plump aufgelöst, aber für meinen Geschmack schlicht überkonstruiert und fordert einiges an Toleranz. Die letzte Szene verpufft daher regelrecht und beendet den eigentlich prima austangierten Hokuspokus eher unwürdig. Von Regisseur Nolan wird man trotzdem weiterhin noch viel hören! Kann mir kaum vorstellen, dass er mal einen wirklich schlechten Film dreht.

Abrakadabra!

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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10.0Herausragend

"Prestige" ist ist ein hervorragender Film. Da sieht man mal, dass keine 258 Millionen Dollar (Spider-Man3) für einen Film nötig sind, wenn sich das Drehbuch Mühe gibt eine feinsinnige Story zu erzählen, die schlussendlich durch Regie und Schauspieler mit Liebe zum Detail umgesetzt wird.. Ich tue mich immer mit dem Begriff „Meisterwerk“ schwer, gerade bei Filmen die erst wenige Jahre alt sind. Ob „Prestige“ ein Klassiker ist, wird sich zeigen. Fakt ist, dass dieser Film in meiner subjektiven Wahrnehmung einer der Besten ist, die ich seit Langem gesehen habe

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Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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3.0Schwach

Christopher Nolans Magierduell gefällt mit jedem Bild, jeder Ausstattungsnote und jeder feinen Geste seiner Hauptdarsteller – doch hinter der vermeintlich verschachtelten Geschichte verbirgt sich nicht mehr als ein Ringen um eitle Männerkomplexe, das weder Platz für eine Auseinandersetzung mit der Blendwirkung von Unterhaltung, noch tiefer gehende Fragen nach Schein und Sein findet. Der um seine Storytwists herumkonstruierte und leider fürchterlich vorhersehbare Film bleibt deshalb letztlich vor allem stilvoller, aber durch und durch gewaltiger Budenzauber.

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Lukas GringoChoco

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"....leider fürchterlich vorhersehbare Film..." da kann (sollte) man aber auch geteilter Meinung sein


alviesinger: bummelkino

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9.0Herausragend

Auch beim wiederholten Anschauen ein modernes Meisterwerk! Zwei Männer opfern alles aufgrund von Neid und Missgunst. Ob der Twist nun hanebüchen ist oder aktuelle Ethikfragen ernsthaft in Betracht zieht, ist nebensächlich. Gerade das Spiel von Bale ist ergreifend und begeistert. Ein Wahnsinnscast in einem komplexen Drehbuch, das seinesgleichen sucht.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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8.5Ausgezeichnet

"Schauen Sie auch genau hin?" Der Zuschauer tut jedenfalls nur zu gut daran, die Eröffnungsfrage von Meistermagier Cutter (Michael Caine) ganz genau zu nehmen. Denn mit "Prestige" bringt Regisseur Christopher Nolan ein großartig erzähltes Stück Kino-Illusion an den Start, das weit mehr an Faszination bereit hält, als der ziemlich unglücklich gewählte Titel auf Anhieb würde vermuten lassen.

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Kommentare (289) — Film: Prestige - Die Meister der Magie


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Erlkoenig

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Bewertung9.5Herausragend

Sehr gelungener Film - wie fast alle Werke von Nolan. Die Starbesetzung war erstklassig ausgewählt, die Story ist brilliant und kommt mit einem unerwarteten Ende daher. Auch ist für mich die dargestellte Zeitepoche angenehm und macht das Bild stimmig. Sehr guter Film, den ich mir gerne auch mehrfach ansehen kann.

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Radagast07

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich habe den Film schon mehrmals gesehen und vor wenigen Tagen nach langer Zeit erneut geschaut. Jetzt vergebe ich 10 Punkte. Ich brauchte das wiederholte Anschauen, um immer mehr Details und Einzelheiten zu entdecken und zu verstehen.
Die Wendungen sind alle überzeugend und nachvollziehbar, dabei keineswegs haarsträubend. Die Dialoge passen und haben bisweilen philosophische Dimension (wenn Tesla über die Obsession des Menschen sinniert und zu verblüffend korrekten Erkenntnissen gelangt). Der Erzählstrang (die Rivalität zweier Bühnenzauberer um die vorletzte Jahrhundertwende) ist relativ unbesetzt und steigert sich dank Nolan kontinuierlich.
Außerdem empfand ich die schauspielerische Leistung von Bale, Jackman, Johansson und Caine sowieso sehr überzeugend. Vor allem war die Leistung von Scarlett Johansson richtig klasse, als sie als Assistentin vom einen Magier zum anderen wechselte und es ihr sehr überzeugend gelang, ihr Vorgehen in Sprache und Mimik zum Ausdruck zu bringen.
Auch wenn nicht jeder Nolan, das Genre oder die Hauptdarsteller mag, ist "Prestige" ein Film, den man gesehen haben muss (finde ich!).

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Desmond42

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Bewertung9.5Herausragend

Christopher Nolan hat mit diesem Film wie gewohnt ein Meisterwerk geschaffen, dass auf sinnvolle Weise Trickzauberer mit Science Fiction vereint und auf jeden Fall mit ein paar überraschenden Wendungen aufwartet. Dabei ist auch die witzige Parallele der Rivalität der Protagonisten zu der von Edison und Tesla (der im Film auch vorkommt) anzumerken. Nur die Musik war leider nicht so hervorstechend...

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Kunstmut

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

In einer anachronistischen Abfolge von märchenhaften Bildern duellieren sich zwei Magier kurz vor der Jahrhundertwende bis aufs Blut. Getrieben von einer traurig endenden Liebesgeschichte und dem Neid gegenüber des vermeintlichen Familienglückes des anderen, wird aus der bubenhaften Kameradschaft zweier Nachwuchskünstler ein erbitterter Wettstreit zwischen zwei erwachsenen Bühnenvirtuosen.

Zum Tode verurteilt, arbeitet der eine Magier in seiner Gefängniszelle rückblickend das Tagebuch des anderen Magiers auf, den er heimtückisch ermordet haben soll. Der Blick in die Vergangenheit zeigt einen vom Leben hart gebeutelten Mann, der von krankhaftem Neid und diabolischer Missgunst angetrieben, nach Colorado Springs reist, um eine Audienz mit dem Genie Tesla zu erbitten. Dieser soll die Fähigkeit besitzen, echte Magie zu wirken und damit in der Lage sein, dass ultimative Zauberkunststück zu erschaffen.

Wie in einem wilden Tanz springt die Geschichte umher und enthüllt Bühnentricks, subtile Dialoge und zweckmäßige Bekanntschaften. Immer verblüffender werden die Darbietungen der Magier vor ihrem unwissenden Publikum. Die Illusionen werden dabei stets spektakulärer und traumhafter.

Schließlich gerät das Gefüge der Beziehungen unter den gezeigten Personen ins Rollen und nichts scheint so zu sein, wie es gezeigt wird. Schattenseiten, wie Alkoholabhängigkeit, Bereitschaft zur rohen Gewalt und missbrauchte Liebe tauchen hier und da aus den Untiefen des Filmes auf.

Die größte Stärke des Filmes ist es, so zu wirken wie ein perfekt ausgeführter Zaubertrick. Mit einem Mordfall und dessen vermeintlicher Aufklärung lockt der Beginn, nur um den Zuschauer dann mit der noblen Atmosphäre des viktorianischen Zeitalters einzulullen. Auf einem nächtlichen Feld am Rand der Kleinstadt Colorado Springs präsentiert Teslas Gehilfe dann einen wissenschaftlichen Versuch, der in seiner simplen Vorführung für die größte Verblüffung sorgen dürfte – auch über den Film hinaus.

In einem mystisch anmutenden Finale wird dann das raffinierte Prestigio preisgegeben, um den Zuschauer vollends zu begeistern. Für zwei Stunden entführt der Film in eine magische Welt jenseits des grauen Alltags und überrascht immer wieder mit stilvollem Aussehen, eloquenten Wortwechseln und nicht zuletzt mit dem liebevollen Zugeständnis an eine zauberhafte Kunst.

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Clamio

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Meisterwerk !!

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JokerReviews

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Bewertung9.5Herausragend

Weiter gehts, mit einem weiteren Christopher Nolan Film. Im Jahre 2006 kamen fast zeitgleich zwei Magier Filme auf den Markt, die sich ziemlich ähnlich waren. Der eine war The Illusionist mit Edward Norton, der andere The Prestige von Meister Regisseur Christopher Nolan. Auch wenn The Illusionist ein wirklich guter Film ist, hat er keine Chance gegen dieses unfassbare Meisterwerk mit Christian Bale und Hugh Jackman. Nolan macht hier das was er am besten kann : Hochkomplexes, tiefgründiges und vielschichtiges Entertainment-Kino, wo man als Zuschauer selbst auch gefordert wird und stets mitdenken sollte.

Es ist das große Duell zweier Magier. Nach einem schwerwiegenden Fehler, stirbt die Frau des Magiers Robert Angier mitten bei einem Zauberstück. Robert gibt seinem Freund und Kollegen Alfred Borden die Schuld, der ebenfalls eine Magiekünstler ist. Von da an gehen Beide getrennte Wege und werden erbitterte Rivalen. Beide versuchen sich mit ihren Tricks zu übertreffen und sie versauen sich auch gegenseitig hin und wieder ihre Auftritte. Bis Borden mit einem unfassbaren Trick auftritt, der die Leute begeistert und Angier an den Rand der Verzweiflung bringt. Wie weit wird er gehen um diesen Trick zu übertreffen? Aus erbitterten Rivalen sind längst Todfeinde geworden.

Ich habe den Film erst zum zweiten mal gesehen und das war absolut genial, denn erst beim zweiten mal gucken fällt einem auf, wie unfassbar gut der Film auf kleine Details achtet. Klar der unfassbare, völlig überraschende Schluss-Twist verliert dadurch seine Wirkung, aber beim zweiten mal schauen merkt man einfach wie unfassbar logisch und plausibel dieses Ende doch ist. Die Geschichte ist wie immer Nolen-Typisch komplex erzählt. Was bei Inception der Traum im Traum im Traum war, ist hier die Rückblende in der Rückblende. Der Film wechselt immer wieder in seinen Zeiten. In der Gegenwart liest Borden ein Tagebuch von Angier, der berichtet wie er u.a. ein Tagebuch von Borden liest. Also alles ziemlich vielschichtig, aber man behält eigentlich stets den Überblick und ist wie in Trance, während sich die beiden Künstler duellieren. Was ist Illusion? Was ist real? Und wer gewinnt das Duell?

Wir hatten Nicolas Cage vs John Travolta und Al Pacino vs Robert DeNiro. Zwei epische Schauspiel Duelle und hier kommt ein legendäres Duell hinzu. Was Hugh Jackman und Christian Bale hier abliefern ist einfach unfassbar. Beide komplett auf Augenhöhe und am Limit, obwohl Bale in anderen Filmen noch darüber hinaus ging. Es ist nicht nur ein Magier Duell, sondern auch ein Duell zweier Weltklasse Akteure, wo es schwer ist einen klaren Sieger zu ermitteln. Natürlich ist auch Michael Caine wieder dabei, wie in fast jedem Nolan Film. Auch Scarlett Johansson darf hier mal wieder mit ihrem einzigartigen Charme brillieren. Überrascht hat mich David Bowie als Nikola Tesla. Ich hätte ihm gar nicht so eine gute Performance zugetraut. Jedoch wirken alle Nebenakteure wie kleine Fische im Vergleich zu Bale und Jackman, die den anderen durch ihre unfassbar starke Präsenz überhaupt keine Chance lassen.

Fazit : Prestige ist eine weitere Meister-Perle von Christopher Nolan. Wenn die Magier auftreten, fühle ich mich selbst wie in einer richtigen Magier Show. Der Film hat unfassbar viele Details, auf die es zu achten gilt und man muss den Film unbedingt 2mal sehen, um alles von der komplexen Handlung zu verstehen. Ich verneige mich vor Bale, Jackman und Nolan!

9,5/10

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Kamil90

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Bewertung9.5Herausragend

Ein Film, der auch noch - oder sogar gerade - nach dem zweiten Anschauen ungemein beeindruckt.
So als würde man sich nach einer entsprechenden Erklärung und Einführung der "Prestigio" den Trick nochmals vorführen lassen und ihn dafür schätzen lernen, mit viel Spitzfindigkeit und Hingabe er zuvor fehlerfrei vom Magier durchgeführt wurde!

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judith.vollmar

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Bewertung9.0Herausragend

Ein großartiger Film mit tollem Cast. Kurze Anmerkung zur Story, ich weiß nicht ob es anderen genauso ging: Man denkt, man kommt vom Verständnis her gut mit. Doch gerade zum Ende hin realisiert man erst, dass eigentlich nichts verstanden wurde.

"Prestige" hat mich nach dem ersten Gucken ziemlich ratlos zurückgelassen. Aber ich denke, das steigert den Anreiz nur weiter, den Film erneut zu gucken. Zu versuchen ihn eher zu durchschauen. Sehr empfehlenswert.

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DoctorWho

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Bewertung9.0Herausragend

Bei diesem Film hat wirklich sehr viel gestimmt. Ein geniales Drehbuch, super Szenenbilder und Darsteller in Höchstform, vom genialen Christopher Nolan mal ganz abgesehen. Wie bei den Zaubertricks gilt es auch im Film, nichts ist wie es scheint und überall wird getrickst. Auch die Erzählweise des Films, ein Flashback in einem Flashback, ist nicht störend oder anstrengend, sondern wirkt einfach gut gemacht. Und das Ende ist eines der besten in einem Film überhaupt, auch wenn ein Teil ein bisschen zweckmäßig wirkt. Eine absolute Empfehlung und ein Muss für sämtliche Filmfans.

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dwaddy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wow, Hut ab: ein grandioser Film: Story, Schauspieler, Settings ... alles passt. Das Duell zwischen Hugh Jackman und Christian Bale ist perfekt und kallhart inszeniert, die Story hat ein paar wirklich perfekt inszenierte Überraschungen parat, was will man mehr? Ein bisschen mehr Straffheit wäre manchmal wünschenswert gewesen, aber das ist schon Lästern auf wirklich hohem Niveau. Denn ansonsten finde ich hier wirklich kein Haar in der Suppe.

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MetalFan92

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gefiel mir recht gut. Beide sind in den Rollen hervorragend und der Twist war für mich auch unvorhersehbar.
Den Film hat was von Batman vs. Wolverine. ;)

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RolyK

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es dauert eine ganze Weile, bis man sich in den doch ruhigen Stil des Filmes eingesehen hat. Zu Beginn sind die einzelnen Handlungsstränge und Zeitsprünge etwas verwirrend, aber nie so, dass man abschalten würde. Irgendwann fesselt einen dieser Film sehr - und das überraschende Ende lässt den Zuschauer mit einem fassungslosen Gefühl zurück. Ein wenig verstörend ist es wohl, aber genauso beeindruckend.

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simbosambo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eigentlich müsste man Nolan für jeden Film eine 10 geben! Meiner Meinung nach der beste Regisseur aller Zeiten mit den besten "Action"-Filmen die es gibt.
Von Memento zu Batman bis zu Prestige oder Inception, alles ist perfekt.
Trotzdem kann ich ihm nie eine 10 geben, da "Prestige" zu lang, "Inception" an der letzten Ebene zerbracht und bei den Batman-Filmen immer noch der letzte Funken fehlt! Trotzdem bin ich Nolan Fan und könnte fast allen eine 10 geben!

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MissRager

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Bewertung9.0Herausragend

ACHTUNG SPOILER!

Mir hat der Film richtig richtig gut gefallen, vor Allem weil die Besetzung so gut war. Jackman und Bale beweisen mal wieder ihre großartigen schauspielerischen Fähigkeiten und halten den Zuschauer bis zum Ende in Atem. Jedoch habe ich eine Frage: Bin ich die Einzige, der aufgefallen ist, dass Fallon ebenfalls von Christian Bale besetzt war? Das hat leider etwas gestört, dass man die ganze Zeit wusste, das Bordon einen Zwilling hat. Hat mich dennoch nicht davon abgehalten, den Film und das Ende zu hinterfragen und verstehen zu wollen!

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Filmromantikerin

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leichter Spoiler
Ja, ist mir aufgefallen - aber erst im Nachhinein. Da hattest du wirklich ein gutes Auge. :D Aber wäre noch unsinniger gewesen, ihn von jmd. anderen spielen zu lassen - schließlich sind sie's ja nun mal. ;) Und auch wenn man es ahnt, weiß man ja trotzdem noch nicht ihre Vorgehensweise.


MissRager

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Ja leider :D Ja, zum Glück stimmt das :)


abendrot

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Bewertung7.0Sehenswert

Nicht nur auf tricktechnischer, sondern auch auf menschlicher Ebene interessante Geschichte. Ein großer psychologischer Pluspunkt des Films liegt darin, dass der Zuschauer bald genauso verwirrt ist wie das Publikum der in der Geschichte gezeigten Illusionstheater - und somit Trugbilder und Realität nicht mehr auseinander halten kann. Selbst am Ende kann man sich noch einige Fragen stellen über das, was man für bare Münze genommen hat, denn die Story lädt regelrecht ein zur Theorienbildung. In der Mitte wird es etwas abgefahren mit Teslas ,,Kopiermaschine". Damit verlässt der Film auch eindeutig den realistischen Rahmen, was finde ich nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Die Besetzung ist okay, Bale gut, Jackman ok, Johansson zufriedenstellend. Der durch allerelei kreative Kaprizen bekannte Bowie etwas ungewohnt steif in seiner Rolle - allerdings sind einem als reales Vorbild Nikola Tesla auch gewisse Grenzen gesetzt (nur, wozu dann unbedingt Bowie?). Als zusätzliche Verwirrung empfand ich den für Nolan typischen sprundhaften Szenenwechsel - einmal kurz nicht aufgepasst, schon ist die Ratlosigkeit perfekt.

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Kohax

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Bewertung7.0Sehenswert

Mein zweiter Film, in dem Christopher und Jonathan Nolan das Drehbuch schrieben. Mittlerweile ist Christioher Nolan ein Garant der Regisseurskunst. Und mit der Kombi des Bruders kommt nach Memento wieder ein extrem komplexes Gesamtkunstwerk bei heraus.
Hier ist allerdings die Geschichte an sich schlüssiger als bei Memento und lässt nach Ende des Films eigentlich keine Fragen mehr offen. Allerdings finde ich, dass hier die Spannung ein wenig zu kurz kommt, was doch recht schade ist.
Jedoch wird die Atmosphäre des Films grandios rüber gebracht. Der Zwist der beide Künstler, gespielt von Hugh Jachman und Christopher Bale, nebenbei bemerkt erstklassige Schauspieler, ist authentisch und ordentlich. Scarlett Johannson wirkte wieder mal farblos, also irgendwie bin ich kein großer Fan der Frau. Aber ein Augenschmaus ist sie ohnehin. Die Liebesgeschichten waren jetzt so lala, aber taten dem Film kein Abbruch.
Insgesamt ein guter Film, dem man allerdings wirklich aufmerksam folgen muss.

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Schlopsi

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Bewertung7.0Sehenswert

Mein 500. Film sollte etwas Besonderes werden. Etwas, das ich schon ewig vor mir herschiebe, etwas das mir gut gefallen _muss_. Da kam mir "Prestige" gerade recht. Die sichere Vorhersage von 8,5 unterstrich das ganze, zusätzlich der fast durchgehend ausgezeichnete Schnitt meiner Buddys. Tja, und jetzt sitze ich hier und versuche ein paar anständige Zeilen auf den Monitor zu bringen.

Sicherlich war die ausgedehnte Radtour vorher nicht gerade förderlich, um hier ständig den roten Faden des Geschehens im Blick zu haben. So war die erste halbe Stunde nicht minder ein verzweifelter Versuch, die Zeitsprünge und die anfangs sehr wechselhafte Beziehung zwischen den beiden Magiern und späteren Rivalen Borden und Angier im zeitlichen Kontext einzuordnen. Hat das erstmal geklappt, eröffnet sich dem Zuschauer eine wunderbare Welt voller Illusionen, Magie, Wissenschaft (Bowie, du charismatische Schnitte!), Wut und Hass, Liebe, atemberaubender Prestigios und und und. Dazu gesellt sich ein Cast, der mindestens genauso gut ist, wie er sich liest.
Das alles wäre mir mindestens 8 Punkte wert gewesen.

Doch warum stehen hier nur 7 Punkte?

Der Film ist spannend und optisch ein Leckerbissen, doch "Prestige" hat meine Nerven trotz seiner überraschenden Schauwerke überstrapaziert. Der Film ist bis zum letzten Drittel relativ undurchschaubar und selbst wenn man meint man hätte ihn durchschaut, kann man sich doch nie ganz sicher sein und man fängt wieder an zu zweifeln. Das ist an und für sich eine sehr gute Sache. Doch dieser Grat zwischen gekonnter Anspannung und Überspannung ist sehr schmal. Und so kam es wie es kommen musste. Ab der letzten halben Stunde fühlten sich meine Gedanken so verknotet und angespannt an, dass der Knoten gar nicht anders konnte als zu platzen und mein Interesse am Film infolgedessen fast vollständig verschwand. Diese 10 Minuten bis zum letzten Prestigio, dem Prestigio des Films, hatte ich sowas von keine Lust mehr auf die ganze Chose und mein Gemütszustand änderte sich von gespannt in genervt. Genervt von dem ganzen Hin und her, von Gedanken und Eindrücken die man während des Schauens innerlich abgespeichert hat und die sich zum Ende hin als richtig herausstellen sollten, wodurch das Ende, die letzten 20 Minuten, kaum mehr als über eine Moralpredigt hinauskam.
Dabei ist es nicht mal das im Kern gute Ende was mich so stört, sondern nur die Einleitung dessen. Diese zehn Minuten, die meinen sonst so guten, wenn auch leicht ermüdenden Eindruck des Films hart auf die Probe stellen mussten. Die den Gedanken, den Film gleich noch einmal sehen zu müssen prompt über Bord warfen. Vielleicht war ich zu müde, vielleicht war es nicht die perfekte Stimmung für den Film, aber je länger ich hier an diesem Text sitze, desto mehr regt mich diese Tatsache auf. Diese Mentalität und den Drang, unbedingt noch einen draufsetzen zu müssen, unbedingt noch einen Haken zu schlagen, um auch ja der letzten Hirnwendung die Spannungsschraube anlegen zu müssen. Hätte sich Nolan das doch nur verkniffen, wäre ich womöglich zufriedener gewesen.

Aber abgesehen davon ist "Prestige" ein Film voller Metaphern und Bildern, eine Verbeugung vor der Technik und Erzählkunst des Kinos, in dem zugleich so viel Wahrheit steckt und einem die Zeit der Industrialisierung der Welt ständig vor Augen führt. Eine Welt voller Rivalität, nicht nur die zweier Magier, oder zweier Tüftler, auch nicht die, wie zeitlich gesehen, übliche Rivalität zwischen Ländern. Nein.
Wissenschaft und Magie. Zwei Dinge, die sich zwar nicht immer ausschließen müssen, aber doch so strikt voneinander getrennt werden. Wissenschaft, die Nutzung des Verstands und rationalem Denkens um etwas Größeres zu erschaffen und die Magie.
Die Kunst den Menschen zum Staunen zu bringen. Abseits jeglicher Rationalität, das Geschick den Menschen im Ungewissen zu lassen und das Gesehene so zu verpacken, dass der sonst so um Erklärung bemühte Zuschauer, wenn auch nur für kurze Zeit, aus einer sich immer schneller drehenden Welt mit nur einem kleinen Schritt aus dem altem Trott treten kann, ohne das gleich eine komplette Welt für ihn einstürzt.

Ja, das ist Kunst.

Und Magie.

Doch eines haben beide gemeinsam: Es wird immer eine Rivalität innerhalb dieser Bereiche geben. Denn das Streben nach immer mehr und immer besser und größer, das liegt eben in der Natur des Menschen. Das zog sich schon immer durch die zeitliche Geschichte und das wird es auch in Zukunft tun. So ist der Mensch nun mal. Ein widersprüchliches Wesen, das wenn es sich für eine Sache verschreibt, es seine Seele dafür verkauft. Genauso wie Borden und Angier es taten. Ob du nun auf der vermeintlich guten oder bösen Seite stehst, ein Gewinner, der sieht anders aus.

Und genau DAS macht den Film so sehenswert, oben genannter Mankos zum Trotz.

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Schlopsi

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Boah ihr Säcke, ihr habt uns also die Sonne geklaut! :D
Nee, tu das. Viel Spaß ;)


Hartigan85

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Ohje, hab mir die Diskussion zu "Fargo" mal grad durchgelesen. Mir ist ja in letzter Zeit schon öfter bei unserem Facebook-Tippspiel aufgefallen, dass du kobbi und Souli euch ein bisschen in die Haare gekommen seid. Ich dachte allerdings eher, dass das nur Spaß ist, der sich ab und an mal ein wenig hochschaukelt. War wohl ein Irrtum...? Fargo find ich jedenfalls auch große Klasse, werd dich aber jetzt deshalb nicht angreifen...;)


Chev-Chelios

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Prestige zaubert ein ebenso elegantes wie raffiniertes Geflecht aus Illusion, Intrigen, Verrat, Eifersucht, Besessenheit, Rache, Schuld und Sühne auf die Leinwand und die Stimmung zu Ende des 19. Jahrhunderts wird auf sehr angenehme Weise eingefangen. Der Film beinhaltet alle Elemente die einen guten Film ausmachen, angefangen von einer interessanten Story, bis hin zu zwei sehr guten Hauptdarstellern. Hugh Jackman und Christian Bale waren eine sehr gute Wahl für die Rollen der Magier und die Zaubertricks und Illusionen wurden perfekt in Szene gesetzt. Der Film ließ zu keiner Zeit Langeweile aufkommen und er verstand es den Betrachter zu fesseln..

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Davki90

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spannender Film mit Top-Stars und Nolan typischen Twist! Hätte aber etwas mehr erwartet. War am Schluss doch etwas enttäuscht, da der Film doch seine Längen hat!

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Luke_92

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Bewertung9.0Herausragend

„Jeder Zaubertrick besteht aus drei Akten oder Phasen.
Im ersten Teil wird das Thema vorgestellt: der Magier zeigt Ihnen etwas ganz Gewöhnliches; ein Kartenspiel, einen Vogel oder eine Person. Er zeigt Ihnen dieses Objekt. Vielleicht bittet er Sie auch darum, es zu inspizieren, damit Sie sehen können, dass es wirklich echt ist, ja, unverfälscht und normal. Doch wahrscheinlich ist es das natürlich nicht.
In der zweiten Phase geschieht der Effekt: der Magier nimmt das gewöhnliche Objekt und lässt damit etwas Außergewöhnliches geschehen. Nun suchen Sie nach den Geheimnissen, aber Sie werden es nicht finden, denn natürlich ist es so, dass Sie nicht wirklich hinsehen; Sie wollen es eigentlich gar nicht wissen. Sie wollen sich täuschen lassen.
Aber noch applaudieren Sie nicht, denn etwas verschwinden zu lassen, ist nicht genug - man muss es auch zurückbringen. Aus diesem Grund hat jeder Zaubertrick einen dritten Akt, den schwierigsten Teil, das Finale.
Man nennt ihn Prestigio.“

Christopher Nolan greift tief in seine Trickkiste und bietet dem Zuschauer weniger einen Film, als viel mehr ein echtes Zauberstück aus drei Akten auf Zelluloid.
Natürlich muss Magie auch elegant in Szene gesetzt werden und wer könnte das besser, als der wohl talentierteste Regisseur des letzten Jahrzehnts. Und dabei tut Nolan eben das, was er immer tut. Er tritt bei Seite und öffnet die Bühne für einen atmosphärischen Soundtrack, kesse Dialoge in einer spannend-mysteriösen Geschichte und hervorragende Charakterdarsteller. Christian Bale und Hugh Jackman spielen grandios und auch Michael Caine funktioniert als Sidekick wunderbar.
Dazu kommt ein Gänsehautfinale, ein Prestigio, das einmal entfesselt, eine kühle Hommage an die Unterhaltungsbranche perfekt macht.
Ja, dieses Werk ist kurzweiliger als andere Nolan-Filme und ja, es macht bei der zweiten Sichtung nicht mehr so viel Spaß, aber das ist im Letzten nur konsequent. Auf das Verwirrspiel, in dem der Zuschauer ständig glaubt, die Lösung entdeckt zu haben, folgt der entlarvter Zaubertrick, der zunächst beweist, das man charmant getäuscht wurde und danach gleichsam mit der Offenbarung einen großen Teil seines Reizes preisgibt.
Was gibt es noch zu sagen? Vielleicht eines!
Ich will noch einmal betonen, was wir alle bereits wissen. Christopher Nolan ist der beste Regisseur unserer Zeit. Er ist für mich der Meister des Blockbuster-Kinos, vielleicht ist er sogar mehr als das. Vielleicht ist Nolan der Regisseur, der Blockbuster auf sein höchstes Niveau hebt und zur Vollendung bringt. Denn er bietet fulminantes, bildgewaltiges Unterhaltungskino und kombiniert es mit einem intelligenten, nicht hoch anspruchsvollem, aber intelligentem Plot. Damit unterscheidet Nolan sich von Filmschaffenden wie Michael Bay, Roland Emmerich oder dieser Marvel-Sequel-Prequel-Remake-Bande, die vor allem Filme machen, die visuell beeindruckend sind, aber deren Story jeder 12-jährige in einer langweiligen Geschi-Stunde auf seinen College-Block kritzeln könnte.

Fazit: >Prestige< ist eine Geheimnis, eine Obsession und filmische Magie. Christopher Nolan, du bist mein Lieblingsregisseur!!!

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