Prestige - Die Meister der Magie - Kritik

The Prestige

GB/US · 2006 · Laufzeit 130 Minuten · FSK 12 · Drama, Thriller · Kinostart
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    Wahrscheinlich strukturell der klügste Film, den das Mainstreamkino in den letzten Dekaden hervorgebracht hat.
    Ganze 5 Erzählebenen/Perspektiven benutzt PRESTIGE, ohne dass es den Erzählfluss stören, ja sogar ohne das es bei den Erstsichtungen groß auffallen würde, und spielt so mit einem konstanten Fluß aus Information und Desinformation, mit Zeitebenen, nicht zuletzt mit dem Zuschauer.
    Aus Sicht der beiden Magier, ihren Tagebüchern (die oftmals bewusst konträre Informationen anbieten) und dem Nachlassverwalter /Freund/ Protege der Beiden, erspinnt Nolan hier ein riesiges Netz aus Fakten und Begebenheiten, bei denen man schon genauer hinsehen muss, um zu verstehen wie engmaschig und ineinandergreifend hier die große Illusion einer gesamtheitlichen Erzählung abgeliefert wird.
    So ist es für den Genuss des Films letztendlich sogar völlig unerheblich, ob der finale Twist einem gefällt oder nicht, die wahre Magie in PRESTIGE beginnt schon mit dem Opening, und setzt sich danach Szene für Szene in einem interkonnektiven Plot fort, der sich große Mühe gibt eine dahinschnurrende Leichtigkeit vorzutäuschen, wo hinter seinem Vorhang strenge Disziplin und Kalkül herrscht.
    Gleich einem Zaubertrick ist die Bühnenshow entscheidend, um abzulenken von der harten Arbeit dahinter, und auch jenseits von formellen Aspekten liefert Nolan hier ab, gibt uns seinen bestausgestatteten, und wahrscheinlich bestgespielten Film als Augenschmaus dazu.
    Für die Fasziantion, die PRESTIGE auf Langzeit entwickelt, ist das aber nur Beiwerk.
    Sei es die fünfspurige Narration, die dem Thema des Filmes entsprechend auch noch perfekt in eine dreiaktige Gliederung gepresst wird, sei es der gedankliche Überbau, der Zaubershow mit Film gleichsetzt, sei es die geschichtliche Reichweite, die für sich gesehen schon Teil des Zaubertricks ist, seien es die finalen Implikationen, die Showgeschäft als allabendlichen Zyklus aus Leben und Sterben definieren, als zynisches Verschleißbecken von Leben zur kurzweiligen Unterhaltung der Meute, oder gar der letzte Haken Richtung Mystik, der dem Film viel Abneigung entgegengebracht hat, der aber folgerichtig die Überhöhung liefert, die wir uns immer gerne erträumen, sobald im Kino das Licht ausgeht, die doppelten Böden unter PRESTIGE sind grenzenlos, sind nicht minder als in einem handelsüblichen Lynch zb. und die größte Leistung von Nolans Werk ist tatsächlich der letztendliche Trick dieses Gewicht nie Richtung Kopflastigkeit auszutarieren, sondern vordergründig immer zuerst zu unterhalten und zu begeistern.
    Wo MOMENTO außerhalb seines Initalschocks ob der rückwärtsgedachten Narration dem Zuschauer nur wenig für die Zeit danach gab, lebt PRESTIGE geradezu und überhaupt erst von der Rückbetrachtung und wiederholten Sichtungen.
    Einem Zaubertrick, den man sich immer wieder ansieht, um dem Magier auf die Schliche zu kommen.

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    • 10

      Ich zähle mich nicht zu den Nolan Fanboys, welche seine Werke kritiklos schlucken wie eine Hure. Aber "The Prestige" ist in meinen Augen einer der Filme, die man durchaus als perfekt bezeichnen könnte. Regie, Kamera, Cast, Story, Drehbuch, Musik.....ich wüsste nicht was ich hier kritisieren könnte, selbst wenn ich möchte.

      Sicher wird nicht jeder gleich warm damit werden, aber auch neutral betrachtet ist dies einfach geiler Scheiss!

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        Irgendwie glaub ich das alles nicht Christian Bale und Hugh Jackman ihn Kostümen zwei wunderschöne Männer gut durchtrainiert im 19. Jahrhundert. Jetzt werden viele sagen ja mein Gott das ist Hollywood , aber ich kann mir mit dieser Besetzung keine authentische Darstellung für mich kriegen. Sorry ! Und bin generell kein Fan von Diaologen ihn Nolan Filmen !

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          Desmond42 06.05.2016, 09:17 Geändert 25.08.2016, 09:15

          Für die einen ein die Blockbusterwelt revolutionierender Jesus, für die anderen das beste Beispiel für die Verfehlungen eben jener Welt: So in etwa scheinen die Meinungen verteilt zu sein, wenn es um Christopher Nolan geht. Sowohl seinen früheren weitläufig als Beispiele für sogenanntes "Mindfuck" bezeichneten Thrillern, als auch seinen aktuellen Blockbustern lassen sich immer wieder Aspekte vorwerfen, die oftmals dazu veranlassen, ihn als selbstverliebt anzusehen, seien es auf möglichst komplizierte Verstrickungen ausgelegte Plot-Konstruktionen oder der Pathos, vieles wird als simples Prestige gedeutet. Als möglicherwiese interessanteste Eintrag in seiner Filmographie kann man hier den Film bezeichnen, der genau das durch den Titel anspricht: "The Prestige". So reflektiert dieser nämlich tatsächlich über genau jenen Umstand vor dem Hintergrund eines Bezuges zu den Grundsätzen des Filmschaffens.

          Dass das Ganze vor dem Kontext der Trickzauberkunst passiert, ist schon dadurch bemerkenswert, dass Nolan hiermit eine Verbindung zu den Anfängen des Mediums Film herstellt, dessen möglicherweise wichtigster Pionier Georges Méliès war, bekannt sowohl als offiziell erster "Regisseur" als auch eben als Illusionist. Zudem lässt sich der Aufbau der Zaubertricks aus "Pledge", "Turn" und "Prestige" auf die durch Syd Field geprägte Drei-Akt-Dramaturgie anwenden, deren Schlusspunkt, also das "Prestige", bei Nolan meist eine besonders tragende Position als Auflösung einnimmt. Im Fall dieses Films gibt es nicht nur drei Akte, sondern vor allem auch drei Zeitebenen, verbunden durch die jeweiligen Tagebücher der Protagonisten, zwischen denen hin- und hergesprungen wird, womit Nolan eine deutlich linearere Version der Narrative seines ersten großen Films "Memento" schafft. Durch diese zieht sich die von Obsession geprägte Rivalität der Hauptfiguren, in welcher schließlich eine wichtige Schlüsselfigur kein Geringerer als Nikola Tesla darstellt, der selbst wiederum von einer solchen Rivalität mit Thomas Edison geprägt ist. Somit wird Fortschritt, sowohl auf künstlerischer, als auch auf technischer Ebene hier immer zum Konkurrenzkampf und steht damit noch in kritischerem Licht als im aktuellen "Interstellar", seinem möglicherweise besten Film. Nolan scheint sich dessen bewusst zu sein und spiegelt nicht nur sein eigenes Werk, sondern sowohl Showbusiness, als auch Kunst im Schaffensdrang seiner Figuren wieder und zieht dabei Grenzen zwischen deren oberflächlichen und tieferen Aspekten. Wenn Hugh Jackmans Robert Angier in seiner finalen Show durch die Anekdote über den Wassertank auf seine eigene Laufbahn als Künstler verweist und sich schlussendlich hinter seiner Bühne ein weiterer Vorhang verbirgt, der den Kern der Vorführung preisgibt, so kann er mit dem auf sich selbst verweisenden Nolan erneut gleichgesetzt werden, um hinter verborgenen Ebenen sogar noch weitere Ebenen zu erschließen. Aber diese will man möglicherweise gar nicht sehen. "You want to be fooled."

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          • 8

            Als ich noch klein war, wollte ich immer Zauberer werden. Das ist zwar gelogen, aber zumindest habe ich mir aus der Kinderbibliothek mal ein Was-ist-Was-Buch über die Hexenverfolgung ausgeliehen. Aufgrund der mangelhaften praktischen Anweisungen dann später nochmal eines über "Zaubertricks für schlaue Kids" (so oder so ähnlich, man kennt ja die gereimten Katzbuckeleien der Kinderbuchbranche zur Genüge). Allerdings war ich für die meisten Tricks entweder zu doof, zu ungeduldig oder zu tollpatschig, weshalb ich bis heute bloß den einen beherrsche, bei dem die Tischdecke vom Tisch gezogen wird, ohne, dass etwas drauf stehen bleibt. Toll was?
            Das schoss mir jedenfalls ganz kurz durch den Kopf, als am Anfang vom Film die Hüte im Wald lagen, aber ich hatte keine Zeit, mich auf den Gedanken zu konzentrieren, da Christian Bale mich fragte, ob ich auch genau hinschaute und Christian Bale ist ein Mensch, dessen indirekten Aufforderungen man eigentlich ganz gern nachkommt. So. Nach mehreren Minuten des aufmerksamen Hinschauens habe ich einem anwesenden Kumpel den Twist des Filmes vorausgesagt, wobei in meinen Augen nochmals kurz die magische Magierei aufflammte (glaube ich zumindest, ich habe mich ja dabei nicht gesehen). Das war aber gar nicht schlimm, denn der Film hat vor allem abseits der etwas ungrazilen Auflösung und des ebenso beschaffenen Twistes seine Qualitäten. Wie alle Nolan-Filme ist er schön anzusehen, was bei einem Film ein enormer Vorteil ist. Ach, was soll's, rein formal ist hier eigentlich alles am rechten Platz. Aber es gibt ja noch andere Aspekte, die erfreuen. Zum Beispiel, wenn Nikola Tesla (in den letzten Jahren nicht etwa zu Recht für seine vielen Beiträge zu wissenschaftlicher und ziviler Modernisierung gewürdigt, sondern verkommen zum Fetischobjekt spinnerter Internetbewohner, die ihn vor allem für seine pseudowissenschaftliche Gaga-Phase verehren oder ihm gleich Mummenschanz wie Erdbebenmaschinen andichten) überhaupt nicht mehr als getriebener Wissenschaftler inszeniert wird, sondern als gottgleicher Magier, der allerdings nie seine Tricks verrät. Oder die Tatsache, dass am Ende genaugenommen doch der perfekt entwickelte Taschenspielertrick die übersinnliche Schummelei aussticht...aber das lässt sich schwer beschreiben, und schlussendlich bin ich mit meinem Text bloß wieder unzufrieden, wie damals, als ich das Zauberbuch falsch verstanden und die Puzzleteile in die Schachtel geklebt habe. Ich fasse also zusammen, dass der Film, wenn er auch manchmal ein wenig tumb daherkommt, eigentlich doch die Falltürchen öffnet, auf die es ankommt. Wer sich also für Magie, Blitze und falsche Bärte interessiert, der sollte ruhig mal reinschauen, am besten bis zum Ende, denn so macht man das bei Filmen.

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            • 10

              Großartiger Film, raffinierte Geschichte mit unvorhersehbaren Wendungen und sehr guten Schauspielern

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              • 8

                Starker Thriller mit starken Leistungen und verblüffendem Ende. Phasenweise aber doch etwas zäh geraten, es stört aber kaum...

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                • 8 .5

                  Ein fantastischer Film. Eine spannende Story, bei der ich mir leider zwei der drei großen Wendungen zum Schluß schon denken konnte, aber der Film spielt genial mit einem und bringt einen schon mal durcheinander. Es ist ein spannender und mysteriöser Zaubererthriller. Absolut sehenswert (wie immer bei Christopher Nolan).

                  • 7 .5

                    Raffiniert!! Leider sieht man nicht von allzu vielen Zaubertricks die 'Lösung' ..... .

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                    • 7 .5

                      Durchaus mal wieder ein Film zum miträtseln . Hat mir gut gefallen aber bei der Besetzung mit der Geschichte kann wirklich wenig schief gehen . Sollte man sich ansehen wenn man solche Filme mag.

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                      • 9

                        War tatsächlich beim ersten Sichten etwas an mir "vorbei gegangen" (möglich daß ich den in einem 3er Bundle aus der Videotheke mitgenommen und "unter Zwang" gesehen habe?!) - jedenfalls lief der die Tage und ich hätte kotzen können weil ich den nicht komplett zu Ende sehen konnte (Receiver machts dann möglich ^^). Ein wirklich brillanter streifen - in meinem Fall besonders weil ich auf Tesla total stehe und mich mit diesem, sehr speziellen, Herren des öfteren befasst habe [Der Mann war mal seiner Zeit weit vorraus!!].

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                        • 8 .5
                          Berlin42 07.03.2016, 07:49 Geändert 07.03.2016, 14:48

                          Das war ja wieder mal ein Hochgenuss von Herrn Nolan. „Prestige“ schafft es, von der ersten Minute an zu fesseln. Christian Bale und Hugh Jackman spielen großartig und erwecken die komplexe, hervorragend durchdachte Story zum Leben. Immer wieder wird man als Zuschauer in die Irre geführt, diverse Wendungen halten die Spannung auf höchstem Level. Teilweise war ich sogar versucht, den Film kurzzeitig zu stoppen, um die ein oder andere Szene sacken zu lassen. Ich habe es jedoch sein lassen, um dem Film die Magie nicht zu rauben.

                          Die Darstellung der damaligen Zeit ist perfekt gelungen und wirkt höchst authentisch. Die Magie wird durch Nolan nicht nur dargestellt, sondern auf einzigartige Weise auch filmisch genutzt, um den Betrachter fortwährend zu verwirren. Großes Kino mit vielen versteckten Hinweisen auf reale Magier und Persönlichkeiten!

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                          • 6

                            auch wenn er nicht voll überzeugt unterhält er gut...

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                              abgedrehter, spannender mysterythriller.... top.

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                              • 8

                                Ein film wie ein großer, faszinierender zaubertrick.

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                                • 7
                                  Naxx 03.02.2016, 21:21 Geändert 07.02.2016, 18:23

                                  Einen Film über Magiertricks zu sehen hat mich sofort begeistert. Fand es schön zu sehen, wie das Arbeitsleben eines Zauberkünstlers beleuchtet wird.

                                  Und Prestige ist auch ein toller Film, den man für einen Filmeabend absolut empfehlen kann.Es gab für mich nur einige Ecken und Kanten wo ich mich etwas gestoßen habe. Kleinigkeiten bei der Handlung und Atmosphäre die mich nicht richtig überzeugen wollten. Ein wirklich guter, solider Film, aber kommt bei mir nicht ins obere Feld.

                                  Mich würde es aber auch nicht überraschen, wenn ich nach einer 2. Sichtung die Bewertung ändern würde. Bei den vielen Zeitsprüngen und der Komplexität ist es mit einmal schauen etwas wacklig. Ich freu mich auf die 2. Sichtung.

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                                    Rulzn 12.11.2015, 21:36 Geändert 15.11.2015, 23:39

                                    Nach meiner zweiten Sichtung muss ich meine Bewertung nach oben korrigieren. Ein Film gefüllt mit tollen Details, welche beim zweiten Mal regelrecht aufblühen.
                                    Sehr empfehlenswert, Nolan ist ein Meister seiner Kunst.

                                    SPOILER
                                    Der rote Faden des Sterbens durch Ertrinken hat mich fasziniert. Roberts Frau ertrinkt vor seinen Augen.. Sein Leid so groß, er möchte auf gleicher Weise sterben. Erst ohne Erfolg im Waschbecken, doch letztlich Show für Show auf gleicher Weise, wie seine große Liebe. Tragisch.

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                                    • 6 .5

                                      Meiner Meinung nach wird der Film stark überbewertet, da Christopher Nolan draufsteht und die Schauspieler gut sind.

                                      SPOILER:

                                      Sorry Leute, aber ich kann keinen Film ernst nehmen der meint am Ende des 19 Jahrhunderts mit Klonen anzukommen.
                                      Außerdem war der Zwilling von Anfang an viel zu offensichtlich dargestellt.
                                      Die Punkte gibt es hier für gute Schauspielerei und das Abschneiden des Fingers, um die Illusion aufrecht zu erhalten.

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                                      • 8 .5

                                        "Sehen sie auch genau zu"
                                        Christopher Nolans Magie-Thriller Prestige ist wie eins seiner Zauberstücke. Christian Bale und Hugh Jackman spielen zwei Zauberer, die erst zusammen arbeiten, sich dann aber konkurrieren und versuchen den anderen zu übertrumpfen. Sie leben ihre Arbeit, die Zauberei, aber sie wollen der beste sein, zumindest besser als der Andere. Es ist ein wunderbarer Film über Ehrgeiz darüber was ein Mensch fähig ist zu tun, um seine Ziele zu verwirklichen. Man will sich selbst ganz oben sehen, an der Spitze des Berges. Oder will man eigentlich nicht die Zuschauer sehen, wie diese sehen, wie man ganz oben schwebt, über der Spitze des Berges, während man ganz oben steht, auf der Spitze des Berges? Jeder Zaubertrick besteht aus drei Phasen: 1. Objekt wird vorgestellt, 2. es geschieht der Effekt und als letztes das Prestigio, das Finale, das verblüfft und den Zauber vollendet. Wir wollen getäuscht werden. Wir wollen nicht genau zusehen, obwohl wir uns vielleicht daran den Kopf zerbrechen. Prestige - Meister der Magie ist sehr ähnlich aufgebaut. Zu Anfang wird uns etwas vorgeführt, gezeigt, eine Situation wird geschildert, die uns seltsam vorkommt und unser Interesse weckt. Dann kommt der Effekt, was im Film natürlich eher eine Geschichte ist, die einiges komplizierter macht und einiges aufdeckt (man könnte auch sagen, dass die ganze Vorgeschichte zum 1. Akt gehört und der 2. Akt sich abseits vom für uns sichtbaren abspielt). Sie steigert sich bis zum Finale, zum Prestigio, in welchem der Zuschauer aufgeklärt wird. Der Zauberer will dieses Finale, er will den Zuschauer täuschen. Doch ist das Finale, das Ende, alles? (Ist es überhaupt das Ende, oder nur Anfang eines neuen Tricks?) Der Effekt dauert viel länger. Man opfert viel im 2. Akt um am Ende da zu sein, wo man sein wollte, an der Spitze des Berges. Wenn man oben steht, und die Menge dir zujubelt, ist das Gefühl einzigartig. Ist dann alles egal, was man im zweiten Akt verloren hat? Es hat ein Risiko, wenn man auf den Berg will, wenn man immer den nächsten Gipfel erklimmen will. Denn wenn man abstürzt, landet man tiefer als man in der ersten Phase war, als da wo man begonnen hat. Desto höher der Berg, umso steiler wird der Weg und umso leichter stürzt man ab. Ohne Risiko hat es keinen Sinn. Doch wie wertvoll ist einem das Finale, dass man solch ein hohes Risiko eingeht. Man kann es schaffen, man will es schaffen, aber ob man es schafft, bleibt eine Sache für sich. Der Ehrgeiz treibt dich.
                                        Prestige ist stark besetzt: Caine, Jackman und vor allem Bale sind super. Der Film fesselt einen und lässt einen auch nicht mehr los, dank seiner atmosphärischen Magie. Nolan zeigt wie nahe der Mindfuck-Film an der Zauberei liegt. Das Drehbuch ist natürlich komplex wie fantastisch. Man muss aufpassen, dass man genug Hinweise gibt, damit das Prestigio nicht unplausibel ist, darf aber auch nicht zu viel verraten, da sonst der Aha-Effekt fehlt. Die Auflösung muss bombastisch sein. Aber alles davor war auch überragend, Prestige wird nicht langweilig, auch während der ersten beiden Phasen. Mir persönlich gab es etwas zu viele Hinweise. Nicht dass ich das Ende nicht toll fände, aber ich wusste schon was passieren würde, bzw. hatte genau das bereits vorausgeahnt. Das ändert aber nichts daran, dass die Story super ist und ist Kritik auf höchstem Niveau. Denn Prestige ist ein überragender Film.

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                                        • 8 .5

                                          Wäre Film Magie, so wäre Prestige hier der Höhepunkt jeder Nummer. Der Film verbindet Anspruch, Spannung und geniale Schauspielerische Leistungen auf nahezu vollkommene Weise mit einander. Hat man den Film gesehen lässt er einen nicht mehr los und auch nach dem 3. oder 4. Ansehen lässt er einen immer noch staunen. Besonders beeindruckt hat mich, dass obwohl ich beim ersten Mal ansehen den Film nicht komplett verstanden habe, ich trotzdem überwältigt war (und ich war damals 13). Für mich ist dieser Film ein absolutes Meisterwerk, dass von nur sehr wenigen Filmen übertroffen wird. Und jedem der sich einen spannenden, anspruchsvollen und vor allem guten Film ansehen will kann ich diesen hier nur empfehlen.

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                                          • 10

                                            "Der Mann hat mir mein Leben gestohlen. Jetzt stehle ich seinen Trick."
                                            Dieser Film hat alle meine Erwartung übertroffen und ist der beste Magierfilm aller Zeiten !

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                                            • 8

                                              Spannender und recht anspruchsvoller Film mit tollen Darstellern und super Kulissen

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                                              • 10
                                                Martyman 17.07.2015, 00:52 Geändert 17.07.2015, 00:53

                                                Zaubertricks können verblüffen - oder unfreiwillig komisch wirken.
                                                Filme ebenfalls.
                                                Niemals jedoch, so ist es bislang, kann letzteres einem Christopher Nolan passieren. Das hat er mit jedem seiner Filme bewiesen und auch "Prestige" ist pure Epik.
                                                Meisterhafte Schauspielleistungen, gewohnt exzellente Handwerkskunst - und der Name "Nolan" hat schon immer gehalten, was er verspricht: filmische Ekstase.
                                                So reiht sich "Prestige" in die Reihe der Meisterwerke des britischen Wunderkindes ein und überzeugt auf ganzer Linie! Ein Film, der verwirrt, fesselt, überrascht und mit dem nolanschen Mindfuck einfach den Kopf schütteln lässt - die nächste Sichtung wird nicht lange auf sich warten lassen!
                                                Nicht täuschen lassen, sondern abtauchen in die reizvolle Welt der Illusion und eine wahrhaftige Filmperle genießen!

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                                                  Flowrider 09.07.2015, 11:16 Geändert 09.07.2015, 18:33

                                                  "Are you just watching closely?"

                                                  Boah, mal wieder so ein Film, bei dem es irgendwie ziemlich schwierig war, eine passende Bewertung zu finden. Erste Sichtung: Irgendwie viel zu verwirrend erzählt, um Spannung oder Atmosphäre aufkommen zu lassen, gegen Ende hat mich einfach die Lust an diesem Film verlassen. Später dann gesehen, dass "Prestige" aus unerfindlichen Gründen von allen Leuten hoch gelobt wird, und ich dachte mir, ich müsse irgendwas in dem Film übersehen haben...
                                                  Also folgte Wochen später eine zweite Sichtung. Und ich muss immerhin sagen, wenn man nun einige neue Details entdeckt und dadurch Teile der Handlung besser zu verstehen vermag, dann wird der Film auch interessanter. Mit dem finalen Twist des Films (und auch mit dem Trick, mit dem Angier letztendlich seine Vorführungen durchzieht) kann ich mich nicht so recht anfreunden. Das war mir irgendwie zu simpel, zu vorausahnbar, gleichzeitig zu realitätsfern, und trotz der Komplexität fehlte die nötige Tiefe der Thematik. Hier offenbart sich dann die vermutlich größte Schwäche von Nolans filmischen Werken: Sie wirken auf den ersten Blick klüger und komlexer, als sie es letztendlich sind (vgl. Inception).
                                                  Nichtsdestotzrotz muss man eingestehen, dass "Prestige" ganz nach Nolans Art stets niveauvoll ist und man nichts falsch macht, wenn man sich diesen Streifen einmal zu Gemüte führt. Nahrung für den Kopf ist es allemal. Das ganz große Lob, mit dem viele Leute bei diesem Film nicht geizen, kann ich jedoch nicht teilen.

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                                                  • 8 .5
                                                    smartbo 29.06.2015, 12:57 Geändert 30.06.2015, 13:10

                                                    Atmosphärisch sehr gut gemacht. Spannung und gute Dramaturgie sind da. Mit einer originellen Story. Christian Bale spielt sehrt gut. Michael Caine ist schlecht und nervt.

                                                    Insgesamt: da gibt es nichts zu meckern, absolut sehenswert.