Prestige - Die Meister der Magie - Kritik

GB/US 2006 Laufzeit 130 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 04.01.2007

  • 10

    Großartig. Wirklich Großartig! Nolan zeigt hier ganz großes Kino mit durch die Bank überragenden Darstellerleistungen. Spannend und mysteriös, gleich selbst einer Zauberaufführung, läuft der Film vor dem Auge des Betrachters ab und zieht ihn in seinen Bann. Der Film selbst ist der große Zaubertrick und wir als Zuschauer können nur mit offenem Mund staunen und rätseln was hier wohl wirklich zelebriert wird. Am Ende hat man das Gefühl, etwas Einzigartiges, ja vielleicht sogar etwas sehr Seltsames erlebt zu haben. Danke für diesen Film Mr.Nolan!

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    • 9

      Prestige ist unglaublich kreativ und spannend. Er ist zwar einer der unbekannteren Filme von Christopher Nolan, doch trotzdem einer der Besten. Die schauspielerischen Leistungen von Christian Bale und Hugh Jackman sind unfassbar. Noch dazu kommen die atemberaubenden Szenenbilder und Schauplätze, die bei der Oscarverleihung 2007 den Preis hätten gewinnen sollen.Er ist vielleicht nicht einer meiner absoluten Lieblingsfilme, doch bekommt trotzdem die großartige, obenstehende Wertung.

      • 9 .5
        ju.ku.750 02.04.2015, 22:36 Geändert 03.04.2015, 15:00

        "Das Geheimnis beeindruckt niemanden. Der Trick, für den du es benutzt, der ist alles."

        Mich hat vor allem die Leistung von Christian Bale beeindruckt.
        Spoiler:
        Seine Besessenheit für den perfekten Zaubertrick, für den er sogar bereit ist, sein Leben zu opfern, diese vollkommene Hingabe spielt er so authentsich, dass ich es ihm voll und ganz abkaufe.
        Spoiler-Ende.
        Vielleicht liegt es auch daran, dass er sich mit dieser Rolle besonders gut identifizieren konnte, weil er eine ähnliche Hingabe für die Schauspielerei an den Tag legt wie seine Figur für die Magie, wenn man bedenkt, was er für seine Rollen alles in Kauf nimmt, wie z.B. die heftigen Gewichtsabnahmen in "Der Maschinist" oder "The Fighter" oder umgekehrt die Gewichtzunahme für "American Hustle".
        Es gibt wohl kaum einen Schauspieler, der sich so intensiv auf eine Rolle vorbereitet, wie Christian Bale.

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        • 9

          Einer der besten Filme von Christopher Nolan. Ich wundere mich immer wieder, was ich 2006 gemacht hab, dass ich ihn nicht im Kino mitbekommen habe? Erst bei einer Free-TV Ausstrahlung wurde ich darauf aufmerksam.

          Der Film zeigt sehr gut die Thematik der Zauberei, was dahinter steckt und wozu Leute fähig sein können. Am Ende gibt es die Auflösung, aber stattdessen der Film, ähnlich wie ein Zaubertrick, nach der Auflösung langweilig wird, will man ihn gleich nochmal sehen.

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          • 9

            Film Nr.333, und was für einer! Permanente Spitzenunterhaltung vom feinsten. Nolan enttäuscht genau so wenig wie der hochkarätige Cast. Ich bin mir sicher dass The Prestige auch nach wiederholtem Schauen nicht weniger unterhaltsam wird.

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            • 9

              sehr spannender Magierfilm mit einigen sehr intressanten Wendungen, Christopfer Nolan lässt einem nie im Stich
              auch nach 2-3x schauen immer noch sehr sehendwert!

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              • 9

                Da ich zurzeit Christopher Nolans Gesamtwerk kommentiere und ich mich zu den Filmen der "Dark Knight"-Trilogie bereits unabhängig voneinander geäußert habe, mache ich nun mit "Prestige" weiter. Während "Interstellar" den meiner Meinung nach besten Nolan-Film darstellt und "The Dark Knight Rises" mein persönlicher Liebling unter seinen Werken, sowie der erste, den ich von ihm gesehen habe, ist, handelt es sich bei "Prestige" für mich um DEN typischsten Nolan, der eigentlich so ziemlich alles verinnerlicht, was diesen Regisseur ausmacht. Denn nach "Doodlebug", "Following", "Memento" und "Insomnia", den ersten Vorboten auf für ihn typische Inhalte, hat er sich hier infolge von "Batman Begins", in dem er gekonnt zwischen tiefgründigem Thriller und actionhaltigem Blockbuster herumpendelt, auf einen endgültigen Stil festgelegt. Er übernimmt nun die in "Batman Begins" perfektionierte Optik und verlässt sich weiterhin auf das nun auf ihn abgestimmte Schauspielerensemble Michael Caine und Christian Bale, das einfach perfekt funktioniert. Kombiniert mit der Erzählweise früherer Werke und den damit verknüpften Thematiken erhält man somit ein absolutes Musterexemplar für einen Nolan-Film.

                Lange bevor ich etwas von Nolan wusste, habe ich auf einem Kinoplakat, ohne zu wissen, um welchen Film es sich handelt, die Worte "Freunde, die zu Rivalen werden. Rivalen, die zu Feinden werden." gelesen und sie haben eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt. Als ich "Prestige" Jahre später wieder gesehen habe, musste ich sofort daran denken, wie gut diese Phrase zu ihm passen würde, und stellte überrascht fest, dass sie tatsächlich vom Plakat genau dieses Films stammte. Auch das englische Original "A friendship that became rivalry. A rivalry that turned deadly." stellt diesen Umstand treffend dar, infolge dessen Nolan hier wie in "Memento" Charaktere zeigt, die sich erst freundschaftlich zueinander verhalten, aber sich schließlich gegeneinander stellen, oft infolge von Unwahrheiten und teils mit tödlichen Konsequenzen. Auch die bei Nolan oft eine Rolle spielende Obsession in Bezug auf Rache wird aufgegriffen und wie immer kommt auch hier niemand auf diesem Weg vollständig ans Ziel, Vergeltung kann einen nie zufriedenstellen. Die Beziehung zwischen den Protagonisten weist dabei eine Parallele zu der damals aktuellen Rivalität zwischen Tesla und Edison auf, die im Film ebenfalls thematisiert wird.

                Auch in anderen Aspekten beziehen sich Charakterdarstellung und Begebenheiten dieses Films auf die Realität, zahlreiche tatsächlich existierende Zauberkünstler und Zaubertricks dienten als Vorbild für die in "Prestige" überaus glaubhafte Übermittlung der Magier-Szene. Mit Ricky Jay war in einer Nebenrolle sogar ein echter Trickzauberer am Film beteiligt, der die Schauspieler in Bezug auf Fingerfertigkeit unterstützte. Auf gewisse Weise ist "Prestige", wie es der Kritiker Peter Travers treffend beschrieb, außerdem selbst wie ein Zaubertrick konzipiert, der sich ständiger Täuschung des Zusehers bedient und so den Effekt erzielt, dass man ihn gleich nach der Beendung ein zweites Mal sehen will, um dann die Funktionsweise nachvollziehen zu können. Diese Täuschung erfolgt dabei nicht nur durch zahlreiche Plot-Twists und ausgefeilte, komplexe Pläne der Protagonisten, sondern einen wie in "Memento" unchronologischen und wie in "Inception" verschachtelten Handlungsaufbau.

                Ansatzweise wird so sogar wiedergespiegelt, was das Kino ursprünglich darstellte, und zwar ausgefeilte Magie im Sinne von Pionier Georges Méliès, der ja selbst Zauberkünstler war. Damit diese Magie funktioniert, muss, wie beim Trickzauber, natürlich auch handwerklich alles stimmen, was bei "Prestige" der Fall ist. (SPOILER!) Die Kameraeinstellungen erzielen einen für jede Szene passenden Effekt und eignen sich auch zum Übermitteln schöner Landschaftsbilder, dazu sind die Schnitte so gewählt, dass die Szenen symbolisch miteinander interagieren, so steht zum Beispiel der Verschwinde-Trick mit dem Vogel, bei dem einer immer das Leben lassen muss, gleichzeitig für den abschließenden Plan Bordens, bei dem eine seiner "Hälften" sich opfert, sowie für den am Ende perfektionierten Teleportations-Trick Angiers, bei dem er seine zahlreichen Kopien umbringen muss. Der eigentlich als Drama und Thriller konzipierte Film bietet hier sogar ScienceFiction-Elemente, bezüglich derer auch die Frage gestellt wird, wie weit Fortschritt gehen darf.

                Mit "Prestige" hat Nolan bei mir selbst ein gewisses Prestige erreicht, einen Status, den ich ihm zuspreche, und der ihn für mich zu einer wahren Regie-Größe und zu meinem persönlichen Liebling macht, auch wenn ich objektiv wohl Kubrick den Posten des besten Regisseurs zusprechen würde. Sogar aus Hugh Jackman, den ich sonst nicht so gerne mag, holt er eine Performance heraus, die ich einfach genial finde, ganz zu schweigen natürlich vom restlichen Cast. Das einzige, was diesen Film noch ein kleines bisschen hinter Nolans zwei besten Werken zurückbleiben lässt, ist meiner Meinung nach wie bei "Insomnia" der etwas unspektakulärere Soundtrack, ansonsten ist dieser Film für mich aber reine Perfektion.

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                • 8 .5

                  Sonntag abend, ein dunkles Zimmer, etwas rauch steht im Zimmer, die Fenster fest verschlossen und der Vorhänge gezogen. Lucas sitzt auf seiner Couch und erwartet nun den Vorhang der Leinwand sich zu öffnen oder sollte ich sagen der Bühne? , denn das, was sich vor meinen Augen abspielt ist ein Spektakel, wie ich es mir nie hätte vorzustellen gewagt. 2 Magier spielen mit Trick, Lug, Betrug, Fälschung und List und vernebeln meine Sinne. Ich zittere, rate mit, versuche ihnen auf die Schliche zu kommen aber es soll mir nicht gelingen, den Meistern der Magie ihr Prestige zu entlocken, denn sie sind gut daran, ihr Geheimnis für sich zu behalten und so finde ich mich verzaubert von Magie und Schauspiel nach einer eindrucksvollen 2 stündigen Show voller Trubel, Hochs und Tiefs und Status Quo auf meiner Couch, mich erwischend, wie ich Beifall klatschend dem fallendem Vorhang ein "Zugabe" hinterherrufe wieder.
                  Toller Film!

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                  • 10

                    Hoch waren meine Erwartungen, gesprengt wurden diese als ich den Film gesehen habe. Es ist einfach nur der blanke Wahnsinn, wie es Nolan jedes Mal aufs Neue schafft, den Zuschauer mit beeindruckenden Bildern und einer mitreißenden Story zu faszinieren und verzaubern (im wahrsten Sinne des Wortes ^^). Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll... Mit Christian Bale, Hugh Jackman, Michael Caine und und und hatte ich das Gefühl man hat ganz Hollywood auf die Leinwand geholt. Alle spielen überragend großartig. Auch wenn für mich Bale von allen anderen sogar noch herausgeragt hat, aber das liegt wohl eher daran, dass ich ein riesen Fan bin.
                    Wie oben schon beschrieben, ist die Story bis ins kleinste Detail überragend und kann mit einigen unvorhersehbaren Twists bis zum Anlaufen der Credits durchweg überzeugen. Und wenn es mal keine geballte Zauberkunst zu sehen gibt, verziert ein toller Score die emotionalen Passagen.

                    Ihr merkt schon, ich habe nichts zu meckern und kann immer noch nicht ganz fassen was ich gestern Abend gesehen habe und ich bin sehr gespannt was uns Nolan nach dem ebenfalls grandiosen Interstellar in Zukunft bringen wird. Eins weiß ich jetzt schon, schlecht werden kann es nicht.

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                    • 10

                      Klasse Film ! Bleibt bis zum Ende hin spannend um dann mit der großen Überraschung zu punkten. TOP!!!

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                      • 9 .5

                        Grandios! Man kann den Fanatismus, die Leidenschaft und die Spannung die hier transportiert wird förmlich spüren.
                        Ich habe im Laufe des Films zwar recht schnell vermutet wie der Trick funktionieren könnte, aber trotzdem war die Darstellung atemberaubend. Über die Schauspieler und deren Leistung brauche ich gar nicht viel zu sagen. Sie zählen nicht umsonst alle zu meinen Lieblingen ;-)

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                        • 10

                          Mysteriös, spannend und auch bei wiederholten Anschauen immer noch faszinierend. Wenn ich die Wahl hätte, einen Film vollständig zu vergessen und noch einmal ohne Vorwissen schauen zu können, so würde ich deftinitiv ,,The Prestige" wählen.

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                          • 10
                            alex.malek.35 01.02.2015, 01:06 Geändert 01.02.2015, 01:24

                            das ist der einzige nolan der wirklich perfekt war, wahres kunstwerk

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                              LilQ 30.01.2015, 20:38 Geändert 01.02.2015, 10:35

                              Als ich klein war, gab es bei mir in der Nachbarschaft eine alte, sehr reiche, gebrechliche Frau. Sie konnte kaum ohne Hilfe laufen oder sich selbst versorgen. Stets war sie auf ihre Familie angewiesen, die sie rund um die Uhr pflegte und aufwendig umsorgte.
                              Nie musste sie was schleppen, nie musste sie einkaufen, nicht einmal kochen oder ihre Briefe selber öffnen. Vierundzwanzig Stunden am Tag waren ihre Kinder und ihre Enkel um sie herum und trugen sie auf Händen.
                              „Mutter hier, Mutter da“ riefen sie „setzt dich Großmutter, übernimm dich nicht Großmutter“ hieß es immer. „Bist du zufrieden Schwiegermama? Kann ich dir helfen, liebe Tante?“
                              Tag ein Tag aus schwirrten sie um sie herum wie Fliegen. Meine Mutter meinte, jedes mal, wenn wir an ihrem, nie von Angehörigen verlassenen, Haus vorbei gingen, dass die Alte wahrscheinlich Gold scheißen muss, weil sich ihre Verwandtschaft so buckelig um sie herum bewegt.
                              Mir tat sie so leid, weil sie ja so gebrechlich und alt war, doch Mum hatte nur ein verächtliches schnauben für sie übrig. Sie meinte, wenn die endlich ihr Vermögen teilen würde, hätte sie mehr Ruhe, die geizige Schabracke.
                              Ich war schockiert über ihre Gefühlskälte.

                              Vor fünf oder sechs Jahren war ich wieder da. Sie wohnte immer noch in der selben Straße, im selben Haus. Ich dachte zuerst, als ich sie dabei beobachtete, so vergnügt am Unkraut jähen, dass das nur ihre Tochter sein kann und nicht die schwache Alte. Aber es war sie, vitaler und lebendiger als vor 15 Jahren.
                              Als ich meine Mutter fragte, was mit ihr passiert sei und ob sie in ein Jungbrunnen gefallen ist, da lachte sie laut über mich und über die Frage:
                              Die Alte spielte eine Maskerade, weil sie sich in der Rolle der umsorgten Oma gefiel. Als ihre Kinder sie aber, auf Grund der Altersschwäche in ein Heim stecken und die Vollmacht über das Vermögen erlangen wollten, dann legte sie die Rolle ab und enterbte die, die das initiierten.
                              Sie hat sich die ganze Zeit gefragt, warum sich eine senile Alte, bei all dem Gebrechen, jeden Tag ihren ganzen Schmuck anlegte und es provokant in der Nachbarschaft spazieren trug.
                              Sie hat nie den Namen meiner Mutter, meiner Tante und meines Großvater vergessen, auch wenn sie sich lediglich über den Zaun sahen und kaum miteinander sprachen, doch wenn sie was von ihren Enkeln wollte, musste sie lange darüber sinnieren und erriet am Ende nie den richtigen Namen.
                              Die simpelste Show und wie gern habe ich mich täuschen lassen.
                              Tja.

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                              • 9

                                Grandioser Film mit Top Besetzung. Den Film musste ich mir dreimal anschauen um jedes Puzzleteil zusammensetzen zu können. Christopher Nolan hat hier einen extrem intelligenten Thriller geschaffen, der meine Synapsen zum brennen gebracht hat. Klasse!

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                                • 8

                                  Bei der Regie und Besetzung kaum anders zu erwarten ... ein wirklich klasse Film. Ist zwar schon eine Weile her, doch das ist einer der wenigen Filme, der mir im Kopf einfach hängen geblieben ist. Kann ich nur empfehlen!

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                                    angelo.cirillo.5 02.01.2015, 22:56 Geändert 02.01.2015, 22:57

                                    Wie nicht anders zu erwarten war, ein weiterer genialer Film von Christopher Nolan. Wer Filme mit Anspruch und einer guten Story sehen möchte, wird hier definitiv fündig. Ein Klasse Film.

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                                    • 8

                                      Also ich muss schon sagen, mein lieber Scholli. Echt nicht schlecht. Und das sage ich :-D da hat sich jemand aber mal Gedanken gemacht bevor er was angepackt hat. Christian Bale und Huge Jackman als Zauberer/Magier in Action verpackt in einer etwas ungewöhnlichen aber sehr interessanten Story. Ein souveräner Michael Caine und unsere Scarlett runden das ganze noch ab. Christophr Nolan zeigt hier schon, dass er es liebt Filme verschachtelt und häppchenweise an den Zuschauer weiterzugeben, ehe er zum Finalen Zug ausholt. Guter Film, angucken!

                                      • 10

                                        Er ist einfach einer meiner absoluten Lieblinge. Einfach eine toll erzählte Geschichte, spannend bis zum Schluss und absolut magisch.

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                                        • 9 .5

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                                          • 9 .5

                                            Die Art wie Christopher Nolan seine Geschichten erzählt, polarisiert.
                                            Mich fasziniert die Arbeit dieses Mannes extrem. Auch "Prestige-Die Meister der Magie" ist große Klasse und ich habe mir den schon mehrmals angesehen.

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                                            • 7

                                              Christopher Nolan versucht sich an Magie und Illusionen. Leider hat er es nicht geschafft mich komplett zu verzaubern. Im Kern der Geschichte geht es um zwei rivalisierende Zauberkünstler, deren Streit und Wettkampf im Laufe der Story immer mehr eskaliert. Darstellerisch ist der Film perfekt besetzt. Sei es Hugh Jackman, Christian Bale oder Scarlett Johansson...alle spielen ihre Rollen ausgezeichnet. Auch Nolans Dauergast Michael Caine gefällt mir mal wieder sehr gut. Auch inszenatorisch macht Nolan hier alles richtig, also woran liegt es, dass der Film mich nicht ganz so begeistert wie viele andere hier? Zum einen an der Charakterzeichnung, die beide Hauptcharaktere stur auf ihre Rivalität beschränkt. Man erfährt so gut wie nichts über sie, außer ihren tiefsten Wunsch den Konkurrenten auszustechen. Zum anderen liegt es an der Story, die mir zu konstruiert wirkt. Beim schauen sehe ich Nolan vor mir, wie er die Handlung auf einem Notizblock entwirft. Hauptsächlich ist es diesen beiden Punkten geschuldet, dass ich nicht komplett in den Film eintauchen konnte.
                                              Trotzdem bleibt "Prestige" ein sehr guter Film, weil er es schafft die menschliche Thematik der Rivalität in eine Welt der Illusionen zu verlagern und den Zuschauer immer wieder vor die Frage stellt, ob es das denn wirklich wert war.

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                                              • 10
                                                sachsenkrieger 02.12.2014, 23:03 Geändert 03.12.2014, 08:49

                                                Simsalabim ... eine Spoilerwarnung!

                                                Dieser Film ist für mich Magie in ihrer reinsten Form. Christopher Nolan schuf mit PRESTIGE auf einem Rahmen aus Magie, ein ebenfalls nur als magisch zu bezeichnendes Meisterwerk, an dem auch er selbst sich zu messen hat. Er täuscht den Zuschauer, verzaubert ihn, führt ihn an der Nase herum, gaukelt ihm vor und fesselt ihn 130 Minuten mit unsichtbaren Ketten an den Sessel. Dazu kommen zahlreiche Parallelen und Anspielungen, von denen viele erst nach eingehender Filmrecherche zu Tage treten, manche werden vielleicht immer sein Geheimnis bleiben.

                                                Zentrales Element der Handlung ist der immer mehr eskalierende Streit zweier ehemals befreundeter Jungmagier, die sich immer skrupelloser bekriegen, um sich selbst in den Olymp der Zauberkunst zu befördern. In diesem Zwist zwischen Angier/Borden und in dem ebenfalls eingebetteten Streit zwischen Tesla/Edison finden wir ein in den Jahrtausenden immer wiederkehrendes Muster menschlichen Handelns. Aber Nolans Aussagekraft reicht weiter, denn eigentlich streben wir doch alle nach Anerkennung, nach Prestige ... warum sonst sollten wir uns hier bei mp herumtreiben, Clubs gründen, Freunde finden, loven und haten...?

                                                Nolan treibt seine Spielchen mit unserer Wahrnehmung mit meisterlicher Präzision. Immer wieder wechselt die dreifach gestaffelte Zeitebene, um dem Zuschauer ein Bröckchen aufschnappen zu lassen. Im Verlauf etlicher Szenen muss man sich zurechtfinden, das Thema erfassen. Wenn einem das gelungen ist, kommt der Effekt und man befindet sich wieder in der Illusion, die einem vorgaukelt, wieder ein bißchen mehr zu wissen, endlich dem Trick hinter alledem näher zu kommen. Aber nicht nur in der Zauberkunst macht man sich die Eigenschaft des Menschen zunutze, die Wahrheit eigentlich gar nicht sehen zu wollen bzw. sich allzu gerne und leicht auf eine falsche Fährte locken zu lassen. Abracadabra!

                                                Nolan läßt parallel zu Angier/Borden zwei weitere "Magier" ihrer Zeit auf geniale Weise in die Handlung einfließen, die ebenso wie die beiden, obsessiv ihre Ziele verfolgten und sich zeitweilig bekriegten. Wobei der Vergleich etwas hinkt, denn die Aggressionen gingen damals hauptsächlich von Edison aus, der nicht der Erfinder der Glühbirne, aber quasi der des elektrischen Stuhls ist. Auch in dieser Geschichte ist die Wahrheit durch geschickte Zauberei des heute bekannteren Edison verdreht und vernebelt worden. Dies interessierte damals aber niemanden, denn mit der zunehmenden Elektrifizierung wurde die Menschheit in ein neues Zeitalter katapultiert, dessen Ende heute noch lange nicht absehbar ist.

                                                Man kann sich den Film noch so oft ansehen, alle Tricks Nolans wird man wohl nicht ergründen können. Für mich ist PRESTIGE sein vielseitigster, vielleicht sogar bester Film, der die Story zweier Magier ausweitet auf viele andere Bereiche des menschlichen "Kulturgeschichte", deren große Persönlichkeiten wohl auch immer ein wenig Grenzgänger zwischen Genie und Wahnsinn waren. Ein phantastischer Zaubertrick, den man sich ruhig oft vorführen lassen sollte. Allerdings ist PRESTIGE für mich ein Lieblingsfilm des Verstandes, denn der Magier Nolan kann fast alles, nur eines kann er (noch) nicht: Herzen bewegen!

                                                ... und die Moral von der Geschicht: Für deine Träume liebe ... lebe ... kämpfe ... aber töte nicht!

                                                P.S.: Am Ende wurde ich dann noch einmal überrascht. Als ich Nicola Tesla das erste Mal sah, kam mir etwas komisch vor und ich dachte, das könnte doch David Bowie sein. Da ich aber viel zu konzentriert der Handlung zu folgen versuchte, verwarf ich den Gedanken wieder, um im Abspann dann wirklich seinen Namen zu entdecken. Die wirklich sensationelle Maske Bowies war für mich der letzte Zaubertrick Nolans mit meiner persönlichen Wahrnehmung, zumindest in diesem Film.

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                                                • 8 .5

                                                  Prestige ist ein Duell zweier getriebener Besessener, die in Ihrem Streben nach der Nummer 1 eine Schlacht schlagen, die man so selten gesehen hat. Die Untiefen einer menschlichen Seele kommen da zum Vorschein, wenn Bale gegen Jackman zaubert. Nolan schafft es den Zuschauer hin und her zu reissen, wem gehören denn nun meine Sympathien? Beiden? Keinem? Einem? Wer ist gut? Wer ist böse? Wer ist hinterlistiger? Wer ist durchtriebener? Wer geht am weitesten? Hier wird falscher Zauber aufgedeckt und durch noch falscheren Zauber ersetzt. Keiner sagt die Wahrheit, alle sagen die Wahrheit. Ich war gefesselt und mir sicher wie der Film endet, weit gefehlt: Ich hatte zwar eine Ahnung, aber sowas hatte ich nicht erwartet. Die Besetzung ist ein Traum, die Filmmusik passt und trotz seiner Länge ist der Film nie langweilig.

                                                  10
                                                  • 9

                                                    Ist immer wieder erstaunlich was Nolan aus solch einer Idee alles rausholen kann. Der Typ ist ein Phänomen ! Habe diesen Film schon mehrmals gesehen und finde die Story von Anfang bis zum Ende hin durchweg spannend. Solche Filme beidrucken mich immer wieder :)

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