Prestige - Die Meister der Magie - Kritik

GB/US 2006 Laufzeit 130 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 04.01.2007

Kommentare zu Prestige - Die Meister der Magie

  • 10
    Heisenberg1995 31.10.2014, 00:57

    Genialer Film der keinen deut langweilig ist und mit einem Twist daherkommt den man so auf keinster weiße erwartet hat. Spannend, verzwickt und außergewöhnlich gut gespielt.
    Kann Nolan überhaupt schlechte Filme? Ich denke nein und das ist auch gut sehen! Prestige ist auf alle Fälle einer seiner Besten. Alleine diese umwerfende Besetzung mit Christian Bale, Hugh Jackman, Scarlett Johansson und Michael Caine ist es Wert diesen Film in alle höhen zu loben. Die Leistung von Bale ist hervorragend und Michael Caine hat einfach immer diese Authentizität und Ausstrahlung und verkörpert in vielen seiner Filme den alten weisen Mann der schon viel erlebt und durchgemacht hat.Scarlett Johansson sexappeal ist dabei das I-Tüpfelchen. Die Location und die Handlung zog mich direkt in ihren Bann. Magie ist schon immer ein interessantes Mysterium gewesen. Die daraus entstehenden Verwirrungen und Täuschungen des Publikums führt uns Prestige selbst vor. Der Film ist einfach Magie auf höchstem Niveau. Prestige ist eine Zaubershow für Mindfuck Liebhaber, für Filmfans die auf präzise und gut geführte Dialoge, tolle Locations und hervorragende Schauspielkunst wert legen.
    Prestige ist einfach absolute Spitzenklasse!!!

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    • 9
      moep0r 28.10.2014, 13:44

      Immer wieder grossartig. Auch bei Mehrfachsichtung weiss der Film noch absolut zu ueberzeugen. Nolan, Bale, Jackman, Caine und Johansson sind durchaus Personen, die diesen Film tragen koennen.

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      • 9
        Florian Albrecht 25.10.2014, 01:17

        einfach grandios

        trotz Müdigkeit hat mich der Film so gefesselt, dass ich bin den Schlaf verdrängt und gebannt davorgesessen hab.

        • 9 .5
          Erlkoenig 29.09.2014, 00:39

          Sehr gelungener Film - wie fast alle Werke von Nolan. Die Starbesetzung war erstklassig ausgewählt, die Story ist brilliant und kommt mit einem unerwarteten Ende daher. Auch ist für mich die dargestellte Zeitepoche angenehm und macht das Bild stimmig. Sehr guter Film, den ich mir gerne auch mehrfach ansehen kann.

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          • 10
            Radagast07 21.09.2014, 11:34

            Ich habe den Film schon mehrmals gesehen und vor wenigen Tagen nach langer Zeit erneut geschaut. Jetzt vergebe ich 10 Punkte. Ich brauchte das wiederholte Anschauen, um immer mehr Details und Einzelheiten zu entdecken und zu verstehen.
            Die Wendungen sind alle überzeugend und nachvollziehbar, dabei keineswegs haarsträubend. Die Dialoge passen und haben bisweilen philosophische Dimension (wenn Tesla über die Obsession des Menschen sinniert und zu verblüffend korrekten Erkenntnissen gelangt). Der Erzählstrang (die Rivalität zweier Bühnenzauberer um die vorletzte Jahrhundertwende) ist relativ unbesetzt und steigert sich dank Nolan kontinuierlich.
            Außerdem empfand ich die schauspielerische Leistung von Bale, Jackman, Johansson und Caine sowieso sehr überzeugend. Vor allem war die Leistung von Scarlett Johansson richtig klasse, als sie als Assistentin vom einen Magier zum anderen wechselte und es ihr sehr überzeugend gelang, ihr Vorgehen in Sprache und Mimik zum Ausdruck zu bringen.
            Auch wenn nicht jeder Nolan, das Genre oder die Hauptdarsteller mag, ist "Prestige" ein Film, den man gesehen haben muss (finde ich!).

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            • 9 .5
              Desmond42 18.09.2014, 07:20

              Christopher Nolan hat mit diesem Film wie gewohnt ein Meisterwerk geschaffen, dass auf sinnvolle Weise Trickzauberer mit Science Fiction vereint und auf jeden Fall mit ein paar überraschenden Wendungen aufwartet. Dabei ist auch die witzige Parallele der Rivalität der Protagonisten zu der von Edison und Tesla (der im Film auch vorkommt) anzumerken. Nur die Musik war leider nicht so hervorstechend...

              • 8 .5
                Kunstmut 11.08.2014, 04:36

                In einer anachronistischen Abfolge von märchenhaften Bildern duellieren sich zwei Magier kurz vor der Jahrhundertwende bis aufs Blut. Getrieben von einer traurig endenden Liebesgeschichte und dem Neid gegenüber des vermeintlichen Familienglückes des anderen, wird aus der bubenhaften Kameradschaft zweier Nachwuchskünstler ein erbitterter Wettstreit zwischen zwei erwachsenen Bühnenvirtuosen.

                Zum Tode verurteilt, arbeitet der eine Magier in seiner Gefängniszelle rückblickend das Tagebuch des anderen Magiers auf, den er heimtückisch ermordet haben soll. Der Blick in die Vergangenheit zeigt einen vom Leben hart gebeutelten Mann, der von krankhaftem Neid und diabolischer Missgunst angetrieben, nach Colorado Springs reist, um eine Audienz mit dem Genie Tesla zu erbitten. Dieser soll die Fähigkeit besitzen, echte Magie zu wirken und damit in der Lage sein, dass ultimative Zauberkunststück zu erschaffen.

                Wie in einem wilden Tanz springt die Geschichte umher und enthüllt Bühnentricks, subtile Dialoge und zweckmäßige Bekanntschaften. Immer verblüffender werden die Darbietungen der Magier vor ihrem unwissenden Publikum. Die Illusionen werden dabei stets spektakulärer und traumhafter.

                Schließlich gerät das Gefüge der Beziehungen unter den gezeigten Personen ins Rollen und nichts scheint so zu sein, wie es gezeigt wird. Schattenseiten, wie Alkoholabhängigkeit, Bereitschaft zur rohen Gewalt und missbrauchte Liebe tauchen hier und da aus den Untiefen des Filmes auf.

                Die größte Stärke des Filmes ist es, so zu wirken wie ein perfekt ausgeführter Zaubertrick. Mit einem Mordfall und dessen vermeintlicher Aufklärung lockt der Beginn, nur um den Zuschauer dann mit der noblen Atmosphäre des viktorianischen Zeitalters einzulullen. Auf einem nächtlichen Feld am Rand der Kleinstadt Colorado Springs präsentiert Teslas Gehilfe dann einen wissenschaftlichen Versuch, der in seiner simplen Vorführung für die größte Verblüffung sorgen dürfte – auch über den Film hinaus.

                In einem mystisch anmutenden Finale wird dann das raffinierte Prestigio preisgegeben, um den Zuschauer vollends zu begeistern. Für zwei Stunden entführt der Film in eine magische Welt jenseits des grauen Alltags und überrascht immer wieder mit stilvollem Aussehen, eloquenten Wortwechseln und nicht zuletzt mit dem liebevollen Zugeständnis an eine zauberhafte Kunst.

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                • 10
                  Clamio 05.08.2014, 16:26

                  Ein Meisterwerk !!

                  • 9 .5
                    JokerReviews 04.08.2014, 17:53

                    Weiter gehts, mit einem weiteren Christopher Nolan Film. Im Jahre 2006 kamen fast zeitgleich zwei Magier Filme auf den Markt, die sich ziemlich ähnlich waren. Der eine war The Illusionist mit Edward Norton, der andere The Prestige von Meister Regisseur Christopher Nolan. Auch wenn The Illusionist ein wirklich guter Film ist, hat er keine Chance gegen dieses unfassbare Meisterwerk mit Christian Bale und Hugh Jackman. Nolan macht hier das was er am besten kann : Hochkomplexes, tiefgründiges und vielschichtiges Entertainment-Kino, wo man als Zuschauer selbst auch gefordert wird und stets mitdenken sollte.

                    Es ist das große Duell zweier Magier. Nach einem schwerwiegenden Fehler, stirbt die Frau des Magiers Robert Angier mitten bei einem Zauberstück. Robert gibt seinem Freund und Kollegen Alfred Borden die Schuld, der ebenfalls eine Magiekünstler ist. Von da an gehen Beide getrennte Wege und werden erbitterte Rivalen. Beide versuchen sich mit ihren Tricks zu übertreffen und sie versauen sich auch gegenseitig hin und wieder ihre Auftritte. Bis Borden mit einem unfassbaren Trick auftritt, der die Leute begeistert und Angier an den Rand der Verzweiflung bringt. Wie weit wird er gehen um diesen Trick zu übertreffen? Aus erbitterten Rivalen sind längst Todfeinde geworden.

                    Ich habe den Film erst zum zweiten mal gesehen und das war absolut genial, denn erst beim zweiten mal gucken fällt einem auf, wie unfassbar gut der Film auf kleine Details achtet. Klar der unfassbare, völlig überraschende Schluss-Twist verliert dadurch seine Wirkung, aber beim zweiten mal schauen merkt man einfach wie unfassbar logisch und plausibel dieses Ende doch ist. Die Geschichte ist wie immer Nolen-Typisch komplex erzählt. Was bei Inception der Traum im Traum im Traum war, ist hier die Rückblende in der Rückblende. Der Film wechselt immer wieder in seinen Zeiten. In der Gegenwart liest Borden ein Tagebuch von Angier, der berichtet wie er u.a. ein Tagebuch von Borden liest. Also alles ziemlich vielschichtig, aber man behält eigentlich stets den Überblick und ist wie in Trance, während sich die beiden Künstler duellieren. Was ist Illusion? Was ist real? Und wer gewinnt das Duell?

                    Wir hatten Nicolas Cage vs John Travolta und Al Pacino vs Robert DeNiro. Zwei epische Schauspiel Duelle und hier kommt ein legendäres Duell hinzu. Was Hugh Jackman und Christian Bale hier abliefern ist einfach unfassbar. Beide komplett auf Augenhöhe und am Limit, obwohl Bale in anderen Filmen noch darüber hinaus ging. Es ist nicht nur ein Magier Duell, sondern auch ein Duell zweier Weltklasse Akteure, wo es schwer ist einen klaren Sieger zu ermitteln. Natürlich ist auch Michael Caine wieder dabei, wie in fast jedem Nolan Film. Auch Scarlett Johansson darf hier mal wieder mit ihrem einzigartigen Charme brillieren. Überrascht hat mich David Bowie als Nikola Tesla. Ich hätte ihm gar nicht so eine gute Performance zugetraut. Jedoch wirken alle Nebenakteure wie kleine Fische im Vergleich zu Bale und Jackman, die den anderen durch ihre unfassbar starke Präsenz überhaupt keine Chance lassen.

                    Fazit : Prestige ist eine weitere Meister-Perle von Christopher Nolan. Wenn die Magier auftreten, fühle ich mich selbst wie in einer richtigen Magier Show. Der Film hat unfassbar viele Details, auf die es zu achten gilt und man muss den Film unbedingt 2mal sehen, um alles von der komplexen Handlung zu verstehen. Ich verneige mich vor Bale, Jackman und Nolan!

                    9,5/10

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                    • 9 .5
                      Kamil90 28.07.2014, 14:53

                      Ein Film, der auch noch - oder sogar gerade - nach dem zweiten Anschauen ungemein beeindruckt.
                      So als würde man sich nach einer entsprechenden Erklärung und Einführung der "Prestigio" den Trick nochmals vorführen lassen und ihn dafür schätzen lernen, mit viel Spitzfindigkeit und Hingabe er zuvor fehlerfrei vom Magier durchgeführt wurde!

                      • 9
                        judith.vollmar 24.07.2014, 18:37

                        Ein großartiger Film mit tollem Cast. Kurze Anmerkung zur Story, ich weiß nicht ob es anderen genauso ging: Man denkt, man kommt vom Verständnis her gut mit. Doch gerade zum Ende hin realisiert man erst, dass eigentlich nichts verstanden wurde.

                        "Prestige" hat mich nach dem ersten Gucken ziemlich ratlos zurückgelassen. Aber ich denke, das steigert den Anreiz nur weiter, den Film erneut zu gucken. Zu versuchen ihn eher zu durchschauen. Sehr empfehlenswert.

                        • 9
                          DoctorWho 22.07.2014, 10:04

                          Bei diesem Film hat wirklich sehr viel gestimmt. Ein geniales Drehbuch, super Szenenbilder und Darsteller in Höchstform, vom genialen Christopher Nolan mal ganz abgesehen. Wie bei den Zaubertricks gilt es auch im Film, nichts ist wie es scheint und überall wird getrickst. Auch die Erzählweise des Films, ein Flashback in einem Flashback, ist nicht störend oder anstrengend, sondern wirkt einfach gut gemacht. Und das Ende ist eines der besten in einem Film überhaupt, auch wenn ein Teil ein bisschen zweckmäßig wirkt. Eine absolute Empfehlung und ein Muss für sämtliche Filmfans.

                          • 8 .5
                            dwaddy 30.06.2014, 11:48

                            Wow, Hut ab: ein grandioser Film: Story, Schauspieler, Settings ... alles passt. Das Duell zwischen Hugh Jackman und Christian Bale ist perfekt und kallhart inszeniert, die Story hat ein paar wirklich perfekt inszenierte Überraschungen parat, was will man mehr? Ein bisschen mehr Straffheit wäre manchmal wünschenswert gewesen, aber das ist schon Lästern auf wirklich hohem Niveau. Denn ansonsten finde ich hier wirklich kein Haar in der Suppe.

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                            • 8
                              MetalFan92 02.06.2014, 21:54

                              Gefiel mir recht gut. Beide sind in den Rollen hervorragend und der Twist war für mich auch unvorhersehbar.
                              Den Film hat was von Batman vs. Wolverine. ;)

                              • 8
                                RolyK 02.05.2014, 00:40

                                Es dauert eine ganze Weile, bis man sich in den doch ruhigen Stil des Filmes eingesehen hat. Zu Beginn sind die einzelnen Handlungsstränge und Zeitsprünge etwas verwirrend, aber nie so, dass man abschalten würde. Irgendwann fesselt einen dieser Film sehr - und das überraschende Ende lässt den Zuschauer mit einem fassungslosen Gefühl zurück. Ein wenig verstörend ist es wohl, aber genauso beeindruckend.

                                • 8
                                  simbosambo 27.04.2014, 13:03

                                  Eigentlich müsste man Nolan für jeden Film eine 10 geben! Meiner Meinung nach der beste Regisseur aller Zeiten mit den besten "Action"-Filmen die es gibt.
                                  Von Memento zu Batman bis zu Prestige oder Inception, alles ist perfekt.
                                  Trotzdem kann ich ihm nie eine 10 geben, da "Prestige" zu lang, "Inception" an der letzten Ebene zerbracht und bei den Batman-Filmen immer noch der letzte Funken fehlt! Trotzdem bin ich Nolan Fan und könnte fast allen eine 10 geben!

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                                  • 9
                                    MissRager 25.04.2014, 02:32

                                    ACHTUNG SPOILER!

                                    Mir hat der Film richtig richtig gut gefallen, vor Allem weil die Besetzung so gut war. Jackman und Bale beweisen mal wieder ihre großartigen schauspielerischen Fähigkeiten und halten den Zuschauer bis zum Ende in Atem. Jedoch habe ich eine Frage: Bin ich die Einzige, der aufgefallen ist, dass Fallon ebenfalls von Christian Bale besetzt war? Das hat leider etwas gestört, dass man die ganze Zeit wusste, das Bordon einen Zwilling hat. Hat mich dennoch nicht davon abgehalten, den Film und das Ende zu hinterfragen und verstehen zu wollen!

                                    • 7
                                      abendrot 22.04.2014, 17:04

                                      Nicht nur auf tricktechnischer, sondern auch auf menschlicher Ebene interessante Geschichte. Ein großer psychologischer Pluspunkt des Films liegt darin, dass der Zuschauer bald genauso verwirrt ist wie das Publikum der in der Geschichte gezeigten Illusionstheater - und somit Trugbilder und Realität nicht mehr auseinander halten kann. Selbst am Ende kann man sich noch einige Fragen stellen über das, was man für bare Münze genommen hat, denn die Story lädt regelrecht ein zur Theorienbildung. In der Mitte wird es etwas abgefahren mit Teslas ,,Kopiermaschine". Damit verlässt der Film auch eindeutig den realistischen Rahmen, was finde ich nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Die Besetzung ist okay, Bale gut, Jackman ok, Johansson zufriedenstellend. Der durch allerelei kreative Kaprizen bekannte Bowie etwas ungewohnt steif in seiner Rolle - allerdings sind einem als reales Vorbild Nikola Tesla auch gewisse Grenzen gesetzt (nur, wozu dann unbedingt Bowie?). Als zusätzliche Verwirrung empfand ich den für Nolan typischen sprundhaften Szenenwechsel - einmal kurz nicht aufgepasst, schon ist die Ratlosigkeit perfekt.

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                                        Kohax 21.04.2014, 19:42

                                        Mein zweiter Film, in dem Christopher und Jonathan Nolan das Drehbuch schrieben. Mittlerweile ist Christioher Nolan ein Garant der Regisseurskunst. Und mit der Kombi des Bruders kommt nach Memento wieder ein extrem komplexes Gesamtkunstwerk bei heraus.
                                        Hier ist allerdings die Geschichte an sich schlüssiger als bei Memento und lässt nach Ende des Films eigentlich keine Fragen mehr offen. Allerdings finde ich, dass hier die Spannung ein wenig zu kurz kommt, was doch recht schade ist.
                                        Jedoch wird die Atmosphäre des Films grandios rüber gebracht. Der Zwist der beide Künstler, gespielt von Hugh Jachman und Christopher Bale, nebenbei bemerkt erstklassige Schauspieler, ist authentisch und ordentlich. Scarlett Johannson wirkte wieder mal farblos, also irgendwie bin ich kein großer Fan der Frau. Aber ein Augenschmaus ist sie ohnehin. Die Liebesgeschichten waren jetzt so lala, aber taten dem Film kein Abbruch.
                                        Insgesamt ein guter Film, dem man allerdings wirklich aufmerksam folgen muss.

                                        • 7
                                          Schlopsi 14.04.2014, 15:05

                                          Mein 500. Film sollte etwas Besonderes werden. Etwas, das ich schon ewig vor mir herschiebe, etwas das mir gut gefallen _muss_. Da kam mir "Prestige" gerade recht. Die sichere Vorhersage von 8,5 unterstrich das ganze, zusätzlich der fast durchgehend ausgezeichnete Schnitt meiner Buddys. Tja, und jetzt sitze ich hier und versuche ein paar anständige Zeilen auf den Monitor zu bringen.

                                          Sicherlich war die ausgedehnte Radtour vorher nicht gerade förderlich, um hier ständig den roten Faden des Geschehens im Blick zu haben. So war die erste halbe Stunde nicht minder ein verzweifelter Versuch, die Zeitsprünge und die anfangs sehr wechselhafte Beziehung zwischen den beiden Magiern und späteren Rivalen Borden und Angier im zeitlichen Kontext einzuordnen. Hat das erstmal geklappt, eröffnet sich dem Zuschauer eine wunderbare Welt voller Illusionen, Magie, Wissenschaft (Bowie, du charismatische Schnitte!), Wut und Hass, Liebe, atemberaubender Prestigios und und und. Dazu gesellt sich ein Cast, der mindestens genauso gut ist, wie er sich liest.
                                          Das alles wäre mir mindestens 8 Punkte wert gewesen.

                                          Doch warum stehen hier nur 7 Punkte?

                                          Der Film ist spannend und optisch ein Leckerbissen, doch "Prestige" hat meine Nerven trotz seiner überraschenden Schauwerke überstrapaziert. Der Film ist bis zum letzten Drittel relativ undurchschaubar und selbst wenn man meint man hätte ihn durchschaut, kann man sich doch nie ganz sicher sein und man fängt wieder an zu zweifeln. Das ist an und für sich eine sehr gute Sache. Doch dieser Grat zwischen gekonnter Anspannung und Überspannung ist sehr schmal. Und so kam es wie es kommen musste. Ab der letzten halben Stunde fühlten sich meine Gedanken so verknotet und angespannt an, dass der Knoten gar nicht anders konnte als zu platzen und mein Interesse am Film infolgedessen fast vollständig verschwand. Diese 10 Minuten bis zum letzten Prestigio, dem Prestigio des Films, hatte ich sowas von keine Lust mehr auf die ganze Chose und mein Gemütszustand änderte sich von gespannt in genervt. Genervt von dem ganzen Hin und her, von Gedanken und Eindrücken die man während des Schauens innerlich abgespeichert hat und die sich zum Ende hin als richtig herausstellen sollten, wodurch das Ende, die letzten 20 Minuten, kaum mehr als über eine Moralpredigt hinauskam.
                                          Dabei ist es nicht mal das im Kern gute Ende was mich so stört, sondern nur die Einleitung dessen. Diese zehn Minuten, die meinen sonst so guten, wenn auch leicht ermüdenden Eindruck des Films hart auf die Probe stellen mussten. Die den Gedanken, den Film gleich noch einmal sehen zu müssen prompt über Bord warfen. Vielleicht war ich zu müde, vielleicht war es nicht die perfekte Stimmung für den Film, aber je länger ich hier an diesem Text sitze, desto mehr regt mich diese Tatsache auf. Diese Mentalität und den Drang, unbedingt noch einen draufsetzen zu müssen, unbedingt noch einen Haken zu schlagen, um auch ja der letzten Hirnwendung die Spannungsschraube anlegen zu müssen. Hätte sich Nolan das doch nur verkniffen, wäre ich womöglich zufriedener gewesen.

                                          Aber abgesehen davon ist "Prestige" ein Film voller Metaphern und Bildern, eine Verbeugung vor der Technik und Erzählkunst des Kinos, in dem zugleich so viel Wahrheit steckt und einem die Zeit der Industrialisierung der Welt ständig vor Augen führt. Eine Welt voller Rivalität, nicht nur die zweier Magier, oder zweier Tüftler, auch nicht die, wie zeitlich gesehen, übliche Rivalität zwischen Ländern. Nein.
                                          Wissenschaft und Magie. Zwei Dinge, die sich zwar nicht immer ausschließen müssen, aber doch so strikt voneinander getrennt werden. Wissenschaft, die Nutzung des Verstands und rationalem Denkens um etwas Größeres zu erschaffen und die Magie.
                                          Die Kunst den Menschen zum Staunen zu bringen. Abseits jeglicher Rationalität, das Geschick den Menschen im Ungewissen zu lassen und das Gesehene so zu verpacken, dass der sonst so um Erklärung bemühte Zuschauer, wenn auch nur für kurze Zeit, aus einer sich immer schneller drehenden Welt mit nur einem kleinen Schritt aus dem altem Trott treten kann, ohne das gleich eine komplette Welt für ihn einstürzt.

                                          Ja, das ist Kunst.

                                          Und Magie.

                                          Doch eines haben beide gemeinsam: Es wird immer eine Rivalität innerhalb dieser Bereiche geben. Denn das Streben nach immer mehr und immer besser und größer, das liegt eben in der Natur des Menschen. Das zog sich schon immer durch die zeitliche Geschichte und das wird es auch in Zukunft tun. So ist der Mensch nun mal. Ein widersprüchliches Wesen, das wenn es sich für eine Sache verschreibt, es seine Seele dafür verkauft. Genauso wie Borden und Angier es taten. Ob du nun auf der vermeintlich guten oder bösen Seite stehst, ein Gewinner, der sieht anders aus.

                                          Und genau DAS macht den Film so sehenswert, oben genannter Mankos zum Trotz.

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                                            Chev-Chelios 16.03.2014, 10:37

                                            Prestige zaubert ein ebenso elegantes wie raffiniertes Geflecht aus Illusion, Intrigen, Verrat, Eifersucht, Besessenheit, Rache, Schuld und Sühne auf die Leinwand und die Stimmung zu Ende des 19. Jahrhunderts wird auf sehr angenehme Weise eingefangen. Der Film beinhaltet alle Elemente die einen guten Film ausmachen, angefangen von einer interessanten Story, bis hin zu zwei sehr guten Hauptdarstellern. Hugh Jackman und Christian Bale waren eine sehr gute Wahl für die Rollen der Magier und die Zaubertricks und Illusionen wurden perfekt in Szene gesetzt. Der Film ließ zu keiner Zeit Langeweile aufkommen und er verstand es den Betrachter zu fesseln..

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                                              Davki90 27.02.2014, 15:59

                                              Spannender Film mit Top-Stars und Nolan typischen Twist! Hätte aber etwas mehr erwartet. War am Schluss doch etwas enttäuscht, da der Film doch seine Längen hat!

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                                                Luke_92 02.02.2014, 01:05

                                                „Jeder Zaubertrick besteht aus drei Akten oder Phasen.
                                                Im ersten Teil wird das Thema vorgestellt: der Magier zeigt Ihnen etwas ganz Gewöhnliches; ein Kartenspiel, einen Vogel oder eine Person. Er zeigt Ihnen dieses Objekt. Vielleicht bittet er Sie auch darum, es zu inspizieren, damit Sie sehen können, dass es wirklich echt ist, ja, unverfälscht und normal. Doch wahrscheinlich ist es das natürlich nicht.
                                                In der zweiten Phase geschieht der Effekt: der Magier nimmt das gewöhnliche Objekt und lässt damit etwas Außergewöhnliches geschehen. Nun suchen Sie nach den Geheimnissen, aber Sie werden es nicht finden, denn natürlich ist es so, dass Sie nicht wirklich hinsehen; Sie wollen es eigentlich gar nicht wissen. Sie wollen sich täuschen lassen.
                                                Aber noch applaudieren Sie nicht, denn etwas verschwinden zu lassen, ist nicht genug - man muss es auch zurückbringen. Aus diesem Grund hat jeder Zaubertrick einen dritten Akt, den schwierigsten Teil, das Finale.
                                                Man nennt ihn Prestigio.“

                                                Christopher Nolan greift tief in seine Trickkiste und bietet dem Zuschauer weniger einen Film, als viel mehr ein echtes Zauberstück aus drei Akten auf Zelluloid.
                                                Natürlich muss Magie auch elegant in Szene gesetzt werden und wer könnte das besser, als der wohl talentierteste Regisseur des letzten Jahrzehnts. Und dabei tut Nolan eben das, was er immer tut. Er tritt bei Seite und öffnet die Bühne für einen atmosphärischen Soundtrack, kesse Dialoge in einer spannend-mysteriösen Geschichte und hervorragende Charakterdarsteller. Christian Bale und Hugh Jackman spielen grandios und auch Michael Caine funktioniert als Sidekick wunderbar.
                                                Dazu kommt ein Gänsehautfinale, ein Prestigio, das einmal entfesselt, eine kühle Hommage an die Unterhaltungsbranche perfekt macht.
                                                Ja, dieses Werk ist kurzweiliger als andere Nolan-Filme und ja, es macht bei der zweiten Sichtung nicht mehr so viel Spaß, aber das ist im Letzten nur konsequent. Auf das Verwirrspiel, in dem der Zuschauer ständig glaubt, die Lösung entdeckt zu haben, folgt der entlarvter Zaubertrick, der zunächst beweist, das man charmant getäuscht wurde und danach gleichsam mit der Offenbarung einen großen Teil seines Reizes preisgibt.
                                                Was gibt es noch zu sagen? Vielleicht eines!
                                                Ich will noch einmal betonen, was wir alle bereits wissen. Christopher Nolan ist der beste Regisseur unserer Zeit. Er ist für mich der Meister des Blockbuster-Kinos, vielleicht ist er sogar mehr als das. Vielleicht ist Nolan der Regisseur, der Blockbuster auf sein höchstes Niveau hebt und zur Vollendung bringt. Denn er bietet fulminantes, bildgewaltiges Unterhaltungskino und kombiniert es mit einem intelligenten, nicht hoch anspruchsvollem, aber intelligentem Plot. Damit unterscheidet Nolan sich von Filmschaffenden wie Michael Bay, Roland Emmerich oder dieser Marvel-Sequel-Prequel-Remake-Bande, die vor allem Filme machen, die visuell beeindruckend sind, aber deren Story jeder 12-jährige in einer langweiligen Geschi-Stunde auf seinen College-Block kritzeln könnte.

                                                Fazit: >Prestige< ist eine Geheimnis, eine Obsession und filmische Magie. Christopher Nolan, du bist mein Lieblingsregisseur!!!

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                                                  filmverliebt 28.12.2013, 13:29

                                                  Ich muss zugeben, dass der Film mich am Anfang nicht sonderlich gepackt hat. Wenn man dann aber versteht und sich darauf einlässt... lässt einen der Film über die zwei Stunden nicht mehr los. Sehr dicht inszeniert und glaubhaft vorgetragen. Außerdem schöne Kostüme und Illusionen. Beide spielen ihre Rollen toll und ich weiß gar nicht, wen ich weniger mögen soll?

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                                                    joschka.baumert 17.12.2013, 15:59

                                                    Gestern hab ich den Film ein drittes mal nach längerem geguckt, mit jmd der ihn noch nicht kannte.
                                                    Er besitzt wahrlich einige Interpretationsebenen, das will ich aber nicht weiter ausführen, sondern ein anderes Merkmal hervorheben:
                                                    Der Film hat einen enormen "Wiederguckwert" (gibts dafür ein besseren Ausdruck bzw ein Fachwort ?^^), denn wenn man den Twist rund um Christian Bale weiß, erlebt man jede Szene nochmal anders mit ihm, besonders die Dialoge mit den jeweiligen Partnerinnen.
                                                    Man freut sich, wie ein kleines Kind, gerade wenn man den Film mit jmd guckt, der ihn noch nicht gesehen hat.
                                                    Auch konnt ich dieses mal mehr auf Aussagen und Metaphern achten, da beim ersten mal sehen (vermutlich gewollt) eine konstante Verwirrung herrscht, besonders durch die vielen Zeitsprünge.
                                                    Wir hatten noch eine längere Diskussion danach, ob "Inception" oder Prestige besser ist. Beide weisen durchaus parallelen in der Inszenirung auf, wie ich finde.
                                                    "The Prestige" führt einen so wunderbar an der Nase herum, als wäre der ganze Film ein einziger Zaubertrick.
                                                    "Inception" hingegen regt mich durch die letzte Szene mehr zum nachdenken an (fällt er oder fällt er nicht?). Es gibt zahlreiche Interpretaionen und Theorien dazu, hier eine die es sehr strukturiert darstellt:

                                                    http://indyfilmblog.wordpress.com/2010/08/16/inception-interpretationen-und-erklarungsversuche/

                                                    Ich halte "The Prestige" dennoch für das bessere Gesamtkunstwerk, weil die Wirkung des Twists, zu den besten gehört, die ich bis jetzt erleben durfte.

                                                    Ein letzten Satz noch zu Nolan: er schafft es wie kein anderer, das blockbusterhafte eines James Camreron, wo die Filme allerdings oft eine platte Story aufweisen (siehe "Avatar"), mit einer ausgeklügelten Inszenierung und Storyline, die teilweise auch aus einem Kunstfilm stammen könnte, zu verbinden.
                                                    Dies macht für mich seine Genialität aus, seine Filme besitzen so viele Ebenen, aus denen sich jeder individuell seine eigenen rauspicken kann. Das wurde mir gestern noch einmal eindrucksvoll vor Augen geführt. :)

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