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Promised Land

Promised Land (2013), US Laufzeit 107 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 20.06.2013


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6.2
Kritiker
29 Bewertungen
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6.6
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595 Bewertungen
62 Kommentare
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von Gus van Sant, mit Matt Damon und John Krasinski

John Krasinski und Matt Damon spielen in Promised Land von Gus van Sant zwei Männer, die aus unterschiedlichen Motiven für eine Kleinstadt kämpfen.

Das gelobte Land, the Promised Land, ist eine unscheinbare Kleinstadt, die sich oberflächlich nicht von anderen Kleinstädten Pennsylvanias unterscheidet. Der wahre Reiz liegt unter der Oberfläche: The Promised Land soll unermessliche Erdgasvorkommen bieten. Diese Erkenntnis bringt den Geschäftsmann Steve Butler (Matt Damon) auf den Plan. Zusammen mit seiner Kollegin Sue Thomason (Frances McDormand) soll er den Einwohnern möglichst preiswert ihr Land abkaufen. Die Grundlage dafür ist Vertrauen. Also versucht Butler, mit der lokalen Bevölkerung warm zu werden. Die Bekanntschaft mit Alice (Rosemarie DeWitt) ist jedoch bald mehr als nur geschäftliches Kalkül.
Bei dem Anwohner Dustin Noble (John Krasinski) wirkt Butlers Charme hingegen wenig: Entsprechend seinem Nachnamen versucht Noble alles Mögliche, damit die Bohrrechte nicht veräußert werden; er fürchtet um die Zukunft des Landes seiner Vorväter. Denn was wird aus dem Promised Land, wenn die Bodenschätze dereinst Geschichte sind?

Hintergrund & Infos zu Promised Land
In einem Klima wirtschaftlicher Rezession soll diese Geschichte von Gier im kleinen Maßstab Probleme der zeitgenössischen amerikanischen Identität ausloten. Das Drehbuch zu Promised Land stammt von Matt Damon und John Krasinski selbst, basiert aber auf einem früheren Entwurf des Schriftstellers Dave Eggers.

Promised Land ist nach Gerry und Good Will Hunting bereits die dritte Zusammenarbeit von Regisseur Gus van Sant und Matt Damon. Ursprünglich sollte der Film das Regiedebüt von Matt Damon darstellen, was aus terminlichen Gründen (im selben Jahr waren auch die Dreharbeiten zum heiß ersehnten Sci-Fi-Spektakel Elysium) aber nur zu einer auf Drehbuch und Spiel begrenzten Beteiligung des Stars reichte.

Hal Holbrook (Into the Wild) und Scoot McNairy (Monsters) sind in weiteren Nebenrollen in Promised Land zu sehen.

Der Score zu Promised Land stammt vom Filmkomponisten Danny Elfman (Nightmare Before Christmas). (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Promised Land
Genre
Drama
Zeit
Zukunft und Vergangenheit
Ort
Kleinstadt, Nordamerika, Pennsylvania, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Angst, Angst vor der Zukunft, Charme, Einwohner, Erkenntnis, Fieser Geschäftsmann, Geld, Geldgeschäfte, Geschäft, Geschäftsfrau, Geschäftsmann, Geschäftspartner, Kampagne, Landleben, Lehrer, Motiv, Rohstoffe, Unternehmen, Verlieben, Vertrauen, Vorfahren, Ölbohrer
Stimmung
Berührend, Ernst, Hart, Spannend, Traurig
Verleiher
Universal Pictures International Germany GmbH
Produktionsfirma
Focus Features, Imagenation Abu Dhabi FZ, Participant Media, Pearl Street Films

Kritiken (23) — Film: Promised Land

ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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5.5Geht so

[...]Das Thema an sich ist brisant und aktuell und wird erfreulicherweise nicht ausschließlich von faustschüttelnden Contra-Standpunkten angeprangert, sondern durchaus mehrschichtig betrachtet und gar abgewogen, dennoch pendelt der schwingende Zeigefinger der Moral sehr deutlich in Richtung eines einfach zu treffenden Ziels, nämlich des scheunentorgroßen Bullseye der fiesen Großkonzerne.[...]Alles in Ordnung und neben nett gemeint auch kompetent gemacht, aber letztlich doch auch etwas zündstofffrei.[...]Die Öko-Aufreger kommen extrem exposéhaft rüber, schüleraufsatzmäßig in ihren Belehrungen und Veranschaulichungen des naturschänderischen Frackings. Gleich, ob nun der kauzig-clevere Hal Holbrook sein Statement während einer Bürgerversammlung abgibt, oder Kiefernlatschenaktivist John Krasinski tatsächlich ein Referat mit putzigen Modelbauten und kindgerechten Erklärmonologen vor einer Schulklasse hält: so richtig Dampf und Gewicht stecken nicht hinter der Mahnung, die „Promised Land“ abzugeben versucht.[...]

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Soraly: CEREALITY – Magazin für Fil...

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5.0Geht so

[...] Der schlaftrunkene Schaum an der Oberfläche hält „Promised Land“ allerdings von einer subtil gezielten Exkursion in die wirklichen Spannungen um das Thema Fracking ab und drangsaliert das amerikanische Hinterland lieber mittels permanent wehender Sternenbanner. Fern einer Diskussion oder einer zumindest annähernd differenzierten Grundlage kollidieren lediglich die vermeintlichen Extremisten untereinander und weniger die Landinhaber. Das wirklich Menschliche – der Gedanke vom möglichen Ruin, der die Bauern umgibt und in Entscheidungen wirft, die nicht ihre eigenen sind – gerät ins Hintertreffen, er schwindet in der drögen und entsättigten Farbskala Van Sants und dem breiigen Drehbuch. Denn der Gutmensch wagt das Gewand eines Mephistos nicht, sondern flüchtet gen Finale in seine eigene Irreführung. Obgleich er in dieser höchst sympathisch ist. [...]

Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Thomas Groh: taz Thomas Groh: taz

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6.5Ganz gut

Matt Damon und Gus Van Sant lassen die osteuropäische Kunst des Tiefsinns weit hinter sich und liefern mit Promised Land ein schlicht ausgezirkeltes Hollywood-Politmärchen mit Anspruchskolorit.

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Ba. Schweizerhof: taz, epd Film Ba. Schweizerhof: taz, epd Film

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6.0Ganz gut

An einer Auseinandersetzung mit dem Für und Wider des Fracking geschweige denn den damit verbundenen Ökothemen scheinen weder die Autoren noch der Regisseur sonderlich interessiert. [...] Trotzdem lohnt Promised Land allein wegen seiner Einblicke ins provinzielle Amerika...

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Harald Jähner: Berliner Zeitung Harald Jähner: Berliner Zeitung

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5.5Geht so

Matt Damon spielt den ins Business ausgewanderten Bauernsohn ganz fabelhaft. [...] Durch die klassische Agitationsmethode ist Promised Land jedoch dramaturgisch leider ziemlich platt und filmisch uninteressant.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Formal fehlt dem Film dank Gus Van Sants nichts. Die Schauspieler [...] agieren sämtlich toll. [...] Ein thematisch wichtiges Problemstück.

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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Sehr geradlinig und mit malerischen Bildern erzählt, ist Promised Land kein typischer Gus-van-Sant-Film [...].

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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6.0Ganz gut

Doch trotz einiger Durchhänger ist Promised Land letztlich eine recht differenzierte Übersetzung des Themas in einen Unterhaltungsfilm und dabei längst nicht so trocken, wie man das beim Fracking vermuten könnte.

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Daniel Licha: Movie Maze Daniel Licha: Movie Maze

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7.5Sehenswert

Trotz ernstem Thema möchte der Film seinem Publikum keine schwere Kost zumuten und lockert das Ganze immer wieder auf. [...] Das Ensemble macht dabei einen durchweg überzeugenden Job.

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Kotelette: Die Nacht der lebenden Texte

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4.0Uninteressant

Eine Weile hat mich der Film ganz gut unterhalten, auch wenn er von Anfang an der altbekannten Dramaturgie des Städters in der Provinz folgt.

"Als Drama, das die Wandlung des Konzernangestellten vom Saulus zum Paulus aufzeigen möchte, funktioniert der Film zwar anfänglich ganz gut – was vor allem dem guten Spiel von Damon und McDormand zu verdanken ist –, verschenkt aber auch hier durch ein unsägliches Ende sein Potenzial."

Mehr hier: http://dienachtderlebendentexte.wordpress.com/2013/06/19/promised-land/

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S. Staake: Filmszene.de S. Staake: Filmszene.de

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6.0Ganz gut

Promised Land – oder zumindest 90% von ihm – ist weder so simplistisch noch so belehrend wie befürchtet. Auch die Schauspielerleistungen sind gut und in einigen Momenten besitzt der Film ein gutes Beobachtungsvermögen.

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Oceanic6: CinemaForever

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6.0Ganz gut

"Promised Land" ist ein äußerst bewegendes, aber zuweilen oberflächlich erzähltes Umweltdrama. Hauptsächlich überzeugt der Film durch seine blendend aufgelegten Darsteller, allen voran Matt Damon und Frances McDormand, die durch ihre tolle Chemie einige Lacher auf ihrer Seite haben. Spassiges, manchmal dramatisches Schauspielkino trifft hier also auf eine äußerst interessante Umweltparabel, die zwar etwas oberflächlich behandelt wird, aber dennoch genügend Spielraum für die Gedanken des Zuschauers lässt. Gus Van Sant will hier zum Glück niemanden belehren. Vielmehr weist er auf ein wichtiges Thema hin und lässt den Zuschauer zum Beobachter werden. Zwischen feiner Charakterzeichnung und einigen dramatischen Zuspitzungen zwischen den Global-Mitarbeitern und dem Umweltaktivisten Dustin Noble (John Krasinski) entfacht Van Sant ein leises, gefühlsbetontes Drama, dem eine tiefere Auseinandersetzung mit seinem ernsten Thema und ein nicht ganz so glattgebügeltes Ende sicherlich besser gestanden hätten. Ein durchaus sehenswerter Film, mehr aber auch nicht.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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6.0Ganz gut

Wie differenziert die unterschiedlichen Positionen beschrieben werden, ist einerseits die Stärke, aber auch die Schwäche von Promised Land. Die Vorteile, aber auch die Gefahren des Fracking werden beschrieben, so dass das Urteil über die Fördermethode ganz den Bürgern der Stadt bzw. dem Publikum überlassen bleibt. Diese ausgewogene Herangehensweise, die vielen möglichen Kritikpunkten der Wirtschaft prophylaktisch ausweicht, ist zwar nobel, aber auch undramatisch.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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4.0Uninteressant

Ein, selbstredend, ausnahmslos gut gemeintes Stück Gesinnungskino aus dem populärpolitischen Lager Unterhaltungsfilm schaffender Denker (vgl. Clooney et al., notorisch flache Relevanzfilme wie "Syriana", "Good Night, And Good Luck" oder "The Ides of March"), das von der Gewissenlosigkeit eines Erdgasunternehmens erzählt und seine aufrechte Position in dieser Angelegenheit mit keinem Bild verschweigt. Irgendetwas über den Zustand der USA wird dort jeder herauslesen können, die großen Worte von den Finanzen und den Krisen und den sozialen Scheren, so gleichermaßen korrekt wie arbiträr genug haben die beiden Hauptdarsteller Matt Damon und John Krasinski ihr massiv unterkomplexes Drehbuch dann gewiss schon gefertigt. Natürlich möchte man das, auch aus grundsätzlicher Sympathie zur Damon-Clique und besonders Regisseur Gus Van Sant, ehrenwert finden – mitreißend, unterhaltsam, gewieft ist "Promised Land" allemal – und den filmisch konventionellen Einheitsbrei dem guten Zweck zuliebe runterwürgen. Tut nicht weh, aber bringt einen auch keinen Schritt voran. Immerhin: Damon hat der großartigen Frances McDormand ein paar schöne Momente und Sätze geschrieben. Van Sant hingegen, der sich mit seiner bei Cinephilen feuchte Hosen garantierenden Experimentalphase um die so genannte Trilogie des Todes einst radikal von Wischiwaschi-Filmen wie diesem hier zu emanzipieren wusste, hat sich mit der konfektionsartig umgesetzten Auftragsarbeit seines "Good Will Hunting"-Buddies keinen Gefallen getan.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Jenny von T

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Ich habe nicht alles von Sant gesehen, aber mir schien er immer als ein Regisseur, der den Weg des geringsten Widerstands wählt und sich in artsy fartsy-Optik sowie seiner Stellung als Indie-Liebling suhlt, bevor er auch nur das geringste Risiko eingeht, irgendwo anzuecken.
Am Nervigsten ist das, wenn er sich der Jugendkultur annimmt und dabei vorrangig darauf achtet, möglichst ästhetisch wertvoll die Sonnenstrahlen unter Skateboards einzufangen oder mit ELEPHANT eben nur vermeintlich jegliches Statement umschifft. Und in GERRY übernimmt er neben dem langsamen Tempo eben wirklich typische Tarr-Kameraperspektiven 1:1. Achja, Biopics dreht er ja auch - passt hervorragend ins Bild.
Nicht falsch verstehen, von mir aus kann Herr van Sant künftig 10 Filme pro Jahr drehen, aber ich finde ihn einfach langweilig und wischiwaschi.


der cineast

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@ Roco: Da freut sich Vega bestimmt. Endlich wird er von Dir anerkannt. Ich mach ne Flasche auf.


Andreas Borcholte: Spiegel Online Andreas Borcholte: Spiegel Online

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6.5Ganz gut

Matt Damon liefert eine der besten Performances seiner angestammten Junge-von-Nebenan-Rolle ab und tut viel dafür, das allmähliche Umdenken seiner Figur, den langsam wachsenden Zweifel an der eigenen Integrität, glaubhaft zu machen - bis hin zu einer überraschenden Plot-Wendung am Ende des Films.

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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5.5Geht so

Die Schauspieler sind erste Sahne und Rosemarie DeWitt wird immer mehr eines der interessantesten Gesichter auf der Leinwand, trotzdem ist das Drehbuch nicht überzeugend.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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7.5Sehenswert

Promised Land ist eine packende und zeitgemäße Geschichte, welche die veränderte Natur und die komplexen Herausforderungen des bäuerlichen Lebens untersucht.

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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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5.0Geht so

Manchmal kommt es vor, dass man einem Film einen Fehltritt verzeiht - selbst wenn dieser am Ende des Films auftritt. Doch bei Promised Land ist das nicht der Fall. Dieses schreckliche Ende ruiniert den ganzen Film.

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Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle

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7.5Sehenswert

In Promised Land wird deutlich, dass Matt Damon ein Darsteller ist, der es immer so aussehen lässt, als ob alle anderen schauspielern, während er sich den ganzen Film über einfach nur natürlich verhalten muss. [...] Es ist endlich an der Zeit, einzusehen, dass Damons Mitwirken an so vielen guten Filmen kein Zufall sein kann und dass er einen großen Anteil daran hat, dass diese Filme gut sind.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kenneth Turan: Los Angeles Times Kenneth Turan: Los Angeles Times

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6.0Ganz gut

Wenn man zum Plot Erfindungen hinzufügt, welche sich zum Ende hin anhäufen, mündet Promised Land eher in einem Echo eines überzeugenden Films als in einem fesselndem Streifen.

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Alle Kritiken (23)


Kommentare (39) — Film: Promised Land


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marcowski

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unaufgeregt und ohne die üblichen Stereotypen wird das Dilemma an der kapitalistischen Marktwirtschaft deutlich, in der doch jeder nur das Beste für sich bzw. sein Unternehmen erreichen will. Wo ist da aber die moralische Grenze? Der Film versucht diese Frage mit beeindruckend authentischem Schauspiel zu beantworten, kommt dann aber auch nicht ohne romantisch-märchenhaft anmutendem Schluss aus.

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bonjovi84

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Bewertung6.0Ganz gut

interessantes Thema zum nachdenken. der film leidet aber an ein paar sich ziehenden momenten. daher nur guter schnitt und 6 punkte.

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Moviegod

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Bewertung6.5Ganz gut

"Promised Land" ist sicherlich kein schlechter Film, doch nach dem genialen "Milk" habe ich mir von Gus Van Sant mehr erhofft. Matt Damon spielt richtig gut. Man merkt, dass ihm das Projekt sehr am Herzen liegt (er wollte ja auch ursprünglich selbst Regie führen). Die Story ist gut, wenn auch das Ende etwas sehr konstruiert wird. Aber es wird eine schöne Botschaft vermittelt. Kann man sich mal ansehen.

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agynessa

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Bewertung6.5Ganz gut

Bis darauf das ich den Schluss etwas merkwürdig fand, war der Film eigentlich ganz gut. Versprühte irgendwie so ne Sonntagsnachmittagstimmung, bei der man mal in sich gehen und einmal gründlich über unsere Umwelt und unser handeln ihr gegenüber nachdenken sollte. Außerdem ist er nicht nur was für Ökofreaks, sondern auch für den 08/15 Durchschnittsbürger geeignet. Denn gewisse Eingriffe auf das Ökosystem: Erde, bleiben manchmal nicht ohne Folgen, das sollte mit diesem Streifen auch der letzte Hinterwäldler endlich kapiert haben. Von mir ne Weiterempfehlung!

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Schulze

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Bewertung4.0Uninteressant

"Hi, ist das deine Farm?" "Verpiss dich, dein Wandel am Ende macht doch eh keinen Sinn!"

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Line3105

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Als absoluter Anti-Fan von Gus van Sant wurde ich hier diesmal sehr positiv überrascht. Der Film mit Matt Damon und Frances McDormand in den Hauptrollen gefiel mir nämlich außerordentlich gut. Es lässt sich angenehm schauen, hat dieses typische, ruhige Gus van Sant-Flair, was mir sonst immer zu wider war... Diesmal gibt es eine nette, dramatische Story und es wird sogar geredet!!! Wow!!! I Like!!!

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Line3105

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Ja ♥ Into the Wild war ein absolutes Meisterwerk. Damit hat er sich selbst übertroffen. Ich mag ihn einfach. Einer der besten Schauspieler auf diesen Planeten. Zumindest was Talent und Sympathie angeht. So richtig schlecht oder "Too much" fand ich ihn eigentlich nirgends :-)


BenAffenleck

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Das lass ich jetzt einfach so stehen und fertig. Du hast ja recht! (Jedenfalls zu 98%)


Zombo

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Bewertung6.5Ganz gut

Wo es für „Good Will Hunting“ noch Oscars und Oscarnominierungen regnete, wurde „Promised Land“ bei den Oscarverleihungen 2013 nicht berücksichtigt. Durchaus zu Recht, denn so richtig zu überzeugen vermag die Geschichte nicht. Als Polit- oder Ökothriller bleibt der Film zu sehr an der Oberfläche. Zum einen werden die Strukturen und Praktiken des Gaskonzerns nicht detailliert entlarvt, zum anderen bleiben auch die Bewohner der Kleinstadt eine mehr oder weniger gesichtslose Masse.

Ausführlich:

http://dienachtderlebendentexte.wordpress.com/2013/06/19/promised-land/

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littledrummerboy01

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr ruhiger, unaufgeregter Film, der in seiner kunstvollen, aber doch realistischen Art nah am Leben eine sehr dringliche Geschichte erzählt. Am Ende bezieht er zwar doch ziemlich klar Stellung, regt aber im Allgemeinen mehr zur Diskussion über ein sehr heikles Thema an. Toll gespielt, geschrieben und fotografiert, und trotz der Ruhe immer die Aufmerksamkeit des Zuschauers haltend. Das ist gut gemachtes Kino. Hätte 8 Punkte bekommen, wegen dem Ende, das es sich vielleicht ein bisschen leichter macht, als es unbedingt hätte sein müssen, einen halben Punkt Abzug. Ist aber Kritik auf hohem Niveau. Auf jeden Fall sehr sehenswert. Allein schon wegen der großartigen Frances McDormand.

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WRITER

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Bewertung7.0Sehenswert

Dachte der wird schlechter, doch schon in den ersten dreißig Minuten wurde ich überzeugt. Mit einem wahren Thema ins Rennen gegangen und überzeugt, auch Matt Damon versuchte sich mental in seine schauspielerische Person hinein zusetzen, und doch gibt es nur sieben Punkte. Drei Punkte fehlten mit im Ensemble, in einer packenden Geschichte und in einem leider zu oft hochgestochenem Drehbuch.

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Kill_Diether

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Bewertung9.0Herausragend

Wie kommt MP bei mir auf eine Vorhersage von nur 5.5, also schlechtes Mittelmaß? MP irrt mit den Vorhersagen selten, aber bei Promised Land gewaltig.
Matt Damon kann hier, wie aktuell mit Liberace, mal wieder Trümpfe als Charakterdarsteller ausspielen. Sehr authentisch mimt er den Überzeugungstäter, den Top-Agenten für Vertragsabschlüsse. Ohne schlechtes Gewissen glaubt er daran, den Neukunden mit dem Fracking-Deal seiner Firma, etwas gutes zu tun. Das hört sich erst mal unspannend an, ist es jedoch gar nicht. Neben Damons Schauspielkunst glänzt Frances McDormand, fast so gut wie in Fargo, in der Rolle seiner beflissenen Partnerin. Sie geht die Sache, den Gewinn von Neuland fürs Fracking, pragmatischer an; muss halt sein, so oder so, denn Verpflichtungen wie Sohn und eigener Lebensunterhalt bezahlen sich nicht von alleine. Dass Täter und Opfer, Vertragsagenten und Farmbesitzer, einfache Durchschnittsmenschen sind, und gerade deswegen die Geschichte realitätsnah und damit spannend ist, dafür ist Gus van Zant verantwortlich. Hier beweist er nochmals, dass der Stoff aus dem das zeitgemäße Leben besteht, genau seins ist. Ein anderer Regisseur hätte vielleicht einen Öko vs. Ökonomie- Thriller daraus konstruiert. Gus van Zant aber geht ganz nah ran an die Menschen und zwar im Kontext, d.h. Lebensumstände, das für und wider wird schlüssig mit einbezogen. Weil für jeden nachvollziehbar, ist die Geschichte spannend und interessant allemal. Doch die Dramaturgie wird darüber hinaus noch mal getoppt. Mit einem Twist der clever ist. Sehr clever!

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spanky

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Bewertung4.0Uninteressant

Wenn sich Hollywood sozialkritischer Themen annimmt, kommt ja nicht immer nur Murks raus ("Silkwood", "Zivilprozeß"). Anders hier im recht renommierten Indie-Kino: schon diese ungelenk eingeflochtene, schwelende Lovestory zeugt von einer oberflächlichen Problemferne und lässt nicht gerade erahnen, dass ein Drehbuch-Oscarpreisträger für den Stoff (mit-)verantwortlich ist. Für einen van Sant ist das angesichts der Materie viel zu wenig angemessene und bissige Gesellschaftskritik. Die Tatsache, dass eine Saudi-Firma die Moneten dafür locker machte, das Thema "Fracking" dem US-Bürger zu vergällen, macht diesen Film zu einer ärgerlichen Witzfigur unter den Sozialdramen.

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Cleves

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Und genau deswegen macht es doch keinen Sinn sich über einen Film aufzuregen?! Wer sich mit dem Thema befassen will, weil es ihm wichtig ist sollte zu Dokus greifen. Da gibt es einige die empfehlenswert sind. Aber mich nervt diese ständige Kritik an Filmen, die eine gute Absicht haben.


Aufgabe

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man schaut sich doch nicht zwangsweise wegen eines themas einen film an. dramaturgie, schöne bilder, musik, story usw. sind alles ganz wunderbare weitere unterhaltungskriterien. und spanky findet die halt hier uninteressant. ich hab den film auch nur gesehen, weil ich alles schaue, was der regisseur so dreht. das thema "fracking" kickt mich nicht besonders. ich fand die kaputten holz-ami-häuser wieder zutiefst romantisch.


CHF

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Bewertung4.0Uninteressant

Matt Damon als schleimiger Klinkenputzer in einem oberflächlichen Antidingsbums, das weder mit neuen Inhalten zum Thema, noch mit anderen filmischen Sehenswürdigkeiten glänzen kann.

Die bezaubernde Frances McDormand spielt seine Filmpartnerin, wie ich finde eine absolut unpassende Besetzung, aber zumindest das Fracking steht ihr ins Gesicht geschrieben.

Lustloser Cast trifft auf eine langweilige Story und beides schippert dann durch sehenswerte Landschaftsaufnahmen dem verdient verblödeten Ende entgegen.

Fazit: Promised Land ist gefilmtes dummes Zeug, das es nur auf die Lebenszeit von ökologisch interessierten Menschen abgesehen hat.

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Laserdance

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Bewertung7.5Sehenswert

Hat mir sehr gut gefallen. Ein Aktuelles Thema (Fracking) wird sehr gut erklärt.

Dabei ist der Film gar nicht so SW wie man denkt. Die Argumente mit dem niedergang des Landlebens und Geld das unter den Füßen liegt. Fand ich auch durchaus nachdenkenswert.

Die Schauspieler sind sehr gut. Ich schau Matt Damon auch sehr gerne.

Der Film war auch nicht langweilig. Die Mischung und das Timing stimmte einfach.

Sicher kann man das ende Kritisieren. Ich denke aber der Film kann für das Thema Fracking durchaus sensibilisieren. Trotz des Endes.

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Schinkenbrot

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Bewertung7.0Sehenswert

Film über das verlangen nach mehr (dem Geld) oder lieber doch das was ich derzeit habe. Überzeugende Schauspieler und Bilder. Die Story am Ende sollte einen nochmal wachrütteln, ich fand es ein wenig Brecheisen.

Dennoch Sehenswert!

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icebo3rg

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Bewertung7.0Sehenswert

!!!ACHTUNG SPOILER!!!!

Bescheuertes Gutmenschen-Ende. Unkonsequent und realitätsfern.
Trotzdem insgesamt sehr schön erzählte Story, die sonst sehr überzeugend rüberkommt und schauspielerisch punktet.

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synthecid

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Bewertung5.5Geht so

Gus van Sant will auf das Thema in gerechter Weise nüchtern zusteuern, verfährt sich allerdings zu oft in eine Gasse der Beliebigkeit. „Promised Land“ ist gewiß nicht so schlecht, um soweit zu gehen, dass man ihm drückende Langatmigkeit attestieren würde, aber eben auch nicht gut genug, um mitreißend zu sein; die Spannungskurve wird stets noch in einem erträglichen, zeitweise sogar unterhaltendem Maße aufrechterhalten.
Das Thema "Fracking" wird eingängig erklärt, aber insgesamt zu romantisch abgehandelt. Obendrein gibt's noch die obligatorische Liebes-Nebenhandlung, die enorm deplatziert erschien, als dass man für ihren Ausgang noch genug Interesse hätte übrig haben können. Der Film bricht letztlich in seiner zu nett gemeinten und weitgehend seicht inszenierten Erzählweise ein. Dafür sorgt insbesondere das total unpersönliche und verlogene Ende.

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MarikBob

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Bewertung7.0Sehenswert

[Ich arbeite ab August ein Jahr lang in einem Programm-Kino und gucke deshalb allerlei Filme, für die ich vielleicht nichts bezahlt hätte, aber oft genug sind auch gute dabei oder man wird überrascht] - Film #2: "Promised Land"

Auf "Schlussmacher" folgte "Promised Land", ein Film für den ich vielleicht auch nicht unbedingt ins Kino gegangen wäre, aber mir bestimmt mal irgendwann ausgeliehen hätte, denn Matt Damon mag ich sehr. Er ist ein Schauspieler, bei dem man das Gefühl hat, dass er sich nie wirklich in den Vordergrund drängt, auch bei der Wahl seiner Filme (bin mal auf "Elysium" gespannt), jedoch immer auf sehr hohem Level spielt und dieses auch durchweg halten kann, weshalb Filme mit ihm immer ein gewisses Grundniveau haben. So ist es auch bei "Promised Land" von Gus van Sant.
Ich habe keine Ahnung, wie es sich mit dem Aussterben des Dorflebens wirklich verhält und ob die im Film dargestellte Abhängigkeit vom Erdgas zutreffend ist, jedoch hat der Film mir zumindest das Gefühl gegeben beide Standpunkte gut vorgestellt zu bekommen und auch den dadurch entstehende Konflikt: Man will nicht der sein, der das Land, das seit 150 Jahren in Familienbesitz ist, aufgibt, aber man braucht halt das Geld, das einem eine echte Chance bietet.
So gut das Thema auch filmisch dargelegt wird und so wichtig es vielleicht auch ist, besonders spannend ist es leider nicht. Nicht langweilig, aber halt eher ruhig und vor sich hinplätschernd, obwohl, wie gesagt, schon das beste daraus gemacht wurde und Matt Damon es auch schafft den Film zu tragen und bestimmte Szenen hervorzuheben, wie zum Beispiel (minimalste Spoiler), wo er sich in der Bar mit den Schlägern anlegt.
"Promised Land" ist genauso so, wie ein Film über diese Thematik sein muss, die einfach nicht mehr hergibt als einen zwar nicht herausragenden, aber immerhin ziemlich guten Film, der er alle mal ist.

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udowegener

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Bewertung7.0Sehenswert

Erstaunlich, mit wie (scheinbar) wenig Aufwand ein richtig gut unterhaltender Film gemacht werden kann. Ja, der Film bleibt zu oberflächlich. Aber vergessst nicht: Dies ist Unterhaltung, nicht Doku. Dank Van Sant ein perfekter Film. Ja, auch der geläuterte Konzern-Abgesandte ist als Figur nicht Neues. Damon bekommt es hin, dass wir drüberhinwegsehen. McDermond ist so richtig gut als "Adeptin der Dunklen Macht". Hatte sie je besser gespielt? Alle Schauspieler waren gut. Die Story scheint rund. Ich frage mich, ob das eingentliche Schiefergas auch in der OV "Erdgas" genannt wurde, oder ob es ein Tribut der Synchronisation an die Industrie ist. Ich mein, WENN wir schon bei politischen Themen sind.... ;-)
NACHTRAG:
OK, ich sehe ein: Punktabzug für unrealistisches Happy-End wäre angebracht ...

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Polyphem

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Bewertung4.5Uninteressant

(Spoiler) Ja, Steve Butler ist "kein böser Mensch", wie er sagt, nur weil er für Profite Umweltzerstörung und Krankheiten verbreitet, sich darüber ausschweigt, wie es in der Realität bei Rohstoffkonzernen durchaus üblich ist. Irgendwie ist er schliesslich auch ein guter, weil er wie die Landeier auf einer Farm aufgewachsen ist. Er kennt die Bauerntrampel, die er für dieses Geschäft über den Tisch ziehen muss, welche Knöpfe man drücken muss, schliesslich wurde er bzw. seine Heimatstadt früher auch schon von Typen wie ihn betrogen. Er hat alle durchschaut, die Dorfdeppen und "Ökos", die Sonne scheint ihm aus dem Arsch.

Aber nachdem er zig Geschäfte dieser Art besonders erfolgreich bewerkstelligte, bekommt er plötzlich Zweifel, weil sein Konzern noch skrupelloser als gewöhnlich agiert. Diese Zweifel kommen in den letzten 15 Minuten des Films und damit gleich in doppelter Hinsicht reichlich spät. Am Ende entscheidet er sich natürlich gegen sein altes, profitgieriges Leben, lebt wieder auf einer Farm, reitet lieber mit seinem Cowgirl dem entbehrungsreichen, aber "ehrlichen" Leben entgegen, als der verlogenen Karriere in New York. Den Konzern lässt er natürlich weiter ahnungslose Landeier verarschen, er ist ja nun im Paradies. Eine ähnlich schmierige, pseudokritische Story wie in "Pretty Woman", wo sich auch ein Manager (Corporate Raider) zum echten Arbeiter (Hotelchauffeur) wandelt. Böse Arbeit und gute Arbeit. Raffendes und schaffendes Kapital (übrigens Nazijargon). Dabei wird vergessen, dass man immer noch für Geld arbeitet und dieselben wirtschaftlichen, politischen Prinzipien unterstützt, die Umweltzerstörung, Krisen usw. massiv verstärken bzw. auslösen.

Insofern ist die Story auch in sachlicher Hinsicht seicht und irreführend. Es gibt kein richtiges Leben im falschen, sagte mal Adorno, aber das führt jetzt zu weit. Die Produktion ist erstklassig, der Cast ist mit Matt Damon und Frances McDormand souverän unterwegs, das brachte 2 Punkte. Ich vergebe 2,5 Punkte für die Kritik am Fracking. Immerhin wird damit das Thema und deren Problematik angerissen.

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udowegener

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Ein Film muss, wenn schon "solch ein Thema", linke Stellung beziehen (kein märchenhaftes happy End), ansonsten er kein guter Film sein kann? Deine Kompromisslosigkeit erwartest du in Unterhaltungsfimen? Ich frag nur...


Polyphem

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Wer was gegen Fracking hat, der muss auch fragen wieso sich das für Konzerne lohnt, obwohl es Mensch und Natur zerstört! Der Film gibt einen kritischen Ton vor, sicherlich gibt es auch unterhaltsame Momente, aber zentral ist die Position der Hauptfigur zum Konzern und dem dahinter stehenden ökonomischen Prinzip. Deshalb musste ich darauf eingehen und die unzureichende Qualität dieses Aspektes bemerken. Das die Linken jede Menge Unsinn fabriziert haben steht unbestritten fest. Dies liegt aber vorallem daran, dass sie nie Marx oder Adorno gelesen haben, weswegen sie ebenfalls falsche Kritik und Politik betreiben. Niemand kann von der Filmindustrie, einer der profitabelsten Industrien, umfassende Selbstreflexion erwarten, daran mangelt es nämlich in allen gesellschaftlichen Schichten weltweit. Aber was falsch ist muss man zumindest mal erwähnen. Wie es richtig geht, zeigt der Film "Menschenfeind" von Gaspar Noé, der schmiert mit seinem gnadenlosen Blick auf das moderne Subjekt dem Publikum nicht soviel Honig um die Ohren, sodass die eigentlich notwendige Kritik vergeht.


Thierry

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr interessantes Thema, das wohl für viele Hollywoodproduzenten keinen erfolgreichen Film trägt. Doch der Film war nach meinem Geschmack und bleibt spannend, bis zum doch etwas überraschenden Ende.
Respekt an Matt Damon, dass er so einen Film gemacht hat.
Und Rosemarie DeWitt ist eine verdammt hübsche Schauspielerin!

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