Prosperos Bücher

Prospero's Books (1991), NL/GB/JP/FR
Laufzeit 124 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 24.10.1991

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6.8 Kritiker
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Skala 0 bis 10
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von Peter Greenaway, mit John Gielgud und Michael Clark

Ende des 16. Jahrhunderts wird Prospero, der Herzog von Mailand, zusammen mit seiner Tochter Miranda auf eine einsame Insel fern von Europa verbannt. Hier sinnt er auf Rache und schafft sich aus der Magie seiner Bücher und seiner ungeheuren Gelehrsamkeit heraus eine eigene Welt: Er macht die Insel zu einem italienischen Renaissance-Refugium voller Paläste, Gärten und Bäder, die auf der Insel heimischen Geister verwandelt er in Geschöpfe der klassischen Mythologie. Bestürzt über seine eigene Herzlosigkeit, gibt er jedoch schließlich seine Rachegedanken auf und entläßt die Geister, die ihm dienten, in die Freiheit.


Cast & Crew


Kommentare (3) — Film: Prosperos Bücher

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dbeutner

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Bewertung9.0Herausragend

Greenaway meets Shakespeare. Eigentlich bekommt man da ziemlich genau das, was man erwarten kann, wenn man die beiden Zutaten einigermaßen kennt. Und wer beide mag, dürfte hier immer auf seine Kosten kommen.

Unvergesslich: Ich wohnte in einer WG, u.a. zusammen mit einem Spanier. Der Spanier ist nicht da, wir schauen Prosperos Bücher. Der Spanier kommt. Setzt sich mit vor die Kiste. Schaut fünf Minuten. Guckt uns alle etwas irritiert an, steht auf, schüttelt den Kopf, "Ich verstehe kein Wort!" und geht :-)

Da der Text, ob im Original oder selbst synchronisiert, eher schwülstig daher kommt, heißt es unbedingt: Entweder sehr klaren Kopf haben oder mehrmals sehen. Oder beides.

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laotse

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es gibt Shakespeare-Adaptionen zuhauf, die nicht über den üblichen Kostüm-Muff hinaus kommen. Greenaways Adaption von Shakespeares Sturm (The Tempest) zeichnet sich aus durch gekonnte und hoch diffizile psychologische Verknüpfungen, die immer wieder auf einmalige Weise als zusätzliche Bildschichten auf das Hauptbild projiziert werden, teilweise erlebt man drei vier solcher Schichtungen gleichzeitig. Die für Greenaway typischen Gliederungselemente, die man auch aus anderen Filmen kennt (so z.B. beim "Kontraklt des Zeichners" der wiederkehrende Blick durch das Gitterraster) verleihen auch diesem Film eine zusätzliche Struktur (hier sind es die Darstellungen der Bücher Prosperos, die wie Illumination alter Handschriften dem Film zugefügt wurden). Ein großartiger John Gielgud als Prospero hilft, den Balanceakt zwischen seriöser Shakespeare-Darstellung und experimentellem Film gelingen zu lassen.
Filmtechnisch wie ästhetisch ein ganz großes Meisterwerk, kann man hier allenfalls die Musik von Michael Nyman bemängeln, die in anderen Filmen Greenaways stimmiger im Gesamtkontext wirkt.

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laotse

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Das zeigt doch gerade, wie gut der Film ist: eine 10 vergeben, obwohl sogar etwas bemängelt werden kann: -)


Brentano

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ja sehr zynisch, indeed, ..ß)


BigH

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Bewertung1.0Ärgerlich

Es gibt fantastische Shakespeare-Adaptionen ("Henry V"), es gibt sehr gute Adaptionen ("Romeo + Julia"), es gibt weniger gelungene Adaptionen ("O") - und dann gibt es "Prosperos Bücher"...
Was 'ne Gurke! Der leichte Wind, den man während des Filmes spürt, stammt von William Shakespeare selbst, der sich wie wild im Grabe rumdreht.

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Brentano

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Eure Antwort wie diese hier, mag sicher "erlaubt" sein, aber (imho) am Rande der "Geistlosigkeit " und nicht jeder sollte sich abmühen, oder "berufen" fühlen, wie etwa aus einer vermeintlichen Lektüre der Kassiker bemüht herbeigeleitet,(?) seinem Unverständnis gegenüber der umgesetzten Thematik solcher herausragenden Filme Ausdruck gebend, diese so "unernsthaft" zu kommentieren (zu versuchen),

oder ist das ein Witz, dann habe ich aber gut gelacht, ...."smile"


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