Providence

Providence (1977), CH/FR
Laufzeit 105 Minuten, Drama, Kinostart 01.10.1978

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Providence - Bild 9752
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mit Dirk Bogarde und John Gielgud

In der Nacht vor seinem 78. Geburtstag wird der vom Tode gezeichnete Schriftsteller Clive Langham in den Sog von Gefühlen und Gedanken gezogen, die von tiefer Angst geprägt sind. Mit der Flasche versucht er, die Schmerzen dieser Nacht zu betäuben. Seine vom Alkohol stimulierten und verwirrten Gedanken kreisen um sein letztes Buch. Als Vorbild für die Hauptfiguren dienen ihm seine Söhne Claude und Kevin sowie seine Schwiegertochter Sonia. Claude, dessen Art Langham am wenigsten zusagt, vertritt im Roman die Anklage gegen einen jungen Soldaten mit den Zügen seines Halbbruders Kevin. Dieser hat einem Greis die Bitte um den Gnadentod erfüllt; Claudes Frau Sonia fühlt sich darum in den nächtlichen Phantasien ihres Schwiegervaters viel mehr zu Kevin hingezogen als zu ihrem Mann. Claudes Geliebte Helen wiederum ist das Ebenbild seiner Mutter und lässt Langhams Schuldgefühle am Selbstmord seiner Frau offenbar werden. Zu diesem Abstieg ins persönliche Unbewusste gesellen sich albtraumhafte Bilder von politischer Verfolgung und Unterdrückung. Im strahlenden Sonnenlicht des nächsten Tages, seines 78. Geburtstages, scheinen dann die Schrecknisse der Nacht unendlich fern, bieten Langham und seine Angehörigen das Bild einer liebevollen Familie. Bei aller äußeren Ruhe weiß der alte Mann jedoch, dass die Ängste und Düsternisse unabtrennbar sind von dem Leben, an dem er weiterhin hängt.


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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Schräg und tragikkomisch. Spielt am Ende in der Realität, aber ansonsten in Traum und Delirium eines alternden Schriftstellers, der seine Familie zu den Hauptfiguren eines Romans macht. Diese folgen aber nicht den Anweisungen des Autors, sondern verselbständigen sich in seinen Alpträumen. Hauptfigur ist Sohn Claude,grandios gespielt von Dirk Bogarde, mit dem der von Schuldgefühlen gepeinigte Schriftsteller, toll gespielt von John Gielgud per Buch seinen Konflikt austragen möchte, weil er glaubt, dass der Sohn ihm den Selbstmord der Mutter nicht verzeiht. Deshalb stellt er Claude als glatten, arroganten und zynischen Anwalt dar. Gedanken, Träume und Alpträume vermischen sich zu einer kuriosen Handlung. Und am nächsten Morgen sieht der Zuschauer die Figuren real und ganz anders als in der Phantasie und in den Träumen des Autors. Gibt es leider nicht auf DVD, nur ganz selten im TV.

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