PU-239

PU-239 (2006), US
Laufzeit 107 Minuten, Komödie

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PU-239 - Bild 23617
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von Scott Z. Burns, mit Oscar Isaac und Danya Baryshnikov

Ein Arbeiter in einem russischen Atomkraftwerk bekommt bei seiner Arbeit eine tödliche Dosis radioaktiver Strahlung ab. Daher stiehlt er Plutonium, um es auf dem Schwarzmarkt in Moskau für das Wohl seiner Familie zu verkaufen.


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dbeutner

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Bewertung7.5Sehenswert

<< Treffen sich in Moskau zwei Hunde auf der Straße. Sagt der erste Hund: "Wie haben sich für Dich die Dinge mit der Perestroika verändert?" Antwortet der andere Hund: "Nun, die Leine ist immer noch zu kurz, und die Futterschüssel ist immer noch zu weit weg... aber jetzt dürfen wir so viel bellen, wie wir wollen.">>

Das ist die einleitende Schrifttafel zum Film. Der Text bezieht sich dabei weniger auf den inneren Kern des Films, eine Geschichte im Film, als vermutlich viel mehr darauf, dass der Film selbst "bellt" und in seinem ernsten Teil die politischen Umstände im heutigen Russland anprangert. Allerdings ist der Film eine amerikanische Produktion (HBO), der hauptsächlich in Rumänien gedreht wurde. Wäre er zumindest in Russland gedreht worden oder wäre das Drehbuch russischer Herkunft (was es nicht ist), würde das ganze etwas tieferen Sinn ergeben. Sei's drum.

Ein Arbeiter in einem Kernforschungszentrum / einer Wiederaufbereitungsanlage wird bei einem Versuch, ein Problem zu lösen, verstrahlt. Die Verantwortlichen wollen ihn als Sündenbock nutzen, um eine internationale Untersuchung zu verhindern, und lassen ihn zunächst im Glauben, dass die Verstrahlung auch gar nicht so schlimm sei. Alles ist natürlich anders, und der Arbeiter entschließt sich, waffenfähiges Plutonium zu stehlen und dieses auf dem Schwarzmarkt in Russland zu verkaufen, um zumindest seine Familie abzusichern. Gerade da dieser Teil der Geschichte eher der "bellende", der ernste ist, ist der Entschluss, sich auf die Straße zu stellen mit einem Verkaufsschild um den Hals - Pu-239 - schon etwas albern und grob.

Daneben gibt es eine kleine mafiöse Struktur zu sehen, u.a. mit Nikolaj Lie Kaas (mein Grund für den Film, aber wirklich nur Nebenrolle), wobei hier ganz klar der komödiantische Teil zu verorten ist. Mitunter ist das schon etwas platt und überzogen und versucht, (insbesondere dänische) Genregrößen zu imitieren (und scheitert dabei doch eher).

Beide Erzählstränge treffen natürlich aufeinander, und wenn die dümmsten Kleinmafiosis waffenfähiges Plutonium vertickern wollen, dann muss es schon in Richtung Kalauer gehen. Da die Darsteller ihre Sache sehr rund abziehen, sieht man gerne über das durchgehend recht grobmaschig gestrickte Drehbuch hinweg und kann den Spaß genießen.

Insgesamt fährt der Film mit der Mischung aus bemühtem Bellen (Drama) und eher flacher Dummkopf-Komödie einen Spagat, der ihm nicht gut tut. Beide Stränge hätten Potential für jeweils einen eigenen Film, aber die Kombination ist eher wie Spaghetti mit Schokoladensauce - zwei tolle Zutaten, die aber einfach nicht miteinander harmonieren wollen (hab's schon probiert, weiß wovon ich rede :-)).

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