Rabid - Bete, dass es nicht Dir passiert
Rabid (1977), CA Laufzeit 91 Minuten, FSK 18, Thriller, Horrorfilm, Kinostart 24.06.1977
7 Bewertungen
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90 Bewertungen
6 Kommentare
Keine
mit Marilyn Chambers und Frank Moore
Ein Motorradunfall. Die verletzte Rose ist dabei nur durch eine neuartige, bisher noch nicht angewandte Operationstechnik zu retten. Hautgewebe von ihrem Unterschenkel wird neutralisiert, bevor es auf die Verletzung verpflanzt wird. Während der Neutralisationsphase entstehen allerdings aggressive Mutationsformen der Zelle. Resultat: die Patientin entwickelt einen Durst nach menschlichem Blut. Ihren Opfern zumeist männlicher Natur zapft sie das Blut über einen penisförmigen Stachel, der aus ihrer der Achselhöhle wächst, ab. Die Opfer werden durch diesen Stich mit dem “Virus” infiziert und während der Ausnahmezustand in der Stadt verhängt wird, infiziert Rose weitere Opfer.
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Cast & Crew
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Marilyn Chambers
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Frank Moore
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-
Joe Silver
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-
Howard Ryshpan
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-
Patricia Gage
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-
Susan Roman
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Schauspieler
-
Roger Periard
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-
John Gilbert
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- Genre
- Thriller, Horrorfilm
Filmdetails Rabid - Bete, dass es nicht Dir passiert
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Kritiken (1) — Film: Rabid - Bete, dass es nicht Dir passiert
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen[...] Letztendlich ist RABID trotz seines Verweisspiels auf die Klassiker des Zombiefilms und ihrer politischen Attitüde gleichzeitig auch eine Interpretation des Vampirismus, dem Cronenberg seiner romantischen Verklärung beraubt: Reißzähne weichen einem Phallussymbol, der Blutdurst ist nicht mehr nur Ventil einer unerwidert gärenden Leidenschaft, sondern wird direkt mit dem Sexualakt vermengt.
Spannend, wenngleich auch noch unreifer und weniger visuell wahrnehmbar, als beispielsweise in THE FLY, ist dabei die Frage, ob der Verwandlungsprozess für seine Protagonistin letztendlich Fluch oder Segen ist; leidet sie zwar sichtlich an ihrer zunehmenden Aggressivität, entdeckt durch ihre Verwandlung aber auch erst die Möglichkeit zur Emanzipation von ihrer männlichen Umwelt - dient der Tötungswille anfänglich vor allem der Abwehr von Übergriffen, verselbstständigt er sich im Endstadium dahingehend, dass die Begegnung mit potentiellen Opfern vorsätzlich heraufbeschworen wird - aus der passiven Opferrolle erwächst eine aktive Täterin. [...]
Es sollte nicht verschwiegen werden, dass RABID den trashigen B-Movie-Look noch mehr auslebt, als viele andere Filme von Cronenberg, ebenso, wie die Wahl seiner nahezu durchweg sexualisierten Metaphern, nicht jeden gefallen wird. Wer sich aber darauf einlassen kann, der bekommt mit RABID einen Rohdiamanten geboten: Ungeschliffen zwar, aber wertvoll.
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Mr Vincent Vega 2011/01/04 19:16:02
Antwort löschen1. Homogenität finde ich überbewertet. Filme mit Macken sind mir lieber als der sowieso nicht realisierbare und letztlich tiefkalte Perfektionismus eines Kubrick, beispielsweise.
2. Die Frage nach Fluch oder Segen bleibt Rezeption. Im Mittelpunkt steht die bio-logische Fleischwerdung des Menschen, was für Cronenberg offenbar erst einmal Tatsache ist, und damit weniger Ideologie und kaum wertbar. Der Film ist aber tatsächlich geeignet, wie du schon andeutest, ihn komplett durch die Genderbrille zu sehen.
3. Schlusssatz würde ich so unterschreiben. SHIVERS finde ich aber noch etwas bedeutender als RABID.
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Hitmanski 2011/01/04 19:33:15
Antwort löschen1) Seh' ich auch so; meine offene Ablehnung der Distanz von Kubrick und Co gegenüber ihren Figuren und Stoffen ist ja kein Geheimnis; aber ich weiß, dass sich viele daran stören, deshalb hielt ich den Hinweis darauf für erwähnenswert.
2) Stimmt, wobei ich gerade hier die Deutung durch die Genderbrille sogar als die dominanteste aller möglichen Optionen empfand; aber das ist Geschmackssache. Ganz sicher ist er auf jeden Fall interpretationsfähiger, als es die Brandmarkung als sexualisierter Body-Horror, unter der er oftmals in vielen Kritiken geführt wird, nahelegt.
3) SHIVERS ist sogar ziemlich sicher der bedeutendere Film, schon alleine, weil er als erster Langfilm viele Punkte anschneidet, die immer später wieder aufgegriffen, variiert und vertieft werden - aber persönlich liegt mir RABIT mehr (ohne das jetzt stichhaltig begründen zu können, dafür ist meine letzte SHIVERS-Sichtung zu lange her).
Hitmanski 2011/01/05 02:19:30
Antwort löschenIch seh' gerade, ich muss meine dritten Punkt nach der Sichtung der SHIVER vorangegangenen Kurzfilme insoweit korrigieren, als dass es bereits SHIVERS selbst schon einige Ansätze nur aufgreift.
Kommentare (5) — Film: Rabid - Bete, dass es nicht Dir passiert
Kommentar schreibenPyro 91 2012/04/09 14:07:00
Kommentar löschenBeginnt zunächst vielversprechend und mysteriös, doch nach Hälfte der Laufzeit fragt man sich doch warum man sich für das Schicksal der Figuren interessieren sollte. Cronenbergs Skript fehlt der Fokus auf das Wesentliche. Figuren tauchen auf und verschwinden wieder für unbestimmte Zeit, nur um dann jedes Mal innerhalb von wenigen Minuten auf die selbe Art abgemurkst zu werden. Teilweise ergibt sich dadurch auch unfreiwillige Komik, denn wenn der zehnte Zombie, dem der Schleim aus dem Mund tropft ins Bild springt und jemanden attackiert, lockt mir das nicht mehr als ein Schulterzucken ab.
Wenn man mal von den üblichen Cronenbergschen Ekligkeiten und skurillen Körperveränderungen absieht, ist "Rabid" nicht mehr als ein typischer Zombiefilm der Woche. Die Metapher für die ungewöhnliche Killervorrichtung an der Hauptdarstellerin verläuft sich schnell im Sand und leider verhindert ein starker Fokus darauf, eine tiefere Erforschung des Virus.
Es sind denoch einige Szenen vorhanden, in der die Gewalt förmlich aus dem Bild herausbricht (OP-Szene, Tod des Weihnachtsmanns), aber mehr als kurzfristige Schocks sind hier nicht zu verbuchen.
Als eines der ersten Cronenberg-Werke immerhin einen Blick wert, aber kein guter Film-Film für mich.
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Ezra 2012/01/18 17:04:03
Kommentar löschenEine Frau, noch ohne einen penisartigen Stachel in der Achselhöhle, und ihr Partner, haben mit ihrem Motorrad einen Unfall. Hart ist nur leicht verletzt, aber Rose, immer noch ohne penisartigen Stachel in ihrer Achselhöhle, ist schwer verletzt. In der nahegelegenen Klinik für plastische Chirurgie, wird, aus Mangel an Alternativen, ein neues Behandlungsverfahren an Rose probiert. Rose wird wieder gesund, muss nun aber mit dem penisartigen Stachel in in ihrer Achselhöhle, anderen das Blut aussaugen. Die, die Opfer von Rose und ihrem penisartigen Stachel geworden sind, werden krank und übertragen die Krankheit auf andere. Die Epidemie, die die Frau mit ihrem penisartigen Stachel in der Achselhöhle, ausgelöst hat, lässt die Stadt immer tiefer im Chaos versinken.
Dafür, das die Hauptfigur eine Frau, mit einem penisartigen Stachel in der Achselhöhle ist, ist Cronenbergs "Rabid", in dem es um eine Frau mit einen penisartigen Stachel in der Achselhöhle geht, weniger eklig und blutig, als man es hätte erwarten können, immerhin geht es hier um eine Frau mit einem penisartigen Stachel in der Achselhöhle. Man kann es durchaus positiv sehen, dass die grundlegende Idee, einer Frau mit einem penisartigen Stachel in der Achselhöhle, nicht nur dazu genutzt wird um ein paar Effekte unterzubringen, sondern sich mit den Gefühlen der Hauptprotagonistin und dem Verhalten der Menschen, in einer Extremsituation auseinandersetzt.
Marilyn Chambers macht ihre Sache als Rose, also als Frau mit einem penisartigen Stachel in der Achselhöhle, sehr gut und auch die anderen Darsteller können meist überzeugen. Leider kommt zu keiner Zeit wirklich Spannung auf und auch die Effekte wirken, verständlich für einen 30 Jahre alten Film, etwas angestaubt.
David Cronenberg ist mit "Rabid" ein ordentlicher Film gelungen, der viel mehr aus seiner eigentlich recht trashigen Idee (eine Frau mit einem penisartigen Stachel in der Achselhöhle!!!!!) macht.
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Dumikan 2012/01/18 17:12:16
Antwort löschenNicht dein ernst !?
chs88 2012/01/18 17:50:38
Antwort löschenschöner Feierabendlacher, super!
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horro 2012/01/18 20:20:51
Antwort löschenIch kenne ja den Film recht gut und er gefällt mir ... aber worum ging es denn nun gleich bei dieser Frau? ... übrigens schön, die Chambers hier mal nicht in einer Porno-Rolle zu sehen ;)
Azazil 2012/01/19 18:58:01
Antwort löschenNach dem genialen Kommentar kommt dieser Filmmal sowas von auf die Merkliste :)
Spielberg_Fan 2011/07/28 13:53:56
Kommentar löschenMit "Rabid" wird man wieder mit den beliebten Vorzügen von Cronenberg konfrontiert. Sexualität gepaart mit Ekel. Allerdings ist „Rabid“ im Vergleich mit „Shivers“ oder „Die Brut“, die auch mehr oder weniger in die Richtung gingen, der schlechtere Mitstreiter. So richtig möchte der Funken nicht überspringen. Sei es von der Inszenierung her oder von dem ultimativen Ekel, der nicht wirklich ausbrechen will. Cronenberg's Werk schafft es nicht, aus sich herauszubrechen. Trotzdem muss man dem Streifen zugute halten, dass er dem Zuschauer etwas mitteilen will, was im Exploitation-Bereich ja nicht immer oder so gut wie nie der Fall ist.
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horro 2011/03/10 09:11:43
Kommentar löschenSchöner Klassiker des Horror-Kinos von Cronenberg. Obwohl der Film aus heutiger Sicht etwas plump und angestaubt wirkt, sind viele Elemente enthalten die starken Einfluss auf spätere erfolgreiche Werke des Genres hatten. Seuchen-Thematik mit Epidemie-Charakter und Alien-Parasit gehören zum Horror-Mainstream schlechthin. Marylin Chambers ist in diesem Film sehr present und kann in der Rolle des "Parasiten Wirts" durchaus überzeugen; schade, dass man von ihr in späteren Jahren nicht mehr viel gesehen hat. Unglaublich auch, dass hier Ivan Reitman bereits als Co-Produzent seine Finger drin hatte.
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SamRamJam 2011/03/10 13:03:25
Antwort löschenDer Film sagt mir ja gar nichts auch wenn die Namen mehr als vielverpsrechend klingen. Wie verhält es sich denn mit den Effekten im Film?
horro 2011/03/10 14:34:07
Antwort löschenDie Effekte sind halt aus den Siebzigern und Low-Budget, haben aber durchaus ihren "Charme".
Filmkenner77 2011/03/10 17:49:30
Antwort löschenHeißt der nicht eigentlich "Rabid – Der brüllende Tod"? Von der Handlung erinnert er mich ein wenig an "Parasitenmörder".
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horro 2011/03/10 20:19:44
Antwort löschenDer Film hat über die Jahre eine nette Sammlung an Titeln zugelegt:
Rabid Canada (original title)
Rabia Peru (imdb display title) / Spain
Rage France / USA
Überfall der teuflischen Bestien West Germany
Coma Profundo Portugal
I lyssasmeni Greece (video title)
Kuduz Turkey (Turkish title)
Lyssasmenes sta nyhia tou tromou Greece (transliterated ISO-LATIN-1 title)
Rabid - Bete, dass es nicht Dir passiert Germany (DVD title)
Rabid - Der brüllende Tod West Germany
Rabid, sete di sangue Italy
Sta nyhia tou tromou Greece (reissue title)
Verenimijät Finland
Wscieklosc Poland
horro 2011/03/10 20:21:30
Antwort löschenParasitenmörder - Shivers - war eine Art Vorgänger, auch von Cronenberg, hat aber keine Verbindung zu Rabid ... natürlich ist der Stil ähnlich ... muss ich mir auch wieder mal anschauen.
Kubrick_obscura 2008/08/26 21:46:11
Kommentar löschenSchwacher Cronenberg! Der sexualisierte Horror wurde in Shivers effektiver inszeniert. Allerdings endet der Film komplex genug um noch den B-Movie-Status von sich zu weisen.
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