Räuber Kneißl

Räuber Kneißl (2008), DE
Laufzeit 115 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 21.08.2008

- Kritiker
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6.6 Community
75 Bewertungen
12 Kommentare
Räuber Kneißl - Bild 798082
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von Marcus H. Rosenmüller, mit Maximilian Brückner und Maria Furtwängler

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhitzt er die bayerischen Gemüter: Der legendäre Räuber Kneißl. Während es sich die Obrigkeit zur ultimativen Aufgabe macht, den vermeintlichen Schwerverbrecher zur Strecke zu bringen, liebt das einfache Volk den “Hias”, der einer von ihnen ist und bis zuletzt jeder Ungerechtigkeit trotzt, die ihm wiederfährt. Denn wenn einer wie er keine Chance bekommt, in der Heimat ein rechtschaffenes Leben zu führen, wird er nichts unversucht lassen, mit seiner großen Liebe anderswo ein neues Leben zu beginnen: In Amerika! Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, und es geht um nichts geringeres, als um Leben und Tod.

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Kritiken (1) — Film: Räuber Kneißl

Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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5.0Geht so

Historienstück, bayrischer Western, Verkleidungsklamotte, Liebesfilm, Seifenoper und Heldenlegende geben sich hier ein munteres Stelldichein und sorgen für einen großen Unterhaltungswert, sofern man des Bayrischen mächtig ist. Kein Wunder also, dass die Moritat vom posthumen Volkshelden und edlen Räuber Mathias Kneißl nicht vollkommen überzeugen kann.

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Kommentare (11) — Film: Räuber Kneißl

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Dalia

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eigentlich würde ich dem Film nur eine Wertung zwischen sieben und acht geben, aber ... irgendwie weigert sich alles in mir und sucht nach dem Herz. Denn mein Herz hat erwärmt geschlagen, während ich "Räuber Kneißl" gesehen habe.
Herrliche Mundart (aus meiner Heimat) und ein großartiger Hauptdarsteller. Humor, ja, auch etwas Spannung und - womit ich nicht gerechnet hätte - ernstzunehmende Dramatik, die man glaubt. Die echt ist. Fassbar.
Woran ich noch lange denken werde: der Moment auf der Wiese, als die beiden über Wiedergeburt sprechen. Der Schwalben-Dialog hat etwas ganz eigenes, für mich sehr schönes.

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alter.native

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein Historienfilm der ziemlich "poppig" daherkommt und damit sicher modernen Sehgewohnheiten entsprechen soll. Was ihm aus meiner Sicht fehlt, ist eine wirkliche Zeichnung der Figuren, angefangen vom wildernden Vater des Räubers bis zu ihm selbst. Der Film verliert sich etwas in einer Art Nummernrevue der Räubereien und wird lediglich durch die Liebesbeziehung im letzten Drittel des Filmes strukturierter.

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*frenzy_punk<3

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Bewertung6.0Ganz gut

marcus h. rosenmüller schuf eine gute umsetzung der geschichte, des bayrischen volkshelden. der film ist nah an den fakten gehalten und wurde von den darstellern gut inszeniert. die spannung ist nur etwas karg gehalten und der soundtrack nicht besonders ausdrucksstark. dennoch liegt "räuber kneißl" noch über dem durchschnitt und kann durchaus mal angesehen werden.

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daScorp

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Bewertung2.0Ärgerlich

Man erfährt recht wenig über den Mythos des Räuber Kneißl, zumindest kann man dem Film nicht vorwerfen er würde ihn verklären. Das Setting wirkt authentisch, aber der Film konnte mich auch nicht eine Minute nur ansatzweise unterhalten. Die Dramaturgie ist, bis auf das absehbare Ende, total missraten, zu keinem Zeitpunkt hatte ich auch nur das geringste Interesse an einer der Figuren im Film. Ein filmisches Desaster.

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GunSpeed

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Glanzstück der Unterhaltung - ein wahres Meisterwerk das Herr Rosenmüller da gezaubert hat. Ist es historisch nahe an den Fakten? Verharmlost er den Verbrecher, stellt er ihn als Guten da?... solche Fragen musste sich der Regisseur zahlreich gefallen lassen. Dennoch hat er hier einen Film geschaffen der von Anfang bis Ende überzeugt, der bewegt und nahezu alle Facetten beleuchtet. Die Kulissen, die einzigartigen Bilder... so voller Ausdruck und doch so puristisch! Der Soundtrack perfekt stimmig und die Schauspieler überzeugend! Gute Unterhaltung - nahezu perfekt inszeniert.

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xiudt

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Bewertung6.5Ganz gut

Nun ja, da ist man von Marcus H. Rosenmüller bessere Arbeiten gewohnt. Sein Versuch, von der heiteren Komödie (die ihm wirklich sehr liegt) ins dramatische Genre zu wechseln, erweist sich als Fehler: Die durchwegs gut bestetzten Schauspieler überzeugen zwar in ihren Rollen, die historsiche Ausstattung wirkt sehr authentisch - doch die Story ist zu holprig, wenig emotional und spannend. Schade, die Geschichte um den Räuber Kneissl gibt doch mehr her als nur eine Verfilmung, die sich zwischen Melodram und spannender Räubergeschichte nicht entscheiden kann.

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spanky

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Bewertung7.5Sehenswert

Der erste deutschsprachige Film, bei dem ich die Untertitel anschalten musste! Irgendwie kam ich mir vor, wie bei den Passionsspielen in Oberammergau vor etwa 30 Jahren. Aber was soll ich sagen: Der Film wird zurecht als "Bayerischer Western" bezeichnet. Handwerklich ausgezeichnet, großartig in der Besetzung (Maximilian Brückner ist eine Entdeckung!) und mit einem wunderbaren Soundtrack lässt er eigentlich wenige Wünsche offen. Ausser die gelben Schuhe! Die hätte ich auch gerne! Und das die alten Ganghofer-Filme (Schloß Hubertus, Der Jäger von Fall, Waldrausch) endlich mal auf DVD herauskommen!
Ach ja: Die Furtwängler? Um Gottes Willen, wo ist die denn bitte eine Schauspielerin? Diese Frau soll beim Tatort bleiben, wo sie hingehört. Oder wieder Ärztin werden...

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Abahasi

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Gut, ich hab den Vorteil, daß Bayrisch meine Heimatsprache ist, und ich mit der Geschichte vom Kneißl aufgewachsen bin.
Aber selbst wenn dem nicht so wäre, der Film ist doch ganz einfach zu verstehen, was da passiert ist universell, und leider auch in der heutigen Zeit noch ganz aktuell!
Die Schauspieler sind grandios, ganz besonders Maximilian Brückner, der sowohl das platzhirschige als auch die nackte Angst und Verzweiflung des Kneißl glaubhaft rüberbringt, aber auch seine Mitspieler. Trotz dem Wissen wie es ausgeht, hoffst halt doch, daß er davonkommt und mit der Mathilde ein neues Leben im Vorläufer eines Reiheneckhauses, bezahlt durch einen Bausparvertrag, beginnen kann.
Der Film ist wunderschön photographiert, mit ganz stimmungsvollem Licht, und die Sets zeigen die Zeit wie sie damals wohl war, und nicht wie sie durch die Geschichte verklärt wurde.
Wenn es die Chance gibt, den Film zu sehen - greift's zu!

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alter Hase

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Bewertung10.0Herausragend

Dieser Film kann es mühelos mit den großen, klassischen Western aufnehmen. Die Bilder sind unvergeßlich. Ein aufwühlender, mitreißender und zum Schluß verstörender Film. Wer des Bayerischen nicht mächtig ist und vom bayerischen Wesen nur "Komödienstadl" begriffen hat, dem wird sich dieser Film nicht richtig erschließen. Für alle anderen gilt: Reingehen!

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duddits5k

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Bewertung2.5Ärgerlich

1pkt fürn film + 1pkt fürs ameranger bauernhausmusem + 0,5 für das huhn!

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Wombat

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Bewertung1.5Ärgerlich

Überraschend schlechte, zum Teil dilettantische Umsetzung einer überaus schwachen Geschichte. Die Darsteller spielen auf ganz niedrigem Niveau und sind nur schwer zu verstehen, Untertitel wären definitiv angebracht. Die Dramaturgie ist fern von gut und böse und so schafft es der Film nur im Handlungsstrang der Liebesbeziehung des Räubers interessante und kurzweilige Momente zu erzeugen. Schnitt und Kamera sind grausam, wiederum hebt sich die Qualität nur in wenigen Liebesbeziehungs-Momenten, auf der Wiese oder einzelnen Aufnahmen während seiner Flucht.

Der Räuber wird nur schemenhaft umrissen, sein Mythos bleibt verborgen. Was man an Dialogen gespart hat, hat man mit sehr schwachen Bildern schildern wollen, ohne Erfolg. Bitte nicht im Kino anschauen !!!

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