Ralph reichts - Kritik

Wreck-It Ralph / AT: Ralph reicht's

US · 2012 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 6 · Animationsfilm, Komödie · Kinostart
Du
  • 7 .5

    Ralph reichts ist in Sachen Anspielungen und cleveren Witzen zum Thema Videospiele genau das geworden, was ich mir gewünscht habe. Dazu gibt es dann noch grandiose Charaktere und teilweise schöne Action. Wer aber auf ein gutes Drehbuch hofft, der wird vermutlich enttäuscht werden, genauso wie die, die die massigen Anspielungen nicht versteht. Ich denke, ich habe alle verstanden, allein deshalb muss ich den Film schon toll finden, auch wenn es immer noch nicht das Magnus Opus der Videospielfilme ist.

    • 5 .5

      Welch‘ ein Fehlschlag!
      Ralph reichts gehört zu jenen Filmen, die vollkommen falsch beworben wurden und entsprechend Erwartungen weckten, die keine Sekunde lang erfüllt wurden. Bereits in den ersten Teasern wurden prominent Streetfighter-Charaktere gezeigt, und selbst das Kinoposter präsentierte voller Stolz Sonic, the Hedgehog, als einen der Hauptcharaktere.
      Aber Pustekuchen! Im Film selber kommen diese Figuren über lustlose und ziemlich plumpe Cameos nicht hinaus, und den Rest der Show übernimmt (neben dem sympathischen und sehr gelungenen Ralph) eine kleine… nun, wie soll man dieses Gör eigentlich nennen? Im Film heißt sie wohl Vanellope, tatsächlich aber ist sie nur ein Klon von Agnes aus „Ich – Einfach unverbesserlich“. Wobei diese auch wiederum ein Klon… ach, lassen wir das! Diese ganzen Animationskinder sind immer exakt gleich und primitivst nach Schema F aus dem Baukasten für Designkitsch entworfen. Und warum zum Teufel braucht jeder verdammte Animationsstreifen ein kleines, freches Mädchen als Sidekick zum immer bärbeißigen, grummeligen Mann, dem sie dann mit Kitsch, Sülz und Zuckerglasur das Herz öffnen?

      Wow, Wreck-it Ralph hat eine so verdammt spannende und innovative Ausgangslage, die Lizenz an ebenso spannenden Retro-Figuren, eine herrliche Charakterzeichnung (anfänglich) des Hauptprotagonisten, und was wird daraus gemacht?
      Die X-te gelangweilte süßes-Kind-erweicht-bösen-Mann-mit-kindlichen-Glotzaugen-Story, die jeder verdammte Animationsfilm zuvor schon in allen Details gezeigt hat…

      Wäre Sonic der Sidekick gewesen, hätte man andere Videospielcharaktere etwas mehr in den Vordergrund gerückt, so wäre der Streifen ein Knaller geworden. So entpuppt er sich als Mogelpackung, die den üblichen, langweiligen Disney-Kitsch in ein Retrogewand verpackt und damit frech Oldschoolgamer als Zielpublikum anwirbt, jedoch nicht liefert, was sie verspricht.

      Ralph reichts ist mitnichten ein schlechter Film, und er hat neben der interessanten Ausgangslage sicherlich auch den einen oder anderen Moment, aber nichts desto trotz kann dies nicht darüber hinweg täuschen, dass hier irreführende Werbung für ein Produkt gemacht wurde, das nicht ansatzweise das liefert, was es ankündigt.

      Von daher: für Kleinkinder oder Animationsfilmfans sicherlich einen Blick wert, aber als Retrogamer sollte man tunlichst die Finger von dem Streifen lassen, da man als solcher nur auf ganzer Linie enttäuscht werden kann.

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      • 8 .5

        Böse Zungen behaupten ja, dass die originellste Idee, die Disney in den letzten Jahren gehabt habe, der Kauf der Pixar-Studios gewesen sei.
        So ganz von der Hand zu weisen ist diese Aussage nicht, haben doch die Disney-Studios in den vergangenen Jahren wirklich nicht gerade mit sehr originellen Stories auftrumpfen können.
        Eine Ausnahme bildet hier der vorliegende Streifen, der im Original als „Wreck-It Ralph“ in die Kinos kam.
        Die Geschichte ist nicht nur ausgesprochen originell und fantasievoll, sondern weist eine äusserst klug arrangierte Verknüpfung zwischen virtueller und realer Welt auf.
        Gerade dieses Spiel mit allseits bekannten Games und dem fiktiven Eigenleben der Game-Figuren ist sehr reizvoll und bietet viel Raum für gelungene Gags und witzige Dialoge.
        Die deutsche Synchronisation, die deutschen Hauptfiguren werden von Christian Ulmen (Ralph) und Anna Fischer (Vanellope) gesprochen, ist gut gemacht, kommt aber nicht ganz an die noch perfektere Umsetzung im Original durch John C. Reilly und Sarah Silverman heran.

        Alles in allem haben es die Disney-Studios geschafft, an ihre alten Stärken anzuknüpfen und einen warmherzigen, rasanten und originellen Animations-Film abgeliefert!

        • 9
          Morena92 16.11.2016, 13:36 Geändert 16.11.2016, 13:38

          Ich hatte diesen Film lange auf meiner Merkliste... Gestern habe ich ihn endlich auf Netflix geschaut und war von Anfang an total begeistert! Die bekannten Charaktere, die Geschichte, die Gags, die Wendungen... einfach alles hat mir super gefallen! Während des ganzen Films konnte ich kaum aufhören zu grinsen :-) sehr empfehlenswert. Ich bereue es, ihn nicht schon vorher geschaut zu haben und freue mich auf die Fortsetzung :-)

          • 6 .5
            Ecto1 29.09.2016, 11:01 Geändert 29.09.2016, 11:01

            Eigentlich zu Beginn eine richtig tolle Parodie auf das Videospielgenre. Nur wirft Disney so viel Zuckerguss drauf, dass ich nicht recht weis was nun die Zielgruppe sein soll. Die 8-Bit Nostalgiker welche inzwischen auch schon gegen die 50ig gehen, oder die ganz junge Generation Playstation? Oder sind es die rosaroten Barbie-Prinzessinnen? Eigentlich ein geschickter Schachzug, eine typische Disney Story so zu verpacken dass man sich bunt gemischt vor dem TV einfinden kann.

            Somit kann ich sagen, dass ich eine Hälfte des Films richtig toll finde, die andere Hälfte mir mit ihren Süssigkeiten aber den Appetit ein wenig verdirbt.

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            • 8
              cycloo77 22.09.2016, 03:50 Geändert 22.09.2016, 03:51

              Diesen liebenswerten Brocken mit den Mega Patschhändchen muss man einfach in sein Herz einschliessen und den Schlüssel wegwerfen. Es ist einfach nur saukomisch zu sehen wie Ralph gegen sein Bösewicht Image ankämpft und alle in seiner Umgebung lebenden Zeitgenossen davon überzeugen will, das er eigentlich ein "normalo" ist.
              Wunderbare und aus der Kindheit bekannte Figuren runden diesen kurzweiligen Spaß ab.
              Krawumm King Ralph!

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              • 8 .5

                Toller Film mit wirklich überraschenden Wendungen und liebevollen Charakteren. Nur die Candywelt mit ihrem Markensüßkram hat nicht ganz so gut reingepasst und wirkte, wie eine zweite Filmidee abseits der Videospielthematik.

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                • 8

                  START

                  Für mich als bis heute eingefleischten Gamerfan ist "Ralph reichts!" natürlich ein gefundenes Fressen. Die Grundidee ist einfach genial.

                  Ein Bösewicht eines Automatenspiels, der nur geliebt und anerkannt werden will. Wollen wir das nicht auch? Zu arbeiten ohne Lohn ist doch echt scheiße. Und so ergeht es Ralph in seinem Videospiel. Kaputtschlan kann er richtig gut und das macht er quasi hauptberuflich. Steht der Automat still verweilt er einsam auf seinen Müllhaufen und sieht dem Helden seines Spiels Felix beim Feiern mit seinen pixeligen Freunden zu. Er flieht aus seinem Spiel. Auf der Suche nach Anerkennung.

                  Und schnell wird klar ohne einen Bösewicht kann es keinen Guten geben. Hat der Gute keinen Gegner funktioniert das Spiel nicht mehr. Immer mal wieder schneidet er diese existenziellen Themen an und transportiert quasi Sinngehalte von Videospielen über den Film auf unser Leben. Herrlich!

                  Überhaupt findet man ungemein viele Querverweise und Gags auf Spiele, Filme aber auch unser Konsumverhalten. Alleine die Oreokrieger mit ihrem "OREEEO"- Schlachtruf sind einfach zum Schießen. Und lecker. Ein bisschen zu süß vielleicht. Was auch mein einziger Kritikpunkt ist. In der Mitte des Films wird es klebrig süß und man hält sich meines Erachtens zu lange in dem zuckersüßen Rennspiel auf. Mit der Thematik wäre noch soooooviiieeeel mehr möglich gewesen. Da macht sich schon ein klitzeklein wenig Langeweile breit.

                  "Ralph reichts" ist ein lustiger Disneyfilm mit einem sympathischen herzensguten Bösewicht und einer irren originellen Grundidee.

                  Also mir reichts noch lange nicht. Insofern freue ich mich auf Teil 2...

                  CONTINUE

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                  • 7

                    „Ralph reichts“ beweist, das ein Film über Videospiele funktionieren kann. Der Film wimmelt voll kleinerer Anspielungen, die die Mainstream wahrscheinlich übersieht oder nicht versteht, den Film für Fans von Videospielklassikern aber zu einem Muss machen. „Ralph reicht's“ ist Retro in positiver Hinsicht: Der Film schwelgt in der Erinnerung an die Zeiten, als die Spiele gerade laufen lernten. So ziemlich jeder, der schon einmal ein Videospiel gespielt hat, wird etwas wiedererkennen. Aber er wirkt auch oft wie am Reißbrett entworfen nach dem Prinzip: Was gefällt dem Zuschauer? Und nicht jedes Detail stimmt. Das lachende und weinende Auge wechseln sich dennoch ausgewogen ab, was eben auch an den einfallsreichen und zu Herzen gehenden Figuren liegt.
                    Der Ausgang ist zwar absehbar, der Weg dorthin aber so temporeich und spaßig, dass die mehr als eineinhalb Stunden wie im Flug vergehen. In klassischer Disney-Manier ein Volltreffer für so ziemlich jede Zielgruppe.

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                    • 7 .5

                      Der Pixar-Videospiel-Movie...

                      Hat Stil und macht Laune. Die zahlreichen Anspielungen auf andere Spiele (Bowser, Mario, Dr. Eggman) waren gelungen und ist mal was Neues. Passt!

                      • 8

                        Disney weiss´immer wieder wie man mich verzaubert, so viel liebevolle Details im Hintergrund, die Charakter so sympathisch und mit viel Tiefgang und mit denen man sich gut identifizieren kann.
                        Auch die vielen Anspielungen auf Videospielklassiker hat mich sowas von vom Hocker gehauen, allein die Rennszene a la Mario Kart hat mich wieder in die Kindheit zurückversetzt wo ich stundenlang auf der Konsole zockte und mich über Mario Kart 64 ärgerte (im positiven) .
                        Für Nostalgiker wie mich ein echter Geheimtipp, fühlt sich an die Kindheit erinnert.

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                        • 6

                          Gute Idee, guter Niedlichkeitsfaktor, allein das Drehbuch hätte mehr Spannung und Unterhaltungswert vertragen können. Eine ähnliche Enttäuschung wie der letzte Minionsfilm, der außer guten Gag und Knuffigkeit nichts zu bieten hat.

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                          • 6 .5

                            Die Idee fand ich wirklich überzeugend und originell und auch einige Gags haben gesessen. Vor allem die vielen mehr oder weniger offensichtlichen Anspielungen auf Spieleklassiker zu Beginn haben Spaß gemacht, obwohl ich mir sicher bin, dass ich längst nicht alle entdeckt habe.
                            Allerdings hätte ich mir etwas mehr Game-Hopping erhofft, da der Film die meiste Zeit in diesem kitschigen und kunterbunten Candy-Crush-Verschnitt spielt und das war auf Dauer doch etwas anstrengend. Anstregend war auch dieses kleine Glitch-Mädchen, das dauernd am Quasseln und Beleidigen war (also wie die echten Kids heutzutage). Ich weiß echt nicht, warum man Kinder in Filmen immer so nervig darstellen muss...
                            Insgesamt bietet Ralph reicht's gute Unterhaltung mit einer Botschaft am Ende, von der man eigentlich schon von Anfang an wusste, dass sie kommen wird. Trotzdem ist der Film mehr als nett anzuschauen, obwohl auch hier mal wieder auf den Trend gesetzt wurde, Promis anstatt richtige Synchronsprecher ans Mikrofon zu lassen, ganz egal, ob deren Stimmen nun passen oder nicht. Christian Ulmen passte als Ralph jedenfalls nicht.

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                            • 8

                              Ich bewundere immer wieder, wie wahnsinnig kreativ die Filmemacher bei Disney sind. Auch dieser Film ist gespickt mit skurril-schrägen Ideen und einer netten Handlung. Auf jeden Fall sehenswert.

                              • 6 .5
                                Dady 10.02.2016, 17:42 Geändert 10.02.2016, 17:46

                                Eigentlich ganz cool!
                                "Ralph reichts" ist der nächste unterhaltsame Spaß aus dem Hause Disney. Die Idee das eine Computerspielfigur plötzlich rebelliert und kein Bock mehr auf Böse sein hat fand ich toll. Auch die Auftritte einiger prominente Spielecharaktere die wohl jeder kennt waren sehr amüsant. Nur zum Ende hin dachte ich mir das man aus der Idee noch mehr hätte rausholen können. Doch trotzdem macht das Ganze natürlich Spaß und ist für die jüngeren Zuschauer bestens geeignet.

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                                • 6

                                  Unterhaltsamer Disneyfilm, wobei hier meiner Meinung nach viel Potenzial verschwendet wurde. Das Thema bietet so viel mehr, es hätte noch viel mehr Parodien/Gags geben können.
                                  So driftet es nach einem guten ersten Drittel in einen poppigen 08/15 Disneyfilm ab.

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                                  • 5
                                    Zuckerspinne 10.01.2016, 21:06 Geändert 10.01.2016, 21:06

                                    Potential total verschenkt!

                                    Zwar gut recherchiert, aber lieblos und ideenlos umgesetzt.

                                    • 3

                                      Disney arbeitet eifrig an der großen Zielgruppenverschmelzung! Im Stile moderner Parodien wird ein ganzer Kübel an bekannten Videospielfiguren auf die Leinwand losgelassen, damit diese dann einfach nur da sind, allein um des Wiedererkennungseffekts. Die Annahme, die Figuren könnten sich nach Feierabend von einem Gerät zum nächsten bewegen, ist auch befremdlich.
                                      Ein fruchtloses Treffen der Bösen verbleibt ergebnislos und ab diesem Zeitpunkt schlägt der Film dann wieder in bekannte, kindgerechte Gewässer um.
                                      Dabei folgt der Film dem neuesten Trend, Bösewichte zu zeigen, die ja eigentlich gar nicht so böse sind. Für Kinder mag die Geschichte noch einiges hergeben...
                                      Aber sonst? Wer glaubte, dass es tatsächlich darum gehen würde, die Medaille zu bekommen? Niemand, man weiß einfach, dass Ralle am Schluss lernen wird, dass für seine Freunde da zu sein, das Wichtigste überhaupt ist. Bis er das gelernt hat, müssen wir alle eine kleine, nervige Zicke über uns ergehen lassen, die sich nur über Beleidigungen verständigen kann und dermaßen unsympathisch ist, dass sie ihrer Funktion als Programmierfehler nur gerecht werden kann.
                                      Wäre die Präsentation nicht so stumpf, könnte man noch mit der kindgerechten Geschichte leben, aber so...

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                                        Charmant, mit vielen Insidern! Wie toll wäre das erst geworden, wenn die real existierenden Games und Helden/Bösewichte noch stärker mit eingebunden gewesen wären.

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                                          Wirklich gute Idee. Reicht aber nicht, wenn der Rest uninspiriert ist.

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                                          • 7

                                            Netter Film wobei ich ständig den Hinweis "Dauerwerbesendung" gesucht habe ;)

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                                              Hat mir super gut gefallen .... zuckersüßer Spaß mit dem gewissen Zuckerschock mit ner ordentlichen Portion Schokosoße ... leider such ich noch vergebens nach leckeren Keksen ... aber egal ... es war auch so köstlich genug ... durch die verschiedenen Games zu fantasieren ;)

                                              krümelige Grüße
                                              Euer morphiiii

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                                                Ein unterschätzter und wirklich gelungender Disney Film, gerade für Videospiel Fans.

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                                                  Das Animationsgenre ist reich an richtig guten Filmen und "Ralph Reichts" mischt da ganz weit vorne mit. Zum ohnehin schon hohen Disney-Standard gesellt sich hier noch eine sehr originelle Grundidee, die beim Einen oder Anderen sicher viele nostalgische Erinnerungen geweckt hat. Mir jedenfalls ging es so.
                                                  Angesichts des Spielhallen-Plots war ich zunächst etwas skeptisch, ob mich der Film auch auf emotionaler Ebene erreichen kann. Doch gerade da liegt die große Stärke von "Ralph Reichts". So eindimensional die meisten Retro-Spiele auch waren, die Geschichte vom programierten Bösewicht, der doch eigentlich so viel Gutes in sich trägt, lässt wohl nur die Wenigsten kalt.
                                                  Ich freu mich schon auf den zweiten Teil.

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                                                    Ich mag den Gedanken was wohl alles in so ner Spielhalle passiert wenn sie abgeschlossen wird. Klasse Disneyfilm mit großen Unterhaltungsgrad.

                                                    ?a=5541&i=2&e=1&c=1772341&c0=movpa krit