Bekanntester Vertreter des sich stets zwischen ideologischer Bedenklichkeit und testosterongeladener Volldebilität bewegenden Home-Front-Actionfilms vergangener Tage: Eben erst aus den Wäldern Vietnams zurückgekehrt, muss Stallone in seiner Lieblingsrolle als sozial isolierter Alleingänger feststellen, dass die wirkliche Gefahr für tapfere Dschungel-Recken nicht von Vietcongs in der Ferne, sondern von Schreibtischen und der zivilen Gesellschaft in der Heimat ausgeht.
Dabei als sozialkritische Analyse getarnt, ergeht sich das von Ted Kotcheff verfilmte Script in übler Schwarz-Weiß-Betrachtung des Sujets und konterkariert im weiteren Verlauf mit seinem Plädoyer für Gewalt und Soldatentum auch das letzte bisschen Glaubwürdigkeit eines pazifistischen Ansinnens: Nicht am Krieg, sondern an der Friedensbewegung muss der Rambo schlussendlich zerbrechen.
Würde die Glorifizierung eines derartig übersteuerten und ernst gemeinten archaischen Helden- und Männerbildnisses, sowie eines Weltenentwurfs, in dem Gewalt noch immer ein gutzuheißendes Mittel zur Konfliktlösung darstellt, dabei nicht stetig für ein amüsiert-ungläubiges Kopfschütteln sorgen; RAMBO wäre wohl noch schwerer goutierbar.
Fans dieses Films gefällt auch: Cold-War-Rhetorik, Militärparaden, 300.
Ich mag keine Cold-War-Rhetorik und bin auch kein Fan von Militärparaden und am allerwenigsten von "300". Aber diese gänzlich an meinem persönlichen Eindruck vorbeigeschriebene Sichtweise ist schlicht und ergreifend gut verfasst. Daher gibt's auch ein "Gefällt mir".
[...] „Rambo“ bietet dem geneigten Zuschauer bei näherer Betrachtung weitaus mehr Inhalt als allgemein erwartet und kann für die damalige Zeit schon fast als unbequem bezeichnet werden. [...]
[...]
Nur aufgrund immenser Mundpropaganda habe ich "Rambo" überhaupt endlich mal gesehen. Ob der Film dieser "agressiven Werbung" bedarf, weiß ich nicht, wahrscheinlich aber hätte ich ihn in fünf Jahren noch nicht gesehen. Und das lohnt sich durchaus: "Rambo" ist nur auf den ersten Blick ein stumpfer Actionfilm. Bei näherem Hinsehen kann man durchaus eine gewisse Gesellschaftskritik erkennen. Selbst für die Geschehnisse im Film kann John Rambo nicht 100% zur Verantwortung gezogen werden. Die Gesellschaft ist an allem schuld. Vom Krieg gezeichnet, von der Gesellschaft für seine Dienste schon fast verachtet, ist Rambo trotz aller Gewalt der einzige Sympathieträger des Films. Ich hätte nur das Originalende des Romans dem Ende des Films vorgezogen – Rambos Tod hätte das ganze noch dramatischer gemacht
[...]Das musikalische Hauptthema von „Rambo“ gehört zu den berühmtesten Arbeiten des Komponisten Jerry Goldsmith und auch wenn es im Laufe der Spielzeit zu weit heroischeren Tönen variiert wird, so sind es doch die melancholischen Klänge zu Anfang des Films, die seine Stimmung ausmachen.[...]Der Teil in den Wäldern, die Flucht Rambos und die in immer größerem Maßstab stattfindende Jagd der Sheriffs mit schwerer Bewaffnung, Hunden und Helikopter, ist zweifellos das inszenatorische, dramaturgische und intensive Highlight des Films.[...]„Rambo“ hat hier seine besten und denkwürdigsten Momente, etwa wenn Stallone sich nach einem Sturz von einer Felswand selbst eine schwere Wunde zunäht und er wie aus dem Nichts zuschlägt und wie ein Teil der Natur über die hilflosen Sheriffs hereinbricht, ihnen auf ein Art überlegen ist, wie sie es nie geahnt hätten.[...]Im Gegensatz zur Romanverlage, in der Rambo seine Verfolger gnadenlos tötet, klicken die Räder bei Stallone langsamer aus, mehrmals gewährt er seinen Verfolgern die Chance, ihn einfach ziehen zu lassen. Dennoch sorgt allein die Vorstellung, wozu dieser Mann fähig ist, wenn er endgültig ausrastet, für nicht weniger zimperliche oder eine gar harmlose Darstellung, sondern sorgt für eine ständige und anschwillende Spannung[...]
In seinem Roman ‚First Blood' erschuf David Morrell die Figur Rambo, die auch im Film ein gebrochener Kriegsheld ist und glaubwürdig von Sylvester Stallone auf der Leinwand zum Leben erweckt wird. Der Aspekt des enttäuschten Heimkehrers, der in eine Ecke gedrängt wird und sich wehrt wird dabei nicht wie in den Folgefilmen von Actionszenen erdrückt sondern zieht sich bis zum Ende hin, was den Film auch deutlich von zahlreichen, vor patriotischer Stimmung nur so triefenden Actionstreifen abhebt.
Veteran und Haudrauf John Rambo hat ein Problem: Er hat Hunger. Als es ihn dann in eine Kleinstadt in der Pampa verschlägt und ihn ein fieser Fieslings-Sheriff daran hindert einen Happen zu sich zu nehmen und außerdem auch noch fies zu ihm ist und ihn unbewusst an die Gräueltaten erinnert, die ihm in Vietnam zugestoßen sind, gibt es nur noch einen Ausweg, nämlich in den Wald zu flüchten, sich dort eine Hetzjagd zu leisten und letzten Endes die Kleinstadt dem Erdboden gleich zu machen.
Trotz einiger Logikmängel, die vor allem in den Punkten liegen, dass man sich fragt wie John Rambo eigentlich noch einmal in solch eine verzwickte Situation kommen konnte und weshalb er den Sprung an den Nadelbaum überlebt hat, kann "Rambo: First Blood" mit einigen sehr netten Plotideen punkten, denn John Rambo wirkt auf den geneigten Actionfan ganz einfach wie ein Unschuldslamm. Die bösen Cops haben ihr Leid dann schon irgendwo verdient und unser Protagonist kommt ja auch nicht ganz ungeschoren davon. Sylvester Stallone bemüht sich größtenteils noch etwas Authentizität einzubauen, was sich zum Beispiel daran erkennen lässt, dass sich Rambo in der Miene darum sorgt seiner Fackel immer genug Nahrung zum brennen zu geben. Solche Kleinigkeiten und die Coolness von Rambo machen diesen Actionstreifen dann wirklich mehr als sehenswert.
Kaum eine Filmgestalt wurde so bekannt wie Stallones Rambo. Wo immer von knallhartem bis rücksichtslosem Verhalten die Rede ist, ist der Name nicht weit: Da ist von Polit-Rambos die Rede, von Verkehrs- oder Fußball-Rambos und vielen anderen Dreinschlägern. Somit zählt diese Figur nicht nur zu den bekanntesten, sondern auch zu den verrufensten. Medienpädagogen laufen Amok, wenn sie nur den Namen hören. Seinen schlechten Ruf verdankt Rambo den drei Fortsetzungen, "Rambo II", "Rambo III" und "John Rambo", die jegliche kritische Distanz zur inhaltlichen Gewalt vermissen lassen. Der erste "Rambo" dagegen, von Ted Kotcheff meisterlich inszeniert, ist ein mustergültiger Actionfilm, der seine geradlinige Story mit hoher Präzision erzählt.
Rambo gilt völlig zu Recht als Klassiker des Actionkinos. Stallone überzeugt nicht nur als schmerzunempfindliche Kampfmaschine, er verpasst seiner Figur auch die nötige Tiefe (Schlussmonolog). Ist die erste Hälfte mit einer atemberaubenden Hatz durch die Wälder schon bemerkenswert intensiv, so läuft der Film danach auch zu technischer Hochform auf und bietet alles, was man von Krawallkino so erwartet. Ein sehr empfehlenswerter Meilenstein des Actionkinos,
Ach, was soll ich sagen.. Rambo ist einfach nur geil.
Viel Geballer, wenige Worte.. aber Rambo darf das :-)
Was bleibt ist ein 1-A-Action-Kracher, den man immer wieder nochmal gucken könnte.
"Rambo" ist ein actionreicher, fast schon sozialkritischer, gut umgesetzter Streifen, der völlig zu Unrecht oft als zu gewaltverherrlichend abgestempelt wird. Der Film enthält nicht mehr Gewalt als jeder andere Actionfilm und zudem ist Gewalt nicht seine Hauptaussage und seine Hauptabsicht.
Ein zeitloser Klassiker!
Handwerklich überragender Action-Film, der mich inhaltlich aber doch etwas hin und hergerissen zurückließ. Ich konnte diese Kritik, die "First blood" sicherlich besitzt, einfach nicht wirklich ernst nehmen. Mir war das einfach eine Spur zu künstlich aufgetragen und oberflächlich dargestellt, klischeehafte Bilder werden hier als Motivation eines Menschen benutzt, ohne diese Ansatzweise zu hinterfragen, zu durchleuchten oder wenigstens zu erklären. Statt tiefer in das Thema einzusteigen, werden Zusammenhänge und Auswirkungen des Krieges stark vereinfacht. Natürlich hab ich keinen "The deer hunter" erwartet, aber inhaltlich war mir "First blood" doch um einiges zu simpel. Glücklicherweise hat der Film aber auch wenig patriotische Tendenzen, auch wenn man ab und an schon etwas den Ansatz eines fiesen Amerika-zur-Reagan-Zeit-Geruch in der Nase hat. Der ist aber wohl so richtig erst in den weiteren Teilen wahrzunehmen...aber das werde ich heute Abend selber noch feststellen (Ich schaue die ersten 3 Rambo-Filme heute tatsächlich zum ersten Mal).
Da "First blood" aber eben kaum Patriotismus und Heldentum versprüht, sondern ein effektiv umgesetzter, dreckiger Survival-Action-Film ist, hab ich auch keine Gewissensbisse diesen Film mit "Ausgezeichnet" zu bewerten. Zwar gibt es einen kleinen Abzug für die Eröffnung des Films, da mir da doch etwas zu Schwarz und Weiss gemalt wurde, nach 20 Minuten entfaltet sich dann aber ein richtig spannendes Katz und Maus-Spiel, dass seine Action-Szenen vorzüglich dosiert und vorallem auf Seiten der Jäger durchaus psychologisches Potential entwickelt. Und selbst Sylvester Stallone ist hier recht ansprechend, neben "Rocky" und "Copland" sicherlich einer seiner besten Auftritte.
Schön erdig und vorallem ohne jegliche Längen, kann "First blood" auf der Unterhaltungsebene völlig überzeugen, allein seine inhaltlichen Ambitionen liessen mich recht unbeeindruckt. Aber gefühlt stand er mir z.B. einen "Deliverance" eh näher, als Filmen die sich intensiv mit der Veteranen-Problematik befassen.
Neulich wieder mal im TV angeschaut. Ich kann den Film fast immer noch komplett auswendig mitsprechen. Kein Wunder, da ich ihn mir früher in meiner Jugend bestimmt 1-2 mal im Monat angeschaut habe. Einfach ein zeitloser Klassiker, den ich wohl auch noch in 50 Jahren lieben werde.
Verglichen mit den nachfolgenden Rambo-Filmen ist dieser derjenige mit dem meisten Tiefgang. Zwar besteht er zu großem Teil aus Schweiß, Blut und Blei, aber er kann dennoch eine Botschaft übermitteln.
Ein weiterer Film über einen Rückkehrer aus dem Vietnamkrieg.
Das "Rambo" für Krieg und Gewaltverherrlichung steht mag vielleicht für Teil 2-4 stimmen. "First Blood" hingegen erzählt die Geschichte von einem durchaus bemitleidenswerten Vietnam-Rückkehrer, der in der ihm fremd gewordenen Gesellschaft einfach nicht mehr Fuss fassen kann. Ohnehin schon traurig, weil er gerade über den Tod eines Freundes unterrichtet wurde, lässt ein streitsüchtiger Sheriff das Fass überlaufen, indem er Rambo provoziert.
Getragen wird das überzeugende Psychogramm von Stallone, der ohnehin schon wortkarg ist und somit perfekt in die Rolle passt. Die Landschaft ist ebenfalls top eingefangen und auch an Explosionen etc. wurde nicht gespart...
Ein sehenwertes Drama, dass schon oft falsch abgestempelt wurde...
Ja die Fortsetzungen reichen qualitativ nicht an den ersten heran, ein Phänomen welches sich durch die Filmgeschichte zieht.
@based_god: als Cineasten sollten wir uns nicht vor Filmen verschließen, aber das weist du sicher.^^
Hing ich als kleines Bübchen noch vor Filmen wie „Missing in Action” und den Rambo-Fortsetzungen und war total begeistert, hat sich das mittlerweile doch geändert. „First Blood” kann man definitiv mehr Tiefe zusprechen, als den stumpfen klischée-bedienenden Action-Kriegsfilmen.
Hier erleben wir einen desillusionierten Ex-Elitesoldat, der versucht, sich Tag für Tag in einer ihm fremdgewordenen Welt zu beweisen, wobei man sich vorstellen kann, dass man ihm in der Ausbildung sorgfältig jedes Bewusstsein für ein zivilisiertes Miteinander aberzogen hat. Unter diesen Voraussetzungen kann man das Individuum John Rambo nur bewundern, dass er bis zu den Ereignissen des Films noch nicht in größeren Konflikt mit dem Gesetz geraten ist. Doch eines Tages ist das Fass einfach zu voll - und ein übereifriger Sheriff will dem Falschen eine Lektion erteilen. Dass jener Gesetzeshüter sich seinen Fehler nicht eingestehen und verbohrt an seiner Rechtschaffenheit festhalten will, lässt die Situation immer weiter eskalieren und den Zuschauer mehr oder minder zwangsläufig Mitgefühl für den in die Enge getriebenen John Rambo empfinden, der das Martyrium seiner Kriegszeit wiedererlebt. Natürlich bedient sich der Regisseur dabei auch sehr bewusst ziemlich subtiler Mittel, um die Grenzen zwischen Gut und Böse einigermaßen klar abzustecken - immerhin besitzt Rambo noch genügend Realitätsbewusstsein, um seine Häscher nicht eiskalt zur Strecke zu bringen, was er mit Leichtigkeit tun könnte. Es gibt aber Filme, in denen man sich als Zuschauer äußerst gern manipulieren lässt - in dem vorliegenden Fall bekenn ich mich dieser Anklage definitiv für schuldig. Hinzu kommt, dass die Action in diesem Film für mich in keinem Moment zum Selbstzweck verkommt, wie in den Fortsetzungen oder ihm nachfolgenden Streifen - alles in allem wird mehr und mehr ein realistisches Bild der professionellen Zerstörungsmaschine gezeichnet, die verzweifelt an ihrer Menschlichkeit festhalten will. So wird „First Blood” letzten Endes zum schönen, wenn auch ziemlich deprimierenden und schwarzmalerischen Beispiel dafür, wie die Gesellschaft mit Individuen umgeht, die sie selbst geschaffen hat.
Tragisch ist an dem Film eine weitere ziemlich deprimierende Sache - wobei er eigentlich nichts dafür kann - dass die Industrie dahinter (teilweise auch das Publikum) ihn vollkommen missverstanden hat und die grandios-tragische Figur des John Rambo letzten Endes dem Sinnbild des Actionhelden John Rambo geopfert hat.
Ein grandioser Actionfilm mit einer tiefgründigen Thematik. Neben "Rocky" der stärkste Film Stallones. "Rambo" ist zeitlos und heute, wie damals mein Lieblings- Actioncharakter.
Dass es immer noch Leute gibt, die meinen etwas von Filmen zu verstehen und nicht wissen, dass First Blood (man sollte den Film einfach nicht Rambo nennen) in den 80ern eine ernstzunehmende Vietnam-Kritik darstellte wundert mich immer wieder. Der Film ist eine Parabel auf die Heimkehrer, die für ihr ach so tolles Land und seine Werte kämpften, aber nicht mehr so richtig hineinpassten als sie zurückkahmen. Und geholfen wurde ihnen auch nicht von den Menschen, deren Freiheit und Unabhängigkeit sie im Ausland verteitigt haben. First Blood stellt dies natürlich etwas überspitzt und reißerisch dar, eben für eine breitere Masse. Dass Sly den maroden und ziellosen Charakter für seine selbstgefällige, patriotische Actionlaufbahn missbraucht hat (ähnlich wie bei Rocky) ist dann eine andere Sache.
Und immerhin stirbt in Rambo nur eine Person, wie man dieser Liste hier entnehmen kann:
Der erste Rambofilm ist noch ziemlich sehenswert. Silvester Stallone brilliert hier nicht gerade durch Schauspielkunst, was auch daran liegt, dass er wirklich außerordentlich wenig zu sagen hatte. Der ganze Film besteht aus: ratatatatatatatatata *BUMM* *AUTSCH* ratatatatatatatatatata Ende
Im Gegensatz zu vielen anderen stumpf-idiotischen Action-Kriegsfilmen besteht er eben nicht aus ratatatate-BUMM-Autsch-ratatata-Ende. Es vergeht schon ein gutes Weilchen, bis die ersten Kugeln durch die Luft fliegen - und selbst dann verkommen sie nicht zum Selbstzweck.
"Rambo" ist ein mitreisender Actionklassiker eines Kriegsveteranen, der vom Krieg geprägt in einer Kleinstadt zuunrecht gejägt wird...
Das Ende lässt auch bei harten Kerlen mal ein Tränchen fliesen ;)
Das ist Kino.
Ich fand den Film echt schlecht, vielleicht funktioniert er aber auch einfach nicht mehr in der heutigen Zeit.
Dass Rambo absolut hirnlos ist, darauf hatte ich mich ja schon eingestellt, doch das Verheerende an dem Film ist, dass er das überhaupt nicht sein will – hier geht es um Nachkriegstraumata, was für mich aber absolut unzusammenhängend eingeflechtet wurde. Denn ich finde nicht, dass Rambos Tätigkeiten im Krieg rechtfertigen, dass er gleich einen riesigen Krieg anzettelt.
Die Action ist ganz nett und kann über so einiges hinwegtrösten, für heutige Verhältnisse reichen die Explosionen und Shoot-Outs aber gerade mal für einen guten Fernsehfilm.
Dieses Feeling kam sowieso den ganzen Film über auf, es hätte nur noch das Kabel1-Logo in der rechten oberen Ecke gefehlt. „Die besten Filme aller Zeiten“ würde auf Rambo aber definitiv nicht zutreffen.
Vorhersage: 7.5
Wertung: 2.5
Jedem das seine, aber Rambo als "hirnlos" zu bezeichnen ist totaler Schwachsinn...sorry! Meinst du jetzt den Film oder die Figur? Im Prinzip egal, da beide niemals hirnlos sind.
Ich verstehe auch dein Argument mit dem "rechtfertigen" nicht. Der Film will keine Gewalt verherrlichen, indem ein Vietnamveteran gedemütigt wird und dann ausrastet, weil er eine Trauma hat. Natürlich ist das nicht Ok was er dann veranstaltet, aber genau draum geht es ja bei Rambo. Es ist bestandteil des Films...hoffe weisst wie ich das meine.
Das Bowiemesser (in Übergröße) unter den Actionfilmen....
Der erste Rambo ,eine der Actionikonen schlechthin,für mich DIE Actionikone.
Das er es sogar in den Duden geschafft hat ist ja fast schon Allgemeinwissen.Anders als im Duden beschrieben ist er in First Blood aber nicht (nur) ein " brutaler männlicher Typ; Kraftprotz",er ist viel mehr.Er ist ein gebrochener,melancholischer Mann der seine Traumata fast sichtbar mit sich herumträgt, ein Veteran,ein Anachronismus,ein Mann der ins Land der Gewinner als Verlierer zurückkehrt und der von diesem Land verachtet wird.
Einem Land für das er Unvorstellbares auf sich genommen hat,einem Land für das er gestorben wäre und für das er innerlich starb.
Dieses Land,symbolisiert von einem Kleinstadtsheriff und seinen Gefolgsleuten,will ihn nicht,will ihm nicht mal das Recht auf einen Schlafplatz oder auf etwas zu Essen zugestehen.
Er wird misshandelt,er flieht,er wird gejagt und er beginnt sich zu wehren.Er ist für dieses Land wie eine selbsterschaffene Nemesis,er ist die Rache,die ausgleichende Gerechtigkeit.
Er ist für dieses Land ein Menetekel,eine Nachricht aus der Zukunft,die besagt:Was ihr erschafft,wird euch einholen,was ihr tut,fällt auf euch zurück,wem ihr die Würde nehmt,der wird kommen und sie euch aufs Grausamste ebenfalls entreissen.
Auf das Zeitgeschehen gesehen könnte man sagen das John Rambo (unter anderen Vorzeichen natürlich) für dieses Land ein Vorbote ,eine Art "Einmann9/11" war.
Er ist die Wirkung der Ursache,des Glaubens Alles und Jeden besiegen zu können,jedem Anderen überlegen zu sein,moralisch und vor allem militärisch.Beides mag von Zeit zu Zeit so sein ,zumindest beim moralischen Aspekt ist es aber schon lange nicht mehr uneingeschränkt so und beim Militärischen seit dem Vietnam- und spätestens seit dem Irak- und dem Afghanistankrieg auch nicht mehr...
Von diesen Aspekten mal abgesehen ist First Blood ein knallharter,hochrealistischer Actionthriller der Seinesgleichen sucht.
Man kann einiges an dem Film fragwürdig finden (Trautmans Rolle,die Antriebe der Verfolger,laut Selbstaussage sind die Antikriegsdemonstranten schuld an Rambo´s Zusammenbruch und noch ein paar Dinge mehr),ich finde das dies allerdings Makulatur ist.
Es geht hier um einen Actionfilm,man fragt John McLane auch nicht ob er das Haus,den Flughafen und New York gleich komplett schrotten musste und was seine Antriebe dafür waren so brachial vorzugehen.
Ebensowenig wirft man dem Terminator vor warum er denn nicht einfach irgendwo eine Bärenfalle mit Edward Furlong drin aufgebaut habe um den Gegner zu erwischen und zu killen,nein es ist selbstverständlich das er dafür eine Spur der Verwüstung durch alles Zerstörbare in L.A zieht...
Im Vergleich zu den Beiden genannten geht Rambo in First Blood ja fast schon subtil und reflektiert vor...
Der Vergleich passt aber,denn mit Terminator und Die Hard spielt Rambo in einer Liga.
Und viel mehr geht nicht...
PS:Hätt ich fast vergessen: Rambo I hat von der Filmbewertungsstelle in Wiesbaden ein "Besonders Wertvoll" bekommen und das sagt ja wohl alles,oder ;-)
Danke und ja,dehalb musst ich es auch erwähnen...;)
Ahhhh kacke,ich wollt eigentlich auch noch unbedingt erwähnen das er von der Filmbewertungsstelle ein "besonders wertvoll "gekriegt hat,ist genauso cool und erstaunlich,oder?:)
John Rambo ist ein traumatisierter Kriegsveteran, der auf dem Weg nach Hause nichts ahnend durch eine Kleinstadt streift und allein deshalb zum Ärgernis des Scheriffs wird. Dieser veranstaltet nun eine wahre Hetzjagd auf den gestörten Kerl und opfert dabei seinen halben Stab.
Diese eigenartige Story ist die Grundlage für die Legende von Rambo, der neben Rocky zum Aushängeschild von Sylvester Stallone geworden ist und seinen Erfolg in den 80ern begründete. Dabei bietet der Streifen weder Originalität noch großartige Action auf, kann aber als solider Grundstein betrachtet werden und als Teil einer eigenen Filmgeschichte.
Rambo - Kritik
US 1982 Laufzeit 89 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Actionfilm, Kinostart 06.01.1983
Kritiken (5) — Film: Rambo
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschenBekanntester Vertreter des sich stets zwischen ideologischer Bedenklichkeit und testosterongeladener Volldebilität bewegenden Home-Front-Actionfilms vergangener Tage: Eben erst aus den Wäldern Vietnams zurückgekehrt, muss Stallone in seiner Lieblingsrolle als sozial isolierter Alleingänger feststellen, dass die wirkliche Gefahr für tapfere Dschungel-Recken nicht von Vietcongs in der Ferne, sondern von Schreibtischen und der zivilen Gesellschaft in der Heimat ausgeht.
Dabei als sozialkritische Analyse getarnt, ergeht sich das von Ted Kotcheff verfilmte Script in übler Schwarz-Weiß-Betrachtung des Sujets und konterkariert im weiteren Verlauf mit seinem Plädoyer für Gewalt und Soldatentum auch das letzte bisschen Glaubwürdigkeit eines pazifistischen Ansinnens: Nicht am Krieg, sondern an der Friedensbewegung muss der Rambo schlussendlich zerbrechen.
Würde die Glorifizierung eines derartig übersteuerten und ernst gemeinten archaischen Helden- und Männerbildnisses, sowie eines Weltenentwurfs, in dem Gewalt noch immer ein gutzuheißendes Mittel zur Konfliktlösung darstellt, dabei nicht stetig für ein amüsiert-ungläubiges Kopfschütteln sorgen; RAMBO wäre wohl noch schwerer goutierbar.
Fans dieses Films gefällt auch: Cold-War-Rhetorik, Militärparaden, 300.
11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten
Stefan_R. 2011/11/23 19:23:53
Antwort löschenIch mag keine Cold-War-Rhetorik und bin auch kein Fan von Militärparaden und am allerwenigsten von "300". Aber diese gänzlich an meinem persönlichen Eindruck vorbeigeschriebene Sichtweise ist schlicht und ergreifend gut verfasst. Daher gibt's auch ein "Gefällt mir".
Hitmanski 2011/11/23 19:25:49
Antwort löschenDankeschön :-)
fkfilmkritik 2011/11/23 19:51:05
Antwort löschenÄh, dir gefällt doch "300"(?), dachte ich. :D
Hitmanski 2011/11/23 20:31:40
Antwort löschenIch finde ihn amüsant. Da gibt es einen gewaltigen Unterschied :)
Le Samourai 2011/11/23 22:48:36
Antwort löschenOch, der erste ist doch noch vergnüglicher Trash. Ab dem zweiten wird's dann kriminell schlecht.
Alle 7 Antworten zeigen
Jabz 2011/12/26 23:31:10
Antwort löschenLegende
Jabz 2011/12/26 23:31:17
Antwort löschenLegende
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] „Rambo“ bietet dem geneigten Zuschauer bei näherer Betrachtung weitaus mehr Inhalt als allgemein erwartet und kann für die damalige Zeit schon fast als unbequem bezeichnet werden. [...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Xander8112: at the movies
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Nur aufgrund immenser Mundpropaganda habe ich "Rambo" überhaupt endlich mal gesehen. Ob der Film dieser "agressiven Werbung" bedarf, weiß ich nicht, wahrscheinlich aber hätte ich ihn in fünf Jahren noch nicht gesehen. Und das lohnt sich durchaus: "Rambo" ist nur auf den ersten Blick ein stumpfer Actionfilm. Bei näherem Hinsehen kann man durchaus eine gewisse Gesellschaftskritik erkennen. Selbst für die Geschehnisse im Film kann John Rambo nicht 100% zur Verantwortung gezogen werden. Die Gesellschaft ist an allem schuld. Vom Krieg gezeichnet, von der Gesellschaft für seine Dienste schon fast verachtet, ist Rambo trotz aller Gewalt der einzige Sympathieträger des Films. Ich hätte nur das Originalende des Romans dem Ende des Films vorgezogen – Rambos Tod hätte das ganze noch dramatischer gemacht
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Das musikalische Hauptthema von „Rambo“ gehört zu den berühmtesten Arbeiten des Komponisten Jerry Goldsmith und auch wenn es im Laufe der Spielzeit zu weit heroischeren Tönen variiert wird, so sind es doch die melancholischen Klänge zu Anfang des Films, die seine Stimmung ausmachen.[...]Der Teil in den Wäldern, die Flucht Rambos und die in immer größerem Maßstab stattfindende Jagd der Sheriffs mit schwerer Bewaffnung, Hunden und Helikopter, ist zweifellos das inszenatorische, dramaturgische und intensive Highlight des Films.[...]„Rambo“ hat hier seine besten und denkwürdigsten Momente, etwa wenn Stallone sich nach einem Sturz von einer Felswand selbst eine schwere Wunde zunäht und er wie aus dem Nichts zuschlägt und wie ein Teil der Natur über die hilflosen Sheriffs hereinbricht, ihnen auf ein Art überlegen ist, wie sie es nie geahnt hätten.[...]Im Gegensatz zur Romanverlage, in der Rambo seine Verfolger gnadenlos tötet, klicken die Räder bei Stallone langsamer aus, mehrmals gewährt er seinen Verfolgern die Chance, ihn einfach ziehen zu lassen. Dennoch sorgt allein die Vorstellung, wozu dieser Mann fähig ist, wenn er endgültig ausrastet, für nicht weniger zimperliche oder eine gar harmlose Darstellung, sondern sorgt für eine ständige und anschwillende Spannung[...]
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M. Klingbeil: filmfuchs.de M. Klingbeil: filmfuchs.de
Kommentar löschenIn seinem Roman ‚First Blood' erschuf David Morrell die Figur Rambo, die auch im Film ein gebrochener Kriegsheld ist und glaubwürdig von Sylvester Stallone auf der Leinwand zum Leben erweckt wird. Der Aspekt des enttäuschten Heimkehrers, der in eine Ecke gedrängt wird und sich wehrt wird dabei nicht wie in den Folgefilmen von Actionszenen erdrückt sondern zieht sich bis zum Ende hin, was den Film auch deutlich von zahlreichen, vor patriotischer Stimmung nur so triefenden Actionstreifen abhebt.
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Kommentare (97) — Film: Rambo
Kommentar schreibenLichtspieler 2012/01/16 09:48:48
Kommentar löschenEin Meilenstein. Zeitlos schön...
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dreamwalker 2012/01/05 23:06:34
Kommentar löschenEin echt geiler teil der beste von meiner Seite aus
Geile Aktion Gute Sprüche und einfach Klasse
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J!GS4W 2012/01/05 21:27:47
Kommentar löschenVeteran und Haudrauf John Rambo hat ein Problem: Er hat Hunger. Als es ihn dann in eine Kleinstadt in der Pampa verschlägt und ihn ein fieser Fieslings-Sheriff daran hindert einen Happen zu sich zu nehmen und außerdem auch noch fies zu ihm ist und ihn unbewusst an die Gräueltaten erinnert, die ihm in Vietnam zugestoßen sind, gibt es nur noch einen Ausweg, nämlich in den Wald zu flüchten, sich dort eine Hetzjagd zu leisten und letzten Endes die Kleinstadt dem Erdboden gleich zu machen.
Trotz einiger Logikmängel, die vor allem in den Punkten liegen, dass man sich fragt wie John Rambo eigentlich noch einmal in solch eine verzwickte Situation kommen konnte und weshalb er den Sprung an den Nadelbaum überlebt hat, kann "Rambo: First Blood" mit einigen sehr netten Plotideen punkten, denn John Rambo wirkt auf den geneigten Actionfan ganz einfach wie ein Unschuldslamm. Die bösen Cops haben ihr Leid dann schon irgendwo verdient und unser Protagonist kommt ja auch nicht ganz ungeschoren davon. Sylvester Stallone bemüht sich größtenteils noch etwas Authentizität einzubauen, was sich zum Beispiel daran erkennen lässt, dass sich Rambo in der Miene darum sorgt seiner Fackel immer genug Nahrung zum brennen zu geben. Solche Kleinigkeiten und die Coolness von Rambo machen diesen Actionstreifen dann wirklich mehr als sehenswert.
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Keky 2011/12/08 18:56:07
Kommentar löschenKaum eine Filmgestalt wurde so bekannt wie Stallones Rambo. Wo immer von knallhartem bis rücksichtslosem Verhalten die Rede ist, ist der Name nicht weit: Da ist von Polit-Rambos die Rede, von Verkehrs- oder Fußball-Rambos und vielen anderen Dreinschlägern. Somit zählt diese Figur nicht nur zu den bekanntesten, sondern auch zu den verrufensten. Medienpädagogen laufen Amok, wenn sie nur den Namen hören. Seinen schlechten Ruf verdankt Rambo den drei Fortsetzungen, "Rambo II", "Rambo III" und "John Rambo", die jegliche kritische Distanz zur inhaltlichen Gewalt vermissen lassen. Der erste "Rambo" dagegen, von Ted Kotcheff meisterlich inszeniert, ist ein mustergültiger Actionfilm, der seine geradlinige Story mit hoher Präzision erzählt.
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cruzha 2011/11/23 10:53:23
Kommentar löschenRambo gilt völlig zu Recht als Klassiker des Actionkinos. Stallone überzeugt nicht nur als schmerzunempfindliche Kampfmaschine, er verpasst seiner Figur auch die nötige Tiefe (Schlussmonolog). Ist die erste Hälfte mit einer atemberaubenden Hatz durch die Wälder schon bemerkenswert intensiv, so läuft der Film danach auch zu technischer Hochform auf und bietet alles, was man von Krawallkino so erwartet. Ein sehr empfehlenswerter Meilenstein des Actionkinos,
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Stefan_R. 2011/11/23 11:51:16
Antwort löschenHab den Film erst kürzlich das erste Mal gesichtet und war angenehm überrascht. Schön geschrieben!
Teezy123 2011/11/21 21:25:14
Kommentar löschenAch, was soll ich sagen.. Rambo ist einfach nur geil.
Viel Geballer, wenige Worte.. aber Rambo darf das :-)
Was bleibt ist ein 1-A-Action-Kracher, den man immer wieder nochmal gucken könnte.
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FumerTue 2011/11/13 23:13:02
Kommentar löschen"Rambo" ist ein actionreicher, fast schon sozialkritischer, gut umgesetzter Streifen, der völlig zu Unrecht oft als zu gewaltverherrlichend abgestempelt wird. Der Film enthält nicht mehr Gewalt als jeder andere Actionfilm und zudem ist Gewalt nicht seine Hauptaussage und seine Hauptabsicht.
Ein zeitloser Klassiker!
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ElMagico 2011/11/13 17:32:35
Kommentar löschenHandwerklich überragender Action-Film, der mich inhaltlich aber doch etwas hin und hergerissen zurückließ. Ich konnte diese Kritik, die "First blood" sicherlich besitzt, einfach nicht wirklich ernst nehmen. Mir war das einfach eine Spur zu künstlich aufgetragen und oberflächlich dargestellt, klischeehafte Bilder werden hier als Motivation eines Menschen benutzt, ohne diese Ansatzweise zu hinterfragen, zu durchleuchten oder wenigstens zu erklären. Statt tiefer in das Thema einzusteigen, werden Zusammenhänge und Auswirkungen des Krieges stark vereinfacht. Natürlich hab ich keinen "The deer hunter" erwartet, aber inhaltlich war mir "First blood" doch um einiges zu simpel. Glücklicherweise hat der Film aber auch wenig patriotische Tendenzen, auch wenn man ab und an schon etwas den Ansatz eines fiesen Amerika-zur-Reagan-Zeit-Geruch in der Nase hat. Der ist aber wohl so richtig erst in den weiteren Teilen wahrzunehmen...aber das werde ich heute Abend selber noch feststellen (Ich schaue die ersten 3 Rambo-Filme heute tatsächlich zum ersten Mal).
Da "First blood" aber eben kaum Patriotismus und Heldentum versprüht, sondern ein effektiv umgesetzter, dreckiger Survival-Action-Film ist, hab ich auch keine Gewissensbisse diesen Film mit "Ausgezeichnet" zu bewerten. Zwar gibt es einen kleinen Abzug für die Eröffnung des Films, da mir da doch etwas zu Schwarz und Weiss gemalt wurde, nach 20 Minuten entfaltet sich dann aber ein richtig spannendes Katz und Maus-Spiel, dass seine Action-Szenen vorzüglich dosiert und vorallem auf Seiten der Jäger durchaus psychologisches Potential entwickelt. Und selbst Sylvester Stallone ist hier recht ansprechend, neben "Rocky" und "Copland" sicherlich einer seiner besten Auftritte.
Schön erdig und vorallem ohne jegliche Längen, kann "First blood" auf der Unterhaltungsebene völlig überzeugen, allein seine inhaltlichen Ambitionen liessen mich recht unbeeindruckt. Aber gefühlt stand er mir z.B. einen "Deliverance" eh näher, als Filmen die sich intensiv mit der Veteranen-Problematik befassen.
19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
lieber_tee 2011/11/13 20:06:58
Antwort löschenMeisterwerk des Actionkinos, mit all den Mängeln die du treffend aufführst. Ab Teil 2 wird es dann übel...
ElMagico 2011/11/13 22:25:37
Antwort löschenoh ja :(
Emperor1982 2011/11/08 05:10:00
Kommentar löschenNeulich wieder mal im TV angeschaut. Ich kann den Film fast immer noch komplett auswendig mitsprechen. Kein Wunder, da ich ihn mir früher in meiner Jugend bestimmt 1-2 mal im Monat angeschaut habe. Einfach ein zeitloser Klassiker, den ich wohl auch noch in 50 Jahren lieben werde.
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smartyx 2011/11/05 22:11:07
Kommentar löschenVerglichen mit den nachfolgenden Rambo-Filmen ist dieser derjenige mit dem meisten Tiefgang. Zwar besteht er zu großem Teil aus Schweiß, Blut und Blei, aber er kann dennoch eine Botschaft übermitteln.
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based_god 2011/11/02 16:24:03
Kommentar löschenEin weiterer Film über einen Rückkehrer aus dem Vietnamkrieg.
Das "Rambo" für Krieg und Gewaltverherrlichung steht mag vielleicht für Teil 2-4 stimmen. "First Blood" hingegen erzählt die Geschichte von einem durchaus bemitleidenswerten Vietnam-Rückkehrer, der in der ihm fremd gewordenen Gesellschaft einfach nicht mehr Fuss fassen kann. Ohnehin schon traurig, weil er gerade über den Tod eines Freundes unterrichtet wurde, lässt ein streitsüchtiger Sheriff das Fass überlaufen, indem er Rambo provoziert.
Getragen wird das überzeugende Psychogramm von Stallone, der ohnehin schon wortkarg ist und somit perfekt in die Rolle passt. Die Landschaft ist ebenfalls top eingefangen und auch an Explosionen etc. wurde nicht gespart...
Ein sehenwertes Drama, dass schon oft falsch abgestempelt wurde...
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Commentator 2011/11/02 16:51:23
Antwort löschenEigentlich schade, was man aus Rambo gemacht hat. Die restlichen Teile hätte man sich sparen sollen.
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based_god 2011/11/02 16:56:09
Antwort löschenNie gesehen... Wird sich wohl auch nicht ändern...
gnipmac14 2011/11/05 04:23:16
Antwort löschenJa die Fortsetzungen reichen qualitativ nicht an den ersten heran, ein Phänomen welches sich durch die Filmgeschichte zieht.
@based_god: als Cineasten sollten wir uns nicht vor Filmen verschließen, aber das weist du sicher.^^
ewigkeit 2011/10/07 18:01:51
Kommentar löschenHing ich als kleines Bübchen noch vor Filmen wie „Missing in Action” und den Rambo-Fortsetzungen und war total begeistert, hat sich das mittlerweile doch geändert. „First Blood” kann man definitiv mehr Tiefe zusprechen, als den stumpfen klischée-bedienenden Action-Kriegsfilmen.
Hier erleben wir einen desillusionierten Ex-Elitesoldat, der versucht, sich Tag für Tag in einer ihm fremdgewordenen Welt zu beweisen, wobei man sich vorstellen kann, dass man ihm in der Ausbildung sorgfältig jedes Bewusstsein für ein zivilisiertes Miteinander aberzogen hat. Unter diesen Voraussetzungen kann man das Individuum John Rambo nur bewundern, dass er bis zu den Ereignissen des Films noch nicht in größeren Konflikt mit dem Gesetz geraten ist. Doch eines Tages ist das Fass einfach zu voll - und ein übereifriger Sheriff will dem Falschen eine Lektion erteilen. Dass jener Gesetzeshüter sich seinen Fehler nicht eingestehen und verbohrt an seiner Rechtschaffenheit festhalten will, lässt die Situation immer weiter eskalieren und den Zuschauer mehr oder minder zwangsläufig Mitgefühl für den in die Enge getriebenen John Rambo empfinden, der das Martyrium seiner Kriegszeit wiedererlebt. Natürlich bedient sich der Regisseur dabei auch sehr bewusst ziemlich subtiler Mittel, um die Grenzen zwischen Gut und Böse einigermaßen klar abzustecken - immerhin besitzt Rambo noch genügend Realitätsbewusstsein, um seine Häscher nicht eiskalt zur Strecke zu bringen, was er mit Leichtigkeit tun könnte. Es gibt aber Filme, in denen man sich als Zuschauer äußerst gern manipulieren lässt - in dem vorliegenden Fall bekenn ich mich dieser Anklage definitiv für schuldig. Hinzu kommt, dass die Action in diesem Film für mich in keinem Moment zum Selbstzweck verkommt, wie in den Fortsetzungen oder ihm nachfolgenden Streifen - alles in allem wird mehr und mehr ein realistisches Bild der professionellen Zerstörungsmaschine gezeichnet, die verzweifelt an ihrer Menschlichkeit festhalten will. So wird „First Blood” letzten Endes zum schönen, wenn auch ziemlich deprimierenden und schwarzmalerischen Beispiel dafür, wie die Gesellschaft mit Individuen umgeht, die sie selbst geschaffen hat.
Tragisch ist an dem Film eine weitere ziemlich deprimierende Sache - wobei er eigentlich nichts dafür kann - dass die Industrie dahinter (teilweise auch das Publikum) ihn vollkommen missverstanden hat und die grandios-tragische Figur des John Rambo letzten Endes dem Sinnbild des Actionhelden John Rambo geopfert hat.
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999ghost 2011/10/03 16:37:29
Kommentar löschenEin grandioser Actionfilm mit einer tiefgründigen Thematik. Neben "Rocky" der stärkste Film Stallones. "Rambo" ist zeitlos und heute, wie damals mein Lieblings- Actioncharakter.
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guilecourier 2011/08/02 11:28:46
Kommentar löschenDass es immer noch Leute gibt, die meinen etwas von Filmen zu verstehen und nicht wissen, dass First Blood (man sollte den Film einfach nicht Rambo nennen) in den 80ern eine ernstzunehmende Vietnam-Kritik darstellte wundert mich immer wieder. Der Film ist eine Parabel auf die Heimkehrer, die für ihr ach so tolles Land und seine Werte kämpften, aber nicht mehr so richtig hineinpassten als sie zurückkahmen. Und geholfen wurde ihnen auch nicht von den Menschen, deren Freiheit und Unabhängigkeit sie im Ausland verteitigt haben. First Blood stellt dies natürlich etwas überspitzt und reißerisch dar, eben für eine breitere Masse. Dass Sly den maroden und ziellosen Charakter für seine selbstgefällige, patriotische Actionlaufbahn missbraucht hat (ähnlich wie bei Rocky) ist dann eine andere Sache.
Und immerhin stirbt in Rambo nur eine Person, wie man dieser Liste hier entnehmen kann:
http://1.bp.blogspot.com/_9b0G3smyp04/R53_mvMno-I/AAAAAAAACOg/xLPnzimVQhU/s400/rambo-death-chart.jpg
XD
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La Bardot 2011/07/23 23:56:56
Kommentar löschenDer erste Rambofilm ist noch ziemlich sehenswert. Silvester Stallone brilliert hier nicht gerade durch Schauspielkunst, was auch daran liegt, dass er wirklich außerordentlich wenig zu sagen hatte. Der ganze Film besteht aus: ratatatatatatatatata *BUMM* *AUTSCH* ratatatatatatatatatata Ende
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ewigkeit 2011/10/07 18:09:26
Antwort löschenIm Gegensatz zu vielen anderen stumpf-idiotischen Action-Kriegsfilmen besteht er eben nicht aus ratatatate-BUMM-Autsch-ratatata-Ende. Es vergeht schon ein gutes Weilchen, bis die ersten Kugeln durch die Luft fliegen - und selbst dann verkommen sie nicht zum Selbstzweck.
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Emperor1982 2011/11/08 05:11:28
Antwort löschenKorrekt! Dein sogenanntes " ratatatatatatatatata *BUMM* *AUTSCH* ratatatatatatatatatata" kommt eigentlich erst zum Ende des Films.
Baumkopf Holzfaust 2011/11/14 10:48:42
Antwort löschenich hätte euch alle töten können. Hör jetzt auf, oder du bekommst einen Krieg, den du nicht verstehen wirst
Nico Gecko 2011/07/18 23:08:09
Kommentar löschen"Rambo" ist ein mitreisender Actionklassiker eines Kriegsveteranen, der vom Krieg geprägt in einer Kleinstadt zuunrecht gejägt wird...
Das Ende lässt auch bei harten Kerlen mal ein Tränchen fliesen ;)
Das ist Kino.
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Dridge 2011/07/10 23:40:38
Kommentar löschenIch fand den Film echt schlecht, vielleicht funktioniert er aber auch einfach nicht mehr in der heutigen Zeit.
Dass Rambo absolut hirnlos ist, darauf hatte ich mich ja schon eingestellt, doch das Verheerende an dem Film ist, dass er das überhaupt nicht sein will – hier geht es um Nachkriegstraumata, was für mich aber absolut unzusammenhängend eingeflechtet wurde. Denn ich finde nicht, dass Rambos Tätigkeiten im Krieg rechtfertigen, dass er gleich einen riesigen Krieg anzettelt.
Die Action ist ganz nett und kann über so einiges hinwegtrösten, für heutige Verhältnisse reichen die Explosionen und Shoot-Outs aber gerade mal für einen guten Fernsehfilm.
Dieses Feeling kam sowieso den ganzen Film über auf, es hätte nur noch das Kabel1-Logo in der rechten oberen Ecke gefehlt. „Die besten Filme aller Zeiten“ würde auf Rambo aber definitiv nicht zutreffen.
Vorhersage: 7.5
Wertung: 2.5
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Mr. Ogi 2011/07/11 00:03:39
Antwort löschenJedem das seine, aber Rambo als "hirnlos" zu bezeichnen ist totaler Schwachsinn...sorry! Meinst du jetzt den Film oder die Figur? Im Prinzip egal, da beide niemals hirnlos sind.
Ich verstehe auch dein Argument mit dem "rechtfertigen" nicht. Der Film will keine Gewalt verherrlichen, indem ein Vietnamveteran gedemütigt wird und dann ausrastet, weil er eine Trauma hat. Natürlich ist das nicht Ok was er dann veranstaltet, aber genau draum geht es ja bei Rambo. Es ist bestandteil des Films...hoffe weisst wie ich das meine.
morlock 2011/09/06 13:20:52
Antwort löschenNaja, ein Antikriegsfilm ist was anderes, aber mir gefällt Rambo auch so.:)
Tesafilm 2011/07/09 01:13:56
Kommentar löschenHartes Actiondrama mit einem unvergesslichen Ende.
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Andy Dufresne 2011/07/07 23:39:25
Kommentar löschenDas Bowiemesser (in Übergröße) unter den Actionfilmen....
Der erste Rambo ,eine der Actionikonen schlechthin,für mich DIE Actionikone.
Das er es sogar in den Duden geschafft hat ist ja fast schon Allgemeinwissen.Anders als im Duden beschrieben ist er in First Blood aber nicht (nur) ein " brutaler männlicher Typ; Kraftprotz",er ist viel mehr.Er ist ein gebrochener,melancholischer Mann der seine Traumata fast sichtbar mit sich herumträgt, ein Veteran,ein Anachronismus,ein Mann der ins Land der Gewinner als Verlierer zurückkehrt und der von diesem Land verachtet wird.
Einem Land für das er Unvorstellbares auf sich genommen hat,einem Land für das er gestorben wäre und für das er innerlich starb.
Dieses Land,symbolisiert von einem Kleinstadtsheriff und seinen Gefolgsleuten,will ihn nicht,will ihm nicht mal das Recht auf einen Schlafplatz oder auf etwas zu Essen zugestehen.
Er wird misshandelt,er flieht,er wird gejagt und er beginnt sich zu wehren.Er ist für dieses Land wie eine selbsterschaffene Nemesis,er ist die Rache,die ausgleichende Gerechtigkeit.
Er ist für dieses Land ein Menetekel,eine Nachricht aus der Zukunft,die besagt:Was ihr erschafft,wird euch einholen,was ihr tut,fällt auf euch zurück,wem ihr die Würde nehmt,der wird kommen und sie euch aufs Grausamste ebenfalls entreissen.
Auf das Zeitgeschehen gesehen könnte man sagen das John Rambo (unter anderen Vorzeichen natürlich) für dieses Land ein Vorbote ,eine Art "Einmann9/11" war.
Er ist die Wirkung der Ursache,des Glaubens Alles und Jeden besiegen zu können,jedem Anderen überlegen zu sein,moralisch und vor allem militärisch.Beides mag von Zeit zu Zeit so sein ,zumindest beim moralischen Aspekt ist es aber schon lange nicht mehr uneingeschränkt so und beim Militärischen seit dem Vietnam- und spätestens seit dem Irak- und dem Afghanistankrieg auch nicht mehr...
Von diesen Aspekten mal abgesehen ist First Blood ein knallharter,hochrealistischer Actionthriller der Seinesgleichen sucht.
Man kann einiges an dem Film fragwürdig finden (Trautmans Rolle,die Antriebe der Verfolger,laut Selbstaussage sind die Antikriegsdemonstranten schuld an Rambo´s Zusammenbruch und noch ein paar Dinge mehr),ich finde das dies allerdings Makulatur ist.
Es geht hier um einen Actionfilm,man fragt John McLane auch nicht ob er das Haus,den Flughafen und New York gleich komplett schrotten musste und was seine Antriebe dafür waren so brachial vorzugehen.
Ebensowenig wirft man dem Terminator vor warum er denn nicht einfach irgendwo eine Bärenfalle mit Edward Furlong drin aufgebaut habe um den Gegner zu erwischen und zu killen,nein es ist selbstverständlich das er dafür eine Spur der Verwüstung durch alles Zerstörbare in L.A zieht...
Im Vergleich zu den Beiden genannten geht Rambo in First Blood ja fast schon subtil und reflektiert vor...
Der Vergleich passt aber,denn mit Terminator und Die Hard spielt Rambo in einer Liga.
Und viel mehr geht nicht...
PS:Hätt ich fast vergessen: Rambo I hat von der Filmbewertungsstelle in Wiesbaden ein "Besonders Wertvoll" bekommen und das sagt ja wohl alles,oder ;-)
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hoffman587 2011/07/07 23:46:16
Antwort löschenSchön geschrieben, das mit dem Duden find ich wirklich immer wieder erstaunlich und sehr cool:)
Andy Dufresne 2011/07/07 23:50:18
Antwort löschenDanke und ja,dehalb musst ich es auch erwähnen...;)
Ahhhh kacke,ich wollt eigentlich auch noch unbedingt erwähnen das er von der Filmbewertungsstelle ein "besonders wertvoll "gekriegt hat,ist genauso cool und erstaunlich,oder?:)
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hoffman587 2011/07/08 00:01:54
Antwort löschenJa, aber das kannst du noch einfügen, einfach nochmal auf den Kommentar gehen rein schreiben und wieder abspeichern, dann ist es drin;)
Andy Dufresne 2011/07/08 00:05:03
Antwort löschenSchon erledigt;)
Chewbacca 2011/06/19 09:12:32
Kommentar löschenJohn Rambo ist ein traumatisierter Kriegsveteran, der auf dem Weg nach Hause nichts ahnend durch eine Kleinstadt streift und allein deshalb zum Ärgernis des Scheriffs wird. Dieser veranstaltet nun eine wahre Hetzjagd auf den gestörten Kerl und opfert dabei seinen halben Stab.
Diese eigenartige Story ist die Grundlage für die Legende von Rambo, der neben Rocky zum Aushängeschild von Sylvester Stallone geworden ist und seinen Erfolg in den 80ern begründete. Dabei bietet der Streifen weder Originalität noch großartige Action auf, kann aber als solider Grundstein betrachtet werden und als Teil einer eigenen Filmgeschichte.
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