Zu Listen hinzufügen

Rampart - Cop außer Kontrolle

Rampart (2011), US Laufzeit 105 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Actionfilm, Kriminalfilm


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
5.6
Kritiker
8 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.4
Community
570 Bewertungen
63 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Oren Moverman, mit Woody Harrelson und Ned Beatty

Los Angeles, Ende der 1990er: David Douglas Brown (Woody Harrelson) ist ein guter Cop – wenn man die Mittel, mit denen er seinen Dienst erfüllt, mit seinen Augen sieht. Browns Einsatzort ist nämlich das berüchtigte Viertel um den Echo Park nahe Downtown LA und er Teil der Rampart Division, die über das sogenannte CRASH-Programm (Community Resources Against Street Hoodlums) für Ruhe unter den Gangs sorgen soll. Der Alltag ist hart, also was macht da schon das bisschen Korruption, wenn man den Erfolg bemisst, den die Abteilung bringt? Und dass er seine Frau (Cynthia Nixon) betrügt, fällt auch nicht ins Gewicht, wenn sie ihn wegen seiner Verfehlungen zuvor schon rausgeschmissen hatte. Als Brown allerdings einen Farbigen nach einem Verkehrsdelikt übel zurichtet und das LAPD einen internen Ermittler (Ice Cube) auf ihn ansetzt, muss Brown ernsthaft seine Bewertungsmaßstäbe einer Prüfung unterziehen, wenn er nicht vollends untergehen will.

Hintergrund & Infos zu Rampart
Ende der 1990er erschütterte der Rampart Skandal das LAPD. Bereits in den 1970ern war das CRASH-Programm ins Leben gerufen worden und hatte gute Erfolge erzielt, bevor das Ansehen der Rampart Abteilung durch vermehrte Korruptionsfälle und andere kriminelle Machenschaften nachhaltig Schaden nahm. Die Aufdeckungen waren schon mehrmals Gegenstand filmischer Aufarbeitung, so in Colors – Farben der Gewalt (mit Robert Duvall und Sean Penn), Training Day (Ethan Hawke und Denzel Washington, der für seine Rolle als korrupter Cop mit dem Oscar ausgezeichnet wurde) oder in der erfolgreichen Serie The Shield – Gesetz der Gewalt. James Ellroy, Drehbuchautor des Neo-Klasikers L.A. Confidential, brachte den Skandal mit Rampart neuerlich in dramatisierte Form. Regisseur Oren Moverman arbeitete nach The Messenger – Die letzte Nachricht in Rampart erneut mit Woody Harrelson zusammen, der sich mit dem selbstgerechten Zorn seines Cops in die Tradition eines Travis Bickle oder eines William ‘D-Fens’ Foster stellt. (EM)

  • 37795279001_1439732987001_ari-origin06-arc-11415-1328689957865
  • 37795279001_1310756148001_ari-origin06-arc-141-1323101590633
  • Rampart
  • Rampart
  • Rampart

Mehr Bilder (8) und Videos (5) zu Rampart - Cop außer Kontrolle


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Rampart - Cop außer Kontrolle
Genre
Drama, Thriller, Actionfilm, Kriminalfilm
Zeit
1990er Jahre
Ort
Los Angeles , Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Beweis, Beweisfälschung, Cop, Korrupte Polizisten, Korruption
Stimmung
Berührend, Spannend
Produktionsfirma
Amalgam Features, Lightstream Pictures

Kritiken (11) — Film: Rampart - Cop außer Kontrolle

kobbi88: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
3.5Schwach

Ziemlich spannungslos und ohne jegliche Höhepunkte, oder anders ausgedrückt: saulangweilig versucht „Rampart“ den harten, gewalttätigen Arschloch-Cop zu zeigen, der immer mehr ins Abseits gedrängt wird. Der Film bemüht sich ja, aber es ist ähnlich wie bei mir in Mathe. Ich hab mich angestrengt, aber am Ende ist halt doch nichts wirklich Gutes rausgekommen. Obwohl ein wirklich toller Cast beteiligt ist, bleibt es letztlich an Woody Harrelson, den Film völlig alleine auf seinen Schultern zu tragen. Der spielt auch wirklich gut und vögelt viel– aber das alleine reicht eben nicht, den Film plötzlich ebenfalls gut zu machen. Der Rest der Darstellerriege, ey, man muss sich das wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen, da sind Ben Foster, Steve Buscemi, Robin Wright, Sigourney Weaver, Ned Beatty, Anne Heche, Ice Cube (okay, die letzten zwei sind nicht die besten Beispiele), also, der Rest der Darstellerriege ist völlig egal. Nicht relevant. Weil das Drehbuch nur aus aneinandergereihten Szenen besteht, die genauso ähnlich wie ohne Aussage sind und keine der Figuren dem Zuschauer mal ein bisschen näher gebracht wird. Und wenn dann am Ende der Film eeeendlich etwas Fahrt aufnimmt, dann ist das einfach zu spät. Viel zu spät.
Unterm Strich: Gut gemeint und starker Woody, aber trotzdem durchgefallen.

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 23 Antworten

Solveig

Antwort löschen

@EvertonHirsch: Dass es dann zwei Leute sind, beruhigt mich sehr. :) Nicht wieder in ein Fettnäpfchen treten.
-
Ich verabschiede mich auch für heute - wollte nur sagen...
@Kobbi Du hast es ja mit Deinem Vornamen noch gut. Ich kenne auch noch dieses Spiel, wenn man sich in einer Gruppe kennenlernen soll, dass man sich mit Namen + Adjektiv vorstellt und beides soll mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnen und das wird dann ich "Ich packe meinen Koffer" Manier gespielt. Und mit dem Buchstaben I gibt es fast nur doofe Adjektive, und wenn dann vielleicht zwei, drei Leute in der Gruppe mit diesem Anfangsbuchstaben sind, dann sind die akzeptablen gleich weg.


Solveig

Antwort löschen

*in


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

Kommentar löschen
3.0Schwach

„Rampart“ will uns einen Gesetzeshüter der etwas anderen, raueren Art näher bringen. Das Ergebnis ist eine Analyse, die mit voyeuristischem Blick geführt wird und sich in ein Genre-Korsett zwängt, dieses aber trotz des massiven Volumens nicht ansprechend ausfüllen vermag. Dieser Dave ist einfach die personifizierte, nicht genutzte Chance, einen andern, ehrlichen Blick auf einen harten Cop zu werfen, ohne dabei unnötigen Ballast mitzuschleppen. Alles in allem ein gut gemeinter Film, aber gute Absichten schützen nicht vor dramatischen Prahlereien, die weder die Geschichte, noch die darin befindliche Hauptfigur weiterbringen, bzw. interessanter gestalten. Schade um den fulminanten Cast.

13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

johnboy1979

Antwort löschen

Also die psychologische Analyse des Films bzw. dieses Menschentypus ist mehr als formidabel und in Kombination mit der kongenialen Darstellung Woody Harrelsons ein kleines Meisterstück.

Und welche Prahlereien? Der Film hat seinen Fokus ganz auf den Hauptdarsteller gelegt, dessen Innerlichkeit und Motivation er auszuloten versucht. Der Film ist ein Psychogramm und will nie ein richtiger Thriller, Actionfilm oder sonst was sein.

Im Übrigen: Eine solch stimmige psychische Analyse habe ich zuletzt nur bei "Take Shelter" gesehen.


evants.com: eventsandtrends.com

Kommentar löschen
5.5Geht so

"Rampart" ist weniger Cop-Thriller als vielmehr Porträt oder Studie eines Polizisten, dessen einzige Regeln seine eigenen sind. Der Film bewegt sich jenseits der Hochglanzfilme vieler Hollywood-Produktionen und weist auch wenig Spannung auf. Hier geht es allein um die Person Dave Brown, mit allen Konsequenzen. Somit dürfte "Rampart" für einige Zuschauer ein recht langatmiger Film sein, für andere eine harte Psychostudie, die an der ein oder anderen Stelle zusammenzucken lässt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Julio Sacchi: Das Manifest

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Leider gefällt sich Regisseur Oren Moverman, der mit Harrelson und Ben Foster auch schon THE MESSENGER gemacht hat, allzu sehr als trippiger Ästhet; was bei den Jump Cuts noch ausgesprochen gut funktioniert, fängt bei ausgestellt "ungewöhnlichen" Einstellungen und völlig überdrehten Kamera-Moves bald so richtig an zu nerven. Moverman ist mal wieder einer von denen, die allzu gern auf allzu viele Knöpfchen drücken, ohne ihre Mätzchen auch mit irgendeiner Bedeutung bzw. Sinnfälligkeit aufzuladen. Aus Ellroys messerscharfem Charakterbild wird eine prätentiös in Szene gesetzte Absturzgeschichte, deren offenes Ende manchen gefällt, manchen nicht.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JackoXL: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Kaum zu glauben, dass so ein vielversprechendes Projekt so banal ist. Ebenfalls kaum zu glauben, dass der vom selben Regisseur wie "The Messenger" ist. Da gelang Oren Moverman eine hervorragende Charakterisierung seiner Figuren. Genau das entpuppt sich bei "Rampart" als gewaltige Luftblase.

Eine zweifellos sehr prominent und gut besetzte Luftblase (bis auf Ice Cube). An Woody Harrelson liegt es definitiv nicht, der tut was er kann und liefert mal wieder eine starke Leistung ab. Gegen das Drehbuch kann er sich noch so viel Mühe geben, es erweist sich als viel zu wenig aussagekräftig. Was erfährt man denn über seine Figur? Er ist ein riesiges, menschenverachtendes Arschloch voller Vorurteile, das gerne rumvögelt und auch vor Gewalt nicht zurückschreckt. Lange gibt es da nicht mehr zu sehen, das Eintauchen in den Charakter bleibt dem Zuschauer leider verwehrt. Stattdessen gibt es viele nichtssagende Szenen und endlose Längen. Erst kurz vor Schluss gibt es dann doch das, was dem Film schon weit vorher so gut getan hätte. Die Szene im Hotelzimmer mit seinen Töchtern ist die mit Abstand beste im ganzen Film. Dort wird endlich die Oberfläche mal kurz geöffnet, leider viel zu spät.

Am Ende kann man doch nur erstaunt sein, wie hier sehr fähige Leute nichts auf die Beine stellen können. Dank des tollen Cast, besonders Harrelson, der formal guten Inszenierung und der eigentlich ordentlichen Stimmung (wenn es nicht so furchtbar inhaltslos wäre) noch die letzte Stufe vor dem totalen Verriss.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

SoulReaver

Antwort löschen

Ja. :(


BlueEyedDevil80

Antwort löschen

Empfand ich ähnlich, obwohl ich hier nicht einmal Ice Cube enttäuschend fand. Es war das Gesamtwerk an sich. Die Story, die vor sich herstolpert und letztlich nicht einmal zu einem wirklichen Ende führt.


SoulReaver: CinemaForever, D3M

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

[...] Das größte Problem von 'Rampart' ist das Drehbuch. Die Geschichte des saufenden Einzelgänger-Cops ist so alt, dass sie einen beinahe schon ermüdet. Der Job ist hart, das Privatleben auch und die Mittel, zu denen der Cop greift, gleichen denen der Verbrecher. Wir sehen unsere Hauptfigur Brown saufen, prügeln und wie er mit seinen brutalen Methoden durch die Welt zieht. Eine Familie hat er auch nicht mehr und eigentlich steht er vollkommen alleine da, bis er auch noch seinen Job verliert, aufgrund einer seiner gefilmten Gewalttätigkeiten. Moverman hätte aus 'Rampart' gerne eine Charakterstudie über einen innerlich zerrissenen Gesetzeshüter gemacht, der sich zwischen Problemen, Haltlosigkeit und Korruption auf den Straßen von Los Angeles wiederfindet und immer tiefer in den Moloch absteigt, nur um seine eigene Rechnung zu begleichen. Das alles entpuppt sich allerdings als aufgewärmtes Unterfangen auf Sparflamme, welches man in dieser Form wirklich jedes Jahr im Kino geboten bekommt und weder neue Ansätze vorzuweisen hat, noch Highlights. Und da wären wir auch schon beim nächsten Problem von Movermans Inszenierung. Es gibt weder Höhepunkte, noch schafft er es, richtige Spannung zu erzeugen und die Charaktere interessant oder innovativ zu gestalten. Dabei mischt er immer wieder die bekannten Muster eines Familien-Dramas ein, welches auf zerstörtem Fundament steht und die Probleme von Papa Cop immer zu fühlen bekommt. Was 'Rampart' so einfach fehlt sind die intensiven Momente, um ihn in Erinnerung behalten zu können, aber die Charakterisierung des Bad Cops ist auch gleichbedeutend mit dem Standard des Genres, der schon seit geraumer Zeit vollkommen ausgelutscht ist und längst auf dem Zahnfleisch läuft. [...]

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Andrew O'Hehir: Salon.com Andrew O'Hehir: Salon.com

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Rampart ist zu klein und zu düster, um Harrelson erfolgreich ins überfüllte Rennen um den Besten Schauspieler zu schicken, aber es ist ohne Frage eine der besten darstellerischen Leistungen des Jahres.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Rex Reed: The New York Observer Rex Reed: The New York Observer

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Rampart funktioniert aufgrund des fesselnden Spiels von Woody Harrelson.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Justin Chang: Variety Justin Chang: Variety

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Während Rampart vor Atmosphäre trieft und an die Nieren geht, trägt die unbarmherzige Abwärtsspirale dazu bei, dass der Film zu einer überambitionierten, nicht ganz zufrieden stellenden Charakterstudie gerät.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kirk Honeycutt: Hollywood Reporter

Kommentar löschen
5.0Geht so

Von der Eröffnungszene an sieht Woody Harrelson (vom Leben) angeödet aus, und es gibt keine Szene, in der er nicht vorkommt. Aber der Effekt ist eher ermüdend als anregend.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Owen Gleiberman: Entertainment Weekly Owen Gleiberman: Entertainment Weekly

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Oren Movermans Rampart ist ein grandioser Film: spannend, schockierend, komplex und fesselnd.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (52) — Film: Rampart - Cop außer Kontrolle


Sortierung

TheRambostar007

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Joa, der Film war doch eigentlich ganz ordentlich. Habs einfach mal drauf ankommen lassen und mir den Film für knapp 4 Euro in der Videothek gekauft. Wusste von den vielen, sehr durchschnittlichen Kritiken, doch irgendwie hatte ich Hoffnung. Natürlich ist der Film jetzt nicht die Spannungsgranate, doch als Drama funktioniert er dafür umso besser. Auch der gute Woody und der restliche Cast ( Ice Cube, Sigourney Weaver, Steve Buscemi) machen ihre Sache routiniert bis grossartig. "Rampart" gelingt es einen eigentlich hassenwürdigen Charakter zu schaffen, mit welchem man trotzdem mitfiebert.
Auch optisch macht er einiges her. Die Sequenzen in der Nacht, im Rotlicht , sind auch durch die Musik fast schon hypnotisch. Wieder zeigt "L.A. Confidential"- Autor James Ellroy die außerordenltich dreckige und raue Seite eines Cops. Ich für meinen Teil habe es also nicht bereut "Rampart - Cop ausser Kontrolle" eine Chance zu geben. Das Ende hat mir auch zugesagt, ist aber mit Sicherheit nicht jedermanns Sache (Wie der Film auch).

Fazit: Sehr raues Copdrama mit gutem Cast und in toller Optik, wenngleich auch nie so richtig spannend.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dareios

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Ein Supermacho auf dem Höllentrip ins Verderben. Sein Familienleben ist ein Trümmerhaufen. Er hat 2 Exfrauen und 2 Töchter, mit ihnen findet aber keine Kommunikation statt. Statt dessen reißt er jede Nacht in Kneipen eine andere Frau auf für einen One-Night-Stand. Er raucht, trinkt unkontrolliert, nimmt Aufputschmittel und Medikamente. Hier wird keine Story erzählt, es wird gezeigt wie ein Mensch, der mit der Moderne nicht zurecht kommt, sich in einen Strudel aus Gewalt, Sex und Suchtmitteln stürzt und unaufhaltsam dem Abgrund entgegen strebt. Auch als Cop ist er längst gescheitert, er prügelt auf Ganoven ein wie es ihm passt und ist korrupt. Hauptopfer sind Einwanderer und Farbige da er auch noch Rassist ist. Es bleibt nicht beim prügeln, wenn er Geld braucht schießt er einfach einen Räuber über den Haufen um die Kohle selbst einzusacken.
Und keine Erlösung in Sicht, auch nicht am Ende. Das ist kein Film über das herausfinden der Hauptfigur aus der Sackgasse, sondern über ihr Scheitern.
Der weißen Mittelschicht in USA muß es mittlerweile wirklich schlecht gehen, denn Filme über deren Ratlosigkeit sind in den letzten Jahren häufiger zu sehen. Angesichts eines seit Jahrzehnten steigenden Bevölkerungsanteils von Hispanos und Schwarzen, sehen sich die Weißen anscheinend zunehmend im Hintertreffen. Sie stellten 200 Jahre die Mehrheit und herrschende Schicht in den USA dar, aber tatsächlich werden sie in ein paar Jahren zur Minderheit werden. In "Grand Torino" von Clint Eastwood wird dies ebenfalls thematisiert. Allerdings findet hier eine Läuterung des Rassisten statt der sich am Ende mit den von ihm stigmatisierten versöhnt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

mikkean

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Dave Brown ist Straßenbulle in Los Angeles. Er durchkämmt tagtäglich die schlimmsten Gegenden der Stadt, kennt die verseuchtesten Ecken und passt bestens dorthin. Seine geringe Wertschätzung der Junkies, Penner, Nutten und Dealer lässt er jeden nur zu gerne spüren. Wenn es geht, wird zugeschlagen und geknüppelt. Was gut geht, bis Dave dabei gefilmt wird und übers Fernsehen einen Sturm der Entrüstung auslöst. Aber das ist ja nur die Dienstseite eines abgewrackten Menschen, mit dem wir wohl nicht für Geld tauschen würden.

"Rampart" ist nämlich nur zum Teil ein Cop-Film. Mit eben so viel Hingabe wird hier auch der private Trümmerhaufen verfolgt, den Brown sein Eigen nennen darf. Zwei Schwestern hat er nacheinander geheiratet und geschwängert. In zwei nebeneinandergelegenen Häusern hat er mal gewohnt, zu Hause ist er in keinem mehr. Abends geht er lieber auf Pirsch und wird seinem Spitznamen "Vergewaltiger" gerecht. Stellt sich natürlich die Frage, wie so etwas so lange gut gehen konnte. Ganz einfach, es ging nicht gut.

Es braucht nur zehn Minuten mit der Idealbesetzung Woody Harrelson, der solche Rollen einfach phänomenal meistert, um zu erkennen, dass "Rampart" wie ein Zugunglück in Zeitlupe ist. Die Korruption der Hauptfigur mit ihrer tödlichen Konsequenz ist an dieser Stelle noch nicht mal ausgeführt. Auch wenn "Rampart", dem Namen nach, auf einen realen Polizei-Skandal fußt, ist der Film mehr das Psychogramm eines gescheiterten Typen, der noch weiter am Scheitern ist. Sympathisch geht natürlich anders, und auch eine Erlösung zeichnet sich nicht am Horizont ab. Damit ist der Film schon eigentlich harte Kost. Er wirkt in seinem Szenenbau fast episodisch. Er zeigt uns verschiedene Stufen der Ermittlungslawine, die Brown zu begraben droht. Und führt das nahtlos auf dem privaten Schlachtfeld weiter.

Das ist wie bei jeder Figur, die Protagonist und Antagonist verkörpert, gerade deswegen reizvoll. Irgendwann muss der Typ aufwachen, denkt man sich. Aber es braucht schon wirklich die gesamte Laufzeit, bis Dave zu erkennen scheint, dass er dieses Mal so richtig in der Scheiße steckt. Und einen bildlich gesprochenen Leichenberg aus seinen Ex-Frauen und, zumindest, seiner ältesten Tochter angehäuft hat. Da "Rampart" aber ein Film vom Scheitern und nicht von der Besserung ist, bleibt diese Beobachtung natürlich entsprechend karg und, nicht selten, hart an der Grenze zur Unausstehlichkeit. Massentauglich ist das selbstverständlich auch nicht, aber dafür ist dies keine Groß-Produktion. Nur ein schroffer, gut besetzter Film, der einem bei Bedarf auf die schattige Seite des Lebens zu führen weiß. Für so etwas muss ja auch mal Platz sein.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Chucky89

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Woody Harrelson spielt seine Rolle wirklich sehr gut, dass war doch erfreulich an dem Film. Der Rest ist doch eher Mau, vielleicht bin ich auch mir falschen Erwartungen an Film rangegangen. Ich habe einen Film wie Dark Blue erwartet, der ein ähnliches Thema aufgreift. Bekommen hat man einen Film, der viel mehr ein Charakterfilm ist. Zwar ist es auch ganz interessant zu sehen wie Harrelson diesen selbstgerechten, korrupten Bullen spielt, aber auf Dauer fehlt mir hier einfach die Geschichte. In Copland z.B. fehlt ja auch größtenteils die Action, aber der Film hat mich mitgerissen im Gegensatz zu diesem hier.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Heimacker

Kommentar löschen
Bewertung1.5Ärgerlich

Ein Film über ein selbstgerechtes Arschloch, dass als Polizist seine Macken auslebt. Es gibt keine Story, nur Charaktere. Es reihen sich Prügel-, Sex-, Familien-, Dummquatscher- und undefinierbare Szenen in loser Folge bis der Abspann kommt. Das angekündigte Cop-Drama ist nur ein, von Harrelson gut gespieltes, Psychopathenportrait. Öde und ärgerlich. Da kann ich auch in' Spiegel gucken oder der Katze in' Popo! Leider hab ich keine Katze.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Velly

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Toller Cast in einem leider recht langweiligen Film. Schade :-/

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Wombat

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Starkes Porträt, ein Protagonist ohne Sympathiewerte. Toll geschauspielert, und sehr gut musikalisch unterlegt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

headmusic

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Ich habe nach dem Film lange über eine Bewertung nachdenken müssen und bin mir immer noch nicht ganz klar darüber. Der Film lässt mich vollkommen ratlos zurück! Was leider an dem nicht vorhandenen oder besser gesagt nicht eindeutigen "Roten Faden" der Story liegt. Man wartet die erste Stunde auf so etwas wie einen Ausbruch der Hauptfigur und damit eine Angabe der Richtung die dieser Film nehmen soll. In der letzten halben Stunde, wenn einem klar wird das in der Hinsicht wohl nix mehr passieren wird, kommt man erst den Protagonisten näher und das Drehbuch wird zwingender. Ohne Zweifel ist Woody Harrelson echt klasse aber dies kann leider nicht über das vorher genannte hinwegtäuschen. Schade!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JoeKramer

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Der Funke springt dank der Null Storyline absolut nicht über. Das der Film überhaupt 4 Punkte verdient hat, ist nur Woody Harrelson zu verdanken.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Percilitor

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

Trotz einer sehr guten Leistung von Woody Harrelson als korrupter und brutaler Cop, schafft es Rampart einfach nicht mich in seinen Bann zu ziehen. Dies dürfte hauptsächlich an der uninteressanten und kaum vorhandenen Geschichte liegen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mein Senf

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Das Prädikat Charakterstudie entbindet einen Filmemacher nicht von der Pflicht, eine gute Geschichte zu erzählen. Genau diesen Punkt vernachlässigt Oren Moverman in seinem minimalistisch konzipierten Plot sträflich, indem er Charaktere nicht erklärt, auf Höhepunkte gänzlich verzichtet und sich stattdessen weitesgehend darauf beschränkt, hinlänglich bekannte Cop-Klischees ein weiteres Mal durchzukaufen. Zudem werfen einen die prätentiösen Kameramätzchen ein ums andere Mal aus der eigentlichen Handlung. Dagegen kommt auch das intensive Spiel von Woody Harrelson nicht wirklich an.

Als der sadistische und kriminelle Cop Dave Brown (Woody Harrelson) gefilmt wird, während er einen Verdächtigen zusammenschlägt, wollen ihn sein Vorgesetzten endgültig loswerden. Doch Brown sieht sich als Bauernopfer für die krisengeschüttelte Rampart-Abteilung der Los Angeles Polizei und lässt es auf einen Gerichtsprozess ankommen. Doch seine zahllosen Aktivitäten Am Rande und jenseits der Legalität lassen die Luft um ihn zusehends dünner werden.

Die Figur des Polizisten hat Hollywood nicht erst seit „Dirty Harry“ (1971) seine Unschuld verloren. Schon die Vertreter der Film-Noir-Welle Mitte der 1930er-Jahre inszenierten die Gesetzeshüter ähnlich skrupellos und mitunter nicht weniger kriminell als die Verbrecher, die sie jagten. Man kann also nicht unbedingt behaupten, dass Oren Moverman mit seinem Bad-Cop-Drama „Rampart“ unbestelltes Land bewirtschaftet. Hochkarätige Unterstützung erhielt er von einem Spezialisten des modernen Copfilms: James Ellroy, der auch am Drehbuch mitwerkelte, schuf unter anderem die literarischen Vorlagen zu den thematisch ähnlich gelagerten „Der Cop“ (1988), „Dark Blue“ (2002), „Black Dhalia“ (2006), „Street Kings“ (2008), und nicht zuletzt dem preisgekrönten „L.A. Confidental“ (1997). Im Gegensatz zu diesen Filmen ist „Rampart“ (2011) aber weniger ein Thriller, sondern ein Charakterdrama. Folglich steht auch weniger die Aufklärung eines bestimmten Verbrechens, sondern in erster Linie die Figur des korrupten und amoralischen Gesetzeshüters im Vordergrund. Wer an dieser Stelle an „Bad Lieutenant“, sei es im Original von Abel Ferrera oder der Neuinterpretation von Werner Herzog denkt, liegt gar nicht mal so falsch.

Leider fallen Oven Moverman, der nach seinem preisgekrönten Debüt „The Messenger“ (2009) erneut mit Woody Harrelson und Ben Foster zusammenarbeitete, und Ellroy nicht viel mehr ein, als hinlänglich bekannte Cop-Klischees aufzufahren. Selbstverständlich ist Dave Brown ein bindungsunfähiger Supermacho. Neben unzähligen Affären pflegt er eine seltsame On-Off-Beziehung zu seinen Exfrauen, die hier gleich als Geschwisterpaar daherkommen. Wie es sich für einen ambivalenten Cop gehört, versagt er Erziehungsfragen, so dass die Beziehung zu seinen Kindern schwierig ist. Er säuft, konsumiert Drogen und lebt seine sadistische Ader vorzugsweise im Job aus. Darüber hinaus überschreitet er mit einer gewissen Routine die Grenze zur Illegalität, um seinen ausufernden Lebensstil zu finanzieren. Einschüchterung, Körperverletzung und Erpressung, Raub und Mord sind innerhalb seines moralischen Wertesystems vertretbar, solange es die Richtigen trifft. Diese reaktionäre Grundhaltung, die vielen von Ellroys Cop-Figuren grundsätzlich gemein ist, wird hier ins Groteske gesteigert und erstarren somit er Recht zum Klischee. Dass die Hauptfigur trotzdem ansatzweise glaubwürdig bleibt, ist dem ambivalenten Darstellung von Woody Harrelson zu verdanken, der es schafft, seinem Dave Brown bei aller selbstgerechten Sturheit auch immer wieder leichte Anflüge von Selbstzweifel einzustreuen.

Ein klarer Schwachpunkt ist die verspielte Inszenierung, die niemals eine klare Linie erkennen lässt. Die Kameraarbeit schwankt größtenteils unmotiviert zwischen einem dokuartigen Realismus und selbstgenügsamen Art-Fartie-Mätzchen, der besonders aufdringlichen Art. Auch erzählerisch findet der Film nie ein ausgewogenes Mittel, den alles überstrahlenden Protagonisten zu portraitieren und den Nebenfigur gleichzeitig genügend Platz einzuräumen. Ein minimalistisches Plotdesign mag bewusst so angelegt sein, wichtige Plotpoints nur anzureißen, statt bis zum letzten I-Tüpfelchen durchzudeklinieren, wenn man als Zuschauer aber zusehends Schwierigkeiten bekommen, die Funktion einzelner Figuren zu durchschauen, ist es eindeutig zu viel des Guten. Das fällt insbesondere auf, da die Nebendarsteller fast durch Bank prominent besetzt sind, ihre Rollen aber teilweise weitestgehend unklar bleiben (Ned Beatty, Ben Foster), oder über eine winzige Szene (Steve Buscemi) nicht hinauskommen. Auf der anderen Seite werden die Charakterzüge des Protagonisten in an langweiliger Redundanz grenzenden Szenen wieder und wieder inszeniert.

Einzelne Häppchen, vor allem gegen Ende stechen allerdings positiv heraus, etwa wenn Harrelson bei strömendem Regen im Pool plantscht und endgültig mit einer seiner Geliebten bricht, ist das ein großer Moment. Auch die schwierige Beziehung zu seinen Töchtern, die ihn einerseits verabscheuen, aber ihn gleichzeitig immer wieder offen begegnen, wird intensiv gespielt und inszeniert. Doch solche Momente sind viel zu rar gesät, bzw. verpuffen größtenteils in ihrer Wirkung komplett. Fast scheint es, Oven Moverman hätte sich bewusst dagegen entschieden, seinem deprimierenden Plot irgendwelche Akthöhepunkte zu spendieren. Ähnlich rigoros springt er mit seinem Protagonisten um, dem die Erlösung am Ende vermehrt bleibt. Seine Einsicht kommt zu spät, längst fordern seine Verbrechen einen höheren Preis, als er zahlen kann. Das Finale sticht in seiner Konsequenz qualitativ klar heraus, bis dahin muss man aber eine ganze Menge erzählerischen Leerlauf und inszenatorische Selbstverliebtheit über sich ergehen lassen.

Wer sich an Copklischees nicht sattsehen kann und die selbstgefällige Inszenierung für Kunst hält, der könnte „Rampart“ (2011) als mutiges und unkonventionelles Kino misinterpretieren und seinen Spaß haben. Das konsequente Ende und die durchweg soliden Schauspielleistungen, bei denen Woody Harrelson als äußerst dominanter Protagonist naturgegeben heraussticht, retten den Film vor dem Totalausfall.

Daran werde ich mich erinnern: die seltsame Patchworkfamilie.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

dbeutner

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ganz sicher nicht "der dreckigste Cop, der je auf der Leinwand zu sehen war", aber auf jeden Fall eine starke One-Man-Show von Woody Harrelson, wobei, wenn wir bei den DarstellerInnen sind, niemand für böse Kritik Anlass gibt.

Der Film hat mich sehr gut unterhalten und auch Spannung erzeugt, wobei es sich eben, wie schon mehrfach erwähnt, weniger um einen Thriller oder Actionfilm handelt, als mehr um ein Psychogramm eines kaputten Polizisten. Obwohl Harrelson eine starke Performance abgibt, habe ich ein bisschen mit der Besetzung gehadert, weil ich den Typen einfach zu sympathisch finde und es vor allem in der ersten Hälfte immer wieder Momente gab, die den Harrelson darstellten und weniger den Brown. Da war Michael Chiklis als Vic Mackey in The Shield eine Spur besser besetzt.

Egal. Eine ganze Weile hatte der Film eigentlich seine acht Punkte innerlich eingefahren, aber am Ende blieb dafür zu wenig übrig: Das Drehbuch vergisst doch sehr, eine Story zu erzählen, obwohl einige Erzählfäden existieren. Für ein reines Psychogramm hätten aber gerade diese Elemente nicht sein müssen - Bad Lieutenant hat's vorgemacht (auch wenn ich den inzwischen gar nicht mehr so stark finde wie früher einmal).

Wenn das Drehbuch in der Retrospektive auch echt schwächelt, so bleiben es für mich aber dennoch solide 7.5 Punkte. Denn die Momente des Films haben mich doch packen können. Mit etwas mehr oder etwas weniger Story wäre die Chance für mehr gegeben gewesen.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

patcharisma

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Wer hier dank dem Namen James Ellroy ein annähernd zweites "L.A. Confidental" erwartet, wird womöglich recht enttäuscht werden (Gruss an unsere liebe Sonse <3) und dem "dreckigsten Cop, der je auf der Leinwand zu sehen war" (Kritikerstimme auf dem Hüllentext) begegnet man hier schon gar nicht. Und das ist vielleicht auch schon das grösste Plus des Dramas (nicht Thriller!): Der Film ist eine dieser Ausnahmen, die immerhin nicht schwarz/weiss malen, er versucht sich durch eine Aneinanderreihung von recht losen Szenen-Fragmenten sich einem Psychogramm eines entwurzelten Mannes zu nähern, der 1999 Cop in der berüchtigten "Los Angeles-Police-Department" (im titelgebenden Bezirk) war. Woody Harrelson (für mich immer noch einer der allergrössten Schauspieler der Gegenwart - er verdrängt den Rest der A-Cast auch komplett in den Hintergrund) ist die One-Man-Show natürlich auf den Leib geschneidert, sein differenziertes Acting und seine immer wieder genialen Sätze wie "I'm not a racist - in fact, I hate all people equally!" erfreuen immer wieder. Doch spätestens nach 45 Minuten beginnt sich der Zuschauer langsam zu fragen, wo hier die dramatisch packenden Höhepunkte sind, und er wird leider enttäuscht: Keine einzige der ausgeworfenen Story-Lines (zerrüttete Mehr(?)Frauen-Ehe, entfremdete Kinder, aufgerissene Frauen in Bars, Clubs mit dem obligat folgendem Motelzimmer-Sex - und natürlich das ganze ganze schmierige wechselspielende Korruptions-Element, in der alle ein Motiv zu erkennen geben, von den falsch spielenden Anwält/innen, selbst zwielichtige Beschatter bishin zu den TV-Stationen und den diametral gezeigten Gossen-Ganoven als Dreckwäsche-Zudiener) wird hier nur einfach fragmentarisch stehen gelassen und bleiben bis am Schluss im Dunkeln - Conclusions gibt es nicht.

Fazit: "Rampart" ist sicher kein blöder Film, aber er ist ebenso wenig spannend noch wirklich packend inszeniert. Über korrupte Cops gibt es so viel Besseres (wie z.B. "Narc" mit Ray Liotta). Wer hat noch einen?

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Mein Senf

Antwort löschen

Die Conclusion fand ich sehr schlüssig, sogar noch das beste an diesem enttäuschenden Film.


patcharisma

Antwort löschen

Hey dear Mr. Senf - ich hab den Film tatsächlich schon komplett vergessen! (xD) Wenn Du mir die Conclusion erklären könntest, wäre ich sehr dankbar...


Gourellia

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wer ein Action geladenen Film erwartet, der wird hier enttäuscht. Es ist ein sehr emotionales Drama, das einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der Protagonisten bietet. Ein Cop der sich, die Menschen und alles andrere auf dieser Erde hasst, der sich nach Nähe sehnt, aber diese nur schwer zulässt. Er baut eine Mauer um sich herum auf. Er kann sich selbst nicht leiden und erfindet Lügen, damit er sich selbst noch im Spiegel ansehen kann und damit sein Umfeld ihn nicht so sieht, wie er wirklich ist.
Ein sehr tiefgründiger Film, der wohl (wie an der durchschnittl. Bewertung zu sehen) in der breiten Masse nie anklang finden wird, aber für Freunde von solchen Dramen wird der Film sicherlich häufiger den Weg in den Blu-Ray (DVD)- Player finden.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

LulusMaus

Kommentar löschen
Bewertung1.5Ärgerlich

War Langweilig und ich habe die Familienverhältnisse nicht verstanden :D

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

robertpires27

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Schwierig zu bewertender Film. Für mich Charakterstudie und kein Polizeifilm, der aber zu langwierig geraten ist. Der Film ist definitiv nicht oberflächlich und rückt den Protagonisten auch nicht in ein positives Licht, da immer wieder gezeigt wird, wie er die Gefühle seiner Familie verletzt ohne es zu bemerken.
Der Film steht und fällt mit der herausragenden schauspielerischen Leistung eines Woody Harrelson, einfach die perfekte Besetzung für den arroganten, chauvinistischen, sturen Dave mit dem weichen Kern für Familie und Frauen...
Dafür ein Ganz Gut aber nicht mehr...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Peter Hofbauer

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Kein Frage, Woody Harrelson spielt hervorragend in dem Film und allgemein ist der Film gut besetzt, aber dennoch geriet die inszenierung sehr sehr langatmig. Man sollte für den Film durchaus einen langen Atem besitzen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

werner-holt

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich weiß gar nicht was die alle haben, ich fand den Film super. Es ist jetzt kein Copfilm in dem Sinne, eher eine Charakterstudie eines Cops wunderbar gespielt von Woody Harrelson. Da wurden wohl einige enttäuscht.
Super fand ich das in jeder Szene der Protagonist Brown zu sehen war, man alles aus seiner Sicht wahrnehmen konnte, so bleibt der Zuschauer genauso ratlos wie Brown, weil er genau so viel weiß wie Brown selber. Hat mir sehr gut gefallen.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

zmpfl

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

"The Shield" goes ARTE > "Mehl als flüssig, übelflüssig!"

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Co-Pilot

Antwort löschen

Dann fütteln sie Katze wohl mit Hundefuttel?


zmpfl

Antwort löschen

:P


Co-Pilot

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

Kennt Ihr das? Euer Auto ist kaputt und Ihr müsst mit Bus & Bahn zur Arbeit?
Man bewegt sich und bewegt sich - kommt aber irgendwie nicht von der Stelle und ist irgendwann genervt von all dem?

So ging es mir in den vergangenen knapp 100min. Das Ende von Rampart zieht dann nochmal alle Register und man hat das Gefühl zu allem Überfluss auch noch die falsche Bahn genommen zu haben.

Fazit:
Wie jeder Movie startete auch Rampart - Cop außer Kontrolle bei mir mit 5,0 neutralen Punkten. Up´s & Down´s ergeben dann meine Endbewertung. Rampart geht mit fragwürdigen, in 2min vergessenen und höchst unbefriedigenden 2,0 Punkten in the books.
1 für Ice Cube (er spielt ca 10min mit) und 1 für alles andere...
*bloß nicht ansehen*

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

swissroland

Antwort löschen

Was ich ned verstehe ist, warum mein Liebling Woody da mit spielt!


robertpires27

Antwort löschen

Aber 1 Punkt für Ice Cube ? Was für ein Schwachsinn...



Fans dieses Films mögen auch