Rampart - Cop außer Kontrolle - Kritik

US 2011 Laufzeit 105 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Actionfilm, Kriminalfilm

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Kritiken (8) — Film: Rampart - Cop außer Kontrolle

evants.com: eventsandtrends.com

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5.5Geht so

"Rampart" ist weniger Cop-Thriller als vielmehr Porträt oder Studie eines Polizisten, dessen einzige Regeln seine eigenen sind. Der Film bewegt sich jenseits der Hochglanzfilme vieler Hollywood-Produktionen und weist auch wenig Spannung auf. Hier geht es allein um die Person Dave Brown, mit allen Konsequenzen. Somit dürfte "Rampart" für einige Zuschauer ein recht langatmiger Film sein, für andere eine harte Psychostudie, die an der ein oder anderen Stelle zusammenzucken lässt.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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6.0Ganz gut

Leider gefällt sich Regisseur Oren Moverman, der mit Harrelson und Ben Foster auch schon THE MESSENGER gemacht hat, allzu sehr als trippiger Ästhet; was bei den Jump Cuts noch ausgesprochen gut funktioniert, fängt bei ausgestellt "ungewöhnlichen" Einstellungen und völlig überdrehten Kamera-Moves bald so richtig an zu nerven. Moverman ist mal wieder einer von denen, die allzu gern auf allzu viele Knöpfchen drücken, ohne ihre Mätzchen auch mit irgendeiner Bedeutung bzw. Sinnfälligkeit aufzuladen. Aus Ellroys messerscharfem Charakterbild wird eine prätentiös in Szene gesetzte Absturzgeschichte, deren offenes Ende manchen gefällt, manchen nicht.

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SoulReaver: CinemaForever

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4.0Uninteressant

[...] Das größte Problem von 'Rampart' ist das Drehbuch. Die Geschichte des saufenden Einzelgänger-Cops ist so alt, dass sie einen beinahe schon ermüdet. Der Job ist hart, das Privatleben auch und die Mittel, zu denen der Cop greift, gleichen denen der Verbrecher. Wir sehen unsere Hauptfigur Brown saufen, prügeln und wie er mit seinen brutalen Methoden durch die Welt zieht. Eine Familie hat er auch nicht mehr und eigentlich steht er vollkommen alleine da, bis er auch noch seinen Job verliert, aufgrund einer seiner gefilmten Gewalttätigkeiten. Moverman hätte aus 'Rampart' gerne eine Charakterstudie über einen innerlich zerrissenen Gesetzeshüter gemacht, der sich zwischen Problemen, Haltlosigkeit und Korruption auf den Straßen von Los Angeles wiederfindet und immer tiefer in den Moloch absteigt, nur um seine eigene Rechnung zu begleichen. Das alles entpuppt sich allerdings als aufgewärmtes Unterfangen auf Sparflamme, welches man in dieser Form wirklich jedes Jahr im Kino geboten bekommt und weder neue Ansätze vorzuweisen hat, noch Highlights. Und da wären wir auch schon beim nächsten Problem von Movermans Inszenierung. Es gibt weder Höhepunkte, noch schafft er es, richtige Spannung zu erzeugen und die Charaktere interessant oder innovativ zu gestalten. Dabei mischt er immer wieder die bekannten Muster eines Familien-Dramas ein, welches auf zerstörtem Fundament steht und die Probleme von Papa Cop immer zu fühlen bekommt. Was 'Rampart' so einfach fehlt sind die intensiven Momente, um ihn in Erinnerung behalten zu können, aber die Charakterisierung des Bad Cops ist auch gleichbedeutend mit dem Standard des Genres, der schon seit geraumer Zeit vollkommen ausgelutscht ist und längst auf dem Zahnfleisch läuft. [...]

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Andrew O'Hehir: Salon.com Andrew O'Hehir: Salon.com

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8.0Ausgezeichnet

Rampart ist zu klein und zu düster, um Harrelson erfolgreich ins überfüllte Rennen um den Besten Schauspieler zu schicken, aber es ist ohne Frage eine der besten darstellerischen Leistungen des Jahres.

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Rex Reed: The New York Observer

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6.5Ganz gut

Rampart funktioniert aufgrund des fesselnden Spiels von Woody Harrelson.

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Justin Chang: Variety Justin Chang: Variety

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6.0Ganz gut

Während Rampart vor Atmosphäre trieft und an die Nieren geht, trägt die unbarmherzige Abwärtsspirale dazu bei, dass der Film zu einer überambitionierten, nicht ganz zufrieden stellenden Charakterstudie gerät.

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Kirk Honeycutt: Hollywood Reporter

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5.0Geht so

Von der Eröffnungszene an sieht Woody Harrelson (vom Leben) angeödet aus, und es gibt keine Szene, in der er nicht vorkommt. Aber der Effekt ist eher ermüdend als anregend.

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Owen Gleiberman: Entertainment Weekly Owen Gleiberman: Entertainment Weekly

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9.5Herausragend

Oren Movermans Rampart ist ein grandioser Film: spannend, schockierend, komplex und fesselnd.

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Kommentare (47) — Film: Rampart - Cop außer Kontrolle


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headmusic

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Bewertung5.5Geht so

Ich habe nach dem Film lange über eine Bewertung nachdenken müssen und bin mir immer noch nicht ganz klar darüber. Der Film lässt mich vollkommen ratlos zurück! Was leider an dem nicht vorhandenen oder besser gesagt nicht eindeutigen "Roten Faden" der Story liegt. Man wartet die erste Stunde auf so etwas wie einen Ausbruch der Hauptfigur und damit eine Angabe der Richtung die dieser Film nehmen soll. In der letzten halben Stunde, wenn einem klar wird das in der Hinsicht wohl nix mehr passieren wird, kommt man erst den Protagonisten näher und das Drehbuch wird zwingender. Ohne Zweifel ist Woody Harrelson echt klasse aber dies kann leider nicht über das vorher genannte hinwegtäuschen. Schade!

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JoeKramer

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Bewertung4.0Uninteressant

Der Funke springt dank der Null Storyline absolut nicht über. Das der Film überhaupt 4 Punkte verdient hat, ist nur Woody Harrelson zu verdanken.

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Percilitor

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Bewertung3.5Schwach

Trotz einer sehr guten Leistung von Woody Harrelson als korrupter und brutaler Cop, schafft es Rampart einfach nicht mich in seinen Bann zu ziehen. Dies dürfte hauptsächlich an der uninteressanten und kaum vorhandenen Geschichte liegen.

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stuforcedyou

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Bewertung3.0Schwach

„Rampart“ will uns einen Gesetzeshüter der etwas anderen, raueren Art näher bringen. Das Ergebnis ist eine Analyse, die mit voyeuristischem Blick geführt wird und sich in ein Genre-Korsett zwängt, dieses aber trotz des massiven Volumens nicht ansprechend ausfüllen vermag. Dieser Dave ist einfach die personifizierte, nicht genutzte Chance, einen andern, ehrlichen Blick auf einen harten Cop zu werfen, ohne dabei unnötigen Ballast mitzuschleppen. Alles in allem ein gut gemeinter Film, aber gute Absichten schützen nicht vor dramatischen Prahlereien, die weder die Geschichte, noch die darin befindliche Hauptfigur weiterbringen, bzw. interessanter gestalten. Schade um den fulminanten Cast.

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johnboy1979

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Also die psychologische Analyse des Films bzw. dieses Menschentypus ist mehr als formidabel und in Kombination mit der kongenialen Darstellung Woody Harrelsons ein kleines Meisterstück.

Und welche Prahlereien? Der Film hat seinen Fokus ganz auf den Hauptdarsteller gelegt, dessen Innerlichkeit und Motivation er auszuloten versucht. Der Film ist ein Psychogramm und will nie ein richtiger Thriller, Actionfilm oder sonst was sein.

Im Übrigen: Eine solch stimmige psychische Analyse habe ich zuletzt nur bei "Take Shelter" gesehen.


Mein Senf

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Bewertung4.0Uninteressant

Das Prädikat Charakterstudie entbindet einen Filmemacher nicht von der Pflicht, eine gute Geschichte zu erzählen. Genau diesen Punkt vernachlässigt Oren Moverman in seinem minimalistisch konzipierten Plot sträflich, indem er Charaktere nicht erklärt, auf Höhepunkte gänzlich verzichtet und sich stattdessen weitesgehend darauf beschränkt, hinlänglich bekannte Cop-Klischees ein weiteres Mal durchzukaufen. Zudem werfen einen die prätentiösen Kameramätzchen ein ums andere Mal aus der eigentlichen Handlung. Dagegen kommt auch das intensive Spiel von Woody Harrelson nicht wirklich an.

Als der sadistische und kriminelle Cop Dave Brown (Woody Harrelson) gefilmt wird, während er einen Verdächtigen zusammenschlägt, wollen ihn sein Vorgesetzten endgültig loswerden. Doch Brown sieht sich als Bauernopfer für die krisengeschüttelte Rampart-Abteilung der Los Angeles Polizei und lässt es auf einen Gerichtsprozess ankommen. Doch seine zahllosen Aktivitäten Am Rande und jenseits der Legalität lassen die Luft um ihn zusehends dünner werden.

Die Figur des Polizisten hat Hollywood nicht erst seit „Dirty Harry“ (1971) seine Unschuld verloren. Schon die Vertreter der Film-Noir-Welle Mitte der 1930er-Jahre inszenierten die Gesetzeshüter ähnlich skrupellos und mitunter nicht weniger kriminell als die Verbrecher, die sie jagten. Man kann also nicht unbedingt behaupten, dass Oren Moverman mit seinem Bad-Cop-Drama „Rampart“ unbestelltes Land bewirtschaftet. Hochkarätige Unterstützung erhielt er von einem Spezialisten des modernen Copfilms: James Ellroy, der auch am Drehbuch mitwerkelte, schuf unter anderem die literarischen Vorlagen zu den thematisch ähnlich gelagerten „Der Cop“ (1988), „Dark Blue“ (2002), „Black Dhalia“ (2006), „Street Kings“ (2008), und nicht zuletzt dem preisgekrönten „L.A. Confidental“ (1997). Im Gegensatz zu diesen Filmen ist „Rampart“ (2011) aber weniger ein Thriller, sondern ein Charakterdrama. Folglich steht auch weniger die Aufklärung eines bestimmten Verbrechens, sondern in erster Linie die Figur des korrupten und amoralischen Gesetzeshüters im Vordergrund. Wer an dieser Stelle an „Bad Lieutenant“, sei es im Original von Abel Ferrera oder der Neuinterpretation von Werner Herzog denkt, liegt gar nicht mal so falsch.

Leider fallen Oven Moverman, der nach seinem preisgekrönten Debüt „The Messenger“ (2009) erneut mit Woody Harrelson und Ben Foster zusammenarbeitete, und Ellroy nicht viel mehr ein, als hinlänglich bekannte Cop-Klischees aufzufahren. Selbstverständlich ist Dave Brown ein bindungsunfähiger Supermacho. Neben unzähligen Affären pflegt er eine seltsame On-Off-Beziehung zu seinen Exfrauen, die hier gleich als Geschwisterpaar daherkommen. Wie es sich für einen ambivalenten Cop gehört, versagt er Erziehungsfragen, so dass die Beziehung zu seinen Kindern schwierig ist. Er säuft, konsumiert Drogen und lebt seine sadistische Ader vorzugsweise im Job aus. Darüber hinaus überschreitet er mit einer gewissen Routine die Grenze zur Illegalität, um seinen ausufernden Lebensstil zu finanzieren. Einschüchterung, Körperverletzung und Erpressung, Raub und Mord sind innerhalb seines moralischen Wertesystems vertretbar, solange es die Richtigen trifft. Diese reaktionäre Grundhaltung, die vielen von Ellroys Cop-Figuren grundsätzlich gemein ist, wird hier ins Groteske gesteigert und erstarren somit er Recht zum Klischee. Dass die Hauptfigur trotzdem ansatzweise glaubwürdig bleibt, ist dem ambivalenten Darstellung von Woody Harrelson zu verdanken, der es schafft, seinem Dave Brown bei aller selbstgerechten Sturheit auch immer wieder leichte Anflüge von Selbstzweifel einzustreuen.

Ein klarer Schwachpunkt ist die verspielte Inszenierung, die niemals eine klare Linie erkennen lässt. Die Kameraarbeit schwankt größtenteils unmotiviert zwischen einem dokuartigen Realismus und selbstgenügsamen Art-Fartie-Mätzchen, der besonders aufdringlichen Art. Auch erzählerisch findet der Film nie ein ausgewogenes Mittel, den alles überstrahlenden Protagonisten zu portraitieren und den Nebenfigur gleichzeitig genügend Platz einzuräumen. Ein minimalistisches Plotdesign mag bewusst so angelegt sein, wichtige Plotpoints nur anzureißen, statt bis zum letzten I-Tüpfelchen durchzudeklinieren, wenn man als Zuschauer aber zusehends Schwierigkeiten bekommen, die Funktion einzelner Figuren zu durchschauen, ist es eindeutig zu viel des Guten. Das fällt insbesondere auf, da die Nebendarsteller fast durch Bank prominent besetzt sind, ihre Rollen aber teilweise weitestgehend unklar bleiben (Ned Beatty, Ben Foster), oder über eine winzige Szene (Steve Buscemi) nicht hinauskommen. Auf der anderen Seite werden die Charakterzüge des Protagonisten in an langweiliger Redundanz grenzenden Szenen wieder und wieder inszeniert.

Einzelne Häppchen, vor allem gegen Ende stechen allerdings positiv heraus, etwa wenn Harrelson bei strömendem Regen im Pool plantscht und endgültig mit einer seiner Geliebten bricht, ist das ein großer Moment. Auch die schwierige Beziehung zu seinen Töchtern, die ihn einerseits verabscheuen, aber ihn gleichzeitig immer wieder offen begegnen, wird intensiv gespielt und inszeniert. Doch solche Momente sind viel zu rar gesät, bzw. verpuffen größtenteils in ihrer Wirkung komplett. Fast scheint es, Oven Moverman hätte sich bewusst dagegen entschieden, seinem deprimierenden Plot irgendwelche Akthöhepunkte zu spendieren. Ähnlich rigoros springt er mit seinem Protagonisten um, dem die Erlösung am Ende vermehrt bleibt. Seine Einsicht kommt zu spät, längst fordern seine Verbrechen einen höheren Preis, als er zahlen kann. Das Finale sticht in seiner Konsequenz qualitativ klar heraus, bis dahin muss man aber eine ganze Menge erzählerischen Leerlauf und inszenatorische Selbstverliebtheit über sich ergehen lassen.

Wer sich an Copklischees nicht sattsehen kann und die selbstgefällige Inszenierung für Kunst hält, der könnte „Rampart“ (2011) als mutiges und unkonventionelles Kino misinterpretieren und seinen Spaß haben. Das konsequente Ende und die durchweg soliden Schauspielleistungen, bei denen Woody Harrelson als äußerst dominanter Protagonist naturgegeben heraussticht, retten den Film vor dem Totalausfall.

Daran werde ich mich erinnern: die seltsame Patchworkfamilie.

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dbeutner

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Bewertung7.5Sehenswert

Ganz sicher nicht "der dreckigste Cop, der je auf der Leinwand zu sehen war", aber auf jeden Fall eine starke One-Man-Show von Woody Harrelson, wobei, wenn wir bei den DarstellerInnen sind, niemand für böse Kritik Anlass gibt.

Der Film hat mich sehr gut unterhalten und auch Spannung erzeugt, wobei es sich eben, wie schon mehrfach erwähnt, weniger um einen Thriller oder Actionfilm handelt, als mehr um ein Psychogramm eines kaputten Polizisten. Obwohl Harrelson eine starke Performance abgibt, habe ich ein bisschen mit der Besetzung gehadert, weil ich den Typen einfach zu sympathisch finde und es vor allem in der ersten Hälfte immer wieder Momente gab, die den Harrelson darstellten und weniger den Brown. Da war Michael Chiklis als Vic Mackey in The Shield eine Spur besser besetzt.

Egal. Eine ganze Weile hatte der Film eigentlich seine acht Punkte innerlich eingefahren, aber am Ende blieb dafür zu wenig übrig: Das Drehbuch vergisst doch sehr, eine Story zu erzählen, obwohl einige Erzählfäden existieren. Für ein reines Psychogramm hätten aber gerade diese Elemente nicht sein müssen - Bad Lieutenant hat's vorgemacht (auch wenn ich den inzwischen gar nicht mehr so stark finde wie früher einmal).

Wenn das Drehbuch in der Retrospektive auch echt schwächelt, so bleiben es für mich aber dennoch solide 7.5 Punkte. Denn die Momente des Films haben mich doch packen können. Mit etwas mehr oder etwas weniger Story wäre die Chance für mehr gegeben gewesen.

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patcharisma

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Bewertung4.5Uninteressant

Wer hier dank dem Namen James Ellroy ein annähernd zweites "L.A. Confidental" erwartet, wird womöglich recht enttäuscht werden (Gruss an unsere liebe Sonse <3) und dem "dreckigsten Cop, der je auf der Leinwand zu sehen war" (Kritikerstimme auf dem Hüllentext) begegnet man hier schon gar nicht. Und das ist vielleicht auch schon das grösste Plus des Dramas (nicht Thriller!): Der Film ist eine dieser Ausnahmen, die immerhin nicht schwarz/weiss malen, er versucht sich durch eine Aneinanderreihung von recht losen Szenen-Fragmenten sich einem Psychogramm eines entwurzelten Mannes zu nähern, der 1999 Cop in der berüchtigten "Los Angeles-Police-Department" (im titelgebenden Bezirk) war. Woody Harrelson (für mich immer noch einer der allergrössten Schauspieler der Gegenwart - er verdrängt den Rest der A-Cast auch komplett in den Hintergrund) ist die One-Man-Show natürlich auf den Leib geschneidert, sein differenziertes Acting und seine immer wieder genialen Sätze wie "I'm not a racist - in fact, I hate all people equally!" erfreuen immer wieder. Doch spätestens nach 45 Minuten beginnt sich der Zuschauer langsam zu fragen, wo hier die dramatisch packenden Höhepunkte sind, und er wird leider enttäuscht: Keine einzige der ausgeworfenen Story-Lines (zerrüttete Mehr(?)Frauen-Ehe, entfremdete Kinder, aufgerissene Frauen in Bars, Clubs mit dem obligat folgendem Motelzimmer-Sex - und natürlich das ganze ganze schmierige wechselspielende Korruptions-Element, in der alle ein Motiv zu erkennen geben, von den falsch spielenden Anwält/innen, selbst zwielichtige Beschatter bishin zu den TV-Stationen und den diametral gezeigten Gossen-Ganoven als Dreckwäsche-Zudiener) wird hier nur einfach fragmentarisch stehen gelassen und bleiben bis am Schluss im Dunkeln - Conclusions gibt es nicht.

Fazit: "Rampart" ist sicher kein blöder Film, aber er ist ebenso wenig spannend noch wirklich packend inszeniert. Über korrupte Cops gibt es so viel Besseres (wie z.B. "Narc" mit Ray Liotta). Wer hat noch einen?

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Mein Senf

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Die Conclusion fand ich sehr schlüssig, sogar noch das beste an diesem enttäuschenden Film.


patcharisma

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Hey dear Mr. Senf - ich hab den Film tatsächlich schon komplett vergessen! (xD) Wenn Du mir die Conclusion erklären könntest, wäre ich sehr dankbar...


Gourellia

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wer ein Action geladenen Film erwartet, der wird hier enttäuscht. Es ist ein sehr emotionales Drama, das einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der Protagonisten bietet. Ein Cop der sich, die Menschen und alles andrere auf dieser Erde hasst, der sich nach Nähe sehnt, aber diese nur schwer zulässt. Er baut eine Mauer um sich herum auf. Er kann sich selbst nicht leiden und erfindet Lügen, damit er sich selbst noch im Spiegel ansehen kann und damit sein Umfeld ihn nicht so sieht, wie er wirklich ist.
Ein sehr tiefgründiger Film, der wohl (wie an der durchschnittl. Bewertung zu sehen) in der breiten Masse nie anklang finden wird, aber für Freunde von solchen Dramen wird der Film sicherlich häufiger den Weg in den Blu-Ray (DVD)- Player finden.

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LulusMaus

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Bewertung1.5Ärgerlich

War Langweilig und ich habe die Familienverhältnisse nicht verstanden :D

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robertpires27

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Bewertung6.0Ganz gut

Schwierig zu bewertender Film. Für mich Charakterstudie und kein Polizeifilm, der aber zu langwierig geraten ist. Der Film ist definitiv nicht oberflächlich und rückt den Protagonisten auch nicht in ein positives Licht, da immer wieder gezeigt wird, wie er die Gefühle seiner Familie verletzt ohne es zu bemerken.
Der Film steht und fällt mit der herausragenden schauspielerischen Leistung eines Woody Harrelson, einfach die perfekte Besetzung für den arroganten, chauvinistischen, sturen Dave mit dem weichen Kern für Familie und Frauen...
Dafür ein Ganz Gut aber nicht mehr...

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Peter Hofbauer

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Bewertung6.5Ganz gut

Kein Frage, Woody Harrelson spielt hervorragend in dem Film und allgemein ist der Film gut besetzt, aber dennoch geriet die inszenierung sehr sehr langatmig. Man sollte für den Film durchaus einen langen Atem besitzen.

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werner-holt

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich weiß gar nicht was die alle haben, ich fand den Film super. Es ist jetzt kein Copfilm in dem Sinne, eher eine Charakterstudie eines Cops wunderbar gespielt von Woody Harrelson. Da wurden wohl einige enttäuscht.
Super fand ich das in jeder Szene der Protagonist Brown zu sehen war, man alles aus seiner Sicht wahrnehmen konnte, so bleibt der Zuschauer genauso ratlos wie Brown, weil er genau so viel weiß wie Brown selber. Hat mir sehr gut gefallen.

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zmpfl

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Bewertung4.0Uninteressant

"The Shield" goes ARTE > "Mehl als flüssig, übelflüssig!"

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Co-Pilot

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Dann fütteln sie Katze wohl mit Hundefuttel?


zmpfl

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:P


Co-Pilot

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Bewertung2.0Ärgerlich

Kennt Ihr das? Euer Auto ist kaputt und Ihr müsst mit Bus & Bahn zur Arbeit?
Man bewegt sich und bewegt sich - kommt aber irgendwie nicht von der Stelle und ist irgendwann genervt von all dem?

So ging es mir in den vergangenen knapp 100min. Das Ende von Rampart zieht dann nochmal alle Register und man hat das Gefühl zu allem Überfluss auch noch die falsche Bahn genommen zu haben.

Fazit:
Wie jeder Movie startete auch Rampart - Cop außer Kontrolle bei mir mit 5,0 neutralen Punkten. Up´s & Down´s ergeben dann meine Endbewertung. Rampart geht mit fragwürdigen, in 2min vergessenen und höchst unbefriedigenden 2,0 Punkten in the books.
1 für Ice Cube (er spielt ca 10min mit) und 1 für alles andere...
*bloß nicht ansehen*

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swissroland

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Was ich ned verstehe ist, warum mein Liebling Woody da mit spielt!


robertpires27

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Aber 1 Punkt für Ice Cube ? Was für ein Schwachsinn...


craax

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Bewertung7.5Sehenswert

Überraschend stark: die Charakterstudie über das gerechte Finale eines A*lochs. Erwartet wurde ein weiteres „korrupter & brutaler Gesetzeshüter“- Burn-Out, das alle kitzlichten Peepshow-Einlagen, die das Thema beflissen anbietet, mit gutem Voyeurs-Gewissen vor aller Augen ausschlachtet: unmotivierte Gewaltexzesse aus nichtigstem Anlaß, dicke Pose, beleidigende Kernsätze, die wir Nervensägen immer schon einmal unverblümt ins Gesicht geknallt hätten, schmierige selbstsüchtige heimliche Schlechtigkeit, faszinierter Grusel,- und schließlich, die gerechte Rache der Besiegten, wenn alles wieder ins unrechte Lot rückt,- entweder: simpel a) das Gute siegt und das Übel verendet - irgendwie, - oder tragisch b) wir haben’s ja schon immer gewußt, soviel man auch im Einzelfall erreicht und schwächlich siegt, die Chose geht insgesamt weiter, weil der Karren einfach längst zu tief im Dreck steckt. Nichts davon bei Rampart: hier geht es in Wirklichkeit nicht um Cops, nicht um LAPD, nicht um Verfolgungsjagden und shootouts,- hier geht es – um ein Arschloch & „denn alle Schuld rächt sich Erden“.
Dieser Film, der, zumal anfangs, gewohnt rasante Elemente setzt, entwickelt sich, sicher sehr zum Degout der dunkle-Ecken-Rumdrücker, die genau um so was zu sehen, sich gewohnheitsmäßig vor den Bildschirm hocken (und dort reichlich Nahrung finden),- zunehmend zu einer eindrucksvollen Charakterstudie, welche von Woody Harrelson ausdrucksstarker Darbietung lebt (seine NaturalBornKillersetc.- Filmographie kommt ihm dabei entgegen im kollektiven Zuschauergedächtnis: man erwartet jeden Moment sein kribbeliges Ausrasten, gegen alle - Frauen, Tochter, Geliebte, Vorgesetzte- in seiner Nähe, die ihm querkommen und steckenbleiben. Dessen eigene Rollen-Selbstempfindung ist dabei anders: und es ist so, das der Brückenschlag, zu unserer ganz normalen Realität, Hier und Jetzt, leichtfällt, und glaubwürdig wird,- je länger je mehr. Denn zumeist hält er sich ( wie wir alle) doch zurück,- im gewaltsamen Griff. Aber doch nicht immer + es brodelt in ihm ; und geht zunehmend-, und das ist neu, wie sein Selbstbild abbröckelt und zerbröselt,- an die Nieren und Nerven. Denn Harrelson ist kein Harry D. Eastwood, dessen Lack nie Sprünge setzt, und in dessen emotionale coole Gladiatoren- Panzerung keine Lücken dauerhaft schädigend aufzureißen sind. Gerade da also wird Rampart – -ein Police Departement in Los Angeles, das tatsächlich einen Polizei-Übergriffs-&Korruptionsskandal entfesselte – interessant: es bringt uns einen Menschen nahe, der im guten Glauben sich längst, längst irreparabel verfahren hat . – Und soll ich hinzufügen: der uns gerade deswegen interessiert (da er weiter nicht groß rumballert, für die angesprochene Fraktion, die er so enttäuscht am Wegesrand zurückläßt),- aber andererseits zugewinnt, weil wir dunkel spüren (könnten), das Dave Browns Labyrinth dasjenige ist, in dem wir alle stecken, längst, längst auf Nimmerwiedersehn verschwunden sind, mitsamt unseres gesamt-hybriden Umfeldes, das Browns moralische Korrumpiertheit wenn nicht unsere (persönliche) so doch die des „Ganzen“ ahnbar sein könnte, in dem wir scheinbar zu leben verdammt sind. Diese Interpretation geht bestimmt vielen zu unbelegt weit. Beschränken wir uns auf die Tatsachen.

Nehmen wir’s also als den Ruin eines persönlich korrumpierten, isolierten Bösewichts. Der soll eigentlich die Gerechtigkeit überwachen; agiert aber längst, mit diesem Freifahrtschein, nach eigenem Gesetz. Seit fünfundzwanzig Jahren dienstbereit; effektiv eingearbeitet und >mutmaßlich< so, das ihm offiziell kaum etwas nachzuweisen ist. Trotzdem häuft sich im Laufe der Jahre eine statistisch signifikante Liste an, die darauf hinweist, das es sich hier um ein Problem handeln könnte ; und Vorgesetzte wollen keine Probleme (viele verstehen sich sogar als Problembeseitiger- und -Präventive). - Im Kollegenumfeld ist er isoliert: denn er ist ein typischer Einzelgänger,- und genügt sich vollkommen selbst. Allmählich wandelt sich „wie die Zeiten“ (mehrfach zitiert) das Bild : die scheinbare Gewöhnung fällt auf, als – der Filmstrang wird nie näher geklärt und braucht es auch nicht – eine gestellte oder ungestellte Video-Falle in die Nachrichten gelangt, das ihn (Brown) als exzessiv ausrastenden Schläger nach einem Verkehrsunfall zeigt. Wieder hat er eine scheinbar gesetzesbuchstabentreue „Erklärungs“- Absicherung; aber Vorgesetzte wollen ihn loswerden (v.a. um sich aus dem Medienfokus zu rücken),- echte Unterstützer weil Freunde im Departement hat er nicht, andere stehen scheinbar rechtfertigend hinter ihm und meinen ihre eigene Gefährdung wenn es einen wie ihn erwischt- , so weit, so ausgetreten,- aber nun beginnt etwas Interessantes. Denn Rampart geht es nicht nur um den Job, den er sich weigert freiwillig („Du bist Freiwilliger!“) aufzugeben. Er weiß, er ist nicht anders als andere. Er spürt das Unrecht, das begangen würde, ließe er sich zum Sündenbock abstempeln, und dem Sturm ausweichen. Er behauptet sich: denn er behauptet SICH : und das ist alles, was er hat: seinen Glauben an sich, im Recht zu sein, denn er weiß: im Übrigen verhält er sich tatsächlich wie ein A*loch. Er weiß es. Er (ge-)denkt nur, ein solches im Dienst der ‚guten Sache‘ zu sein, das und der „für Ordnung sorgt“, und die „Drecksarbeit“ macht (übrigens unter starker Selbstaussetzung eines Straßenpolizisten-Risikos, das andere scheuen). Er ist mutig, er ist ruppig, er ist kompromißlos, er ist direkt, er ist abgebrüht, er ist verkommen. Er handelt für SICH im Übereinkommen des Handelns für ALLE. Er „liebt seinen Job“ / weil, wie er sagt, keine Alternative da ist. Er ist sich selbst der Nächste: aber, weil, was gut ist für ihn, zufällig auch gut ist für das, was, wie er denkt, alle so wollen.

Seine erste Einstellung beim Empfang Zuhause, als er von der „Arbeit“ heimkehrt, ist bezeichnend: „hallo, Vergewaltiger“. Allmählich erfahren wir eine ganze Menge von ihm : von Menschen, die, nach allgemeiner Überzeugung, diejenigen sind, die uns am nächsten stehen,- und für die wir all die , er wie wir, -die ungeliebten Dinge machen. Vielleicht lügen und betrügen wir: doch nicht -die, für die wir meinen, das alles auf uns nehmen zu müssen. Zuhause sind wir „andere Menschen“; schizoid vermögen wir eine ganze Menge an Unvereinbarkeiten durchaus regelmäßig zu vereinigen. Wir führen Kriege mit dem Ziel, möglichst viele Gegner auszurotten von denen wir doch auch wissen, das sie Menschen sind und Vater und Mutter, Familie haben; zivil tun wir so, als sei menschliches Leben das höchste Gut. Und so Einiges. Rampart-Dave, selbst Vietnam-Looser, leistet sich nicht ein Übermaß an Selbstblendungen; er ist ehrlicher als wir, regelmäßig, und nimmt kein Blatt vor den Mund, im Selbst – und anderer-Leute-beschiß. Aber es gibt doch einen „guten Kern“, guten Glaubens, in dem wir nicht nur für uns selbst agieren, als die letzten hyperkalten Egoisten? – Dave Browns Familienhabitus zeigt es: er hat beim Abendbrot sexuellen Hunger : er fragt erst die Eine (ihre Schwester, Mutter einer seiner Töchter) : sie winkt ab. Nach zwei Minuten auf der anderen Seite der Tafel, die er wie ein Raubtier ruhelos umkreist (die beiden „Familien“ um seine Kern-Vaterschaft wohnen in engbenachbarten Vorortsiedlungs-Häusern), versucht er es bei der anderen (Schwester, Mutter (s)einer anderen Tochter), ähnlich. Nachdem er seiner College-Tochter das direktive Mißtrauen an einer poster-dekorierten selbstgefertigten Wand-Collage ausgedrückt hat, die „Frauengewalt“ gegen „einen Mann“ ausdrückt,- das Essen zurückgewiesen hat,- verzieht er sich stadtwärts, um ständig andernorts, in einer üblich aufreißerischen Nachtbar, fündig zu werden: und wird es. Die Zurückgebliebenen „daheim“ sind es (längst) gewohnt.

Dave Brown geht seinen eigenen Interessen und Bedürfnissen kompromißlos nach. Doch in Woody Harrelsons Darstellung ist er nicht unverletztlich, und unempfänglich. Er ist ein enttäuschter doch nicht kalter Egoist ; an seiner Fassade ist zu kratzen, und doch ist er nicht ganz (er wäre das schon?) von der (menschlichen fehlerbehafteten ) Welt um ihn herum abgenabelt und wahrhaft unabhängig. Er ist es nicht: weil er sich selbst nicht letzter Halt sein kann, denn dort ist nichts Positives. Er wäre gerne so stark wie er sich gibt: doch er ist es nicht. Denn selber nichts-, kann er nur Teil von etwas sein. – Seine Stärke ist Pose: im Grunde ist er abhängig von dem, was er zu beherrschen und dirigieren : und im Lot zu halten sucht. So ist Woody Harrelsons Darbietung nicht die eines A*lochs, das nur interessant wäre durch das, was und wie es tut ; doch das zerrinnt zunehmend zwischen den Fingern. Immer näher rückt die Betrachtung, von wem und warum etwas getan ist: und WER dieses A*loch eigentlich ist. Woody gibt kein reines-, er gibt ein verletzliches und verletztes A*loch, ansteigend. Dieser Zwiespalts-Prozeß macht den Film schließlich interessant.
Das Bisherige war also die Exposition: scheinbar sorgt er für „alle und alles“, um ihn herum, als Gesetzeswächter für Ordnung auf drogenverseuchten Straßen, als „treusorgender“ Familienvater-Pantoffelheld für zwei Heime und Unterhalt (wobei die Frauen auch selbst erwerbstätig sind). – Wichtig ist, das er diesem ganzen Gewusel zu präsidieren, zu genügen, es aufrecht zu erhalten wünscht: die Ordnung, auf den Straßen die sich längst nicht mehr aufrechterhalten läßt -, - „Zuhause“,- wo Kinder wie Frauen seinen Egoismus hinterm Pflichterhalt längst durchschaut haben (vor ihm) und sich ihm entziehen. Der Film setzt im Moment des Umschwungs ein: die Fassade, die jahr(zehnte)lang sich bröckelnd aufrecht erhalten ließ,- bricht allmählich, in Zeitlupe, in einem geräuschlosen Crash, eine Film-Stunde lang zusammen,- die hier : einige Wochen und Monate dauert,- Zeit der internen Ermittlung gegen ihn, die feststellen soll, ob all die Zufälle Zufall sind oder nicht.

Rampart-Brown geht durch ein Höllentor der Selbsterkenntnis: vermeintliche Unterstützer und mächtige Freunde im Hintergrund scheinen zu bewirken, das er – wie durch ein Wunder – immer noch im Dienst ist, und weiterhin seinen Job macht. Aber die Wände bewegen sich auf ihn zu; der Spielraum wird eng, die Luft wird knapper; der Streß setzt ihm zu.
Noch einige Schlüsselszenen : (schauen Sie gefälligst erst den Film!)(schnauzen) : warum wünscht er, nach dem behutsamen, doch immer unerbittlicherem Herausdrängen aus dem „Zuhause“ durch die solidarischen Frauen, das seine besuchenden Töchter „wieder in das Zimmer zurück“ kommen? – Warum fordert er so unerbittlich-unnachgiebig-verzweifelt, das seine „Geliebte“, sein Fick-Verhältnis, die sich angstvoll entsetzt selbst in ihm erkennt, in ihrem Feine-Pinkel-Appartement (immerhin mit geräumigem Pool),- das sie nachts im Regen zu ihm absurd in denselben kommt? – ein gelungenes Bild! – doch da sie ihm NICHT folgt: ein weiterer Meilenstein der Selbst-Entmythologisierung. Denn, je enger das Zeitfenster des verbleibenden Films – und es für Rampart-Browns Selbstverständnis wird : legt der Film einen Weg zurück, in dem schließlich Cop Dave erkennt, ungern, was er anscheinend also will ist und darzustellen hat, in den Augen der anderen, und wie er, am Ende, seiner Kraft, seiner Lügen, seiner (Lebens)geschichte, seiner selbst, erkennt: sich selbst in ihrem Blick auf ihn : das bin ich. Die anderen brauchen – und wollen – ihn nicht. Als das, was er ist,- vielleicht nicht immer war, vielleicht geworden ist,- egal: NUN so und nicht anders, auch nicht anders (mehr) möglich-, IST. Und das gefällt nicht, niemand, nicht einmal mehr ihm.

Hierum geht es in diesem Film: wie ein A*loch, das stets ausschließlich für sich selbst da war und handelte, zum Schluß, allein, auch von allen alleingelassen ist. Ein letztes Aufbäumen, der Selbstbehauptung: der Rollenbehauptung, „wichtig“, DER zu sein, um den sich alles in SEINEM Universum dreht: die Ordnung auf den Straßen, zu deren Aufrechterhaltung die anderen zu schwach, zu verkommen, zu faul, zu bequem, zu korrupt, zu inkonsequent - sind, - wie die Familie, die, wie er schweigend aus dem Dunklen beobachtet und sieht,- funktioniert und gedeiht ohne ihn,- wie selbst die Ermittlungen gegen ihn, über die er in einer nachtdunklen Begegnung mit seinem Häscher in einem ausführlichen und rückhaltlosen und juristisch korrekten Geständnis eine Art „Führung“ übernehmen will und Zurückweisung, selbst da, erleidet: all diese Menschen brauchen ihn nicht zu ihrer Aufgabe, zu der er sich überflüssig gemacht hat, selbst bei der Selbstüberführung, die, wie ihm angedroht wird, auch so stattfindet. Er ist nichts weiter mehr als jemand, der sich gegen jedes menschliche Gesetz und Verbindlichkeit gestellt und ausgegrenzt hat: ein Verstoßener, der nur noch hergenommen wird: als Objekt der Gerechtigkeit, der wir alle unterworfen sind, ob man es nun Gesetz oder Liebe nennt. Der Lieblose lebt am Ende allein, und so die Folge.
Der Film endet kompromißlos, deutlicher wie es nicht sein kann – und muß - : Rampart-Dave Brown fährt nachts vorläufig in irgendeine Dunkelheit hinaus, in der in der Ferne unidentifizierbare schwache Lichter unwichtig blinzeln, unerreichbar. Gewohnt wie nicht anders möglich – denn wir sind Sklaven unserer Vergangenheit – nach all den Exzessen, - eine Zigarette im Mundwinkel, und der Film verklingt: es ist alles gesagt, erledigt - und zuende geführt, ohne bedauerlichen Rest.

Sie merken, ich halte den unauffälligen Film für ausgezeichnet (wie nicht nur die erstklassige Schauspielerriege nahelegt : Sigourney Weaver, Anne Heche, Steve Buscemi, Robin Wright, natürlich exponiert Woody Harrelson, aber vor allem : Brie Larsson als Tochter-, in einer das Neben- oftmals gern sprengenden beeindruckenden –Rolle ; mal sehn, ob das alles, wie gut es gelungen ist, bemerkt werden mag.

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VisitorQ

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Bewertung6.0Ganz gut

Sehenswerter Film mit einem gut aufgelegten Woody Harrelson. Der Film hat zwar einige Hänger und Längen doch drumherumfiedelbum hat er mir gut gefallen. Vor allem das Ende hat mir zugesagt.

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niceeddy

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Bewertung5.0Geht so

Wer mal sehen will, was Woody Harrelson denn so drauf hat, kann mal reinschauen, ansonsten herrscht gepflegte stargespickte Langeweile.

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Rene Rossmanith

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Bewertung2.0Ärgerlich

Hab nach ner halben Stunde ausgeschaltet.....

Ich mag solche Filme nicht in denen kaum Musik gespielt wird und belanglose Autofahrten mit einem melancholischen Klavirgedudel unterlegt sind.

Auch brauch ich mir nicht zich mal angucken wie der Harrelson irgend ne alte Dörrpflaume knallt ^^

Nene Freunde.....gewollt aber nicht gekonnt und ziemlich langweilig insziniert...

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Co-Pilot

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Right! Ein Durchschnittsfilm hat 1 Sexszene; bei Rampart waren es glaub ich 5(?)
Auf jeden Fall habe ich dann aufgehört mit Zählen...

Ganz schwacher Film, ganz ganz schwach.


Murphante

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Bewertung3.0Schwach

Film doof, Story doof ... Harrekson am schwächeln ...

"Sie ist blond und überall wonanders auch" oder so ähnlich
brachte mich zum schmunzeln :D
Aber das war´s dann auch schon gewesen ...
Hab es diesmal andersrum gemacht ... erst n Film geschaut,
dann den Trailer und dann auf Moviepilot ... also erst hatte ich mich noch von dem DvD Cover und das Geschreibsel hinten druff inspirieren lassen ...
und dachte da auch gleich an "Bad Lieutenant" ... aber das war jaaa weit weit entfernt davon ... eigentlich war da nicht mal ein Hauch von Böswilligkeit drin zu sehen ...

War echt mal schwach ... kein guter Harrelson =(

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Dr.Hasenbein

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Bewertung4.0Uninteressant

Ein Copdrama in dem Woody Harrelson ein frauenfeindliches und rasistisches Arschloch spielt dass seine Macht als Polizist ausnutzt um seiner Wut freien Lauf zu lassen.
Ihm zur Seite stehen so hervorragende Stars wie Steve Buscemi, Sigourney Weaver, Ned Beatty, Anne Heche, Ben Foster oder Robin Wright.
Da "Rampart" aber eine komplette One Man show ist bleiben alle Charaktere (bis auf Harrelson natürlich) farblos und austauschbar.
Es ist sogar richtig schade dass so gute Schauspieler so verheizt werden.
Das ist aber nicht das einzige Problem des Films.
"Rampart" krankt an einem schwachen Drehbuch und einer langatmigen und langweiligen Inzenierung.
Dass Harrelsons Figur zwar toll gespielt aber auch absolut unsympathisch ist trägt auch nicht gerade dazu bei den Film für den Zuschauer interessanter zu machen.
Leider bleibt der Film weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Schade um die guten Schauspieler und die brisante Grundidee!

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