Rampenlicht

Limelight (1952), US Laufzeit 132 Minuten, FSK 6, Drama, Komödie, Kinostart 24.09.1954

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6.8
Kritiker
4 Bewertungen
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7.5
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105 Bewertungen
5 Kommentare
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von Charles Chaplin, mit Charles Chaplin und Claire Bloom

Als der alternde Music-Hall-Clown Calvero eines Abends nach Hause kommt, riecht er Gas im Treppenhaus. Kurzerhand bricht er die Tür zu einer Wohnung auf und rettet eine bewusstlose Frau. Es ist die junge Tänzerin Terry, die sich das Leben nehmen wollte. Calvero kümmert sich rührend um die junge Frau, und so fasst Terry neuen Lebensmut.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (1) — Film: Rampenlicht

Kubrick_obscura: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

Warum wird hier als Genre Komödie angegeben? Der Film ist ziemlich ernst und für einen Chaplin-Film sogar todernst!
Natürlich hat der Film komische Momente, doch die Tragik folgt immer auf leisem Schritt.
Chaplins klassische, ja beinah ungewohnt strenge Inszenierung forciert den Blick auf die beiden Hauptdarsteller, einem alten Clown und einer depressiven Ballerina.
Interresant sind auch die Theaterszenen im Film, die logischerweise immer als Plansequenzen gefilmt wurden, sodass ein Live-Gefühl vermittelt wird.
Ein ruhiger und trauriger Film über die Suche nach dem Glück im Leben!

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Kommentare (4) — Film: Rampenlicht


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ElMagico

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Bewertung9.0Herausragend

Würde ich hier schreiben, dass "Limelight" ein unterschätztes Spätwerk Charles Chaplins ist, würde dies einerseits fast untertrieben sein und zweitens würde es einfach nicht stimmen. Denn vergleiche ich die Anzahl der Bewertungen hier, dann ist es einfach wohl so: "Limelight" hat kaum einer gesehen! Und das ist mehr als nur Schade!
"Limelight" kann soviel, spricht inhaltlich soviele Themen gleichzeitig an und ist vorallem eins: Ein furchtbar persönlicher Film. Denn auch wenn Charles Chaplin immer wieder ein großen Bezug zur Traumfabrik Hollywood aufbaut, zum Künstler an sich und auch übergreifende Themen wie die Liebe anspricht...hinter diesen Fassaden schimmert immer wieder sein eigenes Schicksal durch. Und deshalb ist "Limelight" auch nur dann lustig, wenn Calvero einen seiner nur noch raren Auftritte hat oder er von diesen träumt. Ansonsten ist dieser Film ein leiser, melancholischer Abgesang auf ein Handwerk und seine Protagonisten, die keiner mehr will, die nicht mehr wichtig sind und die damit jeglichen Wert für die Menschen verloren haben. Neue Attraktionen stehen schon längst bereit und man weiß nicht so recht wohin mit den alten.
So ist "Limelight" ein Abschiedsgruß des klassichen Clowns, genauso wie er ein letzter Auftritt des Stummfilmstars ist. Er ist eben auch ein Lebenszeichen des Charles Chaplin, dessen Stern langsam sank und der in seiner Wahlheimat schon fast eine Persona non grata war. Es ist ein Film, in dem Charles Chaplin spürbar einfach nicht mehr lustig sein will, nicht mehr Everybodys Darling spielen kann. Zu tief scheinen die Verletzungen und es ist bemerkenswert wie still, wie ausgeglichen und auch wie intelligent seine cineastische Antwort darauf ausfällt.
Es ist ein Film darüber, wie die Unterhaltungsindustrie ihre Stars fallen lässt und darüber wie Charles Chaplin fallen gelassen wurde. Es ist ein schwindender Gedanke an die Vergangenheit, in der alles so schön gewesen zu sein scheint und es ist wohl auch ein Gedanke an Chaplins eigene Kindheit. Und ohne es zu wissen, drehte Chaplin auch einen Film über sich den Künstler, der Jahrzehnte lang ein Land unterhielt, welches ihn plötzlich wegen Nichtigkeiten verstieß und verbannte.
Es ist ein Film über jemanden, der die Welt so positiv und wohlwollend sieht....und trotzdem jegliche Illusion und Lust verloren hat. Über jemand, dem es nur noch wichtig zu sein scheint sich gerecht zu werden, da er der Welt eh nicht mehr genügt. Der den Spott kaum noch hört und sich über jegliche Zuneigung freut, da es immer die letzte sein könnte. Der aber auch die Liebe nicht mehr annehmen kann, weil einfach schon zuviel über sie weiß. Denn die Beziehung zur jungen Ballettänzerin Terry gönnt er sich so wenig, wie ihm Amerika das Glück mit seiner jüngeren Frau gönnte.
Das alles wären schöne Ambitionen, wäre "Limelight" nicht auch so ein wundervoller und packender Film geworden. Ein Drama in dem soviel warme Melancholie mitschwingt und das sich niemals in Bitterkeit ergibt. Und immer wenn man denkt, nun wird die Dramatik überhand nehmen, nun wird Rührseligkeit zum Antrieb der Geschichte, da guckt der Tramp kurz um die Ecke und zwinkert dem Zuschauer kurz zu.
Ein wirklich wunderbarer Film!

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Stallforce

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Der vielleicht schoenste Chaplin! Schoener Kommentar!


ElMagico

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Danke! Wirklich ein sehr schöner Film!!!


marcowski

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Bewertung4.0Uninteressant

Das war schon eine tolle Atmosphäre im Babylon Berlin-Mitte - einen Chaplin-Film im Kino zu sehen ist beinahe wie eine Zeitreise.
Nach richtig gutem, tragikomischem Beginn wurde es dann aber doch sehr schnell langatmig und zäh. Laaange philosophische Dialoge gespickt mit einigen Pointen forderten meine Konzentration. Der Funke wollte aber nicht überspringen. Irgendwann in der Mitte des Films ein Lichtblick: Eine Ohrfeige, die ganz im Stile der alten Stummfilme kurzzeitig die Trostlosigkeit dieses Films vergessen lies. Und den genialen Sketch mit Buster Keaton am Ende habe ich sehr genossen, auch wenn er nicht so richtig in den Films passte.
Nach dem Abspann hatte ich das Gefühl, Chaplin spielte zu sehr sich selbst, mit seinen Ängsten des Scheiterns und dem Wunsch, von jungen Frauen verehrt und begehrt zu werden. Die früheren Werke sind mir dann doch weitaus lieber.

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mellisee

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Bewertung7.0Sehenswert

Limelight - der letzte amerikanische Film Chaplins besticht durch die anrührende, liebevoll inszenierte Geschichte des alternden, erfolglosen Clowns Calvero, der einer jungen Balletttänzerin das Leben rettet und ihr somit wieder neuen Lebensmut schenkt.
Wenn auch teilweise sehr überspitzt melancholisch und etwas zu kleinteilig dargestellt, was aber vermutlich an der Zeit des Films liegt, beeindrucken vor allem die Szenen in der großen Music Hall. Höhepunkt des Films ist selbstverständlich die Begegnung Chaplins mit seinem "künstlerischen Konkurrenten" Buster Keaton. Daher wirklich sehenswert!

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dAJaro

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Bewertung9.0Herausragend

Limelight ist eine Tragikomödie, die ihre Tragik zum größten Teil durch die Geschichte des Kinos erhält. Ein Muss für Liebhaber der stillen Jahre.
Chaplin zeigt erneut, dass er einer der ganz großen physischen Schauspieler ist und dominiert, wenn er es will, jede Szene. Die Theaterszenen sind dann noch das Sahnehäubchen auf einer meisterlichen Performance.
Schade nur, dass Keatons Part so klein ist.
Bevor ich Limelight gesehen habe, habe ich viele Filme von Buster Keaton gesehen und mich nach und nach gefragt, was an Chaplin eigentlich so besonders ist. Es hat keine 5 Minuten dieses Filmes gebraucht, da ist es mir wieder eingefallen.

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