Rangoon - Im Herzen des Sturms

Beyond Rangoon (1995), US
Laufzeit 100 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kinostart 06.07.1995

- Kritiker
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Rangoon - Im Herzen des Sturms - Bild 31770
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von John Boorman, mit Patricia Arquette und U Aung Ko

Als Dr. Laura Bowman (Patricia Arquette) kurz nach einer grausigen Familientragödie in Birma (heute Myanmar) eintrifft, erwarten sie neue Schrecken: 1988 schlägt die Regierung die wachsende pro-demokratische Bewegung nieder. Laura wird in die Unruhen hineingezogen und kann das Land nicht mit ihren Reisegefährten verlassen, weil sie ihren Pass verloren hat. Sie muss also aufs Land in den Dschungel fliehen, um über die Grenze ins sichere Thailand zu gelangen: eine entsetzliche Odyssee – doch die Flüchtlinge geben nicht auf. Laura macht sogar eine Entdeckung: Indem sie anderen hilft, wird ihr eigenes Leid gelindert.

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Kommentare (3) — Film: Rangoon - Im Herzen des Sturms

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kalligraph

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Bewertung10.0Herausragend

Eiegntlich ein Pflichtfilm für die Schule, für den politokunterricht, aber da müßte man sich ja damit auseinandersetzen, daß es mehr gibt als Europa und Amerika. Da müßte man sich mit Militärs beschäftigen, die putschen, ihr eigenes Volk unterdrücken, das Land umbenennen (offiziell heißt Burma heute ja Myanmar, wird aber, sobald es wieder frei ist, wieder Burma heißen, deshalb lohnt sich das Umlernen des Namens nicht) und man müßte wissen, wer die Frau Aung San Suu Kyi ist. Man müßte so richtig weit über den Tellerrand schauen. Also ein anstrengender Film. Und einer der besten, die je mit einer Botschaft gedreht wurden. Mit einem außerordentlich schönen Soundtrack von Zimmer und vielen Bildern, die noch im Detail wichtig sind, so wenn nach der Flucht aus Burma plötzlich sichtbar wird, daß die Flüchtlinge in einem Karenlanger angekommen sind, was man am Kruzifix erkennt, das durchs Bild fährt (ist aber in der DVD-Fassung glaube ich heraus geschnitten. Wir wissen ja alle, Christen bäh, Buddhisten prima. Dabei werden die christlichen Karen ja von den Buddhisten in Burma massiv bedrängt und sollen gewaltsam rebuddhistisiert werden. Ist ja aber egal. Sind ja nur Christen.) . Diesen Film sieht man nicht wie sonstigen Hollywoodmist. Er würde sich wirklich lohnen. Wäre aber anstrengend, weil man nicht das Hirn dabei abschalten kann.

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Blonder

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr spannender Film, in dem man viel über das Leben und Sterben in Burma erfährt. Am Anfang bekommt man schöne Landschaftsaufnahmen zu sehen, aber schon kurze Zeit später wird dem Zuschauer die Grausamkeit des Regimes vor Augen geführt. Gleichzeitig versucht die Touristin über ihren Verlust vom Mann und Sohn hinweg zu kommen. Dabei erfährt man viel über den Glauben und die Lebensanschauung der Menschen in diesem Land.

Patricia Arquette spielt ihre Rolle so intensiv und glaubwürdig, als ob sie das wirklich erlebt hätte. Aber auch die anderen Darsteller machen eine gute Figur und überzeugen auf der ganzen Linie. Das ganze wird dann noch von der guten Musik von Hans Zimmer untermalt, die dem Film noch mehr Intensität verleiht.

Sehr sehenswerter Aufklärungsfilm über ein Land, worüber kaum jemand etwas weiss. Meiner Meinung nach ein Film den man gesehen haben muß!

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annaberlin

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Bewertung9.0Herausragend

Dass dieser Film erst kürzlich auf DVD erschienen ist, ist wirklich ein Schande. Für mich ist dieser wunderschöne, grauenvolle Film über die Massaker in Burma einer der besten Filme aus westlicher Sicht, die je über Südostasien gedreht wurden. Patricia Arquette und Frances McDormand (auch wenn nur kurz zu sehen) tun ihr übriges, um den Film von John Boorman sehenswert zu machen.

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