War Witch
Rebelle (2012), CA Laufzeit 90 Minuten, Drama, Historienfilm
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
18 Bewertungen
5 Kommentare
Keine
von Kim Nguyen, mit Rachel Mwanza und Alain Lino Mic Eli Bastien
In dem Drama War Witch berichtet die 14-jährige Komona ihrem ungeborenen Kind von ihrer Vergangenheit und ihrem Dasein als Kindersoldatin.
In der Rahmenhandlung von War Witch erzählt die mittlerweile 14-jährige Komona (Rachel Mwanza) ihrem ungeborenen Kind, wie sie einst als Kindersoldatin arbeiten musste und unfreiwillig in den Krieg mit reingezogen wurde. Mit zwölf Jahren haben rebellische Soldaten Komona aus ihrem Heimatdorf mitgenommen und zur Kindersoldatin gemacht, nachdem sie gezwungen wurde, einen Menschen zu töten, was sie den Rest der Geschichte immer verfolgen wird. Während der nächsten Jahre macht Komona eine schwere Zeit durch, bis ihr das Leben durch die Begegnung mit Magician (Serge Kanyinda) etwas leichter gemacht wird. Der Albinojunge, der ebenfalls Kindersoldat ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich mit Komona anzufreunden und sie stets zu beschützen.
Hintergrund & Infos zu War Witch
Regisseur Kim Nguyen inszenierte das Drama War Witch (OT: Rebelle), das hauptsächlich im Congo gedreht wurde. Auf den 62. Internationalen Filmfestspielen von Berlin war der Film im Wettbewerb um den Goldenen Bären. Die 15-jährige Rachel Mwanza gewann den Silbernen Bären als Beste Hauptdarstellerin und den Preis in derselben Kategorie auf dem Tribeca Film Festival. Für den Oscar 2012 kam War Witch in die Auswahl für den Besten fremdsprachigen Film und war sogar unter den fünf Nominierten.
Rachel Mwanza wurde von ihren Eltern verlassen, als sie noch sehr jung war und verbrachte mehrere Jahre auf der Straße, bis sie für die Rolle der Komona gecastet wurde. 2013 wird sie ihren zweiten Film, Kinshasa Kids von Marc-Henri Wajnberg, zu sehen sein. (LM)
Mehr Bilder (9) und Videos (1) zu War Witch
























Kritiken (3) — Film: War Witch
Dirk Knipphals: taz Dirk Knipphals: taz
Kommentar löschenKim Ngyen hat mit vielen Laiendarstellern vor Ort gedreht - sie verleihen den Szenen nicht nur einen authentischen Anstrich, sondern eine geradezu flirrende Intensität, die Kim Ngyen wiederum keineswegs folkloristisch ausbeutet.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Andreas Borcholte: Spiegel Online Andreas Borcholte: Spiegel Online
Kommentar löschenAuch die anderen Schauspieler sind größtenteils Laien, woraus der Film viel dokumentarische Wucht erhält und ein Schlaglicht auf die schier unmenschlichen Herausforderungen wirft, mit denen sich Kinder im Chaos instabiler afrikanischer Staaten konfrontiert sehen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
SchnabelPower: filmosophie.com
Kommentar löschenIn meinen Augen hat Regisseur Kim Nguyen dieses im Grunde erschreckende Thema zu stark verharmlost. Ich bewerte zwar positiv, dass hier Gewalt und Leid nicht voyeuristisch zur Schau gestellt werden, doch vermittelt das Ende den Eindruck, das Trauma der Kindersoldaten ließe sich durch ein bisschen Magie aus dem Weg räumen. Etwas schockierender hätte Rebelle vielleicht doch sein müssen, um uns für dieses Thema zu sensibilisieren.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (2) — Film: War Witch
LeBateauPolice Fri, 18 Jan 2013 16:59:07 -0000
Kommentar löschenEin Thema, bei dem man offensichtlich viel falsch machen kann. Der Film bleibt über die Spieldauer seltsam distanziert, die Erzählung wirkt nicht stringent und stolpert vor sich hin. Ab und zu verirrt sich sogar Herr Kitsch in diesen Film, selbstverständlich ein No-Go. Am Ende hat man 85 Minuten menschenverachtendes Morden hinter sich, aber der Film hat so eine geringe Halbwertszeit, dass man nicht unbedingt betroffen ist. Positiv sind aber die Laiendarsteller, die hier wirklich auftrumpfen und den Film einigermaßen retten können.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
antaris Sat, 18 Feb 2012 14:24:58 -0000
Kommentar löschenToller poetischer Film, der Kinder-Psyche, Aberglauben, Phantasien und die fürchterliche Realität überzeugend und berührend erzählt. Grandiose Hauptdarsteller.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten