Reconstruction

Reconstruction (2003), DK
Laufzeit 89 Minuten, FSK 6, Drama, Thriller, Kinostart 10.06.2004

7.2 Kritiker
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
160 Bewertungen
15 Kommentare
Reconstruction - Bild 26076
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von Christoffer Boe, mit Maria Bonnevie und Krister Henriksson

Eines Abends trifft Alex Aimée. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Alex verlässt für Aimée seine Freundin Simone. Aimée ist bereit, für Alex ihre Ehe mit dem viel älteren Schriftsteller August aufzugeben. Durch ihr Zusammentreffen gerät seine Welt aus den Fugen. Über Nacht scheint sich die Realität unmerklich verändert zu haben: Freunde erkennen ihn nicht mehr, selbst Simone behauptet, ihn noch nie zuvor gesehen zu haben. Träumt Alex etwa? Oder ist er bloß ein Charakter in Augusts Roman? Die Zukunft liegt nunmehr in Aimées Liebe, doch hat er auch den Mut, für Aimée alles aufzugeben?


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Reconstruction

HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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7.0Sehenswert

Verschobene Zeitebenen, verschachtelte Realitäten, versetzte Abläufe, Wiederholung mit Variante - auch Christoffer Boe ist, wie wir alle, ein postmodernes Kind, das keine schnurgerade "Love Story" mehr erzählen mag. Aber er begnügt sich nicht mit der Dekonstruktion des Konstruktes, sondern - Titel = Programm - setzt zur Rekonstruktion der auseinander geschraubten Teilchen an.

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Kommentare (14) — Film: Reconstruction

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BigDi

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Bewertung5.0Geht so

Zu konstruiert, um weh zu tun, und für alles andere ebenfalls. Auf-Teufel-komm-raus-Arthaus eben.

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Oximoron

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Stalker und Twentynine Palms schläfern ein! Und erst Frühling Sommer Herbst Winter...guck den lieber nicht ;-)


BigDi

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"Stalker" und "TP" sind klasse und gar nicht einschläfernd! Letzterer steht auf der Warteliste, aber Lust auf Mönchsalltag habe ich irgendwie nie, keine Ahnung, woran das liegt...


betti.boo

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Bewertung6.0Ganz gut

Bin etwas ratlos.
Habe die Story nicht verstanden - aber schön wars schon.

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Jack_Torrance

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Bewertung7.0Sehenswert

"Alles ist Film, alles ist Konstruktion, aber dennoch tut es weh !"

Alles ist Film
Ganz recht ! Da werden filmische Zitate übernommen, variiert und zu einem faszinierenden Kaleidoskop über Liebe, Treue und Verrat zusammengesetzt. Cinéma pur !

Alles ist Konstruktion
Aber was für eine originelle ! Christoffer Boe entführt den Zuschauer in eine andere Welt, in der Liebe zur Sucht und Verrat zu etwas selbstverständlichem wird. Ein Stück Wahrheit steckt dahinter.

Dennoch tut es weh
Unser Held nämlich schlittert auswegslos dem Untergang und der Einsamkeit entgegen. Die Landung kommt abrupt aber schmerzhaft.

Meisterhafte Konstruktion !

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8martin

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Bewertung2.5Ärgerlich

Es wird uns zweimal gesagt: am Anfang und am Ende, dass alles nur konstruiert ist, alles nur ein Film sei, und dass man aber doch mitleide.
Na ja, zunächst weckt die Erzählweise schon Interesse, weil es eine unorthodoxe Folge von Szenen gibt, die man etwas verwundert verfolgt. Inhaltlich geht es nur um das Eine und zwischen ’Hello’ und ’Good-bye’ sieht man davon aber nicht viel. Dann versucht man im Kopf die Einzelteile dieses Puzzles langsam zusammenzufügen. Auch das hält einen noch eine Weile dabei. Doch je länger man zuschaut, desto mehr fühlt man sich wie der berühmte Hamster auf der Rolle. Viele überraschende Wendungen kommen lediglich nur zustande, weil die beteiligten Personen an Amnesie leiden. Das nervt dann doch immer mehr. Und von dem vielen Hin und Her fühlt man sich einfach verschaukelt. Es ist halt ein Versuch! Oder anders ausgedrückt: Operation gelungen, Patient tot! Von den drei vorgegebenen Prämissen kann man die zuletzt genannte kaum nachvollziehen. Da ist für die Figuren und ihre Allerweltsprobleme letztlich viel eher Mitleid angesagt. Noch Fragen? Dann schau dir das offizielle Plakat zum Film an…

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Sigrun

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine konstruierte Geschichte, die (fast) immer ausstellt, dass sie konstruiert ist. Gute Schauspieler, die (fast) zu sicher sind, dass sie gut rüberkommen. Das alles am Schauplatz Kopenhagen, in Hotels (Achtung: Marienbad), in der 'Unterwelt' der U-Bahn (Achtung: Orphée) und mit einem Zauberer, der das Ganze einleitet und beendet (Achtung: Taschenspielertricks^^). Das Ergebnis ist ein Film mit guten Momenten und einem minimalen Nervpotenzial ... mir ist es (fast) zu verspielt, denn ich will nicht ALLES.

Aber okay! Kennen wir uns?

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JimiHendrix

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein wahrer Edelstein dieses ansonsten oberflächlichen und verabscheuungswürdigen Genre der Liebesfilme, fand ich sogar noch einen Hauch innovativer als "Before Sunrise".

Ein inhaltlich schwer durchsichtiger Film, der aber genug Raum für logische und sinnvolle Analyse läßt. Dem Thema Liebe wird sich hier auf eine ungewöhnliche Art und Weise genähert und man muss sich an die skurillen und komischen Dialoge erst einmal gewöhnen. Hat man die Stränge der Geschichte einigermaßen greifen können, so bietet dieser Film viel an Tiefe und Substanz.
Man kann sich aber nie sicher sein, ob der Film jetzt eine Erzählung des im Film vorkommenden Autors ist oder aus einem anderen konstruierten Ursprung erwachsen ist.
Der Streifen bietet eine Reihe von innovativen Ideen, wie zum Beispiel die Trennung von langjährigen Lebenspartnern. Zwei Menschen, die jeweils schon länger in einer Partnerschaft verweilen, verlieben sich ineinander und sie beschließen beide ihre langjährigen Beziehungen zu verlassen, um die neue und frische Liebe zu genießen. Nur fällt es ihnen unterschiedlich schwer, mit ihrem Partner zu brechen, was passiert wenn der eine sich schon getrennt hat und alles hinter sich ließ, aber der andee noch nicht bereit für diesen Schritt ist?
Auch die Darstellung des kompletten Bruchs im Leben von Alex, so der Name des Hauptdarstellers, als er sich in eine andere Frau verliebt, fand ich äußerst ideenreich umgesetzt.

Der eben erwähnte Alex wurde passend durch Nikolaj Lie Kaas gespielt, welcher einigen vielleicht noch an der Seite von Mads Mikkelsen in "Dänische Delikatessen" in Erinnerung geblieben sein dürfte. Sein Gesicht ist perfekt darauf ausgelegt, die im Film geforderten verdutzten Gesichtsausdrücke zu präsentieren.

Maria Bonnevie hatte eine Doppelrolle, welche die unverschämt schöne Schwedin norwegischer Herkunft auf alle Fälle gerecht wurde. Sie hatte diesen ganz bestimmten Blick drauf, der mich einfach wahnsinnig machte.

Regisseur Christoffer Boe hielt es leider nicht für nötig, weitere bedeutsame Filme wie diesen zu regiessieren und so bleibt das vorerst sein einziges erwähnbares Stück Film.

Die Musik ist verdammt zarghaft eingesetzt worden, was aber die dunkle und farbgedeckte Atmosphäre schön verstärkte und trotzdem nicht viel Ablenkung von der Geschichte zuließ. Vorallem das Stück "Adagio for Strings" von Samuel Barber findet oft seine stimmungssichere Verwendung in diversen stillen Filmen, wie auch in diesem.

Als abschließendes Fazit kann man festhalten, dass dieser Film bitte nur von Personen geguckt werden sollte, die das ewige geschnulze der nullachtfünfzehn Liebesfilme einfach satt haben, aber diesem Genre vielleicht doch noch eine letzte Chance geben wollen. Dennoch nicht vergessen, es ist alles nur konstruiert, aber tut trotzdem weh!

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mikkean

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Kann das Lob nur bekräftigen, "Reconstruction" liegt bei mir schon eine Weile zurück. Aber da kriegt man wieder Lust, sich dieses etwas andere Vergnügen zu geben.


dbeutner

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Unzutreffend ist allerdings, dass Boe keine weiteren Filme gedreht hat. Zutreffend ist lediglich, dass diese in Deutschland nicht vertrieben werden: Allegro (2005), Offscreen (2006) und Alting bliver godt igen (2010). Zwei weitere Filme befinden sich derzeit in Postproduktion. Die genannte Filme gibt es sämtlichst in Dänisch mit englischen Untertiteln. Ich werde mir diese mal ordern, denn Reconstruction hat mich dermaßen berührt, dass ich von dem Mann noch mehr sehen muss...


marcus-wagenknecht

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Bewertung9.0Herausragend

Schon zweimal gesehen - noch nichts begriffen.
Das ist durchaus als Lob zu verstehen.

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stalker

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Geht mir ebenso, zwei mal gesehen, und jetzt wieder mal aus der Bibliothek ausgeliehen.


goddess.pain

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ebenso 2 mal gesehen, nix kapiert. finde ich aber irgendwie eher unbefriedigend :/


ellen_ripley

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Bewertung9.5Herausragend

0,5 Punkte Abzug für die Verwendung vom "Adagio for Strings". Ich bin immer noch der Meinung, man sollte keine Zitate aus grandiosen Filmen (Platoon) für Filme verwenden, die mit dem Original nichts zu tun haben. Ansonsten: "Recontruction" ist ein wunderschöner Film über das Schreiben. So jedenfalls meine Interpretation. Andere sind durchaus möglich und mit Sicherheit erwünscht.

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Schlegel

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Eigentlich hat "Adagio for Strings" schon in Platoon nix verloren.


ElTopo

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Gerade diese Szene am Bahnsteig mit eben diesem Stück geistert mir immer wieder gänsehautartig durch den Kopf. Tatsächlich wurde das Stück schon in einigen Filmen verwendet, in diesem jedoch sehr passend wie ich finde.


Der Franzose

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Bewertung10.0Herausragend

Erstlingswerk von Christoffer Boe - ausgezeichnet mit der CAMERA D`OR in Cannes. Auf dem DVD Cover steht "Lassen Sie sich verzaubern von diesem preisgekrönten dänischen Meisterwerk" Der Film hat verzaubert auf seine Art und Weise, die man so jetzt nicht beschreiben kann.

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Knutrobert

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Bewertung9.0Herausragend

Wunderschön konstruierter Film!

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dbeutner

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Bewertung9.5Herausragend

Ein wunderschöner Film, der das Thema Treue, Faszination, Einmaligkeit von Situationen etc pp vielfach beleuchtet. Insbesondere die zweite Hälfte ist komplex und wirft viel Stoff für Diskussionen auf.

Tolle Besetzung, insbesondere Maria Bonnevie in ihrer Doppelrolle und Nikolaj Lie Kaas als Hin- und Hergerissener. Sehr dänischer Film, grobkörnig, ruhig, stark.

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alanger

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"ich brauche es vielleicht nicht zu sagen, aber denken Sie daran: alles ist film, alles ist konstruiert, und dennoch tut es weh."

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strangelet

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Bewertung6.0Ganz gut

Die typischen Stilelemente des anspruchsvollen zeitgenössischen Films - Wackelkamera, gedeckte Farben, spartanische Musikuntermalung und was es noch alles so gibt - werden hier wenigstens einmal halbwegs unaufdringlich und gekonnt eingesetzt, und der Plot ist nach einer Weile gar nicht mal uninteressant. Man kann sich das also zumindest anschauen, ohne extrem genervt zu sein. Traurig ist aber, dass von Anfang klar ist, dass der Film zur Lösung seiner eigenen Rätsel nichts als Metaebenen und Selbstreferentialität zu bieten haben wird. Aber für Cannes hat's ja gereicht.

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eghbal

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Liebesdrama der außergewöhnlichen Art, eninfühlsam, emotional und komisch und teilweise langatmig, aber trotzdem sehenswertig.

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