Red Cliff - Kritik

CN 2008 Laufzeit 123 Minuten, FSK 16, Eastern, Abenteuerfilm, Actionfilm, Drama, Kinostart 25.03.2009

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Kritiken (4) — Film: Red Cliff

Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail

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5.5Geht so

Red Cliff ist gewalttätig und blutrünstig, regiert auf maximale Grausamkeit. Der Streifen ist eine simple, melodramatische Kollision von bösen Kriegsliebhabern und guten Friedenstauben. Die Ausstattung ist beeindruckend, und es gibt ein paar Einblicke in militärische Strategien des Mittelalters, aber der Film wurde zu offensichtlich von fünf Stunden auf 148 Minuten für die westlichen Konsumenten heruntergekürzt. Dies opfert Charakterentwicklung und narrative Zusammenhänge.

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Bradbury

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Blutrünstig? Maximale Grausamkeit? Hart mag er sein, aber sicher nicht blutrünstig.


Trash-Gordon

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Wer sich die gekürzte version anschaut, ist selbst schuld.


D. Edelstein: USA Today D. Edelstein: USA Today

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7.0Sehenswert

John Woo wird immer vulgär agieren. Die Action ist überfrachtet, die Kompositionen haben keinen Rhythmus und er liebt kitschige Slow Motion. Trotzdem sind die ganzen 148 Minuten von Red Cliff sehr unterhaltsam. Die Aufmachung ist opulent: Die Armada der Kriegsschiffe mag CGI sein, aber in den Heer-Szenen sind tausende echte Menschen, die sich zu riesigen Zangen formieren und sich gegenseitig zerhacken und aufspießen (chinesische Komparsen arbeiten billig). Noch besser, dies ist einer der wenigen Kriegsfilme, die sich wirklich mit Kriegs-Strategie beschäftigen.

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KRIZZLEY-BEE

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slow motion selbst kann nie kitschig werden, genausowenig wie der buchstabe E jemals kitschig werden kann nur weil er zu oft in einem rosamunde pilcher roman verwendung fand.


Peter Bradshaw: Guardian Peter Bradshaw: Guardian

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6.5Ganz gut

„Red Cliff“ ist ziemlich einfach gestrickte Action-Ware, komplett mit Pfeilregen, riesigen Schlacht-Szenen, Unmengen an Militär-Typen in lächerlichen Mützen, die sich gegenseitig mit dieser Faust-in-Hand Verbeugung begrüßen und großartigen Tolkien-esken Flüssen voller Boote. Es gibt also, trotz der Fehler, genügend amüsantes und interessantes Material zu sehen.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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7.5Sehenswert

«Red Cliff» ist ein gigantisches Kriegsepos, das in erster Linie durch seine schwerelose Ästhetik und verblüffende Kampfszenen begeistert.

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Kommentare (46) — Film: Red Cliff


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the assassin 666

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Bewertung7.0Sehenswert

Beindruckendes, gigantisches Schlachtenepos, von John Woo der jetzt endlich wieder Filme in Asien dreht. Die Ausstattung respektive Kostüme, Bauten u. Look sind ihm hier sehr gut gelungen. Man fühlt sich quasi in ide lang vergangene Zeit zurück versetzt. Die Schlachten sind ebenso imposant wir packend inszeniert. Nur schade ist das sich einige Längen eingeschlichen haben und einige Figuren ziemlich blass und auf der Strecke bleiben.
Aber schon die Seeschlacht lohnt (auch für nicht Asiakinofans) das einschalten. :)

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smartyx

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Bewertung6.0Ganz gut

Großartige Bilder, wunderschöne Landschaften, perfekte Kostüme und penibel inszenierte Kampf- und Schlachtszenen - all das muss man nicht mehr erwähnen. Das kann man erwarten und man wird darin auch nicht enttäuscht.
Überrascht war ich vom behäbigen Beginn. Es werden viele Figuren vorgestellt, die man sich auch unbedingt einprägen sollte. Denn später im Film fällt die Unterscheidung nur vom Sehen schwer. Die asiatischen Gesichtszüge sind für die europäischen Augen nicht so geeignet. Ich hatte meine Mühe, stellenweise mitzukommen, wer wer ist.
Nur langsam baut sich eine Art Spannungskurve auf, die aber irgendwie nie so richtig packend wird. Aber das lag vielleicht an der 2,5-Stunden-Weichei-Fassung, die ich gesehen habe.
Meiner Meinung nach fehlte auch etwas Tiefe bei den Figuren und Liebe zum Detail in den Dialogen. Aber das kann auch an der deutschen Synchronisierung liegen.
Ich fand ihn in Summe ganz nett, aber ob ich ihn mir ein zweites mal ansehen würde, weiß ich nicht...

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KonTaicho

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Bewertung7.0Sehenswert

Also ich sags mal so:
Wenn man die erste Stunde voller dokumentarfilmanmutender, von scheinbar myriarden verschiedener unausprechlicher und unmerkbarer Namen geschwängerter Minuten einmal hinter sich gebracht hat, ist "John Woo´s Red Cliff" durchaus ein ahnsehnlicher Streifen.
Die wirklich opulent gestalteten Schlachten, derer es zum Glück einige, strategisch durchaus interessanter, gibt, bilden zusammen mit den bildgewaltigen einblicken in die ansässige Kultur (sei es beim Tee oder bei der Musik) den klaren Höhepunkt des Films.
Wenn man schließlich mal geschnallt hat, wer zu wem gehört und was das denn alles soll, macht "Red Cliff" wirklich Spaß und weiß in der Tat durch seine intelligente, ausgeklügelte und taktische Art den Zuschauer zu überzeugen.

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TheNumber

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film hat einen recht anstrengenden Einstieg, weil man sich erst mal zurechtfinden muss. Danach dreht er aber auf und wird spannend und packend, wenn er die verschiedenen Vorgehensweisen und Strategien des Süden beleuchtet, um Cao Cao zu besiegen. Das birgt einige nette Überraschungen, auch die Kämpfe sind ziemlich gut inszeniert. Gegen Ende etwas zu langatmiger Film, der aber dennoch gut unterhält. Wer Schlachtenfilme mag, sollte mal reinschauen...

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totox

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Bewertung6.0Ganz gut

Eine mit gewaltigem Aufwand produzierte Geschichtslektion inklusive Glorifizierung chinesischer Kultur, chinesischer Kriegskunst und chinesischer historischer Helden. Der Unterhaltungswert speist sich vorrangig aus der beeindruckenden Optik (Schlachten, Flotten, Landschaften, ...). Die Story und die Dialoge sind aber zu idealisiert, um wirklich unterhaltsam zu sein.

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mikkean

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

John Woo hat wieder Appetit, Hunger nach Großem. Lust, einfach mal wieder zu zeigen, dass er noch passionierter Filme-Macher ist. Dass Hollywood den einst so gelobten Action-Papst nicht kleingekriegt hat und dass sein Kreativ-Zentrum nicht drainiert werden kann. Wäre ja noch schöner. Mit "Red Cliff" realisierte Woo seit Jahren etwas anderes eine moderne Action-Revue. Immerhin inszenierte er ja etliche Jahre vor "A Better Tomorrow" in beinahe jedem Genre mehrere Streifen. "Red Cliff" ist ein opulentes, ausuferndes Mammut-Werk geworden. Die Aufarbeitung einer der legendärsten Schlachten chinesischer Geschichte und da mag es nicht verwundern, dass wir Europäer nur den halben Film zu sehen bekommen. Woo holt nämlich weit aus und sein Schlachten-Gemälde braucht im Original knapp fünf Stunden. Deshalb existiert "Red Cliff" auch eigentlich als Zwei-Teiler, der fürs Ausland zusammengeschnitten wurde. Aber egal, das Cineasten-Herz mag irgendwie bluten, auch wenn ich zugeben muss, als Nicht-Chinese wäre die volle Ladung schwerer zu verdauen gewesen. Worum geht es eigentlich? Vereinfacht gesagt, droht dem alten China im Jahre 208 die Übernahme durch einen Despoten. Cao Cao ist sein Name, als Premier ist er der heimliche Strippen-Zieher hinterm jungen Kaiser. Als Feldherr überrollt Cao Cao alles und jeden, denn er will die restlichen Reiche einnehmen. Deren Herrscher Liu Bei und Sun Quan lassen sich schließlich ihrerseits von der Sinnigkeit eines Bündnisses überzeugen. Am titelgebenden Red Cliff werden so die Weichen zur großen finalen Auseinander-Setzung gestellt. Keine Panik, es gibt noch mehr Aspekte und wen eine große Anzahl von Protagonisten abschreckt, kann durchatmen. "Red Cliff" hält seine Besetzung, in dieser Fassung, in Grenzen. Es gibt eine überschaubare Anzahl wichtiger Figuren und diese werden auch sehr gut eingeführt und teilweise erläutert. Ein Zug, der, per Nachbearbeitung, aber auch durch Woo's Talent als Erzähler, dem Zuschauer bestens ins Geschehen einführt. Und vor allem, dort verweilen lässt. Denn "Red Cliff" verzichtet zwar größtenteils auf die Martial Arts-Züge, die bei vorangegangenen Hits wie "Hero" und "Tiger And Dragon" den physikalischen Gesetzen und der Natur trotzen. Trotzdem umgibt auch ihn dieses Flair von Historie meets Mystik, einerseits realistische Schlachten, dafür aber auch Charaktere und Natur-Panoramen, die mit ihrem Auftreten an Opern- und Märchen-Erzählungen erinnern. Und uns westliche Zuschauer schmerzlich daran erinnern, dass unser Geschichten-Radius zuletzt viel zu lange von Robin Hoods und Legionärs- oder Gladiatoren-Mätzchen beherrscht wurde. "Red Cliff" jedenfalls versprüht in jeder Minute das Selbst-Bewusstsein eines großen Epos. Sein es nun die ausufernden Schlachten zu Wasser oder an Land, oder die ebenso ruhigen Momente, in denen die Beteiligten ruhen und über den nächsten Schachzug sinnieren. Denn auch dies ist eine weitere bemerkenswerte Stärke von "Red Cliff." Woo macht es sich nicht so einfach, ein paar riesige Kriegs-Sequenzen mit belanglosem Kostüm-Kitsch zu verbinden. Er verleiht dem ganzen eine spannende Note, indem er sich neben dem eigentlichen Kampf auf dessen Planung konzentriert. So wird "Red Cliff" zu einer echten Lektion in Sachen Kriegs-Kunst. Nie zu verkopft, nie zu trocken, nein, teilweise sogar gewitzt und ziemlich überraschend. Und wir dachten schon, John Woo fiele außer doppelter Knarren-Bewaffnung und Slo-Mo nichts mehr ein. Falsch gedacht. Man muss sie eben nur machen lassen. So setzt Woo seinem schon beispiellosen Œuvre eine beachtliche Krone auf. Was sind da schon zweieinhalb Stunden Laufzeit, mir sind sie jedenfalls kaum aufgefallen. Früher hat John Woo mit Knarren statt Kung-Fu kämpfen lassen, jetzt hat er Kehrt gemacht und einfach mal so den historischen Schlachten-Film revitalisiert. Echt beeindruckend, was kommt wohl als nächstes?

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BaltiCineManiac

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Vorneweg: Wer sich die sehr stark gekürzte internationale Filmschnittfassung mit ihren kläglichen 143 Minuten ansieht, ist selber schuld, denn nur im fast-5-Stunden-Zweiteiler-Marathon kann das historische Schlachtenepos dann doch im Großen und Ganzen seine von den Machern angestrebte Wirkung entfalten.

John Woo versucht alles, um mit seinem Opus Magnum, dem bisher teuersten asiatischen Film, dieser historischen, im kulturgeschichtlich essenziellen chinesischen Roman „Die Geschichte der drei Reiche“ niedergeschriebenen Zeit am Ende der Han-Dynastie mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten und wechselseitigen Fehden, Schlachten und Bündnissen gerecht zu werden. Die Bilder der akribisch rekonstruierten Schlachtordnungen in epischer Breite sind gigantisch und trotz der teilweise überstrapazierten Anwendung von Schwenks und Zooms gut gefilmt und geschnitten. Viel Zeit wird auf Kriegstaktiken und -listen verwendet. Die vom einschlägig für seine Arbeit bekannten Corey Yuen choreografierten Actionsequenzen sind rasant und fantasievoll inszeniert. Mit Slow Motion, pfeil- und speerdurchbohrten Kriegern sowie Kunstblutspritzern wird nicht wirklich gegeizt, sodass die Bloodshed-Anforderungen an einen John-Woo-Film durchaus erfüllt werden. Wenn ein Baby auf abenteuerliche Weise im Kampfgetümmel gerettet wird, ist die Freude des geneigten Fans über eine solche Anspielung auf ein anderes epochales Werk des Regisseurs doch recht groß. Selbst die beim Actionmeister nicht wegzudenkenden Tauben sind anzutreffen und eine von ihnen bekommt ziemlich zur Mitte hin einen wunderbaren Soloauftritt spendiert. Da Wire Work in den Martial-Arts-Szenen nur sehr begrenzt zum Einsatz kommt, ist das vorliegende Werk eher dem zum Realismus tendierenden chinesischen Historienkino zuzurechnen und gehört nicht wirklich zum fantastischen Wuxia-Film mit seinen durch Baumwipfel und über Häuserdächer schwebenden Protagonisten. Die historischen Helden Zhou Yu, Zhuge Liang, Liu Bei, Guan Yu und Cao Cao, die in China jedes Kind kennt, sind aber trotzdem in bester Asia-Film-Manier überlebensgroß in Szene gesetzt worden und kämpfen schon mal alleine gegen Dutzende Feinde.

Dem Schwertergeklirre gegenüber stehen die ruhigen, fast schon kontemplativ anmutenden Sequenzen, in denen geredet, taktiert, musiziert, und sich belauert wird, wo der chinesischen Lebensart gefrönt, Weisheiten ausgetauscht, Bünde geschmiedet und zaghafte Liebesbekundungen ausgetauscht werden. Hier kann der durchaus erlesene Cast zeigen, was er auf dem Kasten hat. Allen voran begeistert Takeshi Kaneshiro als gerissener Kriegstaktiker Zhuge Liang, ganz ohne einen einzigen Kampfeinsatz. Ihm zur Seite steht in der Rolle des Oberkommandierenden Zhou Yu der allseits bekannte chinesische Schauspielstar Tony Leung Chiu-Wai, der kurz nach Ang Lees „Gefahr und Begierde“ mal wieder sowohl als begabter Kämpfer als auch Charakterdarsteller zu überzeugen weiß. Beide haben sichtlich Spaß daran, das Zweckbündnis der eigentlich verfeindeten Kriegsherren schauspielerisch zu interpretieren. Hier sitzt jede noch so kleine, unterschwellige Geste. Große Wiedersehensfreude bereitet der Auftritt von Zhang Fengyi als Premierminister Cao Cao, der schon in den Chen-Kaige-Filmen „Lebewohl, meine Konkubine“ an der Seite des leider verstorbenen Leslie Cheung und in „Der Kaiser und sein Attentäter“ schauspielerische Glanzpunkte setzte, seitdem aber eine zehnjährige Auszeit vom Film nahm. Alle anderen markanten männlichen Charaktere bekommen zwar ihren Auftritt, verblassen aber etwas hinter den genannten Herren. Nur die Damen können da noch einige Akzente setzen, Zhao Wei aus „Wächter über Himmel und Erde“ als freche, den Konventionen trotzende Kampfamazone und Lin Chiling als fatalerweise von gleich zwei verfeindeten Kriegsherren begehrtes Edelfräulein in ihrer ersten Filmrolle.

Trotzdem wird das Epos einer bei diesen Ausmaßen verständlichen Erwartungshaltung nicht vollends gerecht. Dies liegt zum einen an den doch eher dürftigen visuellen Effekten, die vor allem bei der gigantischen, den Jangtsekiang hinaufschippernden Flussarmada negativ auffallen. Bei einem Budget von 80 Mill. US-Dollar muss da definitiv mehr drin sein. Zum anderen weist das Drehbuch, dem manchmal die Fokussierung auf das gerade Wesentliche abhandenzukommen scheint, durchaus Längen und Defizite auf. Oft scheint es so, als könnte man sich bei all dem inszenatorischen Überschwang und der Hingabe nicht so recht entscheiden, wie viel Raum man denn nun den Schlachten und wie viel den eher ruhigen Dialogszenen lassen sollte, damit das Ziel, ein größtmögliches Publikum zu unterhalten, nicht verfehlt wird. Auch der eine oder andere Humorversuch in der zweiten Hälfte wirkt eher unausgegoren und platt bei der durchweg ernsten Thematik. Schlussendlich weiß man nach Sichtung dieses Mammutwerks, dass man ein großes Stück historisches Actionkino aus Asien gesehen hat, fühlt aber gleichzeitig eine gewisse Distanziertheit und bleibt von den Geschehnissen doch seltsam unberührt.

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natedb

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Bewertung3.0Schwach

Leider nicht mein Ding. Zugegeben die Schlachtszenen sind wirklich gut gelungen und an Action mangelt es dem Film nicht, aber mir war die Portion Kitsch in den Zwischenszenen doch ein bisschen zuviel des Guten. Zudem wirkt der Film auf mich im Großen und Ganzen zu stilisiert. Weniger wäre hier Mehr gewesen.

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Kayero

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Bewertung9.5Herausragend

Die Bewertung gilt natürlich für die richtige Version und nicht diese verstümmelte Version, die traurigerweise hierzulande auf die Menschen losgelassen wurde.
Im Original ist Red Cliff wirklich ein absolutes Meisterwerk, packend in Szene gesetzt und mit großartigen Darstellern versehen.

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longus69

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bewertung gilt für die zweiteilige Langfassung !!!

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Framesurfer

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Habe mir die ungekürzte Hong Kong Fassung besorgt. Und den winzigen Untertiteln zu folgen ist wirklich keine Freude. Ich verstehe nicht warum ein Film, der sicher nur ein begrenztes Zielpublikum hat auf eine simple Aneinanderreihung von Schlachtscenen reduziert wird. Hier wird das Publikum für zu dumm und primitiv gehalten, um den Film in voller Länge zu akzeptieren.

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Reload

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Bewertung7.0Sehenswert

Der teuerste asiatische Film aller Zeiten. "Red Cliff" von John Woo. Ein Monumentalfilm, der für so ziemlich alle, außer für Leute die sich gut in der chinesichen Historie auskennen, eine unbekannte Geschichte bereithält. Dazu noch für die Bewohner der westlichen Welt von 280 Minuten um die Hälfte auf 140 Minuten gekürzt. Funktioniert das? Im Großen und Ganzen kann man diese Frage mit Ja beantworten.

John Woo, der uns viele alte Heroic Bloodsheed Klassiker geschenkt hat, gelingt nach seinem Hollywoodabsturz ein Epos, was durchaus viele starke Szenen beinhaltet. Nach einem sehr schnellen, am Anfang aufgrund der vielen eingeführten Personen doch leicht verwirrenden Einstieg, konzentriert sich alles auf die entscheidende Schlacht am Red Cliff, wo die beiden Verbündeten Reichsführer Liu Bei und Sun Quan gegen den Premierminister Cao Cao und seine übermächtige Armee in den Kampf ziehen. Doch vorher entwickeln die Reichspartner mit Hilfe des genialen Strategen Zhuge Liang einige Taktiken und Strategien, um den quasi aussichtslosen Krieg zu gewinnen.

So schnell ist die Story des Films erzählt. Man bemerkt schon, dass er um die Hälfte gekürzt ist, da sich alles um die Schlacht am Red Cliff konzentriert. Die Figuren bleiben daher verständlicherweise etwas blass. Wenn man ehrlich ist, bekommt man außer zwei, drei Massenkämpfen sowie der Strategieentwicklung beider Seiten nicht viel zu sehen. Die paar Gespräche, die abseits dieser Sequenzen stattfinden, sind daher nicht immer ganz befriedigend. Aber der Rest ist wirklich sehenswert. Die Taktikbesprechungen sind klasse anzusehen, jede Kleinigkeit wie der Wind, die Hochmut des Gegners wird eingerechnet. Auch die Massenschlachten sind ansich fein anzusehen, doch stört ab und an die teilweise übertriebende Artistik der Hauptcharaktere. Das ist man zwar mittlerweile häufig vom asiatischen Kino gewohnt, aber bei so einer geschichtlichen Monumentalepos doch etwas fehl am Platze.

Sonst kann "Red Cliff" aber überzeugen. Durch den konsequenten Aufbau fiebert man dem Finale am Red Cliff entgegen, das gewaltig, aber auch ein wenig kurz und abrupt endend daher kommt. Aber trotzdem endlich wieder mal ein John Woo Film der besseren Sorte.

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IZO

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

John Woo hat Hollywood endlich mal den Rücken gekehrt und bewiesen das er noch gute Filme machen kann!- Weiter so!

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Sheeeeep

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Bewertung7.5Sehenswert

Nach seinem Hollywood-Ausflügen mit mehr Tiefen anstatt Höhen drehte John Woo in seinem Heimatland China mit 'Red Cliff' ein bildgewaltiges Schlachtepos, das vor allem durch wunderbar choreografierte Kämpfe punkten kann. Da gefühlte 2/3 der Laufzeit des Filmes mit Schlachten, Kämpfen und Kriegslisten gefüllt sind, ist die logische Schlussfolgerung, dass die zwischenmenschlichen Beziehungen der Hauptfiguren zu kurz kommen und recht abgedroschen wirken. Dies fällt aber kaum negativ ins Gewicht, die beeindruckenden Kämpfe, bei denen nicht an Geld und Statisten gespart wurde, machen vieles wieder wett.
Epochales Kino aus dem Reich der Mitte, sehenswert!

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Sheeeeep

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ok gut, hab auf die internationale Version zurückgegriffen, aber wenn mir das empfohlen wird, werde ich die Langfassung noch nachholen ;)


Sheeeeep

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ja vielleicht auch etwas weniger, deswegen das "gefühlt" davor ;) Zumindest zu wenig Schlachten würde nicht als Kritikpunkt durchgehen.


TomThurau

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Lebensleistung von John Woo ist es sicherlich, den Actionfilm vollends zur Kunstform erhoben zu haben -- manch eines seiner frühen chinesischen Werke kann das für sich in Anspruch nehmen, mit Face Off hat es Mr. Woo dann zur Vollendung gebracht. Garlands Somewhere Over the Rainbow im Kugelhagel, weiße Tauben, unvergesslich. Dann hat der Mann ein wenig den Blick verloren für das Schöne und Gute und, begonnen mit MI:2, seltsam uninspirierte Dinge auf die Leinwand gebracht -- mit noch mehr Tauben, aber irgendwie ohne allzuviel Sinn und Verstand.

Das Großartige an Red Cliff ist, dass der Film wirkt wie eine Art Erlösung, für den Regisseur genauso wie für seinen Fan -- er kann es noch oder wieder. Die rund viereinhalb Stunden in Mandarin mit englischen Untertiteln vergehen im Fluge, die Bilder sind a-t-e-m-b-e-r-a-u-b-e-n-d, die Schauspieler inspiriert, die Dialoge dramatisch und, wie immer beim Meister, eine feine Balance zwischen tiefgreifend und verkitscht, aber abstürzen tut hier diesmal niemand. Was für ein Fest für die Sinne -- und, nicht ganz nebenbei, auch noch eine tolle Geschichte über Liebe im Krieg. Ein Vergnügen, die Tauben wieder auf so eine Weise fliegen zu sehen.

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kawummbaby

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Bewertung0.0Hassfilm

Hochglanzlackierte Klowurst. Ich war hin und hergerissen zwischen Entsetzen und Langeweile. Der einzige Zweck dieses Films scheint zu sein, China als den Erfinder von allem darzustellen, inklusive Fussballspiel. Als Rahmenhandlung dient ein Konflikt, in dem alle hübsch angezogen, diszipliniert und klug sind. Und die Guten dazu noch mildtätig, musisch veranlagt und voller Liebessehnsucht. Na klar, so war es damals bestimmt. Bei unserem Filmabend waren jedenfalls alle völlig baff, wie man solch einen teuren Film in diesem Genre so ruinieren kann.

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Tytus

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Bewertung1.5Ärgerlich

ich fasse zusammen:

Cao Cao, Hang Long, Ding Dong,
Peng & Bumm
China Stahl
Bla Bla
bumm Bumm
Flöten Spiel
Bla Bla
Flieg Flieg
Bla Bla

usw.

Lieber paar alte Filme mit Jackie Chan die sind genauso realistisch, aber wenigstens lustig

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fabel

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hehe...Lügner! :D:D:D:D:D


Tytus

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also es wird auf einer richtigen Flöte gespielt, das war keine Anspielung auf was versautes^^


Becks87

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Meine Bwertung bezieht sich auf den internationalen Cut des Filmes. Ich habe zwar auch die originale Version in Mandarin mit englischen Subs aber bisher einfach nicht die Ausdauer mir dieses Mammutwerk anzusehen.
Aber auch der internationale Cut hat mich überzeugt. Sicherlich geht dadurch etwas von der Tiefe verloren, und kommt so in meinen Augen nicht mehr ganz an Warlords ran, aber für ein Schlachtenepos ist er immernoch sehr beeindruckend.

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stuforcedyou

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Bewertung7.5Sehenswert

Über fünf Jahre arbeitete John Woo, Hongkongs erfolgreichster und bekanntester Regisseur, an seinem neuen Werk. Das Ergebnis, dass in China in zwei Teilen und mit einer Gesamtlauflänge von über fünf Stunden lief, ist ein bildgewaltiger, historischer Film geworden, in dem klar die epochalen Schlachten im Fokus stehen. Darüber hinaus ist der Aufwand den Woo und sein Team hier darbieten atemberaubend. Jede Rüstung, jedes Schwert und jede Geste wirken glaubwürdig und ziehen einen komplett in die kolossale Produktion.

Doch „Red Cliff“ kann nicht immer überzeugen. Zwischen den Schlachten gibt es immer wieder Trägheiten, die zwar etwas Ruhe zwischen den Schlachten bieten, aber qualitativ eher durchschnittlich sind: Die Beziehungen der Figuren untereinander kommen z.B. arg holzschnittartig daher.

Die These, das die westliche Schnittfassung (rund 150 Minuten kürzer), sich nur die Rosinen herausgepickt hat, bleibt dennoch bestehen, immerhin wurde "Red Cliff" zum erfolgreichsten Film aller Zeiten in China und läutete dort zusammen mit "The Warlords" einen neuen Trend von historischen Schlachtepen ein, die den Krieg nicht wie etwa in "Hero" in poetische Bilder tauchen, sondern ihn im Dreck und Blut präsentieren. Fans von östlicher Ästhetik brauchen aber keinen historischen "Saving Privat Ryan" zu fürchten, denn auch das schlechte dieser Welt wird von Woo in anmutsvolle Bilder gepackt.

Für Fans von actionreichen Epen sollte "Red Cliff" daher ein absolutes Muss sein und die, die dachten John Woo wäre nach seinem Aufstieg („Face/Off“) und Fall („Paycheck“) in Hollywood am Ende seiner Karriere oder gar seines Talents angelangt, werden eines besseren gelehrt. Willkommen daheim John Woo.

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Waran

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Bewertung7.0Sehenswert

Gut gemachtes Action Kino für lange Winter-/Regenabende. Leider gegenüber der Originalfassung stark gekürzt, so dass manches im Unklaren bleibt

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Deine Meinung zum Film Red Cliff

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