Red Dust - Die Wahrheit führt in die Freiheit

Red Dust (2004), ZA/GB
Laufzeit 107 Minuten, FSK 12, Drama

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- Kritiker
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von Tom Hooper, mit Jamie Bartlett und Nambitha Mpumlwana

Police Officer Dirk Henricks lehnt ein Amnesty International Gesuch für Alex Mpondo, Mitglied des südafrikanischen Parlaments, ab. Einst als politischer Häftling inhaftiert, verdrängt dieser die Gedanken an die Qualen, die er während der Haft erleiden musste. Sarah Barcant, die einst Südafrika den Rücken kehrte und nun in Amerika als Anwältin tätig ist, kommt in ihr Heimatland zurück, um Mpondo und seinen spurlos verschwundenen Freund Steve Sizela in den Truth-and-Reconciliation Prozessen zu vertreten.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Red Dust - Die Wahrheit führt in die Freiheit

Flibbo: wieistderfilm.de

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7.5Sehenswert

"Red Dust" packt und bewegt durch spannende und emotionale Wortgefechte, deren Themen einerseits hochpolitisch, andererseits volksnah und immer aktuell sind. Bei der Wahl der zwei Protagonisten verzichtete man auf afrikanische Darsteller. Trotz Swanks großem Namen muss man "Red Dust" zu den Geheimtipps zählen.

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Kommentare (5) — Film: Red Dust - Die Wahrheit führt in die Freiheit

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Nayuma

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Bewertung3.0Schwach

Es gibt unzæhlige Filme, die sich dieser Thematik widmen. Dieser Film allerdings liefert eine schwache Darstellung. Sonst geht mir das Thema sehr Nahe, hier aber war es eher ein schleppendes Gefuehl...

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8martin

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film zeigt in dramatischer Form das Ausmaß der Grausamkeiten während der Apartheid. Im Rahmen der Aufarbeitung versucht die ’Wahrheits- und Versöhnungskommission’ vor Ort Licht ins Dunkel dieses Kapitels der südafrikanischen Geschichte zu bringen. Es wird ein komplexes Geflecht von Beziehungen und Abhängigkeiten durchleuchtet. Und vom Standpunkt der 90er Jahre stellt sich die Frage nach Vergebung oder Vergeltung. Wir sehen auch, welche Möglichkeiten sich ergeben für damals schuldig Gewordene. Nach einem Geständnis bietet sich ihnen die Gelegenheit durch Amnestie einer Strafverfolgung zu entgehen. Dabei kann es schon vorkommen, dass es zu einem Deal zwischen den Parteien kommt, um die wirklichen Bösewichte zur Verantwortung zu ziehen. Anfangs etwas zäh und unübersichtlich, nimmt die Handlung dann aber an Fahrt und Dramatik auf. Ein Schritt auf dem weiten Weg, am Kap eine gemeinsame Nation aus Schwarzen und Weißen entstehen zu lassen. Aber die Wunden sitzen tief, Täter und Opfer kennen sich und können sich immer noch begegnen. Ein Zitat von Bischof Tutu, dem Gewissen des Landes, gibt die Richtung vor. Gut gemachte, packende Schilderung einer Zeit, die noch gar nicht so weit zurück liegt.

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kronenhummer

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Bewertung6.0Ganz gut

Über weite Teile künstlerisch gelungener, filmisch intensiver Film über das Ende sowie die menschlichen und politischen Nachwirkungen der Apartheid im heutigen Südafrika. Die Bilder wirken tatsächlich sehr authentisch und nehmen hierbei dokumentatorische Züge an, die diesen Film zu einer starken Zeit- und Gesellschaftsstudie werden lassen, die beide Seiten und sowohl das vergangene als auch das heutige Verhalten der Menschen in Südafrika nachvollziehbar darstellen und emotionale Tiefe aufbaut, unterstützt durch großartige musikalische Untermalung, aber aufgrund des dokumentatorischen Charakters zu Lasten der spannenden Inszenierung. Leider kann der Film diese Intensivität und Glaubwürdigkeit meines Erachtens nicht dauerhaft durchhalten. Darüber hinaus hätte ich mir eine stärkere Beücksichtigung der Hintergründe der „Täter-Seite“ gewünscht, die lediglich in den Gedanken kurz vor Ende des Films etwas diskutiert werden.

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Haze

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Bewertung7.5Sehenswert

Großartiger Film über die Gräueltaten des Apartheidregimes , toll gespielt und zutiefst erschütternd.

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Chrisetoph

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Bewertung7.0Sehenswert

Vorweg: Im Folgenden werde ich mich weigern, den schlechten deutschen Untertitel "Die Wahrheit führt in die Freiheit" zu nennen. Wer kommt auf die Idee, einen Titel wie "Red Dust" durch so einen Schnulz-Titel zu verhunzen?

Zum Film: "Red Dust", nach dem gleichnamigen Roman von Gillian Slovo, handelt von der Truth and Reconciliation Commission, zu Deutsch Wahrheits- und Versöhnungskommission, deren Aufgabe es war, die während der Apartheid begangenen Verbrechen aufzuklären und Versöhnung zwischen den Völkern, vor allem zwischen Schwarzen und Weißen, zu erzeugen. Wer vor der Kommission die Wahrheit über seine Verbechen nannte, konnte nicht dafür gerichtet werden.

Im Film äußert sich nun der weiße Polizist Dirk Henricks, der für die wochenlange Folter des Schwarzen Alex Mpondo verantwortlich ist. Er beantragt Amnestie, während Mpongo nicht bereit ist, ihm seine Verbrechen zu verzeihen, zumal er auch das Schicksal seines Freundes Steve Sizela klären will, der während der Folter starb.

"Red Dust" versteht es, authentische Emotionen aufzubauen. Durch hervorragende Schauspielleistungen und treffsichere Dialoge, vor allem in den Anhörungsszenen, baut der Film emotionale Tiefe auf und lässt den Zuschauer die Motive aller Beteiligten nachvollziehen. Hierin liegt ganz klar die große Stärke des Films. "Red Dust" macht die Gefühle und Konflikte der Figuren deutlich, ohne aufgesetzt zu wirken.

Die Filmmusik spielt dabei eine große Rolle. Durch subtile Untermalung der Szenen mit größtenteils an Stammesgesang erinnernden Klängen wird einerseits die emotionale Ebene verstärkt, andererseits hilft es auch, dass der Bezug zu Südafrika im Disput um Schuld und Sühne nicht verloren geht.

Unter den sehr genau dargestellten Gefühlen leidet zwar etwas das Tempo des Films; dies fällt aber nicht negativ auf, da man durch den Tiefgang der Story entschädigt wird. Auch in Sachen Spannung wird schnell klar, dass "Red Dust" recht vorhersehbar ist und letztlich wenig Überraschung bietet, allerdings kann der Plot dennoch fesseln.

Fazit: "Red Dust" geht gefühlvoll und sehr treffsicher mit der Frage nach Schuld, Vergebung und Vergeltung um. Authentische Emotionen und sehr gute Schauspieler überspielen den geringen Mangel an Spannung allemal.

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