Redacted
US 2007
- Genre
- Kriegsfilm, Drama
- Inhalt
Dieser Film dreht sich um amerikanische Soldaten im Irak-Krieg, wobei die Berichterstattung in den modernen Medien im Zentrum steht. Irak, 2006. Der Alltag im stark umkämpften Samarra gleicht in nichts dem Bild, das die Kriegsberichterstatter vor Ort… — Mehr
Dieser Film dreht sich um amerikanische Soldaten im Irak-Krieg, wobei die Berichterstattung in den modernen Medien im Zentrum steht. Irak, 2006. Der Alltag im stark umkämpften Samarra gleicht in nichts dem Bild, das die Kriegsberichterstatter vor Ort in den Medien entwerfen. Die Einheimischen leiden nicht nur unter den gewaltbereiten Aufständischen, sondern auch unter der aggressiven Brutalität der amerikanischen Besatzer. Als eine Gruppe von US-Soldaten in ein Wohnhaus eindringt, ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt und die ganze Familie tötet, eskaliert die Situation ... Brian de Palmas verstörender Thriller, der auf dem wahren Massaker von Mahmudija basiert, konfrontiert den Zuschauer mit schonungslosen, knallharten Bildern, die sowohl die Rolle des US-Militärs als auch die moderne Kriegsberichterstattung mehr als in Frage stellen.
- Cast
- Francois Caillaud, Patrick Carroll, Rob Devaney, Izzy Diaz, Mike Figueroa, Ty Jones, Ohad Knoller — Mehr
- Regisseure
- Brian de Palma
- Autor
- Brian de Palma
- Laufzeit
- 87 Minuten
- Zeit
- Irakkrieg
- Ort
- Irak
- Handlung
- Krieger
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Kritiker — Ganz gut 6.0
Der Film Redacted wurde von 6 Kritikern bewertet.
Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
„Redacted“ – zu deutsch soviel wie „zensiert“ – dürfte eines der ruppigsten Statements gegen den Krieg allgemein sein, die je gedreht wurden: Im Zentrum steht eine Gruppe sehr junger US-Soldaten im Irak, die sich ebenso schnoddrig wie verdorben im fremden Terrain bewegen. Da wird eine schwangere Frau am Kontrollpunkt erschossen, weil der MG-Schütze gerade aus dem Nickerchen erwacht und zur Orientierung das Gewehr benutzt. Ebenso beiläufig wird ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt und die ganze Familie umgebracht. Begründung: „Wir suchten nach Massenvernichtungswaffen.“
Die jungen G.I.s sind dabei ihre eigenen „embedded“ Journalisten: Sie filmen sich mit Videokameras und Fotoapparaten, die Bildästhetik nimmt dies auf: Über weite Strecken werden die Ereignisse in der Art von Webseiten-Videos und Schnapsschüssen erzählt.
Auch die Gegenseite hat ihre Filmchen. Die zeigen wenig anderes, das heißt am liebsten: Exekutionen amerikanischer Jugendlicher auf Soldatenurlaub. Kein Wunder, dass der letzte Satz des Todeskandidaten in seine eigene Webcam „Ich geh zur Filmhochschule“ lautet.
Regisseur Brian de Palma, der mit „Redacted“ die Filmfestspiele von Venedig gewann, interpretiert die Dynamik des Krieges und der Berichterstattung auf ganz spezielle Weise. So viel steht fest.
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Kommentare — Ganz gut 6.4
Der Film Redacted wurde von 69 Mitgliedern bewertet.
Bandrix 2010/03/15 19:36:32
„Redacted“ zeigt den Alltag amerikanischer US- Soldaten im Irak in seiner ganzen eintönigen und doch stressigen Art und Weise.
Brian De Palma vertraut hierbei auf Handkamera und lässt das Geschehen beinahe wie eine Dokumentation wirken. Hin und wieder streut er Youtubevideos oder andere Internetvideos ein, die das Geschehen außerhalb der Basis zeigen und manche Reaktionen der normalen Bürger.
Dass das ganze nicht immer zusammenpasst ist klar. Zwar sind die eingestreuten Schnipsel interessant, doch passt es einfach nicht wirklich in den Film.
Doch trotzdem ist der Film über weite Strecken interessant und vor allem brisant. Er zeigt, in was für einem Pulverfass die Soldaten drüben leben und welcher Gefahr sie in all der Tristesse sind. Die Gewalt ist allgegenwärtig und schlägt plötzlich zu.
Als dann einer ihrer Kameraden tödlich verwundet wird, planen ein paar Soldaten im Suff ihre Rache an einer kleinen Familie. Das alles endet natürlich in einer Eskalation, die für alle weitreichende Folgen hat.
De Palma verzichtet hierbei auf technischen Schnickschack und vertraut voll und ganz auf das Spiel seiner Darsteller, die zwar allesamt unbekannt, aber keinesfalls untalentiert sind. So wird die Spannungsschraube stetig angezogen, der Film wird immer unangenehmer(hier jedoch positiv gemeint).
Als Kritikpunkt könnte man einbringen, dass er insgesamt etwas zu kurz geraten ist. Die interessantere Story beginnt, wenn der Film leider endet. So lässt der Regisseur einige Fragen unbeantwortet, was aber auch wahrscheinlich in seinem Sinne ist.
Dennoch zeigt „Redacted“ spätestens im Abspann, das so gut wie nichts des Gezeigten, wie im Vorspann gesagt, pure Fiktion ist.
Nein, dort drüben ist das grausame Realität!
Fazit: Manchmal arg ruppige Studie des Irakkrieges, die aber seine Wirkung nicht verfehlt!
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MovieMuc 2009/10/03 08:54:37
Die ungeschönte Wahrheit zeigt de Palma bei diesem Film. Und genau das macht betroffen. Die (Digital)Kamera wird voll auf die Handlung draufgehalten und der Zuschauer sieht sein Stück Realität im Irak-Krieg. Leidtragende sind (wie so oft) die Menschen. Sei es die Iraker, aber auch die Soldaten selber, welche mit der Erinnerung leben müssen.
De Palma kommentiert nicht, er lässt die Bilder für sich sprechen - Leid bringt Leid hervor ... Tod bringt Tod hervor. Am Ende des Films zeigt de Palma nur: Collateral Damage und Bilder von diesen "Begleitschäden" ...
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dustyOn3 2009/09/02 01:02:51
Redacted gefällt mir wirklich gut. Er zeigt die dunkle Seite, die einige Soldaten im Krieg haben raus hängen lassen.
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De Palma - auch Autor des Drehbuchs - erklärt die Untaten des Kriegs in erster Linie sehr grob soziopsychologisch. Sein eigentliches Scheitern liegt darin, dass es ihm nicht gelingt, im Hin-und-her-Springen zwischen den Bildern und Blickwinkeln seine Darstellung zu einem vollständigeren Bild zu erweitern. Ganz im Gegenteil wird immer unklarer, wo der Film selbst eigentlich steht, ob er erklären, verurteilen oder doch eine Satire oder Metareflexion auf die Bilder, die die Medien zum Krieg produzieren, sein will. In Wahrheit tut er und ist er von allem ein bisschen, geht nicht weit genug in Richtung Kritik, tut halbherzig dokumentarisch und geht in den eigenen Bildern dann doch wieder zu weit. In seinen Meisterwerken bringt De Palma die Bilder selbst zum Denken. Davon kann in "Redacted" schwerlich die Rede sein. Bildsorten und Bildfetzen kommentieren sich nicht, sondern sind verquirlt zu einem richtungslosen Durcheinander, aus dem zwar die Wut des Regisseurs spricht - nur etwas, das über Vereinfachungen hinausginge, sagen sie nicht.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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