Redacted - Kritik

US 2007
Laufzeit 87 Minuten, FSK 18, Historienfilm, Drama

Kritiken (2) — Film: Redacted

E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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4.5Uninteressant

De Palma - auch Autor des Drehbuchs - erklärt die Untaten des Kriegs in erster Linie sehr grob soziopsychologisch. Sein eigentliches Scheitern liegt darin, dass es ihm nicht gelingt, im Hin-und-her-Springen zwischen den Bildern und Blickwinkeln seine Darstellung zu einem vollständigeren Bild zu erweitern. Ganz im Gegenteil wird immer unklarer, wo der Film selbst eigentlich steht, ob er erklären, verurteilen oder doch eine Satire oder Metareflexion auf die Bilder, die die Medien zum Krieg produzieren, sein will. In Wahrheit tut er und ist er von allem ein bisschen, geht nicht weit genug in Richtung Kritik, tut halbherzig dokumentarisch und geht in den eigenen Bildern dann doch wieder zu weit. In seinen Meisterwerken bringt De Palma die Bilder selbst zum Denken. Davon kann in "Redacted" schwerlich die Rede sein. Bildsorten und Bildfetzen kommentieren sich nicht, sondern sind verquirlt zu einem richtungslosen Durcheinander, aus dem zwar die Wut des Regisseurs spricht - nur etwas, das über Vereinfachungen hinausginge, sagen sie nicht.

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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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7.0Sehenswert

„Redacted“ – zu deutsch soviel wie „zensiert“ – dürfte eines der ruppigsten Statements gegen den Krieg allgemein sein, die je gedreht wurden: Im Zentrum steht eine Gruppe sehr junger US-Soldaten im Irak, die sich ebenso schnoddrig wie verdorben im fremden Terrain bewegen. Da wird eine schwangere Frau am Kontrollpunkt erschossen, weil der MG-Schütze gerade aus dem Nickerchen erwacht und zur Orientierung das Gewehr benutzt. Ebenso beiläufig wird ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt und die ganze Familie umgebracht. Begründung: „Wir suchten nach Massenvernichtungswaffen.“
Die jungen G.I.s sind dabei ihre eigenen „embedded“ Journalisten: Sie filmen sich mit Videokameras und Fotoapparaten, die Bildästhetik nimmt dies auf: Über weite Strecken werden die Ereignisse in der Art von Webseiten-Videos und Schnapsschüssen erzählt.
Auch die Gegenseite hat ihre Filmchen. Die zeigen wenig anderes, das heißt am liebsten: Exekutionen amerikanischer Jugendlicher auf Soldatenurlaub. Kein Wunder, dass der letzte Satz des Todeskandidaten in seine eigene Webcam „Ich geh zur Filmhochschule“ lautet.
Regisseur Brian de Palma, der mit „Redacted“ die Filmfestspiele von Venedig gewann, interpretiert die Dynamik des Krieges und der Berichterstattung auf ganz spezielle Weise. So viel steht fest.

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Kommentare (15) — Film: Redacted

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Chris12zero

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Bewertung9.0Herausragend

"... Das erste Opfer des Krieges ist immer die Wahrheit ..."

Einer meiner absoluten Lieblings-Regisseure nahm sich nach fast 20 Jahren ("Die Verdammten des Krieges" 1989) endlich mal wieder dem Kriegsfilm-Genre an, und wie schon damals in dem großartigen Drama mit Sean Penn und Michael J. Fox ließ mein Lieblings-Regisseur wieder junge, fast unbekannte, aber hochtalentierte Jungdarsteller in einem hochbrisanten Film vor der Kamera agieren ... die Rede ist von keinem geringeren, als Regie-Urgestein Brian De Palma, der uns mit Meisterwerken wie "Dressed to Kill", "Scarface", "The Untouchables", "Carlito's Way"
und "Mission: Impossible" beglückte !!
De Palma ließ es sich bei "Redacted" sogar nicht nehmen, das Drehbuch beizusteuern und im Mockumentary-Stil zu drehen, was zwar riskant war, dabei aber diesen erschütternden Antikriegsfilm umso authentischer und dramatischer macht !!
"Redacted" befasst sich schonungslos mit dem Alltag einer US-Einheit im Irak-Krieg und zu welch unmenschlichen Dingen der Mensch doch im Stande ist ...
De Palma konfrontiert gekonnt mit knallharten, ernüchternden Bildern, die sich ins Hirn brennen und sowohl die Medienlandschaft, das World Wide Web und vor allem das US-Militär wird subtil in Frage gestellt !!
Wer ist Freund, wer ist Feind ??
Soldat ?? Mensch ?? Bestie in Menschengestalt ??
Der Krieg hat viele Gesichter ...
"Redacted" zeigt sie alle, und das zwar fiktiv, aber schonungslos, knallhart und erschütternd zugleich ...
Brian De Palma ... Chapeau !!

Fazit: Einer der besten Anti-Kriegsfilme der letzten Jahre ... ohne wenn und aber !!

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freakualizer

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Der wäre ohne Deinen Kommentar auch an mir vorbei gegangen und es wär echt schade gewesen.


Chris12zero

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:-) Freut mich, wenn ich helfen konnte !! ^^


Halver Hahn

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Bewertung3.5Schwach

Hochbrisanter Film, aaaaber dieser Mockumentary-Stil wird einfach nicht mehr mein Ding werden. Bringt dem Film nicht wirklich etwas und die Schauspielleistungen wirken zuweilen eher laienhaft, als "realistisch".
Eigentlich schade, hätte man eine andere Form gewählt, wäre der "Redacted" wohl einer breiteren Masse zugänglich gewesen, was in diesem Falle ausnahmsweise wünschenswert gewesen wäre, da das Thema wie gesagt brandheiß ist.

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guggenheim

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Bewertung6.5Ganz gut

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Kants kategorischer Imperativ passt zwar auch zu Brian De Palmas Film - so wie dieses Prinzip zu annähernd jedem Werk passt, das sich mit Krieg und Kriegsgeschehnissen auseinandersetzt -, ich wollte mit diesem Einstieg allerdings vielmehr darauf hinweisen, dass heute der "Tag der Philosophie" ist! Also lasst uns alle einen kurzen Moment innehalten, bedeutungsschwanger am Kinn kraulen und uns dabei bewusstmachen, wie ausgepägt die Liebe zur Weisheit denn nun wirklich ist...

Nachdem die produktive Andacht beendet ist, wende ich mich "Redacted" zu. Und ich kann es eigentlich recht kurz machen, denn dieser Film macht es einem leichter als gedacht: Die Kluft zwischen Intention und Umsetzung ist etwas zu groß geraten. Ein ungeschönter Blick auf die Situation im Irak sollte es werden, ein ungeschönter Blick auf die Situation im Irak ist es geworden - nur keiner, der sich deutlich abhebt, denn die Figurenzeichnung ist eher schwach, das Schauspiel der Beteiligten regt auch nicht zum Applaudieren an und dramaturgisch hat Brian De Palma mehr auf dem Kasten.

Das war es auch schon. Euch allen noch einen schönen "Tag der Philosophie"!

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doctorgonzo

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Yes, ich bin nicht der einzige, der den Tag zelebriert. Ich habe Machiavelli zitiert.


guggenheim

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Machiavelli ist grundsätzlich nie verkehrt. :)


mazinger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Subtil - Grausam und Blutig - wie Krieg eben ist! Realistischer und aufschlussreicher Kriegsfilm der vom unsinnigen und schwierigen Kampf der USA gegen den "Terrorismus" Irakischer Rebellen berichtet.
Kein Hollywood Schema F - Sondern ein um Hintergrund und Realiätsnähe bemühter Streifen mit Doku Elementen und interessanten TV-Ausschnitten aus der arabischen Welt.

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stalker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Antikriegsfilm? Ein Antikriegsfilm. Tatsächlich. Bildgewaltig. Beeindruckend. Überwältigend. Nicht perfekt, aber welcher Kriegsfilm ist das schon. Brian dePalma hat technisch viel gewagt und damit den besten Film über den Irakkrieg geschaffen.

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tim-haefele

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gut dargestellte und rübergebrachte Kriegsgeschichte der Neuzeit.
Ist eine gelungene Abwechslung gegenüber den "Vietnam" und 2WW" Filmen.
Vor allem die etwas härteren Szenen haben es mir schwer angetan und regen zum Nachdenken an. Alles in allem ein gelungener Film, der in jenem Falle sehenswert ist!

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chupacabra

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Bewertung5.5Geht so

Redacted hat den Anspruch den dreckigen Krieg im Golf uns möglichst unverblümt ins Wohnzimmer zu bringen. DePalma setzt dabei auf die oft kritisierte Optik bekannter TV-Networks wie CNN und Al-Jazeera sowie der populären Videoportale wie YouTube.

Das Konzept und die kritischen Seitenhiebe auf diese neue penetrante Art der Berichterstattung funktionieren bestens. Dabei setzt der Film auf eine realtiv heftige Bildsprache die in den meisten Fällen die Kamera direkt auf das blutige und menschenverachtende Geschehen draufhält. Wer jetzt aber eine wackelige Actionnummer a la Cloverfield erwartet wird schwer enttäuscht. Die ganze Sache ist mehr in Form vom Videotagebüchern in den Camps erzählt und hat bis auf den filmbasiernden Vorfall nicht viel an "Kriegsaction" zu bieten. Der Film versucht vorallem die Gruppendynamik der Einheit zu dokumentieren.

Sehr gelungen ist die fein gefilmte Eröffnungsequenz des Checkpoints die mit der Musik von Henry Purcell unterlegt ist. Das Stück hatte seine Berühmtheit u.a in Kurbicks "Clockwork Orange" bekommen und dadurch wird eine ganz interessante Stimmung generiert.

Leider aber krankt der Film an den wirklich schlechten Schauspielern. Die ganze Riege spielt wirklich alles andere als glaubwürdig und man kauft ihnen die jeweilligen Situationen schlichtweg nicht ab. Dadurch verliert die toughe Story an Realität und kommt sehr abgestumpft daher. Einzig die Szene des frustrierten GIs am Ende des Filmes ist ansprechend stark gespielt. Gestandene Actors (ich denke da z.B an den Jarhead-Cast) hätten für eine ungleich packendere Stimmungen sorgen können. So hält sich das Mitgefühl in Grenezn und das Gezeigte erreicht auch nicht den Grad an Brisanz wie es eigentlich sollte. Hingegen bin ich mir nicht ganz sicher ob dies zum Konzept von DePalma gehört. Schliesslich werden einem die TV-Aufnahmen dieses Krieges änlich "fertig geniessbar" serviert und auch da erwischt man sich oft dabei beim weiterzappen auf Grund von Desintresse!

Die Idee von Brian DePalma von der cineastischen Umsetzung der Gräueltaten im Irak ist lobenswert, gerade da das ganze noch im vollen Gange ist. Leider aber versagt das Konzept am Low-Budget-Still der Umsetzung, das einem nicht ganz so mitreisst wie es eigentlich sollte. Was bleibt ist eine Kombination einer schlecht gespielten Version von Jarhead und einer Anzahl an Videoclips im Youtube-Style. Hingegen hat der Film eines erreicht, es macht keinen Spass sich das ganze anzusehen und das soll es ja auch nicht! Deswegen verwundert es auch in keinster Weise das der Streifen an den Kassen floppte. Schlussendlich ist aber auch klar das dies ein Film für den US-Amerikaner ist und nicht für den Europäer, der seitens der Medien mit wesentlich differenziertem Material über den Krieg gefüttert wird.

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stuforcedyou

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit den Stilmitteln von Reportagen, Videotagebüchern und Podcasts schildert Regie- Urgestein Brian DePalma eine Spirale aus Gewalt, Wahnsinn und Angst. DePalmas "Redacted" ist dabei weder sonderlich erzählfreundlich noch massentauglich und zeigt mit realistischer Härte wie sich Soldaten von jungen Männern in Angst - und Hasserfüllte Mörder und Vergewaltiger wandeln. Diese Symbiose, die in ihrer psychologischen Grausamkeit die gezeigten Gräueltaten von Rebellen und Soldaten beinah in den Schatten stellt, ist die unbequeme, treibende Kraft bei "Redacted" und macht dieses erzählerische wie filmische Experiment zu einem aufwühlenden Film, der durch seine bodenständige und nüchterne Art eine weitaus größere Wirkung entfaltet als die letzten großen epochalen Kriegsfilme.

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mikkean

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Bis jetzt immer wieder davon abgekommen, aber "Redacted" wird es hoffentlich sehr bald in meinen Player schaffen.


Bandrix

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

„Redacted“ zeigt den Alltag amerikanischer US- Soldaten im Irak in seiner ganzen eintönigen und doch stressigen Art und Weise.
Brian De Palma vertraut hierbei auf Handkamera und lässt das Geschehen beinahe wie eine Dokumentation wirken. Hin und wieder streut er Youtubevideos oder andere Internetvideos ein, die das Geschehen außerhalb der Basis zeigen und manche Reaktionen der normalen Bürger.
Dass das ganze nicht immer zusammenpasst ist klar. Zwar sind die eingestreuten Schnipsel interessant, doch passt es einfach nicht wirklich in den Film.
Doch trotzdem ist der Film über weite Strecken interessant und vor allem brisant. Er zeigt, in was für einem Pulverfass die Soldaten drüben leben und welcher Gefahr sie in all der Tristesse sind. Die Gewalt ist allgegenwärtig und schlägt plötzlich zu.
Als dann einer ihrer Kameraden tödlich verwundet wird, planen ein paar Soldaten im Suff ihre Rache an einer kleinen Familie. Das alles endet natürlich in einer Eskalation, die für alle weitreichende Folgen hat.
De Palma verzichtet hierbei auf technischen Schnickschack und vertraut voll und ganz auf das Spiel seiner Darsteller, die zwar allesamt unbekannt, aber keinesfalls untalentiert sind. So wird die Spannungsschraube stetig angezogen, der Film wird immer unangenehmer(hier jedoch positiv gemeint).
Als Kritikpunkt könnte man einbringen, dass er insgesamt etwas zu kurz geraten ist. Die interessantere Story beginnt, wenn der Film leider endet. So lässt der Regisseur einige Fragen unbeantwortet, was aber auch wahrscheinlich in seinem Sinne ist.
Dennoch zeigt „Redacted“ spätestens im Abspann, das so gut wie nichts des Gezeigten, wie im Vorspann gesagt, pure Fiktion ist.
Nein, dort drüben ist das grausame Realität!
Fazit: Manchmal arg ruppige Studie des Irakkrieges, die aber seine Wirkung nicht verfehlt!

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MovieMuc

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die ungeschönte Wahrheit zeigt de Palma bei diesem Film. Und genau das macht betroffen. Die (Digital)Kamera wird voll auf die Handlung draufgehalten und der Zuschauer sieht sein Stück Realität im Irak-Krieg. Leidtragende sind (wie so oft) die Menschen. Sei es die Iraker, aber auch die Soldaten selber, welche mit der Erinnerung leben müssen.
De Palma kommentiert nicht, er lässt die Bilder für sich sprechen - Leid bringt Leid hervor ... Tod bringt Tod hervor. Am Ende des Films zeigt de Palma nur: Collateral Damage und Bilder von diesen "Begleitschäden" ...

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dustyOn3

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Bewertung7.0Sehenswert

Redacted gefällt mir wirklich gut. Er zeigt die dunkle Seite, die einige Soldaten im Krieg haben raus hängen lassen.

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Bäda

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Besser als zu Anfangs erwartet. Ehrlich gesagt: Ganz schön harter Brocken, den man da danach zu verdauen hat. Vor allem, da ja ein wahres Ereigniss zur Vorlage stand. Der Dokustil des Films verleiht dem Film leider nur bedingt an realismus. Dies liegt jedoch eher an den überzogenen klischeehaft dargestellten Soldaten. Außer natürlich, dass US Soldaten wirklich so klischeehaft sind, was ich jedoch etwas beweifle. Für mich ein Film den ich mir kein zweites mal ansehen werde, jedoch nicht weil er schlecht war, sondern weil ich respekt davor hab.

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dbeutner

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Brian de Palma hat seiner offensichtlichen Wut über das, was hier konkret, aber auch in der Masse, im Irak geschehen ist / geschieht, mit seinen ihm eigenen handwerklichen Mitteln freien Lauf gelassen. Dass dabei ein technisch hervorragender Film herausgekommen ist, ist keine Überraschung - ich halte es aber auch für falsch, dies dem Film anzukreiden, wie es mitunter geschehen ist.

Im Gegensatz zum patriotischen "In the Valley of Elah" führt de Palma keinen Sauberkeitskrieg an der Heimatfront. Auch wenn Einzelheiten Fiktion sind, die Story ist es eben nicht, und am Ende hält sich der Film recht dicht an die tatsächlichen Ereignisse; empfohlen seien etwa die Artikel unter http://www.sueddeutsche.de/thema/Steven_Green.

Kein Spaß, der Film. Aber Krieg ist eben kein Spaß. Also nicht zuviel Popcorn zur Seite stellen, sondern drauf gefasst sein, dass einen der Film - und die Bilder am Ende - schon mitnehmen können / sollten, zumindest, wenn man sich auch schon vorher mit solchen Dingen kritisch auseinandergesetzt hat.

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RaZer

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Bewertung7.0Sehenswert

Mit einfachen aber effektiven Mitteln bringt de Palma seine Meinung auf die Bildfläche. Dabei geht er stellenweise sehr hart und direkt mit der amerikanischen Politik und den Soldaten ins Gericht. Es wirkt alles sehr real und nah am geschehen, auch wenn hier schon ein wenig übertrieben wird. Der Mix aus Überwachungskamera, Camcorder und Nachrichtenreport ist eine sehr interessante herangehensweise um das Thema aufzugreifen. Dabei werden alle Seiten ein wenig beleuchtet, nicht nur die amerikanische Sicht.
So ganz für bare Münze kann man diese fiktive Doku sicher nicht nehmen. Ansehen sollte man sie sich aber auf jedenfall.

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Cash

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Bewertung6.5Ganz gut

Also besonders "schonungslos" und "knallhart" ist der Film aus cineastischer Sichtweise nicht, obgleich die Fotostrecke am Ende des Films, die ein bisschen an Lars von Triers Amerika-Trilogie erinnert, die wirklich grausamen Bilder zeigt.

Ich finde es wichtig und richtig die im Film angesprochenen Themen anzusprechen und sie auch filmisch zu verarbeiten, allerdings war mir alles trotz des Hobby-Kamera-Feelings ein wenig zu glattpoliert. Nahe sind mir tatsächlich nur die extrem brutalen Szenen gegangen, die allerdings auch eher von der Härte des Themas als von der Darstellung kommen. Ein wenig gestört hat mich der unkonsequente Mix aus Dokumentation, Reportage und Hobby-Film. Kaum hat man sich auf ein Genre eingestellt, schneidet de Palma etwas Anderes hinein. Das wirkt manchmal ziemlich wirr und meiner Meinung nach auch unnötig.

Wirklich einordnen kann ich Redacted also nicht. Sagen wir es einfach so: Es ist extrem sehenswert, allein auch um sich Aspekte des Krieges auf den Schirm zu rufen, die in den (amerikanischen) Medien kaum behandelt wurden und sich dadurch Denkanstöße zu holen. Über die Art und Weise der Verfilmung kann man sich streiten, über die Story eher weniger.

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