Reich mir Deine Hand
Donne-moi la maine (2008), FR/DE Laufzeit 80 Minuten, Drama, Kinostart 26.02.2009
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Skala 0 bis 10
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2 Kommentare
Keine
von Pascal-Alex Vincent, mit Alexandre Carril und Victor Carril
Antoine und Quentin, ein 18-jähriges Zwillingsbrüderpaar, reißen von zu Hause aus. Sie wollen zur Beerdigung der Mutter, die sie nicht gekannt haben. Ihr Weg führt sie per Anhalter, in Lastwagen versteckt und mit dem Zug vom Norden Frankreichs nach Spanien. Im Verlauf der Reise entfremden sich die vorher unzertrennlichen Brüder und werden zu Individuen. Ein klassisches Roadmovie durch eine Landschaft, die wie ein Spiegel die Beziehung der beiden Jungs widergibt. Anime-Sequenzen und die hypnotische Musik von Tarwater bilden zusätzliche poetische Ebenen. In einer prägnanten Nebenrolle hat Katrin Saß ihren ersten Auftritt in einem französischen Film.
Cast & Crew
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Pascal-Alex Vincent
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Alexandre Carril
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Victor Carril
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Katrin Saß
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Fernando Ramallo
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Anaïs Demoustier
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Samir Harrag
Regie
Schauspieler
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Elodie Meurlargé
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Martin Drouot
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Olivier Nicklaus
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Pascal-Alex Vincent
- Genre
- Drama
Drehbuch
Filmdetails Reich mir Deine Hand
Trailer zum Film Reich mir Deine Hand
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Links zum Film Reich mir Deine Hand
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Kritiken (1) — Film: Reich mir Deine Hand
Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenKatrin Saß, zum ersten Mal zu sehen in einem französischen Film, bleiben gerade mal zwei Minuten, um "Reich mir deine Hand" eine ganz andere Richtung zu geben. Mit einer Idee, vielleicht nur einer Hypothese, die der Regisseur bedacht haben mag oder nicht: Was, wenn wir es mit einem eingebildeten Zwilling zu tun haben? In der Kurzgeschichte "William Wilson" zeichnete Edgar A. Poe den romantischen Doppelgänger als die bessere Ausgabe des eigenen Selbst, das verkörperte Wunsch- und Hassbild, das zu töten Selbstmord bedeutet.
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Kommentar — Film: Reich mir Deine Hand
Kommentar schreibenJanus Winter 2012/04/02 20:47:49
Kommentar löschenTypischer Vertreter des Neuen Queeren Films, Jan Krüger meets Wim Wenders. Es wird wenig geredet, viel angefasst (mehr noch geschlagen), schöne Männer werden schön in Szene gesetzt. Das homophile Publikum ist ja relativ leicht zu befriedigen.
Über weite Strecken lebt REICH MIR DEINE HAND von der schönen Oberfläche, die, um das Klischee noch zu vertiefen, von einem der Zwillingsbrüder auch noch ständig hübsch auf Papier gebracht wird. Das macht leider ab und zu Langeweile. Dabei ist das Grundkonstrukt durchaus spannungsreich. Zwei Zwillingsbrüder schlagen sich per Anhalter von Irgendwo in Frankreich nach Irgendwo in Spanien durch, um bei der Beerdigung der Mutter dabei zu sein. Die beiden Hauptdarsteller Alexandre und Victor Carril machen ihren Job großartig. Man sieht so viel instinktives Vertrauen und eine ausgeprägte Hassliebe, die man als Zwilling wahrscheinlich gar nicht spielen muss. Die beiden sind in ihrem natürlichen Element: immer nah beieinander und dabei gleichzeitig oft weit voneinander entfernt. Immer wieder kommen Konflikte hoch, die zeigen, dass die Zeit reif ist, sich voneinander zu lösen, aus der Einheit des Zwillingsdaseins herauszutreten. Eine entscheidende Wendung bringt die Szene, als einer den anderen dabei erwischt, wie er Sex mit einem Jungen hat.
Wer in REICH MIR DEINE HAND mehr sehen will, als gezeigt wird, der sollte besonders auf die Zugfahrt-Szene mit Katrin Saß achten. Diese öffnet einen neuen, wennauch nicht ganz schlüssigen Interpretationsraum.
REICH MIT DEINE HAND vergeudet einiges Potential, weil er zu wenig verdichtet und zu sehr gefallen will. Hat aber dennoch mehr Tiefgang und Spannung als die meisten Roadmovies. Die größte Stärke liegt in seinen bestechend authentischen Hauptdarstellern und der ansprechenden Bildästhetik.
Bunnyfaktor: 9
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