„The Shop Around the Corner“ ist ein warmherziger Film mit viel sensiblem Gespür für Humor und Dramatik mit philosophischen Reflexionen und einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die viele interessante Aspekte bietet und anschauliche Seitenhiebe auf gesellschaftliche Situationen bietet von langsam aufgebautem Vertrauen, das innerhalb von Sekunden zerstört werden kann über die Veränderung eines Menschen aufgrund der äußeren Umstände, die ihn umgeben bis hin zu dramatischen Schicksalsschlägen, die gekonnt in einer Mischung aus Komödie und Drama verbunden werden.
In der im vorweihnachtlichen Budapest der 1930er Jahre situierten Screwball comedy „The Shop Around the Corner“ thematisiert Ernst Lubitsch die alltäglichen Sorgen und Nöte der Angestellten eines kleinen Geschäfts, vor dessen Hintergrund zwei alleinstehende Angestellte, die einander zunächst so gar nicht leiden können, schließlich über Umwege zueinander finden.
Alfred Kalik arbeitet in dem exklusiven Accessoire- Geschäft des Herrn Matuschek. Er ist ledig und korrespondiert regelmäßig mit einer Unbekannten über ein Postfach. Eines Tages stellt sich die attraktive Klara Novak in jenem Geschäft vor und bittet um eine Anstellung. Nachdem sie ihr verkäuferisches Geschick unter Beweis gestellt hat, stellt der Besitzer, Herr Matuschek, die junge Dame zum Leidwesen Alfreds, der stets anderer Meinung als seine neue Mitarbeiterin ist, ein. Als Alfred herausfindet, dass es sich bei der unbekannten Brieffreundin um Klara handelt, wird es turbulent…
Man merkt Lubitschs Komödie an, dass sie auf einem Bühnenstück („Parfümerie“ des ungarischen Dramatikers Miklós László) basiert, da der Großteil der Handlung in (und vor) dem Laden des Herrn Matuschek spielt.
Die geschliffenen, zu keinem Zeitpunkt zotigen Dialoge, die die Drehbuchautoren Raphaelson und Hecht den Protagonisten in den Mund legen, gehören fraglos zu den humorvollsten Schlagabtäuschen der Screwball comedy der 1930er und -40er Jahre.
James Stewart, der in der Rolle des Gutmenschen, der Mitmenschlichkeit dem Geschäftssinn überordnet (vgl. „It’s a Wonderful Life“), seinen Weg in die Filmgeschichte gefunden hat, und Margaret Sullavan brillieren in den Hauptrollen als ein wider Willen füreinander bestimmtes Paar.
Zwar handelt es sich bei Lubitschs Film um ein „Feel- Good- Movie“ der alten Schule, in dem Sozialkritik nur sehr vage anklingt, doch ändert dies nichts an der Tatsache, dass man „The Shop Around the Corner“ keinesfalls in eine Schublade mit „Hitch- Der Date Doktor“ oder „Notting Hill“ stecken kann, denn die letztgenannten Titel versuchen lediglich, die Klasse etwa dieses Werkes auf wenig subtile Weise zu imitieren.
„The Shop Around the Corner“ ist ein kostbares Relikt aus längst vergangenen Tagen, dessen Naivität man in Anbetracht des sympathischen Hauptdarsteller- Duos, der vielen liebenswürdigen Nebencharaktere und der ansprechenden Inszenierung gerne zu verzeihen bereit ist.
PS: Von der deutschen Tonfassung sollte unbedingt abgesehen werden, da die krächzende, weinerliche Synchronstimme Sullavans sehr qualitätsmindernd ist.
Rendezvous nach Ladenschluss - Kritik
US 1940 Laufzeit 95 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 10.09.2009
Kritiken (1) — Film: Rendezvous nach Ladenschluss
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschen„The Shop Around the Corner“ ist ein warmherziger Film mit viel sensiblem Gespür für Humor und Dramatik mit philosophischen Reflexionen und einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte, die viele interessante Aspekte bietet und anschauliche Seitenhiebe auf gesellschaftliche Situationen bietet von langsam aufgebautem Vertrauen, das innerhalb von Sekunden zerstört werden kann über die Veränderung eines Menschen aufgrund der äußeren Umstände, die ihn umgeben bis hin zu dramatischen Schicksalsschlägen, die gekonnt in einer Mischung aus Komödie und Drama verbunden werden.
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Kommentare (3) — Film: Rendezvous nach Ladenschluss
Kommentar schreibenfilmfan90 2011/03/31 20:40:08
Kommentar löschenIn der im vorweihnachtlichen Budapest der 1930er Jahre situierten Screwball comedy „The Shop Around the Corner“ thematisiert Ernst Lubitsch die alltäglichen Sorgen und Nöte der Angestellten eines kleinen Geschäfts, vor dessen Hintergrund zwei alleinstehende Angestellte, die einander zunächst so gar nicht leiden können, schließlich über Umwege zueinander finden.
Alfred Kalik arbeitet in dem exklusiven Accessoire- Geschäft des Herrn Matuschek. Er ist ledig und korrespondiert regelmäßig mit einer Unbekannten über ein Postfach. Eines Tages stellt sich die attraktive Klara Novak in jenem Geschäft vor und bittet um eine Anstellung. Nachdem sie ihr verkäuferisches Geschick unter Beweis gestellt hat, stellt der Besitzer, Herr Matuschek, die junge Dame zum Leidwesen Alfreds, der stets anderer Meinung als seine neue Mitarbeiterin ist, ein. Als Alfred herausfindet, dass es sich bei der unbekannten Brieffreundin um Klara handelt, wird es turbulent…
Man merkt Lubitschs Komödie an, dass sie auf einem Bühnenstück („Parfümerie“ des ungarischen Dramatikers Miklós László) basiert, da der Großteil der Handlung in (und vor) dem Laden des Herrn Matuschek spielt.
Die geschliffenen, zu keinem Zeitpunkt zotigen Dialoge, die die Drehbuchautoren Raphaelson und Hecht den Protagonisten in den Mund legen, gehören fraglos zu den humorvollsten Schlagabtäuschen der Screwball comedy der 1930er und -40er Jahre.
James Stewart, der in der Rolle des Gutmenschen, der Mitmenschlichkeit dem Geschäftssinn überordnet (vgl. „It’s a Wonderful Life“), seinen Weg in die Filmgeschichte gefunden hat, und Margaret Sullavan brillieren in den Hauptrollen als ein wider Willen füreinander bestimmtes Paar.
Zwar handelt es sich bei Lubitschs Film um ein „Feel- Good- Movie“ der alten Schule, in dem Sozialkritik nur sehr vage anklingt, doch ändert dies nichts an der Tatsache, dass man „The Shop Around the Corner“ keinesfalls in eine Schublade mit „Hitch- Der Date Doktor“ oder „Notting Hill“ stecken kann, denn die letztgenannten Titel versuchen lediglich, die Klasse etwa dieses Werkes auf wenig subtile Weise zu imitieren.
„The Shop Around the Corner“ ist ein kostbares Relikt aus längst vergangenen Tagen, dessen Naivität man in Anbetracht des sympathischen Hauptdarsteller- Duos, der vielen liebenswürdigen Nebencharaktere und der ansprechenden Inszenierung gerne zu verzeihen bereit ist.
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filmfan90 2011/03/31 20:58:54
Antwort löschenPS: Von der deutschen Tonfassung sollte unbedingt abgesehen werden, da die krächzende, weinerliche Synchronstimme Sullavans sehr qualitätsmindernd ist.
smu137 2008/06/27 20:12:21
Kommentar löschenOriginal zu "e-m@il für Dich" und wirklich sehenswert.
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Zuri 2008/01/19 22:18:37
Kommentar löschenWenn man diesen Film gesehen hat, merkt man erst wie schlecht "E-Mail für Dich" ist!
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