Renn, wenn Du kannst
Renn, wenn Du kannst (2010), DE Laufzeit 116 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 29.07.2010
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36 Kommentare
Keine
von Dietrich Brüggemann, mit Robert Gwisdek und Jacob Matschenz
“Renn, wenn du kannst – aber Benjamin) kann eben das gerade nicht. Benjamin sitzt im Rollstuhl. Er ist intelligent, witzig und verzweifelt. Durch eine besonders schwere Querschnittslähmung ist er auf die Hilfe des Zivildienstleistenden Christian (Jacob Matschenz) angewiesen. Dieser nimmt das Leben auf die leichte Schulter, ist fröhlich und ausgelassen. Als die beiden die Cellistin Annika (Anna Brüggemann) kennen lernen, verlieben sie sich in die Musikstudentin. Annika ist zwischen den beiden hin und her gerissen: Sie mag Christian und seine verspielte Art, spürt aber die stärkere Verbindung zu Ben. Was für alle drei als Spiel begann, wird für Ben zu einer Reise in seine tiefsten Ängste, aus denen er allein nicht mehr herausfinden wird.
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Cast & Crew
-
Dietrich Brüggemann
-
Robert Gwisdek
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Benjamin (Ben)
-
Jacob Matschenz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Christian
-
Anna Brüggemann
-
Daniel Drewes
-
Amelie Kiefer
-
Michael Sens
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Cellolehrer
Regie
Schauspieler
-
Leslie Malton
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Regina, Bens Mutter
-
Jörg Bundschuh
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Herr Wiener
-
Sven Taddicken
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Angestellter im Computerladen
-
Alexander Hörbe
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sanitäter
-
Arne Gottschling
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sanitäter
-
Anna Brüggemann
-
Dietrich Brüggemann
- Genre
- Romanze
- Zeit
- 2000er Jahre, Gegenwart
- Ort
- Deutschland, Duisburg
- Handlung
- Cello, Frau zwischen zwei Männern, Querschnittsgelähmter, Rollstuhl, Student, Zivildienst, Zyniker
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Romantisch, Traurig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Renn, wenn Du kannst
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Kritiken (15) — Film: Renn, wenn Du kannst
Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenSensationell freche Dialoge, eine mutige Geschichte, die ohne falsche Rücksicht mit dem „Behindi“ umgeht, der Charme des Ruhrpotts und tolle Darsteller machen „Renn, wenn du kannst“ zu einem der Hingucker für dieses Kinojahr.
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Magali-Ann Thomas: BR Magali-Ann Thomas: BR
Kommentar löschenEs könnte ein Klischeefilm über einen jugendlichen Rollstuhlfahrer sein. Darüber, wie schwierig oder einfach es ist, behindert sein Leben zu meistern. Und klar, der Rollstuhl spielt eine Rolle, aber er bleibt nur ein mechanisches Detail. Denn Schauspieler Robert Gwisdek gelingt es, seine Figur so stark zu spielen, dass man die Fortbewegungshilfe fast vergisst.
Fazit: Junges deutsches Kino mit coolen Sprüchen und weichem Kern. Regisseur Dietrich Brüggemann geht formal und inhaltlich manches Mal auf Risiko. Das Ergebnis ist nicht immer gelungen, aber den Versuch war es wert.
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F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de
Kommentar löschenEs gibt sie noch: Lebensnahe Themen mit viel Potential für ein kluges, wahrhaftiges Drama, die noch nicht hundertmal abgegrast wurden. Und es gibt auch das noch: Junge, ambitionierte Filmemacher, die es mit den begrenzten Möglichkeiten einer deutschen Produktion schaffen, großes Kino zu erzeugen. Paradebeispiel: "Renn, wenn du kannst" [...].
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Jan Kedves: taz Jan Kedves: taz
Kommentar löschenDie Verzweiflung des Opfers, die Hilfsbedürftigkeit, die Hoffnung auf Wiedererlangen der Mobilität, dazu die bohrende Schuldfrage: Dietrich Brüggemanns "Renn, wenn du kannst" unternimmt einen radikalen Bruch mit all diesen nahe liegenden Topoi. Weder resultiert in seinem Film, der bei der letzten Berlinale die Perspektive Deutsches Kino eröffnete und nun ins Kino kommt, die Lähmung in Suizidabsichten (zwar gibt es einige Koketterien damit - aber das ist nicht dasselbe), noch besteht Hoffnung auf Wiedererlernen des Gehens. Nein, Ben (grandios gespielt von Robert Gwisdek, dem Sohn von Corinna Harfouch und Michael Gwisdek) wird beim Duschen sein Leben lang auf Zivi-Hilfe angewiesen sein, daran besteht kein Zweifel. Aber der Mittzwanziger hat in der Tiefgarage einen alten Straßenkreuzer stehen, den er sich seinen Anforderungen gemäß hat umbauen lassen, und sein Sarkasmus ist so derb wie gesund - sprich: Ben hat sein Leben im Griff. Der Film gewinnt dadurch an Komplexität. [...] Übereifrigkeit an der Symbolfront macht "Renn, wenn du kannst" doppelt und dreifach wett: mit einer Ménage à trois, die ohne Geschrei und fliegende Teller auskommt, einem Happy-End, das zugleich kein Plädoyer für die Norm der romantischen Zweierbeziehung liefert, und zuvor mit einem eigentlich ganz normalen ersten Mal, bei dem SIE nur einigermaßen überfordert davon ist, dass ER sie zwischendurch das Viagra holen schickt. Doch, "Renn, wenn du kannst" ist ein sehr guter Film. Und nicht zuletzt ist es ein Film, der die Latte für Filme mit querschnittgelähmten Protagonisten so hoch legt, dass es nun wieder eine Weile dauern wird, bis sich ein anderer Regisseur an das Thema heranwagt.
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A. Seitz: Berliner Zeitung A. Seitz: Berliner Zeitung
Kommentar löschen[...] Entstanden ist ein Film, der Rollstuhlfahrer nicht an Behindertenklischees verrät, der keine einfachen Lösungen fürs Gefühlstohuwabohu präsentiert, der nicht wegschaut, wenn's peinlich wird und dabei doch jedem die Würde lässt. "Renn, wenn du kannst" geht immer volles Risiko, erst recht, wenn er unverkrampft den Krampf der ersten sexuellen Begegnung zwischen Annika und Benjamin zeigt. Was man dem Film allenfalls ankreiden kann, ist, dass er im letzten Drittel das bis dahin entstandene Chaos ein bisschen zu gründlich aufräumen will.
Doch das Unperfekte gilt es auszuhalten, im Leben wie im Film. Und was "Renn, wenn du kannst" an dramaturgischer Geschicklichkeit und erzählerischer Eleganz fehlt, das machen die guten, klugen Dialoge und die noch besseren Schauspieler wett.
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Jenni Zylka: fluter, sissy Jenni Zylka: fluter, sissy
Kommentar löschenBrüggemann gibt allen genug eigenwilligen Charme mit, lässt sie rührend, ohne kitschig, lustig, ohne schenkelklopfend, und traurig, ohne tränenschniefend zu sein. Und er wird dabei hervorragend von den drei Schauspielern übersetzt [...]. Nur zum Schluss hin zieht sich die Geschichte an zu ausgewalzten Bildern, zu genau erklärten Motiven und zu auffällig inszenierten Pointen entlang.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen"Renn, wenn du kannst" ist ein wahrer Glücksfall: ein Film, der nicht nur mit ausgefeilten Dialogen trumpft und großen darstellerischen Leistungen auftrumpft, sondern auch noch mit einer virtuosen Bildersprache, die vor visuellen Einfällen nur so strotzt. Mutiges, junges deutsches Kino, von dem man gern mehr sehen will.
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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online
Kommentar löschenTrotz trockenen Humors und witziger Dialoge bleibt Vieles unausgesprochen, trotzt die Mühelosigkiet der Erzählung dem nicht ganz leichten Thema und vermeidet die Fallstricke eines Behindertendramas. [...] Diese spielfreudige Dreiecksgeschichte erzählt ein "schweres" Thema mit unerwarteter und selten unbekümmerter Leichtigkeit.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenImmer nah am Herzen der Figuren und doch mit Mut zum großen Kino erzählt RENN, WENN DU KANNST eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst. Mit seinem ersten Kinofilm gelingt Dietrich Brüggemann ein außergewöhnlicher Brückenschlag: Selten hat ein Film mit solcher...
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H.P. Koll: film-dienst H.P. Koll: film-dienst
Kommentar löschenRobert Gwisdek, der souverän auf der emotionalen Klaviatur zwischen tiefer Trauer und nüchternem Realitätssinn spielt, [gelingt] ein beachtlicher Kraftakt, was dem Film viel an Gewicht und Glaubwürdigkeit verleiht, der ansonsten aber auch dank der mutigen, temperamentvollen Inszenierung überzeugt: Selbst in den vielen intimen Nachtszenen nutzt er souverän das breite Scope-Bild, füllt es mit Poesie und spielerisch-beschwingter Fantasie, aber auch mit dramatischen Szenen von traumatischem Symbolwert. „Renn, wenn du kannst“ bietet schönes, intensives Kino, das seinerseits etwas möglich macht, was in der Wirklichkeit (vielleicht) „nicht geht“.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenDass ein deutsches Kinodebüt – zumindest über weite Strecken – über sprühenden Witz und Esprit verfügt, hebt diesen Erstlingsfilm von Dietrich Brüggemann, der in diesem Jahr auch die Berlinale-Sektion „Perspektive deutsches Kino“ eröffnete, positiv von den so zahlreichen, ähnlich gelagerten Debütfilmen ab. Zusammen mit seiner Schwester, der Schauspielerin Anna Brüggemann, die ihrem Bruder beim Drehbuchschreiben unterstützt hat und als Objekt der Begierde auch eine der Hauptrollen spielt, wird hier auf durchaus schwarzhumorige Weise eine originelle Dreiecksgeschichte erzählt.
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David Siems: programmkino.de, epd Film David Siems: programmkino.de, epd Film
Kommentar löschenSo sehr „Renn, wenn du kannst“ auch feinfühliges Kino über Freundschaft sein will, so sehr wirkt der Film auch überambitioniert. Wie ein Tutti-Schwein, das extra laut spielt, um auch mal erste Geige sein zu dürfen.
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M. Wannhoff: Schnitt M. Wannhoff: Schnitt
Kommentar löschenMögen auch die Bilder nicht immer halten, was die großen Gesten auf der Tonspur versprechen, schlechtes Timing beweist der Film ansonsten bloß mit seinem Starttermin: Denn wäre Renn, wenn du kannst ein halbes Jahr früher ins Kino und zufällig einem gewissen Unionspolitiker zu Gesicht gekommen, vielleicht hätte er eingesehen, daß für soviel Tragik, Komik und Sprachgewalt sechs Monate Zivildienst einfach zu wenig sind.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenDIe Geschichte vom Rollstuhlfahrer ist überzeugend erzählt, was aber völlig fehlt, ist eine musikalische Fachberatung: Anna Brügemann sieht man schon zehn Meter gegen den Wind an, dass sie nicht die geringste Ahnung vom Cellospiel hat. Sehr unglücklich, dass die Kamera ihre Hände beim Spielen dann ausgerechnet immer noch in Großaufnahme einfängt, die Finger sitzen nie an der richtigen Stelle. Auch sonst wirkt der Film mit Blick auf die Cellostudentin sehr dilettantisch. Wer kann schon abgehetzt das Cellosolo in Brahms zweitem Klavierkonzert so herrlich spielen? Unabhängig davon wirkt die Handlung sehr konstruiert.
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atomkid 2010/07/14 12:20:41
Antwort löschenDas klingt so, als hätte man sich bei "Troja" lediglich am historisch falschen Einsatz von rotfigurigen Vasen gestört. Und, ach ja. der ganze Film war auch noch schlecht.. ;)
d-trick 2010/07/24 12:55:13
Antwort löschenEs empfiehlt sich eigentlich nicht, als Regisseur einem Kritiker direkt zu antworten, aber wenn er so offenkundigen Quatsch schreibt, muß es manchmal sein. Es gibt im ganzen Film KEINE EINZIGE Großaufnahme von spielenden Händen. Natürlich ist die Schauspielerin Schauspielerin und keine Cellistin, und so lange man beim Film nicht das Budget hat, die Körper von Schauspielerin mit den Händen von echten Musikern digital zu verschmelzen, wird es dieses Problem auch immer geben, wenn man Musiker im Film darstellen will. Na und? Soll man stattdessen echte Musiker nehmen, die dafür nicht schauspielern können? Im übrigen ist das Cellospiel bei uns sicherlich nicht perfekt, aber doch recht brauchbar. Man sehe sich zum Vergleich mal "Master and Commander" an - sehr schöner Film, nur wenn Russell Crowe am Ende zur Violine greift, dann stimmt wirklich gar nix. Trotzdem würde ich mich nie hinstellen und diese Stelle als entscheidendesn Mangel des gesamten Films herausheben. Und zum dritten Punkt: Ja, es ist in der Tat gar nicht mal so ungewöhnlich, daß Leute, die in normalen Situationen immer blockiert sind, in Ausnahmesituationen, abgehetzt und unter Streß, ihre Blockade plötzlich unterlaufen können. Klassische Musik habe ich selber lang genug betrieben, um mich da auszukennen.
Der Rest ist Geschmackssache. Ende.
tom777 2010/07/26 15:39:23
Antwort löschenEin typischer Fall wo sich ein Kritiker wichtig machen will das sie etwas von der Masterie,in diesem Fall vom Chellospiel versteht.
Ein für 99% der Zuseher unwichtiges Detail wird als Abwertungsgrund bzw. grober Mangel dargestellt.
Das sollte man als ernstzunehmender Kritiker nicht unbedingt tun...
Kirsten Liese 2010/07/26 17:40:40
Antwort löschenHallo allerseits,
da es sich bei der Cello spielenden Anna Brüggemann keineswegs um eine Nebenfigur, sondern um eine der drei Protagonisten handelt, kann hier wohl kaum von einem unwesentlichen Detail die Rede sein! Jeder, der etwas Ahnung von Musik hat, sieht sofort, dass die Finger auf dem Griffbrett nie da sind, wo sie sein müssten.
Für den Rollstuhlfahrer wurde laut Presseheft ein zehnköpfiges medizinisches Beratungsteam herangezogen, dagegen nicht ein Experte für die musikalische Fachberatung, das ist schlichtweg ein Skandal! Die Tatsache, dass andere Filme in musikalischer Sicher noch schlechter ausfallen, macht die Sache nicht besser. Wenn ein Schauspieler eine solche Rolle übernimmt, dann muss er sich allerdings auch entsprechend vorbereiten. Dass das durchaus überzeugender gelingen kann, hat Franka Potente als Pianistin in "Blueprint" vorgemacht.
Dass ein Regisseur einen schlechten Film dreht, kommt ja öfter mal vor. Das einer so unsouverän mit Kritik umgehen kann, dagegen weniger. Schade.
PS: Einer Celloprofessorin von der Berliner Musikhochschule, die ich zu einer Pressevorführung mitgenommen habe, standen die Haare zu Berge. Im Publikum sitzen nicht immer nur Doofe.
Kirsten Liese 2010/07/26 17:40:42
Antwort löschenHallo allerseits,
da es sich bei der Cello spielenden Anna Brüggemann keineswegs um eine Nebenfigur, sondern um eine der drei Protagonisten handelt, kann hier wohl kaum von einem unwesentlichen Detail die Rede sein! Jeder, der etwas Ahnung von Musik hat, sieht sofort, dass die Finger auf dem Griffbrett nie da sind, wo sie sein müssten.
Für den Rollstuhlfahrer wurde laut Presseheft ein zehnköpfiges medizinisches Beratungsteam herangezogen, dagegen nicht ein Experte für die musikalische Fachberatung, das ist schlichtweg ein Skandal! Die Tatsache, dass andere Filme in musikalischer Sicher noch schlechter ausfallen, macht die Sache nicht besser. Wenn ein Schauspieler eine solche Rolle übernimmt, dann muss er sich allerdings auch entsprechend vorbereiten. Dass das durchaus überzeugender gelingen kann, hat Franka Potente als Pianistin in "Blueprint" vorgemacht.
Dass ein Regisseur einen schlechten Film dreht, kommt ja öfter mal vor. Das einer so unsouverän mit Kritik umgehen kann, dagegen weniger. Schade.
PS: Einer Celloprofessorin von der Berliner Musikhochschule, die ich zu einer Pressevorführung mitgenommen habe, standen die Haare zu Berge. Im Publikum sitzen nicht immer nur Doofe.
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d-trick 2010/07/27 01:23:58
Antwort löschenDas medizinische Beratungsteam für die Rolli-Rolle bestand nicht aus zehn, sondern aus drei Leuten - zwei echte Rollstuhlfahrer und eine Ergotherapeutin. Musikalische Fachberatung gab es selbstverständlich auch - Anna hat sich mit einem richtigen, echten, professionellen Cellisten vier Monate lang vorbereitet. Selbiger durfte sich natürlich auch die finale Schnittfassung nochmal ansehen und uns auf Stellen hinweisen, an denen das Cellospiel seiner Meinung nach nicht stimmte. Wir haben daraufhin noch Schnitte geändert. Bei den Rollstuhl-Experten haben wir es genauso gemacht.
Formulierungen wie "schlichtweg ein Skandal!" würde ich eher sparsam verwenden, die sollte man sich vielleicht für die wirklich großen Aufreger im Leben aufheben. Ist doch nur ein Film. Ob er gut oder schlecht ist, ist im Endeffekt wirklich Geschmackssache. Ich kann mir gut vorstellen, daß einer Celloprofessorin die Haare zu Berge stehen, von Klassik-Profis erwarte ich es eigentlich sogar. Sei's drum. Ich kann damit leben. Ich kann auch mit Kritik leben und versuche so souverän damit umzugehen wie möglich. Ich hoffe, daß auch die Kritiker es lernen werden, souverän damit umzugehen, wenn man ihre Kritik kritisiert - das ist ein relativ neues Phänomen, aber im Internetzeitalter werden sie sich daran gewöhnen müssen, daß das jetzt öfter mal passiert.
jollyroger 2010/09/07 00:39:37
Antwort löschen"Dass ein Regisseur einen schlechten Film dreht, kommt ja öfter mal vor. Das einer so unsouverän mit Kritik umgehen kann, dagegen weniger."
Lustig, nachdem Fr. Liese auf etliche Fehler in ihrer Argumentation hingewiesen wurde, kann sie gar nicht anders, als zu einem völlig stümperhaften Gegenangriff überzugehen.
Einen kompletten Film wegen einem Detail zu zerreißen, welches wohl nicht mal 0,01% aller Zuschauer auffallen wird, ist ganz schön armselig.
Kritikerstatus bitte abgeben, danke.
G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenIn „Perspektive Deutsches Kino“, der Nachwuchsreihe für den deutschen Film, war gleich der Auftakt ein Knaller: „Renn, wenn du kannst“ von Dietrich Brüggemann zeigt Robert Gwisdek, Anna Brüggemann und Jacob Matschenz in einer Jules und Jim-Geschichte. Die spielt allerdings im Ruhrgebiet und Ben (Robert Gwisdek) sitzt im Rollstuhl. Die junge Cellistin Annika (Anna Brüggemann) liegt nach vielen schönen Momenten zu dritt irgendwann zwischen Ben und seinem Zivi Christian (Jacob Matschenz) und kann sich nicht entscheiden. Sensationell freche Dialoge, eine mutige Geschichte, der Charme des Ruhrpotts und tolle Darsteller machen „Renn, wenn du kannst“ zu einem der Hingucker für dieses Kinojahr.
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Kommentare (21) — Film: Renn, wenn Du kannst
Kommentar schreibenxsite 2012/03/11 00:03:01
Kommentar löschenOriginell, ungeschminkt, humorvoll und dennoch anspruchsvolle Kost. Ein etwas anderer Beziehungsfilm, außerdem ein sprachlicher wie körperlicher Schlagabtausch und das bei toller Beschallung. Sollte man sich anschauen!
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moviee 2012/02/10 19:05:53
Kommentar löschen"Dein einziger Kontakt sind deine Zivis. Das ist kein Zustand", bemängelt Bens Mutter die Lebensweise ihres an einen Rollstuhl gebundenen Sohnes. Ben aber nimmt es gewohnt locker und antwortet trocken "Wenn's kein Zustand ist, dann kann ich ihn ja auch nicht ändern". Hinter seinen bissigen Sprüchen versucht er seine innerliche Leere und die Ernüchterung über die körperlichen Behinderung zu verstecken. Als Benjamin erst den Zivildienstleistenden Christian kennenlernt und kurz darauf der Musikhochschulabsolventin Annika persönlich gegenübersteht werden alle drei schnell zu Freunden und Ben fühlt sich endlich mal wieder richtig gut. Bis Gefühle ins Spiel kommen... Für ein Drama gibt es zu viele zynische Sprüche, für eine Komödie einen viel zu ernsten Hinterton. Nun, die Tragikomödie ist zum größten Teil das alleinige Konstrukt der Familie Brüggemann, denn während Dietrich den Regisseur mimte, war Anna Brüggemann für den weiblichen Hauptpart und zusammen mit ihrem Bruder für das Drehbuch verantwortlich. Leicht Gesellschaftskritisch wird eine oft recht detailverliebte Geschichte erzählt, die mit viel Zynismus und Sarkasmus aber auch mit viel ernsten Hintergedanken eine perfekte Mischung darstellt und durch ihre lakonische und manchmal sogar melancholische Art und Weise nie langweilig wird. Ein weiteres Kapitel der neuen deutschen Filmgeschichte.
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Mr.AdGood 2012/02/10 15:50:39
Kommentar löschenAmbivalente Story trifft auf tolle Schauspieler ,gewürzt mit Ruhrpott-Charme!Super!!!
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Sheeeeep 2012/02/09 08:52:04
Kommentar löschenUm eines von vorneherein klarzustellen: Der Filmtitel sowie der Film und ich haben nichts mit dem 'roten' Tier aus der Familie der Hunde zu tun! Obwohl eine Katze 10 Minuten vor dem Fenster saß und mitgeschaut hat ...
Hier hätten wir mal wieder ein positives Beispiel von dem, was viele gerne totreden: gutes deutsches Kino. (er hat 'gut' und 'deutsch' in einem Satz gesagt, steinigt ihn!)
Man nehme junge, unverbrauchte Gesichter, werft sie zusammen in eine wunderbar tragisch-komische Geschichte die nur an wenigen Stellen etwas überkonstruiert wirkt und lasst sie einfach spielen (oder rennen (oder rollen)). Die Inszenierung und die Rahmenstory sind herrlich bodenständig und man versucht nicht durch besondere Effekte oder erzwungene Schenkelklopfer die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu erregen. Dabei sind die Dialoge mit vielen trockenen, lakonischen und zynischen Untertönen gespickt und laden zum Dauerschmunzeln ein. Die tragischen Momente dürfen bei einem deutschen Film natürlich auch nicht zu kurz kommen, doch der Film findet eine gute Balance und wirkt nie aufdringlich. Bei all der Tragik wandelt die Geschichte ein wenig abseits von ausgetretenen Genrepfaden, was ebenfalls positiv hervorsticht. Das schöne Ende veredelt das Gesamtwerk und lässt mich weitere 0,5 Punkte auf der Werteskala draufpacken.
Deutsches Kino abseits von Schweigers und Schweighöfers kann so erfrischend sein. Mehr davon!
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Ichundso 2012/02/07 00:44:56
Kommentar löschenWas machen unanständige Menschen am 8. Februar um 20:15? Vermutlich unanständige Sachen. Bankraub, Mord und so. Anständige Menschen jedoch gucken auf Arte Renn, wenn du kannst und erleben das hoffnungsvollste, lustigste und herzstrapazierenste deutsche Stück Film der letzten Jahre.
Renn, wenn du kannst ist der ultimative Beweis dafür, dass ein berühmter Cast oder irgendwelche Special Effects einen Film kein bisschen besser zu machen brauchen, wenn er schon so toll ist. Gerade die Unbekanntheit der Darsteller ist ein ordentlicher Authentizitätsschubser und Teil des Charmes.
Warum der Film so toll ist? Puh. Warum sind Regenbögen toll? Eben. Und noch viel mehr. Renn, wenn du kannst ist sicher kein perfekter Film, die Regie und einige handwerkliche Dinge wirken durchaus ein wenig amateurhaft, aber wie um Himmels willen kann man das dem Film übelnehmen? Ich könnte es ihm nicht mal übelnehmen, wenn er in der Mitte von einem 2-minütigen Coca Cola-Werbespot unterbrochen würde oder Til Schweiger einen Cameoauftritt hätte. Renn, wenn du kannst ist der sympathischste, einwandfreiste, unböseste Film der Welt und verdient deshalb, von möglichst vielen Leuten gesehen zu werden.
Und die Erfolgsgeschichte von Regisseur und Drehbuchautor Dietrich Brüggemann ist noch lange nicht vorbei. Nicht nur, dass er jetzt Musikvideos für Thees Uhlmann und Kettcar dreht, bald kommt sein neuer Film in die Kinos. Titel: Drei Zimmer Küche Bad. 262 Gefällt mir auf Facebook. Und jetzt schon Film des Jahres 2012. Dietrich Brüggemann enttäuscht niemanden. Niemals.
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stalker 2012/02/07 08:09:24
Antwort löschenOk, dann werde ich ihn auch sehen, sobald es passt.
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Ichundso 2012/02/07 11:41:28
Antwort löschenIch muss gerade mein Verlangen unterdrücken, nicht "Oh nein, bitte nicht du" zu denken.
Ichundso 2012/02/07 11:41:45
Antwort löschenAber mach mal.
mar (-ion-) 2011/03/15 00:00:56
Kommentar löschenwundervoller film,
...mit tollen schauspielern, witz und guter story!
anna brüggemann ist bezaubernd ♥
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kristallrainer 2011/03/12 12:02:39
Kommentar löschenIch kann mich den überwiegend positiven Kommentaren nur anschließen. "Renn, wenn du kannst" ist mit das beste was das deutsche Kino in den letzten 5 Jahren zustande gebracht hat. Der Film bietet eine dichte Atmosphäre bei dem die Handlung stehts im Vordergrund steht. Die drei junge Protagonisten machen ihre Sache wirklich sehr gut, wobei man Robert Gwisdek erneut eine großartige Leistung attestieren muss (der beste Jungschauspieler der letzten Jahre). Die Story ist auf jeden Fall tiefsinnig und bietet die ein oder andere Wendung, zumal das Ende passender nicht sein kann -> sehr authentisch!
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Waran 2011/03/07 17:08:44
Kommentar löschenEin beindruckender Film, der auch bei dem Thema Behinderung sensibel agiert, ohne die Leichtigkeit des Humors zu vernachlässigen. Die schauspielerische Leistung eines Robert Gwisdek ist klasse. Den Film muß man geniessen, er gehört unbedingt in die Sammlung.
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Reinhard76 2010/11/21 19:06:54
Kommentar löschenKnapp am ganz großen Film vorbeigeschrammt, aber dennoch absolut sehenswert, erfrischend, mutig mit einem herausragenden Robert Gwisdek und sehr guten Jacob Matschenz.
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joanna_samantha 2010/11/03 10:10:33
Kommentar löschenEiner der besten Filme dieses Jahres!
Die schauspielerische Leistung war meiner Meinung nach sehr gut, die Dialoge witzig. Gleichzeitig hatten die Figuren Tiefgang, das Ende war nicht so kitschig, wie es in Hollywood vermutlich geworden wäre, sondern wirklich gut durchdacht.
Besonders schön fand ich die vielen Wiederaufnahmen von anderen Gesprächen bzw. Gedanken wie z.B. das "Tutti-Schwein" aus Marzipan u.ä.
Absolut sehenswert!
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holunder 2010/09/07 00:12:51
Kommentar löschen"Das Ergebnis ist nicht immer gelungen", schreibt der BR. Ich würde noch weitergehen und sagen: der Filme ist zum Großteil misslungen. Tut mir leid, aber gut spielen tut keiner der drei, und das Drehbuch ist dermaßen bemüht um "coole Sprüche", dass dabei jede Authentizität im Keim erstickt wird. Man hat ständig das Gefühl, hier wollte jemand mal "einen echt coolen Film" drehen, "so mit voll geilem Soundtrack und so" - und dieses Wollen ist eben in jeder Filmminute spürbar.
Ein Amischlitten macht noch keinen Kultfilm, sorry.
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nameless 2010/09/02 23:53:23
Kommentar löschenEndlich mal wieder ein frischer, bewegender, ungekünstelter und sehr humorvoller deutscher Film mit einer beeindruckend, intensiven darstellerischen Leistung des noch zu unrecht unbekannten Nachwuchsdarstellers Robert Gwisdek. Unverkrampft und ohne aufgesetzte melodramatische Mitleidsbemühungen, wird hier der Mensch hinter der Behinderung betrachtet und das auch eine wahrlich aufrichtige und ehrliche Art und Weise.
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xlkmx 2010/08/06 20:35:37
Kommentar löschen10er Vorhersage für einen deutschen Film, der auch noch eine Romanze ist? Diese beiden Kriterien sind für mich eigentlich wesentliche Argumente einen Film NICHT zu sehen. Möchte mich jemand aufklären oder gar vom Film zu überzeugen versuchen?
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Die Cö 2010/10/23 14:36:48
Antwort löschenHmm, bin eigtlich der Meinung das beide Kriterien nicht auf den Film zu treffen.
Renn, wenn du kannst, ist weder ein typisch deutscher Film, noch ein Romanze. Ich würds eher als einen gescheiterten Versuch einer Liebe zwischen drei Menschen bezeichnen.
Vielleicht, also doch mal ausprobieren?
ovgucker 2010/08/04 22:48:41
Kommentar löschensehr gut gespielt, insgesamt aber leider etwas überbewertet.
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quin 2010/08/03 22:24:54
Kommentar löschenwow, mit 10.0 vorausgesagt, dass ist ein Herzchen allemal wert. Einige Parallelen zu 'Absolute Giganten' konnte man erkennen - darueber hinaus glaenzt der Film mit einer schoenen Handlung, dessen Ende dann irgendwie doch nich eintritt, wie (von mir) erwartet.
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Thomas479 2010/08/03 16:17:43
Kommentar löschenFilme mit behinderten Menschen werden oft besonders rührselig.
Nicht so bei „Renn, wenn du kannst“. Benjamin, gespielt von Robert Gwisdek, ist seit einigen Jahren an den Rollstuhl gefesselt und macht seinen Mitmenschen mitunter das Leben zur Hölle. Das ändert sich, als der Zivildienstleistende Christian, gespielt von Jacob Matschenz, in sein Leben tritt. Der weiß sich zu wehren und lässt sich nicht alles gefallen. Gerade als die beiden sich anfreunden, taucht Annika auf, gespielt von Anja Brüggemann. Benjamin hat Annika seit zwei Jahren vom Fenster aus beobachtet, wäre aber nie auf die Idee gekommen, sie anzusprechen. Durch einen Zufall lernen die drei sich jetzt kennen. Und nichts ist mehr wie vorher.
Alle drei haben ihre Vorstellungen vom Leben sowie mehr oder weniger große Pläne.
Alle drei stehen aber auch vor wichtigen Entscheidungen, die gefällt werden müssen.
Doch keiner traut sich so recht, sein Leben in die Hand zu nehmen.
Als sich Benjamin in Annika verliebt und sie diese Liebe nach anfänglichem Widerstand erwidert, wird er nicht nur gezwungen, zu seinen Gefühlen zu stehen, sondern vielmehr auch den Geistern der Vergangenheit zu stellen. Benjamin hat mit der Vergangenheit noch lange nicht abgeschlossen und das bekommt Annika deutlich zu spüren. Doch sie hat auch ihre eigenen Probleme, so dass sie selbst in ein Gefühlschaos fällt. Christian scheint der einzige, der einigermaßen gefestigt scheint und obwohl er selbst in Annika verliebt ist, will er Benjamin und damit auch Annika helfen.
Der Film erzählt behutsam seine Geschichte, legt viel Wert auf die Dialoge. Diese wirken unglaublich echt und haben eine überraschende Tiefe. Der Alltag des an den Rollstuhl gefesselten Benjamin wird ungeschönt, aber auch untheatralisch dargestellt. Die drei Hauptdarsteller spielen großartig, teilweise wirkt es ein wenig improvisiert, was der Authentizität des Films nur zu Gute kommt. An einigen Stellen wird etwas dick aufgetragen, doch darüber sieht man gerne hinweg.
„Renn, wenn du kannst“, ist ein weiteres Beispiel wie facettenreich und intelligent das deutsche Kino derzeit daher kommt. Da braucht man sich nicht vor Hollywood zu verstecken.
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trudi 2010/07/30 18:43:15
Kommentar löschenmir hat die ausstattung gefallen, besonders in bens wohnung.
außerdem hat es den film interessant gemacht, dass man nicht weiß warum der typ nun im rollstuhl sitzt.
auch tolle schauspieler. nicht solche, die schon hochgehypt sind.
und ich mochte die büste von wem auch immer ...
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loeti88 2010/07/30 16:30:34
Kommentar löschenKlassefilm. Ich habe selten einen soch guten Streifen gesehen.
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annaberlin 2010/07/28 18:40:38
Kommentar löschenRenn wenn du kannst ist eine sehr gute Mischung aus Drama und Komödie und hat teilweise extrem gute, bissige, schwarzhumorige Dialoge. Die Story ist gut, die Schauspieler sind es auch, der Film macht Lust auf mehr von diesem jungen Filmemacher - aber was mich stört ist die ab und an hindurchschimmernde Theatralik der Dialoge, die das Ganze leider gekünstelt wirken lassen, zudem geht der Film sehr schnell in media res, sodass man als Zuschauer eigentlich keine Zeit bekommt, um sich mit den Charakteren anzufreunden. Außerdem nervt mich in letzter Zeit dieses deutsche Bedrücktsein, das ich mal irgendwo als "Tristesse allemande" ;-) bezeichnet habe. Wieso verdammt-noch-mal müssen deutsche Produktionen ständig von ihren Darstellern verlangen, dass sie aussehen, als ob alle Bauchweh hätten und sie gaaaanz schlimme emotionale Probleme haben? Seit Absolute Giganten habe ich keinen einzigen deutschen Film mehr gesehen, dem es gelungen wäre, bedrückte Charaktere authentisch rüberzubringen.
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philopee 2010/07/28 18:45:05
Antwort löschenHast du den Film schon gesehen? :O
Marie Krolock 2010/07/28 18:48:48
Antwort löschenWas ist denn das für eine Frage, wenn Anna auf die Dialoge und die Story eingeht? Meinst Du, sie rät einfach? :D
philopee 2010/07/28 18:53:46
Antwort löschenNe weil wir hatten davor ne andere Unterhaltung über den Film und ich bin davon ausgegangen dass sie ihn noch nicht gesehen hat.
Tytus 2010/07/28 19:01:44
Antwort löschenist das der zweite Teil von "lola rennt"?
;)
annaberlin 2010/07/29 15:52:06
Antwort löschenHaha. Ja habe den Film schon sehen können. Wie gesagt, er lohnt sich wirklich und dahinter verbergen sich große Talente - mich nervt nur das generelle Problem des (jungen) deutschen Films.
philopee 2010/07/29 21:52:19
Antwort löschenDie da wären?
Tytus 2010/07/29 21:58:07
Antwort löschenschlechte Schauspieler, miese SAT1 & Co Produktionen und manchmal das verlangen Hollywood nach zu eifern.
aber es gibt auch gute Deutsche Filme, keine frage.
philopee 2010/07/29 22:00:26
Antwort löschenWas mich oft stört, ist die Tatsache dass man sich hier anscheinend nicht zum 2. Weltkrieg satirisch äußern darf. Sowas darfs hier nicht geben. Verständlich aber ärgerlich. Finde ich ein großes Manko des deutschen Films.
Tytus 2010/07/29 22:02:43
Antwort löschenwas ist mit Obersalzberg ;) wobei da wohl mehr gehen würde!
philopee 2010/07/29 22:06:46
Antwort löschenGenau da sollte eigentlich mehr gehen. Die Satiren die es hier gibt sind so zahm wie rosane Ponys. In der USA und co. wird das Ganze schon um einiges düsterer. Ich finde nach fast 70 Jahren sollte es keine Einwände mehr bei soetwas geben.
Tytus 2010/07/29 22:10:42
Antwort löschenfür die Verarbeitung ist das sogar förderlich, wenn ich mich nicht irre!
es gibt ausländische FIlme die denn 2 Weltkrieg ganz schön auf die schippe nehmen.
ich empfehle dir mal :
http://en.wikipedia.org/wiki/Jak_rozpętałem_drugą_wojnę_światową
philopee 2010/07/29 22:19:04
Antwort löschenMeine Polnischkenntnisse sind leider sehr begrenzt. :D
Gibts den auch auf deutsch?
Tytus 2010/07/29 22:23:23
Antwort löschenIn denn Film wird sehr gut Deutsch gesprochen, oder sagen wir mal so jede Partei spricht in ihrer Sprache, die Englischen Untertitel sind auch sehr gut.
Tytus 2010/07/29 22:30:31
Antwort löschenPS kennst du die Französischen FIlme?
"Wo bitte ist die 7. Kompanie geblieben?" usw
annaberlin 2010/07/30 11:08:59
Antwort löschenNochmal zu den Problemen: Theatralik der Darsteller, die das Ganze gekünstelt wirken lassen, oft ungeholfene Dialoge, und am schlimmsten: Dieser wehleidige Ausdruck, dieser "Ich-habe-mich-noch-nicht-gefunden"-Blick, dieses schmerzhafte Aufstöhnen über die eigene Existenz nervt mich!
Tytus 2010/07/30 11:23:08
Antwort löschenSprichst jetzt von Twilight *lach*
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annaberlin 2010/07/30 22:01:18
Antwort löschentwilight ist so over-the-top, dass es einfach nur für teenies mit pickeln und liebeskummer interessant ist. der deutsche film leidet an diesem wehleidigen, das scheinbar durch das nationale hervorgerufen wird, aber im grunde genommen nur bullshit ist, um den figuren falsche "tiefe" zu verleihen. Renn wenn du kannst hat ja mit der Figur des Rollstuhlfahrers schon einen sehr guten Auftakt gemacht, aber Jacob Matschenz bleibt halt leider blass und Anna Brüggemann sieht auch permanent unglücklich aus.
Tytus 2010/07/31 09:26:39
Antwort löschenhallo hehe XD wobei ich bei Twilight denn verdacht hab das die Schauspieler Geistig abwesend waren beim dreh ^^
Ja wehleidig umschreibt es ziemlich gut, aber mit einer kräftigen Priese Selbstmitleid, jedenfalls in einigen Filmen.
Nayuma 2010/07/17 14:39:11
Kommentar löschenSehr sehr empfehlenswerter Film. Ok die bissige Art von Ben wirkt auf Dauer recht monoton, aber er kann eben auch anders. Ich sag nur Überraschungseffekt. Die Dialoge sind zum Schreien, das schauspielerische Talent ist sehr gut, die Musik ist sehr passend ausgewählt, was will man mehr?! Also Fazit: Angucken!
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