Reservoir Dogs - Kritik

Reservoir Dogs

US · 1992 · Laufzeit 99 Minuten · FSK 18 · Drama, Thriller · Kinostart
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    Meiner Meinung nach total langweilig. Ich kann mich mit diesem Film einfach nicht anfreunden.

    • 7

      Eigentlich liebe ich Tarantino - aber mit seinem Regie-Debut kann ich leider herzlich wenig anfangen. Natürlich blitzt hier und da schon das Können dieses großartigen Regisseurs heraus - besonders die geschliffenen Dialoge zu Beginn des Films, die für mich immer noch zu den Besten der 90er Jahre gehören (und man endlich erfährt, warum Madonna in ihrem Lied "Like a Virgin" singt...) oder die geniale Folter-Tanz-Szene mit Michael Madsen.
      Doch mit der rudimentären Handlung, den oberflächlichen Charakterzeichnungen und vor allem der viel zu frühen Vorwegnahme des Plot Twists tut sich Tarantino keinen Gefallen. Klar, das ist alles gut gespielt, aber das viel beschworene Meister-Debut kann ich hier auch nach der zweiten Sichtung nicht erkennen. Das ist auch nicht weiter schlimm, unterm Strich gesehen ist sein Erstling immer noch beachtlich.
      Sicherlich hat Tarantino aus seine Fehlern gelernt - siehe "Pulp Fiction": hier sind die Dialoge noch geschliffener, v.a. aber gehen die Charaktere mehr zu Herzen und die Story ist auch tatsächlich eine Story.

      • 5 .5
        Benilinus 02.02.2016, 14:13 Geändert 02.02.2016, 17:14

        Auch Spoiler zu The Hateful 8 anbei!!!

        Und manchmal muss man zurückkehren, um seine aktuellen Probleme zu hinterleuchten.
        Gemeint ist mein Problem mit The Hateful 8.
        Dasselbe habe ich mit Reservoir Dogs. Kein schlechter Film. Und dass Tarantino mit TH8 hierhin zurückkehrt ist genauso konsequent, wie dass er in TH8 Christoph Waltz nicht persönlich auftreten lässt.

        Beide Werke muten an Theaterstücke an, aber je einmal im Film ist die Kameraposition entscheidend (Reservoir Dogs: Ohr ab!; TH8: die Vergiftung des Kaffees). Das wars: Alles andere hätte auf der Bühne dargestellt werden können. Aber stört mich das wirklich; ich mag doch Kammerspiele. Tarantino wagt es aber die visuelle Note, die sich in seinen anderen Werken umso kräftiger finden, nicht existieren zu lassen – einzig allein die Kamerafahrt am Tisch zu Anfang ist möglicherweise der Rede wert.
        Tarantino erzählt in RD und TH8 durch Dialoge Handlung und beraubt das Kino so – in TH8 steigert er dies noch durch den Einsatz eines wahrhaft sinnlosen Voice-Overs, das sogar erklärt, warum das Kapitel so heißt, wie es nun verdammt nochmal heißt.
        Tarantino beugt das Kino unter den Joch seiner Dialogdiktatur. Nicht sehen. So funktioniert Kino doch nicht. Aber eben doch. Irgendwie.

        Bei RD ist eben alles Theater. Die Gewaltexzesse sind nur Requisiten der Erzählung. Wie ein Bühnenbild, das der Zuschauer zwar sieht – das eben nicht entscheidend für die Handlung ist. Flachen die Dialoge ab, schauen wir zur Ablenkung auf das Bühnenbild. Aber Tarantino kann ohne Gewalt dann doch nichts erzählen. Er hat zwar ein Talent dafür, aufgeblasene Dialoge anmutig und durchaus unterhaltend zu gestalten; aber was wären seine Filme ohne die finale Erlösung durch Gewalt. Womöglich eben doch nur ein Zugeständnis an die Zuschauer. Wenn endlich gehandelt wird statt palavert. Will uns Tarantino am Ende das erzählen. Reden ist immer sinnlos, Handlung schafft Fakten. Das macht stutzig.
        Und aus dieser Stutzigkeit komme ich bei RD einfach nicht raus. Die Schauspieler blühen auf, die Handlung zieht sich dahin. Zielpunkt: Schusswechsel.

        Tarantino traut sich dann aber wiederum zu wenig zu. Warum nicht einfach seine Dialoge a la Jim Jarmusch zeigen? Würde dann auffallen, dass sie doch rein gar nichts aussagen und wäre das nicht eigentlich genug?

        Bei Tarantino gibt es immer Krieg, nur selten Frieden. Am Ende von Reservoir Dogs herrscht Ruhe, aber kein Frieden. Alle Argumente sind ausgetauscht und alle Waffen abgefeuert – die meisten tot. Und genau da hört Tarantino auf – am Schlusspunkt der Gewalt – immer. Es gibt keine Vergebung, weil Tarantinos Charaktere auf Rache und Vergeltung sinnen. Und Rache befriedigt höchstens den Blutdurst (der Zuschauer?!). Vergebung lässt sich eben nicht vermarkten; so hätte es am Ende von RD auch zur großen Aussöhnung kommen können – hat es aber nicht. Tarantinos Charaktere sind eben auch unbeirrbar. Es gibt keine Charakterentwicklung. Nur Leben oder Tod. Und wem das zu minimalistisch erscheint, den kann ich nachvollziehen.

        So fehlt es mir bei RD und TH8 im gewissen Grad an der entsprechenden tarantinoesken Inszenierung, die mit Pulp Fiction über Kill Bill, den Basterds bis hin zu Django aufrecht erhalten wird. Dort erkennt er das Kino als das an, was es ist. Der Ort, wo alles jeder Zeit möglich ist und eben nicht der Ort, indem nur geredet und geschossen wird. Mit RD und TH8 nimmt er die Maske der Inszenierung ab und zeigt seine Formel in klarerer, mich nicht gänzlich unterhaltender Form: Leben und Tod. Reden und Handeln. Es gibt nichts dazwischen. Und wem das zu minimalistisch erscheint, den kann ich wiederum nicht nachvollziehen.

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        • 10
          Brujan8 01.02.2016, 17:58 Geändert 02.02.2016, 16:16

          Wahnsinns Film von Tarantino. Geile Geschichte über einen geplanten Überfall und die Folgen für alle Beteiligten.
          Überragende Schauspieler und Dialoge.

          • 9

            Schon bei seinem ersten Film zeigt Tarantino, dass er als Regisseur/Autor eine geniale Mischung abgibt.
            Die Story von "Reservoir Dogs" ist ebenso minimalistisch wie mitreißend und spannend. Dazu die durchweg herausragenden Darsteller, die aus ihren Figuren und deren Dialogen das Maximum herausholen.

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            • 9

              [...] Ein derart gelungenes Regiedebüt findet man in der Filmgeschichte nur selten, zwar ist es durchaus üblich, dass sich spätere Markenzeichen schon im Erstling eines Regisseurs herauskristallisieren, im Fall von „Reservoir Dogs“ lassen sich diese jedoch nicht nur erahnen, sondern kommen bereits in perfektionierter Form zum Einsatz. Nicht chronologisches Erzählen, Ausschweifende Gewalt und coole Dialoge sind nur einige Stichwörter, die in diesem Zusammenhang regelmäßig fallen und dabei wird Tarantino auch immer wieder Unrecht getan, indem er auf diese Überbegriffe reduziert wird. Hinter seinen Figuren und Dialogen steckt deutlich mehr als nur oberflächliche Coolness, sie folgen einem klaren Konzept und auch wenn sie sich augenscheinlich um völlig losgelöste Themen drehen, schwingt darin immer ein Stück weit inhaltliche Relevanz mit. [...] Es gehört einiges dazu die Interaktion und das Aufeinandertreffen der Figuren so willkürlich wirken zu lassen und dem Zuschauer dadurch vorzugaukeln all diese scheinbar vom Zufall ausgelösten Momente lassen sich auf nichts weiter als eine (un)glückliche Fügung des Schicksals zurückführen. Hinter all diesen Momenten steckt Kalkül, was von Tarantino jedoch so sorgfältig verborgen wird, dass es beim Betrachten des Films niemals als solche wirkt. Denn genau hier liegt die große Kunst, die Expertise, die so viele Tarantino Rip-Offs durch ihre Nichtexistenz gnadenlos vorführt. Der entscheidende Kniff, der ein dermaßen durchkonstruiertes Skript so herrlich willkürlich und zufällig erscheinen lässt. [...]

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              • 10

                Wow. Einfach genial! Dieser Film trifft mein Genre in etwa haargenau und weist mal wieder auf, dass Tarantino der beste Regisseur aller Zeiten ist.

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                • 7 .5
                  Spoony 11.01.2016, 19:24 Geändert 25.01.2016, 01:05

                  Quentin Tarantino's Regiedebüt schafft es das geringe Budget mit cleveren Dialogen, einem sehr speziellen Soundtrack, guten Schauspieleistungen und einer Menge Gewalt zu umgehen.
                  Ich habe den Film wohl etwas zu spät geguckt um den ganzen Kult darum zu verstehen, da ich schon die glänzenderen und verbesserten späteren Werke vorher gesehen hatte. Auch stören mich ein paar Kleinigkeiten wie der Filmfehler in der letzten Schießerei. Und egal wie toll er auch als Regisseur zu sein ist, Tarantinos eigene Schauspielerei ist vor allem hier einfach miserabel.
                  Reservoir Dogs ist zwar nicht mein Lieblings-Tarantinofilm, doch trotzdem hat der Film immer noch sehr viel Stil mit dieser nicht linearen Geschichte und zeigte was später seine Filme auszeichnete.

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                  • 7
                    RealMagnum 26.12.2015, 23:58 Geändert 27.12.2015, 00:09

                    Hier war schon erkennbar, was Tarantino später groß gemacht hat. Die Trivialisierung des Gangster Charakters. Da wird nicht nur ständig ernst geschaut und gehandelt ala der Pate oder Goodfellas, nein es werden Späße gemacht, Zoten gerissen und beim Foltern getanzt. Die Dialoge nehmen viel Raum ein und sind immer wieder für einen Lacher gut.

                    Der Storyverlauf ist bereits bei Tarantino's Erstlingswerk nicht linear, es gibt immer wieder Rückblicke, die erklären, wie die Gangster zum Job kamen.

                    Der Großteil der Handlung spielt in einer Lagerhalle, in der sich die Gangster nach einem misslungenen Überfall treffen wollen. man vermutet einen Verräter in den eigenen Reihen und möchte diesem auf die Spur kommen. Es sind bereits alle Zutaten enthalten, die Pulp Fiction später groß gemacht haben, sie werden allerdings noch nicht so ausgereift eingesetzt.

                    Die Szenen des Überfalls und der persönlichen Rückblicke wirken wie eingeflicktes Stückwerk, sie fügen sich noch nicht so organisch in den verlauf des Filmes ein, wie ddas später mit den Episoden in Pulp Fiction der Fall sein wird. Einige Kamerashots wirken suboptimal und atypisch im Film (low angle shot bei White's und Orange's Flucht), da fehlt es etwas an Konsistenz an der Kamera).

                    Insgesamt viele vielversprechende Ansätze mit einigen Schwächen, insgesamt aber empfehlenswert.

                    • 9
                      Socratez 21.12.2015, 18:33 Geändert 21.12.2015, 19:27

                      Mit "Reservoir Dogs" brachte der Kult-Regisseur Quentin Tarantino 1992 sein Regie-Debüt heraus. Damals noch unbekannt, heute einer der bedeutensten und einflussreichsten Regisseure Hollywoods. Doch ist sein Erstlingswerk wirklich so gut, wie viele behaupten, oder wird es nur nachträglich gefeiert, weil es von Quentin Tarantino ist und man das als Zuschauer ganz genau weiß?
                      Dieser Frage stelle ich mich nun. Doch warum sollte ich eine Antwort auf diese Frage haben? Nun ja, mit "Reservoir Dogs" sah ich meinen ersten »Tarantino-Streifen«, sodass ich natürlich überhaupt nicht vorbelastet in den Film hineingegangen bin. Ich kannte weder "Pulp Fiction" noch "Inglourious Basterds" oder sonstige Filme von Quentin Tarantino.
                      Um aber noch einmal auf die Frage zurückzukommen: Ja, der Film ist gut!
                      Bei dieser (doch recht platten) Antwort möchte ich es jedoch nicht belassen. In den folgenden Ausschweifungen werde ich den Film einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen, und erklären, was mir so gut an ihm gefällt.

                      In "Reservoir Dogs" folgen wir einer Gruppe von Gangstern, die sich nach einem Überfall auf einen Juwelier, der allerdings nicht ganz geglückt ist, auf die Suche nach einem Verräter in den eigenen Reihen macht.

                      "Reservoir Dogs" ist im Grunde ein Heist-Movie, allerdings kein gewöhnlicher. Wenn man ihn mit anderen »Genre-Genossen« vergleicht, wie beispielsweise mit "Heat", dann fällt auf, dass man vom eigentlichen Raubüberfall (der ja namensgebend für den Heist-Movie ist) wenig mitbekommt. Es gibt sowieso recht wenige Action-Szenen im Film, doch die, welche es gibt haben es dafür in sich!
                      Der Film ist sehr episodisch erzählt, allerdings nicht in chronologischer Abfolge, denn es gibt immer wieder Zeitsprünge und Rückblenden, die "Reservoir Dogs" sehr dynamisch und lebendig erscheinen lassen.
                      Hauptsächlich lebt der Film aber von seinen Dialogen, die allesamt toll geschrieben und fesselnd inszeniert sind. Das ist ja auch eines von Tarantinos filmischen Merkmalen, das sich durch fast alle seine Filme zieht. Wenn man ihm diese vielen Dialoge negativ anhängen möchte, könnte man auch sagen: "Es wird gelabert, gelabert und nochmals gelabert."
                      In der Tat handelt es sich auch nicht immer um bedeutende Gespräche, was es aber auch interessant und vor allen Dingen natürlich macht. Im echten Leben unterhalten wir Menschen uns auch nicht nur um die weltbewegenden und wichtigen Dinge, nein wir reden auch mal 10 Minuten über ein Lied, einen Film oder einen Burger.
                      Aber auch die schauspielerischen Leistungen möchte ich noch einmal loben, da wirklich alle einen super Job machen und ihren jeweiligen Charakter sehr überzeugend und konsequent spielen.

                      Alles in allem war ich einfach nur geplättet von "Reservoir Dogs", der mich mit seinen fesselnden Dialogen, seinen interessanten Charakteren und seiner dezent platzierten, dennoch wuchtigen Action begeistert hat. Als kleinen Kritikpunkt habe ich nur, dass es hier und da minimale Längen gab, aber das ist wirklich meckern auf sehr hohem Niveau.
                      Um zuletzt noch einmal auf meine Frage vom Anfang zurückzukommen: "Reservoir Dogs" ist in der Tat ein sehr gelungener Film und das nicht nur, weil Quentin Tarantino später sehr erfolgreich wurde. Klar wuchs die Aufmerksamkeit für den Film mit der Popularität des Regisseurs, doch seine Qualität lässt sich einfach nicht leugnen.

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                      • 8

                        Kultregisseur Quentin Tarantino legt mit "Reservoir Dogs" ein tolles Debüt hin. Aberwitzige Dialoge, kompromisslose Härte und eine interessante Inszenierung machen dieses Werk absolut sehenswert. Des Weiteren wie für Tarantino üblich ein cooler Soundtrack und ein super Cast.
                        Abzüge gibt es für eine etwas zu lang geratene Laufzeit und die daraus resultierenden gelegentlichen Längen. Das jedoch nur Jammern auf hohem Niveau, sehr empfehlenswert.

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                        • 10

                          Witzig, spannend und bissig wie wilde Hunde.
                          Dieser kleine aber feiner Film von Quentin Tarantino glänzt mit genialen Dialogen, genialen Hauptdarstellern und einem interessanten Aufbau der Handlung.

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                          • 9 .5

                            Ich weiß noch genau, wie ich in dieser ranzigen Videothek stand mit der VHS-Hülle in der Hand. Keitel, Roth,Buscemi und die anderen Kapauken alle in schnieken Anzügen. Gleich 3 meiner damaligen Lieblingsschauspieler in einem Film. Ein Gangsterfilm? Die sehen aber gar nicht wie Gangster aus! In diesem Laden hatte ich nur Gurken gezogen, scheiß drauf, ich brauche neues Futter. Mit Fieber ohne Film würde das einer der langweiligsten Tage des Jahres werden, mein Amiga 500 war erst eine Woche vorher abgeraucht. Mit Popoulus, North and South und International Karate+ die Kranktage zu überstehen war also nicht drin.
                            Also flugs zurück in die Zivi-WG, noch schnell den Brocken Schleim abgehustet, jetzt kann langsam die Langnese-Werbung kommen...
                            Die Madonna-Diskussion. Sind das coole Gangster, oder spinn` ich? Diskutieren die Typen ernsthaft über Papa don`t preach? Dann der Streit um das Trinkgeld, bei dem Buscemi, der Jammerlappen, natürlich den Schwanz einzieht. Und jetzt fing der Film erst eigentlich an. Der coole 70er Jahre Song. Der Film hatte mich schon eingewickelt, mir war nur immer noch nicht klar was ich vor mir hatte. Spätestens nachdem (wieder Buscemi) sich über seinen Codenamen Mr Pink beschwert, war ich hin und weg. Wie Tim Roth sich mit "körniger Granulatscheiße aus dem Seifenspender" auf seine Maulwurfaktion vorbereitet. Der zeitlich verschachtelte Überfall, die witzige und krasse Folternummer mit Tanzeinlage, der Song dazu, der üble Abgang von Roth und sein quälendes Gejammer, und Harvey Keitel im Gewissenskonflikt.
                            Nach dem Abspann hatte ich das Gefühl etwas Außergewöhnlichem beigewohnt zu haben. Ich konnte das allerdings nicht einordnen, so einen Gangsterfilm hatte ich mir immer gewünscht, aber es fühlte sich so fremd und ungewohnt an. Abends habe ich dann meine Zivikumpels einbestellt und den Film noch mal angeworfen, ohne was zu sagen. Jede Szene, jeden Dialog habe ich verschlungen und die Jungs waren puterrot im Gesicht vor Lachen. Reservoir Dogs !!!!!!
                            Eine Woche später habe ich dann rausgekriegt wer Eddie Bunker war (hat das tolle Drehbuch zu Animal Factory geschrieben), und was es mit diesem Tarantino-Typen auf sich hat. War ohne Internet gar nicht so einfach. Der war ja nun ein völlig unbeschriebenes Blatt. Die Interpreten von den Songs kannte niemand, schon wieder Recherche. Zum Glück hat mir der Typ aus dem winzigen Plattenladen in der Schanze weitergeholfen, Reservoir Dogs? die Band kannte sonst keiner ;-)
                            2 Jahre später sind wir mit 10 Mann zu Pulp Fiction gegangen, Reservoir Dogs hatte ich jedem aufgedrängt und alle standen auf den Film. Breit grinsend warteten wir auf den Vorspann, der größte Teil der Kinobesucher hatte keine Ahnung was da auf sie zukommt....

                            Reservoir Dogs gefiel mir schon immer einen Zacken besser als Pulp Fiction. Die Pointensicheren Dialoge, viel weniger abgedrehte Situationen, eine Spur ehrlicher und glaubwürdiger für einen Gangsterfilm. Wie auch immer, den Tag an dem ich Reservoir Dogs zum ersten mal gesehen habe, den werde ich wohl nie vergessen :-)

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                              cycloo77 04.10.2015, 02:51 Geändert 04.10.2015, 11:30

                              Die Geburtsstunde eines Regie Genies.

                              QUENTIN TARANTINO - Ein Gütesiegel!

                              Unfassbar gut besetzter, Kompromissloser
                              Action Thriller Drama.

                              Michael Madsen's brutalo Dancing/Gesangseinlage "ich Schneid dir ein Ohr ab", ist für mich Legendär.

                              Auch der Mexican Standard Showdown am Ende ist unvergessen.

                              Der absolute Kultfilm!

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                              • 7 .5

                                "Habe 'n paar Bullen erwischt." - "Hast du jemanden erschossen?" - "Ein paar Bullen." - "Keine richtigen Menschen?" - "Nur Bullen."

                                Schon lange keinen Tarantino mehr gesehen und umso mehr habe ich diese Dialoge genossen. Und da sind wir auch schon bei der größten Stärke dieses Films. Diese schon philosophisch anmutenden Dialoge, wie z.B. zu Beginn am Tisch über Themen wie Trinkgeld oder Musiktitel, sind absolute Merkmale für Tarantino und immer wieder einige Schmunzler wert.
                                Wenn ich ehrlich bin, war aber alles andere am Film nicht wirklich herausragend. Der Cast ist zwar nicht schlecht, aber eben auch nicht richtig gut. Die geben alle nur einen sehr soliden Part ab.
                                Die Suche nach dem Verräter gestaltet sich jetzt auch nicht unbedingt als enorm spannend. Die Rückblenden, in denen die einzelnen Charaktere vorgestellt werden, nehmen mMn zusätzlichen Schwung heraus.
                                Auch in Sachen Charakter(entwicklung) tut sich in diesem Streifen nicht so viel, wie ich das von Tarantino gewohnt bin. Das Schicksal der Personen hat mich nicht wirklich getroffen.

                                Das ist zwar alles Meckern auf hohem Niveau, aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich von dem Film mehr erwartet habe, als nur einen guten Heist-Krimi. Trotzdem muss man eindeutig von einem gelungenen Regiedebüt seitens Tarantinos sprechen.

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                                • 8
                                  expendable87 17.08.2015, 16:26 Geändert 17.08.2015, 16:28

                                  Joe Cabot: 'Hier sind eure Namen: Mr. Brown, Mr. White, Mr. Blonde, Mr. Blue, Mr. Orange...und Mr. Pink!'
                                  Mr. Pink: 'Warum bin ich Mr. Pink?'
                                  Joe: 'Weil du ne Schwuchtel bist, ist das klar!?'
                                  Mr. Pink: 'Wieso dürfen wir die Farben nicht aussuchen?'
                                  Joe: 'Auf gar kein Fall, ich hab's versucht, das funktioniert nicht...dann hast du vier Kerle, die sich darum streiten, wer Mr. Black sein darf!'
                                  ... ... ... ... ... ...
                                  RESERVOIR DOGS...Quentin's Geniestreich Numero Eins und Vorbild für alle nachkommenden Bravurstücke des weltberühmten Kult-Regisseurs!
                                  ...
                                  Das mit wenig Budget produzierte und durch vielseitiges Talent geprägte, blutige aber nicht übermäßig brutale Heist-Movie zeichnet sich unter anderem durch seine von anregenden Dialogen bestärkte Charakter-Zeichnung und seinen hochkarätigen, wie auch hervorragend funktionierenden Cast aus...nicht zu vergessen, der eigens schwarze Humor, welcher in keinem 'Tarantino' fehlen darf!
                                  ...
                                  Die exzellente Auswahl an 70er Hits bildet mehr als nur das i-Tüpfelchen über dem Tarantino...denn auch der unkonventionelle musikalische Part ist in tarantinischen Werken ein bedeutendes Markenzeichen!
                                  ...
                                  Zur Freude seiner Fans tritt der Meister seines Fachs persönlich vor die Kamera...in seiner kleinen, eher unbedeutenden Rolle als Mr. Brown (was, wie er selber sagt, sehr nach Mr. Scheisse klingt) verpasst er dem aufregenden und kurzweiligen Gangster-Coup schließlich noch das gewisse Etwas!
                                  ...
                                  Mr. Pink: 'Hast du jemanden getötet?'
                                  Mr. White: 'Auch'n paar Bullen!'
                                  Mr. Pink: 'Keine richtigen Menschen?'
                                  Mr. White: 'Nur Bullen!'
                                  ...
                                  8 / 10 abgeschnittene Ohren für TARANTINO'S WILDE HUNDE
                                  ...
                                  OOGA-CHAKA OOGA-OOGA-OOGA-CHAKA...........................

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                                  • 9 .5

                                    Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Zweitbester Tarantino nach Django Unchained.

                                    • 10

                                      Ich würde den Film sogar vor pulp fiction stellen ist der beste Film von quentin tarantino

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                                      • 8

                                        Ein sehr guter Film, der besonders durch seine unerwarteten Szenen geglänzt hat. Warum er FSK 18 ist mir nicht klar, vielleicht wegen der kurzen Folterszene, vielleicht auch, weil Tarantino am Ende alles mit Kunstblut übergossen hat. Wer Fan von Quentin Tarantino ist, der sollte diesen Film nicht verpassen.

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                                        • 9

                                          Ich schwanke zwischen Reservoir Dogs und Pulp Fiction welcher der beste Film von Tarantino ist. Aber ich glaube Reservoir Dogs ist doch ein kleines bisschen besser als Pulp Fiction.

                                          • 8

                                            Der erste Schlag des damaligen Regieneulings Quentin Tarantino schickt bereits den Großteil seiner erfahreneren Konkurrenz locker auf die Bretter. Reservoir Dogs bietet trotz klar Sichtbarem schmallem Budget eine straffe auf engem Raum spielende durchdachte Story welche den Zuschauer einfach fesselt und über die komplette Laufzeit bei der Stange hält. Praktisch wie alle Filme von QT absoluter Kult.

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                                            • 8

                                              Der einzige Tarantino, der mir gefällt.

                                              • 8

                                                Schon in seinem Regiedebüt lässt Tarantino seine heutigen Stärken aufblitzen: Exzentrische Charaktere, unterhaltsame Dialoge, ungewohnte Kameraperspektiven, exzessive Gewalt und nicht zu vergessen das Gefühl für einen passenden Soundtrack. Die Story bzw. die Art, wie diese erzählt wird, ist mein einziger Kritikpunkt an Tarantinos Erstling. Der Plot nimmt leider erst nach ungefähr der Hälfte der Laufzeit an Fahrt auf - und ist auch dann nur durchschnittlich. Dennoch ist Reservoir Dogs insgesamt - dank der "Tarantino-Trademarks" - kurzweilig und zu keinem Zeitpunkt langatmig. Er kommt allerdings qualitativ nicht an spätere Tarantino Werke wie Pulp Fiction oder Jackie Brown ran und für mich der "schwächste" seiner Filme (wobei ich Death Proof noch nicht gesehen habe).

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                                                • Juhuuuuu gleich wird Mister Blond vergnügt das Radio aufdrehen
                                                  und ein belustigendes Tänzchen aufführen, während er foltert und sein Opfer verhöhnt.

                                                  Was sich wie eine unmenschliche verachtenswerte Szene aus dem Guantanamo Bayview Hotel anhört ist kulturell anscheinend das beste, was unsere Generation
                                                  zu bieten hat. Gewaltexzesse und Folterpornografie, Martial läßt grueßen ;)

                                                  • 9 .5

                                                    Dooooctor is there nothing i can take... uhuuuu !

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