Reservoir Dogs - Kritik

US 1992 Laufzeit 99 Minuten, FSK 18, Drama, Thriller, Kinostart 10.09.1992

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Kritiken (8) — Film: Reservoir Dogs

kobbi88: Die Drei Muscheln

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10.0Lieblingsfilm

ADVENTS-WICHTEL-GIB-KOMMIS-UND-LIEBE-STATT-HASS-UND-KEINE-KOMMIS-AKTION,
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Advent, Advent, der Projektor brennt. Und wenn der mal brennt, dann richtig. Diese Nitrobänder – uiuiui… wenn ich nur wüsste, von welcher Gottheit ich diese Information erhalten habe…hm…

Naja, wie dem auch sei: Hier ist mein bescheidener Beitrag zur Aktion (übrigens, wer jetzt noch auf den Zug aufspringen will und an den übrigen Adventswochenenden einem anderen MPler eine kleine Freude in Form eines Kommentars machen will, der soll sich doch bitte bei Andy Dufresne melden.)

Und dieser Beitrag ist für
*Trommelwirbel*

♥ HulktopF ♥

Gesacht hat er ja, es soll n Lieblingsfilm werden. Yay, geil :D Und wer mich kennt, der weiß: DAS WIRD SEHR LANG!!
Also, let’s go.
----------------------------------------
Was würdest du tun, wenn du mit fünf anderen Typen, die du davor noch nie gesehen hast, einen Juwelenraub durchziehen sollst? Und was, wenn dieser aber so richtig in die Hose gehtt und euch die Bullen nun auf den Fersen sind? Wem kannst du noch vertrauen? Und warum?

Harvey Keitel:
Mr. White, der alte Hase.

Ja, mit diesen Fragen beschäftigt sich einer der besten Debütfilme überhaupt, nämlich „Reservoir Dogs“. Denn sechs Typen mit schwarzen Anzügen wurden von Joe Cabot und seinem Sohnemann, dem schönen Eddie, beauftragt, Juwelen zu klauen. Aber halt, das erfährt man ja erst später, denn davor kriegt man mit, dass irgendwas an einem Plan schief gelaufen ist und ein junger Kerl im Anzug heftig blutend von einem anderen Typen, ebenfalls im Anzug, in ein altes Lagerhaus gebracht wurde. Moment, auch so fängt der Film ja gar nicht an. Es beginnt mit einem Gespräch in einem Frühstückscafé. Über die zu niedrigen Gehälter der Kellnerinnen und Trinkgelder. Über „Like a Virgin“ und dicke, wirklich dicke… Adressbücher mit Frauennamen drin. Oder so.

Edward Bunker:
Mr. Blue, der noch ältere Hase, der aber kaum ne Rolle spielt.

Verwirrt? Das denke ich mir. Der junge Regisseur (Mist, Name vergessen) schafft bei seinem Debütfilm eine Erzählstruktur, die er in dieser Genialität in keinem seiner späteren Filme mehr erreicht hat. Auch wenn er immer wieder die Teile der Filme zu einem Ganzen zusammensetzt (enttäuschend in dieser Hinsicht: „Django Unchained“), so schafft er hier mit einer so durcheinandergeworfenen Erzählweise, den Zuschauer bei Laune zu halten, dass es eine wahre Pracht ist. Rückblenden, Zeitsprünge, alles irgendwie episodenhaft zusammengebastelt, dass es ein Gesamtkunstwerk ergibt, das alleine schon ausreichen würde, um den Zuschauer an den Film zu fesseln. Da kommen auch die späteren Filme nicht ran. Obwohl die auch oft toll erzählt sind.

Lawrence Tierney:
Joe Cabot, der dicke Boss.

Ein Hauptdarsteller sind die verdammt nochmal genialen Dialoge. Sprüche, die zum totalen Kult wurden („Are you gonna bark all day, little doggy, or are you gonna bite?“). Alltagsgeplappere, krude Theorien über Madonna-Songs, ein bisschen sozialkritische Töne über die unfaire Bezahlung von Kellnerinnen, Geschichten über Drogendeals und lustig-spannende Situationen. Emotionale Gespräche, manchmal aus Angst, aus Schmerz, aus Hass. Ach, eigentlich fast alles wird in den Gesprächen gesagt und vor allem: die beinahe komplette Story wird in Gesprächen nachträglich Stück für Stück zusammengesetzt. Ein sehr dialoglastiger Film, klar. Aber der Regisseur (mann, wie heißt er denn noch gleich) kriegt es hin, diese Dialoge wie aus dem echten Leben zu gestalten, so dass sie nicht eine einzige Sekunde künstlich oder gar unpassend wirken – obwohl so vieles dvon belanglos ist.

Michael Madsen:
Mr. Blonde, der Psychopath.

Nachdem die Gespräche ein Hauptdarsteller sind, so ist die Musik ein zweiter. Manchmal wirkt der Film mit seinen genialen 70er Jahre Soundtrack fast schon wie ein Musikvideo. Ein schmutziges, alt wirkendes, irgendwie nicht ganz scharfes Musikvideo, aber es wird getanzt, sich im Takt und Rhythmus der Musik bewegt – und die Songs gehen einem ins Ohr und schaffen es teilweise sogar, den Zuschauer auf seinem Sofa ein bisschen mitwippen zu lassen. Aber selbst wenn man ruhig sitzen bleibt: Cool sind die Lieder alle und so untermauern sie die coole Atmosphäre des Films eindrucksvoll. Dazu kommt, dass, wie in vielen Musikvideos auch, die ein oder andere Hommage an große und kleine Filme des Vergangenheit eingebaut ist. Nicht zuletzt die Namen der sechs Schwarzanzuggangster, die der namenlose Regisseur aus dem tollen Film „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3“ übernommen und angepasst hat.

Kirk Baltz:
Marvin.

Marvin? War da nicht was? Achja: http://31.media.tumblr.com/9da72568a5e95d5de486ebac0e434d92/tumblr_mrn9y7rFGB1s7gykyo1_500.gif
Es scheint mir fast so, als ob der Autor des Films mal, vielleicht in seiner Jugend, von einem fiesen Jungen namens Marvin gehänselt wurde. So ein blöder kleiner mit Latzhose. Und das ist jetzt die Rache von… von… gibt’s doch nicht, wie heißt der Kerl?

Chris Penn:
Nice Guy Eddie, der schönste Trainingsanzug aller Zeiten.

Was auch noch toll ist: Der Film sieht roh aus. Neben den Gewaltdarstellungen, die ziemlich kalt und brutal sind, manchmal aber auch als groteske und fast schon psychopathische Folterszenen inszeniert werden, ist es vor allem diese teilweise Kammerspielartigkeit des Films. Die Haupthandlung spielt sich in einer Lagerhalle ab, was die Eingeengtheit, die Bedrängtheit und auch die nur begrenzten Auswege der Protagonisten symbolisiert. Dazu ist hier natürlich auch das angemessen schmuddelige Ambiente mit Dreck und Staub, was dem handmade-Film „Reservoir Dogs“ seinen unglaublichen Charme verleiht. Die Rückblenden übrigens, die finden nicht in der Halle statt, sondern in den verschiedensten Räumen, was durchaus auch eine gewisse (Entscheidungs-)Freiheit der Figuren symbolisieren kann, die sie durch den missglückten Überfall und die Flucht zu ihrem Treffpunkt (die Halle) eingebüßt haben. Außerdem sind sie plötzlich von ihren Partnern abhängig. Keine schöne Situation, denn wem kann man schon vertrauen, ein Verräter muss ja dabei sein.

Steve Buscemi:
Mr. Pink, der auch mit Mr. Purple einverstanden wäre, der aber weiterhin Mr. Pink heißen muss.

Achja, ganz kurz nur: es ist übrigens nicht nur die eingangs erwähnte Geschichte über einen missglückten Juwelenraub, die den Film so stark macht, sondern auch viele Themen, die damit angesprochen werden. Ver- und Misstrauen. Verrat. Gewalt und ihre drastischen Konsequenzen.

Tim Roth:
Mr. Orange, der junge Unbekannte.

Und dann sind da noch die Darsteller mitsamt ihren Figuren, die so sehr in ihren Rollen aufgehen, so natürlich spielen und damit den Figuren eine unglaubliche Tiefe geben, die kein (anderer?) Drehbuchautor der Welt so schreiben könnte. Diese Figuren haben wirklich bereits ein Leben gelebt, haben Vorurteile aufgebaut, haben Positionen eingenommen, Ideale und Prinzipien haben sie auch. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Sie hauen ihre Sprüche und Gespräche raus, sie bringen Gefühle rüber, Spannung, Witz und Brutalität. Wie, ich hab sie gar nicht genannt? Hey, schreib ich chronologisch oder was?

Quentin Tarantino:
Mr. Brown. Moment… Quentin Tarantino? Ja, so heißt er doch, der Regisseur. Der Drehbuchautor. Der Macher, das Mastermind dieses Films.

Von der Qualität, der Originalität und dem Coolnessfaktor her ist wohl „Pulp Fiction“ QTs bester. Vom Erfolg dürften es die beiden letzten Film gewesen sein. Aber in meinem Herzen wird „Reservoir Dogs“ immer die Spitzenposition innehaben.

Danke, lieber Quentin, für all deine Filme. Aber für diesen tollen Film besonders!

Kritik im Original 40 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 49 Antworten

Velly

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Ich komme jetzt endlich mal dazu, nach und nach alle Kommis der userwichtelaktion zu lesen.
Nach deinem Kommi habe ich direkt Lust den Film mal wieder anzuschauen :-)


kobbi88

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Dankesehr, Velly :) Genau das sollte er bewirken ;)


SoulReaver: CinemaForever;DieDreiMusche...

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7.0Sehenswert

[...] Danach geht „Reservoir Dogs“ erst so richtig los. Mittels Zeitsprüngen wird die lineare Erzählstruktur auf den Kopf gestellt. Zwischen den Sequenzen aus der Vergangenheit, die die Charaktere ein stückweit entfalten, und den Szenen in der Gegenwart, in der sich die Männer kein Wort mehr glauben können, zieht sich die Atmosphäre wie ein Reißverschluss zusammen und wartet auf die finale Explosion. Bis zum großen Schlussakkord, in dem Tarantino die Karten auf den sich legt und die Figuren in ihrer Anspannung in einem moralischen Dekret kollidieren lässt, hält sich die Spannung in jeder Minute konstant aufrecht. Mittels legerer Geschwätzigkeit und dreckiger Gewalt, spannt „Reservoir Dogs“ ein Netz aus Verrat, scheiternder Freundschaften und letzter Loyalität, die im Augenblick des Vertrauensmissbrauch, wenn die Physiognomie in schierer Unverfälschtheit badet, erblüht

Kritik im Original 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

SoulReaver

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Zu Der Weiße Hai und E.T. hab ich schon Kritiken verfasst. Und Indy 1-3 find ich toll. :)


Hartigan85

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Ah ok jetzt hab ich es gesehen, hatte sogar beide Kritiken geliked :) 7,5 Punkte für den Hai (Wobei das doch etwas wenig erscheint :D) und 8 Points für den niedlichen Alien. Und Indy <3


Mr.Film: City of Cinema

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8.5Ausgezeichnet

"Entweder er lebt nocht, oder er ist tot. Oder die Bullen haben ihn, oder nicht."

"RESERVOIR DOGS" hat einen hohen Unterhaltungswert für Leute die hier nicht unbedingt knallharte Action erwarten oder sehen wollen, sondern für Leute die auf typische QuentinTarantino-Dialoge stehen, die, solange sie auch gehen, nie langweilig werden. Diskussionen über Nutten oder Trinkgelder könnten nicht sympathischer und interessanter rüber kommen, öfters muss man einfach in sich hinein grinsen.
Das Intro gibt schonmal einen netten Vorgeschmack, der klasse Cast wird würdig vorgestellt und die Tore zum Erlebniss "RESERVOIR DOGS" werden geöffnet.
Von der Atmosphäre muss 'ich' wohl gar nicht erst anfangen, ich meine, zwischen den ganzen Mister's musste ich mich doch einfach pudelwohl fühlen. Achja, unter den ganzen Typen ist mein Nickname doch wirklich nicht mehr der peinlichste, Mr. Pink übernimmt meiner Meinung nach diesen Platz. Und ja, mir ist bewusst das 11 Mitglieder 'Mr.Pink' in ihrem Nick haben. Also nicht zu eng sehen.
Und Quentin, der alte Aufmerksamkeitssucher, kann es sich natürlich nicht entgehen lassen auch hier in eine kleine Rolle zu schlüpfen. Find ich natürlich nicht schlimm, ist immer wieder amüsant. Und dafür das es Quentins [vollständiges] Erstlingswerk ist, kann man absolut nicht meckern, selten kriegt ein Regisseur so einen Film beim ersten mal hin.
Das die Handlung etwas dünner ist, als man von Quentin gewohnt ist, störte mich nur zum Teil, die, wie gesagt, wiedermal grandiosen Dialoge habe da eine Menge rausgerissen. Und beim Ende musste ich auch etwas staunen, damit hab ich wirklich nicht gerechnet.

Auf ein baldiges wiedersehen, Mister.

18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Murphante

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ahhh ... den hab ich noch immer nicht gesehen =(


Mr.Film

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Für Quentin-Fans nur zu empfehlen :)


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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4.0Uninteressant

Ein Kultfilm? Kann sein, aber für mich nicht mehr als ein oftmals ziemlich nervige Verkettung von öden Dialogen, bornierter Coolness und gewaltätigen Posen. Zumindest ist der Soundtrack exzellent. Zum Glück konnte Tarantino einige Jahre später mit "Pulp Fiction" zeigen was er wirklich kann.

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Haschbeutel

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Touché!


maddes89

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Die Dialoge sind nicht sinnlos sondern dienen häufig der Charakterzeichnung


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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4.5Uninteressant

Quentin Tarantinos hoffnungslos über Wert gehandeltes Spielfilmdebüt -

Angelegt als popkulturelles Zitatkino scheitert "Reservoir Dogs" mehr als einmal an den archetypischen Fehlern solcher Konzeptionen: Zusammengesetzt aus Paraphrase, Adaption und Plagiat eiert sich der verzweifelt auf Kult kalkulierte Erstling wie ein cineastischer Flickenteppich über seine gesamte Laufzeit, und lässt dabei sowohl Finesse als auch Homogenität weitestgehend vermissen.

Es sind viele kleine Szenen, die mal positiv, mal negativ im Gedächtnis verhaftet bleiben, aber viel zu oft überwiegt das Gefühl, dass "Reservoir Dogs" sich nur mit sich selbst beschäftigt, und Tarantino einen Großteil seines Publikums einfach außen vor lässt - narrative Belanglosigkeit par excellence, die nicht durch den Umstand aufgewertet wird, dass sie so offensiv vom Macher umworben wird.
Letztendlich kann auch der größtenteil ordentliche Cast nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Drehbuch und Regie für vieles interessieren, aber ganz sicher nicht für empathiefähige Charaktere. Ein Malus, der nicht weiter schlimm wäre, würde die Gangsterbande wirklich als die überzeichneten Schlablonen durchgehen, die man aus den späteren Werken kennt, und als die sie vielleicht sogar angelegt waren - aber das zentrale WischiWaschi-Gehabe hinterlässt auch an dieser Stelle seine markanten Spuren, und führt zu Abzügen in der B-Note.

Als weiteres Problemkind offenbart sich das Zelebrieren von Gewaltexzessen, welches sich zwar zweifelsohne wie ein roter Faden durch das Œuvre des Videothekars zieht, hier aber größtenteil jedwedes Augenzwinkern und Überspitzen außer Acht lässt, und sich oftmals als unangenehm zynisch und menschenverachtend herausstellt.

Sicherlich gilt es den Mut zu honorieren, denn es höchstwahrscheinlich gekostet hat, von Corbucci bis Kubrick, von Madonna bis Blues Brothers, die gesamte Film- und Musikgeschichte einmal durch den Mixer zu drehen - aber: Selbst wenn man dieses als Alleinstellungsmerkmal durchgehen lässt, ein Qualitätsbeweis wird daraus noch lange nicht, und letzendlich offenbart es nur eines: "Reservoir Dogs" ist die Alpha-Version vom besseren "Pulp Fiction".

Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 19 Antworten

kahaujiko

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ich weiß genau waqs du meinst, hitman auf ski^^ ich war nur ein wenig milder in der bewertung, da ich bekennender anhänger des tarantinismus bin


Keyser_Söze

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Frage mich immer wieder wie man "richtige Kultfilme" wie "Pulp Fiction", von "auf Kult kalkulierte(n) Erstling(en)" wie "Reservoir Dogs" unterscheiden kann, zumal beide vom gleichen Regisseur sind.
Das würde ja bedeuten, dass Tarantino mit RD unbedingt einen Kultfilm schaffen wollte und bei PF nicht....


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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9.5Herausragend

[...] Das furiose Drama wäre auch ohne die brutalen Gewaltformen zu verstehen. Es ist glänzend inszeniert, die Schauspielkunst ist überragend. [...]

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Flibbo: Wie ist der Film?

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9.0Herausragend

[...] Wo hier beim ahnungslosen Zuschauer zunächst eine Irritierung, wenn nicht sogar Enttäuschung einsetzen mag, macht sich der Tarantino-Style bemerkbar, der trotz aller Referenzen und Inspirationen etwas so Eigenes ist, dass man es zwangsläufig in die Kategorie „herausragend“ stecken muss, da er auch wunderbar funktioniert und sehr clever und sorgfältig ausgearbeitet ist, und man sich als Zuschauer nur noch mit ihm anfreunden muss, um eben auch „Reservoir Dogs“ als kleines Meisterwerk zu akzeptieren. Wie in jedem Tarantino ist nicht die Geschichte der Knüller, sondern die Art, wie sie erzählt wird. Ein langer Einführungsdialog, der mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun hat, zeichnet die Charaktere. Im Anschluss machen die Charaktere sich auf in ihr Abenteuer, nach welchem man sich mit manchen von ihnen noch viel näher beschäftigt, und manche nicht wieder vorkommen, weil sie nämlich weg vom Fenster sind, frei nach dem Motto „C'est la vie“. Dabei zeigt sich die absolut unkonventionelle und gleichzeitig raue und pessimistische Art, mit der Tarantino seine Geschichte erzählt. [...]

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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8.5Ausgezeichnet

[...]Quentin »I love fuckin‘ with an audience« Tarantinos „Reservoir Dogs“ ist ein kompromissloses Stück Schund, im positiven Sinne. Bärstig, bärbeißig, bärenstark, wenn auch nicht jeder Dialog und nicht jede Einstellung den kompletten Rundschliff erhalten hat. Weniger, als die im Grunde frugale Geschichte, bleiben ihre außergewöhnliche Umsetzung, die Charaktere und ihr Handeln im Gedächtnis. Der klasse Soundtrack (dessen gewählter Einsatz ein weiteres Markenzeichen Tarantinos wurde), bestehend aus Songs aus den 70ern und der gelegentliche Einatz des fiktiven Radiomoderators K-Billy DJ und seinen Kommentaren aus dem Off, leisten ihren Beitrag zur Atmosphäre des Films, ebenso die Kameraführung von Andrzej Sekulas, der viel mit Totalen, Schwenks und Zooms arbeitet. Bühnenhaft direkt wirkt „Reservoir Dogs“ zumeist, eine Theateraufführung mit blutgetränktem Vorhang, die zu bannen weiß. »Was that as good for you as it was for me?« fragt Mr. Blonde, nachdem er dem Polizisten ein Ohr abgeschnitten hat. »Yes, it was«, antwortet man als Zuschauer, nachdem man ihm und seinen Kollegen zugesehen hat.[...]

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Kommentare (276) — Film: Reservoir Dogs


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filmfreak180

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Bewertung10.0Herausragend

6 Männer, ein Schauplatz. Dass ein Film nicht mehr braucht, um zu faszinieren, zeigt uns Quentin Tarantino in seinem Regiedebüt "Reservoir Dogs". Die Schauspieler und die Figurenkonstellation holen aus dem Film einfach alles raus, was nur geht! Ein grandioses Darstellerensemble und toll geschriebene Dialoge machen den Film zu einem echten Glanzstück der Filmgeschichte! Hier bedarf es eigentlich keiner großen Worte mehr, weshalb mein Kommentar diesmal auch ganz kurz gehalten wird...

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TheBosshammer

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die Brillianz dieses Filmes sieht man allein in den ersten Minuten. Wie kann Kaffee trinken so fesselnd sein? Eine Metapher von einem Song von Madonna und die Frage des Trinkgeldes. Pure Eleganz, Brillianz und Unterhaltung! Die Perfektion der Dialoge sieht man in fast jeder Szene. Der Cast ist absolut überragend: Harvey Keitel, Steve Buscemi, Michael Madsen und Tim Roth (um nur einige Namen zu nennen). Der Style ist klasse und die Musik absolut passend. Meine Lieblingsszene: Michael Madsen foltert, tänzelnd zur Musik, einen Polizisten. Typisch Tarantino. Ich find's geil. Zwei Zahlen - Ein Wort. 11 Punkte ;)

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swissroland

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich hab's jetzt zum 3. mal versucht, den Film gut zu finden. Aber ich bekomme das einfach nicht hin. Nach dem Ende des Filmes frage ich mich jedesmal, was soll an dem Streifen jetzt toll sein?
Sind die Schauspieler so garandios und ich hab's wieder nicht gemerkt? Nein sind sie nicht. Keitel, Madsen und Buscemi spielen so wie immer. Ihre Rolle halt, wie in vielen anderen Filmen auch. Ich glaub der Madsen kann eh ned anders.
Die Dialoge können es ja wohl auch nicht sein, die sind des öfteren uninteressant und langweilig.
Ist die Spannung unerträglich? Nein ist sie nicht, eher im Gegenteil, weil es mir einfach wurscht war, wer der Verräter ist. Zudem ist es eh relativ schnell klar, das es nur einer sein kann.
Die Atmosphäre? War es die, warum der Film so gehypt wird? Ne ganz sicher nicht.
Aber dann halt die vielen Wendungen, die die Klasse ausmachen. Na ja.
Dann kann es ja nur die Story sein. Die kann schon mal gar nix!
Ich bin ein grosser Fan von Q.T, aber bei diesem Film konnte man sich kaum vorstellen, wie gut der Mann mal werden würde.

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dannydiaz

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Der Rashomon-Effekt in Inversion und die krass lustigen Stimmen von Roth und Keitel, die ja sonst etwas tiefer sprechen.


swissroland

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Und das ist das, was den Film so fantastisch macht? Axo, da wäre ich alleine nicht drauf gekommen. Danke


AvonBarksdale

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Bewertung9.0Herausragend

Grandioses Erstlingswerk von Tarantino.
Obwohl vorwiegend nur gesprochen wird, wird der Film nie langweilig.
Die Story ist super durchdacht, der Film lässt den eigentlichen Höhepunkt (den Banküberfall) aussen vor und konzentriert sich nur auf das Treffen danach (und davor).
Mit seinem ersten Film zeigte QT damals schon sein Können und Talent und konnte so den Grundstein für eine hervorragende Karriere setzen.

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Bleecher

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Bewertung4.0Uninteressant

Habe gerade von Wikipedia gelernt, was ein Heist-Movie ist. Nun, das trifft hier den Nagel auf den Kopf.
Zuallererstmal handelt es sich hier um das Debütwerk von Quentin Tarantino, in dem der Regisseur auch als Schauspieler auftritt.
Ich habe den Film konzentriert wie immer verfolgt und konnte trotzdem nichts damit anfangen.
Zu Beginn des Filmes witzlose Debatten darüber, worum es in dem Madonna-Song Like a Virgin geht und ob das geben von Trinkgeld sinnvoll sei.
Acht Burschen mit seltsamen Abkürzungen als Namen legen nun los, um einen Diamantenhändler zu berauben. Das Vorhaben scheitert und es ist klar, das es unter den acht einen Verräter gibt.
Und so weiter. Es wird jede Menge mehr oder weniger sinnlos geschwätzt und eine gefühlte halbe Ewigkeit liegt in einer ausrangierten Fabrikshalle ein angeschossener Mann in einem blutgetränktem Hemd herum.
In einer Folterszene wird "Stuck in the Middle with you" von Stealers Wheel gespielt, was da so hinpasst wie ein Kuhfladen auf einen Perserteppich.
Übrigens Folterszene. Schon hier wird einem rohe Gewalt in einem Maß serviert, das einfach zuviel des guten oder besser gesagt, des schlechten ist. Einem Mann wird das Ohr abgeschnitten (ja ja. Die Kamera schwenkt weg. Aber dann sieht man trotzdem den Kopf, an dem das Ohr fehlt. Mann muß sich ja auch noch das Geschrei des gefolterten Mannes anhören)
Ich will sowas nicht sehen. Ich empfinde es als Zumutung. Diese Brutalität in seinen Filmen kreide ich Tarantino an. Was will er damit bezwecken? Die Kotzgrenze nach oben schieben?
Ich rechne den Debütfaktor an und gebe eine 4.0.

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Hoxton

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So schlimm war die Scene doch gar nicht.


Bleecher

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Mir hat es gerreicht.


kingdomsknight

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Bewertung4.5Uninteressant

Aufgrund meines Alters wieder mal ein 'Klassiker', den ich erst jetzt zum ersten Mal gesehen Habe. Vorher hatte ich von Tarantino nur Pulp Fiction und Django Unchained gesehen. Pulp Fiction war bzw. ist großartig und Django gefiel mir auch einigermaßen. Auch ähnliche Filme wie Heat und andere Klassiker wie der Pate gefielen mir gut. Daher war ich mir eigentlich schon sicher, dass ich mit diesem Film nichts falsch machen kann...

...Leider habe ich mich da sehr getäuscht! Dieser Film war für mich aufgrund der wirklich sehr vielen und meist unwichtigen Dialoge sowie des Mangels an Abwechslung einer der langweiligsten Filme, die ich bis jetzt gesehen habe. (Und das, obwohl er gerade ein mal 99 Minuten geht.)

Deshalb Leider, auch wenn mich jetzt wahrscheinlich einige hier hassen oder für verrückt erklären werden: Wertung 4,5
In der Hoffnung, dass mir die anderen Tarantino-Filme wieder besser gefallen werden. :)

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Troublemaker69

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Bewertung9.5Herausragend

"Ich sag euch, worum es in "Like a Virgin" geht. Dieser Song handelt von einem Mädchen, das auf einen Kerl mit einem großen Schwanz scharf ist. Das Ganze ist eine Metapher über große Schwänze."

Mit diesem Zitat beginnt Reservoir Dogs und dieser Spruch sagt schon sehr viel über die Dialoge des Streifens. Herrlich trivial und doch scheinbar natürlich schreibt Tarantino seine Dialoge ja sowieso und das wird bereits in seinem ersten Kinofilm "Reservoir Dogs deutlich.
Völlig unscheinbar und ohne großen Aufwand schuf Tarantino mit seinem Kinodebüt einen kleinen Gangsterfilm der großen Art.

"Endlich allein!"

...sagt Mr. Blonde kurz vor der berüchtigten Ohrenszene. Doch was macht dieses Szene so besonders?
Das ist zum einem Michael Madsen´s coole Darstellung des Psychopathen, zum anderen aber auch die Kameraführung und die Filmmusik. In der Szene lässt Tarantino den Blick vom Geschehen abweichen, so filmt er in der genannten Szene eine Tür statt der Handlung. Generell lässt Tarantino uns in seinem Streifen eher im Dunklen, so geht es die ganze Zeit um ein Verbrechen, dass man aber nie zu Gesicht bekommt. Die Erzählung ist nicht chronologisch und geht nur um die ganze Sache herum. Wir bekommen einen Film, dessen Handlung nur durch unser eigenes Denkvermögen sichtbar wird.
Ein weiteres Phänomen dieses Films ist der Soundtrack. Tarantino wählte Songs aus, die perfekt zu den Szenen passen und mit ihnen verschmelzen, es ist so, wie er gesagt hat, immer wenn man das Lied hört, denkt man an die Szene. So auch mit dem Song "Stuck in the middle with you" in der Ohrenszene oder mit "Green Bag" im Intro.

Tarantino´s Reservoir Dogs ist ganz große Kunst, die uns bereits das Können eines der größten Regisseure unserer Zeit darlegt.

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Martin Oberndorf

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Die haben Leonardo gelesen und sind reingestürmt.
Leonardo ist zwar ein Charakterdarsteller, aber da er so enorm berühmt ist, denken wohl viele, er macht große Blockbuster.
Mich wundert ohnehin warum einige in meiner Klasse, die mit Filmen GARNIX am Hut haben, völlig freiwillig in einen 3 Stunden Film über den Aufstieg und Fall eines Börsenmaklers gehen...


Troublemaker69

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Japp :D Da hab ich im Freundeskreis auch ein paar....ein Mal Di Caprio gelesen und gleich ging es ab ins Kino :D


Kohax

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Bewertung5.0Geht so

Ein absolut durchschnittlicher Film. Er hat mich nicht gelangweilt, aber Begeisterung löste er erst recht nicht aus... und das als Tarrantino-Fan.
Also für mich kommt der Streifen nie richtig in Fahrt. Es wird mir zu viel gesprochen, die Dialoge sind mir zu schwulstig und zu sehr darauf bedacht auch ja zu zeigen, dass man ja ganz viel Testosteron in sich hat und insgesamt finde ich das ganze viel zu hektisch. Erinnert mich so ein wenig an die Brunftzeit von Hirschen. Es wird geröhrt und gezeigt, wer das größte Geweih hat.
Die Geschichte an sich finde ich super, sie ist schlüssig und nachvollziehbar erzählt, die Schauspieler finde ich klasse, auch wenn einige Sachen übergeschauspielert waren, vor allem Micheal Madsen und Kirk Baltz fand ich spitze. Gerade letzterer hat mich sehr mitgerissen, obwohl er für die Geschichte eher unwichtig war.
Muss man sich jetzt nicht nochmal antun...

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LilQ

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"Erinnert mich so ein wenig an die Brunftzeit von Hirschen" witzig :)


Kohax

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Danke ^^


Cunicool

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Bewertung7.5Sehenswert

Sieben Gangster, ein Diamantenraub das schief läuft. Woher wusste die Polizei bescheid? Gibt es einen Verräter? Wer ist er? Wer hat die Diamanten? All diese Fragen werden in diesem spannenden Krimi-Thriller beantwortet. Viel spaß

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christopher.reichl.1

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Bewertung7.0Sehenswert

Bereits in Tarantions Debütfilm erkennt man seinen typischen Stil. Der von ihm bereits fast Kult gewordene abrupte, kurze Schluss wurde auch bereits in diesem Film von ihm verwendet.
Aber auch die Filmmusik, wie in fast allen Filmen Tarantions, ist einmalig und stellt die teils sehr makaberen Stellen des Films in ein ganz anderes Licht.
Leider gottes ist die Handlung etwas lahm und zieht sich über Teile des Films hin.
Aber auch die scheinbar endlos langen Dialoge prägen den Film. Auch bei der Location schein Tarantiono gespart zu haben, denn fast der ganze Film spielt in einer Lagerhalle, was aber genau das gewisse Etwas des Films ausmacht, und ihn somit unverwechselbar macht.
Aber ein durchaus gelungenes Werk des amerikanischen Regisseur.

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Moviegod

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Tarantino hat hier eben aus seiner damaligen Geldnot eine Tugend gemacht ^^


inceptionfan

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bereits in "Reservoir Dogs" kann man Tarantinos großes Talent sehen! Die Schauspieler sind zwar größtenteils unbekannt, aber spielen wirklich hervorragend. Auch hier hat man schon die für Tarantino typisch genialen Elemente: ungewöhnliche Erzählstruktur, großartiger Humor, teils ziemlich krasse Gewalt und vor allem geniale Dialoge (mein Favorit ist die Diskussion über die Decknamen am Ende)! Dennoch reicht "Reservoir Dogs" in meinen Augen nicht ganz an die späteren Filme heran, denn ich hatte mir von der Story ein wenig mehr erwartet! Unterhaltsam ist sie auf alle Fälle, aber ich finde, dass man die Auflösung wirklich erst am Ende hätte bringen sollen, denn damit wäre der Spannungsaufbau besser gelungen. Außerdem fande ich die Rückblenden teilweise ein wenig schleppend und in die Länge gezogen. Dennoch ist "Reservoir Dogs" zweifellos ein großartiger Film!
Fazit: "Reservoir Dogs" ist natürlich ein Muss für alle Tarantino-Fans, denn auch hier zeigt er schon sein Können, auch wenn es meiner Meinung nach bei der Story noch ein paar Reserven gibt.

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Davki90

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Bewertung7.5Sehenswert

Quentin Trantino's erster Film punktet mit einem Top Cast und jede Menge coolen Sprüchen. Die Handlung ist aber eher schwach, weil fast der ganze Film in einer Fabrikhalle spielt und manchmal kommen ein paar Rückblenden! Trotzdem gelungenes Erstlingswerk!

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CuchillaPitimini

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Bewertung10.0Herausragend

Es dürfte ungefähr 5 Jahre her sein, da habe ich Reservoir Dogs zum ersten Mal gesehn. Und ich war sofort von Tarantinos Stil begeistert, ohne überhaupt zu wissen, wer Tarantino ist und dass er tatsächlich einen besonderen Stil hat. Ohne zu wissen, dass es da noch sowas wie Pulp Fiction gibt - ja, ich war jung und unerfahren.
Der Film hat mich einfach fasziniert, so cool und brutal, so geniale Dialoge und diese Musik dazu. Diese Musik!
Seither habe ich den Film noch einige Male gesehen, heute mal wieder so ganz mädchenhaft mit Chips und Bier. Und immer noch finde ich ihn einfach megacool, finde die Charaktere cool, die Musik - ein herausragender Film mit Herzens-weil-Erinnerungs-Bonus = 10 Punkte!

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Mr.Magoo

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Bewertung2.5Ärgerlich

Ich bin gewiß kein Tarantino-Fan, auch geht mir der ganze Hype um ihn gehörig auf den Senkel, trotzdem habe ich wenigstens versucht, diesen Film möglichst unvoreingenommen zu betrachten. Nur die wenigen Szenen, in denen die Darsteller mal nicht gesprochen haben, waren für mich halbwegs erträglich. Nicht witzig, nicht originell, einfach nur unfassbar schlecht. 2.5 Punkte sind noch geschmeichelt.

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Zanto92

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Bewertung9.0Herausragend

Ich will hier einfach mal betonen JA es ist ein super Film Schauspieler, Action, Story passt alles!
Aber der Soundtrack ist doch nicht von dieser Welt? einer wenn nicht sogar Tarantinos bester Soundtrack!!

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TheNumber

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Bewertung9.5Herausragend

Tarantino inszeniert dieses quasi-Kammerspiel sehr fesselnd, was den Film in Kombination mit den super Dialogen kurzweilig und spannend macht. Tarantinos Take on Heistmovies wirkt frisch und weckt Neugier. Der Film bringt uns einige berühmte/ikonische Szenen und ist auch beim zweiten Mal noch unterhaltsam und sehenswert. Zählt meiner Meinung nach zu den Filmen, die man gesehen haben muss.

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jacker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tarantino #1 - 1992: RESERVOIR DOGS

"Joe: So you're Mr. White. Mr. Blonde. Mr. Brown. Mr. Blue. Mr. Orange. And you're Mr. Pink.
Mr. Pink: Why am I Mr. Pink?
Joe: Cause you're a faggot!"

Ein Kammerspiel-Heist-Movie, ohne den Heist.
Ein Thriller in dem 90 % der Zeit geredet wird, wovon 50 % der Zeit mit Schwanz-Metaphern in Madonna-Songs, Trinkgeld, Radiosendern und anderen Belanglosigkeiten gefüllt sind.
Eine Musikwahl, die durch ihren krassen Kontrast zu den Bildern fast schon Unbehagen auslöst.
Eine Kamera, die entscheidendes zum Großteil (aber eben nicht komplett) im Off passieren lässt.

Zum Auftakt seiner Karriere, hat Quentin schon klar gezeigt, dass er es anders machen will und wird. Das geht beim Script los (zu dem Tarantinos Kumpel aus Videothek-Tagen Roger Avary die Radiomoderationen beigesteuert hat), pflanzt sich über den exquisiten Cast fort und verfestigt sich endgültig in der Inszenierung. Hier sollen die Uhren anders, als im sonstigen Filmgeschäft ticken - eine Prämisse, die Film-Nerd Tarantino ganz locker und natürlich von der Hand geht. Er ist einer, der sich nicht bemühen muss anders zu sein, weil er stattdessen aus seinem kuriosen filmischen Liebhaber-Background heraus, eine ganz eigene (zugegeben sehr Recycle- und Mashup-artige) Sprache entwickelt hat.

RESERVOIR DOGS war zunächst ein Skript, mit dem er hausieren ging. Irgendwann las es Harvey Keitel, war begeistert, wurde gecastet und wollte den Film direkt produzieren, womit das Budget quasi als gesichert galt. Auch kümmerte Keitel sich um das Casting (wozu er Tarantino auf eigene Kosten nach New York einlud, weil der Pool an Gesichtern dort seiner Meinung nach unverbrauchter war). Das bescherte dem Cast den großartigen Steve Buscemi und den sogar noch etwas großartigeren Tim Roth - ein Glücksgriff also, denn obwohl jeder Schauspieler seinen wichtigen Teil leistet, sind die beiden doch im Dreieck mit dem übermenschlich großartigen Michael Madsen das absolute i-Tüpfelchen auf der schwarzhumorigen Sahnetorte (an deren eingebackenen Rost-Nägeln man sich doch bitte die Zähne ausbeissen möge).

Der Film beginnt in einem Diner, man sieht die Gangster-Truppe beim Quatschen, Herumalbern, Frühstücken und Kaffee trinken. Nicht über den anstehenden Coup, sondern über die Art von abgefahrenen Belanglosigkeiten, die später noch zu Tarantinos Markenzeichen werden sollten. Eine lange Szene die zwischen den Zeilen weit mehr vermittelt als jede Plot-dienliche Alternative es könnte: Der Charakter einer Person liegt in dem was sie sagt verborgen. Nicht nur in Gehaltvollem, sondern in Allem - das hat Tarantino erkannt und schafft es so, bereits durch die Grundsatzdiskussion über die Sinnhaftigkeit von Trinkgeldern einen Großteil der Bande um Mr. White, Mr. Blonde, Mr. Pink etc. zu charakterisieren.

Cut.

Geschwindigkeit, Chaos, ein Blutverschmierter Mr. Orange auf dem Rücksitz eines Ami-Schlittens, ein beherrschter Mr. White am Steuer, der ihm zuredet: " You're not gonna die in here!". Die beiden erreichen eine verlassene Lagerhalle, White schleppt Orange hinein, abgehetzt und ziemlich angepisst kommt auch Mr Pink an: "Was that a fucking set up or what?". Der Coup ging scheinbar mächtig schief. Wer hat wen auflaufen lassen, wer könnte die "rat" sein, wem aus dieser Gruppe namenloser Unbekannter kann man trauen, wem nicht? Um die Frage zu klären schiebt Tarantino neben den im Lagerraum stattfindenden Psychospielchen immer wieder Rückblenden ein, die die individuellen Geschichten der Ganoven erzählen. Kurz vor der Eskalation trifft dann Mr. Blonde ein und die Dinge nehmen eine entscheidende Wendung.

"Mr. Blonde: Are you gonna bark all day doggie? Or are you gonna bite?"

Tarantino hat damals schon verdammt laut gebellt: "Hier bin ich und so mache ich das" und auch gebissen, denn RESERVOIR DOGS ist ein Kracher von Film - schwarzhumorig, lässig, spannend, unangenehm berührend und überraschend. Struktur, Wirkung, Soundtrack und Style sind hier schon wirklich stark, der Cast spielt sich die Seele aus dem Leib und hätte Tarantino sich nicht noch später selbst übertroffen, läge die Vermutung nah, dass man es mit genau diesem Ansatz kaum besser machen kann.

Heute wissen wir: man kann - aber nicht wirklich viel.

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/05/04/reservoir-dogs-1992]

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jacker

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Thx, Andy!


Big_Kahuna

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Tarantino-Wochen bei jacker, so lob ich mir das, toll. ;)


Mr.Machete

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Schlichte aber geniale Geschichte, die durch einzelne Verschachtlungen abgerundet wird. Mr. Brown hat mal wieder klasse Arbeit geleistet, da die Tatsache,dass es wenig Budget gab fast nicht zum Ausdruck kommt. Der Punkt das der Hauptteil der Geschichte in einer Lagerhalle spielt schadet dem Film nicht sondern gibt ihm einen eigenen Stil. Ein toller Gangsterfilm mit einigen meiner Lieblingsfilmszenen: Die Laufszene nach dem Dinner untermalt von dem Titel "Little Green Bag", in der diese Gangsterattitude super zu Ausdruck kommt (auch durch die super Gespräche), und die Szene in der das Ohr von dem Polizisten durch Mr. Blonde abgeschnitten wird. Das Lied "Stuck in the middle with you" zeigt die groteske Art und Weise des Täters, der während dieser Aktion auch noch beginnt zu tanzen. Es war ein Muss diesen Soundtrack runterzuladen. Die Idee der Decknamen getrennt nach Farben finde ich absolut geil und eine gute Abwechslung. Für mich ist es der Beste Tarantino; für ihn war es ein großer Schritt ins Filmbuissnes. Zu Recht ist er einer meiner Lieblingsfilme.

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Erbinator

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Hab ihn grad zufaellig Heute wieder gesehen.Gleich auf 9 aufgewertet.Aber kleiner Einspruch:dies scheint mir doch eher ein Neo noir ,als ein gangster Film zu sein. ;)


Mr.Machete

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Aufwertung klingt doch gut :)


Oliver0403

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Bewertung6.5Ganz gut

Dass Tarantino ein Genie ist in fast allem was er gemacht hat, ist jedem der ihn kennt bekannt. Aber der Funke will bei mir bei seinem Erstling nicht so recht rüberkommen. Der Film ist nicht schlecht, aber kein Vergleich zu seinen Meisterwerken "Pulp Fiction" oder "Kill Bill". Liegt vielleicht auch an den Synchronstimmen. Die aus Pulp Fiction passen einfach besser zu Tim Roth und Tarantino selber. Und Mike Lehmann als Stimme für Michael Madsen passt auch nicht so richtig zu ihm. Zumal der Darsteller offenbar auch keinen Festsprecher hat.

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SilentAccount

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Bewertung9.5Herausragend

Auf wiedersehen, Kinder...

K wie Kult
Alle paar Jahre gibt es da diesen ganz speziellen Film, den keiner auf der Rechnung hatte und der oftmals ohne großes Budget oder Namen auskommt und trotzdem einschlägt wie eine cineastische Granate. Ein Film, der zitiertauglich von Dekade zu Dekade weitergereicht wird und gaaaaaaaaaaaaaaaaanz nah dran ist an diesem etwas, das man Perfektion nennt. Reservoir Dogs ist eines dieser Klein-Ode. Ein riesiges Filmzitat, gespickt mit eingängigen Figuren, einem ultracoolen Soundtrack, charismatischen und einnehmenden Darstellern sowie einer spannenden, teilweise aus der Not des Budgets, geborenen Handlung, die einfach sehr cool ist.
Reservoir Dogs ist der zu Film gewordene Samuel Jackson, es ist die ultimative Selbsbefriedigungsvorlage für Heist-Movie-Liebhaber, es ist der Film, welcher ein Lebensgefühl der Kriminalität der 90er versprüht....

Reservoir Dogs bellt nicht nur, es beisst auch!

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Dady

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Das nenne ich mal einen Kommentar!! ;)


Hornblower

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Schöne Einleitung auch!



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