Reservoir Dogs - Kritik

US 1992 Laufzeit 99 Minuten, FSK 18, Drama, Thriller, Kinostart 10.09.1992

  • 9 .5

    Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Zweitbester Tarantino nach Django Unchained.

    • 10

      Ich würde den Film sogar vor pulp fiction stellen ist der beste Film von quentin tarantino

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      • 8

        Ein sehr guter Film, der besonders durch seine unerwarteten Szenen geglänzt hat. Warum er FSK 18 ist mir nicht klar, vielleicht wegen der kurzen Folterszene, vielleicht auch, weil Tarantino am Ende alles mit Kunstblut übergossen hat. Wer Fan von Quentin Tarantino ist, der sollte diesen Film nicht verpassen.

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        • 9

          Ich schwanke zwischen Reservoir Dogs und Pulp Fiction welcher der beste Film von Tarantino ist. Aber ich glaube Reservoir Dogs ist doch ein kleines bisschen besser als Pulp Fiction.

          • 8

            Der erste Schlag des damaligen Regieneulings Quentin Tarantino schickt bereits den Großteil seiner erfahreneren Konkurrenz locker auf die Bretter. Reservoir Dogs bietet trotz klar Sichtbarem schmallem Budget eine straffe auf engem Raum spielende durchdachte Story welche den Zuschauer einfach fesselt und über die komplette Laufzeit bei der Stange hält. Praktisch wie alle Filme von QT absoluter Kult.

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            • 8

              Der einzige Tarantino, der mir gefällt.

              • 8

                Schon in seinem Regiedebüt lässt Tarantino seine heutigen Stärken aufblitzen: Exzentrische Charaktere, unterhaltsame Dialoge, ungewohnte Kameraperspektiven, exzessive Gewalt und nicht zu vergessen das Gefühl für einen passenden Soundtrack. Die Story bzw. die Art, wie diese erzählt wird, ist mein einziger Kritikpunkt an Tarantinos Erstling. Der Plot nimmt leider erst nach ungefähr der Hälfte der Laufzeit an Fahrt auf - und ist auch dann nur durchschnittlich. Dennoch ist Reservoir Dogs insgesamt - dank der "Tarantino-Trademarks" - kurzweilig und zu keinem Zeitpunkt langatmig. Er kommt allerdings qualitativ nicht an spätere Tarantino Werke wie Pulp Fiction oder Jackie Brown ran und für mich der "schwächste" seiner Filme (wobei ich Death Proof noch nicht gesehen habe).

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                • Juhuuuuu gleich wird Mister Blond vergnügt das Radio aufdrehen
                  und ein belustigendes Tänzchen aufführen, während er foltert und sein Opfer verhöhnt.

                  Was sich wie eine unmenschliche verachtenswerte Szene aus dem Guantanamo Bayview Hotel anhört ist kulturell anscheinend das beste, was unsere Generation
                  zu bieten hat. Gewaltexzesse und Folterpornografie, Martial läßt grueßen ;)

                  • 9 .5

                    Dooooctor is there nothing i can take... uhuuuu !

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                    • 8

                      "Mit dem linken Ohr muss ich mir was über Madonnas Schwänze anhören und von rechts brabbelst du mir die ganze Zeit was von deiner Japanerbraut vor!"

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                      • 9
                        Desmond42 09.03.2015, 20:54 Geändert 09.03.2015, 21:03

                        Da ich mittlerweile durch "Inglourious Basterds" und diesen Film hier fast schon zu sowas wie einem Tarantino-Fan geworden bin, möchte ich mich zu dieser Glanzleistung nun auch gerne mal ausführlicher äußern. Obwohl "Inglourious Basterds" meiner Meinung nach den besten Tarantino-Film darstellt, würde ich wohl "Reservoir Dogs" als meinen persönlichen Favoriten unter seinen Werken ansehen, da Tarantino hier Aspekte, die mich in ein paar seiner späteren Filme noch etwas stören, gänzlich auslässt. Somit ist "Reservoir Dogs" für mich der am wenigsten seinem Stil entsprechende seiner Filme, ähnlich wie "Memento" bei Christopher Nolan, womit die beiden großartigen Regisseure der heutigen Zeit mit gerade diesen beiden Filmen ein klein wenig in die Richtung des jeweils anderen gehen.

                        Was mich hier vor allem überrascht, ist, dass angeblich gerade diesem Tarantino-Film am ehesten vorgeworfen werden soll, Gewalt zu verherrlichen. Da liegt vermutlich daran, dass sie hier noch am extremsten wirkt, im Gegensatz zu der überspitzten und nicht ernstzunehmenden Darstellung in "Kill Bill", jedoch ist es gerade dieser Aspekt, der diesen Film meiner Meinung nach zu einer weitaus kritischeren und besser intentionierten Darstellung dieses Themas macht als ein paar wenige seiner späteren Filme. Denn wenn in "Kill Bill" Blut fließt, wird dieser Umstand bewusst übertrieben und seiner Ernsthaftigkeit beraubt, was zum Teil einen Unterhaltungsfaktor darzustellen scheint. Doch wenn in "Reservoir Dogs" ein Gangster erschossen oder ein Cop gefoltert wird, hat man als Zuseher keineswegs das Gefühl, dass da was Tolles passiert, man ist nicht unterhalten, sondern fühlt, was für schlimme Auswirkungen diese Taten haben können.

                        Auch sonst hat die Handlung einige intelligente Inhalte zu bieten, vor allem in den teilweise mit Tiefgang ausfallenden Rückblenden zu den einzelnen Hintergrundgeschichten der jeweiligen Charaktere, und mit der in falscher Chronologie ablaufenden Story wird zusätzliches Interesse erzeugt. Generell finde ich die Grundidee, lauter unterschiedliche Kriminelle, die sich nie zuvor gesehen haben, einen Überfall planen zu lassen, schon ziemlich spitze. Das Verhalten der Gangster, die sich ständig gegenseitig beschuldigen, und die Suche nach dem Verräter in den eigenen Reihen stellen dabei spannende Elemente dar, die überaus packend zu verfolgen sind. Der Soundtrack ist ebenfalls schon gut gewählt.

                        Am Genialsten ist für mich aber immer noch das Intro, wo Tarantino wieder mal meisterhaft Diskussionen über nichtssagende Themen zu überaus unterhaltsamen und gehaltvollen Gesprächen ausbaut, mit denen er über Viertelstunden hinweg das Interesse am Geschehen aufrechterhalten kann. In solchen Szenen kann ich mich teilweise sogar selbst wiedererkennen, denn in etwas genau diesem Stil laufen oft Gespräche in meinem Freundeskreis ab. Wie Tarantino bei sowas immer selbst als Schauspieler bei der Sache ist, ist in diesen Szenen dann immer noch ein zusätzlicher Reiz. All das macht "Reservoir Dogs" zu einem richtig genialen Film, der wohl für ein Erstlingswerk als fast unvergleichliche Leistung gelten könnte.

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                        • 6 .5

                          Hatte mir ehrlich gesagt mehr erwartet. Raffiniert ist der Aufbau der Story, der aber viel zu lange dauert, "Spoiler" die ersten 50 Minuten passiert nahezu nichts. Immerhin gewinnt der Film gegen Ende an Fahrt und das Staraufgebot ist beeindruckend. Summa Summarum hat mir Kill Bill klar besser gefallen, v.a. Teil 1.

                          • 9
                            Troublemaker69 27.02.2015, 18:33 Geändert 07.03.2015, 21:34

                            In den folgenden Tagen werde ich euch alle Filme vorstellen, bei denen Tarantino Regie führt.
                            Muss euch ja alle etwas Aufpeitschen, bevor dann bald endlich "The Hateful Eight" startet.
                            Heute starten wir mit Tarantino´s erstem noch erhaltenem Werk "Reservoir Dogs".

                            "Ich sag euch, worum es in "Like a Virgin" geht. Dieser Song handelt von einem Mädchen, das auf einen Kerl mit einem großen Schwanz scharf ist. Das Ganze ist eine Metapher über große Schwänze."

                            Mit diesem Zitat beginnt Reservoir Dogs und dieser Spruch sagt schon sehr viel über die Dialoge des Streifens.
                            Herrlich trivial und doch scheinbar natürlich schreibt Tarantino seine Dialoge ja sowieso und das wird bereits in seinem ersten Kinofilm "Reservoir Dogs deutlich.
                            Das Schöne an Tarantino´s Dialogen ist, dass sie so herrlich natürlich daherkommen, wie ein bisschen Smalltalk mit einem guten Kumpel.
                            Das Besondere an Tarantino´s Leinwand-Debüt, was ihn auch von allen anderen Filmen dieses Regisseurs unterscheidet ist die Einfachheit.
                            Reservoir Dogs ist nämlich nicht sonderlich aufwendig gemacht, lebt aber von einem einfach brillantem Drehbuch und einer ebenso genialen Inszenierung.

                            "Endlich allein!"

                            ...sagt Mr. Blonde kurz vor der berüchtigten Ohrenszene.
                            Doch was macht dieses Szene so besonders?
                            Das ist zum einem Michael Madsen´s coole Darstellung des Psychopathen, zum anderen aber auch die Kameraführung und die Filmmusik.
                            In der Szene lässt Tarantino den Blick vom Geschehen abweichen, so filmt er in der genannten Szene eine Tür statt der Handlung.
                            Generell lässt er uns in seinem Streifen eher im Dunklen, so geht es die ganze Zeit um ein Verbrechen, dass man aber nie zu Gesicht bekommt.
                            Die Erzählung ist nicht chronologisch, und geht nur um die ganze Sache herum, ein Stilmittel, dass auch in seinen späteren Streifen immer wieder aufgegriffen wird. . Wir bekommen einen Film, dessen Handlung nur durch unser eigenes Denkvermögen sichtbar wird. Der Streifen handelt also gar nicht vom Höhepunkt, sondern von dem Drumherum
                            Ein weiteres Phänomen dieses Films ist der atemberaubend gute Soundtrack, der nebenbei zu meinen liebsten Soundtracks überhaupt gehört.
                            Tarantino wählte Songs aus, die perfekt zu den Szenen passen und mit ihnen verschmelzen, es ist so, wie er gesagt hat, immer wenn man das Lied hört, denkt man an die Szene.
                            So auch mit dem Song "Stuck in the middle with you" in der Ohrenszene oder mit "Green Bag" im Intro.

                            Unterm Strich betrachtet ist Quentin Tarantino´s Reservoir Dogs in meinen Augen ein absolut brillantes Debüt, dass in die Geschichte einging und den Beginn der Karriere eines der meiner Meinung nach größten Genies unserer Zeit darstellt.

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                            • 10

                              JORAH SCHAUT TARANTINO #1
                              RESERVOIR DOGS

                              Damit ein Film bei meinen Lieblingsfilmen landet muss ich ihn eigentlich mindestens zwei Mal gesehen haben. Das ist so etwas wie ein ungeschriebenes Gesetz von mir. Der einzige Film, der das Herz schon nach der Erstsichtung bekommen hat ist Pans Labyrinth.
                              Und nun auch RESERVOIR DOGS.

                              Ich ging tatsächlich mit etwas gedämpften Erwartungen an den Film ran. Es heißt ja allgemein Pulp Fiction wäre der beste Gangsterfilm von Tarantino. DOGS hat meine Erwartungen aber sowas von übertroffen. Er ist erst um mein dritter Tarantino nach Django Unchained und Pulp Fiction und bis jetzt ist er eindeutig der beste. Bei DOGS handelt es sich auch um einen der wenigen Filme von denen ich wirklich sage dass er "perfekt" ist, denn es gibt nichts, wirklich nichts, was ich anders gemacht oder verbessert hätte. Das fängt an bei den perfekt besetzten Schauspielern (besonders Harvey Keitel und Michael Madson stechen für mich heraus. Madsons Tanzszene ist legendär cool) und endet bei einem der besten Soundtracks der Filmgeschichte. Echt jetzt, "Little Green Bag" hör ich grad schon die ganze Zeit rauf und runter.
                              Es wird ja oft angeprangert, dass Tarantinos Filme zu dialoglastig und somit für viele "langweilig" wären. Hier handelt es sich aber um reinstes "Dialog-Gold". Selten besseres gesehen/gehört.

                              "Warum bin ich Mr. Pink?" - "Weil du ne Schwuchtel bist, darum!"

                              "Hast du jemanden getötet?" - "Auch ein paar Bullen." - "Keine richtigen Menschen?" - "Nur Bullen."

                              "Weisst du was das ist? Das ist die kleinste Violine der Welt. Die spielt nur für die Kellnerin."(Hierbei stellt sich mir unweigerlich die Frage: Hat Spongebob wirklich Tarantino zitiert? o_O)

                              Das ganze ist eine riesige Quelle an endgenialen Zitaten, die mindestens genauso kultig sind wie der "Big Kahuna-Burger" oder "Say what Again" aus Pulp Fiction.
                              Herr Tarantino hat mit RESERVOIR DOGS schon am Anfang seiner Karriere ein echtes Meisterwerk geschaffen. Das meiner Meinung nach ultimative Heist-Movie.

                              Ich bin ja jetzt stolzer Besitzer der TARANTINO XX-Box auf Blu-Ray (mit allen seinen Filmen + True Romance) deswegen werden ab sofort regelmäßig Kommentare zu seinen Filmen von mir kommen. Als nächstes kommt dann True Romance wenn ich ihn gesehen habe, oder auch erst Pulp Fiction, schließlich ist ersterer ja kein offizieller Tarantino-Film. Freu mich schon drauf das ganze nachzuholen.

                              "Yeah, Lookin' back on the track for a little green bag..."

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                              • 10

                                mein liebster Tarantino überhaupt! wer noch nicht gekuckt der sollte sehen! KULT!!!

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                                • 8 .5

                                  Diesen Kultfilm zu bewerten ist nicht ganz so leicht. Die Schauspielkunst lässt bei dem ein oder anderem zu wünschen übrig, die Dialoge nehmen überhand, irgendwie wirkt es zäh, die Story ist zu einfach - und doch ist der Film im Großen und Ganzen respektables Kino welches man nicht missen möchte.
                                  Ich geb den Film ne glatte 8einhalb - und weiß eigentlich nicht genau weshalb...

                                  • 4 .5

                                    Ist irgendwie nicht mein Film. Es beginnt mit einem versautem Gespräch, darauf folgt ein kreischender Verletzter mit fast unerträglicher Synchro, abgeschlossen mit viel Blut. Die 4 gibt's wegen den genialen Songs, einer faszinierenden Szene, wegen dem lustigen Dialog über Codenamen und teilweise krassen und lustigen Situationen. Hab ich die genialen Songs schon erwähnt?

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                                    • 9 .5

                                      Seit ich den Film gesehen habe weiss ich endlich was Madonna damals gesungen hat.

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                                        Ali34 09.01.2015, 23:24 Geändert 09.01.2015, 23:25

                                        Wow! Völlig überrascht war ich von diesem Film. Großartige Handlung, grandiose Schauspieler und einfach die ganzen Anspielungen auf damalige Schauspieler, Filme und Musik aus den 70ern. Für mich Tarantinos bester, da ich kein Fan von Pulp Fiction war.

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                                        • 2

                                          Der Film ist nur noch eklig und viel zu blutlastig. Ganz schlimm war die Szene mit dem Ohr. Wie kann so etwas Kult sein?

                                          • 9 .5

                                            Klein, fein, schmutzig. Sehr verschachtelt die Story. Aber man begreift ihn, versteht ihn noch mit 2,4Promille.

                                            • 10

                                              Meines Erachtens der beste Tarantino.

                                              • 9 .5

                                                Lange versauerte die Special Edition von "Reservoir Dogs" in meinem DVD-Regal und nach der heutigen Sichtung stellt sich mir die Frage: WARUM ZUR HÖLLE HABE ICH DIESEN FILM NICHT SCHON VIEL EHER FÜR MICH ENTDECKT?!

                                                Altmeister Tarantino zeigt schon in seinem Kinodebüt Ansätze seiner komplett andersartigen Regiearbeit: Skurrile Charaktere, eine dialoglastige Handlung und Zeitsprünge, die den Zuschauer dazu zwingen sich zu konzentrieren, um ja nichts zu verpassen. Dazu muss man sagen, dass man diese Art von Film einfach mögen muss. Ich habe viele Freunde, die mit einem "Tarantino" überhaupt nichts anfangen können, ihn sogar als langweilig bezeichnen. Ich aber liebe seine Art und bin nach "Inglourious Basterds" und "Django Unchained" ein drittes Mal geflasht. "Pulp Fiction" tummelt sich bei mir auch noch irgendwo, der ist dann demnächst dran ;)

                                                Genug palavert, jetzt zu den tarantinoesken Einzelheiten von Reservoir Dogs:

                                                Die Story:
                                                Grundsätzlich geht es um einen Juwelierraub, der von sechs Männern mit den Decknamen Mr. White, Mr. Pink, Mr. Orange, Mr. Blonde, Mr. Blue und Mr. Brown begangen wird. Doch etwas läuft schief, die Polizei schlägt auf und alle sind sich sicher: Unter ihnen ist eine Ratte, die den Coup fast zum Scheitern gebracht hätte. An sich ist die Geschichte natürlich nicht sonderlich spektakulär, aber was Tarantino daraus macht, ist einsame Spitze.

                                                Skurrile Charaktere:
                                                Davon gibt es genügend und um es vorweg zu nehmen: Die sind allesamt hervorragend, authentisch und kein Stückchen drüber gespielt. Hervorheben möchte ich aber vor allem Michael Madsen als Mr. Blonde - die coolste Sau im ganzen Film. Abgebrüht, charismatisch und einfach nur geisteskrank. Ob mit Soda an einem Pfeiler lehnend oder tanzend zu den Klängen der 70er - Mr. Blonde könnte genauso gut Mr. Perfect heißen und ist mein persönlicher Held der "Reservoir Dogs". Aber auch Harvey Keitel, Steve Buscemi und Tim Roth als Mr. White/Pink/Orange sind perfekt besetzt. Selbst Tarantino als Mr. Brown hat eine kleine, wenn auch nicht anspruchsvolle Rolle.

                                                Die Dialoglastigkeit:
                                                Eine Eigenschaft, die Tarantino immer wieder vorgeworfen wird. Kann ich einfach nicht verstehen, schließlich handelt es sich hier ja nicht um irgendwelche wirren Sätze, sondern um das mitunter Beste, was ein Drehbuchautor je zu Papier gebracht hat, um die Creme de la Creme der Dialogkunst. Egal ob gerade über die Bedeutung von Madonnas "Like a Virgin" sowie die Relevanz von Trinkgeld philosophiert wird oder Mr. Orange seine Story vom Bahnhofsklo erzählt. Tarantino trifft immer den richtigen Ton und das ist schon die halbe Miete für einen DER Kultfilme aus den frühen 90er Jahren.

                                                Die Zeitsprünge (minimale Spoiler enthalten):
                                                Sich bei seiner ersten Regiearbeit an so eine Erzählstruktur heranzuwagen, zeugt schon von enormem Selbstbewusstsein. Die wie bereits erwähnt eher unscheinbare Story wird durch etwaige Flashbacks und weitere Spielchen mit der Zeit komplex erzählt. Ein Mittel, das Tarantino immer wieder gerne einsetzt, um seine Story aufzupimpen. Auch in "Reservoir Dogs" funktioniert das hervorragend. So wird beispielsweise gezeigt, wie die letztendlich wichtigen Charaktere zu diesem Job kamen und so einer nach dem anderen aus dem möglichen Kreis der Maulwürfe ausgeschlossen.

                                                Trotz wenig Action glänzt "Reservoir Dogs" mit Spannung, einer gewissen kammerspielartigen Enge, roher Gewalt und einem starken, zum Mitwippen einladenden Soundtrack. Wer mit Tarantinos Stil zurecht kommt, der kann mit diesem Streifen nichts falsch machen und wird genau wie ich enorme Freude an kurzweiligen 95 Minuten haben.
                                                Ich habe lange überlegt, ob ich die 10 Punkte gebe. Aber da warte ich lieber "Pulp Fiction" ab, vielleicht setzt der ja (wie viele behaupten) nochmal was drauf. Bis dato ist "Reservoir Dogs" jedenfalls der beste Tarantino, den ich bislang gesehen habe - sogar noch knapp vor "Django Unchained", der von mir ebenfalls 9,5 Pkt. bekommen hat.

                                                "Hey, why am I Mr. Pink?" - "Because you're a faggot."

                                                "Are you gonna bark all day little doggie? Or are you gonna bite?"

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                                                    Allein die Filmmusik macht diesen Film für mich schon so besonders! Tolle Songs, tolle Schauspieler, toller Film!