Reservoir Dogs - Kritik

US 1992 Laufzeit 99 Minuten, FSK 18, Drama, Thriller, Kinostart 10.09.1992

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Kritiken (8) — Film: Reservoir Dogs

kobbi88: Die Drei Muscheln

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10.0Lieblingsfilm

ADVENTS-WICHTEL-GIB-KOMMIS-UND-LIEBE-STATT-HASS-UND-KEINE-KOMMIS-AKTION,
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Advent, Advent, der Projektor brennt. Und wenn der mal brennt, dann richtig. Diese Nitrobänder – uiuiui… wenn ich nur wüsste, von welcher Gottheit ich diese Information erhalten habe…hm…

Naja, wie dem auch sei: Hier ist mein bescheidener Beitrag zur Aktion (übrigens, wer jetzt noch auf den Zug aufspringen will und an den übrigen Adventswochenenden einem anderen MPler eine kleine Freude in Form eines Kommentars machen will, der soll sich doch bitte bei Andy Dufresne melden.)

Und dieser Beitrag ist für
*Trommelwirbel*

♥ HulktopF ♥

Gesacht hat er ja, es soll n Lieblingsfilm werden. Yay, geil :D Und wer mich kennt, der weiß: DAS WIRD SEHR LANG!!
Also, let’s go.
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Was würdest du tun, wenn du mit fünf anderen Typen, die du davor noch nie gesehen hast, einen Juwelenraub durchziehen sollst? Und was, wenn dieser aber so richtig in die Hose gehtt und euch die Bullen nun auf den Fersen sind? Wem kannst du noch vertrauen? Und warum?

Harvey Keitel:
Mr. White, der alte Hase.

Ja, mit diesen Fragen beschäftigt sich einer der besten Debütfilme überhaupt, nämlich „Reservoir Dogs“. Denn sechs Typen mit schwarzen Anzügen wurden von Joe Cabot und seinem Sohnemann, dem schönen Eddie, beauftragt, Juwelen zu klauen. Aber halt, das erfährt man ja erst später, denn davor kriegt man mit, dass irgendwas an einem Plan schief gelaufen ist und ein junger Kerl im Anzug heftig blutend von einem anderen Typen, ebenfalls im Anzug, in ein altes Lagerhaus gebracht wurde. Moment, auch so fängt der Film ja gar nicht an. Es beginnt mit einem Gespräch in einem Frühstückscafé. Über die zu niedrigen Gehälter der Kellnerinnen und Trinkgelder. Über „Like a Virgin“ und dicke, wirklich dicke… Adressbücher mit Frauennamen drin. Oder so.

Edward Bunker:
Mr. Blue, der noch ältere Hase, der aber kaum ne Rolle spielt.

Verwirrt? Das denke ich mir. Der junge Regisseur (Mist, Name vergessen) schafft bei seinem Debütfilm eine Erzählstruktur, die er in dieser Genialität in keinem seiner späteren Filme mehr erreicht hat. Auch wenn er immer wieder die Teile der Filme zu einem Ganzen zusammensetzt (enttäuschend in dieser Hinsicht: „Django Unchained“), so schafft er hier mit einer so durcheinandergeworfenen Erzählweise, den Zuschauer bei Laune zu halten, dass es eine wahre Pracht ist. Rückblenden, Zeitsprünge, alles irgendwie episodenhaft zusammengebastelt, dass es ein Gesamtkunstwerk ergibt, das alleine schon ausreichen würde, um den Zuschauer an den Film zu fesseln. Da kommen auch die späteren Filme nicht ran. Obwohl die auch oft toll erzählt sind.

Lawrence Tierney:
Joe Cabot, der dicke Boss.

Ein Hauptdarsteller sind die verdammt nochmal genialen Dialoge. Sprüche, die zum totalen Kult wurden („Are you gonna bark all day, little doggy, or are you gonna bite?“). Alltagsgeplappere, krude Theorien über Madonna-Songs, ein bisschen sozialkritische Töne über die unfaire Bezahlung von Kellnerinnen, Geschichten über Drogendeals und lustig-spannende Situationen. Emotionale Gespräche, manchmal aus Angst, aus Schmerz, aus Hass. Ach, eigentlich fast alles wird in den Gesprächen gesagt und vor allem: die beinahe komplette Story wird in Gesprächen nachträglich Stück für Stück zusammengesetzt. Ein sehr dialoglastiger Film, klar. Aber der Regisseur (mann, wie heißt er denn noch gleich) kriegt es hin, diese Dialoge wie aus dem echten Leben zu gestalten, so dass sie nicht eine einzige Sekunde künstlich oder gar unpassend wirken – obwohl so vieles dvon belanglos ist.

Michael Madsen:
Mr. Blonde, der Psychopath.

Nachdem die Gespräche ein Hauptdarsteller sind, so ist die Musik ein zweiter. Manchmal wirkt der Film mit seinen genialen 70er Jahre Soundtrack fast schon wie ein Musikvideo. Ein schmutziges, alt wirkendes, irgendwie nicht ganz scharfes Musikvideo, aber es wird getanzt, sich im Takt und Rhythmus der Musik bewegt – und die Songs gehen einem ins Ohr und schaffen es teilweise sogar, den Zuschauer auf seinem Sofa ein bisschen mitwippen zu lassen. Aber selbst wenn man ruhig sitzen bleibt: Cool sind die Lieder alle und so untermauern sie die coole Atmosphäre des Films eindrucksvoll. Dazu kommt, dass, wie in vielen Musikvideos auch, die ein oder andere Hommage an große und kleine Filme des Vergangenheit eingebaut ist. Nicht zuletzt die Namen der sechs Schwarzanzuggangster, die der namenlose Regisseur aus dem tollen Film „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3“ übernommen und angepasst hat.

Kirk Baltz:
Marvin.

Marvin? War da nicht was? Achja: http://31.media.tumblr.com/9da72568a5e95d5de486ebac0e434d92/tumblr_mrn9y7rFGB1s7gykyo1_500.gif
Es scheint mir fast so, als ob der Autor des Films mal, vielleicht in seiner Jugend, von einem fiesen Jungen namens Marvin gehänselt wurde. So ein blöder kleiner mit Latzhose. Und das ist jetzt die Rache von… von… gibt’s doch nicht, wie heißt der Kerl?

Chris Penn:
Nice Guy Eddie, der schönste Trainingsanzug aller Zeiten.

Was auch noch toll ist: Der Film sieht roh aus. Neben den Gewaltdarstellungen, die ziemlich kalt und brutal sind, manchmal aber auch als groteske und fast schon psychopathische Folterszenen inszeniert werden, ist es vor allem diese teilweise Kammerspielartigkeit des Films. Die Haupthandlung spielt sich in einer Lagerhalle ab, was die Eingeengtheit, die Bedrängtheit und auch die nur begrenzten Auswege der Protagonisten symbolisiert. Dazu ist hier natürlich auch das angemessen schmuddelige Ambiente mit Dreck und Staub, was dem handmade-Film „Reservoir Dogs“ seinen unglaublichen Charme verleiht. Die Rückblenden übrigens, die finden nicht in der Halle statt, sondern in den verschiedensten Räumen, was durchaus auch eine gewisse (Entscheidungs-)Freiheit der Figuren symbolisieren kann, die sie durch den missglückten Überfall und die Flucht zu ihrem Treffpunkt (die Halle) eingebüßt haben. Außerdem sind sie plötzlich von ihren Partnern abhängig. Keine schöne Situation, denn wem kann man schon vertrauen, ein Verräter muss ja dabei sein.

Steve Buscemi:
Mr. Pink, der auch mit Mr. Purple einverstanden wäre, der aber weiterhin Mr. Pink heißen muss.

Achja, ganz kurz nur: es ist übrigens nicht nur die eingangs erwähnte Geschichte über einen missglückten Juwelenraub, die den Film so stark macht, sondern auch viele Themen, die damit angesprochen werden. Ver- und Misstrauen. Verrat. Gewalt und ihre drastischen Konsequenzen.

Tim Roth:
Mr. Orange, der junge Unbekannte.

Und dann sind da noch die Darsteller mitsamt ihren Figuren, die so sehr in ihren Rollen aufgehen, so natürlich spielen und damit den Figuren eine unglaubliche Tiefe geben, die kein (anderer?) Drehbuchautor der Welt so schreiben könnte. Diese Figuren haben wirklich bereits ein Leben gelebt, haben Vorurteile aufgebaut, haben Positionen eingenommen, Ideale und Prinzipien haben sie auch. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Sie hauen ihre Sprüche und Gespräche raus, sie bringen Gefühle rüber, Spannung, Witz und Brutalität. Wie, ich hab sie gar nicht genannt? Hey, schreib ich chronologisch oder was?

Quentin Tarantino:
Mr. Brown. Moment… Quentin Tarantino? Ja, so heißt er doch, der Regisseur. Der Drehbuchautor. Der Macher, das Mastermind dieses Films.

Von der Qualität, der Originalität und dem Coolnessfaktor her ist wohl „Pulp Fiction“ QTs bester. Vom Erfolg dürften es die beiden letzten Film gewesen sein. Aber in meinem Herzen wird „Reservoir Dogs“ immer die Spitzenposition innehaben.

Danke, lieber Quentin, für all deine Filme. Aber für diesen tollen Film besonders!

Kritik im Original 40 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 49 Antworten

Velly

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Ich komme jetzt endlich mal dazu, nach und nach alle Kommis der userwichtelaktion zu lesen.
Nach deinem Kommi habe ich direkt Lust den Film mal wieder anzuschauen :-)


kobbi88

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Dankesehr, Velly :) Genau das sollte er bewirken ;)


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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7.0Sehenswert

[...] Danach geht „Reservoir Dogs“ erst so richtig los. Mittels Zeitsprüngen wird die lineare Erzählstruktur auf den Kopf gestellt. Zwischen den Sequenzen aus der Vergangenheit, die die Charaktere ein stückweit entfalten, und den Szenen in der Gegenwart, in der sich die Männer kein Wort mehr glauben können, zieht sich die Atmosphäre wie ein Reißverschluss zusammen und wartet auf die finale Explosion. Bis zum großen Schlussakkord, in dem Tarantino die Karten auf den sich legt und die Figuren in ihrer Anspannung in einem moralisch Dekret kollidieren lässt, hält sich die Spannung in jeder Minute konstant aufrecht. Mittels legerer Geschwätzigkeit und dreckiger Gewalt, spannt „Reservoir Dogs“ ein Netz aus Verrat, scheiternder Freundschaften und letzter Loyalität, die im Augenblick des Vertrauensmissbrauch, wenn die Physiognomie in schierer Unverfälschtheit badet, erblüht

Kritik im Original 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

SoulReaver

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Zu Der Weiße Hai und E.T. hab ich schon Kritiken verfasst. Und Indy 1-3 find ich toll. :)


Hartigan85

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Ah ok jetzt hab ich es gesehen, hatte sogar beide Kritiken geliked :) 7,5 Punkte für den Hai (Wobei das doch etwas wenig erscheint :D) und 8 Points für den niedlichen Alien. Und Indy <3


Mr.Film: City of Cinema

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8.5Ausgezeichnet

"Entweder er lebt nocht, oder er ist tot. Oder die Bullen haben ihn, oder nicht."

"RESERVOIR DOGS" hat einen hohen Unterhaltungswert für Leute die hier nicht unbedingt knallharte Action erwarten oder sehen wollen, sondern für Leute die auf typische QuentinTarantino-Dialoge stehen, die, solange sie auch gehen, nie langweilig werden. Diskussionen über Nutten oder Trinkgelder könnten nicht sympathischer und interessanter rüber kommen, öfters muss man einfach in sich hinein grinsen.
Das Intro gibt schonmal einen netten Vorgeschmack, der klasse Cast wird würdig vorgestellt und die Tore zum Erlebniss "RESERVOIR DOGS" werden geöffnet.
Von der Atmosphäre muss 'ich' wohl gar nicht erst anfangen, ich meine, zwischen den ganzen Mister's musste ich mich doch einfach pudelwohl fühlen. Achja, unter den ganzen Typen ist mein Nickname doch wirklich nicht mehr der peinlichste, Mr. Pink übernimmt meiner Meinung nach diesen Platz. Und ja, mir ist bewusst das 11 Mitglieder 'Mr.Pink' in ihrem Nick haben. Also nicht zu eng sehen.
Und Quentin, der alte Aufmerksamkeitssucher, kann es sich natürlich nicht entgehen lassen auch hier in eine kleine Rolle zu schlüpfen. Find ich natürlich nicht schlimm, ist immer wieder amüsant. Und dafür das es Quentins [vollständiges] Erstlingswerk ist, kann man absolut nicht meckern, selten kriegt ein Regisseur so einen Film beim ersten mal hin.
Das die Handlung etwas dünner ist, als man von Quentin gewohnt ist, störte mich nur zum Teil, die, wie gesagt, wiedermal grandiosen Dialoge habe da eine Menge rausgerissen. Und beim Ende musste ich auch etwas staunen, damit hab ich wirklich nicht gerechnet.

Auf ein baldiges wiedersehen, Mister.

17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Murphante

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ahhh ... den hab ich noch immer nicht gesehen =(


Mr.Film

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Für Quentin-Fans nur zu empfehlen :)


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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4.0Uninteressant

Ein Kultfilm? Kann sein, aber für mich nicht mehr als ein oftmals ziemlich nervige Verkettung von öden Dialogen, bornierter Coolness und gewaltätigen Posen. Zumindest ist der Soundtrack exzellent. Zum Glück konnte Tarantino einige Jahre später mit "Pulp Fiction" zeigen was er wirklich kann.

17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Haschbeutel

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Touché!


maddes89

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Die Dialoge sind nicht sinnlos sondern dienen häufig der Charakterzeichnung


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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4.5Uninteressant

Quentin Tarantinos hoffnungslos über Wert gehandeltes Spielfilmdebüt -

Angelegt als popkulturelles Zitatkino scheitert "Reservoir Dogs" mehr als einmal an den archetypischen Fehlern solcher Konzeptionen: Zusammengesetzt aus Paraphrase, Adaption und Plagiat eiert sich der verzweifelt auf Kult kalkulierte Erstling wie ein cineastischer Flickenteppich über seine gesamte Laufzeit, und lässt dabei sowohl Finesse als auch Homogenität weitestgehend vermissen.

Es sind viele kleine Szenen, die mal positiv, mal negativ im Gedächtnis verhaftet bleiben, aber viel zu oft überwiegt das Gefühl, dass "Reservoir Dogs" sich nur mit sich selbst beschäftigt, und Tarantino einen Großteil seines Publikums einfach außen vor lässt - narrative Belanglosigkeit par excellence, die nicht durch den Umstand aufgewertet wird, dass sie so offensiv vom Macher umworben wird.
Letztendlich kann auch der größtenteil ordentliche Cast nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Drehbuch und Regie für vieles interessieren, aber ganz sicher nicht für empathiefähige Charaktere. Ein Malus, der nicht weiter schlimm wäre, würde die Gangsterbande wirklich als die überzeichneten Schlablonen durchgehen, die man aus den späteren Werken kennt, und als die sie vielleicht sogar angelegt waren - aber das zentrale WischiWaschi-Gehabe hinterlässt auch an dieser Stelle seine markanten Spuren, und führt zu Abzügen in der B-Note.

Als weiteres Problemkind offenbart sich das Zelebrieren von Gewaltexzessen, welches sich zwar zweifelsohne wie ein roter Faden durch das Œuvre des Videothekars zieht, hier aber größtenteil jedwedes Augenzwinkern und Überspitzen außer Acht lässt, und sich oftmals als unangenehm zynisch und menschenverachtend herausstellt.

Sicherlich gilt es den Mut zu honorieren, denn es höchstwahrscheinlich gekostet hat, von Corbucci bis Kubrick, von Madonna bis Blues Brothers, die gesamte Film- und Musikgeschichte einmal durch den Mixer zu drehen - aber: Selbst wenn man dieses als Alleinstellungsmerkmal durchgehen lässt, ein Qualitätsbeweis wird daraus noch lange nicht, und letzendlich offenbart es nur eines: "Reservoir Dogs" ist die Alpha-Version vom besseren "Pulp Fiction".

Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 19 Antworten

kahaujiko

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ich weiß genau waqs du meinst, hitman auf ski^^ ich war nur ein wenig milder in der bewertung, da ich bekennender anhänger des tarantinismus bin


Keyser_Söze

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Frage mich immer wieder wie man "richtige Kultfilme" wie "Pulp Fiction", von "auf Kult kalkulierte(n) Erstling(en)" wie "Reservoir Dogs" unterscheiden kann, zumal beide vom gleichen Regisseur sind.
Das würde ja bedeuten, dass Tarantino mit RD unbedingt einen Kultfilm schaffen wollte und bei PF nicht....


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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9.5Herausragend

[...] Das furiose Drama wäre auch ohne die brutalen Gewaltformen zu verstehen. Es ist glänzend inszeniert, die Schauspielkunst ist überragend. [...]

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Flibbo: Wie ist der Film?

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9.0Herausragend

[...] Wo hier beim ahnungslosen Zuschauer zunächst eine Irritierung, wenn nicht sogar Enttäuschung einsetzen mag, macht sich der Tarantino-Style bemerkbar, der trotz aller Referenzen und Inspirationen etwas so Eigenes ist, dass man es zwangsläufig in die Kategorie „herausragend“ stecken muss, da er auch wunderbar funktioniert und sehr clever und sorgfältig ausgearbeitet ist, und man sich als Zuschauer nur noch mit ihm anfreunden muss, um eben auch „Reservoir Dogs“ als kleines Meisterwerk zu akzeptieren. Wie in jedem Tarantino ist nicht die Geschichte der Knüller, sondern die Art, wie sie erzählt wird. Ein langer Einführungsdialog, der mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun hat, zeichnet die Charaktere. Im Anschluss machen die Charaktere sich auf in ihr Abenteuer, nach welchem man sich mit manchen von ihnen noch viel näher beschäftigt, und manche nicht wieder vorkommen, weil sie nämlich weg vom Fenster sind, frei nach dem Motto „C'est la vie“. Dabei zeigt sich die absolut unkonventionelle und gleichzeitig raue und pessimistische Art, mit der Tarantino seine Geschichte erzählt. [...]

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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8.5Ausgezeichnet

[...]Quentin »I love fuckin‘ with an audience« Tarantinos „Reservoir Dogs“ ist ein kompromissloses Stück Schund, im positiven Sinne. Bärstig, bärbeißig, bärenstark, wenn auch nicht jeder Dialog und nicht jede Einstellung den kompletten Rundschliff erhalten hat. Weniger, als die im Grunde frugale Geschichte, bleiben ihre außergewöhnliche Umsetzung, die Charaktere und ihr Handeln im Gedächtnis. Der klasse Soundtrack (dessen gewählter Einsatz ein weiteres Markenzeichen Tarantinos wurde), bestehend aus Songs aus den 70ern und der gelegentliche Einatz des fiktiven Radiomoderators K-Billy DJ und seinen Kommentaren aus dem Off, leisten ihren Beitrag zur Atmosphäre des Films, ebenso die Kameraführung von Andrzej Sekulas, der viel mit Totalen, Schwenks und Zooms arbeitet. Bühnenhaft direkt wirkt „Reservoir Dogs“ zumeist, eine Theateraufführung mit blutgetränktem Vorhang, die zu bannen weiß. »Was that as good for you as it was for me?« fragt Mr. Blonde, nachdem er dem Polizisten ein Ohr abgeschnitten hat. »Yes, it was«, antwortet man als Zuschauer, nachdem man ihm und seinen Kollegen zugesehen hat.[...]

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Kommentare (262) — Film: Reservoir Dogs


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SilentAccount

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Bewertung9.5Herausragend

Auf wiedersehen, Kinder...

K wie Kult
Alle paar Jahre gibt es da diesen ganz speziellen Film, den keiner auf der Rechnung hatte und der oftmals ohne großes Budget oder Namen auskommt und trotzdem einschlägt wie eine cineastische Granate. Ein Film, der zitiertauglich von Dekade zu Dekade weitergereicht wird und gaaaaaaaaaaaaaaaaanz nah dran ist an diesem etwas, das man Perfektion nennt. Reservoir Dogs ist eines dieser Klein-Ode. Ein riesiges Filmzitat, gespickt mit eingängigen Figuren, einem ultracoolen Soundtrack, charismatischen und einnehmenden Darstellern sowie einer spannenden, teilweise aus der Not des Budgets, geborenen Handlung, die einfach sehr cool ist.
Reservoir Dogs ist der zu Film gewordene Samuel Jackson, es ist die ultimative Selbsbefriedigungsvorlage für Heist-Movie-Liebhaber, es ist der Film, welcher ein Lebensgefühl der Kriminalität der 90er versprüht....

Reservoir Dogs bellt nicht nur, es beisst auch!

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Dady

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Das nenne ich mal einen Kommentar!! ;)


Hornblower

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Schöne Einleitung auch!


maroje.alchehabi

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Bewertung9.0Herausragend

Das Regie Debüt von Tarantino, der für mich mittlerweile auch schon als absoluter Klassiker gilt ! Die Dialoge sind wie man es eben von Tarantino kennt. Es ist ein dreckiger Gangster Film. Die Art wie der Film hier erzählt wird, macht ihn für mich auch so besonders.

Unbedingt anschauen !!

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Troublemaker69

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der erste Film von Quentin Tarantino, in dem sich schon die ersten stilistischen Besonderheiten seiner Arbeit bilden.
Der Film ist wirklich ziemlich spannend und die Dialoge sind atemberaubend, wenn auch nicht so gut wie in seinen späteren Werken Pulp Fiction und Kill Bill.
Die Darsteller agieren allesamt überzeugend.
Eine Empfehlung für alle Fans von Quentin Tarantino Filmen, vor allen, wenn man die Anfänge dieses Regisseurs sehen möchte.

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Zak

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

richtiger Schlitzohrgangsterfilm....
mein Lieblingstarantino der mich nach der ersten Sichtung völlig sprachlos im zurückgelassen hat

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timmoe

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Bewertung6.0Ganz gut

Tarantino liefert hier eine erste kleine "Pulp Fiction", die ganz gut funktioniert, aber nur andeutungsweise sein Talent zeigt und deren sämtliche Facetten in seinen weiteren Filmen noch perfektioniert wird.

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Tyler__Durden

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Bewertung3.5Schwach

Den Film gibt es hier wohl doppelt: http://www.moviepilot.de/movies/city-on-fire

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lieber_tee

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Zwischen sachlich und persönlich begründet, somit für mich nachvollziehbar. Allerdings bei aller berechtigter Kritik hätte ich auf Grund des Debüt-Faktors mehr Gnade walten lassen.


Nutella?!!

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- (3 Punkte reichen, diese These teile ich auch seit Jahren.)
-selbst wenn es sein eigener Einfall gewesen waere, aenderte das immer noch nichts an der unsympathisch aufdringlichen und zugleich langweiligen Art des Films und seiner Figuren.


BlackLevel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tarantinos Spielfilmdebüt ist ein dreckiges und raues Heist-Movie/Gangster-Drama, mit knüppel-trockenen Humor.

Als Kulisse diente eine Lagerhalle, da Tarantino zu diesem Zeitpunkt, nur ein relativ geringes Budget zur Verfügung stand. Dadurch hat "Reservoir Dogs", seine ganz eigene und unverkennbare Atmosphäre.

Die Figuren des Filmes, haben jeweils ihre unverwechselbare Charakteristik und wurden größtenteils auch passend besetzt. Besonders Michael Madsen, Steve Buscemi und Harvey Keitel, gefallen in ihren Rollen.

Die Dialoge sind bereits in seinem ersten Film, mitunter echt genial. Scheinbar so belangloses Zeug (Trinkgeld, Madonna-Song, etc..), so unterhaltsam zu verpacken, das hat schon was.

Für mich persönlich zählt "Reservoir Dogs" zusammen mit "Pulp Fiction", zu seinen stärksten Filmen.
Die Klasse die er damals hatte, hat er nie wieder erreicht.

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YellowheadAnimations

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Tarantinos Erstlingswerk war bis vor Kurzem der letzte, den ich nicht gesehen hatte. Diese Lücke habe ich nun geschlossen.
Tarantino erzählt in Reservoir Dogs in kammerspielartigem Setting eine seiner vielleicht interessantesten Geschichten. Während Pulp Fiction die verschachtelte, perfekte Umsetzung der Jagd nach dem MacGuffin mit genialen Dialogen und dem Spiel mit Raum und Zeit verband, vermittelt Reservoir Dogs den Eindruck eines simpleren Films- und ist doch schwieriger zu interpretieren.
Ein Heist-Movie, das den Überfall völlig ausklammert. Ein Gangsterfilm, der erst nach der Actionszene beginnt.
In der mikrokosmischen Fabrikhalle gelingt es Quentin Tarantino, in eine Story voller Gewalt, coolen Dialogen und fast ausschließlich Radiomusik, eine Gesellschaft zu beleuchten, in der Identität keine Rolle mehr spielt. Hierfür stehen sehr offensichtlich die Codenamen "Mr Pink", "Mr White", "Mr Brown", "Mr Blue", "Mr Orange" und "Mr Blonde". Den letzten Namen dieser Aufzählung kann man ruhig als Hommage an Clint Eastwood in "The Good, the Bad and the Ugly" betrachten, da sich der Film ohnehin mehrfach auf Italowestern bezieht. Zurück zur eigentlichen Interpretation: Gehen wir davon aus, dass Tarantino eine identitätslose Gesellschaft abbildet, so liegt der Rest der Interpretation wesentlich offener: Eine der Kernfragen ist die nach den Auswirkungen von Gewalt unter solchen Menschen. Gezeigt werden außerdem schonungslos die fatalen Auswirkungen von Misstrauen, wenn niemand etwas über den anderen weiß, niemand Rückhalt bei jemandem suchen kann, den er kennt. Die Fabrikhalle steht fast leer. Hier gibt es keinen Rückzugsort, ebenso wie allen Gangstern der menschliche Rückhalt fehlt.
Eine der bekanntesten Szenen des Films ist bis heute die Folterszene, in der "Mr Blonde", wie er selbst zugibt völlig ohne sinnvolles Motiv, einem wehrlosen Polizisten mit einem Rasiermesser ein Ohr abtrennt. Im Hintergund läuft Radiomusik, zu der der psychopathische Foltermeister ab und zu die Hüften bewegt. In Szenen wie diesen geht uns als Zuschauern die Gewalt wesentlich näher als in Filmen wie "Inglourious Basters". Wir fühlen mit dem jungen Mann, der weint, und sehen "Mr Bolnde" nicht als coolen, eiskalten Typen, weniger als frühe Form von Donnie Donowitz, und mehr als das was er ist, ein ekelhafter Mensch, dessen krnakhafter Sadismus grotesker Weise kindliche Züge annimmt.
Das kindische Verhalten der verbrecherischen Anzugräger drückt sich besonders in einer Szene aus, in der rückblendenartig die Verteilung der Codenamen zu sehen ist. Hinter den Sätzen der Männer, die wie Schuljungen vor einer Tafel hocken, verbirgt sich der kindliche Wunsch nach selbstbestimmter Identität: Natürlich möchte "Mr Pink" lieber anders heißen, sieht er sich selbst doch nicht gern als die "Schwuchtel", als die er von der Gruppe bezeichnet wird.
Schon nach 40 Minuten des Films macht Tarantino dem Zuschauer unmissverständlich klar, wer unter den Männern der "Bulle", der Verräter ist. Warum setzt er diesen Plot Point so früh, warum verschießt er sein Pulver nach der Hälfte des Films? Und in den nächsten Minuten wird dem Zuschauer plötzlich klar, wie sekundär die Suche nach dem Verräter für den Film eigentlich ist. Tarantino lehnt das in Kriminalfilmen etablierte "Whodunit"-Modell strikt ab, schließlich haben auch andere große Regisseure wie Alfred Hitchcock dieses Mittel zugunsten des wahren "Suspense"-Kinos als unwichtig betrachtet.
Nun stellt sich auch nicht mehr die Frage, aus welchem Grund sich Tarantinos Figuren, die allesamt für eine Sparte der Gesellschaft stehen, minutenlange Dialoge über "Like a Virgin" oder auch Trinkgeler führen: In diesem Film ist nicht die vordergründige Handlung, sind nicht die coolen Catchphrases der Schlüssel zum Verständnis- sondern die Beziehung der Männer in ihrem altmodischen Mirkokosmos- der Fabrikhalle. Vorhang auf für 99 Minuten hochspannendes Theater!

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Val Vega

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Bewertung9.0Herausragend

Tarantino-Werkschau #1

Endlich habe auch ich ihn gesehen! Tarantinos Erstlingswerk und gleichzeitig auch einer seiner besten! „Reservoir Dogs“ beginnt Tarantino typisch mit einer vollkommen sinnentleerten Diskussion unter Gangstern in einem Diner und zudem handelt es sich hierbei um eine der wohl besten Liedinterpretationen, die es so gibt. Dann stehen die Gangster auf, verlassen das Restaurant und einer der coolsten Titelsongs der Filmgeschichte fängt an zu spielen.

Lookin' for some happiness
But there is only loneliness to find
Jump to the left, turn to the right
Lookin' upstairs, lookin' behind, yeah!

Tarantino entfacht daraufhin das Feuerwerk seines einzigartigen Regiestils. Er führt uns schlagartig in das Geschehen ein. Der Zuschauer weiß noch gar nicht was eigentlich los ist, und schon befinden wir uns im Auto mit Mr. White und Mr. Orange, der verblutend hinten drinnen hockt.

Im Laufe des Films sehen wir – sozusagen – 5 Episoden. Die eine ist die eigentliche Handlung. Das heißt die Gangster nach dem schiefgegangenen Raub in der Lagerhalle die sich alle wortgewandt gegeneinander richten, sich wiederum verbrüdern oder gar mit ihren Waffen im besten Sinne eines „Mexican Stand-off“ gegeneinander richten. In den jeweiligen Rückblenden erzählt uns Tarantino die Geschichte der einzelnen Charaktere – Mr. White, Mr. Blonde, Mr. Pink und Mr. Orange – und wie sie jetzt im Moment zur Lagerhallen kamen. Diese hybride Erzählweise ist es wohl, was mir an ihm am meisten zusagt.

Well, I don't know why I came here tonight
I got the feeling that something ain't right
I'm so scared in case I fall off my chair
And I'm wondering how I'll get down those stairs

Gewalt ist wohl neben den komischen Dialogen ein Markenzeichen von Tarantino, das sich kompromisslos durch all seine Filme zieht. Meine Lieblingsszene im Film ist die Folterszene. In der Mr. Blonde seine Hüften zum genialen Song „Stuck in the middle with you“ von Stealers Wheel schwingt und dann in einem puren Anfall von Sadismus den armen Bullen verstümmelt.

“Listen kid, I'm not gonna bullshit you, all right? I don't give a good fuck what you know, or don't know, but I'm gonna torture you anyway, regardless. Not to get information. It's amusing, to me, to torture a cop. You can say anything you want cause I've heard it all before. All you can do is pray for a quick death, which you ain't gonna get.”

Gewalt zu verherrlichen wurde wohl kaum einem Tarantinofilm so stark vorgeworfen wie diesem hier. Doch gerade in dieser Szene kann man erkennen, dass Tarantino Gewalt auf keinen Fall zu verherrlichen versucht, sondern er zeigt uns wie fürchterlich es wohl sein muss, in der Rolle des Cops zu stecken, dessen letztes Stündlein im Angesicht des Psychopaten Mr. Blonde geschlagen zu haben scheint. Der Zuschauer versetzt sich in die Rolle des Polizisten hinein und fühlt die Gewalt, die ihm angetan wird.

Abschließend kann ich nur sagen, dass Tarantino uns mit „Reservoir Dogs“ sowohl eine Tragödie shakespear’schem Ausmaßes geschenkt hat, als auch einen tiefphilosophischen Gangsterfilm geschenkt hat. Als ich gestern zum ersten Mal Tarantinos Ersten sah fühlte ich mich wieder „Like a (Tarantino-) Virgin“

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razzo

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Bewertung9.5Herausragend

Welcher Regisseur startet seine Karriere schon mit Madonnas angeblichen Schwanzmetaphern?! Nein, Tarantinos Einstieg ins Biz hat so gar nichts von ''Like a Virgin''. Schon viel eher was von ''Like a BOSS''. Seht mich an, ich bin Quentin Tarantino und das ist mein Film. Meine Reggie. Mein Drehbuch. Mein Style. Sowas habt ihr noch nicht gesehen. Dafür habt ihr noch nicht mal ein Genre. Das ist Reservoir Dogs. Das ist Tarantino.

Und verdammt, er hat ja recht. Die Noten, die der Maestro in dieser Gangsterballade anschlägt, hat noch keiner so gespielt. Hart, dynamisch, kompromisslos und doch mit einer ganz eigenen Lässigkeit, die sich wie ein entspannter Evergreen aus den 70ern anhört und anfühlt. "K-Billy's Super Sounds of the Seventies" und ''Quentin's Super Movies of the Nineties''. Die coolste Filmfrequenz seiner Zeit. Auch weil der Low-Budget-Charme der 90er seinen Filmen so wunderbar zu Gesicht stand.

Mittlerweile flackern Tarantinos Gesichter und Figuren in Hochglanz-Hommagen über die Leinwände. Bildgewaltig, unterhaltsam, aber nicht mehr so echt und im ''Hier und Jetzt'', wie in den dreckigen, den billigen Tagen. Für Reservoir Dogs hatte er knapp eine Million zur Verfügung, es ist sein erster Film und doch wirkt hier Tarantino so erwachsen und straight, wie nie wieder danach. Spricht in den Anfangsminuten noch der pure Trash-Talk aus ihm, hält er sich im Anschluss zurück uns lässt seine Geschichte für sich selbst sprechen. Keine Schwenker in unnötige Nebenhandlungen, keine Überlänge, kein Fußfetisch. Er hält die Story straff, die Atmosphäre dicht. Der Spannungsbogen wird nur dann kurz unterbrochen, wenn es wirklich Sinn macht. Seine typsische Coolness geht Hand in Hand mit einer eigenständigen, originellen Handlung, die intelligent und kreativ erzählt wird. Handwerklich top inszeniert, musikalisch aus einem Guss.

Wenn sich dann noch Harvey Keitel, Tim Roth, Steve Buscemi, Michael Madsen und Chris Penn die Ehre geben, fügt sich zusammen, was zusammen gehört. Fesselndes Gangsterdrama, grandiose Darsteller und ein Tarantino at his best. Mehr geht nun wirklich nicht.

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Zimtmond

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Für mich ganz klar Tarantinos bester! :)
Toller Kommentar.


razzo

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Du sagst es :)! Für mich auch Tarantions bester. Zu schade, das er nicht mehr zu diesem Stil zurückkehrt. Wär schön wieder mal einen reinen Gansgterstreifen von ihm zu sehen


AnimeGamingTV

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

BESTER TARANTINO!

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Jackieboy

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Bewertung9.5Herausragend

Ich frage mich des Öffteren (ein paar mal heute Abend), wie dieser Film wohl gewirkt hat, wenn man ihn 1992 gesehen hat. Unabhängig und nicht vorbelastet durch andere Meisterwerke des Mr Brown.
Ich für meinen Teil musste mir Reservoir Dogs als 6.ten Tarantino-Streifen antun. Infolgedessen hafteten mir einige Erwartungen auf Story, Dialoge, Charaktere usw. an. Top, famos, fabulös, ein wahrers Pracchtstück des Meisters, war letzendlich der Stand der Dinge. Doch damals... es muss viel... anders gewirkt haben, so ganz unvoreingenommen...

"Weisst du was das ist? Das ist die kleinste Violine der Welt. Die spielt nur für die Kellnerin."

In diesem Sinne: Mr Pink ist 'ne verdammt geile Sau. Unnnnnnd: Reservoir Dogs gucken - lohnt sich alle Fälle und darüber hinaus, bis hinein in ein dunkles Lagerhaus in LA, wo sich ein missverstandener Gangster den Vorzügen seiner eigenen, perfekten Welt hingibt. We miss you Vic.

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Donny Brandt

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Resevoir Dogs

"Habe"n paar Bullen erwischt." - "Hast du jemanden erschossen?" - "Ein paar Bullen." - "Keine richtigen Menschen?" - "Nur Bullen."
Resevoir Dogs

Ach ja, Resevoir Dogs sehe ich doch immer wieder gerne. Einfach weil alles stimmt - für mich der perfekteste Film aller Zeiten. Seien es die gottgleichen Dialoge (siehe Zitat), eine tolle Kamera, abartig gute Schauspieler, die überdimensionale Inszenierung und so weiter.

"Hör zu, Kleiner, ich will dir gar nicht erst was vormachen, ok?! Es ist mir eigentlich völlig egal was du weißt und nicht weißt, weil ich dich in jedem Fall foltern werde. Ganz unabhängig davon, was du mir erzählst oder nicht. Es ist amüsant für mich, einen Bullen zu foltern! Du kannst mir erzählen, was du willst! Das hab ich alles schon mal gehört! Wenn du was tun willst, dann bete für deinen schnellen Tod, doch der ist dir leider nicht vergönnt.“
Resevoir Dogs, Michael Madsen

Ich werde mich jetzt die nächsten Tage vor mein Resevoir Dogs Michael Madsen Poster setzen und um ihn heulen. Jemand der eine der besten Szenen getragen hat (Folter Szene), darf doch nicht bei Filmen wie Piranhaconda mitspielen. Wie gesagt, die Inszenierung ist großartig und typisch Tarantino, doch der Unterschied zwischen einem Film wie Resevoir Dogs und den anderen Tarantinos ist, dass der Film vor allen anderen entstand, also sozusagen das „Orginal“ und die anderen sind nur genial inszenierte „Plagiate“.

"Kommt mit raus, ich muß euch was zeigen." - "Etwa die Fritten zu deiner Coke?"
Mr. Blonde: "Nein, die hab´ ich schon gegessen." 
Resevoir Dogs

Und noch eins. Ich könnte bestimmt noch weitere 5 Seiten mit Zitaten füllen. Warum Resevoir Dogs bei den Oscars komplett übersehen wurde, werde ich wohl nie in meinem Leben verstehen. Falls es jemand versteht kann, soll er bitte einen Kommi unter meinem Kommi da lassen, danke!
Tarantinos erster Film; den es auch noch vollständig gibt, gehört sicher zu jeder Top 100 Liste auf der Welt, und ist persönlich auf meiner 1.
Danke, Quentin!

#TeamBlonde

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Martin Oberndorf

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Okay. Wie dem auch sei.
Ich hau mich dann mal in die Falle.
Gute Nacht!


Donny Brandt

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Dir auch eine Gute Nacht !


simonparis

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser Film ist sehr dialoglastig und auch die Story an sich würde eher auf unaufhörliche 100 Minuten hindeuten. Doch Taratino gelingt es, dank hervorragender Kameraführung und einem schlichten Setting, der die schauspielerischen Künste des klug zusammengestellten Casts hervorhebt, einen spannungsreichen und fesselnden Film zu kreieren, dessen Seele das Ambiente, die Dialoge und die Musik sind. Bereits der Vorspann ist ein neunminütiges Spektakel voller Filmkunst.
Selbst wenn dieser Film nicht als ein Meisterwerk definiert werden kann, gehört er mit Sicherheit zu den besten Debütfilmen aller Zeiten.

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giehlemanns

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nicht ganz so genial wie ich ihn in Erinnerung hatte, aber trotzdem ziemlich geil. Hammer Cast mit Harvey Keitel, Steve Buscemi und Michael Madsen. Die Musik ist auch perfekt ausgewählt und die Charaktere sind alle samt recht interessant. Lediglich der Polizei Spitzel ist ein Volltrottel und nervt den gesamten Film über nur rum. Ansonsten aber ziemlich gut und natürlich die Geburtsstunde von Tarantino Filmen.

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Prechtl

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Besser als Pulp Fiction.


giehlemanns

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Den werd ich mir heute noch anschauen um anschließend sagen zu können, welcher besser ist. :)


Laserdance

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Bewertung4.0Uninteressant

Fand den langweilig.
Man wartet immer das was kommt oder passiert. Dann ist der Film irgendwann aus und es passierte auch nicht viel. Ein Kammerspiel ohne Thrill.

Aber Typischer Tarantino- Nicht der einzige Film wo ich den Hype nie nachvollziehen konnte. Wobei die Filme auch immer an demselben Kranken. Man wartet immer auf was da so Geniales kommen soll und es kommt meistens nix.

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hung_a

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Bewertung10.0Herausragend

''Werwolf''- Wer kennt dieses Spiel schon nicht? Unter einer Horde von Bürgern, welche noch mit weiteren mit speziellen Gaben und Privilegierten bestückt ist, befindet sich ein oder mehrere Mörder. In hitzigen Diskussionen, in dem der Dreisatz gilt: Beschuldigung, Diskussion und Abstimmung, versuchen sie den Mörder zu finden, damit einer nicht immer nach jeder Runde von jenem bei Nacht abgeschlachtet wird. Beobachtung, Wahrnehmung und Urteilsvermögen werden von jedem erprobt und noch eine viel wichtigere menschliche Komponente- das Vertrauen.
''Reservoir Dogs'' ist kein Kinderspiel. Es ist ein knallharter Gangster-Film getränkt in skurrilem Humor und Dialogen, in dem eine Gruppe von Männern angekleidet in schwarzen Anzügen eine Bank nach Diamanten ausrauben will. Das Unterfangen scheitert aber. Die Polizei erwartete bereits die Kriminellen. Bis auf wenige konnten sich alle retten. Eines ist der Gruppe klar, dass sie verpfiffen wurden und dass der Verräter noch unter ihnen steckt.

Wie auch im Spiel ''Werwolf'' spürt man in diesem Film was Vertrauen heißt und inwiefern es bedeutend ist, wenn wir unser Vertrauen in jemanden falsches setzen. Die Kriminellen taten es und dieser Fehler hatte gravierende Folgen für die gesamte Aktion. Wie auch beim ''Werwolf'', wenn man dem Mörder traut und als Folge niedergestreckt wird. Vertrauen zu einem beruht auf Fakten und der eigenen Intuition. Und vielmehr noch hat Vertrauen etwas mit dem Urteilsvermögen zu tun. Wie Gewichten wir Fakten, die wir über einen in unserer Hirnzentrale sammeln? Und inwiefern spielt unsere Intuition bei der Entscheidung, ob wir jemanden Vertrauen sollen, mit? Quentin Tarantino hat darauf eine knallharte Antwort- Wenn es um das Vertrauen geht, sind wir alle doch wie kleine naive Kinder, die jedem Vertrauen, die einem ein ''wohlbekanntes'' Gefühl geben. Das hat nicht nur Madonna in ''Like in Virgin'' (Verweis Anfangsszene im Cafe) behauptet, sondern wird auch klar in den Entscheidungen der Gangster in dem Film verdeutlicht. Was also ist schon Vertrauen (Message des Regisseurs-denke ich zumindest).

Aber jeder Film hat doch irgendwie eine ausgeklügelte Message. Entweder möchte der Regisseur die Frage ''der Liebe'', ''der Bedeutung von Erinnerungen'' oder ''der Vergebung'' in seinem Film auf irgendeiner Weise behandeln. Also was macht denn ''Reservoir Dogs'' schon besonders? So trivial es auch klingt, der Film hat nichts anderes als eine Gangsterhandlung, die stark verkürzt von der Pate zwei stammen könnte, haufenweise Lebensweisheiten und natürlich eine schöne Message. Was man nicht glauben kann ist, dass Quentin Tarantino es tatsächlich schafft durch seinen skurrilen Humor, der wirklich geschickten Anwendung von Gewalt, und den überaus klugen Ideen und Dialogen einen eigenen Stil zu schaffen und den Zuschauer mit dieser ausgesandten Lässigkeit und Coolness in den Bann zu ziehen. Was ''Reservoir Dogs'' noch den besonderen touch verleiht ist schlicht und einfach die Erzählstruktur, welche wohl einer der klügsten, außergewöhnlichsten und sinnvollsten Komponente des Filmes ist. Die Entscheidung die Geschichte nicht stringent ordinär zu konstruieren, macht den Film nicht nur interessanter, sondern schafft am Ende eine intensive, brutale und ernüchternde Wirkung. Während des Filmes entwickelt man eine ganz andere neue Sichtweise auf die Motivation der Handlung und der Figuren, wodurch auch diese immense Wirkung am Ende zustande kommt. Man fühlt sich dadurch tatsächlich in einer dieser heißen ''Werwolf-Diskussion'' zurückversetzt, bei der in jeder Runde neue Fakten enthüllt werden um näheres zu den möglichen Mörder in Erfahrung zu bringen.
Zu dieser fulminanten Authentizität tragen selbstverständlich auch die Schauspieler bei. Von Steve Buscemi, Tim Roth, Michael Madsen bis zu Harvey Keitel machen alle ihre Arbeit umwerfend. Jeder verleiht seiner Figuren den gewissen ''Gangster-charme-touch'', den man ja so vergöttert, und die nötige Glaubwürdigkeit. Und zu guter Letzt steuern der unvergessliche Soundtrack und die zum Teil echt sauberen Schnitte zu diesem grandiosen Filmerlebnis bei.

So wie Quentin Tarantino die Pop-Art so gerne nutzt ist auch sein Film so poppig aufregend, faszinierend und einfach nur cool- ''Werwolf'' für die Großen.

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CptFullbody

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Haha ja ich hab das Spiel auch immer mit meiner Jugendgruppe gespielt echt super, ist aber glaub ich nicht so bekannt wie du denkst.
Gruss Fullbody


Roach

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Der Vergleich mit dem Spiel ist echt passend, diese Parallelen sind mir so noch gar nicht aufgefallen! Ich glaube, es wird Zeit, das Spiel auf "Bulle" umzutaufen. :D


Zimtmond

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Bewertung10.0Herausragend

Mit großem Abstand mein Lieblings-Tarantino.
Verdammt coole Sprüche. Verdammt coole Dialoge. Verdammt coole Charaktere. Verdammt cooler Soundtrack. Verdammt, mehr muss man dazu nicht sagen.

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kobbi88

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Verdammt, ja!!


BenAffenleck

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Bewertung9.0Herausragend

Gestern nach einigen Jahren mal wieder Tarantino's Knaller Debüt eingelegt. Was für eine Macht.
Durch eine Menge Glück und mit einem sehr guten Drehbuch konnte Tarantino einen guten Cast für seinen Erstling mobilisieren, der sich schauspielerisch nichts schenkt. Aber das glückliche Händchen für einen guten oft auch überraschenden Cast zeichnet auch alle folgenden Tarantino Filme aus.

In RESERVOIR DOGS sind die Dialoge wenigstens noch nicht so endlos in die Länge gezogen wie zum Beispiel in *DJANGO*. Die Dialoge über Madonna, übers Trinkgeld oder wenn Mr. Orange seine Drogendealer Geschichte erzählt machen ja sowas von Spaß.

Und immer dieser irre aber völlig passende Soundtrack...STUCK IN THE MIDDLE bekommt man wieder tagelang nicht aus den Ohren.

Gewalt, fantastische Schauspieler, gutes Drehbuch und ausgefeilte Dialoge machen halt einen Tarantino aus. Zudem der schräge Humor und diverse Anspielungen auf andere Filme.....einfach herrlich.

9,0 kleinste Geigen für RESERVOIR DOGS

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cronic

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bildqualität schwankt ein bisschen, der Film an sich ist Top, Dialoge wie man sie von Tarantino gewohnt ist

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cronic

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Problem ist, das es schon über ein Jahr her ist, seit ich diesen Film gesehen habe, kann mich nur noch schwach daran erinnern aber ich glaube überwiegend ist die Restaurierung schon gelungen bis auf ein paar Aufnahmen


uncut123

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na werde ich mich mal selber überzeugen aber danke...



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