Reservoir Dogs - Kritik

US 1992 Laufzeit 99 Minuten, FSK 18, Drama, Thriller, Kinostart 10.09.1992

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    Der einzige Tarantino, der mir gefällt.

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      Schon in seinem Regiedebüt lässt Tarantino seine heutigen Stärken aufblitzen: Exzentrische Charaktere, unterhaltsame Dialoge, ungewohnte Kameraperspektiven, exzessive Gewalt und nicht zu vergessen das Gefühl für einen passenden Soundtrack. Die Story bzw. die Art, wie diese erzählt wird, ist mein einziger Kritikpunkt an Tarantinos Erstling. Der Plot nimmt leider erst nach ungefähr der Hälfte der Laufzeit an Fahrt auf - und ist auch dann nur durchschnittlich. Dennoch ist Reservoir Dogs insgesamt - dank der "Tarantino-Trademarks" - kurzweilig und zu keinem Zeitpunkt langatmig. Er kommt allerdings qualitativ nicht an spätere Tarantino Werke wie Pulp Fiction oder Jackie Brown ran und für mich der "schwächste" seiner Filme (wobei ich Death Proof noch nicht gesehen habe).

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      • Juhuuuuu gleich wird Mister Blond vergnügt das Radio aufdrehen
        und ein belustigendes Tänzchen aufführen, während er foltert und sein Opfer verhöhnt.

        Was sich wie eine unmenschliche verachtenswerte Szene aus dem Guantanamo Bayview Hotel anhört ist kulturell anscheinend das beste, was unsere Generation
        zu bieten hat. Gewaltexzesse und Folterpornografie, Martial läßt grueßen ;)

        • 9 .5

          Dooooctor is there nothing i can take... uhuuuu !

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            "Mit dem linken Ohr muss ich mir was über Madonnas Schwänze anhören und von rechts brabbelst du mir die ganze Zeit was von deiner Japanerbraut vor!"

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              Desmond42 09.03.2015, 20:54 Geändert 09.03.2015, 21:03

              Da ich mittlerweile durch "Inglourious Basterds" und diesen Film hier fast schon zu sowas wie einem Tarantino-Fan geworden bin, möchte ich mich zu dieser Glanzleistung nun auch gerne mal ausführlicher äußern. Obwohl "Inglourious Basterds" meiner Meinung nach den besten Tarantino-Film darstellt, würde ich wohl "Reservoir Dogs" als meinen persönlichen Favoriten unter seinen Werken ansehen, da Tarantino hier Aspekte, die mich in ein paar seiner späteren Filme noch etwas stören, gänzlich auslässt. Somit ist "Reservoir Dogs" für mich der am wenigsten seinem Stil entsprechende seiner Filme, ähnlich wie "Memento" bei Christopher Nolan, womit die beiden großartigen Regisseure der heutigen Zeit mit gerade diesen beiden Filmen ein klein wenig in die Richtung des jeweils anderen gehen.

              Was mich hier vor allem überrascht, ist, dass angeblich gerade diesem Tarantino-Film am ehesten vorgeworfen werden soll, Gewalt zu verherrlichen. Da liegt vermutlich daran, dass sie hier noch am extremsten wirkt, im Gegensatz zu der überspitzten und nicht ernstzunehmenden Darstellung in "Kill Bill", jedoch ist es gerade dieser Aspekt, der diesen Film meiner Meinung nach zu einer weitaus kritischeren und besser intentionierten Darstellung dieses Themas macht als ein paar wenige seiner späteren Filme. Denn wenn in "Kill Bill" Blut fließt, wird dieser Umstand bewusst übertrieben und seiner Ernsthaftigkeit beraubt, was zum Teil einen Unterhaltungsfaktor darzustellen scheint. Doch wenn in "Reservoir Dogs" ein Gangster erschossen oder ein Cop gefoltert wird, hat man als Zuseher keineswegs das Gefühl, dass da was Tolles passiert, man ist nicht unterhalten, sondern fühlt, was für schlimme Auswirkungen diese Taten haben können.

              Auch sonst hat die Handlung einige intelligente Inhalte zu bieten, vor allem in den teilweise mit Tiefgang ausfallenden Rückblenden zu den einzelnen Hintergrundgeschichten der jeweiligen Charaktere, und mit der in falscher Chronologie ablaufenden Story wird zusätzliches Interesse erzeugt. Generell finde ich die Grundidee, lauter unterschiedliche Kriminelle, die sich nie zuvor gesehen haben, einen Überfall planen zu lassen, schon ziemlich spitze. Das Verhalten der Gangster, die sich ständig gegenseitig beschuldigen, und die Suche nach dem Verräter in den eigenen Reihen stellen dabei spannende Elemente dar, die überaus packend zu verfolgen sind. Der Soundtrack ist ebenfalls schon gut gewählt.

              Am Genialsten ist für mich aber immer noch das Intro, wo Tarantino wieder mal meisterhaft Diskussionen über nichtssagende Themen zu überaus unterhaltsamen und gehaltvollen Gesprächen ausbaut, mit denen er über Viertelstunden hinweg das Interesse am Geschehen aufrechterhalten kann. In solchen Szenen kann ich mich teilweise sogar selbst wiedererkennen, denn in etwas genau diesem Stil laufen oft Gespräche in meinem Freundeskreis ab. Wie Tarantino bei sowas immer selbst als Schauspieler bei der Sache ist, ist in diesen Szenen dann immer noch ein zusätzlicher Reiz. All das macht "Reservoir Dogs" zu einem richtig genialen Film, der wohl für ein Erstlingswerk als fast unvergleichliche Leistung gelten könnte.

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              • 6 .5

                Hatte mir ehrlich gesagt mehr erwartet. Raffiniert ist der Aufbau der Story, der aber viel zu lange dauert, "Spoiler" die ersten 50 Minuten passiert nahezu nichts. Immerhin gewinnt der Film gegen Ende an Fahrt und das Staraufgebot ist beeindruckend. Summa Summarum hat mir Kill Bill klar besser gefallen, v.a. Teil 1.

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                  Troublemaker69 27.02.2015, 18:33 Geändert 07.03.2015, 21:34

                  In den folgenden Tagen werde ich euch alle Filme vorstellen, bei denen Tarantino Regie führt.
                  Muss euch ja alle etwas Aufpeitschen, bevor dann bald endlich "The Hateful Eight" startet.
                  Heute starten wir mit Tarantino´s erstem noch erhaltenem Werk "Reservoir Dogs".

                  "Ich sag euch, worum es in "Like a Virgin" geht. Dieser Song handelt von einem Mädchen, das auf einen Kerl mit einem großen Schwanz scharf ist. Das Ganze ist eine Metapher über große Schwänze."

                  Mit diesem Zitat beginnt Reservoir Dogs und dieser Spruch sagt schon sehr viel über die Dialoge des Streifens.
                  Herrlich trivial und doch scheinbar natürlich schreibt Tarantino seine Dialoge ja sowieso und das wird bereits in seinem ersten Kinofilm "Reservoir Dogs deutlich.
                  Das Schöne an Tarantino´s Dialogen ist, dass sie so herrlich natürlich daherkommen, wie ein bisschen Smalltalk mit einem guten Kumpel.
                  Das Besondere an Tarantino´s Leinwand-Debüt, was ihn auch von allen anderen Filmen dieses Regisseurs unterscheidet ist die Einfachheit.
                  Reservoir Dogs ist nämlich nicht sonderlich aufwendig gemacht, lebt aber von einem einfach brillantem Drehbuch und einer ebenso genialen Inszenierung.

                  "Endlich allein!"

                  ...sagt Mr. Blonde kurz vor der berüchtigten Ohrenszene.
                  Doch was macht dieses Szene so besonders?
                  Das ist zum einem Michael Madsen´s coole Darstellung des Psychopathen, zum anderen aber auch die Kameraführung und die Filmmusik.
                  In der Szene lässt Tarantino den Blick vom Geschehen abweichen, so filmt er in der genannten Szene eine Tür statt der Handlung.
                  Generell lässt er uns in seinem Streifen eher im Dunklen, so geht es die ganze Zeit um ein Verbrechen, dass man aber nie zu Gesicht bekommt.
                  Die Erzählung ist nicht chronologisch, und geht nur um die ganze Sache herum, ein Stilmittel, dass auch in seinen späteren Streifen immer wieder aufgegriffen wird. . Wir bekommen einen Film, dessen Handlung nur durch unser eigenes Denkvermögen sichtbar wird. Der Streifen handelt also gar nicht vom Höhepunkt, sondern von dem Drumherum
                  Ein weiteres Phänomen dieses Films ist der atemberaubend gute Soundtrack, der nebenbei zu meinen liebsten Soundtracks überhaupt gehört.
                  Tarantino wählte Songs aus, die perfekt zu den Szenen passen und mit ihnen verschmelzen, es ist so, wie er gesagt hat, immer wenn man das Lied hört, denkt man an die Szene.
                  So auch mit dem Song "Stuck in the middle with you" in der Ohrenszene oder mit "Green Bag" im Intro.

                  Unterm Strich betrachtet ist Quentin Tarantino´s Reservoir Dogs in meinen Augen ein absolut brillantes Debüt, dass in die Geschichte einging und den Beginn der Karriere eines der meiner Meinung nach größten Genies unserer Zeit darstellt.

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                  • 10

                    JORAH SCHAUT TARANTINO #1
                    RESERVOIR DOGS

                    Damit ein Film bei meinen Lieblingsfilmen landet muss ich ihn eigentlich mindestens zwei Mal gesehen haben. Das ist so etwas wie ein ungeschriebenes Gesetz von mir. Der einzige Film, der das Herz schon nach der Erstsichtung bekommen hat ist Pans Labyrinth.
                    Und nun auch RESERVOIR DOGS.

                    Ich ging tatsächlich mit etwas gedämpften Erwartungen an den Film ran. Es heißt ja allgemein Pulp Fiction wäre der beste Gangsterfilm von Tarantino. DOGS hat meine Erwartungen aber sowas von übertroffen. Er ist erst um mein dritter Tarantino nach Django Unchained und Pulp Fiction und bis jetzt ist er eindeutig der beste. Bei DOGS handelt es sich auch um einen der wenigen Filme von denen ich wirklich sage dass er "perfekt" ist, denn es gibt nichts, wirklich nichts, was ich anders gemacht oder verbessert hätte. Das fängt an bei den perfekt besetzten Schauspielern (besonders Harvey Keitel und Michael Madson stechen für mich heraus. Madsons Tanzszene ist legendär cool) und endet bei einem der besten Soundtracks der Filmgeschichte. Echt jetzt, "Little Green Bag" hör ich grad schon die ganze Zeit rauf und runter.
                    Es wird ja oft angeprangert, dass Tarantinos Filme zu dialoglastig und somit für viele "langweilig" wären. Hier handelt es sich aber um reinstes "Dialog-Gold". Selten besseres gesehen/gehört.

                    "Warum bin ich Mr. Pink?" - "Weil du ne Schwuchtel bist, darum!"

                    "Hast du jemanden getötet?" - "Auch ein paar Bullen." - "Keine richtigen Menschen?" - "Nur Bullen."

                    "Weisst du was das ist? Das ist die kleinste Violine der Welt. Die spielt nur für die Kellnerin."(Hierbei stellt sich mir unweigerlich die Frage: Hat Spongebob wirklich Tarantino zitiert? o_O)

                    Das ganze ist eine riesige Quelle an endgenialen Zitaten, die mindestens genauso kultig sind wie der "Big Kahuna-Burger" oder "Say what Again" aus Pulp Fiction.
                    Herr Tarantino hat mit RESERVOIR DOGS schon am Anfang seiner Karriere ein echtes Meisterwerk geschaffen. Das meiner Meinung nach ultimative Heist-Movie.

                    Ich bin ja jetzt stolzer Besitzer der TARANTINO XX-Box auf Blu-Ray (mit allen seinen Filmen + True Romance) deswegen werden ab sofort regelmäßig Kommentare zu seinen Filmen von mir kommen. Als nächstes kommt dann True Romance wenn ich ihn gesehen habe, oder auch erst Pulp Fiction, schließlich ist ersterer ja kein offizieller Tarantino-Film. Freu mich schon drauf das ganze nachzuholen.

                    "Yeah, Lookin' back on the track for a little green bag..."

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                    • 10

                      mein liebster Tarantino überhaupt! wer noch nicht gekuckt der sollte sehen! KULT!!!

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                      • 8 .5

                        Diesen Kultfilm zu bewerten ist nicht ganz so leicht. Die Schauspielkunst lässt bei dem ein oder anderem zu wünschen übrig, die Dialoge nehmen überhand, irgendwie wirkt es zäh, die Story ist zu einfach - und doch ist der Film im Großen und Ganzen respektables Kino welches man nicht missen möchte.
                        Ich geb den Film ne glatte 8einhalb - und weiß eigentlich nicht genau weshalb...

                        • 4 .5

                          Ist irgendwie nicht mein Film. Es beginnt mit einem versautem Gespräch, darauf folgt ein kreischender Verletzter mit fast unerträglicher Synchro, abgeschlossen mit viel Blut. Die 4 gibt's wegen den genialen Songs, einer faszinierenden Szene, wegen dem lustigen Dialog über Codenamen und teilweise krassen und lustigen Situationen. Hab ich die genialen Songs schon erwähnt?

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                          • 9 .5

                            Seit ich den Film gesehen habe weiss ich endlich was Madonna damals gesungen hat.

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                              Ali34 09.01.2015, 23:24 Geändert 09.01.2015, 23:25

                              Wow! Völlig überrascht war ich von diesem Film. Großartige Handlung, grandiose Schauspieler und einfach die ganzen Anspielungen auf damalige Schauspieler, Filme und Musik aus den 70ern. Für mich Tarantinos bester, da ich kein Fan von Pulp Fiction war.

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                              • 2

                                Der Film ist nur noch eklig und viel zu blutlastig. Ganz schlimm war die Szene mit dem Ohr. Wie kann so etwas Kult sein?

                                • 9 .5

                                  Klein, fein, schmutzig. Sehr verschachtelt die Story. Aber man begreift ihn, versteht ihn noch mit 2,4Promille.

                                  • 10

                                    Meines Erachtens der beste Tarantino.

                                    • 9 .5

                                      Lange versauerte die Special Edition von "Reservoir Dogs" in meinem DVD-Regal und nach der heutigen Sichtung stellt sich mir die Frage: WARUM ZUR HÖLLE HABE ICH DIESEN FILM NICHT SCHON VIEL EHER FÜR MICH ENTDECKT?!

                                      Altmeister Tarantino zeigt schon in seinem Kinodebüt Ansätze seiner komplett andersartigen Regiearbeit: Skurrile Charaktere, eine dialoglastige Handlung und Zeitsprünge, die den Zuschauer dazu zwingen sich zu konzentrieren, um ja nichts zu verpassen. Dazu muss man sagen, dass man diese Art von Film einfach mögen muss. Ich habe viele Freunde, die mit einem "Tarantino" überhaupt nichts anfangen können, ihn sogar als langweilig bezeichnen. Ich aber liebe seine Art und bin nach "Inglourious Basterds" und "Django Unchained" ein drittes Mal geflasht. "Pulp Fiction" tummelt sich bei mir auch noch irgendwo, der ist dann demnächst dran ;)

                                      Genug palavert, jetzt zu den tarantinoesken Einzelheiten von Reservoir Dogs:

                                      Die Story:
                                      Grundsätzlich geht es um einen Juwelierraub, der von sechs Männern mit den Decknamen Mr. White, Mr. Pink, Mr. Orange, Mr. Blonde, Mr. Blue und Mr. Brown begangen wird. Doch etwas läuft schief, die Polizei schlägt auf und alle sind sich sicher: Unter ihnen ist eine Ratte, die den Coup fast zum Scheitern gebracht hätte. An sich ist die Geschichte natürlich nicht sonderlich spektakulär, aber was Tarantino daraus macht, ist einsame Spitze.

                                      Skurrile Charaktere:
                                      Davon gibt es genügend und um es vorweg zu nehmen: Die sind allesamt hervorragend, authentisch und kein Stückchen drüber gespielt. Hervorheben möchte ich aber vor allem Michael Madsen als Mr. Blonde - die coolste Sau im ganzen Film. Abgebrüht, charismatisch und einfach nur geisteskrank. Ob mit Soda an einem Pfeiler lehnend oder tanzend zu den Klängen der 70er - Mr. Blonde könnte genauso gut Mr. Perfect heißen und ist mein persönlicher Held der "Reservoir Dogs". Aber auch Harvey Keitel, Steve Buscemi und Tim Roth als Mr. White/Pink/Orange sind perfekt besetzt. Selbst Tarantino als Mr. Brown hat eine kleine, wenn auch nicht anspruchsvolle Rolle.

                                      Die Dialoglastigkeit:
                                      Eine Eigenschaft, die Tarantino immer wieder vorgeworfen wird. Kann ich einfach nicht verstehen, schließlich handelt es sich hier ja nicht um irgendwelche wirren Sätze, sondern um das mitunter Beste, was ein Drehbuchautor je zu Papier gebracht hat, um die Creme de la Creme der Dialogkunst. Egal ob gerade über die Bedeutung von Madonnas "Like a Virgin" sowie die Relevanz von Trinkgeld philosophiert wird oder Mr. Orange seine Story vom Bahnhofsklo erzählt. Tarantino trifft immer den richtigen Ton und das ist schon die halbe Miete für einen DER Kultfilme aus den frühen 90er Jahren.

                                      Die Zeitsprünge (minimale Spoiler enthalten):
                                      Sich bei seiner ersten Regiearbeit an so eine Erzählstruktur heranzuwagen, zeugt schon von enormem Selbstbewusstsein. Die wie bereits erwähnt eher unscheinbare Story wird durch etwaige Flashbacks und weitere Spielchen mit der Zeit komplex erzählt. Ein Mittel, das Tarantino immer wieder gerne einsetzt, um seine Story aufzupimpen. Auch in "Reservoir Dogs" funktioniert das hervorragend. So wird beispielsweise gezeigt, wie die letztendlich wichtigen Charaktere zu diesem Job kamen und so einer nach dem anderen aus dem möglichen Kreis der Maulwürfe ausgeschlossen.

                                      Trotz wenig Action glänzt "Reservoir Dogs" mit Spannung, einer gewissen kammerspielartigen Enge, roher Gewalt und einem starken, zum Mitwippen einladenden Soundtrack. Wer mit Tarantinos Stil zurecht kommt, der kann mit diesem Streifen nichts falsch machen und wird genau wie ich enorme Freude an kurzweiligen 95 Minuten haben.
                                      Ich habe lange überlegt, ob ich die 10 Punkte gebe. Aber da warte ich lieber "Pulp Fiction" ab, vielleicht setzt der ja (wie viele behaupten) nochmal was drauf. Bis dato ist "Reservoir Dogs" jedenfalls der beste Tarantino, den ich bislang gesehen habe - sogar noch knapp vor "Django Unchained", der von mir ebenfalls 9,5 Pkt. bekommen hat.

                                      "Hey, why am I Mr. Pink?" - "Because you're a faggot."

                                      "Are you gonna bark all day little doggie? Or are you gonna bite?"

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                                        Genialer Heist Movie! Tarantinos erstes eigenes Werk weißt die meisten bekannten Merkmale des berühmten Regisseur bereits auf. Ich hatte zu Beginn relativ niedrige Erwartungen an den Film, doch dieser überzeugte mich im hohen Bogen. Ein toller Film.

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                                          Allein die Filmmusik macht diesen Film für mich schon so besonders! Tolle Songs, tolle Schauspieler, toller Film!

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                                            Der erste Tarantino - ENDLICH auch mal gesehen, Netflix sei Dank!
                                            Kein klassischer heist movie, wo der Banküberfall selbst die Hauptrolle spielt.
                                            Hier wird eher das Scheitern des Überfalls beleuchtet.
                                            Die Darsteller überzeugen durch die Bank weg und der Film hat bereits alle wichtigen Elemente, die wir heute bei Tarantino-Streifen so lieben.
                                            Sollte jeder Filmfan mal angeschaut haben!
                                            PS: Es war außerdem richtig krass für mich Steve Buscemi und Tarantino so jung zu sehen :-D

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                                            • 8 .5

                                              Quentin Tarantino, eine Legende, ein Vorbild, und vorallem... einer von uns! :D Denn was vielleicht einige nicht wissen; er liebt Filme genauso wie wir, und besitzt geradezu ein enzyklopädisches Wissen (ob das richtig geschrieben ist, bin ich mir nicht Sicher! Wenn nicht, dürft ihr die Buchstaben, die da nichtzugehören selbstverständlich behalten! :D) über jede Einstellung jedes Produktionsjahr und wer beim Film Regie geführt hat, dass es schon fast wieder geisteskrank sei, wie die Schauspielerin Daryl Hannah einst behauptete. Und naja, in einer gewissen Form ist es schon auch etwas krank, aber wenn ich Tarantino zuhöre, höre ich einfach nur ein unglaubliches Maß an Liebe zu Filmen heraus, mit der wir im Prinzip ja alle infiziert sind, der eine mehr, der andere weniger.

                                              Und so konnte es wohl nicht sehr lange dauern bis nach seinem bedauerlicherweise im Schneiderraum verbrannten ersten Kurzfilm 1986 sein erster richtiger Streifen in die Kinos kommt. Und das mit der Unterstützung von niemand anderem als Harvey Keitel himself. Und dass er Quentin Tarantino damals so viel Vertrauen entgegenbrachte und ihn bei der Produktion unterstützte, dafür bin ich ihm unglaublich dankbar. Denn so hat er uns einen der einflussreichsten, erfolgreichsten und gleichzeitig auch großartigsten Filmemacher überhaupt geschenkt. Denn mittlerweile sind seine Filme so speziell geworden, dass es bei jedem seiner Filme nurnoch heißt, er sei von Quentin Tarantino und nicht mit dem und dem Schauspieler, und wenn jemand im Laufe von 25 Jahren so etwas schafft, dann muss er schon echt gut sein. Und das hat er mit "Reservoir Dogs - Wilde Hunde", seinem ersten richtigen Feature-Film, 1991 schon bewiesen, indem er die brutalsten Elemente, die er im Laufe seiner Karriere noch so manche male benutzen würde, schon damals angehaucht hat, indem er Michael Madsens Hand gesteuert und dem auf dem Stuhl gefesselten, enstellten Polizisten sein rechtes Ohr abschnitt. Und auch in anderen Kategorien läßt sich das Konzept des Filmemachers auch hier schon sehr leicht erkennen. In einem Interview hat er auf die Frage, warum die Charaktere in seinen Filme eigentlich so gewalttätig handeln, dass er die Gewalt schon immer als eine außergewöhnliche Erzählweise und Stilmittel des Kinos gesehen habe und sie somit auch gerne in seinen Filmen zur Schau stelle. Aber auch sein Können als Erzähler kann man bei "Reservoir Dogs" schon schnell erkennen. Schon die Geschichte ist so neu und speziell dass dieser Film Tarantinos Durchbruch bedeuten MUSSTE, und man schnell die Einzigartigkeit seines Schaffens bemerkte. Denn er ist kein normaler Heist, der die Geschichte einer Gruppe von Kriminellen erzählt, die einen Raubüberfall planen und durchführen. Nein, der Überfall ist schon längst passiert und die Gruppe von unterschiedlichsten Charakteren muss sich überlegen, wie sie nach der Flucht dem Gestz für immer spurlos entkommen. Und ab da knüpft der Film an, bzw. ist dort sein Anfang, nachdem man die toll gefilmte Szene am Tisch im Kafee bewundern durfte, in der sich die acht befreundeten Personen während des Essens über die Schlampenhaften Gedanken Madonnas und ihren Songs "True Blue" und "Like a Virgin" und noch zahlreichen anderen Titeln der 60er und 70er Jahre unterhalten, in der sich nocheinmal erneut zeigt... Quentin Tarantino bringt gerne etwas ein, ob es um Musik geht, die er mag, oder um Filme, auf die er Anspielungen macht, weil sie ihn geprägt haben oder ihm als er sie im Kino sah gefielen. Macht schonmal auch nicht jeder Filmemacher, zumindest würde mir auf die Schnelle keiner einfallen. Und dadurch wird auch seine persönliche Liebe zum Film und auch zum Kino sichtbar, die wahrscheinlich so groß und so umfangreich ist, wie bei keinem anderen... Menschen auf der Welt! :)
                                              Jamie Foxx sagte einmal über Tarantino "Er weiß so unglaublich viel über Filme! Wenn du einen Film mit Quentin Tarantino schaust, kann er dir in jeder Szene sagen, welche Einstellung da gerade in dieser Szene benutzt wird und mit welcher Kamera sie gedreht wurde!".

                                              Und man kauft es Tarantino ab, dass er so einer ist. Einer dem Filme die Welt bedeuten, die Liebe, das Leben, und seine Berufung.
                                              Nicht gerade ein Wunder ist es auch, dass sein Erstling "Reservoir Dogs" schon damals einschlug wie eine Bombe und ihm das Sprungbrett für eine hammer Karriere auf die richtige Höhe brachte. Vielleicht damals noch nicht so wirklich die bekannteste Besetzung neben Harvey Keitel und Steve Buscemi, aber trotzdem ein klasse Film, der es verdient hat, zu den besten aus Tarantinos Filmografie zu gehören. Toll gespielt und mit einem Mexican Standoff geendet, bei dem sich ebenso leicht erahnen läßt, welches Genre ihn außerdem noch sehr geprägt hat, aber das dürfte ja jedem, der sich, auch wenn nur perifer am Rande ein bisschen mit Tarantino beschäftigt, mittlerweile zur Genüge bekannt sein! ;)

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                                              • 8 .5

                                                Wäre ich Theaterregisseur, würde ich Reservoir Dogs sofort auf die Bühne bringen. Der Film ähnelt ohnehin einem Kammerspiel, da Quentin Tarantino bei seinem Erstlingswerk den Großteil seines geringen Budgets für die Schauspieler aufbrachte und die Geschichte ausschließlich von Wortwitz und Erzählungen leben ließ. Der gesamte Film spielt in einer Lagerhalle, in der sich die wohl coolste Räuberbande der Filmgeschichte nach einem gescheiterten Diamantenraub trifft. Nach und nach trudeln die Beteiligten mehr oder weniger versehrt ein und erläutern mittels Rückblenden ihre Sicht auf die Geschehnisse.

                                                Der bunt zusammengewürfelte Haufen entpuppt sich als spannende Mischung unterschiedlichster Charaktere, gespielt von teilweise grandiosen Darstellern, wie Harvey Keitel, Michael Madsen, Tim Roth oder Steve Buscemi. Auch Regisseur Tarantino mischt sich wie später in Pulp Fiction mit einer Nebenrolle unter die Darstellerriege, was ich bei den meist sehr kurz gehaltenen Cameo-Auftritten von Regisseuren sehr spannend finde.

                                                Die große Stärke von Reservoir Dogs sind die Dialoge, hier hat Tarantino schon zu Beginn seiner Karriere ganze Arbeit geleistet. Auch die nicht immer chronologische Abhandlung der Geschehnisse tragen einen großen Teil zur Dramaturgie des Films bei. Hinzu kommt die Tatsache, dass man den eigentlichen Raub nicht ein einziges Mal zu Gesicht bekommt, dennoch den genauen Ablauf ständig vor seinem geistigen Auge abläuft. Unerreicht!

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                                                • 7 .5

                                                  Damals für wenig Geld aber mit guten Schauspielern und Dialogen gedreht. Ein früher Tarantino, der schon das zeigt, was in anderen Filmen auch wieder auftaucht. Sehr sehenswert. Auch wegen vieler schöner Details (u.a. Silver Surfer Poster !)

                                                  • 9

                                                    Kann schon nachvollziehen, wenn manche den Film nicht mögen. Ist sehr dialoglastig. Mir gefallen die aber ausnehmend gut, ist schon an der Grenze zum Absurden. Die einfache Story ist gut erzählt. Die Schauspieler topp, Soundtrack passt. Daher fast Höchstwertung, Abzug für etwas zu wenig Action, die ja dann PF enthielt (habe ich 10 geben müssen).

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