Resident Evil 5: Retribution - Kritik

Resident Evil: Retribution

CA/DE/US · 2012 · Laufzeit 96 Minuten · FSK 16 · Actionfilm, Science Fiction-Film, Horrorfilm · Kinostart
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    Lange nix zu Milla geschrieben ;).

    Einem Dialogarmen, und, zugegeben, auch Dialogschwachem Film steht die mit Abstand beste Videospiel Ästhetik der bisherigen 5 Teile und satte Action gegenüber. Es geht in diesem Effektreichem Actioner einzig und allein darum von A nach B zu kommen, unter und über dem ewigen Eis der Antarktis, wo "Projekt" Alice (Milla Jovovich) erwacht und fortan versucht der eisigen Hölle zu entkommen. Ihre Mitspieler sind dabei im wahrsten Sinn des Wortes lediglich bessere Statisten, die einzig dazu dienen Milla ins rechte Licht zu rücken.

    Ich liebe den Film! Freu mich auf nächstes Jahr wenn endlich der nächste Teil in die Kinos kommt.

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    • 3 .5

      Ich kam gerade auf die Idee, mich mal wieder durch den 5 Teil der Reihe zu quälen und muss doch sagen, dass der Film in seiner Tradition des Immer-Schlechter-Werdens eine große Schippe drauf gelegt hat. Da wird man ja fast nostalgisch, wenn man an den ersten Teil denkt: Atmosphäre, tolle Schauspieler (bis auf Ein-Mimik Schauspielerin Michelle Rodriguez, auch wenn die da sogar mit reingepasst hat) super Story, auf die man richtig gute Fortsetzungen hätte aufbauen können. Was kam dabei raus? 2. Teil noch recht passabel, dann der Absturz in einen absolut seelenlosen Schrott zum Vergessen. Große und schwerwiegende Kritikpunkte (wie bei allen Filmen ab Part 3) beim 5. Teil: Absolut 0% Atmosphäre, 0% Charaktertiefgang (bin zwar kein Resident E. Spieler, aber ein Film sollte sich nicht nur auf die Fantasie der Zockergemeinde verlassen), 0% Spannung, tausende Action-Klischees und völlig abstruse Ungereimtheiten (Wieso muss man denn ständig mit einer Knarre auf jemanden zurennen und dabei schießen, und wieso verflucht nochmal trifft denn niemand, selbst wenn man ein 1 Mio. Schuss Magazin hat?). Und leider auch: vollgepumpt mit dreister Werbung.

      Fazit: Ertragbar für eingefleischte Fans. Ansonsten: Alice auf dem absoluten Tiefpunkt. Man kann (auch wenn äußerst unwahrscheinlich) nur darauf hoffen, dass beim Finale am ersten Teil angeknüpft wird und dieser Müll bitte nicht noch unterboten wird...

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      • 1 .5

        Man sagt ja dass das Gehirn Erinnerungen die unnütz sind löscht. Also muss dieser Film absoluter unnützer schwachsinn sein, wenn ich mich nicht mal daran erinnern kann diesen Film schon mal gesehn zu haben.

        Die CGI ist eine Stufe höher als bei Asylum, die Kampfszenen sind schlecht gefilmt und miesserable choreographiert. Die Story ist zum Haare raufen und allgemein ist das Resident Evil Thema, sowie auch in der Game Sparte, total ausgelutscht und überdehnt.

        So mal sehn ob ich mich in 6 Monaten noch daran erinnere diesen Film schon zwei mal gesehn zu haben. Ich hoffe nicht!

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        • 2

          Für mich, bisher der schlechteste Resident Evil der ganzen Reihe.
          Sinnloses, endloses rumgeballere ohne Verstand.

          Die 4 Vollidioten die Alice retten sollen sind ja ein Witz, der Auftritt von Rain lächerlich, einzig Ada Wong kommt recht cool rüber und natürlich Alice wie gewohnt fantastisch.

          Aber das reicht hier einfach nicht.
          Es gibt keine Steigerung.
          Die red Queen nervt nur noch, die Spannung sinkt gegen 0 und auch sonst bietet Retribution keine wirklichen Überraschungen oder Schockmomente.

          Action pur und dennoch ist man extrem gelangweilt.

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          • 4

            Das war der Anfang vom Ende , wo die Vorgänger noch minimal unterhalten konnten , ist dieser hier einfach nur Todeslangweilig.

            • 5

              Nachdem ich Afterlife gesehen habe wollte ich eigentlich keinen weiter Film dieser Reihe sehen. Nun habe ich ihn mir doch noch angesehen und fand es doch gar nicht mal so schlecht. Er konnte mich sogar nach dem Letzten Teil Positiv überraschen. Deshalb gibt es 5/10 Punkten für zwischen durch alle mal gut.

              Eine kleine Anmerkung noch neben bei, man sollte sich schon mit der Reihe auskennen.

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                Es nervt langsam schon ein wenig. Alice und Kumpanen gegen Umbrella. 90 Minuten durchgestylte Actionszenen.

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                • 6 .5

                  auch die 2t sichtung hat gefallen...

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                  • 5

                    naja gibt besseres

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                      Boring Zombie Film

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                        Der dreckigste Dreck den ich je gesehen habe.

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                        • 3 .5

                          Bin eigentlich ein Fan der Reihe. Der 4. war noch gut, hatte am Ende aber schon ne etwas zu cool aufgesetzte Mila und unwirklich wirkende Story. Der 5. übertreibt in allen belangen noch mehr ohne jegliche Story und ist wirklich einfach nur noch sinnloses geballere, würde meine Muddi sagen und da das stimmt sag ich das auch: "Sinnloses geballere". :(

                          • 8
                            PostalDude 05.09.2015, 20:30 Geändert 05.09.2015, 20:31

                            Technisch und Grafisch volle 10. Als Fan der Reihe hab ich mich an die Art der Erzählweise und des Storyaufbau gewöhnt. Die tollen Kulissen und Kampfszenen sind hier mindestens so gut wie bei Afterlife. Also wer bei den ersten Vier auf seine Kosten kam, wird es hier wieder. Achso, etwas Abzug für die paar echt albernen Sprüche, das nahm schon ein Bisschen dieses düstere Stimmung der anderen Teile. Aber dennoch genug Spaß! Ein Muss für Fans und ich bin gespannt auf das Finale

                            • 4 .5

                              Mit Abstand der schlechteste Teil der Reihe. Ich hab zu keinem Zeitpunkt irgendein Gefühl von Anspannung aufgrund von Gefahr gespürt, mich hat das alles kalt gelassen, weil Alice einfach nur aus dem Gebäudekomplex entkommen muss, es geht um nichts anderes. Die Action ist teilweise ganz nett, auch wenn überinszeniert. Nicht unerträglich, aber zieht sich schon.

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                                Filmkenner77 26.07.2015, 11:13 Geändert 26.07.2015, 11:15

                                "Resident Evil 5: Retribution" ist der mit Abstand schwächste Teil der bislang 5 Teile umfassenden Reihe. Während Teil 1 und 3 die "Highlights" der bescheidenen und scheinbar nicht enden wollenden Reihe darstellten, kann Teil 5 mit fast gar nichts mehr punkten. Milla Jovovich sieht in ihren engen Outfits und mit ihren coolen Gesten zwar nach wie vor klasse aus und übertüncht damit ihr kaum vorhandenes schauspielerisches Talent, aber die Story ist noch dünner als in den Vorgängerfilmen, was bei der "Resident Evil"-Reihe schon einiges heißen mag. Hier wird in der Tat Non-Stop-Action gepaart mit einigen nervigen Slow-Motion-Szenen geboten, um den Film überhaupt auf eine Länge von 90 Minuten zu strecken, die dem Zuschauer aber letztlich unendlich lang erscheinen.
                                Paul W. S. Anderson zeigt einmal mehr, dass er als Regisseur kein Gespür für Timing besitzt und sein Werk "Event Horizon – Am Rande des Universums" wohl auf ewig sein bester Film bleiben wird.
                                Insgesamt ist "Resident Evil 5" eine große Enttäuschung. Selbst Fans der Reihe dürfte das Machwerk kaum begeistern, da zwar Popcorn-Action en masse geboten wird, aber dem Franchise keinerlei neue Impulse verliehen werden. Alles wiederholt sich nur noch, das Bonbon ist ausgelutscht und schmeckt nicht mehr, wenn es denn überhaupt jemals richtig gemundet hat.

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                                  Da geht man ohne Erwartungen an einen Film dran und wird so sehr überrascht. Der Film ist einfach nur genial. Wenn nicht sogar der beste Teil der Reihe oder Film des Jahres 2012. Vor allem die Actionszenen fesseln an den Fernseher. Sowas hat man noch nie gesehen. Neu durchdachte, noch nie gesehene Actionszenen. Da fiebert man mit, wer nun überlebt und wer nicht. Sinnlos ist hier fehl am Platz. Und Klischee sucht man woanders. Und das kleine Mädchen erst. Wenn die nicht da gewesen wäre... TOP-Film! Endlich mal was neues!

                                  *Sarkasmusschild runter*

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                                    Seelenlose Effekthascherei

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                                      Deusfantasy 29.06.2015, 18:32 Geändert 10.03.2016, 11:45

                                      Die Resident Evil-Reihe stand ja noch nie wirklich für eine intelligente Handlung, sondern setzte in jedem Teil auf massig Action, so dass man sein Hirn bedenkenlos ausschalten konnte, ja sogar fast musste, um das hirnlose Zombieschlachten auszuhalten.
                                      Mit "Resident Evil: Retribution" haben es die Macher aber tatsächlich geschafft so eine unverschämt strohdumme Handlung abzuliefern, dass ich mich in meiner Intelligenz wirklich beleidigt gefühlt habe.
                                      Es ist diese Ernsthaftigkeit, mit der die Geschichte erzählt wird, die mir regelrecht Schmerzen bereitet hat. Haben sie noch nie etwas von Selbstironie gehört Herr Anderson? Das würde die Reihe definitiv um einiges erträglicher machen.
                                      Warum der Film trotzdem 3 Punkte von mir bekommt, liegt an der nett anzuschauenden Anfangssequenz und auch einigen weiteren soliden Actionszenen. Empfehlen kann ich den schwächsten Teil einer ohnehin nur mittelmäßigen Reihe aber absolut niemandem.

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                                      • 5 .5

                                        Die Ganze Reihe ist für mich irgendwie verwirrend... Teil 1 und auch einbisschen Teil 2 waren ja recht gut und bin auch mitgekommen, aber dann herrschte Chaos bei mir^^

                                        • AliceRac 29.06.2015, 00:28 Geändert 29.06.2015, 00:30

                                          Abgesehen davon, dass der Film Müll der obersten Klasse ist (bis Teil 3 habe ich die Filme wirklich gemocht) hat sich mal jemand den Text von diesem Schlaumeier von Moviepilot durchgelesen. Was steht denn da für ein Schwachsinn, hat diese Person tatsächlich den Film gesehen oder ne selbstgereimte Zusammenfassung nach drei Stunden Trailer gucken geschrieben.
                                          Übrigens der neue Terminator Genisys ist genauso ein riesengroßer Müll (hab den bei der Europapremiere gesehen und war auch maßlos enttäuscht, Effekte top, Story Schwachsinn und Müll)
                                          Ist echt enttäuschend, dass heutzutage nur noch darauf geachtet wird (vorwiegend im Action-Genre), dass die Effekte gut rüberkommen und nur noch Ballerei und in zeitlupe auf dich zuschwebende Gegenstände Bestandteil dieser Filme sind nur damit es in 3D gut rüberkommt.

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                                            Mit Resident Evil 5: Retribution scheint sich die Reihe wieder etwas gefangen zu haben. Das Setting mit den unterschiedlichen Städten bring auf jeden Fall + Punkte. Es ist war nicht alles golden was gläntzt aber mit Retribution ist die Reihe klar wieder aif einem gutem Weg uns nette B Actionware zu bieten.

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                                              Ich sehe schon Resident Evil 22 anno 2064, mit einer mittlerweile voll computeranimierten Milla Jovovich, heiß wie eh und jeh, aber der immer gleichen Feststellung: der nächste Kampf wird über das Schicksal der Menschheit entscheiden...bestimmt.

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                                                kaiserofhorror 23.04.2015, 01:55 Geändert 23.04.2015, 04:44

                                                Ja ja die böse Umbrella Corporation, wie oft habe ich mit ihr schon meine spielzeit verbracht. Aber nun zum Film, mein erster Gedanke bei "Retribution" war boah was für eine lange Zusammenfassung, mein zweiter, hä Alice ist jetzt ne Hausfrau, und mein dritter Gedanke war, die Serie wird auch von teil zu teil schlechter. Die erste Zeit spielt Alice ihre On Woman Show in steril wirkenden Räumen ab, und ich hoffte das es nicht die ganze Zeit so weiter geht, doch bald kommt Ada Wong mit ins Spiel und beide treten gegen gleich zwei Henker Majini an, das ist der Moment in dem Ada Wong genauso ausschaut wie ihr Spielecharakter und auch sonst wirkt vorallem in dieser szene einiges wie im game, aber davon mal abgesehen das der streifen optisch echt Spass macht, ist nicht wirklich viel mehr drin, Alice rennt von einer Schießerei und von einem Kampf zum nächsten, doch halt das ist ja im Spiel ganz genauso, etwas CGI hier und etwas CGI da und Action, Action und noch mal Action, ob das überhaupt noch ein Horrorfilm ist, ich weiß nicht recht. Für mich nicht der schlechteste teil aber auch weit weg vom für mich besten teil.

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                                                  Oha, trotz einiger Albernheiten (Zombies auf Motorrädern, Zombies mit Raketenwerfern) ist "Resident Evil: Retribution" sogar einer der besseren Filme der insgesamt äußerst mittelmäßigen Reihe, die mit dem nächsten Teil zum Glück ihr Ende finden wird.

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                                                    Die Lage in "Resident Evil: Retribution" scheint so ernst zu sein wie nie zuvor, denn erstmals hat Protagonistin Alice keine Zeit, sich eine neue Frisur auszusuchen und diese perfekt zu stylen, sondern musste mit der aus dem Vorgänger vorlieb nehmen. Irgendetwas musste man ja zwangsläufig aus 'Afterlife' übernehmen, um ihn wenigstens in geringem Ausmaß für die Reihe relevant zu machen. Ich habe mittlerweile ein Muster entdeckt, das die Qualität der Reihe nahezu berechnend sicher darstellt: alle Filme mit ungeraden Zahlen sind - wenn man von Grundauf mit der Reihe etwas anzufangen weiß - gelungen, alle mit geraden eher mittelmäßig oder schlecht. Meine Theorie ist, dass Drehbuchautor Paul W.S. Anderson zu lange braucht, um all seine Ideen zu Papier zu bringen, das Studio jedoch Druck macht, so bald wie möglich wieder einen neuen Film rauszuhauen, weshalb er halbherzig ein Alibidrehbuch hinausschickt. Ganz ehrlich: 'Resident Evil', 'Extinction' und "Retribution" sind bei all ihrer Action vor Allem diejenigen Teile, die auch etwas über Umbrella erzählen, und somit die Story vorantreiben. Hier erfahren wir Stück für Stück, warum all dies geschieht. 'Apocalypse' und 'Afterlife' jedoch bestehen im Grunde daraus, dass Alice und eine Handvoll Randfiguren von A nach B gehen und dabei versuchen, zu überleben.

                                                    "Retribution" ist wieder so spaßig, wie ein Film der 'Resident Evil'-Reihe eben sein kann. In meiner Review zu 'Afterlife' habe ich geschrieben, und ich darf einmal wörtlich zitieren: "<Afterlife> beginnt mit einem Knall als Alice und ihre Klone nahezu tänzerisch mit schweren Geschützen ein Gebäude stürmen und ein wahres Feuerwerk anrichten. Leider liefert der Film während seiner ganzen Laufzeit nichts Vergleichbares mehr und schon garnichts Interessantes."
                                                    Ich musste nur einen Film warten, und sollte dann endlich mehr davon bekommen, und zwar in Andersons gewohnt ästhetisiertem, stilisiertem und choreographiertem Gewand.
                                                    Dabei fühlt sich "Retribution" wie ein Greatest Hits der bisherigen Filme an. Aus Teil 1 übernehmen wir das Labor und die Red Queen, aus Teil 2 das kleine Mädchen, aus Teil 3 die gewisse Härte und Brutalität (zusammen mit diesem ist das auch der einzige Film der Reihe, bei dem man merkt, dass er für das R-Rating konzipiert wurde) und die Klone, aus Teil 4 die bombastische Zelebrierung der Künstlichkeit und der Look der Protagonistin. Zwischendurch sind jedoch auch eindeutig Samples aus altbekannten Klassikern erkennbar: Anderson gibt offenkundig zu, von diversen kultigen Blockbustern inspiriert worden zu sein, so erkennen wir klare Hommagen an 'Matrix', 'Blade Runner' oder die 'Alien'-Reihe (letztere hätte er wohl besser auch in seinem Ausfall bei 'Alien vs. Predator' eingebaut, dann wäre der auch besser geworden), die kunstvoll eingeflochten werden und somit zu etwas Neuartigem werden. Und das Beste: die Zombiehunde sind weg. Dieser eine nervige Hit, der immer rauf und runtergespielt wurde, den man aber nie mochte, hat es nicht auf das Album geschafft. Welch ein Glück.

                                                    In "Retribution" gibt es bislang die ausuferndste Action, die schönste Optik und überraschenderweise auch die meisten Emotionen (wohlgemerkt, im Rahmen dieser Reihe). Dies wird dargebracht mit der wohl kältesten Prämisse, die es bislang in der Reihe gab - man nehme ein Labyrinth. Dann ein paar Klone. Man pflanze diesen Klonen ein paar gefälschte Erinnerungen und Emotionen ein. Und lasse sie dann von Infizierten niedermähen. Willkommen auf dem ganz persönlichen Spielplatz der Red Queen. Mittendrin Alice. Die echte (wobei ich da auch schon eine leise Vorahnung habe, was in den höchst wahrscheinlich noch kommenden Nachfolgern so vor sich gehen wird). Jetzt stelle man sich folgendes Szenario vor: Alice will nur weg von dort, nachdem von Umbrellas ekligem Spielchen und dessen egoistischen Gründen erfahren hat, und dann kommt ein Mädchen - von dem Alice weiß, dass es geklont und bis vor kurzer Zeit nur eine leere Hülle war - zu ihr her, und nennt sie Mama. Und fragt sie, was denn passiert sei. Die vermeindliche Mutter des Kindes war ein Klon von Alicem Schlimm, oder? Alice und das Mädchen entwickeln in der Tat eine Mutter-Tochter-Beziehung zueinander, was über das Verständnis ihrer Begleiter hinausgeht, wenn eine fähige Kämpferin ihr Leben für solch einen Gegenstand aufs Spiel setzt. Ihr seht, wie es "Retribution" zugeht. Wir leben mittlerweile in einem Ausnahmezustand, und es scheinen nur mehr Alice und das Mädchen, das geklonte, künstliche Mädchen, über Emotionen und Mitgefühl. Ist es nicht ironisch, dass unsere Protagonistin hier maßgeblich von zwei jungen, artifiziellen Mädchen beherrscht wird? Becky steht für Empathie, die Red Queen für Rationalität. Ein Konflikt, den Anderson seit Teil 1 immer wieder aufgegriffen hat, als es darum ging, ob man die infizierten Gefährten erschießen soll oder nicht. Aber in Zeiten, in denen auf einen Menschen hunderte "Zombies" folgen, stellt sich diese Frage ohnehin nur mehr sporadisch. Mittlerweile sind die Verwandelten schon lange nicht mehr die Antagonisten, das hat die Umbrella-Corporation bereits übernommen, die dafür zur Verantwortung zu ziehen wäre, jedoch sogar noch versucht, aus der Apocalypse kapital zu ziehen und in ihr eine Rechtfertigung für ihre sadistischen Experimente sieht. Trotz minutenlanger, höchst ansehlicher Kampfchoreografien, Tonnen von CGI und einer künstlerischen Aufbereitung von ALLEM - hier wird jede halbsekündige Einstellung zu einem Augenschmaus - lässt es sich der Filmemacher nicht nehmen, sich zu überlegen, was die Leute, am Beispiel seiner Hauptfigur, wohl in dieser Situation spüren. Ob man überhaupt noch spüren kann.

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